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die Bilder sind einfach zu dunkel


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Hallo zusammen,

 

in letzter Zeit (ich bin nicht sicher obs pünktlich mit dem Firmwareupgrade auf 1.10 angefangen hat) bekomme ich vermehrt viel zu dunkle Bilder.

 

Beim Fotografieren selbst sehen die Bilder gut aus, auch auf der Kamera. Aber im Lightroom ist dann eigentlich 2-3 Belichtungsstufen zu dunkel, man sieht fast nichts mehr. Das ist sehr oft sehr ärgerlich!

 

Hier mal ein Beispiel. Das Foto wurde in einem Billardraum aufgenommen, der war sehr ordentlich beleuchtet. Ich hab ISO-Automatik(3200 und 1/30) und Zeitautomatik an, die Blende auf 4. Kein ND-Filter.

Link: b3q5824z.png

 

er wählte hier mal ISO3200 aus und mal ISO 800 aus.. die ISO800er sind aber alle viel zu dunkel, die Belichtung ist auch viel zu kurz.

 

Ist das bei euch auch so? Alle sonstigen Kameraeinstellungen sind auf normal.

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Hallo,

 

mit ziemlicher Sicherheit hast du DR (Dynamik Range) aktiviert. Steht DR auf "Auto", auf 200% oder 400%, werden die Bilder von der Kamera zunächst unterbelichtet aufgenommen um überstrahlte Bildstellen zu vermeiden. Kameraintern werden anschließend die Tiefen aufgehellt und somit entsteht wieder ein ansehnliches Bild mit erhöhtem Dynamikumfang. Dies gilt jedoch nur für das jpg - die RAW-Dateien werden in der Hinsicht nicht angetastet - sie verbleiben unterbelichtet, weshalb sie in RAW-Konvertern entsprechend unterbelichtet erscheinen.

 

Viele Grüße

 

Weide

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Jap, DR steht auf 400%. Damit vermeide ich tagsüber einen überblendeten Himmel. Dann werd ich den in ungünstigen Lichtverhältnissen wohl deaktivieren müssen. Schade um die Bilder aber danke für den Tipp, dann klappts hoffentlich beim nächsten mal besser. :)

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Wieso schade um die Bilder? Du mußt sie halt zu Ende entwickeln.....da ist nichts unterbelichtet.

 

Bei DR400 wird die analoge Verstärkung um 2 Stufen geringer als üblich vollzogen, den Rest erledigt die digitale Verstärkung aus dem RAF (mit angepaßter Lichterkurve). Beim jpeg macht das die Kamera selber, wenn du RAF nutzt, mußt du das schon selber tun.

 

Gruß messi

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Lightroom ist (wenn das hier wirklich das Problem sein sollte) im Umgang mit RAW-Dateien der X100 anscheinend noch weniger benutzerfreundlich als Aperture mit dem Apple-Modul. Recht erfreuliche Ergebnisse bringt hier RAW-Therapee (gestern mal im direkten Vergleich getestet), in dem Sinne, dass man im Vergleich zu den anderen Programmen deutlich weniger korrigieren muss und aus deinem DR400 RAW mit einfachen Mitteln extrem viel Tonwertumfang herausholen kann. Ich persönlich bleibe allerdings bei Aperture, die paar zusätzlichen Handgriffe sind schnell erledigt, um die Tonwertkompression der Kamera manuell auszugleichen und eine harmonische Tonwertverteilung auf den Bildschirm zu bekommen.

 

Wieso man den erhöhten Dynamikumfang ausgerechnet bei ungünstigen Lichtverhältnissen deaktivieren sollte, erschließt sich mir nicht wirklich, gerade dafür ist er schließlich da. Die Kamera wählt DR200 oder DR400 im Automatikmodus ja nicht zum Spaß, sondern weil sie den gemessenen Dynamikumfang des Motivs nicht anders abbilden kann.

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Lightroom ist (wenn das hier wirklich das Problem sein sollte) im Umgang mit RAW-Dateien der X100 anscheinend noch weniger benutzerfreundlich als Aperture mit dem Apple-Modul. Recht erfreuliche Ergebnisse bringt hier RAW-Therapee (gestern mal im direkten Vergleich getestet), in dem Sinne, dass man im Vergleich zu den anderen Programmen deutlich weniger korrigieren muss und aus deinem DR400 RAW mit einfachen Mitteln extrem viel Tonwertumfang herausholen kann..

