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Monitorkalibrierung


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Ich arbeite mit einem Notebook ASUS N75S unter Windows 7 und entwickle in LR 4.

Nun liest man allenthalben, daß eine Kalibrierung des Monitors die Mindestvoraussetzung für farbgerechte Entwicklung ist. Außerdem wird eine Kalibrierung durch ein externes Gerät der Softwarelösung, die das Notebook selbst bereit hält, vorgezogen, da genauer. Also habe ich mir ein Spyder 4 für ordentliches Geld gekauft und kalibriert. Die Grundfarbe geht jetzt - nach Kal. mit Spyder 4 - mehr ins rötliche, d.h., das "Grundgrau", was vorher bei interner Monitorkalibr. vorhanden war, hat nach ext. Kal. einen Rotstich.

 

Was ist nun richtig? Doch die interne Kalibr. oder hat Spyder 4 "recht"?

 

Kann mir hier jemand weiterhelfen? Danke im voraus.

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Ich wage mal einen frevelhaften Gegenvorschlag:

Fotografiere dein Zimmer mit neutralem Weissabgleich und schau es dir LR an.

jetzt stelle den Monitor passend ein, bis deine Augen in Natura und auf dem Monitor das gleiche sehen.

Den Umgang mit Helligkeits-, Kontrast-, und Farbreglern sind wir ja gewohnt.

Sollte diese Methode nicht jeder anderen überlegen sein, oder habe ich da einen Denkfehler?

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Mir ist auch nicht klar wann ein Weißabgleich neutral ist. Aber selbst wenn man sich auf die Neutralität einer Lichtquelle einigen könnte so sagt eine Lichttemperatur von beispielsweise 5500K nicht viel über das Spektrum der Lichtquelle aus. Dieses Spektrum ist aber für die Wiedergabe der einzelnen Farbtöne sehr wichtig.

 

mfg tc

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Ich meine die Weissabgleichsregler in der Kamera und in LR.

Ich will ja nicht eine vorkorrigierte Ansicht meines Zimmers auf dem Bildschirm.

Wenn meine Zimmerbeleuchtung die Wände gelb färbt, möchte ich auch auf dem Monitor gelbe Wände sehen.

Ich will ja den Monitor kalibrieren und nicht die Kamera oder LR.

Das man die Grafikkarten so fein justieren kann, wusste ich allerdings nicht.

Das wird händisch dann doch ziemlich mühsam.

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Ich will ja nicht kleinlich sein, aber Ihr redet hier von Profilierung und nicht Kalibrierung, zumal bei einem Notebook.

 

 

Grundsätzlich ist auch immer die Frage, was man erwartet bzw. was man sich erhofft. Eine Profilierung ohne hinreichende Kenntnisse im Farbmanagement ist auch irgendwie wertlos. Da sieht´s schön aus oder auch nicht und muss auch gar nichts mit den Farben des Ausdrucks etc. zu tun haben. Zu hinreichenden Kenntnissen sollten dann solche Sachen wie Farbraum, Konvertierung, Rendering Intent, Ausgabe-Profilierung etc. gehören. Wenn ich nicht die Chance habe, den Farbraum des letztendlichen Ausgabegeräts einigermaßen genau auf meinem Monitor zu simulieren, lohnt sich das Ganze kaum.

 

Den Monitor nur zu profilieren, ohne mit einer definierten Ausgabe zu arbeiten (z.B. Profil für den Offset, Laserbelichter, CMYK-Drucker, sRGB-Drucker) etc. bringt erstmal gar nichts. Dadurch wird auch die Anzeige bei den "anderen" im Netz nicht besser, vor allem nicht, wenn diejenigen auch keinen profilierten Monitor haben.

 

Ansonsten ist in der Farbgestaltung eines Fotos auch vieles immer Geschmacksache ;-) Nicht zu verbissen rangehen, wenn es gefühlsmäßig gut aussieht und man den eigenen "Workflow" gefunden hat.

 

 

Und noch was: Ein bunter Desktophintergrund verhindert jede Form von Farbbeurteilung, unser Gehirn spielt uns da zu viele Streiche. Der Desktop sollte immer neutral grau sein. Immer. ;-)

 

Just my two cents,

 

Gruß,

 

Jens

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  • 1 month later...

