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Frage zum OVF


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Sagen wir "halbmanuell": Du richtest das Meßfeld auf den gewünschten Punkt und drückst kurz den "AF-L Knopf". Die genommene Entfernung bleibt dann auch gespeichert.

 

Zur Kontrolle hast du unten die Entfernungsskala im Sucher, die auch den Schärfentiefebereich anzeigt.

 

Gruß messi

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  • 1 month later...

Genau diese Frage interessiert mich auch: also herkömmliches manuelles Fokusieren oder besser Vorfokusieren (das Arbeiten mit der hyperfokalen Distanz) ist also nicht möglich?

Versteh ich auch, denn woran soll den die erkannt werden. Einen Schärfeindikator wird es ja nicht geben und ein Messsucher im herkömmlichen

Sinn ist ja nicht vorhanden.

Wichtig wäre diese Funktion für den Fall, dass der Autofokus aufgrund geringen Kontrasts nicht scharfstellen kann. Was macht man dann eigentlich?

 

Danke für Praxisinfos.

 

Gruß

Hans.

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Man sucht ein "Ersatzobjekt" in ähnlicher Entfernung mit ausreichend Kontrast. Das klappt in der Praxis meist gut, sooo kritisch ist die Schärfentiefe bei der Brennweite nicht. So kann man auch gut vorfokussieren.

 

Geht natürlich auch mit der Sucherlupe und Schärfering; aber nicht wirklich schnell. Außerdem gibts ja im Sucher noch eine Entfernungsskala mit Schärfentiefeanzeige zur Kontrolle.

 

Gruß messi

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Genau diese Frage interessiert mich auch: also herkömmliches manuelles Fokusieren oder besser Vorfokusieren (das Arbeiten mit der hyperfokalen Distanz) ist also nicht möglich?

Versteh ich auch, denn woran soll den die erkannt werden. Einen Schärfeindikator wird es ja nicht geben und ein Messsucher im herkömmlichen

Sinn ist ja nicht vorhanden.

Wichtig wäre diese Funktion für den Fall, dass der Autofokus aufgrund geringen Kontrasts nicht scharfstellen kann. Was macht man dann eigentlich?

 

Stell auf MF, wähle Blende 8, 11 oder 16, drücke die AFL/AEL-Taste mit dem Fokus-Messfeld auf einen mittleren Entfernungsbereich.

Hierbei ist es egal, ob OVF oder EVF oder LCD. Der Unterschied liegt hier nur in der Größe des Messfeldes, die sich im OVF nicht verstellen läßt.

 

Vorausgesetzt, die AF-Anzeige ist in den Einstellungen aktiviert, siehst Du dort den Schärfentiefebereich. Korrekturen mit dem Fokusring sind hier - im Gegensatz zum Nahbereich - kein Problem.

 

Gruß, Klaus

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Eine kleine Frage zum Sucher, kann mann mit dem OFV manuell fokusieren? Ich hasse die manuelle fokusierung mit dem VF-2 an meiner Pen, liebe aber den Sucher meiner 5D II.

 

Man kann zwar, es ist aber nicht sonderlich praktisch. Einen Mischbildentfernungsmesser, wie z. B. die M-Leica hat die X100 nicht. Im optischen Sucher lässt sich eine Entfernungsskala einblenden, mit der man die geschätzte Distanz zum Motiv einstellen kann. Wirklich sehen, wann das Motiv scharf ist kann man nicht.

 

Mit dem EVF ist es m. M. n. eher schlechter, als bei der PEN. Die Übersetzung des Fokusrings ist so vorgegeben, dass man ziemlich viel "kurbeln" muss. Schnell mal scharf stellen ist nicht drin. Die Qualität des Suchers ist zwar recht hoch, selbst mit Suchervergrößerung ist es aber sehr schwer, den Schärfe-Punkt sicher zu finden.

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achtung, denkfehler!

nicht die brennweite, sondern der abbildungsmassstab ist neben

der blendenoeffnung fuer den "schaerfentiefenbereich" entscheidend!

