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Infrarotfotografie ... Techniken, Tipps und Tricks ... und hoffentlich viele Bilder !


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Gibt es denn Erfahrungen zur IR-Tauglichkeit des 16-80-Objektives? Mein 18-55 hat einen unschönen mittigen Hotspot - und wegen WR überlege ich langfristig einen Wechsel auf das 16-80...

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vor 5 Stunden schrieb mbs:

Gibt es denn Erfahrungen zur IR-Tauglichkeit des 16-80-Objektives? Mein 18-55 hat einen unschönen mittigen Hotspot - und wegen WR überlege ich langfristig einen Wechsel auf das 16-80...

Das 16-80mm ist im Gegensatz zum 18-55mm nach meinen Erfahrungen brauchbar. Aber nicht zu sehr abblenden.

vor 5 Stunden schrieb mbs:

Gibt es denn Erfahrungen zur IR-Tauglichkeit des 16-80-Objektives? Mein 18-55 hat einen unschönen mittigen Hotspot - und wegen WR überlege ich langfristig einen Wechsel auf das 16-80...

Ich bevorzuge aber mein 14mm und das 23mm f2.0 mit besten Ergebnissen und besserer Auflösung / Schärfe .

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Am 15.7.2021 um 15:07 schrieb Arwed:

Das 16-80mm ist im Gegensatz zum 18-55mm nach meinen Erfahrungen brauchbar. Aber nicht zu sehr abblenden.

Dann ist es nicht brauchbar. Also wenn ein Objektiv bei Blende 8 bis 11 gelegentlich Hotspots produziert, dann kommt es bei kritischen Motiven auch bei Blende 5,6 oder 4 vor und ruiniert das Ergebnis. Ich meine, wer so ein Objektiv ohnehin herumliegen hat, mag es auch mal für IR ohne große Ambitionen benutzen, aber irgendwann ist der Hotspot doch sichtbar und man ärgert sich über das Ergebnis. Kaufen für IR würde ich es nicht. So zumindest meine Erfahrung.

Bei Fuji Zooms sollte man auch auf die Schärfe im Randbereich achten. Das 16-50 produziert bei IR zum Rand hin Doppelkorrekturen. Bösewicht ist die Korrektur chromatischer Aberrationen in der automatischen Nachbearbeitung.

Besser man nimmt alte manuelle Objektive. Da habe ich bessere Erfahrungen mit, insbesondere mit Festbrennweiten. Kann aber nicht verallgemeinert werden, auch da gibt es Ausfälle.

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  • 2 weeks later...
Am 14.7.2021 um 14:42 schrieb ma_kiekn:

@GambaJo Die gefallen mir sehr gut, besonders der Flugsaurier. Wie bekommt man das mit dem Gelb hin? Einfach nur über den Weißabgleich?

Weißabgleich und dann noch etwas Kung Fu in color efex pro. Ginge aber sicher auch in Photoshop.

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  • 4 weeks later...
  • 2 weeks later...
  • 3 weeks later...

Das ist ja hier ein interessanter thread!

Leider habe gerade nicht die Zeit mir hier alles (57 Seiten) durchzulesen und anzuschauen und würde mich freuen, wenn ihr mir konkret helfen könnt.

Ich sollte, müßte bei meiner Arbeit (UNI) kostengünstig! Elektrolumineszenz an Photovoltikmodulen "fotografieren". Im Grunde macht man ein IR-Bild im NIR-Bereich (nahes Infrarot), von Interesse ist insbesondere der Wellenlängenbereich von 1000 bis 1300 nm.

Im Internet habe ich schon einen Artikel über den Umbau eine Canon Spiegelreflexkamera gefunden, so das ich denke, dass dies grundsätzlich funktioniert.

Kann man hierfür Fuji X Kameras verwenden?

Welche Objektive eignen sich dafür?

Welche Filter, z.B. UV, VIS(?) werden benötigt?

Schon mal Danke für eure Antworten!