Als Grundlage ist ein kalibrierter Monitor eigentlich schon ein Muss, wobei es halt auch hier wesentliche Unterschiede gibt. Die höchste Farbverbindlichkeit wird mit einem Kalibrierungsgerät mit Spektralanalyse (z.B. Eyo One oder Color Munki von X-Rite) erreicht, wobei der Monitor im Idealfall Hardwarekalibrierungsfähig sein sollte. Das sind halt leider die allerwenigsten und die Monitore, die das können (z.B. Eizo) kosten leider auch entsprechend. Doch es geht selbstverständlich auch mit einer Softwarekalibrierung des Monitors soweit. Generell sind Monitore fast immer viel zu hell eingestellt, selbst wenn die Farben noch stimmen mögen. Wir ein Ausdruck von einem solchen Bild erstellt, ist dieser selbstverständlich zu dunkel.

 

Wenn der Monitor passt (sprich kalibriert ist) sieht man jedenfalls das selbe wie jemand anderer auf einem anderen ebenfalls kalibrierten Monitor, was schon einmal viel wert ist. Für die korrekte Farbbeurteilung ist aber auch die Umgebung sehr entscheidend. Ideal wäre eine Ausstattung mit Normlicht in der richtigen Position und ein leicht gräulicher Anstrich - das ist in der Regel Utopie. Aber zumindest sollte die Raumbeleuchtung nicht grell und hell sondern möglichst gedämpft ausfallen und bunte Bilder etc. gehören sicher nicht in dei Nähe eines Monitors.

 

Wenn das Bild am kalibrierten Monitor passt und in den Druck soll, wird oft die Konvertierung ein Thema sein. Oft bieten Fotodienste (vor allem billiganbieter) nur sRGB als Arbeitsfarbraum an, in diesem Fall müssen RAW Knadidaten, die üblicherweise im RGB Farbraum aufnehmen, unbedingt in sRGB konvertieren, sonst stimmt das Ergebnis nicht und die Farben kommen falsch raus. Bie Qualitätsprodukten kann man sich oft entscheiden. Wer einen Qualitätsdruck auf Fine Art Papieren ordert, kann oft auch das entsprechende ICC Profil für das jeweils verwendete Fotopapier downloaden; wird vom Bild jetzt mit dem eingebundenen ICC Profil in PS ein Softproof erstellt, entsteht schon ein sehr realistischer Eindruck davon, wie das Bild dann tatsächlich auf dem gewählten Papier rauskommt.

 

Und hier schließt sich der Kreis wieder, weil das eben nur mit einem sauber kalibrierten Bildschirm geht. Color Management insgesamt sollte eigentlich für jeden, der sich ernsthaft mit digitaler Fotografie beschäftigt, was auf Freunde der Fuji X Pro 1/EX 1 überdurchschnittlich oft zutreffen dürfte, ein absolutes Muss sein.

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Deine Augen sind das beste kalibrierungs Werkzeug. Kalibrierung fuer digitale Fotografie ist eigentlich schlecht moeglich. Die einzige Kalibrierung die wirklich wichtig ist, ist die zum Fotodrucker oder Fotolab.

Was hilfts wenn Dein Monitor richtig kalibriert wird aber das Fotostudio zu rot druckt?

Alles andere ist eh' fuer die Katz, da wir unsere Fotos ueber elektronische Medien austauschen. Wenn ich eine Hochzeit fotografiere und dann die DVD dem Brautpaar ueberreiche, hilft es mir nichts, dass mein Monitor kalibriert war, deren Monitor aber alles mit einem Blaustich anzeigt. Ich weiss zwar, dass die Farben der Bilder richtig sind, aber erklaehr' das mal dem Paar! Ueberreiche ich aber Prints deren Farben richtig sind, sieht's anders aus.

Auch wenn wir unsere Bilder ueber das Internet austauschen, sieht jeder von uns ein anderes Bild, weil jeder einen anderen Monitor hat.

 

Deswegen hat Monitor Kalibrierung fuer mich einen geringen Stellenwert. Kalibrierung wird erst dann wichtig, wenn die Bilder zum Offsetdruck gehen sollen. Doch auch dann Kalibriert man letztendlich mit einem gedruckten Proof.

