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  1. Ich hatte die Gelegenheit, im Juli und August das neue Kit-Zoom GF35-70mmF4.5-5.6 WR an einer GFX50S II und GFX100S auszuprobieren. Ich muss sagen: Noch nie lagen meine Erwartungen und meine Erkenntnisse so weit auseinander wie dieses Mal. Hier geht's zu meinem Bericht. Fragen und Diskussion dazu dann bitte hier in diesem Thread.
  2. Mit DxO PureRAW 2 gibt es nun – nach Iridient X-Transformer und Adobes "Details verbessern" – eine weitere Option für ein verbessertes Demosaicing aus Lightroom heraus. Zunächst einmal sehen die Ergebnisse mit DeepPRIME oft spektakulär aus. Es gibt allerdings verschiedene Problemstellen, die in der Praxis zum Deal-Breaker werden können: PureRAW ist ein Komplettpaket, das beim Demosaicing auch eine Entrauschung und verschiedene Objektivkorrekturen durchführt. Das ist erst einmal positiv, manchmal schießt das Ergebnis dabei jedoch über das Ziel hinaus. Verzeichnung unf globales Nachschärfen kann man aus- oder einschalten (aber nicht regeln), für weitere Korrekturen wie die Vignettierung oder CAs habe ich gar keine Steuerung gefunden. Der Weißabgleich wird nicht korrekt übernommen. Im DNG von PureRAW stehen jeweils andere Werte für den Auto-WA, um das auszugleichen. Benutzerdefinierte Werte aus dem RAF von LR passen beim Übertragen auf das DNG von PureRAW nicht mehr. Die DR-Funktion wird ignoriert, man muss in LR bei entsprechenden DNGs aus PureRAW also den Belichtungsregler um 1 oder 2 EV weiter nach rechts schieben als im RAF. Und das geht möglicherweise nicht immer. Bestehende LR-Einstellungen für das native RAF werden bei mir manchmal von PureRAW übernommen, manchmal aber auch nicht. Ich habe noch nicht herausgefunden, mit was genau das zusammenhängt. Die Rauschunterdrückung von DeepPRIME zielt bei hohen ISOs manchmal über das Ziel hinaus und entfernt echte Bilddetails. Leider habe ich keine Steuerung für die Intensität der Rauschunterdrückung gefunden. Die aktuelle X-Transformer-Version könnte hier als Vorbild dienen. Die Performance bei der Umwandlung ist sehr ungleichmäßig. Bei einigen Bildern wird mein Rechner (CPU und GP) fast gar nicht belastet und es dauert dann 1-2 Minuten für ein Bild. Das könnte die Maschine auch in wenigen Sekunden schaffen, aber die Software hat dazu irgendwie keine Lust. Fazit: Sehr gute Ansätze und enormes Potenzial. Praktisch derzeit aber leider noch mit zahlreichen unnötigen Schikanen ausgestattet.
  3. Die DR-Funktion sollte inzwischen hinlänglich bekannt sein, schließlich bietet Fujifilm sie seit geschätzten 15 Jahren in praktisch sämtlichen Modellen an. Die dabei zum Einsatz kommende Methode war, ist und bleibt das sogenannte "adaptive ISO" – ein Begriff, zu dem die Firma Apical (im Kontext mit ihrer "Iridix"-Software) vor einigen Jahren ein schönes White Paper veröffentlichte. Leider gibt es das Paper nicht mehr im Netz, ich finde den Begriff jedoch sehr passend, um die Tonwertkorrektur zu beschreiben, die auch bei der Entwicklung einer mit der DR-Funktion aufgenommen RAW-Datei vorgenommen wird. Die DR-Funktion hat freilich einen großen Nachteil: Sie wirkt sich stets gleichmäßig auf das gesamte Bild aus, also auf alle Bildinhalte. Nun kann man die Wirkung der DR-Funktion auch im RAW-Konverter simulieren – mithilfe entsprechender Regler und Tonwertkurven, die etwa Belichtung, Lichter, Schatten, Weißpunkt und Schwarzpunkt steuern. Oft ging es dabei um das Finden von Reglereinstellungen, die der Wirkung der DR-Funktion möglichst nahe kommen. Das gelang zum Beispiel mit Iridient Developer viel besser als mit Lightroom. Und in Capture One bekommt man die DR-Funktion inzwischen sogar zwangsweise über die mitgelieferten Fuji-Filmsimulationen aufgetischt. Man kann solche Tonwertkorrekturen in aktuellen RAW-Konvertern wie C1 oder Lightroom allerdings auch lokal vornehmen – sie also nicht auf das ganze Bild anwenden, sondern nur auf einzelne Bereiche. In Lightroom geschieht das am besten über das Pinselwerkzeug und den radialen Verlaufsfilter. Damit kann man dann auch "virtuelles Blitzen" simulieren, also das Bild mit einem in der Realität nicht vorhandenen Blitzgerät nachträglich aufhellen – und zwar genau an den Stellen, wo man es für nötig hält. Wie das geht, zeige ich in diesem Thread an einem einfachen Beispiel.
