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Farbwiedergabe der X100


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Hallo,

 

mich würde mal interessieren was ihr im allgemeinen von der Farbwiedergabe der X100 haltet?

 

Trotz eigener LR-Profile, dich ich relativ aufwändig erstellte und anpasste, bin ich teilweise immer noch nicht so recht angetan von der Farbwiedergabe. Abhängig vom Licht bin ich nicht 100%ig zufrieden, wobei ich gar nicht so genau sagen kann, was genau nun falsch ist. Subjektiv betrachtet würde ich sagen, sie neigt zu einem gewissen grün und/oder blaustich. Besondere Schwierigkeiten habe ich bei Landschaftsaufnahmen, sowohl bei bedecktem als auch bei sonnigem Himmel. Mit einem einfachen Dreh am Weißabgleich oder an den Farbreglern ist es leider nicht getan. Ich habe aufgrund mir nicht mehr gefallener Farben vor Jahren mal einen kompletten Systemwechsel vollzogen, von daher bin ich da etwas vorbelastet (und vielleicht auch etwas zu empfindlich, keine Ahnung).

 

Auffallend finde ich auch die hohe Anzahl der Schwarz-Weiß Bilder hier im Forum. Vielleicht auch ein Hinweis auf unschöne Farbwiedergabe? ;-)

 

Viele Grüße

 

Weide

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Hallo,

 

mich würde mal interessieren was ihr im allgemeinen von der Farbwiedergabe der X100 haltet?

 

Trotz eigener LR-Profile, dich ich relativ aufwändig erstellte und anpasste, bin ich teilweise immer noch nicht so recht angetan von der Farbwiedergabe. Abhängig vom Licht bin ich nicht 100%ig zufrieden, wobei ich gar nicht so genau sagen kann, was genau nun falsch ist. Subjektiv betrachtet würde ich sagen, sie neigt zu einem gewissen grün und/oder blaustich. Besondere Schwierigkeiten habe ich bei Landschaftsaufnahmen, sowohl bei bedecktem als auch bei sonnigem Himmel. Mit einem einfachen Dreh am Weißabgleich oder an den Farbreglern ist es leider nicht getan. Ich habe aufgrund mir nicht mehr gefallener Farben vor Jahren mal einen kompletten Systemwechsel vollzogen, von daher bin ich da etwas vorbelastet (und vielleicht auch etwas zu empfindlich, keine Ahnung).

 

Auffallend finde ich auch die hohe Anzahl der Schwarz-Weiß Bilder hier im Forum. Vielleicht auch ein Hinweis auf unschöne Farbwiedergabe? ;-)

 

Viele Grüße

 

Weide

 

Hallo Weide,

 

genau die Erfahrung habe gestern und heute auch gemacht.

 

Die Farben die ich bis jetzt mit der X100 zustande gebracht habe

schrecken mich eher ab.

 

Kenne das so von Nikon und Ricoh nicht.

 

Jens wollte sich drum kümmern.

 

Grüsse

Fujiboy

Edited by Fujiboy
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Hallo Fujiboy,

 

ich habe Deinen anderen Beitrag gelesen. bei dir müßte man wohl erst noch herausfinden warum es zu überbelichtungen kommt. Bei überbelichteten Bildern sehen die Farben in der Regel eh' nicht so toll aus.

 

@Floyd

Weißabgleich Auto, aber RAW und somit (erstmal) egal. Wegen Raw entfällt auch die Filmsimulation und der Farbraum. Der Monitor ist kalibriert und das passende ICC-Profil geladen. Es ist wie gesagt wohl eine subjektive Sache. Ich kann ja mal bei Gelegenheit ein paar Beispielbilder einstellen, die mir farblich nicht gefallen. Ich bin auch noch nicht losgezogen und habe gleiche Motive mit D700 und X100 aufgenommen - das werde ich noch nachholen.

 

Viele Grüße

 

Weide

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Weißabgleich Auto, aber RAW und somit (erstmal) egal. Wegen Raw entfällt auch die Filmsimulation und der Farbraum.

 

Dachte ich bisher auch immer. Aber wie roh sind die Daten bzw. wieviel Bearbeitung findet kameraintern trotzdem statt, BEVOR die Pixel in der RAW-Datei landen?

