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Welches Objektiv für was?


bigben

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Hallo bigben

 

Hier kannst Du rumspielen:

http://fujifilmxmount.com/comparison/en/test-our-lenses/

 

 

Hier noch etwas einfacher, ohne Festlegung auf bestimmte Objektive (Bei den Bildern den inneren Rahmen beachten):

http://www.sigma-foto.de/fileadmin/content/focalSimulator/focalNeu/sigma-2.swf

 

Vielleicht kannst Du uns noch etwas mehr Informationen geben? Was hast Du schon? Was willst Du fotografieren? Wie wäre es mit einem Kit-Objektiv? 18-135 oder 16-50?

Edited by andreasj
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Ganz allgemein kann (meiner Meinung nach) folgendes gesagt werden:

 

- je nach Brennweite ändert sich der Bildausschnitt: je größer die Brennweite desto kleiner wird der Bildausschnitt und weit entfernte Dinge werden größer dargestellt

- je nach Lichstärke (Offenblende): je größer die Offenblende ist (kleinere Blendenzahl) desto mehr Licht kann pro Zeiteinheit auf den Sensor kommen: ergibt entweder eine geringere Verschlusszeit oder eine geringere ISO-Zahl

- bei Zoomobjektiven hat man verschiedene Brennweiten in einem Objektiv (z.B. 18-55 mm oder 55-200 mm), dafür aber meist eine etwas geringere Lichtstärke

 

Eine Grundregel welches Objektiv man für das benutzt gibt es eigentlich nicht. Aber folgendes kann gesagt werden:

 

- kleinere Brennweiten für Landschaftsaufnahmen

- größere Brennweiten für weiter entfernte Details (z.B. Wildtierfotografie, ...)

- größere Offenblenden für lichtschwache Situationen (eher bei Festbrennweite als bei Zooms anzutreffen)

 

Da dies alles nur pauschal ist, und auch bleiben wird, empfehle ich dir ein Zoomobjektiv (z.B. das 18-55). Mit dem deckst du einen Großteil ab und du bekommst ein Gefühl für die verschiedenen Brennweiten. Das 18-55 deckt bei mir locker 90% meiner Bilder ab. Dann habe ich noch das 55-200. Das nehme ich meistens in Tierparks mit. Mit meinem ZEISS Makro 50mm schieße ich Portraits (sofern ich nicht das 18-55 dafür nutze) und mache Makros. Das Fischauge (Samyang 12 mm) ist eine nette Spielerei mit der man ganz tolle Effekte zaubern kann.

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Warum gibt es so viele eng aneinander liegenden Festbrennweite 10,14,27,35 usw?

Je enger sie liegen um so weniger Unterschied sehe ich. Evtl. sind meine Augen auch mittlerweile etwas überfordert

Jede Brennweite bietet eine spezifische Perspektive. Als Fotograf lernst du die Vor- und Nachteile der Perspektiven und ihre Einsatzzwecke kennen. Dazu bietet jedes Objektiv einzigartige Vor- und Nachteile (Größe, Gewicht, Lichtstärke, die Art wie es das Bild zeichnet). Das 23 1.4 ist z.B. groß und lichtstark im Vergleich zum Nachbar, dem 27 2.8. Beide sind völlig unterschiedlich.

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es gibt sicher gute Bücher für Anfänger in denen das alles gut beschrieben/bebildert ist - oder auch Webseiten.

 

Grob würde ich sagen Brennweiten bis 23mm (Früher bei Filmkameras 35mm) für Landschaft und "Street"

 

Ab 35mm (früher 50mm) Portraits - für Kopfportraits ca. 55mm (die klassischen 85mm früher) - bis 90mm (früher 135mm) sind wohl für Portraits besonders geeignet, drüber geht aber auch.

Kleiner deshalb nicht, weil man dann sehr nah herangehen muss um einen Kopf formatfüllend aufs Bild zu bekommen und dann unschöne Effekte eintreten (ein sogenanntes Mondgesicht mit übergroßer Nase).

 

Als Fausregel fürs "Heranzoomen" mit langen Brennweiten gilt (so hab ich es früher gelernt), dass ein Vielfaches der Normalbrennweite (bei Fuji 35mm - früher 50mm) der empfundenen Vergrößerung entspricht.

Ein 140mm Objektiv lässt also den Eindruck entstehen, dass ein Motiv viermal näher ist als wie Du es durch das 35mm Objektiv siehst.

 

Für Aufnahmen von scheuen Tieren oder im Sport wo man nicht nah rann kommt dann wohl eher ab 200mm (früher 300mm), eher noch mehr, also 300mm oder 400mm.

 

---

 

Die "f-Zahl" zeigt eher den Spielraum den man beim Licht hat - dargestellt wird damit die Blende, die Du Dir wie einen Wasserhahn vorstellen kannst. Wenn Du voll aufdrehst kommt viel Wasser raus (offene Blende), wenn Du wenig aufdrehst kommt nur wenig Wasser raus (geschlossene Blende). Die f-Zahl ist dazu indirekt proportional, da sie verkürzt einen Wert von "1 durch f" angibt. also 1/2 ist größer als 1/4 oder als 1/8. Wenn das ganze Bild scharf sein soll, brauchst Du Dir weniger ein Kopf über die f-Zahl machen - wenn Du etwas im Bild durch Unschärfe des Reses im Bild hervorheben willst, dann sollte die f_Zahl hoch sein (f2.8 oder kleiner)

 

Das in nur Kurzform - man kann und muss da sicherlich noch mehr ins Detail gehen.

