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Markus B.

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  1. Das hätte er schon vor dem Kauf wissen können dass die Schärfentiefe geringer ist als bei Kleinbild und APS-C - weil die Objektive bei gleichem Bildwinkel eine grössere Brennweite haben. Dafür kann man mehr abblenden bis die Beugung einsetzt - also locker bis F16 und darüber, während bei Kleinbild - auch in Abhängigkeit von der Zahl bzw. Grösse der Fotodioden - ein Abfall der Auflösung schon ab Blende 11 feststellbar ist. Also eigentlich kein Problem. Abgesehen davon: Warum will er bei seinen Landschaftsaufnahmen immer alles scharf von ganz vorne bis ganz hinten haben? Wer das will nimmt am besten eine mFT- Kamera
  2. Was Michael dort schreibt ist absolut richtig. Ich frage mich allerdings - als technischer Laie - ob eben nicht nur die geringeren Anfangsöffnungen, sondern auch die längeren Brennweiten diese "entspannteren" Objektivrechnungen ermöglicht. Ob man den Unterschied - natürlich nur bei räumlichen Motiven - tatsächlich sieht müsste ein Blindvergleich mit den Bildern von kleineren Sensorformaten zeigen.
  3. Die Qualität der Objektive ist sicher ein Faktor der die Bildwirkung wesentlich beeinflusst. Die Grösse des Sensors ein anderer. Ob man den Unterschied zum Kleinbild wirklich sieht hängt aber nicht zuletzt vom Motiv ab - bei einem Graffiti an einer flachen Betonwand sicher nicht
  4. Das stimme ich dir zu - es geht mitnichten nur um Freistellung! Die bekommt man mit F0-95-1.2er Objektiven auch bei Kleinbild zur Genüge. Aber weil die MF-Objektive eine längere Brennweite für identische Bildwinkel haben, und weil die Farbverläufe doch noch etwas harmonischer und die Tonwertskala etwas reicher ist, kann man mit den grösseren Sensoren bei bestimmten Motiven halt doch noch etwas mehr Tonalität und Plastizität in den Aufnahmen erreichen. Die Bilder können räumlicher wirken.
  5. Es kommt drauf an was du hauptsächlich fotografierst in der Natur. Wenn es nicht scheue und/oder kleine Tiere sind würde ich das GF 45mm F2.8 R WR nehmen - entspricht einem 35mm Objektiv beim Kleinbild und ist entsprechend vielseitig einsetzbar. Ausserdem sehr gut.
  6. Keine schlechte Idee - als kostengünstiger Einstieg in dieses Format mit all seinen Vorteilen! Eine sehr gut erhaltene praktisch neuwertige 50S, sogar mit Zubehör, bekäme ich hier (Schweiz) für 2100 CHF - also zum halben Preis einer neuen 50SII. Einziger Nachteil aus meiner Sicht: Kein IBIS. Bei der Arbeit mit Stativ allerdings belanglos.
  7. Ich sehe das auch so - das Porträt wirkt überschärft, wie aus einer mFT-Kamera
  8. Stimmt - das hemmt mich etwas, aber die beiden würden (werden?) sich nicht beissen
  9. Schon - mir eigentlich auch. Aber ich wette dass in absehbarer Zeit eine 50sIII mit modernstem BSI- Sensor auf den Markt kommt, und dann ist man sich vielleicht eben doch reuig nicht zugewartet zu haben. Es sei denn man braucht oder besser: man will hier und heute unbedingt eine GFX haben.
  10. In der Landschaftsfotografie kannst du gar nicht genug Dynamik bekommen. In der Natur ist der Helligkeitsumfang oft immer noch grösser als der Dynamikumfang auch des besten Sensors. In diesen Fällen, wenn ein Ausfressen der Lichter droht, korrigiere ich die Belichtung um 0,5 bis 1,5 Lichtwerte nach unten und mache mich dann in der Nachbearbeitung an den Schatten zu schaffen. Das erspart einem meistens die HDR- Methode mit mehreren Bildern.