 

Der Unterschied bei RAW-Therapee ist: in "default" (oder auch auto-Belichtung) wird die Verstärkung immer so hergestellt, daß die hellsten Lichter gerade an der Übersteuerungsgrenze sind. (Exposere to the right). Damit wird die knappere Vorverstärkung bei DR200/400 automatisch kompensiert. In "neutral" sind DR-Bilder aber logischerweise auch erstmal zu dunkel.

 

Wenn man sich drauf eingefuchst hat: Klasse Konverter für freiwillige Spende.

 

Gruß messi

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Der Unterschied bei RAW-Therapee ist: in "default" (oder auch auto-Belichtung) wird die Verstärkung immer so hergestellt, daß die hellsten Lichter gerade an der Übersteuerungsgrenze sind. (Exposere to the right). Damit wird die knappere Vorverstärkung bei DR200/400 automatisch kompensiert. In "neutral" sind DR-Bilder aber logischerweise auch erstmal zu dunkel.

 

Bei Aperture (und auch einigen anderen RAW verabeitenden Programmen) saufen bei DR400 RAWs ja nicht nur die Schatten ab, gleichzeitig reißen auch die Lichter aus. In RAW-Therapee sah ein DR400-Testmotiv in der "default"-Einstellung dagegen dem JPEG aus der Kamera erfreulich ähnlich. Allerdings kann man das Ganze zumindest in Aperture gut kompensieren.

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Wieso man den erhöhten Dynamikumfang ausgerechnet bei ungünstigen Lichtverhältnissen deaktivieren sollte, erschließt sich mir nicht wirklich, gerade dafür ist er schließlich da. Die Kamera wählt DR200 oder DR400 im Automatikmodus ja nicht zum Spaß, sondern weil sie den gemessenen Dynamikumfang des Motivs nicht anders abbilden kann.

 

Stimmt - ..."gemessenen Dynamikunfang"...

Nicht jedoch "ungünstige Lichtverhältnisse". Denen wird, sofern Blende und Belichtungszeit ausgereizt sind, ausschließlich mit ISO-Anpassungen begegnet - sei es automatisch oder manuell.

Die "DR-Automatik" soll auf extreme Dynamikanforderungen des Motivs reagieren und geht mit der ISO nur auf 400 oder 800, um dies technisch umsetzen zu können. (siehe Post #2 von Weide)

"Soll" nur deshalb, weil die DR-Auto im Zweifelsfall auch dann einmal eingreift, wenn es gar nicht opportun ist .

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Ich würde mir auch wünschen, dass von der Kamera automatisch gewählte DR-Einstellung im Moment der Auslösung angezeigt wird. Bei manueller Voreinstellung erscheint der Wert IIRC im Sucher, im Wiedergabemodus sowieso. Freilich kann ich mit etwas Erfahrung anhand des von der Kamera gewählten Auto-ISO-Wertes schon ahnen, welchen DR-Modus das Gerät ausgewählt hat.

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Wieso schade um die Bilder? Du mußt sie halt zu Ende entwickeln.....da ist nichts unterbelichtet.

 

Bei DR400 wird die analoge Verstärkung um 2 Stufen geringer als üblich vollzogen, den Rest erledigt die digitale Verstärkung aus dem RAF (mit angepaßter Lichterkurve). Beim jpeg macht das die Kamera selber, wenn du RAF nutzt, mußt du das schon selber tun.

 

Gruß messi

 

Ja, das hab ich ja gedacht gemacht zu haben. Also reinladen und auf Autobelichtung drücken. Dann ist das Bild zwar richtig belichtet, aber rauscht extrem. Ein Bild aus ähnlicher Perspektive hat ISO3200 gewählt bei gleicher Belichtungszeit,das war in Ordnung. Und durch die Korrektur von 800 auf 3200 (hoffe du weisst was ich mit dem quatsch mein) entsteht hier morz rauschen.