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Brennweiten für spezifische Zwecke zu unterteilen ist gefährlich. Für Landschaft kann man z.B. wirklich jede Brennweite nehmen. Von 8mm Fisheye bis zum extremen Telebereich.

 

Selbst eine grobe Unterteilung, die den gängigen Dogmen folgt (Street = 14-35mm, bei Fuji oder ähnliches), kann einen einschränken.

 

Selbst sehen lernen. Ein Bild visualisieren. Das passende Werkzeug/die passende Einstellung wählen und die Vision umsetzen.

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Konkret ist es da am Anfang sicherlich das einfachste mit den Kitlinsen (16-50mm oder 18-55mm bzw. 50-230mm oder 55-200mm) anzufangen. Dann wird man sehen, welche Brennweite man mit dem "eigenen Blick" bevorzugt und ob man dann viellwicht doch noch eine Festbrennweite haben will um noch mehr mit der Blende arbeiten zu können.

 

Geht natürlich mit dem 18-135mm auch.

 

Was ich oben geschrieben habe, war nur "grob" und "verkürzt" und sollte zum weiterlesen einladen ;-)

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Mag vielleicht daran liegen, dass ich mit Festbrennweiten angefangen habe, aber ich rate generell eher erstmal zur Beschränkung auf Festbrennweiten. Gibt mehrere Gründe dafür:

 

1. Festbrennweiten bieten mehr Potenzial zum Ausprobieren was Lichtstärke, Freistellung angeht und sind von der optischen Leistung meist besser als Zooms.

2. Man lernt eine Brennweite und deren Perspektive und merkt dann auch wann es Zeit für eine Ergänzung ist. Bei Zooms läuft man schnell Gefahr alles abdecken zu wollen.

3. Am Anfang Zooms zu nutzen lehrt einen sehr wenig über Perspektive, da der Zoom meist genutzt wird um von dem aktuellen Standpunkt fotografieren zu können. Dabei lässt man außer acht, dass die Telebrennweite spezifische Vor- und Nachteile hat, und eben nicht dafür geeignet ist, um immer alles heranzuholen und evtl bessere Bilder entstehen, wenn man sich stattdessen etwas auf das Motiv zubewegt.

4. Es erfordert viel Wissen und Können, um ein Zoomobjektiv gezielt einzusetzen. Das Wissen kommt m.M.n. aus dem Umgang mit Festbrennweiten.

 

Zooms erziehen einen zur Bequemlichkeit. Ich nutze sie eigentlich fast ausschließlich für Aufträge oder eben wenn eine Perspektive gefordert ist, die ich nur durch ein Zoom abgedeckt hab.

 

@bigben: Um wieder etwas zum Ausgangsthema zurückzukommen...

 

Am besten ist mit 1 Objektiv anzufangen. Je nach dem was du hauptsächlich fotografieren willst, kann das eigentlich alles sein. Die eierlegende Wollmilchsau gibt es da nicht. Mein Tip wäre das 35 1.4, aber ohne weitere Information ist das schwierig zu sagen.

 

Was hast du denn bisher?

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Für Naturfotografie bist du ja von 16-230mm gut aufgestellt. Für Foodfotografie wäre eventuell das 60mm Makro noch empfehlenswert, das eine sehr niedrige Naheinstellgrenze hat und für Detailaufnahmen besonders gut geeignet ist.

 

Für Lichtstärke und zum Ausprobieren wäre das 35 1.4 eventuell mal einen Blick wert.

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Wofür wird das 35 1.4 vorwiegend genutzt?

Einfache Antwort: für alles. Das 35 1.4 ist das 'Standardobjektiv' des Fuji Systems. Gibt garantiert einige Nutzer, die das 35er standardmäßig an ihrer Kamera haben und es tatsächlich für alles hernehmen.

Nur ist das 35er halt um so vieles lichtstärker, als dein 16-50mm und bietet dir eben als Abwechslung das Spiel mit der Schärfentiefe, ohne gleich in den Brennweitenbereich vom 50-230 zu gehen.

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@Marc G

Ich kann das nachvollziehen, was Du beschreibst. Da hilft eine Festbrennweite wahrsheinlich gut die eigene Bequemlichkeit zu überwinden - und der Fakt mit der Lichtstärke ist natürlich ein großer.

 

Da die Zooms bereits vorhanden sind, würde ich raten diese bewusst anhand Marc Gs Punkten zu nutzen - bin der Meinung, dass man dies mit Disziplin gut hinbekommt.

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Streng genommen ja.

Dann nimm halt einen anderen Begriff anstatt Perspektive. Blickwinkel? Sollte doch eigentlich klar sein was gemeint ist, auch wenns wissenschaftich gesehen nicht 100%ig sauber ausgedrückt ist...

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was heißt "streng genommen"  ?

 

Eine andere Perspektive erreicht man ausschließlich durch einen Wechsel des Kamerastandpunktes, aber niemals durch einen Wechsel der Objektivbrennweite, das war vor 100 Jahren schon so :)

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was heißt "streng genommen"  ?

 

Eine andere Perspektive erreicht man ausschließlich durch einen Wechsel des Kamerastandpunktes, aber niemals durch einen Wechsel der Objektivbrennweite, das war vor 100 Jahren schon so :)

 

naja aber eine andere Brennweite bei gleichem Bildausschnitt ergibt nunmal zwangsläufig eine andere Perspektive

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