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Weihnachten steht vor der Tür und ist wieder mal eine passende Gelegenheit andere Fotofreunde oder einfach sich selbst zu beschenken. Wir hatten schon einmal vor ein paar Monaten einen Artikel über Zubehör zur Fuji X100 veröffentlicht. Diesen Artikel haben wir nun überarbeitet, neue Artikel ergänzt und weitere Einaufsquellen aus dem Internet hinzugefügt. Wenn Ihr etwas von den vorgestellten Artikeln bestellen wollt, dann nutzt bitte auch unsere Links, damit das Forum davon ein wenig profitierten kann.

1. Die Original Kameratasche von Fujifilm im klassischen Design

Fangen wir beim Wesentlichen, dem Schutz der Kamera an. Von Fujifilm gibt es eine schöne Ledertasche in Braun, die dem klassischen Design der X100 gerecht wird:

 

 

 

2. Eine passende Handschlaufe zur Fuji X100

Wenn man sich seit Jahren mit dem Thema Fotografie beschäftigt, sammelt sich so einiges an Kameragurten und Riemen an, die man immer wieder verwendet. Bei mir lagert dieser Kram in einer Kiste, die randvoll mit allen möglichen Adaptern, Filtern, Ösen und Gurten ist. Bei der Fuji X100 kam bei mir, wie zuvor schon bei der Leica M der Wunsch auf, die Kamera nicht mit dem mitgelieferten Kameragurt am Hals oder über der Schulter zu tragen, sondern sie ganz ohne Gurt zu benutzen. Weil dann aber immer die Gefahr lauert, mit der Kamera irgendwo anzustoßen, musste neben dem Kamerateil der Ledertaschen-Kombination LC- X100 auch eine Handschlaufe her. Aus den Bestandteilen meiner Kramkiste konnte ich zwar einiges zurechtbasteln, aber so richtig befriedigend war keine dieser Lösungen.

Also begab ich mich auf die Suche: Fertige Handschlaufen gibt es ja wie Sand am mehr, aber nur wenige scheinen auch wirklich geeignet zu sein. Es gibt haufenweise dicke, fette Handschlaufen, die zum Beispiel in einem spindeldürren „Band“ enden, dem dann das ganze Gewicht der Kamera anvertraut wird. Vertrauenserweckend ist das alles nicht, zumal man bei kaum einer dieser Handschlaufen eine Angabe findet, mit welchem Gewicht sie denn zu belasten ist. Obwohl das Handteil dieser Schlaufen oftmals recht dick und stabil ist, sind die meisten dieser Handschlaufen wohl nur für kleine Kompaktkameras gedacht.

Fündig bin ich dann bei Olympus geworden. Und das schönste dabei ist: Es gibt die Olympus LSC-1122 Lederhandschlaufe, die eigentlich für das PEN-System gedacht ist, sowohl in der Farbe der Fuji X100 Ledertasche wie auch in schwarz für all diejenigen, die auf die Ledertasche verzichten. Man braucht lediglich eine etwas breitere Trageriemenklammer, da der Gurt an der Olympus-Schlaufe etwas breiter ist als der original Gurt, den Fuji zur X100 mitliefert. Das Ganze hält mit Sicherheit auch langfristig das Gewicht einer Fuji X100 und sieht so aus:

 

 

 

 

3. Das Handbuch zur Fuji X100

Michael Diechtierow, der Mitglied im Fuji X Forum ist, hat das Handbuch zur Fuji X100 geschrieben. Das Handbuch, welches im dpunkt Verlag veröffentlicht wird, ist ab sofort verfügbar.

