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phaul2001

Kennt jemand die Meyer Optik Görlitz Objektive?

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vor 7 Stunden schrieb walwol:

Es geht ja nicht nur um Neuauflagen alter Objektiv-Rechnungen. Zum Konglomerat von net SE gehören auch Software- und Hardware-Marken. So auch die feinen Taschen von Oberwerth, von denen ich eine besitze.

Wollte mir eigentlich die Richard von Oberwerth holen, der Plan ist jetzt aber auf Eis gelegt. In insolvente Firmen investier ich garantiert kein Geld, auch wenn es nur eine Tasche und keine Optik oder kein Elektronikprodukt ist.

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Da dürfen wir gespannt sein, wer die Namen im Insolvenz-Verfahren kaufen wird und wo es dann mit welchen Linsen weiter geht.

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Am 11.8.2018 um 16:10 schrieb mjh:

Hier steht’s noch mal auf Deutsch: https://cameracreativ.de/aktuelles/netse-im-insolvenzverfahren/

Der Hintergrund ist offenbar, dass der CEO einen Verkehrsfall nur knapp überlebt hat und in der absehbaren Zukunft nicht in der Lage sein wird, das Unternehmen zu führen.

Davon abgesehen finde ich es etwas bedenklich, wenn ein Unternehmen immer wieder neue Crowdfunding-Kampagnen startet, bevor sie neue Produkte einführen. Wenn man dauernd frisches Geld braucht, lebt man von der Hand in den Mund, und dann ist die Unternehmenskonstruktion höchst fragil. Natürlich hat es in den letzten Jahrzehnten viele Start-ups gegeben, die etliche Finanzierungsrunden brauchten, bis sie in die Gewinnzone kamen (und noch viel mehr, die das nie geschafft haben), aber hier geht es ja nicht darum, eine neue, noch in der Entwicklung befindliche Technologie oder Dienstleistung einzuführen, sondern um die Produktion und den Verkauf von Objektiven – das ist ein Geschäftsmodell, das es seit 100 Jahren gibt. Wenn man das nicht nachhaltig finanziert bekommt, stimmt doch etwas nicht.

Willkommen in der Gegenwart. In vielen Teilen der Welt ist es heute schon fast üblich dass Produkte bis zu einer gewissen Preisspanne per Crowdfunding vorfinanziert werden. Das tun teilweise auch etablierte und seriöse Firmen. Daher nicht ungewöhnlich und es wird zukünftig vermehrt so gemacht. Das Modell hat auch Vorteile, deswegen wird's gemacht. Hat also nix mit finanzschwachen oder gar insolventen Firmen zu tun. Es entspricht halt nicht ganz unserer etwas angestaubten europäischen Einstellung. 

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vor 3 Stunden schrieb fujifox:

Willkommen in der Gegenwart. In vielen Teilen der Welt ist es heute schon fast üblich dass Produkte bis zu einer gewissen Preisspanne per Crowdfunding vorfinanziert werden. Das tun teilweise auch etablierte und seriöse Firmen. Daher nicht ungewöhnlich und es wird zukünftig vermehrt so gemacht. Das Modell hat auch Vorteile, deswegen wird's gemacht. Hat also nix mit finanzschwachen oder gar insolventen Firmen zu tun. Es entspricht halt nicht ganz unserer etwas angestaubten europäischen Einstellung. 

Das Konzept des Crowdfunding ist mir durchaus vertraut; ich unterstütze ja schon seit Jahren immer wieder mal solche Projekte und habe auch immer wieder mal darüber berichtet. Aber es ist nun einmal so, dass ein Hersteller, der jedes neue Produkt erneut schwarmfinanzieren muss, offenbar unterkapitalisiert ist. Im Fall dieses Unternehmens hat es sich nun herausgestellt, dass es noch in anderer Hinsicht höchst verletzlich war: Nachdem der CEO aus gesundheitlichen Gründen ausgefallen war, brach alles zusammen.

