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Nachteile elektronischer Verschluss?


rPanerai

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Die X-T2 hat ja, wie schon die X-T1, die Möglichkeit, zwischen mechanischem und elektronischem Verschluss zu wählen. Der elektronische erlaubt kürzere Verschlusszeiten und die Kamera löst dadurch vollkommen lautlos aus. Daraus ergeben sich bei mir folgende Fragen:

 

1. Warum baut Fuji überhaupt noch einen mechanischen Verschluss ein?

2. Schont die dauernde Benutzung des elektronischen Verschlusses die Kamera? Zu erwartende Kameralebensdauern werden ja meist mit der Zahl der möglichen Auslösungen angegeben. Zählen da elektronische Auslösungen überhaupt? Denn bei denen bewegt sich ja nichts und daher entsteht auch kein bis kaum Verschleiß.

3. Wirkt sich die Verwendung des elektronischen Verschlusses positiv auf die Akkulaufzeit aus?

4. Ich fotografiere an der X-T1 (und ab Dienstag sicher auch an der X-T2) fast ausschließlich mit elektronischem, da unhörbarem Verschluss. Früher hieß es mal, sich drehend Autoräder etc. würden bei Verwendung elektronischer Verschlüsse irgendwie seltsam dargestellt. Das ist mir aber noch bei keiner einzigen meiner Aufnahmen bisher aufgefallen.

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Zwischen X-T1 und X-T2 gibt es da jetzt durchaus Unterschiede (positive), sodass man keine ganz allgemeine Antwort mehr geben kann. Natürlich gilt weiterhin die Regel, wo es geht immer den MS zu verwenden (siehe der verlinkte Artikel von Michael), bei der Pro2 und vor allem T2 sind die Probleme, die mit dem ES auftreten können, mittlerweile jedoch milder (Stichwort AF-C und Serienbild-Tracking, ebenso Rolling Shutter). Auch das User-Interface ist mittlerweile sicherer, so kann man den ES bei der Pro2 gar nicht mehr verwenden, wenn gleichzeitig AF-C und CL bzw. CH eingeschaltet ist. DR-Reduktion und Rolladeneffekt bei pulsierenden Lichtquellen gibt es aber weiterhin, insofern also weiter Vorsicht.

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Der Rolladeneffekt ist genau das was bei einem elektronischen Verschluss auftreten kann. Ein elektronischer Verschluss eines CMOS-Sensors ist normalerweise ein „rolling shutter“, der nacheinander alle Pixel auf Null setzt und sie dann nach Ende der Belichtungszeit in derselben Reihenfolge ausliest. Die Pixel werden also nicht exakt gleichzeitig belichtet, sondern etwas zeitversetzt, was bei bewegten Motiven dann oft zu Verzerrungen führen kann.

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  • 2 years later...
vor 13 Minuten schrieb Chris_MS:

Was ist denn eine typische Lebensdauer (Anzahl Auslösungen) eines mechanischen Verschusses?

 

Länger als die allermeisten Nutzer eine Digitalkamera betreiben, bevor sie eine Aktuellere kaufen.  Für mich persönlich in einem irrelevanten Bereich über 100.000 Auslösungen. Bei mir  ca. 5000 Auslösungen im Jahr verteilt auf 3 Bodies.

Klar gibts extreme Anwendungen und auch bei Fuji geht hier und da mal ein Verschluss deutlich früher kaputt.

Dennoch bewegen wir uns hier in einem Bereich, wo das „Schonen“ des mechanischen Verschlusses durch priorisierten Einsatz des elektronischen Verschluss keine praktische Relevanz hat. Einmal weniger mit der Kamera hart anstoßen bringt für die Verschluss-Lebensdauer sicher mehr als zehntausend mal aufs Auslösen zu verzichten.

Edited by Crischi74
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  • 6 months later...

Könnte man trotzdem nochmals auf den Punkt bringen, in welchen Situationen ein elektronischer Verschluss Probleme bereiten kann?

Nach Lesen des oben verlinkten Artikels und https://www.digitalkamera.de/Fototipp/Vor-_und_Nachteile_von_elektronischem_Schlitz-_und_Zentralverschluss/10080.aspx sehe ich zwei Situationen:

- Sich bewegende Motive,

- Künstliches Licht und Blitzlicht. 

Daraus schließe ich, dass ich bspw. Landschaftsaufnahmen bei Tageslicht ohne Probleme mit elektronischem Verschluss machen kann, ohne Einbußen in der Qualität des Bildes zu haben. Oder übersehe ich etwas?

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Es kann Dynamikeinbussen geben. Auch bei Landschaftsaufnahmen. Dort bringt der elektronische Verschluss eh wenig.

Im übrigen gibt es schon heute bessere elektronische Verschlüsse, die weder Probleme bei Kunstlicht (banding) noch Bewegung (rolling shutter) haben. Ein solcher ist in der Sony Alpha 9 drin. 

Bei Fujifilm wurde die Sensorauslesezeit bei der aktuellsten Generation auch verbessert, so dass weniger Probleme auftreten sollten. Muss ich mit der X-T30 allerdings noch testen. 

Blitzen ist meines Wissens aber noch mit keinem aktuellen E Shutter möglich. 

Edited by Guest
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Selbst der Verschluss der A9 kann Probleme machen, gerade wenn es um Anzeigetafeln geht. Aber sie hat das Problem bisher am besten im Griff*. Die Fujis mit einer Auslesegeschwindigkeit die ~1/3 der  A9 beträgt, hat man diese Probleme natürlich stärker.
Im Falle der A9 erkauft man sich die Geschwindigkeit mit einer interessanten Auslesecharakteristik, die aber scheinbar auf Kosten der Dynamik geht. Und bei Dauerfeuer scheint Sony weiterhin auf 12bit zu setzen, was dann weitere Einbußen mit sich bringt.
Mit kommenden Hardwaregenerationen wird das Problem immer geringer werden bis es, mit Einführung des globalen Verschlusses, komplett verschwinden wird. Dieser scheint aber länger auf sich warten zu lassen als viele (mich inbegriffen) in den letzten Jahren vermutet haben. 

*bei Konsumerkameras mit mFT Sensor oder größer. 

Edited by wildlife
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