 

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Deine Augen sind das beste kalibrierungs Werkzeug. Kalibrierung fuer digitale Fotografie ist eigentlich schlecht moeglich. Die einzige Kalibrierung die wirklich wichtig ist, ist die zum Fotodrucker oder Fotolab.

Was hilfts wenn Dein Monitor richtig kalibriert wird aber das Fotostudio zu rot druckt?

Alles andere ist eh' fuer die Katz, da wir unsere Fotos ueber elektronische Medien austauschen. Wenn ich eine Hochzeit fotografiere und dann die DVD dem Brautpaar ueberreiche, hilft es mir nichts, dass mein Monitor kalibriert war, deren Monitor aber alles mit einem Blaustich anzeigt. Ich weiss zwar, dass die Farben der Bilder richtig sind, aber erklaehr' das mal dem Paar! Ueberreiche ich aber Prints deren Farben richtig sind, sieht's anders aus.

Auch wenn wir unsere Bilder ueber das Internet austauschen, sieht jeder von uns ein anderes Bild, weil jeder einen anderen Monitor hat.

 

Deswegen hat Monitor Kalibrierung fuer mich einen geringen Stellenwert. Kalibrierung wird erst dann wichtig, wenn die Bilder zum Offsetdruck gehen sollen. Doch auch dann Kalibriert man letztendlich mit einem gedruckten Proof.

 

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dem möchte ich auf ganzer Linie widersprechen! Ist schlicht falsch.

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Jedem seine Meinung. 25 Jahre Fotografie, eine Ausbildung zum Reprografen und Multimediadesigner in den 90ern und der Wandel in den Anforderungen der Kundschaft hat mich gelehrt, dass man weniger Zeit mit der Kalibrierung des Monitors verschwenden sollte und mehr Augenmerk auf die Komposition des Bildes legen. Bildschaerfe und Farbgenauigkeit sind heutzutage leider viel zu sehr "overrated". Diese beiden Dinge machen kein gutes Foto.

Dabei sage ich nicht, dass es unwichtig ist die Farben richtig einzustellen, ich sage dass es nicht der Hauptfaktor des Prozesses sein sollte.

Der limitierende Faktor ist immer der "Enduser" und den kann man nicht kalibrieren.

 

JAMIMAGES schrieb:

"dem möchte ich auf ganzer Linie widersprechen! Ist schlicht falsch."

Edited by GBL
Habe vergessen zu zitieren
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Bildschaerfe und Farbgenauigkeit sind heutzutage leider viel zu sehr "overrated". Diese beiden Dinge machen kein gutes Foto.

Dabei sage ich nicht, dass es unwichtig ist die Farben richtig einzustellen, ich sage dass es nicht der Hauptfaktor des Prozesses sein sollte.

Der limitierende Faktor ist immer der "Enduser" und den kann man nicht kalibrieren.

 

"

 

dem wiederum kann ich vollinhaltlich zustimmen, gerade auch, was die Schärfe bertifft. Wie geht das? Scharf, schärfer, kaputgeschärft!

 

Beim Color Management glaube ich einem Profi auch ungesehen, dass er da viel im Gefühl hat; auch die Darstellung des eigenen Monitors. Zu Analogzeiten gab es zum Gefühl von Profis in der Ausarbeitung ja auch wirklich keine Alternative. Aber auch weniger Probleme. Ein Kodak war eher blauer, Agfa eher wärmer, Fuji Velvia bunter, ... die Simulationen sind im übrigen ja auch eines der tollen Gadgets der Fuji JEPEG`s.

 

Aber ein Grundverständnis für Color Management und dafür, dass RGB Werte von Kamera, Monitor, Drucker eben in keinster Weise korrelieren (nur deshalb brauchen wir ja LAB) und deshalb ein Mindestmaß an Colormanagement, und zumindest einen Monitor der richtig anzeigt, sollte meines Erachtens jeder haben. Nicht mehr und nicht weniger. Und dann ist Color Management in einem vernünftigen Workflow wirklich kein Aufwand, abgesehen von der einmaligen Anschaffung eines geeigneten Kalibrierungsgerätes.