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vor 2 Stunden schrieb mjh:

Das Konzept des Crowdfunding ist mir durchaus vertraut; ich unterstütze ja schon seit Jahren immer wieder mal solche Projekte und habe auch immer wieder mal darüber berichtet. Aber es ist nun einmal so, dass ein Hersteller, der jedes neue Produkt erneut schwarmfinanzieren muss, offenbar unterkapitalisiert ist. Im Fall dieses Unternehmens hat es sich nun herausgestellt, dass es noch in anderer Hinsicht höchst verletzlich war: Nachdem der CEO aus gesundheitlichen Gründen ausgefallen war, brach alles zusammen.

Im vorliegenden Fall geb ich dir durchaus recht, man darf es nur nicht verallgemeinern. 

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Jan-Markus Rupprecht von digitalkamera.de hat das Thema aufgegriffen und in diesem Zusammenhang jetzt entschieden, künftig nicht mehr über laufende Crowdfunding-Kampagnen zu berichten: https://www.digitalkamera.de/Blog/Erfahrungen_mit_Crowdfunding-Kampagnen/10956.aspx

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Am 17.8.2018 um 21:39 schrieb mjh:

Jan-Markus Rupprecht von digitalkamera.de hat das Thema aufgegriffen und in diesem Zusammenhang jetzt entschieden, künftig nicht mehr über laufende Crowdfunding-Kampagnen zu berichten: https://www.digitalkamera.de/Blog/Erfahrungen_mit_Crowdfunding-Kampagnen/10956.aspx

Na ja, das ist lediglich deren Meinung. Und es ist natürlich nicht verboten bei einem Crowdfunding Angebot das Hirn einzuschalten bevor man da einsteigt und mitfinanziert. Wurfpfeil und Wurfballpanokamera sind gute Beispiele. Da sag ich nur selber schuld, für so einen Blödsinn würde ich nie Geld vorschiessen. Wer vernünftig denken kann und ein gewisses technisches Grundverständniss mitbringt, der erkennt sofort dass diese Projekte scheitern werden. Gewisse Dinge ändern sich nie und es ist nicht jede scheinbar gute Idee realisierbar. Das Problem ist, wie im Bericht richtig erwähnt, dass jeder Mist angeboten wird und Leute ohne entsprechenden Background eventuell in die Irre geführt werden. Das ist natürlich schade und schadet dem Grundgedanke des Crowdfundig.

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vor 5 Stunden schrieb fujifox:

Da sag ich nur selber schuld, für so einen Blödsinn würde ich nie Geld vorschiessen.

Derlei habe ich mir in der Tat bei dieser Crowdfunding-basierten Wiederauflage der Meyer-Objektive gedacht. Allerdings zunächst ohne "selber schuld"-Attitüde, sondern verbunden mit der gutgemeinten Warnung, von diesen (für mich) offensichtlich unseriösen Angeboten die Finger zu lassen. Diese Hinweise wurden umgehend mit persönlichen Angriffen quittiert, deshalb habe ich dann doch lieber still abgewartet, bis meine Vorhersage Realität wurde. Jetzt ist es offenbar soweit, und wir können auch dieses Kapitel abschließen.

bearbeitet von flysurfer

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vor 3 Stunden schrieb fujifox:

Na ja, das ist lediglich deren Meinung.

Es ist mehr als eine Meinung, nämlich eine Änderung der redaktionellen Politik bei digitalkamera.de. Dahinter steht offenbar die Überlegung, dass man durch die Berichterstattung über solche Kampagnen seine Leser dazu veranlassen könnte, dort einzusteigen und möglicherweise Geld zu verlieren. 

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Wenn seriöse Medien über solche Kampagnen berichten, halten nicht wenige Leser den Bericht für eine Art "Endorsement" und verstehen ihn als Ermutigung, sich an der Aktion zu beteiligen.

 

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vor einer Stunde schrieb mjh:

Es ist mehr als eine Meinung, nämlich eine Änderung der redaktionellen Politik bei digitalkamera.de. Dahinter steht offenbar die Überlegung, dass man durch die Berichterstattung über solche Kampagnen seine Leser dazu veranlassen könnte, dort einzusteigen und möglicherweise Geld zu verlieren. 

So gesehen hast du natürlich recht. 