  4. Als Fujifilm mir letzten November eine Vorserie des GF45-100mmF4 zugeschickt hat, war ich zunächst wenig begeistert – halt mal wieder ein GFX-Zoom, noch dazu eins mit einem Brennweitenbereich, der zum Teil bereits vom 32-64mm abgedeckt wird. Boy, was I wrong. Das Teil wurde innerhalb kürzester Zeit nicht nur mein Lieblingszoom, sondern ist drauf und dran, auch insgesamt mein Lieblings-GF-Objektiv zu werden. Ja okay, das XF110mmF2 hat natürlich auch weiterhin seine Magie bei Offenblende. Ich überspringe das übliche Testgelaber und fasse gleich zusammen: herausragender OIS (ich habe Beispiele mit 1/6s stehend aus der Hand pixelscharf mit 100 MP gemacht) praktisches Porträt-Objektiv bei 100mm und f/4 Bokeh-Look (sowohl vorne als auch hinten) liegt auf meiner Wellenlänge angenehmes Verhalten bei Gegenlicht (aktuell im Winter an der Tagesordnung) wie erwartet auch offen schon sehr scharf bei allen Brennweiten
  5. Fuji X Secrets Workshops 2020 – hier sind die ersten Termine: 1. Fuji X Secrets Camera am 25./26. April 2020 in Nürnberg/Schwabach: https://www.eventbrite.de/e/fuji-x-secrets-camera-das-fujifilm-x-system-beherrschen-registrierung-91426919377 Dieser Workshop ist derzeit leider ausverkauft, die Warteliste ist jedoch geöffnet (einfach auf der oben verlinkten Seite unverbindlich auf "Registrieren" klicken), und bei entsprechend hoher Nachfrage mache ich im Juni oder Juli noch einen weiteren Termin. 2. Fuji X Secrets RAW am 6./7. Juni 2020 in Nürnberg/Schwabach: https://www.eventbrite.de/e/fuji-x-secrets-raw-bessere-bilder-mit-fujifilm-x-kameras-und-raw-registrierung-92832834507 Dieser Workshop ist derzeit noch buchbar – 1 Platz ist noch frei. 3. Fuji X Secrets Exposure am 23. Mai 2020 in Zingst (im Rahmen des "Fotofestivals "Horizonte Zingst"): https://www.horizonte-zingst.de/fotoworkshops/fuji-x-secrets-exposure Dieser eintägige Belichtungsworkshop war leider innerhalb weniger Stunden ausverkauft, bei entsprechendem Interesse würde ich jedoch weitere Termine im Spätsommer und Herbst in Form von zweitägigen Wochenendworkshops für jeweils maximal 5 Teilnehmer in Schwabach anbieten. Bitte meldet euch bei mir über PN, damit wir abstimmen können, welche Termine für euch am besten passen. 4. Fuji X Secrets Exposure – Vortragsseminar "SPIEGELLOS BELICHTEN und ISOLOS FOTOGRAFIEREN" am 20. Mai 2020 in Zingst (ca. dreistündiger Vortrag): https://www.horizonte-zingst.de/fotoworkshops/fuji-x-secrets-exposure-0 Die Veranstalter von "Horizonte Zingst" haben mich gebeten, zum Thema "SPIEGELLOS BELICHTEN und ISOLOS FOTOGRAFIEREN" auch ein Vortragsseminar abzuhalten. In diesen Raum passen bis zu 50 Leute, der Eintrittspreis ist dementsprechend moderat – und diese Veranstaltung hoffentlich nicht so schnell ausgebucht wie der Workshop am 23. Mai.
  6. Die neue Version 2 von Iridient X-Transformer ist da. Ich habe sie mir soeben kurz angeschaut und bemerkt, dass die Einstellungsoptionen sich von früheren Versionen unterscheiden. Wer den Iridient XT weiterhin so nutzen möchte, wie in meinen Büchern, Artikeln und Beiträgen beschrieben und empfohlen – XT also nur das Demosaicing machen und den Rest Lightroom überlassen will – sollte die folgenden Einstellungen verwenden: Damit macht XT dann praktisch das gleiche wie "Details verbessern".
