Close

Wenn ich bei Amazon nach SD-Karten suche, finde ich fast 5.000 Ergebnisse. Aber wie soll ich aus dieser Masse die richtige Karte für meine Anforderungen finden? Wir erklären die wichtigsten technischen Begriffe und helfen Euch, die passende Karte zu finden. Und wer sich schon gut auskennt, findet in der Systemkamera Datenbank eine interaktive Auswahl aus mehr als 100 aktuellen SD Karten.

Abkürzungen und Bezeichnungen

Auf der Suche nach SD-Karten stolpert man als erstes über die Fülle an Begriffen, die die Leistungsmerkmale der Karte beschreiben:

  • sd_karten_titelSD, SDHC SDXC sind Standards für die Formatierung der SD-Karte, die die maximale Speicherkapazität begrenzen.
  • Class 2,4,6 oder 10: Diese Klassentypen definieren die Mindestschreibgeschwindigkeiten einer SD Card.
  • UHS I/II: Die Ultra High Speed Geschwindigkeitsklassen erweitern die Class 10 und weisen schnellere Schreibgeschwindigkeiten auf.
  • Einzelne Hersteller geben zusätzlich maximale Schreib- und Lesegeschwindigkeiten einer Karte an.

Doch was sagen mir die Bezeichnungen im Detail? Worauf muss ich achten, wenn ich die richtige Karte für Video-, Serienaufnahmen oder den kleinen Geldbeutel suche?

Speicherkapazität – wieviel Gigabyte dürfen’s denn sein?

Größe und Preis sind meistens die ersten Kriterien, nach denen SD-Karten ausgesucht werden. Die Kapazität bei aktuellen Karten reicht von 2 bis 256GB. Ein kleines Rechenbeispiel mit der aktuellen [aff id=“lumixgh3″] verdeutlicht, wieviele Aufnahmen oder Minuten an Videomaterial mit Karten unterschiedlicher Größe möglich sind:

  JPEG- Fine
(ca 7MB)
JPEG+RAW
(ca. 30 MB)
Video- volle Bitrate
(ca. 9MB/s)
2 GB 293 Bilder 68 Bilder 4 min
4 GB
585 Bilder 137 Bilder 8 min
8 GB 1.170 Bilder 273 Bilder 15 min
16 GB 2.341 Bilder 546 Bilder 30 min
32 GB 4.681 Bilder 1.092 Bilder 61 min
64 GB 9.362 Bilder 2.185 Bilder 121 min
128 GB 18.725 Bilder 4.369 Bilder 243 min

Bevor Ihr Euch für eine Karte entscheidet, können die folgenden Fragen zudem hilfreich sein:

  • Fotografiere ich über einen längeren Zeitraum auf einer Karte oder mache ich zwischendurch Backups?
  • Ist es vielleicht besser, mehrere Karten zu nutzen, damit beispielsweise bei Ausfall einer Karte weiterhin fotografiert werden kann?

Bei Videoaufnahmen ist der Griff zu größeren SD-Karten sinnvoll. Die Tabelle verdeutlicht, wie schnell eine SD-Karte voll ist, wenn die gesamte Bitrate genutzt wird. Für Videofilmer wären also eher Karten mit Speicherkapazitäten über 16 GB geeignet.

32 GB 64 GB 128 GB

Bleibt noch zu klären, was die Abkürzungen SD, SDHC und SDXC bedeuten:

  • sd_karte_sdxcDer ursprüngliche SD (Secure Digital) Standard erlaubt maximal 2 GB.
  • SDHC (High Capacity) arbeitet mit einem anderen Dateisystem und ermöglicht so bis zu 32GB. Kameras, die vor 2006 entwickelt wurden, können in der Regel mit diesem System nicht arbeiten.
  • SDXC (Extended Capacity) ist bis zu 2 Terabyte spezifiziert, wird derzeit aber nur von 64 bis 256 GB angeboten. Ältere Betriebssysteme unterhalb von Windows XP (Service Pack 2) oder Mac OS X (10.6.5) unterstützen das Dateisystem der Karten nicht – man kann aber auf andere Formatierungen (fat32) ausweichen.

Das Klassensystem der SD-Karte

sd_karte_classMit dem SDHC Format wurde ein Klassensystem eingeführt: Class 2, 4, 6 und 10. Die verschiedenen Klassentypen garantieren jeweils eine minimale Datenübertragungsgeschwindigkeit.
Für Videofilmer ist die Klasseneinteilung besonderes wichtig, da Videoaufnahmen eine kontinuierlichen Datenstrom vorausetzen.

Klasse Mindestschreibgeschwindigkeit
in MByte/s
Class 2 2 MByte/s
Class 4 4 MByte/s
Class 6 6 MByte/s
Class 10 10 MByte/s

Die [aff id=“lumixgh3″] arbeitet mit Bitraten bis zu 9MByte/s, setzt also Karten mit Class 6 oder 10 voraus.

Wissenswert: Da die Klassen nur die Mindestschreibgeschwindigkeiten beschreiben, können Class 10 Karten auch langsamer sein als beispielsweise Class 6 Karten.

UHS-Geschwindigkeitsklassen: Ultra High Speed

Karten mit den Kürzeln UHS-I und UHS-II, die man ausschließlich auf SDXC und SDHC Karten findet, verwenden einen schnelleren Datenbus und erreichen so höhere Maximalgeschwindigkeiten. Die UHS-I-Klasse schafft maximal 104 MB/s, UHS-II bis zu 312 MB/s, was lediglich bei Aufzeichnung z.B. von 4k-Aufnahmen relevant ist. Das Format muss vom Endgerät unterstützt werden, um das angegebene Tempo zu erreichen.

SanDisk Panasonic Lexar Transcend

Herstellerangaben zur Geschwindigkeit

SD-Karte Lexar 128GB

Manche Hersteller geben auf ihren SD-Karten eine maximale Geschwindigkeit an, die in der Praxis aber selten erreicht wird. Teilweise wird ein Faktor angegeben, der sich immer auf ein Vielfaches von 150 KByte/s (Datenstrom von Audio CDs) bezieht.

Hier eine Tabelle mit Beispielen:

Faktor Geschwindigkeit in MByte/s
40x 6 MByte/s
66x 10 MByte/s
100x 15 MByte/s
300x 45 MByte/s
600x 90 MByte/s

Eine schnelle SD-Karte lohnt sich nur, wenn die Kamera die Schreibgeschwindigeit auch unterstützt. Ansonsten ist lediglich der Transfer von Karte zu Computer schneller – wenn wiederum das Kartenlesegerät auf solche Geschwindigkeiten ausgelegt ist.

Die richtige SD-Karte

In unserer Systemkamera-Datenbank findet ihr mit diesen Informationen und ein paar Klicks die gewünschte SD-Karte. Probiert es selbst!

Interaktive Auswahl aus mehr als 100 SD Karten

About The Author

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>