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Fuji X Pro 1 - gute Bilder bei ISO 25600 - Tipps und Tricks!


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Erstmal ein herzliches Hallo hier im Forum! Ich bin der Constantin und habe mich heute neu hier registriert. Es freut mich sehr, ein Forum für meine momentane Lieblingskamera, die Fuji X Pro 1, gefunden zu haben. Davor habe ich eine X100 besessen, welche ich dann jedoch meinem Weibe geschenkt habe :-) Ich photographiere seit nunmehr 10 Jahren und als "Hauptsystem" habe ich mich für Sony entschieden. Die X Pro 1 habe ich mir als günstigere und - in meinen Augen - bessere Alternative zu einer Leica M9 besorgt, nachdem ich beide Systeme miteinander verglichen habe. Man mag hier anderer Meinung sein ;-)

 

Um einen guten Einstand hier im Forum zu liefern, wollte ich gleich mit etwas Nützlichem aufwarten und habe mich daher mit einer Paradedisziplin der XP1 auseinandergesetzt : High-ISO-Bilder.

 

Ich hoffe, es ist OK, dass ich hier auf meinen Blog verlinke, aber schließlich sind ein paar gute Tipps dabei, wie man trotz ISO25600 noch gute Resultate erzielen kann ;-) Wer was besser weiß oder anderer Meinung ist : Nur her mit der Kritik! *g*

 

ISO 25600 mit der Fuji X Pro 1 - Beispielbilder, Tipps und Tricks

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Da hast Du natürlich recht. Ich sehe es eher so, dass die X Pro 1 JPEGs von unglaublicher Qualität ausspuckt und ich da schon lange tüfteln muss, bis ich das in LR so hinbekomme, wie die Kamera selbst es automatisch macht. Außerdem geht mir bei RAW das Korrekturprofil für das Objektiv verloren. Für mich ist also die JPEG-Variante die schnellere und oft auch bessere Alternative.

 

Der einzige Grund für mich, um mit der XP1 in RAW zu photographieren, ist der Weißabgleich. Bei RAW ist der Weißabgleich nicht eingebettet und ich kann eine Farbstimmung im Nachhinein noch retten, falls mal was danebenging. Da aber der Weißabgleich der XP1 auch wahnsinnig gut ist, greife ich bloß bei Auftragsarbeiten darauf zurück, um wirklich auf Nummer sicher zu gehen - und mit einem Farbchart und Farbprofil die Farben "nachkalibrieren" zu können.

 

Aber das ist wohl eine Glaubensfrage und Dein Weg ist sicher qualitativ ein wenig besser als der meine... nur eben aufwändiger ;-)

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Da bei RAW kein Profil verloren geht und es auch sonst kein Nachteile gibt (man kann ja auch immer den eingebauten Konverter verwenden), sehe ich weiterhin keinen Grund für den Verzicht auf die RAW-Datei. Und ob ich schließlich in LR, Silky 5 oder der Kamera pushe, ist letztlich gleich, ich habe ja die Wahl. Im erweiterten ISO-Modus habe ich dagegen keine Wahl.

 

Der einzige praktische Grund könnte das bei 25600 realistischere Sucherbild sein, weil es 2 EV heller ist als bei 6400. Das gilt allerdings nicht für Langzeitbelichtungen.

 

WB ist in der Tat bedeutsam, speziell bei Nachaufnahmen mit unterschiedlichen Lichtquellen.

Edited by flysurfer
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Hier habe ich wegen der äußerst kurzen Belichtungszeit bei f1.4 auf f2.8 abgeblendet. Der Schritt von 1.4 auf 2.8 entspricht einem Viertel der Lichtmenge. Dennoch konnte ich freihand mit 1/70s belichten und ein scharfes Bild erzielen. Was wollt ihr lieber? Ein verwackeltes Bild – oder eines, das leicht rauscht? Eben!

Also das versteh ich irgendwie nicht. Du blendest ab, um dann den ISO-Wert hochzujagen?

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Der Artikel befasst sich nicht nur mit dem, was sinnvoll ist - sondern was technisch möglich ist. Ich habe abgeblendet, um ein wenig mehr Tiefenschärfe reinzubringen. Zielsetzung war es, Bilder mit ISO 25600 zu machen - und das so gut, wie es eben ging. Sicherlich macht es nicht unbedingt Sinn, um 2 EV überzubelichten, weil man dann von der Belichtungszeit beim gleichen Wert wie bei einem "richtig" belichteten ISO 6400-Bild wäre.