  7. Die technisch optimale Belichtung von RAW-Dateien sieht mitunter seltsam aus: unausgewogen, oft zu dunkel, manchmal auch zu hell. Doch am Ende zählt stets das Ergebnis am Ende der RAW-Bearbeitung. Fujifilm-Benutzer kommen dabei in den Genuss verschiedener Werkzeuge und Funktionen, um die "perfekte" RAW-Belichtung zu vereinfachen. https://fuji-x-secrets.net/2021/08/24/die-perfekte-belichtung/ Ein guter RAW-Workflow beginnt bei der Belichtung.
  8. Zu meinem Vorserientest des neuen XF16-80mmF4 R OIS WR gibt es mittlerweile folgende Zusammenfassung: + Idealer Brennweitenbereich als „Immer-Drauf“-Objektiv und Reisezoom + Exzellente Bildqualität über nahezu den gesamten Brennweitenbereich + Geringe Mindestfokusdistanz + Ansprechendes Bokeh (mein subjektiver Eindruck) + Solide verarbeitet und wetterfest + Konstante Blende über alle Brennweiten und beschrifteter Blendenring + Schneller und lautloser Autofokus + OIS mit 6 Blendenstufen, inkl. automatischer Stativ- und Schwenkerkennung + Keine Hotspots bei Infrarotaufnahmen (R72, X-T3) – Etwas größer und schwerer als das 18-55mm Kit-Zoom – damit ideal für Kameras wie die X-T3 und X-H1, jedoch womöglich etwas zu wuchtig für die X-T30, X-T100 oder X-A7 – Die ausgeprägte digitale Korrektur der tonnenförmigen Verzeichnung bei 16mm Brennweite führt zu leichten Schärfeabschlägen am Rand und in den Ecken Die vorherigen sieben Teile dieses Vorserientests gibt es hier: Teil 1: Teil 2: Teil 3: Teil 4: Teil 5: Teil 6: Teil 7: • Flickr-Album mit hochauflösenden Beispielbildern: https://www.flickr.com/gp/ricopfirstinger/hGm377 • Flickr-Album mit Test der Schärfe und der digitalen Verzeichnungskorrektur: https://www.flickr.com/gp/ricopfirstinger/4vU3p6 • Flickr-Album mit Test auf Infrarot-Hotspots: https://www.flickr.com/gp/ricopfirstinger/0yj47g
  9. Gestern Abend hatte ich eine Stunde Zeit fĂĽr ein paar SchnappschĂĽsse mit dem "Bokehwunder".
  10. Das XF200mmF2 R LM OIS WR Objektiv und der dazu passende und XF1.4x F2 TC WR Telekonverter sind wie angekündigt heute bei mir eingetroffen. Das Kit beinhaltet das Objektiv, den TC und eine Objektivtasche, außerdem einen Trageriemen, den man an der Stativschelle anbringen kann, um das Objektiv ohne Tasche und Kamera frei zu tragen. Ein Arca-Swiss-kompatibler Stativfuß ist integriert, Schelle und Fuß sind jedoch nicht abnehmbar. Die Arca-Schiene besitzt keine eingebauten Stopps, es besteht zudem die Gefahr, das Objektiv zu weit in die Arca-Fassung des Stativs hineinzuschieben, dann sitzt es evtl. nicht fest, außerdem gibt es dabei Kratzer am Stativfuß des Objektivs. Das Objektiv lässt sich in der Stativschelle nach Lockern der Schellenschraube frei rotieren, alle 90 Grad gibt es dabei einen satten Einrastpunkt. Es gibt keine Einsteckfassung für kleine Filter, man muss also große 105mm-Filter vorne am Objektiv befestigen. Ein Schutzfilter wird offenbar nicht mitgeliefert, dieser kann jedoch separat bezogen werden. Der Objektivdeckel ist bei mir etwas hakelig, sicherlich ein Vorserienproblem, das man für die Serie ignorieren kann. Knöpfe, Schalter und Blendenring wie bei Fujifilm üblich. Der Blendenring könnte für meinen Geschmack minimal strenger sein, ist er in der Serie dann vermutlich auch. Im übrigen stellen die meisten Benutzer dieses Objektivs die Blende wohl ohnehin an der Kamera ein, schließlich hält man dieses Objektiv mit der linken Hand eher etwas weiter vorne. Zudem behindert der Stativfuß ein wenig den Zugang zum Blendenring. Man kann den Fuß beim Freihand-Fotografieren natürlich um 180 drehen, dann zeigt er nach oben und stört nicht mehr. Am (Einbein-)Stativ ist das jedoch keine Option. Die Verarbeitung ist wie zu erwarten hervorragend, trotzdem ist das Objektiv kompakt und tragbar, und es sieht auf den Produktbildern größer aus als in Wirklichkeit. GFXA6154 by Rico Pfirstinger, auf Flickr
