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Neil62

Die analoge Fotografie lebt

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Am 9.8.2018 um 13:32 schrieb Friedel:

Meine Neuerwerbung. Fuji GS645S

 

Bild aus der Fuji. Ilford HP5 +

 

http://

Gasse in Freiburg by Karl-H.Friedrichs, auf Flickr

bearbeitet von Friedel

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Am 24.6.2012 um 13:56 schrieb flysurfer:

Bei vier Ausgaben pro Jahr würde ich eher von "ist scheintot" sprechen. Es handelt sich eben um eine aussterbende Technik, die vor allem nich von aussterbenden älteren Semestern praktiziert wird, die naturgemäß noch gerne analoge Papiermedien rezipieren. Wer heute noch nicht in der digitalen Fotografie angekommen ist, ist eben oft auch noch nicht im Web 2.0 präsent.

 

Insofern kann sich solch ein Projekt durchaus noch rechnern, allerdings mit abnehmender Tendenz. Insbesondere den Anzeigenverkauf stelle ich mir schwierig vor, deshalb zweifellos auch der hohe Preis von fast 10 EUR für eine Zeitschrift mit nur 100 Seiten. Das riecht nach Miniauflage und fehlender Werbung.

 

Bücher über die X100 oder XP1 basieren ja auf ähnlichen Überlegungen, denn diese Kameras werden ebenfalls bevorzugt von älteren, erfahrenen Fotografen gekauft, die mit dem Medium Buch noch etwas anzufangen wissen.

Der oben zitierte Einwurf stammt vom 24.06.2012 - ist ja eindeutig zu lesen. Wir sind inzwischen fast 6 1/2 Jahre weiter. In 2012 versprach man uns fliegende Autos, weniger Abgase und blühende Welten.

Wir haben stattdessen eine Großmacht, die Politik mit Kurznachrichten betreibt, Fahrverbote und nicht ganz rechtskonforme Automobilhersteller, die wohl froh wären, wenn sie fliegen könnten und eine Welt, die in gemäßigten Breiten eine Trockenperiode erlebt hat, die fast einmalig ist.

Ach ja, die Photoklassik gibt es immer noch.

Aber was für mich von Interesse ist, ist die Entwicklung der analogen Fotografie in den letzten Jahren. Gewiss, es gab diesen Hipster-Hype, bei dem man sich ein altes, silbern glänzendes Schätzchen als Modeaccesoir über die Schulter hängt. Und es gibt nach einer nochmaligen Marktbereinigung (als letztes hat es ja Tetenal erwischt) eine Konsolidierung. Die chemiebasierte Fotografie in sw hat sich nicht nur mühsam verteidigt, sondern es finden vermehrt die noch nicht scheintoten Semester zu dieser Technik. Ich selbst kann es relativ gut an einer stetig wachsenden Interessengemeinschaft ablesen, die sich ernsthaft mit dem Medium beschäftigt.

Im Rahmen meiner Tätigkeit kann ich sehr gut feststellen, dass sich die grundlegende Fragestellung ganz massiv verschoben hat: weg von "was ist besser" hin zu "was kann ich mit dem Medium erreichen".

Meine Frage, die ich mit diesem Artikel an Euch richten möchte, lautet: wie nehmt ihr die analoge Fotografie in dem Umfeld wahr, in dem ihr euch bewegt?

 

Ach ja, warum habe ich das o.a. Zitat gebracht? Aus Interesse hab ich diesen Thread auf Seite 1 geöffnet und es war gleich das zweite Posting. Als ich es gelesen habe, musste ich schmunzeln und an einen großen Chef eines deutschen Weltkonzerns denken. Der sagte auch vor gar nicht langer Zeit, dass der Diesel nicht tot ist. Dieser Chef und flysurfer haben beide recht mit ihren Aussagen. Der Diesel ist nicht tot und wer nicht digital fotografiert, ist nicht im Web 2.0 präsent. Stimmt! Nur dumm, das immer mehr Menschen entdecken, dass es neben dem Diesel und dem Web 2.0 Dinge gibt, die sich dem geradlinigen Zukunftsdenken entziehen und gelegentlich sogar weitaus stärker auf die Zukunft einzahlen, als sich manche Menschen vorstellen können (der Wasserstoff als Antriebs-/Energiequelle, die analoge Fotografie als ein Medium zur intensiven Interaktion mit dem Motiv).

 

bearbeitet von Lux legere

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Die Photoklassik expandiert inzwischen sogar international, hat sich also einen Nischenmarkt sichern und diesen in den letzten Jahren evtl. sogar ausbauen können. Klasse statt Masse. Die Macher der Photoklassik bieten beispielsweise Workshops mit Großformatkameras an, das finden viele Enthusiasten faszinierend. Hinzu kommen dann Workshops, wie man solche Negative oder Dias optimal entwickelt. Und wie man sie gut scannt.

Die analoge Fotografie (aka das Sofortbild) lebt aber auch in der Masse weiterhin gut, und Fujifilm ist ganz oben mit dabei: Instax macht IIRC mehr Umsatz als X und GFX zusammen. Bei den normalen Filmen hat Fuji dagegen seit 2012 weitere Streichungen vorgenommen. Dieser Bereich wird also immer exotischer.