Ich werde jetzt mal dies therapee ausprobieren, ist ja grad ne neue Version rausgekommen (golem.de). Vielleicht liegts nicht am Bild sondern an Lightroom. Hab aber keine allzu großen Hoffnungen

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Allerdings kommen mir die Belichtungswerte: 1/100s f/4,0 bei 800asa auch arg optimistisch für einen Billardtisch vor. Vielleicht haste ja doch nur falsch gemessen.....

 

Gruß messi

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Naja, eigentlich ist die Sache ja einfach: wenn die mitgelaufenen jpegs in Ordnung sind, liegt das Problem in deinem RAW-Prozeß; wenn die jpegs auch zu dunkel sind, ist es (aus welchen Gründen auch immer) falsch belichtet.

 

Gruß messi

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ich hab fast 1 Duzent dieser Einstellungen.. über ne ganze Stunde hinweg. Und ich hab immer das angefokust was ich auch fotografiert hab. hmm.. mit Spot halt.

Ich glaube, DAS ist der Punkt: Du hast mit Spot-Messung das wichtigste (und womöglich hellste) Bildelement gemessen. Brav (und dumm) wie die Kamera im Spot-Modus ist, stellt sie für diesen Helligkeitswert eine Belichtung ein, in der dieses Bilddetail als "mittelgrau" abgebildet wird - ohne Rücksicht auf den Rest des Bildes.

 

Im Spot-Modus wird nämlich nur auf den Messpunkt gemessen, und das Umfeld geht NICHT in irgendeine Mittelwertbildung ein. Wenn Du die Kamera wieder auf "Mehrfeld" einstellst, wirst Du wesentlich besser verwertbare Bilder erhalten.

 

"Spot" ist wirklich nur für Sonderfälle konzipiert - z.B. wenn Du einen zu großen Bildkontrast vermutest und einzelne Bildelemente separat anmessen willst. Dann aber musst Du die korrekte Belichtung oft selbst (z.B. anhand des Zonensystems) berechnen, und kannst Dich dabei auf keine Belichtungsautomatik verlassen.

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ich hab fast 1 Duzent dieser Einstellungen.. über ne ganze Stunde hinweg. Und ich hab immer das angefokust was ich auch fotografiert hab. hmm.. mit Spot halt.

 

Du sprichst von "angefokust" und von "Spot". Das erste ist die Scharfstellung, der Fokus eben, das zweite die Belichtung. Wenn du tatsächlich auf Spotmessung gestellt hattest, nimmt die X100 die Größe und die Plazierung des Fokus-Messfeldes, um die Belichtung zu messen.

 

Und auf welchen "Spot" hast Du bei deinem Bild scharf gestellt? Sicher nicht auf die dunklen Bereiche, sondern auf eine helle Stelle, die Billardkugel z.B.!?

Und schon ist das Wunder der Unterbelichtung gelöst. Wenn's denn das war...?

 

@messi war aufmerksam, ihm sind die unwahrscheinlichen Belichtungsdaten aufgefallen, die imho bei der Spotmessung auf's Licht schon passen würden.

 

P.S. Sehe gerade, dass @arjay zeitgleich auf den gleichen Trichter gekommen ist und es wesentlich besser erklärt hat, als ich... ;)

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hehe, und ich hab mich schon gefragt warum ich diese Frage überhaupt posten soll.. aber hey, ihr seit eine echte Hilfe.. :) Mir ist zwar bekannt was der unterschied zwischen Spot und Mehrfeld ist (ok, bei integral hörts dann wieder auf) aber die Auswirkungen sind ja doch stärker als ich dachte.. und die Billardkugel ist ja auch gut belichtet ^^ .

Gut, ich will eine anspruchsvolle Kamera damit ich immer behaupten kann, wenns schlechte Fotos wurden wars meine Unfähigkeit :) Ich denk da bin ich bei der X100 schon recht ^^ und bei euch die einem sagen, was man denn wohl falsch gemacht hat.

 

Was ich jetzt, wenn wir grad beim Thema sind, noch nicht ganz kapiert hab, ist die Möglichkeit die DR abzuschalten. Wenn mit erhöhtem DR doch mehr Bildinformationen gespeichert werden können, wer würde das nicht wollen? Gibt es Situationen in der das DR400% falsch wäre?

 

PS: Ich hab übrigens grad ne Funktion bei der X100 gefunden.. wenn man die Raw-Dateien anschauen auf der kamera und auf die RAW-Taste drückt, kann man sie in der Kamera bearbeiten und ein JPG draus machen.