  11. Fuji X Secrets Workshops – Termine 2. Halbjahr 2018 Fuji X Secrets Camera – das Fujifilm X-System verstehen und beherrschen, am 8./9. September 2018 in Nürnberg/Schwabach Zweitägiger Wochenend-Workshop mit Fujifilm X-Pert Rico Pfirstinger, Autor zahlreicher Fachbücher zur Fujifilm X-Serie https://fuji-x-secrets.net/events-list/48283497240/ Fuji X Secrets RAW – bessere Bilder mit Fujifilm X-Kameras und RAW, am 13./14. Oktober 2018 in Nürnberg/Schwabach Zweitägiger Wochenend-Workshop mit Fujifilm X-Pert Rico Pfirstinger, Autor zahlreicher Fachbücher zur Fujifilm X-Serie https://fuji-x-secrets.net/events-list/48284329730/ Eine stets aktuelle Übersicht über alle Termine gibt es hier: https://fuji-x-secrets.net/events-list/
  12. Die nächsten RAW-Workshops stehen vor der Tür und ich bereite mein kameraübergreifendes "Fuji X Secrets"-Buch vor. Dabei fällt mir zunehmend auf, dass wir nicht nur über ISOlose Kameras uns Sensoren sprechen müssen, sondern genauso intensiv auch über ISOlose RAW-Konverter. Gerne wird nämlich so getan, als ob ein RAW-Konverter eine "black box" wäre – ein unbestechliches, neutrales Messgerät, mit dessen Hilfe man präzise herausfinden kann, wie ISOlos eine bestimmte Kamera arbeitet, sprich welchen maximalen Dynamikumfang man mit ihr praktisch erzielen kann. Das stimmt leider nicht, denn RAW-Konverter sind alles andere als neutral und unbestechlich. Deshalb sind zum Beispiel die "objektiven" Tests von dpreview, wo man die ISO-Invarianz der dort getesteten Kameras mit Hilfe von Adobe Lightroom vergleicht, in Wahrheit fehlerhaft. Das liegt ganz einfach daran, dass Lightroom längst nicht alle RAW-Dateien aller Hersteller und Kameramodelle qualitativ gleich gut pusht. Man misst dann nicht nur die ISO-Invarianz des Sensors, sondern die ISO-Invarianz des RAW-Konverters. Wenn man also Qualitätsunterschiede zwischen einzelnen Kameramodellen feststellt, so sind diese Unterschiede keineswegs zwingend das Resultat der jeweiligen Sensoren und Prozessoren in den Kamera. Es kann sich genauso gut um Unterschiede handeln, die der RAW-Konverter produziert. Eine besondere Herausforderung sind in diesem Kontext RAWs aus Fujifilms älteren Modellen mit "X-Trans CMOS I"-Sensor und "EXR I"-Prozessor, denn diese Kameras speichern RAW-Daten nur mit 12 Bit ab. Ich habe hier als praktisches Beispiel für euch eine solche RAW-Datei aus einer X-E1-Vorserie mit 18-55mm-Vorserien-Zoom zum Herunterladen vorbereitet: https://www.dropbox.com/s/3rj0aedjuhu5c0f/DSCF5861.RAF?dl=0 So sieht die ISOlos sauber auf die bildwichtigen Lichter belichtete Datei nach dem Import im aktuellen Lightroom aus (Profil "Adobe Farbe"): Auch die X-E1 ist weitestgehend ISOlos, die eigentliche Frage lautet deshalb: Ist auch der RAW-Konverter ISOlos, mit dem ihr eure Dateien praktisch entwickelt? Mit diesem RAW könnt ihr das leicht herausfinden. Hier eine Variante, die ich mit einem bekannten kommerziellen RAW-Konverter entwickelt habe: Und hier eine weitere Variante mit einem anderen bekannten kommerziellen Konverter: Für die volle Auflösung einfach auf die Bilder klicken. Nun die Challenge: Entwickelt die verlinkte RAW-Datei mit einem Konverter eurer Wahl und findet dabei selbst heraus, wie gut oder schlecht ihr mit dem Konverter eures Vertrauens den in dieser RAW-Datei enthaltenen Dynamikumfang extrahieren könnt. Oder um einen Autovergleich zu bemühen: Das RAW ist ein Motor, der mächtig Leistung bringt – der RAW-Konverter sind die dazu passenden Reifen, die man braucht, um die Leistung auch tatsächlich auf die Straße zu bringen. 500 PS und vier dünne Noträder werden den Job sicher nicht erledigen. Eure Ergebnisse könnt ihr hier in diesem Thread posten, möglichst mit Links zu dezent komprimierten JPEGs in Originalgröße, damit wir auch die Feinheiten (Farbtreue, Luminanz- und Farbrauschen vs. Detailauflösung, chromatische Aberrationen etc.) vergleichen können.