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vor 4 Stunden schrieb flysurfer:

Derlei habe ich mir in der Tat bei dieser Crowdfunding-basierten Wiederauflage der Meyer-Objektive gedacht. Allerdings zunächst ohne "selber schuld"-Attitüde, sondern verbunden mit der gutgemeinten Warnung, von diesem (für mich) offensichtlich unseriösen Angeboten die Finger zu lassen. Diese Hinweise wurden umgehend mit persönlichen Angriffen quittiert, deshalb habe ich dann doch lieber still abgewartet, bis meine Vorhersage Realität wurde. Jetzt ist es offenbar soweit, und wir können auch dieses Kapitel abschließen.

"Selber schuld" ist wohl ein bisschen hart formuliert. Trotzdem, ein bisschen Selbstverantwortung würde dem ansonsten alleswissenden Konsumenten schon gut tun. Immer im Nachhinein rumjammern kann's ja auch nicht sein, es wird ja niemand zum Mitmachen gezwungen. 

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Naja, ganz ehrlich, ich finde "selber schuld" schon recht nah dran. Objektive mit 0 Entwicklungskosten (Rechnungen sind bekannt, Fassungen auch, da gehts höchstens um Kosmetik/Branding) für diese Preise anzubieten und das dann noch in den Himmel der künstlerischen Fotografie zu heben.. das konnte in meinen Augen einfach nur schief gehen (nicht nur für die Firma, sondern auch für die Kunden). Eine enorme Kundenverarsche in meinen Augen. Dazu zähle ich auch das neue Thambar und das 28/5.6 von Leica, die ja ebenfalls alte Rechnungen sind...

bearbeitet von Marc G

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Am 17.8.2018 um 12:30 schrieb outofsightdd:

Zeig doch mal ein erfolgreiches Beispiel.

Lomography hat einige Kickstarter-Projekte erfolgreich durchgezogen. Die Objektive und Kameras sind beim Kunden angekommen, und die Erwartungen der Kunden wurden erfüllt.Gleiches gilt für den chinesischen Objektivhersteller Laowa.

Insofern lag die Hoffnung nahe, dass es bei MOG neu auch funktionieren sollte.

Die ersten MOG-neu-Objektive sind auch ausgeliefert worden. Allerdings hatte MOG wohl von Anfang an mehr Probleme, die Kunden zufriedenzustellen, wozu nicht nur Qualitätsmängel, sondern auch überzogene Versprechungen beitrugen.

Am 19.8.2018 um 14:57 schrieb Marc G:

Objektive mit 0 Entwicklungskosten (Rechnungen sind bekannt, Fassungen auch, da gehts höchstens um Kosmetik/Branding)

Von 0 Entwicklungskosten kann keine Rede sein, da liegst du völlig falsch. Die optischen Rechnungen waren zwar vorhanden, aber die Maschinen zum Schleifen der Linsen fehlten, und Gehäuse und Mechanik waren neu - und selbst wenn man das alte originale Gehäuse genommen hätte, was meiner Meinung nach besser gewesen wäre, da dann die Objektive für Sammler interessanter wären, hätten man neue Maschinen gebraucht und diese einstellen müssen, da man keinen Zugriff mehr auf die alten originalen Maschinen gehabt haben dürfte. Ich erinnere mich an ein anderes Projekt (bei der Arbeit), wo es im ein mechanisch deutlich simpleres Gerät als ein Objektiv ging, und alleine die Anpassungen der Maschinen hatten Kosten in Höhe von damals dreihunderttausend Mark verursacht.

Ich denke, dieser Prozess wird in vielen Kickstarterprojekten unterschätzt.

und das dann noch in den Himmel der künstlerischen Fotografie zu heben.

Da hast du aber völlig recht. Ich erinnere mich an eine Werbekampagne (ich meine es war zum Emil Busch Glaukar), wo eine sympathische tiefe Männerstimme lange über das perfekte Porträtobjektiv redete, und dann ging es um einen aus heutiger Sicht recht simplen Dreilinser. (Das Glaukar finde ich dennoch recht interessant, denn die historischen Original-Glaukare haben auf Grund des wesentlich größeren Formates der Filmplatten an einer modernen Kamera nicht die originale Bildwirkung. Wäre es billiger angeboten worden, hätte ich da womöglich Geld versenkt.)

 

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