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Tiefenschärfe mit dem Fuji-Faktor (APS-C)


Burkhard
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Hallo liebe X-Enthusiasten,

 

eine Frage, tausend Antworten. Ich möchte es aber trotzdem wagen:

 

Liefert ein Cropfaktor neben der scheinbaren Brennweitenverlängerung auch eine höhere Tiefenschärfe, wenn exakt gleiche Aufnahmebedingungen vorliegen? Und ich meine hier nicht den gleichen Bildausschnitt, denn dann müsste ich mit der Vollformat näher herangehen (was kleinere Tiefenschärfe bewirkt), beziehungsweise mit der APS-C-Kamera weiter zurück (was die Tiefenschärfe erhöht). Ich meine auch bei dem selben Abstand zum Motiv.

 

Nehmen wir meine Fuji X-T1 mit meiner Lieblingsfestbrennweite von 90 mm, f 2,0 und eine Fullframe mit demselben 90er, f 2,0 und stellen beide Cams auf ein Stativ. Beide sollen nun aus fünf Metern mit Blende 2,0 ein Motiv scharf fotografieren, sagen wir eine Blume, hinter der noch genügend Tiefe im Raum ist, um ein angenehmes Bokeh zu erzeugen und anschließend zu vergleichen.

 

Das Foto der Fullframe wird die Blume etwas platzsparender in Szene setzen und ein schönes Bokeh vom Hintergrund auf den Sensor ablichten. Das Foto meiner X-T1wird die Blume mit einem Faktor von 1,5 entsprechend größer auf den Sensor ablichten, aber es dürfte immer noch genug Hintergrund mit drauf sein, um mit dem Bokeh Tiefe zu erzeugen.

 

Nun die Frage: Weil beide Objektive dieselbe Blende und denselben Abstand zum Motiv halten, müsste da nicht auch die Tiefenschärfe identisch sein und das Bokeh auf beiden Fotos absolut gleich aussehen? Die Tiefenschärfe würde sich im speziellen Fall doch nur ändern, wenn sich der Abstand zum Motiv ändert, um den gleichen Bildausschnitt zu erhalten, oder? Die Blendenöffnung am Objektiv ist ja bekanntlich dieselbe und die liefert dem Sensor ja eigentlich die Tiefenschärfe und nicht der Sensor selbst - denke ich mal.

 

Danke vorab und viele Grüße,

Burkhard

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Die Zerstreuungskreise haben immer noch die gleiche Größe auf dem Sensor - aber die Sensorfläche ist unterschiedlich.

Angenommen du druckst nun beide Bilder auf 20x30 aus: Das Bild des APS-C musst du "mehr" vergrößern als das des Kleinbilds -> die Zerstreuungskreise (das Bokeh) des APS-C sind größer.

 

Also genau anders herum, als viele denken. Nur ist ja in der Praxis eher der Bildwinkel interessant.

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Schärfentiefe hängt einzig vom Abbildungsmaßstab und der Blende ab.

Die genannten Faktoren wie Abstand zum Objekt und Brennweite beeinflussen den Abbildungsmaßstab.

 

Der Abbildungsmaßstab ist das Verhältnis zwischen Objektgröße und der Abbildungsgröße auf dem Sensor.

Je größer der Abbildungsmaßstab desto geringer die Schärfentiefe.

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Hm, schon drei unterschiedliche Meinungen. Die Antwort von Jenwe ist interessant, demnach müsste das Bokeh beim APS-C-Sensor sogar noch weicher sein. Klingt logisch, aber...

 

Crischi74 hat's auch kompakt erklärt - in meinem Fall sind Objektgröße und Abbildungsgröße auf dem Sensor ja gleich, nur dass der APS-C-Sensor eben nicht ausreicht und das Bild auf dem FF entsprechend weitergeht

. Demnach müsste die Tiefenschärfe also gleich sein...

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Eigentlich sagen Crischi und ich das gleiche

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Wenn du das Bild aus beiden Sensoren um den gleichen Faktor vergrößerst, ist die Tiefenschärfe auch gleich, ja. Nur dann nicht mehr, wenn du sie auf das gleiche Ausgabeformat bringst.

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Bei gleichen Abstand hast du die gleiche Perspektive aber einen anderen Bildwinkel. Wenn du jetzt anstatt einer Blume einen Zollstock fotografierst hast du auch den gleichen Schärfebereich. ( natürlich bei der Blume auch, aber man sieht es besser )

Wenn du jetzt also das Bild aus dem Kleinbildsensor beschneidest, kommst du genau auf das gleiche Bild wie das aus dem APS C Sensor.

Wenn du jetzt aber mit dem KB Sensor näher an das Motiv gehst, hast du zwar den gleichen Bildwinkel, aber eine andere Perspektive und dann auch einen kleineren Schärfebereich.

 

Puh, ich hoffe dass mir mein Gedankenwirrwar jetzt keinen Streich gespielt hat.

 

Gruß Holger

Edited by TreckyHolger
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Das ganze ist trivial: Natürlich erhält man 2 mal das gleiche Bild - nur einmal mit mehr drumherum. Denn der Teil, den ein APSc-Sensor aus dem KB-Bildfeld heraus schneidet, kann man ja auch einfach selbst mit einer Bildbearbeitungssoftware aus einem KB-Bild herausschneiden. Das hat logischerweise keinen Einfluss auf die Schärfeverläufe im unbeschnittenen Original oder im Ausschnitt, ist ja immer noch ein und dasselbe Bild. Wie Jenwe schon schreibt ergibt sich der Unterschied erst beim unterschiedlichen Vergrößern, denn Vergleiche werden zumeist auf gleiches Ausgabeformat bezogen. Bei den hier verlinkten DOF-Rechnern muss das durch einen um den Formatfaktor kleineren, zulässigen Zerstreuungskreis berücksichtigt werden. 

 

mfg tc

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