  13. Mein im Thread-Titel genanntes Buch zur X100F erscheint demnächst auf Deutsch, hier gibt es vorab schon einmal das halbe Buch als kostenlose Leseprobe: https://www.dropbox.com/s/4tekupov0r659g4/LESEPROBE.pdf?dl=0
  14. Canon hat vorgelegt, jetzt geht es auch bei Fuji: die X-Kamera als Webcam, direkt über den USB-Ausgang. Das Ganze klappt mit einem Trick: Das USB-Tethering-Signal der Kamera wird angezapft und als Videoquelle ans Betriebssystem übergeben. Deshalb geht es auch erstmal nur für Windows und nur mit Kameras, die Tethering beherrschen, wobei das Tool natürlich auch auf meinen Macs problemlos läuft – Parallels Desktop mit Windows 10 macht's möglich. Damit das Ganze funktioniert, sollte man eine Reihe von Kamera-Einstellungen beachten. Diese und einiges mehr habe ich deshalb heute hier zusammengeschrieben.
  15. Frohe Kunde: Lightroom hat die Classic Neg. Filmsimulation in Lightroom und Camera RAW mit dem gestrigen Dezember-Update ersetzt. In der aktuellen Version treten die Farbfehler, die von mir vor einigen Wochen bei einigen Motiven entdeckt wurden (und die neulich auch auf Facebook in einer X-Pro-Gruppe thematisiert wurden) nicht mehr auf. Weniger frohe Kunde: Auch im Dezember-Update noch keine Unterstützung zur Umwandlung von HDR-RAF-Dateien in HDR-DNG-Dateien. Das kommt dann wohl später. Technisch ist das Ganze ziemlich trivial, schließlich muss Lightroom nur den HDR-Container mit den drei RAF-Dateien auslesen und die drei Dateien wie drei normale RAFs in ein HDR-DNG überführen.
  16. DR-P Reloaded Es gibt ein paar Neuigkeiten zur DR-P-Funktion, die über das hinausgehen, was ich dazu in FUJI X SECRETS und der September-Ausgabe von FUJILOVE geschrieben habe: DR-P (D-BEREICHSPRIORITÄT) wurde mit der X-H1 eingeführt. DR-P SCHWACH entspricht dort DR200% kombiniert mit SCHATTIER. TON -1 und TON LICHTER -1; DR-P STARK entspricht DR400% kombiniert mit SCHATTIER. TON -2 und TON LICHTER -2. Bei Kameras mit X-Processor 4 wurde dies still und leise modifiziert: Bei diesen Modellen (derzeit die X-T3, X-T30, X-Pro3 und GFX 100) sind die Kontrastkurven von DR-P SCHWACH und DR-P STARK noch flacher. DR-P SCHWACH entspricht dort DR200% kombiniert mit SCHATTIER. TON/TON LICHTER-Einstellungen von -2, und DR-P STARK verwendet eine besonders flache Kontrastkurve, die gefühlt wie SCHATTIER. TON/TON LICHTER -4 aussieht – wenn man denn solche Einstellungen manuell abrufen könnte, was bisher nicht möglich ist. Darüber hinaus gibt es mit der aktuellen Firmware in DR-P-kompatiblen Kameras doch eine Möglichkeit, mit DR-P gemachte Aufnahmen nachträglich in Bilder mit „normalen“ DR- und SCHATTIER. TON/TON LICHTER-Einstellungen zu ändern – vorausgesetzt, die RAW-Datei der Aufnahme ist noch verfügbar. So funktioniert es: Öffnen Sie den eingebauten RAW-Konverter mit der zu bearbeitenden DR-P-Aufnahme, indem Sie das Bild im Wiedergabemodus anzeigen und die Q-Taste drücken. Im Menü RAW-KOVERTIERUNG sehen Sie nun, dass die reguläre DR-Funktion (DYNAMIKBEREICH) und die Kontrasteinstellungen (SCHATTIER. TON/TON LICHTER) ausgegraut sind, d.h. sie sind aktuell nicht verfügbar und können nicht verändert werden. Ändern Sie im Menü RAW-KOVERTIERUNG die Einstellung D-BEREICHSPRIORITÄT auf AUS. Die zuvor ausgegrauten Menüs DYNAMIKBEREICH und SCHATTIER. TON/TON LICHTER erscheinen nun wieder, und Sie können diese Einstellungen anpassen. Um RAW-Dateien zu verarbeiten, die bereits auf Ihrem Computer gespeichert sind, können Sie die kostenlose X RAW STUDIO-Software von Fujifilm auf Ihrem Mac oder PC als Fernbedienung für den integrierten RAW-Konverter Ihrer Kamera verwenden. Stellen Sie hierzu sicher, dass das X-Kameramodell, mit dem das Bild aufgenommen wurde, über USB angeschlossen ist und das Menü EINRICHTUNG > VERBINDUNGS-EINSTELLUNG > PC-ANSCHLUSS-MODUS auf USB RAW-KONV./SICHER. eingestellt ist.