 

Genau das wollte ich auch zunächst ganz spontan schreiben, habe dann aber nochmals gelesen. Hans meinte mit

...denn 35mm sind ja im Schärfentiefenbereich großzügig.
offensichtlich den großen Schärfentiefebereich der 35mm Brennweite, wenn es um die hyperfokale Distanz geht, z.B. von 3m bis Unendlich bei Blende 11.

Stimmt's, Hans?

 

Aber du hast schon Recht, dieser Denkfehler ist weit verbreitet und oft höre ich etwas wie "bei langen Brennweiten ist ja die Schärfentiefe geringer"...

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Es ist eigentlich kein Denkfehler. Man kann die Schärfentiefe aus Brennweite, maximalem Unschärfekreis (der wiederum von der Bilddiagonale abhängt), Entfernung und Blende exakt berechnen und wenn alles andere gleich bleibt, ist es durchaus richtig zu sagen, dass die Schärfentiefe von der Brennweite abhängt. Nun ergibt sich aus Brennweite und Entfernung auch der Abbildungsmaßstab und man kann die Formel für die Schärfentiefe so umformen, dass sich die Schärfentiefe annähernd allein aus Blende, Abbildungsmaßstab und Unschärfekreis ergibt.

 

An der Aussage „Die Schärfentiefe hängt von der Brennweite ab“ könnte man also kritisieren, dass sie andere wichtige Faktoren unberücksichtigt lässt, an der Aussage „Die Schärfentiefe hängt vom Abbildungsmaßstab ab“ hingegen, dass sie nicht exakt gilt. Die annähernde Beziehung zwischen Abbildungsmaßstab und Schärfentiefe illustriert allerdings, warum man im Makrobereich immer Probleme mit der Schärfentiefe haben wird, egal wie man es anstellt, denn im Nahbereich gilt diese Beziehung eben doch ziemlich exakt.

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Es ist eigentlich kein Denkfehler. Man kann die Schärfentiefe aus Brennweite, maximalem Unschärfekreis (der wiederum von der Bilddiagonale abhängt), Entfernung und Blende exakt berechnen und wenn alles andere gleich bleibt, ist es durchaus richtig zu sagen, dass die Schärfentiefe von der Brennweite abhängt. Nun ergibt sich aus Brennweite und Entfernung auch der Abbildungsmaßstab und man kann die Formel für die Schärfentiefe so umformen, dass sich die Schärfentiefe annähernd allein aus Blende, Abbildungsmaßstab und Unschärfekreis ergibt.

 

An der Aussage „Die Schärfentiefe hängt von der Brennweite ab“ könnte man also kritisieren, dass sie andere wichtige Faktoren unberücksichtigt lässt, an der Aussage „Die Schärfentiefe hängt vom Abbildungsmaßstab ab“ hingegen, dass sie nicht exakt gilt. Die annähernde Beziehung zwischen Abbildungsmaßstab und Schärfentiefe illustriert allerdings, warum man im Makrobereich immer Probleme mit der Schärfentiefe haben wird, egal wie man es anstellt, denn im Nahbereich gilt diese Beziehung eben doch ziemlich exakt.

 

Ja danke auch für die exakte Darstellung. Ich habe mich auf eine in der Praxis übliche Denkformel beschränkt: kleiner Sensor (APSC und nicht Vollformat) x geringe Brennweite (eben 24mm aus welchen 35 mm werden) ist gleich vergleichsweise hohe Schärfentiefe. Deshalb haben es ja solche Kameras relativ schwer z.B. bei Porträts diese vor dem Hintergrund gut frei zu stellen. Die X100 hat hier ja den Vorteil der großen Blendenöffnung (f2) in Kombination mit einem eingebauten Graufilter genutzt. Allerdings, wie ich bei einem Porträt aus diesem Forum gesehen habe, umfasst die Schärfe bei f2,0 auch noch den Bereich "von der Nasenspitze bis hinter die Ohren". z.B. mit der D 3 und dem 85/1,4 geht so was maximal von der Nasenspitze bis zum Auge.