 

Da ich jüngst Gelegenheit hatte, ein fast neues Alpha 850-Kit sehr günstig zu ergattern, habe ich mich mit dem exorbitanten 24,6MP-Sensor etwas näher befasst und siehe da, wenn man im "kleingedruckten" der Prospekte und dem Test auf DPreview zwischen den Zeilen liest, werden eingestellte Profile (vor allem NR und Schärfung) schon bei der A/D-Wandlung direkt auf dem CMOS und danach nochmal beim (Post)Processing im DSP (aka BIONZ) angewendet, bevor das ganze dann auf MS oder CF landet.

 

Also quasi schon halb gar...

 

Wer weiss schon, wie es in der X100 läuft?

 

Naja, und zumindest Aperture und meines Wissens so ziemlich jeder Raw-Konverter interpretiert die Daten nach den im Header hinterlegten Kameraeinstellungen, wenn man das nicht ausdrücklich abschaltet.

Und: Unterschiedliche HErsteller, unterchiedliche Raw-Formate, unterschiedliche Interpretationen...

 

Es ist wie gesagt wohl eine subjektive Sache. Ich kann ja mal bei Gelegenheit ein paar Beispielbilder einstellen, die mir farblich nicht gefallen. Ich bin auch noch nicht losgezogen und habe gleiche Motive mit D700 und X100 aufgenommen - das werde ich noch nachholen.

 

Was die D700-Bilder angeht, tippe ich darauf, dass die im direkten Vergleich ca. 1 - 1,5 EV knapper belichtet sind, OOC einen insgesamt niedrigeren Kontrast aufweisen und in der Farbstimmung eher gegen erdig/warm tendieren. So sehen es jedenfalls meine beiden D2Xen.

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Aber wie roh sind die Daten bzw. wieviel Bearbeitung findet kameraintern trotzdem statt, BEVOR die Pixel in der RAW-Datei landen?

Es sind nicht die Daten frisch aus dem A/D-Wandler; das sind sie bei keiner Kamera. Und das ist auch gut so. Gerade bei CMOS-Sensoren müssen die Unterschiede zwischen den Pixeln, also die Nicht-Uniformität des Sensors, zunächst korrigiert werden, da es später nicht mehr möglich wäre und man sonst ein starkes allgemeines Rauschen sowie Banding im Bild hätte, das nur schwer wieder zu entfernen wäre; Nachteile sind damit nicht verbunden. Zudem werden oft Schwarz- und Weißpunkte berücksichtigt sowie eine etwaige Nicht-Linearität korrigiert. Bei Langzeitbelichtungen kommt noch die Dark-Frame-Subtraction hinzu, die ebenfalls auf die Raw-Daten angewandt wird. Manche Kameras korrigieren auch die Vignettierung schon in den Rohdaten, was aber normalerweise unnötig ist; eine Ausnahme ist Leicas M8, die aufgrund ihrer starken IR-Empfindlichkeit mit IR-Sperrfiltern vor dem Objektiv verwendet werden muss, und die Vignettierung dieser Filter im Rotkanal wird schon aus den Rohdaten herausgerechnet, damit sich der Raw-Konverter nicht mehr darum kümmern muss. Auch bei der Leica M9 ist bei kurzen Brennweiten eine Farbkorrektur an den Bildrändern nötig. Bei der X100 ist das meines Wissens nicht so, oder jedenfalls habe ich noch nicht davon gehört; da das Objektiv fest ist, wäre eine frühe Korrektur – falls nötig – durchaus naheliegend.

 

Eine Rauschunterdrückung in den Rohdaten, die benachbarte Sensorpixel miteinander verrechnet und daher die Auflösung mindert, gibt es bei einigen Kameras auch; DxOLabs beispielsweise führt eine Autokorrelation, um dem (etwa bei manchen Sony-Modellen) auf die Spur zu kommen. Die Regel ist es aber nicht.

 

Eine Korrektur der Verzeichnung oder der chromatischen Aberration wäre auf Basis der Daten eines Sensors mit Farbfiltern im Bayer-Muster kaum möglich; dies kann man also ausschließen; allerdings könnte die Kamera Korrekturfaktoren in den Metadaten speichern, wie es u.a. das DNG-Format erlaubt. Parameter wie der Farbraum und die Filmsimulation, die sich auf RGB-Daten beziehen, haben bei Rohdaten gar keinen Sinn. Farben im eigentlichen Sinne gibt es erst nach dem Demosaicing im Raw-Konverter; erst hier werden diese Parameter überhaupt relevant.

 

Naja, und zumindest Aperture und meines Wissens so ziemlich jeder Raw-Konverter interpretiert die Daten nach den im Header hinterlegten Kameraeinstellungen, wenn man das nicht ausdrücklich abschaltet.