  17. Neulich kam hier auch ein Vorserienexemplar der X-T200 an. Ich bin bekanntlich kein Freund der X-T100 (gelinde gesagt), deshalb war ich umso überraschter, wie schnell ich mit dem Nachfolger warm geworden bin. Es handelt sich bei der X-T200 um eine X-A7 mit EVF, Mein Menü, Klarheitsfunktion und erweitertem Video. Damit wäre an sich alles gesagt, oder vielleicht doch nicht, denn: die X-T200 liegt angenehm in der Hand, der Griffwulst passt mir auf Anhieb, der Anschraubgriff der X-T100 ist Geschichte die Kamera ist offenbar noch etwas flotter als die X-A7, erkennbar an den verbesserten maximalen Serienbildraten für CH (8 fps) und CL (4 fps) die beiden zusätzlichen Fn-Buttons (gegenüber der A7) sind praktisch, das Fn-Rad (bekannt von der X-T100) ebenfalls die Kamera ist reaktionsschnell, Tracking mit Mustererkennung und Gesichtserkennung läuft fast so flott wie bei den "Großen" das Touch-Interface der X-A7 wurde übernommen und ist aus meiner Sicht nicht nur für die Zielgruppe stimmig, sondern steht auch mir nicht im Weg die Kamera macht einfach Freude
  18. Ein Bild sagt bekanntlich mehr als 1000 Worte, und das nehme ich hier jetzt mal wörtlich, deshalb tatsächlich nur ein Bild. Mehr habe ich bei meinem Minitest letztes Jahr nicht gebraucht, um zu sehen, dass das XC in Sachen Auflösung und Schärfe dem XF-Pendant in nichts nachsteht. T30A1797 by Rico Pfirstinger, auf Flickr
  19. Kurz nach Ostern erscheint der zweite Teil meines großen "JPEGs on Steroids"-Artikels im FUJILOVE GearTalk Magazin. Jeder Teil enthält fünf Beispielbilder mit ausführlicher Besprechung zur Belichtungsmethodik, den Aufnahmeeinstellungen (inkl. Einsatz der DR-Funktion und ISO-äquivalente Einstellungen) sowie den notwendigen JPEG-Einstellungen der Kamera in deren eingebautem RAW-Konverter – natürlich immer mit dem Ziel, optimierte SOOC JPEGs zu bekommen, ohne weitere externe Nachbearbeitung. Nachdem die zehn Beispiele im Artikel mit der X-Pro3 und X100V erzeugt wurden, habe ich vor ein paar Tagen nun auch erste Beispielbilder mit der X-T4 geschossen. Dieses Modell bietet einige zusätzliche JPEG-Einstellungen, die man in der X-Pro3, X100V sowie allen anderen Modellen bisher nicht findet: Auto-Weißabgleich mit Priorität auf Weiß oder Umgebungslicht (Lichtstimmung) Filmsimulation Eterna Bleach Bypass Kontrasteinstellungen mit doppelt so feiner Abstufung wie bisher Die angeblich neue Funktion "High-ISO NR" ist für mich einfach die alte Funktion "Noise Reduction", und sie wirkt im Gegensatz zur Handbuchbeschreibung auch weiterhin auf alle ISO-Werte, also nicht nur auf hohe. Ich sehe somit keinen relevanten Unterschied zu früher. Einige Stammkunden hatten mich neulich zu Mondaufnahmen gefragt. Nachdem die Wetterbedingung gut waren, habe ich mit der X-T4 dann auch selber ein kleines Mondporträt mit 800mm Brennweite aufgenommen und in der Kamera bearbeitet. Belichtet wurde mit ISO 800 (liegt zweifellos im Dual-Gain-Bereich des Sensors), Blende 14 (gegenüber Offenblende 11 leicht abgeblendet) und 1/50s (mit Fernauslöser vom Stativ mit IBIS/OIS problemlos, und passt auch hinsichtlich der Bewegungsunschärfe – so ein Mond ist flinker, als man denkt). Das Ganze sah dann mit Werkseinstellungen so aus: Und nun das Ergebnis nach der Optimierung in der Kamera mit folgenden Einstellungen: Pull –2 EV, Auto WB White Priority, Eterna Bleach Bypass, Highlight Tone +4, Shadow Tone +4, Color –4, Sharpness +4, Noise Reduction –4, Clarity +5: Ich konnte hier also gleich zwei der neuen Funktionen praktisch anwenden: Auto WB mit White Priority und Eterna Bleach Bypass. Wie immer Klick auf die Bilder für Flickr mit EXIFs und höhere Auflösungen.