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PS: Ich hab übrigens grad ne Funktion bei der X100 gefunden.. wenn man die Raw-Dateien anschauen auf der kamera und auf die RAW-Taste drückt, kann man sie in der Kamera bearbeiten und ein JPG draus machen.

 

Das ist eine der Hauptfunktionen, es wäre ja auch schade, wenn man den wirklich hervorragenden eingebauten RAW-Konverter nicht ausnutzen würde.

 

Was ich jetzt, wenn wir grad beim Thema sind, noch nicht ganz kapiert hab, ist die Möglichkeit die DR abzuschalten. Wenn mit erhöhtem DR doch mehr Bildinformationen gespeichert werden können, wer würde das nicht wollen? Gibt es Situationen in der das DR400% falsch wäre?

 

Natürlich geht die Erweiterung des Dynamikumfangs irgendwo auch zu Lasten der Qualität, weil eine Kompression von Tonwerten stattfindet, und die ist nicht verlustfrei. Du packst damit eben mehr Dynamik in ein Gefäß, das eigentlich nur weniger Dynamik fasst. Das sollte man deshalb natürlich nur machen, wenn man dieses Extra an Dynamik auch konkret braucht. Im Zweifelsfall, wenn es notwendig ist, ist es natürlich sinnvoll, die DR-Erweiterung zu nutzen, denn ausgerissene, texturlose Lichter ruinieren ein Motiv in der Regel sehr viel mehr als geringfügig mehr als die typische Nebenwirkung der DR-Funktion, nämlich mehr Bildrauschen in dunklen, aber dafür gut durchzeichneten Partien.

 

Wenn die Kamera oder der Fotograf mal aus Versehen zu viel Dynamik eingestellt haben, kann man das mit zu viel Dynamikumfang aufgezeichnete Bild (das in der Standardkonversion entsprechend flau wirkt) mit der RAW-Taste auch noch einmal mit DR100 oder DR200 entwickeln. Das Bild sieht dann evtl. besser aus, aber natürlich werden dadurch die Nachteile der DR-Tonwertkompression per se nicht ausgeglichen.

 

Selbstverständlich kann man eine solche nachträgliche Anpassung aber auch in jedem Fotoprogramm vornehmen, indem man den Kontrast erhöht und neue Schwarz- und Weißpunkte setzt. Im Vergleich zur Entwicklung einer tonwertkomprimierten RAW-Datei ist das sogar ausgesprochen trivial und kann zum Beispiel ganz problemlos mit iPhoto vorgenommen werden.

 

Grundsätzlich kommt bei diesem auch die von dir erwähnte nachträgliche RAW-Umwandlungsfunktion der Kamera mit ins Spiel, mit deren Hilfe man (neben Schärfe, Farbe, Rauschunterdrückung, Belichtung und Filmsimulationen) auch die Tonwertkurven des gewünschten JPEGs in den Bereichen Lichtern und Schatten separat nachträglich steuern, also steiler oder flacher stellen kann. Auf diese Weise kann man die in den RAWs gegenüber einem JPEG zweifellos vorhandenen Reserven nutzen, um nach der Aufnahme in der Kamera ein optimiertes JPEG zu erstellen, das man anschließend in der EBV nicht mehr drastisch, sondern nur noch leicht zu korrigieren braucht. Gerade drastische Korrekturen führen bei JPEGs ja gerne zu Problemen, weil dafür einfach die Reserven fehlen. Dieses Vorgehen spart nicht nur Arbeit (eine aufwändige RAW-Konvertierung von DR400-Fotos etwa entfällt komplett), es nutzt auch die etwa von dpreview erkannten Stärken des in der X100 eingebauten RAW-Konverters aus.

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... noch nicht ganz kapiert hab, ist die Möglichkeit die DR abzuschalten. Wenn mit erhöhtem DR doch mehr Bildinformationen gespeichert werden können, wer würde das nicht wollen? Gibt es Situationen in der das DR400% falsch wäre?