 

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Nachdem ich vor einiger Zeit meine Rolleiflex 3.5f verkauft habe, hatte ich doch wieder Lust auf eine "Doppeläugige", wenn auch nur für ab und an ...

Lange schon wollte ich gerne eine Minolta Autocord haben, da sie preiswert und dennoch sehr hochwertig ist; vor allem auch das vierlinsige Rokkor!
Die Tage habe ich dann endlich eine in schönem Zustand gefunden :wub:
Sie hat genau 60 Jahre auf dem Buckel!

 

bearbeitet von D700

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Also meine F100 habe ich wieder eingepackt. (#5852)

Was anderes durfte den Blick auf die Welt erhaschen. Die absolut unbenutzte RTS III. Die habe ich zum letzt möglichen Termin zu Kyocera Japan geschickt, mit der Bitte
alles zu ersetzten, das altern konnte. Das war im Frühling 2015.  Ich erhielt einen Kostenvoranschlag und war damit einverstanden.

Und heute 27.11.2018 wurde ein Kodak -Diafilm geladen..und ab in den Schnee.

 

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Erster Film mit der Contax durch. Alles prima. Gewicht 1320gr (F5 1410gr, R8 920gr)

Ich bin da zwie -gespalten. So eine Kamera gibts nicht mehr (ich meine neu und alles ersetzt). Kam mich auf Euro 400.-
Das sind wirklich sehr gute Kameras, die jedoch irgendwann einen defekt erleiden. Es ist bekannt und mir auch schon passiert.

Und lässt sich natürlich nicht mehr reparieren.

Also fast zu schade oder ?

Ich meine eine F5/6 oder R8/9 sind auch tolle Kameras, die man jedoch problemlos erwerben kann.

Gruss Martin

 

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vor 9 Minuten schrieb renarou:

Erster Film mit der Contax durch. Alles prima. Gewicht 1320gr (F5 1410gr, R8 920gr)

Ich bin da zwie -gespalten. So eine Kamera gibts nicht mehr (ich meine neu und alles ersetzt). Kam mich auf Euro 400.-
Das sind wirklich sehr gute Kameras, die jedoch irgendwann einen defekt erleiden. Es ist bekannt und mir auch schon passiert.

Und lässt sich natürlich nicht mehr reparieren.

Also fast zu schade oder ?

Ich meine eine F5/6 oder R8/9 sind auch tolle Kameras, die man jedoch problemlos erwerben kann.

Gruss Martin

 

Ein irreparabler Defekt wäre natürlich furchtbar, aber die RTS ist schon ein (sorry) geiles Gerät. 

Da kommt in meinen Augen keine F5/6 oder R8/9 mit. Alleine das tolle Design lässt die Konkurrenz alt aussehen (die natürlich auch fantastische Kameras sind). 

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vor 36 Minuten schrieb AS-X:

Ein irreparabler Defekt wäre natürlich furchtbar, aber die RTS ist schon ein (sorry) geiles Gerät. 

Da kommt in meinen Augen keine F5/6 oder R8/9 mit. Alleine das tolle Design lässt die Konkurrenz alt aussehen (die natürlich auch fantastische Kameras sind). 

Ist so. Und die bekannten Fehler treten auf, ob die Kamera benutzt wird oder nicht.

(Finder Back light, Electronic Parts)

Also..lieben, brauchen, Freude haben 😀

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vor einer Stunde schrieb renarou:

Ist so. Und die bekannten Fehler treten auf, ob die Kamera benutzt wird oder nicht.

Gerade schnell meine ST getestet — funktioniert wie am ersten Tag. Die ST entspricht der RTS III ohne die Keramik-Andruckplatte, aber gleiches Design. Die Haptik ist einfach toll!

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vor 13 Minuten schrieb walwol:

Gerade schnell meine ST getestet — funktioniert wie am ersten Tag. Die ST entspricht der RTS III ohne die Keramik-Andruckplatte, aber gleiches Design. Die Haptik ist einfach toll!

Das freut mich. Sowas wird es nie mehr geben.
"Fehlt" die Keramikplatte und das Vakuumsystem ?

Ich denke, das dies ohnehin überbewertet ist. Oder ?

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vor 3 Minuten schrieb renarou:

Das freut mich. Sowas wird es nie mehr geben.
"Fehlt" die Keramikplatte und das Vakuumsystem ?

Ich denke, das dies ohnehin überbewertet ist. Oder ?

Nee, fehlte mir nie. Ich denke das war ein technologisches Detail, das sich gut für Marketing und PR eignete und wohl dem Mutterhaus Kyocera geschuldet war.

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vor 3 Stunden schrieb walwol:

Nee, fehlte mir nie. Ich denke das war ein technologisches Detail, das sich gut für Marketing und PR eignete und wohl dem Mutterhaus Kyocera geschuldet war.

Kann aus eigener Erfahrung sprechen, das war leider (besser gottseidank) alles andere als nur Marketing. Hatte selber lange Jahre die RTS III, meiner Meinung nach die hochwertigste Analog SLR, die je gebaut wurde. Hatte auch die Contax 645, betrieben auch nur mit 220er Film und Vakuummagazin, nachdem ich auf Grund zweier identischer, nacheinander folgender Aufnahmen den negativen Effekt mangelnder Filmplanlage selber beobachten konnte.

Gruß

Uli

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