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Hi @Photoweg,

klar geht das mit Fuji, ich habe dazu z. B. eine umgebaute X-E1.
Ist das eine einmalige Sache? Sonst lohnt sich halt kein Umbau.... geht auch (wenn auch schlechter wegen langen Belichtungszeiten) mit IR Filter (z.B. Hoya IR720) vor dem Objektiv.
Bei einer umgebauten Kamera werden keine Filter mehr benötigt. Aber ist diese EL wirklich im IR-Bereich? Ich kenne Elektrolumineszenz nur im Sichtbaren.....

Die Frage der Objektive ist schwierig zu beantworten. Manche Linsen zeigen im IR einen Hotspot, manche nicht. Bei mir funktioniert es am Besten mit Altglas.....
einen guten Hinweis gibt diese Lens Hotspot database.

Edited by Ridley
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Hi @Ridley,

schon mal vielen Dank für deine Antwort, das hilft mir schon ein wenig weiter. Inzwischen habe auch schon ein paar Seiten von diesem thread gelesen und manchen Hinweis und link gefunden.

Ich denke, jetzt muss ich mal noch herausbekommen wie intensiv die PV strahlt, wenn man sie an ein Netzteil hängt, um Risse o.ä. in den Zellen sichbar zu machen.

Eine X-E1 habe ich auch noch, die möchte allerdings nicht umbauen lassen, weil sie so schöne Farben kann 😉. Wenn ich Bilder nur mit dem Hoya IR720 Filter machen könnte, wäre das natürlich gut.

Eine umgebaute X-T1 gibt es für 400 Euro ...

Sonnige Grüße

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  • 2 weeks later...
Am 28.9.2021 um 10:44 schrieb Photoweg:

Im Grunde macht man ein IR-Bild im NIR-Bereich (nahes Infrarot), von Interesse ist insbesondere der Wellenlängenbereich von 1000 bis 1300 nm.

Das wird kritisch. Im Prinzip geht IR-Fotografie, da der Sensor auch für IR-Strahlung empfindlich ist, dies aber nicht beliebig. Irgendwo ab 1000nm oder etwas danach ist Schluss. Hinzu kommt, das Prinzip der IR-Filter an Digitalkameras ist, dass der IR-Filter das sichtbare Licht wesentlich stärker reduzieren muss, als der eingebaute IR-Sperrfilter das Infrarotlicht reduziert. Tut er das nicht, bekommst du nur eine Falschfarbenaufnahme, nicht jedoch eine Infrarotaufnahme. Je länger die Grenzwellenlänge, desto geringer das IR-Licht, dass den IR-Filter noch passiert, desto schwieriger wird es, saubere IR-Bilder zu erhalten.

Im Prinzip geht IR mit Fuji gut. Der eingebaute Sperrfilter ist nicht so stark wie bei Canon oder Sony, weswegen auch mit nicht umgebauten Kameras gute Ergebnisse möglich sind, zumindest bei Filter mit 720nm Grenzwellenlänge.

Du kannst mit einer normalen, d. h. unmodifizierten Kamera oder einer auf IR umgebauten Kamera arbeiten. Als Objektiv ist eine alte manuelle Festbrennweite idR. am besten geeignet (Hotspots kommen seltener vor und die Schärfe ist besser; Einfachheit zahlt sich halt manchmal aus), gibt aber genug Ausnahmen, wo das nicht stimmt.

1) Normale Kamera:

Du brauchst ein Stativ (lange Zeiten) und einen hochwertigen IR-Filter. Billigfilter schaffen es nicht, den eingebauten Sperrfilter zu übertreffen und sind unbrauchbar. Filter von Heliopan (viele Grenzwellenlängen erhältlich) oder bei 720nm der von Hoya sind gut. Mit 720nm möglich, mit 850nm etwas schwieriger, aber auch machbar. Das Objektiv sollte eine Schärfentiefenskala haben, da der Fokus mit IR-Filter angepasst werden muss, die Kontrolle mit aufgesetztem Filter aber nicht immer möglich ist. Die Bildqualität ist, wenn keine Bewegung im Bild ist, und der Fokus passt, mit der einer modifizierten Kamera gleichwertig.