Bisher gab es hier immer nur Beschwerden, weil die Raw-Konverter die Einstellungen der X100 eben nicht anwenden und man beispielsweise den Effekt einer bestimmten Filmsimulation selbst nachbasteln muss … Die Bildverarbeitung in der Kamera ist ja oft recht komplex und nicht mit ein paar Parametern zu beschreiben. Auch wenn die Kamera die gewählten Einstellungen in die EXIF-Daten (insbesondere in die MakerNotes) schreibt, ist damit noch nicht gesagt, dass sie der Raw-Konverter interpretieren kann und dass es dessen Hersteller darauf angelegt hat, dass er sie interpretieren soll. Der Weißabgleich beispielsweise wird praktisch immer berücksichtigt, viele andere Parameter jedoch nicht.

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mich würde mal interessieren was ihr im allgemeinen von der Farbwiedergabe der X100 haltet?

Mir gefällt sie. Manche hätten bei bewölktem Himmel gerne wärmere Farben, obwohl das Licht des bewölkten Himmels eben leicht blaustichig ist; dann hilft es, die Weißabgleichseinstellung für bewölkten Himmel zu wählen, die genau hierfür gedacht ist.

 

Subjektiv betrachtet würde ich sagen, sie neigt zu einem gewissen grün und/oder blaustich.

Dass Fujis Kameras eine neutral/kalte Farbtendenz haben, war schon immer so; Fujis Farbfilme haben dieselbe Tendenz. Das mag man oder man mag es nicht; mir gefällt es, denn ich hatte schon zu analogen Zeiten Fuji-Filme bevorzugt. Diese charakteristische Farbwiedergabe gibt es aber naturgemäß nur in den JPEGs; aus Raw-Dateien kann man machen, was man will. (Nebenbeibemerkt: Die Debatten über „kalte“ oder „blaustichige“ Fuji-Farben gibt es seit vielen Jahren.)

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Farbwelten:

Ende der 70er Jahre war die Verteilung der Marken so gut wie abgeschlossen:

Die Profis, vor allem Journalisten und Dokumentaristen, wählten Ektachrom

Die älteren Urlausfotografen blieben Agfa treu, die jüngeren schauten nur auf den Preis und nutzten Dritt-Marken

Dann kam Fuji mit seinen neuen Farbschwerpunkt "grün" und eroberte sich der Herzen der Sport-Fotografen. Das Grün des Fußballfeldes war einfach knackiger.

 

Ich selbst wählte damals Kodachrome

 

Mit RAW kann sich jeder seine Farbstimmung erstellen, und für JPG macht doch die X100 gleich 3 Vorschläge.

 

Hans Hase

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Bisher gab es hier immer nur Beschwerden, weil die Raw-Konverter die Einstellungen der X100 eben nicht anwenden und man beispielsweise den Effekt einer bestimmten Filmsimulation selbst nachbasteln muss …

 

Ich habe nicht behauptet, der Raw-Konverter wendet die Einstellungen der X100 an. Ich schrob, dass so ziemlich jeder Raw Konverter die Daten nach den im Header hinterlegten Kameraeinstellungen interpretiert. Das heißt leider nicht zwangsläufig, dass alle kameraseitigen Presets angewendet werden und selbst wenn, dass das dann annähernd "richtig" aussieht wie OOC...

Ich erinnere mich zB nur mit Grausen an Nikon ADL in früheren Versionen des Adobe Camera Raw und Capture One...

 

Wobei zumindest mittlerweile Aperture 3 seit irgendeinem der jüngsten Updates die X100-Interpretation meines Wissens halbwegs vollständig und problemlos hinkriegt.

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Ich habe nicht behauptet, der Raw-Konverter wendet die Einstellungen der X100 an. Ich schrob, dass so ziemlich jeder Raw Konverter die Daten nach den im Header hinterlegten Kameraeinstellungen interpretiert.

Eine höchst feinsinnige Unterscheidung … Dass das eben nicht so ziemlich jeder Raw-Konverter tut, schrieb ich ja bereits. Manches interpretiert er (richtig), anderes nicht. Und dass es nicht zu denselben Ergebnissen wie in den JPEGs der Kamera führen muss, selbst wenn der Raw-Konverter es versuchte, schreibst Du ja selbst. Sogar Parameter wie der Weißabgleich, die Teil des EXIF-Standards sind und die tatsächlich jeder Raw-Konverter interpretiert, werden nicht unbedingt genau identisch interpretiert.

