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Am 13.10.2018 um 17:22 schrieb Nimix:

Non AI macht wenig Sinn, weil es bei denen nur sehr wenige gibt, die es nicht auch als AI gibt. Umgestellt hat Nikon auf AI 1976, also sind Non AI Linsen mindestens 42 Jahe alt. Daher ist es schwer welche in gutem Zustand zu finden.

Ja, aber Non-AI-Objektive müssen umgebaut werden, um sie an modernen Nikon-Kameras nutzen zu können (der Umbau ist kein großes Ding, und den kann man selber machen, aber man muss es erst mal tun), und daher sind sie preiswerter als die AI-/AIS-Nachfolger, ohne optisch schlechter sein zu müssen. Am Adapter ist der Umbau nicht nötig. Unter dem Gesichtspunkt sind Non-AI-Nikkore durchaus sinnvoll. Außerdem halten manche Leute die Berg-und-Tal-Versionen für die schönsten Nikkore, die es gab.

Und man kann durchaus welche in gutem Zustand finden. Der Berg-und-Tal-Fokusring ist allerdings recht anfällig für sichtbare Nutzungsspuren.

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Bas Blech ist der "Blendenmitnehmer". Bei alten Nikons konnte man die Blende wohl an der Kamera einstellen.

An die Fuji adaptiert kannst Du das Teil abschrauben, aber Achtung: Bei manchen Nikkoren sind die Schrauben zu lang, so dass die Blende sich nicht mehr oder nur "kratzig" eingestellen lässt. Bei meinem 2,5/105mm (nicht das "Micro") sind die "Hasenohren" deshalb noch dran.

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vor 45 Minuten schrieb TommyS:

Bas Blech ist der "Blendenmitnehmer". Bei alten Nikons konnte man die Blende wohl an der Kamera einstellen. ---

ääähhh... fast 🙄

In alten Zeiten war in Kameras keine Elektronik. Alles war mechanisch wie eine Schweizer Uhr. Die Belichtungsmessung kam über Sucher dazu. So gab es im Prinzip nur eine Nikon F2. (Wenn man von den Titan, HighSpeed und NASA Modellen absieht) F2 Eyelevel, F2 Photomic, F2 Photomic S, F2 Photomic SB, F2 Photomic A, F2 Photomic AS: Alles die gleiche F2. Der Unterschied war der wechselbare Sucher DE-1, DP-1, DP-2, DP-3, DP-11, DP-12. In dem war die belichtungsmessende Elektronik eingebaut.
Nun misst der Belichtungsmessser Licht. Damit er das richtig tut wenn man abblendet, muss es finster werden im Sucher.
Das genau will man aber nicht.
Stichwort: "Offenblendenmessung".
Bei Nikon bleibt die Blende offen bis zu Belichtung. Dann  gibt ein Hebel an der Kamera den Springblendenhebel am Nikkor frei und die Blende schließt sich mittels Feder auf die eingestelle Arbeitsblende. (Dieser Hebel ist übrigens genau der Mechanismus, der dir mit G-Adapter erlaubt die Blende zu verstellen)

Woher weiß nun der im Sucher befindliche Belichtungsmesser, was für eine Blende eingestellt ist?

Ganz einfach:
Am Objektiv ist bei Blende 5,6 die Mitnehmergabel angebracht. Schließt man das Objektiv nun an eine Kamera ohne AI (aperture indexing) an, muss man die Blende kurz durchdrehen. Dadurch rastet der aus dem Sucher ragende, federnd gelagerte Mitnehmerhebel an der Nut der Mitnehmergabel ein.
Dreht man nun an der Blende, verändert der Mitnehmerhebel mittels Schleifring einen Widerstand, der dem Belichtungsmesser "dunkel werden" simuliert.
Dadurch kann man die Belichtung für die Arbeitsblende richtig messen, ohne dass es im Sucher dunkel wird.
Mit AI wird das durch ein Aussparung am Objektiv hinten erledigt. Somit ist das "Peil Blech" für alle Kameras mit AI (also nach 1976 - 78 gebaut) überflüssig.

Nikkormat FT-3, EL-2, Nikon F2A und F2AS waren die ersten AI Kameras. Gefolgt von FM und FE und dann F3. (Nein - die EM ist für mich keine echte Nikon. Deshalb ignoriere ich sie noch nicht einmal ;) )

bearbeitet von Nimix

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vor 4 Stunden schrieb Anthracite:

Ja, aber Non-AI-Objektive müssen umgebaut werden, um sie an modernen Nikon-Kameras nutzen zu können (der Umbau ist kein großes Ding, und den kann man selber machen, aber man muss es erst mal tun), und daher sind sie preiswerter als die AI-/AIS-Nachfolger, ohne optisch schlechter sein zu müssen. Am Adapter ist der Umbau nicht nötig. Unter dem Gesichtspunkt sind Non-AI-Nikkore durchaus sinnvoll. Außerdem halten manche Leute die Berg-und-Tal-Versionen für die schönsten Nikkore, die es gab.

Und man kann durchaus welche in gutem Zustand finden. Der Berg-und-Tal-Fokusring ist allerdings recht anfällig für sichtbare Nutzungsspuren.