Das Handbuch zur Fuji X100 bietet dem ambitionierten Fotografen einen schnellen Einstieg in das Fotografieren mit der Kamera, die schon vor ihrem Verkaufsstart ein Klassiker war. Das Buch bietet nicht nur Fakten, sondern auch Tipps aus der Erfahrung von Michael Diechtierow und zeigt, wie Ihr das Potenzial dieser exzellenten Kamera ausschöpfen könnt. Wie lässt sich der Dynamikbereich beeinflussen, welche Filmsimulationen sind für welche Zwecke geeignet, wie lässt sich das Fokussieren optimieren und was bringt RAW? Das sind nur einige der Fragen, die Michael Diechtierow in seinem Handbuch zur Fuji X100 beantwortet. Das Handbuch zur Fuji X100 ist das ideale Geschenk für alle, die noch mehr aus Ihrer Fuji X100 herausholen wollen.

 

 

 

4. Der Schutz des Displays der X100

Wer regelmäßig seine Fuji X100 mit dem mitgelieferten Kameragurt am Hals oder an der Schulter trägt, wird im Laufe der Zeit feststellen, dass das Display auf der Rückseite leidet und Gebrauchsspuren in Form von Kratzern und Scheuerstellen bekommt. Es ist mir unverständlich, dass zwar ein Computerhersteller, der auch ein Smartphones baut (Apple iPhone), in der Lage ist, ein berührungsempfindliches Display zu verwenden, das kaum zu verkratzen ist, im Gegensatz dazu die Kamerahersteller aber nicht in der Lage sind, ähnlich unempfindliche Displays zu verbauen.

im Prinzip gibt es 2 sinnvolle Möglichkeiten das Display der Fuji X100 zu schützen: Entweder mit einer hochwertigen Folie und wenn es stabiler sein soll, mit einem Displayschutzglas.
Fangen wir mit der Displayschutzfolie an. Unter der Marke Vikuiti vertreibt der Hersteller 3M diverse hochwertige Schutzfolien und verschiedenen Ausführungen. Für die Fuji X100 eigener sich zum Beispiel die ADQC27. Diese Folie ist kristallklar und reflexmindernd, hartbeschichtet, schmutzabweisend. Ich habe sie mittlerweile selbst ausprobiert und kann bestätigen, dass man sie ohne Probleme blasenfrei auftragen kann.

 

 

5. Der GGS Hartglasschutz für die X100

Wer darüber hinaus einen härteren Schutz für die Rückseite haben möchte, der aus Echtglas besteht, wird bei GGS fündig. Allerdings ist dieser physikalisch härtere Schutz, der aus mehreren Glasschichten besteht nicht ganz so reflexfrei, wie z.B. die Vikuiti-Folie von 3M, die oben vorgestellt wurde.

Das GGS-Displayschutz-Cover ist aus echtem Glas und somit um einiges härter als die üblicherweise in Kameras verbauten Displayabdeckungen aus Kunststoff. Es besteht aus mehreren Schichten, ist trotzdem hauchdünn und damit kaum sichtbar. Und das Allerschönste: Es passt vom Seitenverhältnis genau auf das Display der Fuji X100. Es nicht einen halben Millimeter zu lang oder zu kurz. Perfekt, wie für die X100 geschaffen.

Selbst bei der Verwendung der Ledertasche LC-X100 für die Fuji X100 gibt es keine Probleme mit dem Displayschutz. Die Montage ist kinderleicht: Das Display besitzt an der Außenkante eine Klebeschicht und selbst mir ist es gelungen, den Schutz auf Anhieb gerade aufzukleben. Das vorhandene Display muss nur einmal gereinigt und von jeglichen Staubfusseln befreit werden. Ebenso die Innenseite des GGS-Displayschutzes: Aufkleben und fertig. Weil die Klebeschicht an allen vier Außenseiten zu finden ist, findet auch kein Staub oder Dreck den Weg zwischen den Glasschutz und das Kameradisplay.

 

 

6. Filteradapter, Gegenlichtblenden und Objektivdeckel für die X100

Es dürfte sich mittlerweile herum gesprochen haben, dass sowohl der original Fuji Filteradapter AR-X100 als auch die original Fuji Gegenlichtblende LH-X100 über den Fachhandel immer noch schwer zu bekommen sind. Wer auf eine hundertprozentige Übereinstellung der Farben von Filteradapter und Gegenlichtblende mit der Farbe des Objektivs verzichten kann, wird mittlerweile auch bei Amazon fündig, ohne direkt in China bestellen zu müssen.