 

Erfahrungsgemäß muss man davon ausgehen, dass die Konversion im Raw-Konverter ganz anders als in der Kamera abläuft und die Herstellung annähernd ähnlicher Ergebnisse viel Handarbeit erfordert – falls es denn überhaupt das ist, was man bezweckt. Allenfalls mit einem Raw-Konverter des Kameraherstellers könnte man ähnliche Ergebnisse erwarten, aber da die mitgelieferten Raw-Konverter oft nur lizensierte Versionen der Software von Drittanbietern sind, sollte man sich nicht zu viel erwarten.

Edited by mjh
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Nach meiner Erfahrung ist es auch eher die Ausnahme, als die Regel, dass RAW-Konverter - selbst wenn sie den Eindruck erwecken - die Ergebnisse der verschiedenen Modi der In-Kamera-Verarbeitung wirklich erfolgreich nachbilden.

 

Für meine EOS 1D Mk IV und viele andere EOS-Modelle liefert Abobe in LR entsprechende Profile mit (Standard, Neutral, Landschaft, Portrait usw.), die Ergebnisse weichen im Vergleich oft sichtbar von dem ab, was die Kamera bei entsprechenden Einstellungen macht. Ich sehe das immer, wenn ich mal JPG und RAW parallel schieße. Stören tut mich das nicht, ich mache ja RAWs, weil ich diese Entwicklungsarbeit lieber selber in die Hand nehmen möchte. Es ist auch kein Problem, sich persönliche Profile zu erstellen und die beim Import automatisch anzuwenden.

 

Meiner Erfahrung nach interpretiert LR die RAWs aus der X100 oft etwas kühler. Manchmal ist das OK, manchmal nicht. Insg. habe ich an der Farbqualität der Bilder aus der X100 nichts auszusetzen.

 

Wenn ich persönlich mit der X100 viel SW mache, dann hat das jedenfalls nichts mit den grundsätzlichen technischen Fähigkeiten der X100 zu tun, sondern ist eher darauf zurückzuführen, dass ich die Kamera bevorzugt in Themenfeldern einsetze, wo SW für mich die richtige Form der kreativen Umsetzung ist.

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Hallo,

 

hach, ich wollte doch einfach nur wissen wie ihr die Farbwiedergabe der X100 findet ;-), von daher besonderen Dank an mjh. Lindelwirt und Hans Hase.

 

Mir gefällt sie. Manche hätten bei bewölktem Himmel gerne wärmere Farben, obwohl das Licht des bewölkten Himmels eben leicht blaustichig ist; dann hilft es, die Weißabgleichseinstellung für bewölkten Himmel zu wählen, die genau hierfür gedacht ist.

 

mein Problem hierbei ist, dass er mir bisher noch nicht gelungen ist, Einstellungen zu finden, die vollständig meinen Geschmack entsprechen. Stimmt (für mich) nach einer Korrektur das Grün des Grases, wirkt der Himmel oft zu violett und so weiter und so fort. Ich hoffe es ja nicht, aber ich befürchte fast, das Bayer Filter hat für jede Farbe Durchlasskurven, mit denen ich Schwierigkeiten habe. Aber vielleicht höre ich im Moment einfach nur die Flöhe husten ;-)

 

Dass Fujis Kameras eine neutral/kalte Farbtendenz haben, war schon immer so

 

aha?! Meine S5 Pro war da aber komplett anders.

 

Viele Grüße

 

Weide

Edited by Weide
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mein Problem hierbei ist, dass er mir bisher noch nicht gelungen ist, Einstellungen zu finden, die vollständig meinen Geschmack entsprechen. Stimmt (für mich) nach einer Korrektur das Grün des Grases, wirkt der Himmel oft zu violett und so weiter und so fort.

Du kannst doch den Weißpunkt zwischen Blau und Gelb und unabhängig davon zwischen Rot und Cyan fein justieren; reicht das nicht?

 

Ich hoffe es ja nicht, aber ich befürchte fast, das Bayer Filter hat für jede Farbe Durchlasskurven, mit denen ich Schwierigkeiten habe.

Je nach den Durchlasskurven für Rot, Grün und Blau braucht man natürlich ein anderes Profil, wobei sich problematische Farben wie Violett mit manchen Durchlasskurven gar nicht vernünftig reproduzieren lassen. Aber dass man überhaupt keine einem genehme Farbwiedergabe findet, kann ich mir nicht vorstellen.

 

Meine S5 Pro war da aber komplett anders.