 

Weshalb ich mich jetzt so auf dieses Thema kapriziere? In zig bis hunderten threads ist absolutes Pixelpeeping das tragende Thema, Objektive werden von Leuten, die diese eh nicht ihr Eigen nennen, aufgrund von technischen Daten zerpflückt und zerrissen obwohl die unbestritten schöne Bilder liefern, Pixelmanie und Detailwahn haben Hochkonjunktur, Fotos werden kaum am fertigen Ausdruck sondern meist an einem Monitor mit einer Max-Auflösung von 72 dpi beurteilt, etc., etc. . Und dann hat eine Vielzahl davon nicht einmal einen kalibrierten Monitor, geschweige denn eine Vorstellung von den Zusammenhängen der Geräte-/Ausgabespezifischen Unterschieder von RGB Werten. Das ist meines Erachtens falsch.

 

@GBL: der Form halber sie gesagt, ich wollte keinesfalls beleidigen sondern nur etwas Licht beitragen. Aber das wollte der Teufel ja auch schon (Luzifer = der das Licht trägt) - der letzte Satz versteht sich eher humoristisch, wennglewich die Übersetzung stimmt.

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Deine Augen sind das beste kalibrierungs Werkzeug. Kalibrierung fuer digitale Fotografie ist eigentlich schlecht moeglich. Die einzige Kalibrierung die wirklich wichtig ist, ist die zum Fotodrucker oder Fotolab.

Was hilfts wenn Dein Monitor richtig kalibriert wird aber das Fotostudio zu rot druckt?

Alles andere ist eh' fuer die Katz, da wir unsere Fotos ueber elektronische Medien austauschen. Wenn ich eine Hochzeit fotografiere und dann die DVD dem Brautpaar ueberreiche, hilft es mir nichts, dass mein Monitor kalibriert war, deren Monitor aber alles mit einem Blaustich anzeigt. Ich weiss zwar, dass die Farben der Bilder richtig sind, aber erklaehr' das mal dem Paar! Ueberreiche ich aber Prints deren Farben richtig sind, sieht's anders aus.

Auch wenn wir unsere Bilder ueber das Internet austauschen, sieht jeder von uns ein anderes Bild, weil jeder einen anderen Monitor hat.

 

Deswegen hat Monitor Kalibrierung fuer mich einen geringen Stellenwert. Kalibrierung wird erst dann wichtig, wenn die Bilder zum Offsetdruck gehen sollen. Doch auch dann Kalibriert man letztendlich mit einem gedruckten Proof.

 

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das ist alles nicht dein Ernst, oder? Setzen, sechs!

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Aber das wollte der Teufel ja auch schon (Luzifer = der das Licht trägt) - der letzte Satz versteht sich eher humoristisch, wennglewich die Übersetzung stimmt.

Das mit dem Teufel als Lichtbringer kommt daher, dass es bei Jesaja einen Vers über den Morgenstern gibt: „Wie bist du vom Himmel gefallen, du schöner Morgenstern! Wie bist du zur Erde gefällt, der du die Heiden schwächtest!“ Damit war eigentlich Nebukadnezar, der König von Babylon gemeint, aber diese Textstelle wurde später auf Satan bezogen (der im Alten Testament im Buch Hiob namentlich erwähnt wird, dort aber als einer der „Söhne Gottes“). Der Morgenstern, mit dem Nebukadnezar oder Satan verglichen wird, ist natürlich der Planet Venus, den die Griechen Phosphoros oder Heosphoros und die Römer Luzifer nannten. Beides bedeutet „Lichtbringer“ – die Venus als Morgenstern zeigt sich vor dem Sonnenaufgang, bringt also gewissermaßen die Sonne. Nachdem also ein Vergleich Nebukadnezars mit dem Planeten Venus als Morgenstern als Beschreibung des Teufels uminterpretiert wurde, erbte der Teufel den Namen Luzifer, der eigentlich auf einen Planeten gemünzt war.

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Was hilfts wenn Dein Monitor richtig kalibriert wird aber das Fotostudio zu rot druckt?

Alles andere ist eh' fuer die Katz, da wir unsere Fotos ueber elektronische Medien austauschen. Wenn ich eine Hochzeit fotografiere und dann die DVD dem Brautpaar ueberreiche, hilft es mir nichts, dass mein Monitor kalibriert war, deren Monitor aber alles mit einem Blaustich anzeigt. Ich weiss zwar, dass die Farben der Bilder richtig sind, aber erklaehr' das mal dem Paar! Ueberreiche ich aber Prints deren Farben richtig sind, sieht's anders aus.

