Jump to content

MEPE

Premium Member
  • Posts

    3,236
  • Joined

  • Last visited

7 Followers

Contact Methods

  • Website URL
    http://steffenlaufer.zenfolio.com/

Profile Information

  • Gender
    Not Telling
  • Einverständnis Bildbearbeitung
    Nein

Recent Profile Visitors

1,065 profile views
  1. Du kannst Dir sicher sein, dass es mir genauso geht, gerade hier in Sachsen, wo ja schon wieder Lockdown herrscht. Gerade wird die Klasse unseres Sohnes nach Hause geschickt, weil es zu viele Fälle gibt. Und wer ist auf der Straße? Nein, nicht die Geimpften, die wütend auf die Ungeimpften sind. Die Geimpften bleiben brav zu Hause, während ein Mob gegen die vermeintliche "Corona-Diktatur" demonstriert. Ich bin es auch so leid, nur fürchte ich, dass sich ein guter Teil der Leute hier selbst einer Impfpflicht nicht beugen wird.
  2. @Tommy43Wenn Du meinen Kommentar aufmerksam gelesen hättest, wüsstest Du, was ich meine. Ich schrieb "unabhängig vom objektiven Risiko". Es geht vor allem um die Signalwirkung, es wirkt für mich deplatziert, wenn auf der einen Seite Intensivpatienten durchs Land geflogen werden müssen und auf der anderen dann vielleicht 20.000 Fans euphorisch feiern und sich in den Armen liegen. Mit derselben Begründung, wie Du sie gibst, hätte man in Bayern und Sachsen keine Weihnachtsmärkte absagen oder überhaupt irgendetwas schließen müssen, denn es gibt ja immer tolle Hygienekonzepte mit 2G oder 2G plus. Der MP von NRW beschwerte sich letzte Woche massiv, dass ihm der Bund nicht ausreichend Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie zur Verfügung stellen würde (welche eigentlich?), andererseits aber solche Großveranstaltungen zulässt. Für mich nicht schlüssig, auch wenn ich Dortmund die Fans gegen die Bayern im Kampf um die Meisterschaft wirklich gönnen würde. Und : Schulen sind in diesem Land nun wirklich wichtiger als Fußball, das sollte man nicht vergleichen.
  3. Das ist der springende Punkt. Aber natürlich spielen der Gegenstand bzw. dessen Wert eine entscheidende Rolle. Beim Verkauf und der Abholung eines gebrauchten Laufrads für 25€ ist man sicher beiderseits weniger nervös als bei Artikeln im deutlich vierstelligen Bereich.
  4. Das muss ja auch nicht sein, wie wäre es stattdessen mit einem Treff an einem neutralen, belebten Ort mit Sitzgelegenheit (Fastfood-Restaurant etc.).
  5. Ich habe bisher (bis auf die üblichen Fake-Anfragen aus GB) bisher ausschließlich positive Erfahrungen mit EKAZ gemacht. Mein letzter Kauf war der einer hochpreisigen Uhr. Der Verkäufer hatte sehr gute Bewertungen, hat auf Anfrage sofort weitere Bilder bereitgestellt, war zu einem langen Telefonat bereit und hat mir eine Ausweiskopie gesendet. All das bietet immer noch keine 100%-ige Sicherheit, aber gerade ein Telefonat hilft m.E. ungemein, um jemanden relativ schnell einigermaßen einschätzen zu können. Eine Abholung wäre seitens des Verkäufers auch möglich gewesen, aber für mich bei knapp 600km Entfernung keine Option.
  6. ... was ja bei den Fußballfans immer "perfekt" funktioniert... 😒 Ganz ehrlich, wir diskutieren, ob wir Restaurants und Geschäfte schließen und Kinder wieder in den Wechselunterricht schicken oder die Ferien vorziehen und ziehen ernsthaft in Erwägung, Bilder von nichtmasketragenden und grölenden Fans im Fernsehen zu sehen? Das wäre das völlig falsche Signal, ganz unabhängig von den objektiven Risiken.