  11. Ob eine GFX-Ausrüstung zu schwer ist hängt entscheidend vom Verwendungszweck ab. Als Allrounder für alles und jedes, auf Reisen, die Strassenfotografie und auch auf einer Bergwanderung wäre sie mir tatsächlich wegen der Objektive zu schwer - aber dafür würde ich sie auch nicht einsetzen. Sondern bewusst und gezielt für die Wald-, Landschafts- und Architekturfotografie von Orten aus die ohne stundenlange Anmarschzeit zu erreichen sind, und vorwiegend ab Stativ. Und für die Porträtfotografie. Abgesehen davon gibt es auch KB-Systeme die keineswegs leichter sind - man vergleiche die GFX mal mit der Leica SL/SL2
  12. Um zum Thema zurückzukommen: Die GFX 50sII ist weder eine Revolution noch eine Enttäuschung, am ehesten trifft der Begriff Update zu. Man kann jetzt dank IBIS noch besser aus der Hand mit ihr fotografieren, umso mehr als sie schlanker und leichter ist als das Vorgängermodell. Auch das Schulterdisplay verbessert die Bedienbarkeit. Die Bildqualität ist, wie nicht anders zu erwarten, sehr gut. Bei tiefen ISO-Werten bekommt man noch reinere und reichere Tonwerte als mit den besten Kleinbildkameras. Allerdings nimmt der Tonwertreichtum bei höheren ISO's stärker ab als er müsste, wenn man einen moderneren BSI- Sensor verbaut hätte! Hier macht sich eben das Alter des Sensors bemerkbar, der nicht aus der neuesten Generation stammt wir der 100MP Sensor der GFX 100S. Diese weist in den Schatten (= unterbelichtete Stellen im Bild) einen besseren Signal-Rauschabstand auf, trotz der doppelt so hohen Auflösung! Immerhin bleibt die Dynamik der 50sII bis in die hohen ISO's hinein auf einem hohen Niveau. Mein Fazit: Ein solides Arbeitsgerät, das eine weit über dem Durchschnitt liegende Bildqualität abliefert, zu einem Preis, der jetzt für viele Amateure erschwinglich ist. Auch für mich eine Versuchung - aber 4500 CHF sind eben doch eine Stange Geld für eine Kamera mit einem Sensor der vorletzten Generation. Eine GFX bleibt auf meinem Wunschzettel ziemlich weit oben - sie wäre ideal für meine Wald- und Landschaftsfotografie - aber ich warte auf eine GFX mit ca. 50 MP mit einem BSI- Sensor der neuesten Generation. Dieser könnte das Potenzial des grossen Sensorformates noch besser nutzen, und dafür lohnte es sich auch für mich soviel Geld in die Hand zu nehmen.
  13. Der Begriff "Vollformat" für Kleinbild stammt nicht von mir - er hat historische Gründe: Weil die ersten Digitalkameras einen Sensor kleiner als KB hatten, also einen Crop-Sensor (APS-C, DX) nannte man die später auf den Markt kommenden Kameras mit grösserem, nämlich KB- Sensor Vollformatkameras, z.B. die Canon 5D. Gemeint war: Sie haben wie früher die Film-Spiegelreflexkameras das volle Kleinbildformat von 24x36mm. Ich mache den Sensor der GFX- Kameras nicht kleiner als er ist - aber er ist halt deutlich kleiner als das Mittelformat der Filmepoche, mit mindestens 4,5x5, meistens aber 6x6 oder sogar 6x9. Die Bildqualität ist dennoch hervorragend, aber das Freistellungspotenzial eben nicht gleichartig wie jenes von Mittelformat-Filmen.
  14. Aber selbstverständlich kann man sehr gut damit arbeiten und selbstverständlich sind die Bilder technisch hervorragend und offensichtlich denen der besten Kleinbildkameras immer noch ein klein wenig überlegen - ich sagte ja nicht dass die GFX 50sII keine gute Kamera sei, das ist sie bestimmt. Aber warum man nicht gleich einen Sensor der neuesten BSI-Generation verbaut hat ist mir ein Rätsel - oder eben nicht: Man wollte sie zu einem Kampfpreis anbieten können, um möglichst viele Kleinbild-Fotografen ins sog. Mittelformat zu locken (ich bleibe dabei: Mittelformat war bzw. wäre mindestens 4,5x6 oder 6x6, bei der GFX haben wir es mit Super-Kleinbild zu tun! Ist gross genug und hat viele Vorteile, aber der Unterschied zum Kleinbild ist eben nicht so gross wie zu Zeiten des Silberhalogenfilms!).
  15. Tatsache ist doch, wenn man die Testcharts auf dpreview.com vergleicht, dass der ältere Sensor der 50S II bei höheren ISO's mehr Rauschen erzeugt als der doppelt so hoch auflösende BSI- Sensor der GFX 100s. Man wollte halt unbedingt eine Mittelformatkamera (in Wirklichkeit ist das Super-Kleinbild...) zum Kampfpreis anbieten können, also unter 5000. Mein Wunsch wäre eine 50s II mit einem BSI- Sensor der neuesten Generation gewesen - dann hätte ich mir den Einstieg in dieses System ernsthaft überlegt. So aber sehe ich keinen Anreiz und in der Praxis keinen Vorteil gegenüber meinem Nikon Z- Vollformatsystem, das ich stattdessen ausbauen werde.
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