Dann fehlt also nur noch ein Objektivdeckel, sofern man die Kamera bzw. das Objektiv nicht ungeschützt herumtragen oder in die Fototasche legen will. Der original Objektivdeckel ist ja leider nur eingeschränkt mit dem Filter-Adapter und gar nicht mit der Gegenlichtblende zu verwenden. Auch gibt es von Fuji keinen zusätzlichen Objektivdeckel für diesen Zweck. Also verwendet man einen 49mm Objektiv-Deckel mit Inneneingriff.

Wem das Anbringen des Objektivdeckels bei aufgesetzter Gegenlichtblende zu mühsam ist, der kann auch noch einen 49mm Zwischenring auf den Filteradapter schrauben. Natürlich eignet sich auch ein Filter mit einem längeren Außengewinde, um dem Deckel einen besseren Halt zu geben. Da ich persönlich kein Freund zweier zusätzlicher Glas-Luft-Übergänge vor meinem Objektiv bin, die der Optikentwickler in seiner optischen Rechnung so konstruktiv nicht vorgesehen hat, verwendet ich den eigentlichen Filterring; jedoch ohne das Filterglas vor dem Objektiv meiner Fuji X100. Ich habe dazu einfach das Filterglas entfernt.

Als kleiner Tipp: Bei HAMA-Filtern lässt sich das Glas hervorragend einfach aus dem Filtergewinde entfernen, Tiffen-Filter hingegen sind beim Zerlegen eine Katastrophe.

Zur Vorgehensweise: Man bestellt einfach einen unvergüteten Protect-Filter oder den preiswertesten UV-Filter in passender Größe und entfernt das Glas. Wer das Filterglas nicht rausnehmen möchte, sollte aber wenigstens nicht an der Vergütung sparen und einen vielfach vergüteten Filter verwenden ( (z.B. 14-fach). Selbst der Unterschied zwischen einem 8-fach und einem 14-fach vergüteten Filter ist mit bloßem Auge am Reflektionsverhalten des Filterglases zu erkennen. In der Link-Liste findet Ihr einen einfachen, vergüteten Filter. Dieser Filter sollte aber nur bestellt werden, wenn Ihr das Glas entfernt, um dem Objektivdeckel einen besseren Halt zu geben. Wollt Ihr die (mechanische) Schutzfunktion des Filters nutzen, dann sollten Ihr eher den C14 vergüteten Filter verwenden, der übrigens für die Art seiner Vergütung relativ preiswert ist. Übrigens: Die UV-Filter-Funktion dürfte wahrscheinlich obsolet sein, da die meisten Optiken bzw. Filter vor dem Sensor die UV-Anteile des Lichts sperren.

 

 

 

 

 

Und hier die Filter-Adapter einzeln, ohne Gegenlichtblende:

 

 

 

 

 

 

7. Das kleine Blitzlichtgerät EF-20 zur Fuji X100

 

In der Fotografie ist Licht durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Licht. Der Fuji X100 hat zwar einen eingebauten Blitz, aber die Reichweite ist nicht besonders groß und der Einsatz des Blitzes erfordert zwingend, dass die Gegenlichtblende abgenommen wird, damit es nicht zu Abschattungen kommt. Des Weiteren schont der externe Blitz den Akku, dessen Leistung bei Verwendung des internen Blitzes sehr rasch abnimmt. Der EF-20 besitzt eine eingebaute Streulichtscheibe und ist sehr einfach zu bedienen. Neben einem Ein- und Ausschalter kann nur noch die Blitzleistung nach oben und nach unten korrigiert werden. Der EF-20 wird mit 2 AA-Batterien betrieben und ist sehr leicht. Das Mehrgewicht in der Fototasche fällt eigentlich nicht auf und man ist mit der Leitzahl 20 schon ganz gut aufgehoben. Und wer bald noch im Besitz einer Fuji X10 ist, kann dort diesen Blitz auch verwenden.