  7. Das sagt man immer so, aber müsste angesichts der aktuellen Fallzahlen die Wahrscheinlichkeit für neue Mutationen hier aktuell nicht viel höher sein? Afrikas Problem mit Corona scheint glücklicherweise viel geringer als befürchtet. In die Zukunft gedacht muss natürlich die gesamte Bevölkerung schnellstmöglich geimpft werden, aber die akutesten Probleme mit Schwerkranken und Toten hat aktuell leider Europa.
  8. Welches Land aus unserem Kulturkreis und mit vergleichbarer geografischer Lage hat denn diese Strategie denn erfolgreich umgesetzt? Und nein, ich möchte keine Regierung, die ganze Wohnviertel absperrt und mit der Armee dafür sorgt, dass 14 Tage keiner mehr rauskommt. Wer A sagt, muss auch B sagen. Man kann nicht die chinesischen Erfolge wollen, ohne die damit verbundenen Maßnahmen zu befürworten. Vollkommen d'accord! Bei einem Gesundheitssystem, das kurz vor der Überlastung steht, geht es natürlich nicht mehr, Fußballstadien zu füllen. Vor allem, wenn zeitgleich der MP des Landes danach ruft, dass ihm der Bund doch mehr Mittel an die Hand geben möge. Völlig absurd. Aber im September zu sagen, wir machen jetzt wieder alles zu, weil wir wissen, dass wir im Herbst höhere Zahlen bekommen, geht ebenso wenig. Ein gewisses Maß an Corona-Intensivpatienten und -Toten werden wir weiterhin ebenso in Kauf nehmen (müssen) wie Verkehrstote. Die könnten wir übrigens mit Tempolimits wie flächendeckend 10km/h ebenso verhindern. Deshalb schrieb ich ja, Zustände wie jetzt auf den ITS sind selbstverständlich unhaltbar, aber das heißt nicht, dass wir Zukunft nicht mit ein paar hundert Corona-Patienten auf den ITS leben können und eine absolute Minimierung der Fallzahlen nicht das Ziel sein kann/muss, vor allem, wenn sich jede(r) hat impfen lassen können. Das Gesundheitssystem muss vollständig handlungsfähig sein, nicht an der Belastungsgrenze entlangschrammen.
  9. Es geht aber nun mal nicht, möglichst jeden einzelnen Corona-Fall und damit jeden potentiell schweren Verlauf verhindern zu wollen. Die No-Covid-Strategie ist spätestens mit Delta gescheitert, selbst auf einer Insel mit besten Voraussetzungen wie Neuseeland. Auch Frau Priesemann spricht davon schon seit längerem nicht mehr. Es muss ein pragmatischerer Ansatz, wie wir auf Dauer mit Corona leben können, gefunden werden, Herr Streeck propagiert das seit mehr als einem Jahr. Natürlich kann das ausdrücklich nicht bedeuten, die ITS in den Wintermonaten ständig an der absoluten Belastungsgrenze zu fahren. Einen goldenen Mittelweg zu finden ist die große Herausforderung für die Politik. Der "einfachste" und stringenteste Weg ist eine sehr hohe Impfquote und damit die Impfpflicht. Auch danach werden noch Menschen, geimpft oder ungeimpft, auf der ITS landen, aber unser Gesundheitssystem wird in der Lage sein, allen Patienten eine bestmögliche Versorgung zu gewährleisten. Ein permanentes Minimieren der Fallzahlen mit Lockdown-Maßnahmen hält die Gesellschaft nicht aus, ebensowenig wie die Wirtschaft.
  10. Ich schreibe es ungern, aber es ist irgendwie traurig, dass diese Vollpfosten das gleiche Recht auf ein Intensivbett haben wie andere auch. Während die Typen so etwas schreiben, werden ein paar Kilometer weiter die Intensivpatienten in andere Bundesländer ausgeflogen, es ist eine Schande. Sorry, ich bin eigentlich sehr liberal eingestellt... Aber angesichts solcher Plakate schämt man sich manchmal, Sachse zu sein.