 

In einer RAW-Datei sind bereits alle verfügbaren Bildinformationen gespeichert. Ein "mehr" gibt's nicht! Die X100 schraubt lediglich bei DR-Auto in mancher Kontrastsituation die ISO hoch, um die Lichter- und Schattenzeichnungen besser verarbeiten zu können. Diese Verarbeitung findet jedoch ausschließlich bei JPEGs statt - auch bei den nachträglich in der Kamera entwickelten :rolleyes:

 

Die RAW-Daten bleiben stets die gleichen - bis auf den ISO-Wert, der eventuell durch die DR beeinflusst wurde. Stellst Du die DR auf 100%, bleibt der an der Kamera eingestellte ISO-Wert erhalten. Stellst Du die DR auf Auto, übernimmt die X100 das Denken für Dich. Halt nur bei den JPEGs. Doch die sind ja manchmal recht nützlich als Vergleich, bei dem man erkennen kann, ob man mit seiner RAW-Entwicklung ebenso gut ist, wie die X100 - oder sogar besser.

 

PS: Ich hab übrigens grad ne Funktion bei der X100 gefunden.. wenn man die Raw-Dateien anschauen auf der kamera und auf die RAW-Taste drückt, kann man sie in der Kamera bearbeiten und ein JPG draus machen.

 

Manchmal hilft das Lesen des Handbuchs schon enorm ... :rolleyes:

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... Im Vergleich zur Entwicklung einer tonwertkomprimierten RAW-Datei ...

 

Hallo flysurfer,

meinst Du damit, dass RAW-Daten von der Kamera-DR direkt beeinflusst werden? (Ausser der ISO) Habe ich da etwas falsch verstanden? Kannst Du mich bitte aufklären?

Gruß, Klaus

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Wenn die Kamera oder der Fotograf mal aus Versehen zu viel Dynamik eingestellt haben, kann man das mit zu viel Dynamikumfang aufgezeichnete Bild (das in der Standardkonversion entsprechend flau wirkt) mit der RAW-Taste auch noch einmal mit DR100 oder DR200 entwickeln. Das Bild sieht dann evtl. besser aus, aber natürlich werden dadurch die Nachteile der DR-Tonwertkompression per se nicht ausgeglichen.

 

.

 

Doch, doch. Die Abflachung der Lichter geschieht ja erst während der Wandlung vom RAW zum jpeg, läßt sich also wieder bei Neuentwicklung linearisieren. Was sich natürlich nicht rückgängig machen läßt, sind die Belichtung mit mindestens 400 resp. 800asa und damit verbunden etwas erhöhtem Grundrauschen. Aber in dem Bereich nur bei Pixelpeeperei und im Grenzbereich von Interesse. Im Prinzip könnte man auch immer mit 800asa fotografieren....das sieht besser aus als meine Nikon D300 bei 400asa....

 

Gruß messi

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... Die Abflachung der Lichter geschieht ja erst während der Wandlung vom RAW zum jpeg, läßt sich also wieder bei Neuentwicklung linearisieren.

 

Dann hab ich das mit den RAW-Daten offenbar doch richtig verstanden... :rolleyes:

 

Im Prinzip könnte man auch immer mit 800asa fotografieren....das sieht besser aus als meine Nikon D300 bei 400asa...

 

Du sagst es!

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Dann hab ich das mit den RAW-Daten offenbar doch richtig verstanden... :rolleyes:

 

Wohl doch nicht, denn ein DR400 RAW ist eine andere Datei als ein DR100 RAW. Da wird dieses Thema auch hier schon mehrmals hatten, belasse ich es dabei und verweise auf die Suchfunktion. :)

 