Das war auch eine sehr besondere Kamera (das Schwestermodell Nikon D200 hatte die im Vergleich kälteren Farben). Aber wie gesagt: Die Debatten über zu kühle Farben gehen voraussagbar mit jedem neuen Fuji-Modell von vorne los – seit Jahren schon. Insofern ist es schon lustig, wenn sich hier jemand als „Fujiboy“ bezeichnet, aber keine typischen Fuji-Farben mag …

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. Insofern ist es schon lustig, wenn sich hier jemand als „Fujiboy“ bezeichnet, aber keine typischen Fuji-Farben mag …

 

Hallo mjh, nochmal danke für Deine interessanten und umfangreichen Ausführungen.

 

Es gibt bestimmt viele Gründe, warum sich jemand Fujiboy nennt und warum sollte das irgend etwas mit den Fuji-Farben zu tun haben.

 

Ich habe in der Vergangenheit viel und auch heute noch mit Velvia, Provia, Astia, Reala auch mit Mittelformat fotografiert, aber beim Scannen

waren die Farben nie ein Problem für mich. Die Digitalen, die ich bisher hatte oder noch habe Canon G9, Nikon D200, Nikon D2Xs und die Ricoh CX1

hatten oder haben die Bilder geliefert, die mir gefallen haben und ausser einer Tonwertkorrektur musste da nichts korrigiert werden.

 

Das verwendete Objektiv nimmt ja auch Einfluss auf die Farben nicht nur der Film oder der Chip.

 

Eine besondere Kühle habe ich da nicht wahr genommen, obwohl die alle auch aus Asien kommen.

 

Das hatte ich bei der X100 auch angenommen, aber ich bin ja lernfähig.

 

Aber kühler Tatsch hin oder her, zumindest für mich sollte eine Kamera in erster Linie die Farben abbilden die vorhanden sind

(worüber man natürlich trefflich streiten kann) der Rest ist Geschmacksache und wenn ich jedes Bild eine halbe Stunde korrigieren

muss, dann kann ich auch Film nehmen und eine Menge Geld sparen.

 

Natürlich hast Du recht, dass Fotografieren mit viel Licht einfacher ist, aber mir waren und sind schwierige Lichtverhältnisse immer

lieber gewesen, weil das die besonderen Bilder gibt.

 

Grüsse

 

Fujiboy

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Hallo mjh,

 

Du kannst doch den Weißpunkt zwischen Blau und Gelb und unabhängig davon zwischen Rot und Cyan fein justieren; reicht das nicht?

 

 

bisher irgendwie leider nicht, zumal Unbhängigkeit ja nun wirklich nicht gegeben ist. Du hast zwar zwei Regler, beeinflußt aber vier Farbrichtungen. Drei Farben spuckt die Kamera bekanntlich tatsächlich aus.

 

ich hätte nicht übel Lust, mir mal selbst einen RAW-Konverter oder zumindest einen DNG-Editor zu programmieren ;)

 

Viele Grüße

 

Weide

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zumal Unbhängigkeit ja nun wirklich nicht gegeben ist. Du hast zwar zwei Regler, beeinflußt aber vier Farbrichtungen.

Was ist daran nicht unabhängig? Du verschiebst den Weißpunkt auf zwei orthogonalen Achsen (wobei der eine Regler nicht den anderen beeinflusst; sie sind also unabhängig) und kannst ihn damit in Richtung jeder gewünschten Farbe im Farbkreis verschieben. Für Blau, Gelb, Rot und Cyan reicht jeweils ein Regler, während Du für Grün, Orange und Violett beide Regler brauchst.

 

Drei Farben spuckt die Kamera bekanntlich tatsächlich aus.

Du meinst die Grundfarben Rot, Grün und Blau? Die haben damit nichts zu tun, denn bei diesen Verschiebungen des Weißpunkts arbeitet man traditionell mit vier Farben, was letztlich übersichtlicher ist und deshalb in allen Kameras so gehandhabt wird (häufiger allerdings mit Blau-Orange und Grün-Violett).

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Du kannst doch den Weißpunkt zwischen Blau und Gelb und unabhängig davon zwischen Rot und Cyan fein justieren; reicht das nicht?

Weiß eigentlich jemand von Euch, ob diese Einstellung global (also eine für alle Weißabgleichs-Presets) oder lokal (also getrennt jeweils für den aktuell gewählten WB-Preset arbeitet?

