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Grüße aus Kessenich, dem Herzen des Rheinlands


Berthold

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Hallo zusammen!

 

Ich heiße zwar Karl, aber hier kann man sich ja so nennen, wie man gerne geheißen hätte.

Anfang des Jahres habe ich mir zu meinem halben Jahrhundert endlich meine lang ersehnte X-Pro1 mit den Fujinonen 18mm, 35mm und 60mm geleistet. Fotografie ist seit mehr als 35 Jahren eine meiner großen Leidenschaften und meinen allerersten Job hatte ich in den 1970ern in einem Fotogeschäft mit Labor. Meine erste eigene Kamera war eine Konica TC, eine sehr schlichte, aber brauchbare SLR mit der damals eher unüblichen Blendenautomatik. Noch vor dem Ende der 1980er bin ich aber zu Nikon gewechselt und verdiente mir das Zubehör, die Filme und die Dunkelkammer-Verbrauchsmaterialien dadurch, dass ich in der Stadt Menschen aufgenommen habe, die selbst entwickelten Bilder mit mir herumtrug und sie den Leuten abot, wenn ich sie wiedertraf. Dadurch kann man auch eine Menge Leute kennenlernen.

 

In diesen Jahren kaufte ich mir meine Nikon FM. Wer sie nicht kennt: sie hat keinen Autofokus, keine automatische Belichtung und auch ansonsten eher unspektakuäre technische Daten, aber einen ausgezeichneten, gut erkennbaren Belichtungsmesser, perfekte Ergonomie und das F-Bajonett! Die FM ist für mich immer noch eine der besten Kameras, die je gebaut wurde: alles was ich brauchte in einem kompakten Gehäuse, das robust genug, ist tropische Feuchte, rauhe Behandlung und sowohl extrem kalte als auch heiße Temperaturen auf meinen Touren durchzuhalten (Skandinavien, Kolumbien, Nordafrika, ...). Die vollständig manuelle Bedienung war kein Problem bei meinen Lieblingsmotiven (Landschaft, Dokumentation meiner Arbeit in der Natur).

 

Mit den Jahren habe ich allerdings die großen Schritte verpasst, die im Bereich Autofokus, Belichtungsautomatik und Digitaltechnik gemacht wurden. Vielleicht lag das daran, dass die Kameras, die mir gefallen hätten entweder zu groß, zu teuer oder beides waren. Erst vor 3 Jahren habe ich mich überwunden und für eine Arktis-Expedition eine DSLR gekauft (Nikon D80). Die funktioniert gut und hat prima Bilder gemacht, aber sie blieb zu oft in der Tasche oder sogar zuhause, weil ich sie immer noch zu sperrig fand. Deshalb war ich begeistert, als die X-100 und später die X-Pro1 angekündigt wurden.

 

Nach ein paar Monaten mit der X-Pro1 bin ich noch nicht sicher, ob meine anfänglichen Hoffnungen erfüllt werden. Gut: die Kamera ist kompakt, leise, unauffällig. Die Optik ist durchweg gut. Bildqualität und Handhabung bei schwachem Licht sind wunderbar. Aber ich muss mich mit einigen Schrulligkeiten der Benutzerschnittstelle noch anfreunden (vielleicht auch meine Schrulligkeiten, die nicht zur Kamera passen). Beim Zubehör war ich anfangs enttäuscht, denn da gibt es von den "Großen" einfach viele praktische Details, die ich vermisst habe und Manches (z.B. Fuji-Objektivdeckel, beschränkter Dialog per Kabel) halte ich für Fehlkonstruktionen. Aber inzwischen habe ich Einiges ausgetauscht und versuche, die enormen Vorteile dieser Kamera auszunutzen, statt mich über ihre kleinen Nachteile zu ärgern. Deshalb bin ich ganz offen für Tipps und freue mich auf den Erfahrungsaustausch mit Euch!

 

Gruß, Karl

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Herzlich willkommen und viel Spaß. Du bist ja alt genug um zu wissen, dass es hiernieden keine perfekte Kamera gibt. Solange ich die Macken meiner X-Pro1 beherrsche, nenne ich es einfach Charakter;-)

 

Harald

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