 

Wenn ich das aber mit nem Wert von 1 EV oder weniger mache und dann die Tricks anwende, habe ich immer noch den Vorteil der kürzeren Verschlusszeit. Je nach Geschmack :-)

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Eine bewusste Überbelichtung kontrastarmer Szenen im Sinne von ETTR macht ohnehin nur bei Basis-ISO Sinn, wobei mir der praktische (im Sinne von sichtbare) Nutzen bei einer fortschrittlichen Kamera wie der X-Pro1/X-E1 fraglich erscheint, jedenfalls bei normal hellen Szenen. Grundsätzlich würde ich anstelle einer Überlichtung von ein 1 EV bei ISO 400 lieber ISO 200 niedriger einstellen und mit denselben Belichtungsparametern (Blende, Verschlusszeit) "korrekt" belichten. Die Qualität dürfte am Ende sogar besser sein, und man spart sich die Arbeit der nachträglichen Korrektur im RAW-Konverter.

 

Zudem: Wie bei der X100 scheint auch bei der X-Pro1/X-E1 alles über ISO 1600 nur ein digitaler Push zu sein, und den kann man im externen RAW-Konverter genauso gut (oder sogar besser und genauer) durchführen wie in der Kamera. Insbesondere hat man zuhause am großen Bildschirm eine bessere Kontrolle als vor Ort an der Kamera, zumal im "Eifer des Gefechts".

 

Diese Aufnahme etwa wurde mit ISO 6400 (f4, 1/10s, 55mm, OIS ein) aus der Hand gemacht und das RAW anschließend um gut 1,2 EV auf ungefähr ISO 15.000 gepusht.

 

Mit Silkypix:

 

8149199989_f037a9900a_b.jpg

 

8149199079_15b3414340_b.jpg

 

 

Mit dem eingebauten Konverter (Pro Neg.Hi):

 

8149285900_eff3a5479d_b.jpg

Edited by flysurfer
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Es geht bei den Versuchen des TO wie es ausschaut weniger darum möglichst rauscharme Bilder bei einer gegebenen Lichtsituation zu bekommen als vielmehr was man eben aus 25kASA so machen kann. Der praktische Nutzen dessen bleibt mir allerdings rätselhaft.

 

mfg tc

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Danke für die Anmerkung und die Beispielbilder. Sie untermauern mal wieder den Status der XP1 als meine Lieblingskamera :-) Mir persönlich gefällt die Farbwiedergabe der Silkypix-Bilder besser - aber bei den Details und Bildrauschen sehe ich den "eingebauten" Konverter (meinst Du damit JPG?) ein wenig im Vorteil.

 

Ich habe meinen Artikel jetzt auch ein wenig abgeändert, damit klarer wird, dass es sich hier ein wenig um technische Spielerei handelt und man "so wenig wie möglich und so viel wie nötig" ISO nehmen soll. Dennoch ist der Tipp, dass Bildrauschen in dunklen Bildbereichen mit dem "Schwarz"-Regler ein wenig gezügelt werden kann, gar nicht so schlecht. Habe ich einmal aufgeschnappt, ausprobiert und ich war mit den Resultaten sehr zufrieden. Sicher erkauft man sich diesen Vorteil wieder auf Kosten des Dynamikumfangs und der Durchzeichnung der Schatten... man muss halt Prioritäten setzen.

 

Nichtsdestotrotz : Die Kernaussage, dass die X Pro 1 eine wahnsinns Kamera mit außerordentlichen High-ISO Fähigkeiten und generell hervorragendem Rauschverhalten ist, bleibt unangetastet :-)

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Tatsächlich zeigt Silky mehr Details, das Bild aus der Kamera ist dagegen schärfer. Schärfe und Details sind bekanntlich Gegenspieler, letztlich ist es freilich eine Frage der konkreten Einstellungen bei der Verarbeitung des RAWs. Diese Einstellungen ändern und anpassen kann ich allerdings nur, wenn ich überhaupt eine RAW-Datei habe. Sonst bin ich auf das "Sofortbild" aus der Kamera angewiesen.

 

Dass man störenden Rauschen dort ins Dunkel taucht, wo man gar keine Zeichnung braucht, liegt auf der Hand. In der Kamera gelingt die beispielsweise mit einer härteren Einstellung für die Schattentöne. Silky und andere Programme haben einen Regler für den Schwarzpunkt, und LR/ACR macht sowieso wie üblich alles anders, tatsächlich kopiert das aktuelle Engine Dinge, die NIK-Benutzer (etwa von SEP2) schon seit langem kennen.