  11. Es ist doch immer von einem wirklich "harten Lockdown" die Rede, den Deutschland (angeblich) nie gemacht hat. Dabei waren im letzten Lockdown die Fitnessstudios 7 Monate zu, die Restaurants 6 Monate, die Schulen 3 Monate, Friseure, Kulturbetriebe wie Kinos usw. auch monatelang. Ausgangssperren gab es auch. Was hat denn da noch gefehlt? Mir fällt nur noch das produzierende Gewerbe ein, was ja dann von einem "richtig harten Lockdown" auch betroffen sein müsste. Mit essentiell meinte ich Lebensnotwendiges wie Energieversorgung, aber sicher keine Autoindustrie. Nur das wird unsere Politik als letztes schließen, obwohl es angeblich immer die Schulen sein sollten. Nein, im Ernst, dass wir noch nie einen "harten Lockdown" gemacht haben, sagen meist die, die keine schulpflichtigen Kinder haben, im Homeoffice sitzen oder jeden Tag in ihr Büro fahren können und weiter volles Gehalt bekommen. Virologen und Modellierer gehören übrigens genau zu dieser Gruppe... Die Masse der Bevölkerung empfand die Lockdowns als "hart". Also dann soll die Politik doch bitte mal einen auf 2 Wochen begrenzten Knallhart-Lockdown machen. Also wirklich alles dicht, auch VW, Siemens und Co. Mal schauen, ob dann die Zahlen unten sind.
  12. Genau, die Theorie ist klar, aber die Praxis... Man müsste dann halt wirklich alles dichtmachen, also auch alle nicht wirklich essentiellen Betriebe. Und dann blieben immer noch die privaten Treffen, die sich nicht kontrollieren lassen. Schwierig. Selbst in Italien in der ersten Welle, wo praktisch alles zu war, hat es lange gedauert, die Zahlen nachhaltig zu senken und da hatten wir noch den Wildtyp.
  13. Naja, @MightyBo hat ja auch geschrieben, dass 2 Wochen nicht viel bringen. Wenn ich mir seine Grafik anschaue, kommen wir mit 2-3 Wochen Lockdown vielleicht auf 30.000 Infizierte täglich, danach muss man sich überlegen, wie man weitermacht, denn dann ist ja noch nicht mal Mitte Dezember. Mit 30.000 Infizierten pro Tag käme unser Gesundheitssystem vielleicht gerade noch klar, aber wie hält man dieses Niveau? Die Wunschvorstellung, mit 2 Wochen Lockdown die Zahlen auf wenige Tausend zu drücken, dürfte nicht funktionieren, so weit kann R gar nicht sinken. Und selbst dann stellte sich die Frage, wie weiter.
  14. Das denke ich auch, dennoch wird das von Virologen und Simulierern immer wieder als Lösung propagiert. Ich bin jedenfalls relativ sicher, dass wir einen umfassenden Lockdown nicht nochmal 4 Monate machen werden, sondern tippe eher auf eine Art kurze Notbremse mit anschließendem Entlanggehen der Fallzahlen entlang der Maximalkapazität des Gesundheitssystems, bis uns hoffentlich die Boosterimpfungen helfen und spätestens der Frühling helfen werden. Aber das ist natürlich eine Gratwanderung. P.S.: Steinmeier hat gerade angemahnt, die Schulen in jedem Fall offenzuhalten, was ich auch für angemessen halte. Die Kinder (und wir geimpften Eltern) haben genug Solidarität gezeigt. In Summe 6 Monate Homeschooling reichen. Dann sollte man im Zweifel lieber mal auch an Betriebe ran.
  15. Aber eine solche "Notbremse" bis April oder Mai ist auch keine schöne Vorstellung und wohl auch nicht realistisch umsetzbar... Es wäre ja interessanter zu sehen, was ein 2-wöchiger Lockdown bringen würde, der immer wieder gefordert wird. Und was macht man nach diesen 2 Wochen?
×
×
  • Create New...