 

 

8. Das große Blitzlichtgerät EF-42 zur Fuji X100

Darf ein noch ein wenig mehr Licht sein? Für alle größeren Anwendungen, wenn es zum Beispiel darum geht einen größeren Raum gut auszuleuchten, hat Fujifilm natürlich auch noch einen viel leistungsstärkeren Blitz mit der Leitzahl 42 im Programm. Auch für die gerade neu angekündigte Fujifilm X-S1 ist der Blitz hervorragend geeignet.

 

 

9. Ein Ersatz-Akku zur Fuji X100

Rein statistisch werden in der Weihnachtszeit bei Familien die meisten Fotos im Jahr gemacht. Damit die Kamera unterm Weihnachtsbaum nicht Ihren Dienst versagt, sollte zumindest mit einem 2. Akku ausgerüstet sein.

Eigentlich könnte man meinen, zum Thema Akkus gäbe es nicht mehr viel zu sagen, aber: Ersatz-Akkus gibt es wie Sand am Meer. Fallt bitte nicht auf utopische Leitungsangaben bei Fremdakkus herein: Der in der Fuji X100 verwendete Akkutyp ist – wie bei allen modernen Digital-Kameras – ein Lithium-Ionen-Akku. Lithium-Ionen-Akkus haben eine spezifische Volumen-/Gewichts-Leistung. Akkus mit der doppelten oder, wie ich es schon gesehen habe, mit der vierfachen Leistungsangabe in mAh sind technisch vollkommen unmöglich. Je nach Ausnutzung des Volumens sind technisch vielleicht Schwankungen von 5% bis maximal 10% möglich. Da Lithium-Ionen-Akkus, wenn sie schlecht produziert wurden, mit viel Qualm und Rauch – und teilweise explosionsartig – aufquellen können und somit die Kamera beschädigen, sollte man vielleicht nicht den allerbilligsten Akku wählen. Ich selbst habe mich für die immer noch preiswerte Variante von HAMA entschieden, die zumindest selbst eine hauseigene Qualitätskontrolle besitzen. Das ist mir allemal lieber als irgendein Akku aus unbekannter chinesischer Herkunft. Zumindest halte ich es so, seit ich mal erleben durfte, wie ein Lithium-Ionen-Akku innerhalb weniger Sekunden sein gesamtes Leistungspotential in andere Energieformen umwandelte. Kein Spaß!

Und: Um noch mal mit einem anscheinend unausrottbaren Gerücht aufzuräumen: Bei Lithium-Ionen-Akkus ist es weder nötig, noch ergibt es einen Sinn, den verwendeten Akku vor dem erneuten Laden komplett leer zu machen. Diese alte Regel galt nur für Nickel-Metallhydrid-Akkus, die in Kameras heutzutage nicht mehr verwendet werden, und sollte bei den alten Akkuformen dem dort noch bekannten Memory-Effekt vorbeugen. Bei Lithium-Ionen-Akkus gilt diese Regel nicht – ganz im Gegenteil: Die Ladezyklen addieren sich und reduzieren die Lebensdauer des Akkus. Und die Tiefentladung bedeutet für moderne LiIon-Akkus sogar oftmals den Tod des Produkts.

 

 

Wir hoffen, für jeden ist etwas dabei. Wenn Ihr Euch für einen Artikel bei ebay oder Amazon interessiert, dann benutzt bitte die Links, die jeweils unter den Produktbildern stehen. Davon profitiert das Forum und somit wir alle. Euch allen noch eine stressfreie und ruhige Vorweihnachtszeit!

Euer Fuji X Forum-Team

About The Author

Jens Michael Schuh lebt in Bochum und ist selbständiger Informatiker und Inhaber von TryTec! Microsystems, einem Apple-Systemhaus. Er betreibt zusammen mit Andreas Jürgensen das Systemkamera-Forum und das Fuji X Forum.

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