Auch wenn wir unsere Bilder ueber das Internet austauschen, sieht jeder von uns ein anderes Bild, weil jeder einen anderen Monitor hat.

 

Deswegen hat Monitor Kalibrierung fuer mich einen geringen Stellenwert. Kalibrierung wird erst dann wichtig, wenn die Bilder zum Offsetdruck gehen sollen. Doch auch dann Kalibriert man letztendlich mit einem gedruckten Proof.

 

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Oh Mann, das trifft hart

 

Kennt ihr diesen Moment, in dem ploetzlich alles Sinn ergibt, und man merkt dass der ganze Scheiss sich wirklich lohnt? Ich auch nicht!

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Der limitierende Faktor ist immer der "Enduser" und den kann man nicht kalibrieren.

Nur wenn der Enduser kein fertiges Produkt bekommt; dann muss das Farbmanagement natürlich auch auf seinem Equipment gewährleistet sein. Wenn man selbst auf ein durchgängiges Farbmanagement achtet, hat man zumindest die Voraussetzung für eine korrekte Farbwiedergabe geschaffen; ohne diese Mühe bleibt das alles Glückssache. Das Problem beim Farbmanagement ist doch, dass irgendwo in der Kette oft noch jemand steckt, der das alles für nicht so wichtig hält. Diese Einstellung sollte man nicht noch fördern.

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Nur wenn der Enduser kein fertiges Produkt bekommt; dann muss das Farbmanagement natürlich auch auf seinem Equipment gewährleistet sein. Wenn man selbst auf ein durchgängiges Farbmanagement achtet, hat man zumindest die Voraussetzung für eine korrekte Farbwiedergabe geschaffen; ohne diese Mühe bleibt das alles Glückssache. Das Problem beim Farbmanagement ist doch, dass irgendwo in der Kette oft noch jemand steckt, der das alles für nicht so wichtig hält. Diese Einstellung sollte man nicht noch fördern.

 

ja und dann sitzt da so ein Irrerr vor einem Monitor mit Fehlfarben und beginnt, ein Bild uminterzupretieren, umzukonvertieren und restlos zu zerstören, nur um dan zu erkennen, dass der Ersteller des Bildes keine Ahnung von allem hatte :mad:

Edited by jamimages
Tippfehler
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das ist alles nicht dein Ernst, oder? Setzen, sechs!

 

Ja, mein voller Ernst! Die Wahrheit trifft manchmal hart :)

Ihr koennt mich in der Luft zerreissen, das macht mir nichts aus :)

Dies ist ein Forum fuer Erfahrungsaustausch und dies sind meine Erfahrungen. Ich verkaufe viele meiner Bilder ganz ohne kalibrierten Monitor. Ich verlasse mich ganz auf meine Erfahrung und eben meine Augen. Das ist ungefaehr so wie manche Musiker auch ohne Noten spielen. Sicher wird's dann manchmal technisch ungenau aber das tut dem Foto keinen Abbruch.

 

Cheers!

 

 

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Wenn Du Dich vor einem unkalibrierten Monitor auf Deine Augen verlässt, würde Dir ein Kunde gegebenenfalls unwiderlegbar nachweisen können, dass Du Murks abgeliefert hast. Ist das Risiko nicht zu groß? (Mir scheint, dass Du Dich für klüger oder jedenfalls für gewitzter als Deine Kunden hältst, aber das kann leicht schief gehen.)

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Mir scheint, du hast das Thema absolut nicht verstanden. Das hat nichts mit "in der Luft zerreißen" zu tun oder mit deiner Erfahrung. Wenn man Kunden mit Fotos beliefert, die falsche Farb- oder Kontrastwerte haben, dann hat das Null mit Professionalität zu tun. Ich mein, ich würde mir verarscht vorkommen, wenn ich Fotos auf einer CD bekomme, die auf dem Monitor vom Fotografen ganz toll aussehen, bei mir am kalibrierten Monitor und auf Abzügen aber zu dunkel sind oder einen Farbstich haben. Immer noch sechs, setzen!