Im übrigen wird durch ISO 800 nicht bei DR400 das Grundrauschen erhöht, es wird ja nur wie ISO 800 belichtet (also kürzer), allerdings NICHT wie ISO 800 nachverstärkt. Die Unterbelichtung wird ja nicht durch eine Reduktion der Belichtungszeit bei gleichzeitig höherem ISO-Wert erzielt, sondern durch eine schwächere Nachverstärkung als für ISO 800 eigentlich erforderlich wäre. Das heißt, es wird zwar wie ISO 800 belichtet (und entsprechende Blenden- und Zeitwerte im Sucher angezeigt, wenn man die Aufnahme macht), aber dann wird weniger am Sensor verstärkt, was ein unterbelichtetes RAW ergibt, das dann aber natürlich auch nicht so rauscht wie ein korrekt belichtetes ISO 800 RAW. Dadurch wird das Rauschen also gerade nicht erhöht. Das Rauschen entsteht vielmehr durch die Tonwertdekompression in den dunklen Partien, denn da wird neben den erwünschten Tonwerten natürlich auch das das immer vorhandene Rauschen gespreizt, tritt also nach der Entwicklung im JPEG deutlicher in Erscheinung. Ein unentwickeltes, mit vollkommen neutraler Tonwertkurve betrachtetes DR400 RAW mit ISO 800 rauscht zumindest im Prinzip nicht mehr als ein DR100 RAW mit ISO 200. Es enthält aber mehr Dynamik, die raffiniert (und nicht etwa nur durch eine simple lineare Unterbelichtung um 2 Stufen) verpackt und später wieder ausgepackt wird. Und eben diese raffinierte Ver- und Entpackungskurve kennt und speichert naturgemäß allein die Kamera, wenn sie richtig schlau wäre, würde sie auch noch jedem konkreten Motiv individuell angepasst. Deshalb funktioniert der eingebaute RAW-Konverter auch problemlos, während man auf dem PC selbst an die Kurven rangehen muss, um Schatten und Lichter aus einem DR400-RAW zu rekonstruieren. Das ist problemlos möglich, wenn man sich ein bisschen auskennt, ich habe es mittlerweile selbst mehrmals gemacht, aber es ist halt zumindest in Aperture auch eine gewisse Arbeit, die ich nur dann machen will, wenn es unbedingt sein muss. Meiner unmaßgeblichen Meinung nach muss es keineswegs immer sein, dank der eingebauten nachträglichen RAW-Konvertierungsfunktion der X100.

 

Welche Bereiche einer Aufnahme die X100 bei DR200 und DR400 wie stark nachverstärkt oder nicht, ist eine Frage der Programmierung. Man könnte die Kamera wohl im Prinzip so programmieren, dass helle Partien wie ISO 200 verstärkt werden (also keine Verstärkung = Unterbelichtung um 2 Blenden, da das Motiv ja mit Blende/Verschlusszeit wie für ISO 800 belichtet wurde), während dunkle Bereiche nach und nach (gesteuert über eine Kurve) stärker verstärkt werden, theoretisch bis neutral, also wie für eine korrekte, entsprechend der benutzten Blende/Verschlusszeit nicht unterbelichtete ISO 800 Belichtung. Dann rauschen die dunklen Partien naturgemäß auch über die dort erfolgte Verstärkung mehr. Vielleicht kann mjh ja mal erklären, nach welchem Verfahren die X100 hier arbeitet, ob sie also bereits bei der Erzeugung des DR-RAWs unterschiedlich helle Tonwerte unterschiedlich stark nachverstärkt (helle Lichter gar nicht, dunkelste Schatten bis zu 2 Blenden) und das dann im RAW ablegt, oder ob die Spreizung grundsätzlich erst bei der Wandlung in ein JPEG stattfindet. Ich denke, letzteres ist der Fall (aus verschiedenen Gründen), sonst sähen die DR400-RAWs auch in Aperture bereits mehr oder weniger sauber aus, ohne abgesoffene Schatten und ausgefranste Lichter.

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Na so raffiniert ist es eigentlich nicht: Es wird schlicht wie 800asa belichtet, aber nur wie bei 200asa analog vorverstärkt. Dadurch geraten weniger Lichter in die Übersteuerung und können als digitales Signal ins RAW geschrieben werden. Das nun noch zu dunkle Bild muß jetzt halt im RAW-Konverter (der Kamera oder am PC) um 2 Stufen gepusht werden; dies geschieht dann nicht linear, sondern in den Schatten stärker als in den Lichtern.

 

Fürs Rauschen ist im Prinzip nur die Gesamtverstärkung von Interesse, da ist kaum von Bedeutung, ob und wieviel Anteil analog oder digital erfolgt. Rauschen ist in allererster Linie die zufällige Helligkeitsschwankung gleich belichteter Pixel. Und die ist eben relativ größer, je weniger Licht gesammelt wird. Die Verstärkung erzeugt nicht das Rauschen, sondern macht es nur sichtbar.

 

Gruß messi

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