 

Ein Motiv, das bei ISO 25600 bereits 1,5 Sekunden lang belichtet werden muss (ergo mit Stativ), würde ich dann allerdings gleich 192 Sekunden lang bei ISO 200 belichten. Mit Bulb kein Problem, bei der X-E1 geht's außerdem mit mit Hilfe eines Timers. Im Endeffekt dauert eine Aufnahme mit Schwarzbildabzug dann allerdings gut 6 Minuten. Immerhin kann man vorher mit 25600 experimentieren und so die korrekte Belichtungszeit für das "eigentliche" Bild ausrechnen.

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Jetzt muss ich moch nochmal berichtigen :

 

Diese "Überbelichtung und anschließede Belichtungskorrektur, um das Rauschen in den dunklen Bildbereichen zu reduzieren aber auf Kosten des Rauschens in den helleren Bildbereichen"-Methode macht natürlich nur bei nativen ISOs Sinn. Ansonsten kann ich gleich ein RAW mit ISO 6400 (native ISO der XP1 : 200-6400, alles darüber oder darunter ist "Push/Pull") nehmen und dann entsprechend in RAW korrigieren. Die Kamera würde selbst ja auch das ISO6400 RAW entsprechend hochrechnen.

 

Wenn ich also sowieso nachbearbeiten muss, kann ich gleich RAW photographieren :-)

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native ISO der XP1 : 200-6400, alles darüber oder darunter ist "Push/Pull"

 

Wie gerade erst in diesem Thread geschrieben, beginnt Push offenbar bereits über ISO 1600, wie bei der X100.

 

Ein überbelichtetes JPEG bringt außerdem wenig, weil man es mit seinen 8 Bits nicht gut nach unten korrigieren kann. Ist eine Korrektur wiederum gar nicht nötig, liegt keine Überbelichtung vor, sondern eine korrekte Belichtung.

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Guter Punkt, vielen Dank! Mit Deiner Erlaubnis werde ich das so einarbeiten, dass Dein Wissen in meinen Artikel miteinfließt. Freut mich, dass sich der Thread so produktiv gestaltet hat und ich was dazgelernt habe! :-)

 

Wie sicher ist das mit dem nativen ISO-Bereich bis 1600? Und warum kann ich bis ISO 6400 RAW aufnehmen, wenn es nicht mehr nativ ist, aber keine ISO 25600-RAWs? Spräche das nicht eher doch dafür, dass ISO 200-6400 nativ sind?

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  • 3 years later...

Hallo zusammen,

 

ich will mich neuerdings mit meiner XP1, den 18-55 2.8 mm    und    samyang 12 mm 2 .0 der Sternenfotografie widmen (fliege im Mai in Urlaub und werde es das erste mal versuchen). Nun spielt     ja das Rauschverhalten der Kamera eine nicht unwesentliche Rolle.

Hat jemand schon Erfahrung gemacht?

 

Folgende Fragen hätte ich noch:

 

Raw, Jpg oder beides?

Rauschunterdrückung einstellen wenn ja Wie hoch?

ISO würde ich mit 3200 anfangen wie kann/ sollte man gehen?

Blende 7-9

Verschlusszeit 20-25 sek

 

Vielen Dank für die Rückmeldungen.

Edited by Gaetano
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Mach die Blende auf. Das Samyang ist auch schon bei 2.8 akzeptabel scharf und über Blende 4 wirds nicht mehr besser. Das 18-55 kannst du auch offenblendig benutzen.

Bedenke die Verschlusszeit. Ohne Nachführung werden je nach Brennweite auch schon bei 20-25s aus Sternen Striche.

 

Blende 7-9 macht kaum Sinn.

Edited by Crischi74
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@Gaetano:

Wie crischi74 schon sagt: f/2.0 funktioniert. 

 

Ansonsten ~20-25 Sekunden (je nachdem in welche Himmelsrichtung du fotografierst). ISO 3200 reicht in den meisten Fällen. RAW ist fix, da kann man also auch auf ISO800 gehen und dann im RAW Konverter aufhellen. 

 

 

Wichtig ist, dass du am Tag mal ausprobierst zu fokussieren und dir die Unendlichkeitsstellung merkst (markierst) denn diese liegt meistens nicht dort, wo Unendlich steht. 

 

 

Ansonsten ist es ganz leicht: Blende bis f/2.0 auf, auf Unendlich fokussiert, ~25 Sekunden belichten. In RAW Aufnehmen (ISO800-3200 reicht eigentlich immer). Dunkelbildabzug bei Langzeitbelichtung würd ich auch noch aktivieren.

Stabiles Stativ und gutes Motiv und schon hast du ein tolles Foto! 

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