Um nun zur Ursache meiner Betrachtungen zu kommen: eine größere Schärfentiefe erfordert eine weniger exakte Scharfstellung und die ja war ja die Ausgangsfrage.

Gruß Hans.

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Wenn es um Vorfokussieren, Vergleichsmessung, Schätzen nach Skala geht, muß man freilich die Entfernung im Auge haben. Was bei 2m oder 3m gut funktioniert (Bild 1 f/2,0), geht natürlich bei der drastisch sinkenden Schärfentiefe bei geringen Entfernungen nicht mehr (Bild 2, f/2,0). Sofern man ein aus perspektivischen Gründen eh fragwürdiges formatfüllendes Porträt macht, ist man schon bei rund 50cm. Da muß man denn schon sehr präzise sein.

 

Gruß messi

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Edited by messi
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Wenn es um Vorfokussieren, Vergleichsmessung, Schätzen nach Skala geht, muß man freilich die Entfernung im Auge haben. Was bei 2m oder 3m gut funktioniert (Bild 1 f/2,0), geht natürlich bei der drastisch sinkenden Schärfentiefe bei geringen Entfernungen nicht mehr (Bild 2, f/2,0).

Ja, es kommt auf den Anwendungsfall an. Bei den für Street Photography typischen Entfernungen klappt es gut, bei kürzeren Entfernungen weniger und im Makrobereich gar nicht. Aber es gibt eben viele Einsatzbereiche, in denen eine Vorfokussierung zu sehr guten Resultaten führt. Dabei sind auch alle Beschwerden über die manuelle Fokussierung gegenstandslos; man schaut ja sowieso nicht auf irgendein Motiv, sondern auf die Entfernungs- und Schärfentiefenanzeige. Drüben im L-Camera-Forum hat Lars „the old man“ Bergquist seine Vorgehensweise sehr schön beschrieben (X1, X2 ... 100 (a heretic's view) - Leica User Forum), und der Mann weiß, was er tut.

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... wenn es um die hyperfokale Distanz geht, z.B. von 3m bis Unendlich bei Blende 11.

Stimmt's, Hans?

 

Aber du hast schon Recht, dieser Denkfehler ist weit verbreitet und oft höre ich etwas wie "bei langen Brennweiten ist ja die Schärfentiefe geringer"...

 

ahh okay, dann passt das ja wieder.

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Es ist eigentlich kein Denkfehler. ... An der Aussage „Die Schärfentiefe hängt von der Brennweite ab“ könnte man also kritisieren, dass sie andere wichtige Faktoren unberücksichtigt lässt, an der Aussage „Die Schärfentiefe hängt vom Abbildungsmaßstab ab“ hingegen, dass sie nicht exakt gilt. Die annähernde Beziehung zwischen Abbildungsmaßstab und Schärfentiefe illustriert allerdings, warum man im Makrobereich immer Probleme mit der Schärfentiefe haben wird, egal wie man es anstellt, denn im Nahbereich gilt diese Beziehung eben doch ziemlich exakt.

 

ja, so ists richtig.

ich habs nur etwas vereinfacht.

(wie du bei ttl-blitzen mit/ohne vorblitz.)

:)

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... Dabei sind auch alle Beschwerden über die manuelle Fokussierung gegenstandslos; man schaut ja sowieso nicht auf irgendein Motiv, sondern auf die Entfernungs- und Schärfentiefenanzeige.

 

ja genau deshalb!

man dreht sich tot, bis man eine gewuenschte entfernung eingestellt hat!

die beschwerden sind keineswegs gegenstandslos.

probiert es selbst aus!

ein beispiel aus deinem link:

1. vorfokussiert auf 4m, manueller fokus

2. jetzt ein nahes motiv, fokussiert mit af-l-taste auf 1,5m

3. nun bitte wieder die 4m einstellen, aber wie?!

 

dazu brauchst du ca. 8-10 sekunden, das ist "unbrauchbar".

natuerlich kann ich jetzt auch auf ein geschaetzt 4m entferntes objekt mit der af-l-taste fokussieren,

dann kann man sich auch den fokussring sparen! :-(

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