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Ok und wer entscheidet ob ein Foto falsche Farb und Kontrastwerte hat? Du? Der Kunde? Dein Monitor? Der Monitor des Kunden?

Nimm' sechs verschiedene Kameras, sechs verschiedene Fotografen. Was denkst Du was Du bekommst? Genau, sechs verschiedene Fotos, mit sechs verschiedenen Farb und Kontrast-interpretationen.

 

Ich weiss, dass was ich schreibe kann schnell misinterpretiert werden. Selbstverstaendlich gibt es Situationen in denen kalibrierte Hardware unerlaesslich ist. Das habe ich ja in meiner ersten Post gesagt. Eine davon ist jegliche Form von Druck, besonders im CMYK Offset.

 

Nur sieht die Realitaet in den meisten Faellen anders aus: wie sieht es denn heute z.b. im Hochzeitsfoto Geschaeft aus: Ich weiss meine Files kommen mit Farben aus meiner Hardware die sehr nahe dem entsprechen das MEINER INTERPRETATION der Bilder entspricht.

Das Brautpaar bekommt eine DVD mit Bildern und Prints. Was tun die nun mit der DVD? Erraten, sie gehen in den naechsten Supermarkt und drucken die Fotos. Jetzt kommt's auf den Printer des Supermarkts an. Ist der richtig kalibriert? Ist die Person, die ihn bedient gut geschult? Ob Deine Bilder jetzt kalibriert waren, den richtigen Kontrast und Farbwerte haben, ist ab diesem Moment voellig irrelevant.

 

Noch schlimmer ist die Situation im Webdesign Bereich oder im Stockfoto Markt. Ein Bild, dass fuer eine Webseite bestimmt ist (Forum, Kunden webseite etc.) wird auf jedem Monitor anders gesehen. Ob Du das Bild jetzt bei Dir richtig kalibriert hast, ist ab diesem Moment wieder voellig irrelevant. Und machen wir uns doch nichts vor, dass sind heutzutage 90% der Fotos.

 

Auch halte ich mich nicht fuer "klueger oder gewitzter" als meine Kunden. Ich passe mich meinen Kunden an. Ich entwickle MEINEN workflow so effizient wie moeglich. Und deshalb lege ich bei einem Grossteil meiner Projekte nicht so einen grossen Wert auf 100% Kalibrierung und Farbechtheit. Weil ich es einfach nicht muss. Und hier kommt auch etwas meine Erfahrung ins Spiel. Ich kann im Photoshop mit der Pipette kritische Werte auslesen (z.b. Hautfarben) und dass sagt mir ob ein Foto nahe an dem ist was ich haben will. Dazu brauche ich keine teure kalibrierungs Hardware.

 

Und wenn wirklich einmal ein Problem mit einem Foto auftritt und ein Kunde eine Aenderung wuenscht, kann ich ja darauf reagieren und das File aendern. Verarscht ist sich bis jetzt noch niemand vorgekommen. (Zumindest hat mir das noch niemand gesagt :)

 

 

 

 

 

Mir scheint, du hast das Thema absolut nicht verstanden. Das hat nichts mit "in der Luft zerreißen" zu tun oder mit deiner Erfahrung. Wenn man Kunden mit Fotos beliefert, die falsche Farb- oder Kontrastwerte haben, dann hat das Null mit Professionalität zu tun. Ich mein, ich würde mir verarscht vorkommen, wenn ich Fotos auf einer CD bekomme, die auf dem Monitor vom Fotografen ganz toll aussehen, bei mir am kalibrierten Monitor und auf Abzügen aber zu dunkel sind oder einen Farbstich haben. Immer noch sechs, setzen!
Edited by GBL
Typo
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Das ist ganz einfach. Wenn meinem Kunden meine Bilder nicht gefallen, braucht er sie nicht zu kaufen. Free market at work. End of story.

 

Wenn Du Dich vor einem unkalibrierten Monitor auf Deine Augen verlässt, würde Dir ein Kunde gegebenenfalls unwiderlegbar nachweisen können, dass Du Murks abgeliefert hast. Ist das Risiko nicht zu groß? (Mir scheint, dass Du Dich für klüger oder jedenfalls für gewitzter als Deine Kunden hältst, aber das kann leicht schief gehen.)
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