  20. Nachdem auch unsere Fuji X Secrets Workshops künftig kontaktlos im virtuellen Raum stattfinden müssen, möchte ich das für Sonntag bei uns vorhergesagte schöne Wetter gern für ein virtuelles Meeting nutzen, bei dem wir uns die X-T4 und ihre neuen Features und Funktionen gemeinsam ansehen und darüber diskutieren können. Ich erwähne ausdrücklich das Wetter, weil ich hoffe, meinen Teil des Meetings – am kommenden Sonntag ab 17:30 Uhr – im Freien auf Gisis Terrasse bestreiten zu können. Wozu gibt es schließlich Laptops? Durchgeführt wird das Meeting mit Zoom, eine kostenlosen Software für PC, Mac, Android und iOS. Für die Nutzung und Teilnahme am Fuji X Secrets Meeting ist keine Registrierung erforderlich. Ihr klickt lediglich auf einen Zugangslink, den ich allen Interessierten zuschicke, die mich hier im Forum per persönlicher Nachricht (PN) vorab kontaktieren. Der Link enthält dann auch gleich das Zugangspasswort. Grundsätzlich klappt der Zugang dann wohl auch ohne die Zoom-Software einfach über den Browser, jedoch mit Einschränkungen. Ich empfehle deshalb auf jeden Fall den offiziellen Zoom Client, der wie gesagt auf praktisch allen gängigen Geräten und Systemen läuft. Siehe https://www.zoom.us/download Ausprobieren könnt ihr euren Client voran bereits in Ruhe hier: https://www.zoom.us/test Im Gegensatz zu Webinars und Streams funktionieren virtuelle Meetings wie ein Workshop – man kann sich also gegenseitig hören und sehen (sofern ein Teilnehmer Audio und Video auf seiner Seite freigibt), und natürlich kann man auch miteinander per Text chatten oder, wenn man eine Frage oder Anmerkung hat, virtuell die Hand heben, damit ich das sehe und darauf eingehen kann. Alles wie bei einem "richtigen" Workshop. Wie bei einem "richtigen" Workshop bekommt ihr von meiner Seite deshalb auch eine Menge interessanten Input auf eurem Endgerät zu sehen: Neben meinem Videobild mit Ton könnt ihr den Live-View inkl. der Menüs der X-T4 in hoher Auflösung sehen, außerdem alternativ einen zweiten mit einer X-T3 eingespeisten HD-Videofeed, der zeigt, wie ich die Kamera und Zubehör bediene. Außerdem kann ich euch Bildschirminhalte von meinem Computer in hoher Auflösung einspeisen, etwa Beispielbilder und Illustrationen, zu denen jeder Teilnehmer wiederum Anmerkungen und Hervorhebungen hinzufügen (malen, umkringeln, schreiben etc.) können. Wer mitmachen möchte, braucht nur einen PC oder Mac bzw. ein Tablet oder ein Smartphone. Bei PC und Mac eignet sich am besten ein Gerät mit eingebauter Kamera und Mikrofon. Extern angeschlossene Kameras und Mikrofone gehen selbstverständlich auch, und wer sich lieber verstecken bzw. schweigend teilnehmen möchte, kann auf Video und/oder Ton auch ganz verzichten oder sie zu jedem Zeitpunkt (de-)aktivieren. Miteinander chatten geht dann trotzdem noch. Meine Zoom-Lizenz reicht für bis 100 gleichzeitige Teilnehmer, was wohl ein ziemlicher Overkill wäre. Idealerweise sind wir ein deutlich kleinerer Kreis, der dafür umso interessierter ist und den neuen Funktionen der X-T4 auf den Grund gehen möchte. Wir treffen uns dieses Wochenende am Sonntag (19. April) ab 17:30 Uhr. Als Dauer habe ich 60-90 Minuten vorgesehen. Den am Sonntagabend gültigen Zugangslink bekommt ihr von mir wie gesagt ab sofort auf Anfrage per PN. Die Teilnahme ist kostenlos. Das Meeting ist selbstverständlich werbefrei und wird von niemandem gesponsert oder unterstützt.