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Hallo Mjh,

 

wenn ich in einem kartesischen Koordinatensystem einen Punkt beschreiben will, dann benötige ich nun mal die Werte der Abzissen - und Ordinatenachse. Den Sonderfall es "Entlangwanderns" auf einer Achse hast Du ja bereits beschrieben - dann, und nur dann, herrscht Unabhängigkeit. Ist aber auch egal und lenkt nur vom Thema ab ;)

 

Viele Grüße

 

Weide

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Hallo,

 

so, ich war heute mal mit beiden Kameras unterwegs. Falls nicht anders angegeben: Alle Bilder wurden mit AWB in RAW aufgenommen und mit den Standardeinstellungen in Lightroom importiert. Es ist mir klar, dass sich allein durch die ACR-Standardeinstellungen unterschiede ergeben können:

 

 

farbtest_x100_1.jpg

Das kommt bei AWB und LR-Standard heraus

 

 

farbtest_d700_1.jpg

So "sah" die D700 die Situation

 

 

farbtest_x100_2.jpg

dies kam für die X100 nach einem Weißabgleich (auf die Wolken) heraus. Für mich schon besser, aber man ist immer noch nicht da, wo man mit der D700 ist. hier würde ich noch am Himmelsblau drehen wollen und das gras gefällt mir auch noch nicht so recht.

 

 

 

 

 

 

 

Ein weiteres Beispiel:

 

farbtest_x100_3.jpg

Hier wieder X100 AWB und LR-Standard

 

 

 

farbtest_d700_3.jpg

Das gleiche mit der D700

 

 

 

farbtest_x100_4.jpg

X100 - Weißabgleich auf Pylone - das gefällt mir schon ganz gut!

 

 

 

farbtest_d700_4.jpg

D700, Weißabgleich ebenfalls auf Pylone

 

 

 

 

 

 

Hier noch ein Beispiel, welches ich einfach mal unbearbeitet stehen lasse

 

farbtest_x100_5.jpg

X100 AWB und LR-Standard

 

 

 

farbtest_d700_5.jpg

D700 AWB und LR-Standard

 

 

 

Mir ist klar, dass ich im Prinzip ein ein Test des AWB gemacht habe. Trotzdem habe ich immer wieder Schwierigkeiten, die Bilder der X100 entsprechend hinzudrehen. Vielleicht wird jetzt auch klar, warum ich mit der Farbwiedergabe nicht so zufrieden bin - die beiden Kameras zeigen einfach extreme Unterschiede - vielleicht eine unglückliche Kombi.

 

Viele Grüße

 

Weide

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Weiß eigentlich jemand von Euch, ob diese Einstellung global (also eine für alle Weißabgleichs-Presets) oder lokal (also getrennt jeweils für den aktuell gewählten WB-Preset arbeitet?

Die Feineinstellung gilt individuell für den jeweiligen Preset.

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Ist es schlimm, wenn ich jetzt sage, dass mir die Farben der D700 überhaupt nicht gefallen? Ausser bei selbstleuchtenden Wiesen (mit Bodenbeleuchtung) habe ich solche Grüntöne in der Natur noch nicht gesehen, zumindest nicht bei den Wiesen, die ich so sehe. Ausserdem: Die D700-Bilder sehen alle etwas reichlicher belichtet aus, meine ich.

Gruß,

Jens

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Ist es schlimm, wenn ich jetzt sage, dass mir die Farben der D700 überhaupt nicht gefallen

 

nein, natürlich überhaupt nicht :). Es ist ein rein subjektives Thema, was ich eingangs ja auch sagte. Kannst Du Dir im Gegenzug vorstellen, dass einem die Farben der X100 nicht gefallen, wenn man die Farben der D700 gut findet?

 

Wobei ich die Grüntöne, die die X100 standardmäßig liefert, so in der Natur auch noch nicht gesehen habe (schon gar nicht, wie in den Beispielen, in der Mittagssonne). Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen.

Edited by Weide
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wenn ich in einem kartesischen Koordinatensystem einen Punkt beschreiben will, dann benötige ich nun mal die Werte der Abzissen - und Ordinatenachse.

Herrje … genau das ist es doch: Du hast ein kartesisches Koordinatensystem mit zwei Achsen und kannst den x- und den y-Wert frei wählen. Mit diesen beiden Werten kannst Du jeden Punkt in der Ebene beschreiben. Okay, Fuji hätte Dir das Koordinatensystem auch noch als solches anzeigen können, um das zu veranschaulichen – bei einigen anderen Kameras gibt es das –, aber das wäre letztendlich nur Zierrat, der an der Funktion nichts ändert.

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