Ob das mit einem 1000nm-Filter auch möglich ist, weiß ich jetzt nicht. Ich bin bei einem Versuch (dir zuliebe) gerade gescheitert. Der Monitor blieb komplett schwarz, und auch mit 30s und ISO 12800 war das Ergebnis zu dunkel. Die Dämmerung hatte aber schon eingesetzt. Ich muss das morgen Mittag noch mal versuchen.

2) Umgebaute Kamera:

Es kann frei Hand fotografiert werden, und wenn die durch den Umbau definierte Grenzwellenlänge (oftmals um die 700nm) durch einen IR-Filter weiter eingeschränkt werden soll, reicht idR. ein billiger Filter. Die Fokussierung über Bildschirm oder Sucher ist gut möglich, AF geht etwas eingeschränkt (geringe Kontraste) auch. Das gilt auch für 1000nm-Filter, wobei gegen Sonnenuntergang damit die Belichtungszeiten schnell so lang werden, dass Freihandaufnahmen unmöglich werden. Der Unterschied zwischen 850nm und 1000nm ist deutlich sichtbar, aber ich habe keine Ahnung, inwieweit der 1000nm-Filer ausschließlich Wellenlängen jenseits der 1000nm passieren lässt, d. h. inwieweit das Ergebnis wissenschaftlichen Ansprüchen genügt.

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vor 19 Stunden schrieb Anthracite:

1) Normale Kamera:

[...]

Ob das mit einem 1000nm-Filter auch möglich ist, weiß ich jetzt nicht. Ich bin bei einem Versuch (dir zuliebe) gerade gescheitert. Der Monitor blieb komplett schwarz,

Nachtrag: Ich habe es gerade einmal heute Mittag probiert.

1000nm Filter, unmodifizierte Kamera, mittags, aber bewölkter Himmel: Der Sucher und Bildschirm bleiben komplett schwarz. Die Belichtungsmessung funktioniert wider erwarten. ISO 3200, 30s, Blende 2,8. Das Ergebnis war richtig belichtet, aber trotzdem unbrauchbar, da zu unscharf. ISO zu hoch und Fokus nicht richtig getroffen. Wie will man fokussieren, wenn der Monitor schwarz bleibt?

Zwei Stunden später, gleiche Ausrüstung, aber die Wolken sind aufgebrochen, Aufnahme im Sonnenschein. Bei Blenden 1,2 bis 2,0 kann man im Monitor und auf dem Bildschirm sogar etwas sehen. Damit wird die Fokussierung möglich. ISO 640, 30s, Blende 4. Die Schärfe war etwas unter den Erwartungen, kann aber an der Aufnahme liegen (ohne Stativ, nur aufgelegt) oder am IR-Filter (kein Spitzenmodell). Für den Zweck der Studienarbeit könnte es reichen.

Aber, wie schon gesagt, ich habe keine Ahnung, welche Frequenzen mein 1000nm-Filter wirklich passieren lässt.

Die Zeiten gelten für die Fuji X-T100. Kameras anderer Marken werden deutlich längere Zeiten benötigen.

Edited by Anthracite
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@Anthracite vielen Dank für deine umfangreiche Antwort!

Ich hatte mich dann doch nach und nach durch den thread durchgearbeitet und auch die Bilder genossen. Es gab da und dort einige hilfreiche Infos und links. So bin ich eine umgebaute X-T1 für 400 Euro (?) gestoßen, die wäre sicher geeignet gewesen und auch passende Filter hatte ich gefunden. Meinem Chef war es dann allerdings zu unsicher hierfür Geld zu investieren ohne zu wissen ob es für diese Zwecke wirklich gut geeignet ist. … .

Dank auch an alle die hier gute Infos hinterlegt haben!

Sonnige Grüße
Claus

 

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