  21. Zum Oversampling, über das wie zuletzt viel gesprochen haben, gehört auch das Downsampling, also das Herunterskalieren der mit vielen Pixeln aufgenommenen Dateien auf ihre finale "Gebrauchsgröße". Auch dabei kommen unterschiedliche Algorithmen zum Einsatz, und nicht alle sind gleich ideal. Hier nun ein Vergleich von vier verschiedenen Downsampling-Optionen: Capture One Pro 20 (lo), Lightroom Classic (ro), GraphicConverter Best (lu) und GraphicConverter Lanczos (ru): https://www.flickr.com/gp/ricopfirstinger/42U5fu
  22. Nachdem mir ein urkomischer Realsatire-Thread außerhalb meines Bereichs vorhin den insgesamt betrachtet eher unerfreulichen Wochenanfang versüßt hat, revanchiere ich mich an dieser Stelle mit einer kleinen Bildergalerie, die Fujis acht Filmsimulationen "in action" zeigen – und zwar im Zusammenhang mit Grün, aber auch mit Rot (Dächer) und Blau (Himmel): https://www.flickr.com/gp/ricopfirstinger/x1604t
  23. "Die Fujifilm X-T3 – 150 Profitipps" gibt es jetzt auch auf Deutsch beim dpunkt-Verlag. Ich habe hier das halbe Buch als kostenlose Leseprobe bereitgestellt (PDF, 312 MB). Ich empfehle wie immer direkt beim Verlag bestellte eBooks, weil: preisgünstiger, umweltfreundlicher, praktischer und Lieferung in allen drei gängigen Formaten (PDF, iBooks, Kindle) ohne lästiges DRM. Alternative: das gedruckte Buch beim Verlag bestellen und die eBooks zusätzlich via dpunkt.plus bekommen. Im Gegensatz zu früheren Büchern und Fuji X Secrets behandelt dieses Buch auch ausführlich die Videofunktionen der Kamera. Dazu nochmal lieben Dank an Wolfgang aka @wildlife für seine wertvolle Mitarbeit.
  24. Nachdem mit der X-T200 nun eine ernsthaftere APS-C-Bayer-Kamera ohne Tiefpassfilter erscheint, stellt sich die Frage nach der Bildqualität. Sinnvollerweise vergleicht man diese mit einer APS-C-X-Trans-Kamera mit gleicher Auflösung (24 MP). Und natürlich muss man auch verschiedene RAW-Konverter vergleichen, denn nicht jeder Demosaicing-Algorithmus arbeitet mit jedem CFA gleich gut. Nachdem es für die X-T200 (bzw. die X-A7) bisher keine Studio-Shots bei dpreview gibt, nehmen wir einfach ein RAW aus einer X-T100, die ebenfalls 24 MP Bayer ohne Tiefpassfilter hat. Für X-Trans nehmen wir ein RAW aus einer X-H1. Beide ISO 200, beide mit demselben Objektiv aufgenommen, beide Male dasselbe Testmotiv.
  25. Wenn ich mir die aktuelle Roadmap so anschaue, fehlen jetzt eigentlich nur noch zwei Objektive: ein Weitwinkelzoom (entweder 23-45mm mit vermutlich F4, oder sogar gleich ein 18-32mm, dann wohl eher F4.5) ein Tilt/Shift – bei dem bin ich mir jedoch nicht sicher, welche Brennweite es haben sollte, um einer größtmöglichen Zielgruppe zu gefallen. Weitwinkel, klar – aber wie weit?
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