Das stimmt alles. Aber die Teile sind eben z.T. wesentlich älter und in gutem Zustand oft nicht viel günstiger als neuere AI / AIS Nikkore, eben genau weil AI / non AI an Spiegellosen Wurscht ist.
Auch fällt mir kein non AI Nikkor ein, das irgendwie wesentlich besser wäre als sein AI / AIS Nachfolger.
Die Haptik von einem Berg und Tal Nikkor ist aber schon geil. Warum machts wohl sonst Voigtländer nach:
https://www.google.com/url?sa=i&rct=j&q=&esrc=s&source=images&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwif8ej1jIneAhWIJlAKHZNQA_MQjRx6BAgBEAU&url=https%3A%2F%2Fwww.voigtlaender.de%2Flenses%2Fsl%2F58-mm-11-4-nokton-slii-s%2F%3Flang%3Den&psig=AOvVaw202EL4deWLhPyi0yiuj95x&ust=1539715381970983

Wenn man alte non AI Nikkore kauft läuft man halt eher Gefahr ein abgenudeltes Teil zu bekommen oder ein "MINT" Teil das 30 Jahre in der Vitrine gestanden hat, damit das Fett im Schneckengang schön verharzt und man mit der Rohrzange fokusieren muss.

nimix

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Danke für die ausführliche Erklärung 😊

vor 33 Minuten schrieb Nimix:

In alten Zeiten war in Kameras keine Elektronik. Alles war mechanisch wie eine Schweizer Uhr.

Das war mir schon klar. 1968 habe ich mit einer Zenit von "Foto Quelle" angefangen, und die hatte noch nicht mal einen eingebauten Belichtungsmesser.
Jetzt habe ich immer noch eine vom Vater geerbte Voigtländer Bessamatic CS und mit der kann man die Blende nur über ein Rad an der Kamera einstellen. Die haben das zwar schlau gelöst, ist aber nicht mein Ding - genau so wenig wie die XC- Objektive ohne Blendenring.

vor 41 Minuten schrieb Nimix:

ääähhh... fast 🙄

Das hast Du aber nett formuliert, auch ein Danke dafür :)

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vor 28 Minuten schrieb Nimix:

... läuft man halt eher Gefahr ein abgenudeltes Teil zu bekommen oder ein "MINT" Teil das 30 Jahre in der Vitrine gestanden hat, damit das Fett im Schneckengang schön verharzt und man mit der Rohrzange fokusieren muss.

Meine AIS- Objektive funktionieren bestens:

Ein von Bruder geerbtes 1,8/50mm - mit deutlichen Gebrauchsspuren, aber technisch einwadfrei. Der Fokusring läuft wie frisch geschmiert -
das Micro Nikkor 2,8/55mm und das "normale" 2,5/105mm neuwertig jeweils für etwa 150 € gekauft - alle drei finde ich empfehlenswert :wub:

bearbeitet von TommyS

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AIS wurde ja bis 2005 gebaut womit die Teile u.U. nur 13 Jahre alt sind ggüber mindestens 42 Jahre für non AI.
Ich habe auch noch ein paar gute AI / AIS Nikkore. Als ich 2006 zur D200 kein Macro hatte, wollte ich mir erst eine hochwertige Nahlinse kaufen. Da fiel mir bei Ebay ein auf AI umgebautes, völlig abgenudeltes Micro Nikkor 3,5/55mm vor die Füße. Es war ursprünglich ein „K“ Nikkor, also ken Berg und Tal Nikkor mehr, schon mit Gummi, aber noch ohne AI, noch mit silbernem hinteren Tubus. Satte 35.-€ im Sofortkauf. mit voll verbeultem Filtergewinde. Die Linse sitzt tief und sah gut aus. Nachdem ich das Teil ausprobiert hatte fiel mir die Kinnlade runter: Sowas von rattenscharf hatte ich nicht erwartet. Merke: Auch abgenudelte Teile können super Leistung bieten.

Dein 2.8/55er ist dem 3.5er mindestens ebenbürtig, aber bei schlechter Lagerung / Hitze anfällig für verölte Blenden Lamellen.
Daher habe ich immer das 3,5er bevorzugt.
Über 50er brauchen wir nicht zu reden: Das waren die „Normalobjektive“ an jeder neuen Kamera in der Ära vor Zoom und somit die Visitenkarten der Hersteller. Da hat fast keiner geschlampt und bei Nikon waren alle sehr gut.
Das 2.5/105er gehört IMHO in die Hall Of Fame der besten Objektive aller Zeiten. Damit wurden sehr viele Reportagefotos und Porträts geschossen, die Weltgeschiche schrieben. Das fing an mit einem M39 Schraubnikkor 2.5/10,5cm in den 50ern das David Dougla Duncon in Korea an seine Leca schraubte und wurde fortgeführt bist zur AIS Version.

nimix

bearbeitet von Nimix

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Am 13.10.2018 um 19:10 schrieb Chris_MS:

Danke, 105/2.5 AI ist bestellt. 😗

Gutes Timing, das 105 und der KF Adapter sind heute eingetrudelt. Objektiv ist in sehr guten Zustand, scheint allerdings kein AI sondern K zu sein, erkennbar an f/32. S/N 696...

Bilder folgen. Ich denke, es ist für Porträts genauso gut geeignet wie ein 50er, oder?

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