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Neuvorstellung: von Leica, Rolleiflex, Canon und Nikon zur Fuji und Fragen


Guest Graf Foto

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Hallo Forum,

 

seit einer Weile lese ich schon mit, was mir beim Kauf der Fuji sehr geholfen hat. Nun ist es mal Zeit, Danke zu sagen und mich vorzustellen.

 

Ich heiße Uwe, bin aus Düsseldorf und habe im zarten Alter von 17 Jahren das Fotografieren angefangen.

Los ging es mit einer alten Kleinbild-Leica mit aufgestecktem Sucher (Kein Mess-Sucher!) und einem 5cm f/3,5-Objektiv. Dazu kam noch eine Rolleiflex mit 6x6cm Rollfilm und ein externer Belichtungsmesser.

Da selbstverständlich alles manuell einzustellen war, war das ein idealer Start, um alles zu lernen. Mit der Rollei habe ich ausschließlich s/w und mit der Leica vor allem mit meinem Lieblingsfilm, Agfa 50S fotografiert.

 

Leider waren die Kameras nur geliehen und ich musste sie zwei Jahre später wieder abgeben. Weiter ging es dann mit einer Canon AE-1 und einem 50mm 1.8-Objektiv. Auch damit habe ich gerne fotografiert, aber an die Leica kam das nicht mehr heran. Ein irgendwann noch angeschafftes Telezoom eines Fremdherstellers (Tokina oder Tamron?) verleidete mir die Kamera dann endgültig, denn die Qualität dieses Objektivs war einfach nur gruselig.

 

Jahrzehntelang geriet das Fotografieren in Vergessenheit, bis ich 2014 eine Nikon D5200 mit dem 18-105mm bekam. Die Einarbeitung war recht mühsam, mit der Analogfotografie hatte das alles nichts mehr zu tun, die Bedienung mit PSAM- und gefühlten 100 Automatik-Modi und die Menüs überhaupt nicht mein Fall. Die Bilder gefielen mir anfangs noch, jedoch merkte ich schon bald, dass weder die Schärfe noch die Farben meinen Vorstellungen entsprachen. Daran änderte auch Lightroom nicht viel. Natürlich konnte ich damit die Dynamik, Schärfe und die Farben korrigieren, doch die Ergebnisse gefielen mir auch dann noch nicht. Versuche mit anderen Objektiven (50mm f/1.8, 55-300mm, 10-24mm) haben auch nichts gebracht, weder Farben noch Schärfe wurden besser.

 

Dann kam das große Aha-Erlebnis. Ich "musste" mit einer Fuji X-E2 und einem 18-55mm f/2.8-4 fotografieren. Plötzlich war alles da: Schärfe, Farben und ein großartiges haptisches Erlebnis, das mich an meine damalige alte Leica erinnerte. Fortan ging mir die Fuji nicht mehr aus dem Sinn und jedesmal, wenn ich damit fotografierte, wurde es noch besser. Damals dachte ich noch, dass das ja nicht sein kann, dass eine kleine, kompakte, spiegellose besser als meine "große" Nikon sein könnte, aber die Ergebnisse und das fotografische Erlebnis sprachen für sich. Noch fast zwei Jahre habe ich mit der Nikon weitergemacht, aber Anfang 2017 war es dann soweit: Ich habe meine Nikon mit allen Objektiven verkauft und bin umgestiegen auf die:

 

X-T2 mit dem 16-55mm f/2.8 und dem 50-140mm f/2.8. Später kam noch der Batteriegriff und der Nissin i40-Blitz dazu.

 

Was soll ich sagen? Ich bin hochzufrieden. Bedienung und Bildqualität sind top, wie bei meiner alten Leica. Gefühlte 99% der Bilder bearbeite ich gar nicht mehr nach, sondern nehme die JPGs so, wie sie sind, aus der Kamera. Lightroom brauche ich eigentlich nur für Retuschen und ganz verunglückte Bilder.

 

Hier ein kleiner Erfahrungsbericht, der vielleicht auch für andere nützlich sein könnte.

 

Warum die X-T2?

Ursprünglich wollte ich sogar zur Sony a7RII wechseln. Das habe ich einfach deshalb nicht gemacht, weil mir die Objektive, die ich gerne gehabt hätte, schlicht zu teuer waren. Sony wäre mir wegen des Kleinbildformats lieber gewesen, aber mit der Fuji fehlt mir rein gar nichts an Bildqualität, Auflösung oder geringer Schärfentiefe. Außerdem ist die Fuji bzw. sind die Objektive kleiner und leichter als die Entsprechungen bei der Sony.

Rein theoretisch bzw. praktisch von der Bildqualität her hätte mir auch die X-E2 oder die X-T1 oder die X-T10 gereicht, aber der Autofokus war mir etwas zu langsam und ich wollte unbedingt den Joystick für die Autofokus-Felder haben.

Fast hätte ich im Laden noch einen Rückzieher gemacht, weil die haptische Qualität der X-T2 meiner Meinung nach nicht an die der X-E2 heranreicht, aber die technischen Daten haben dann den Ausschlag gegeben und schlecht fühlt sich die X-T2 ja nun wirklich nicht an.

Die vielbeschworene "Dynamic Range" war bei meiner Nikon D5200 noch besser (und wäre bei der Sony a7-Reihe vermutlich auch noch besser) als bei der Fuji, ist aber bei der Fuji meiner Meinung nach mehr als ausreichend.

Letztendlich haben dann noch die Qualität und das Preis/Leistungsverhältnis der Fuji-Objektive den Ausschlag gegeben.

 

Warum die beiden Zoom-Objektive?

Sie sind (relativ) teuer und schwer. Aber sie sind fantastisch. f/2.8 reicht allemal für eine geringe Schärfentiefe, z. B. bei Portraits, vor allem mit dem 50-140. Außerdem bin ich häufig mit der Familie unterwegs, da ist keine Zeit zum Objektivwechsel. Die Bildqualität wäre mit den Festbrennweiten vielleicht noch etwas besser, aber da ich auf jeden Fall einen ähnlichen Brennweitenbereich abgedeckt haben wollte, wären Preis und Gewicht insgesamt auch nicht weniger geworden. Die Festbrennweiten "verwahre" ich mir für die Zeit, wenn ich mal ganz viel Ruhe und Muße zum Fotografieren habe. Andererseits vermisse ich mit den Zooms gar nichts. Vor allem das 50-140 ist ganz hervorragend. Das 16-55mm zwar auch, aber es produziert mitunter auch mal unscharfe Bilder, weil der AF nicht sitzt, oder je nach Brennweite und/oder Entfernung fehlt manchmal einfach das letzte bisschen Schärfe. Aber wenn der AF sitzt und die Brennweite stimmt, sind die Ergebnisse super. Was ich nicht verstehe, ist, warum das 16-55er keinen Bildstabilisator hat. Bei der Größe müsste der doch noch gepasst haben und er wäre sehr von Vorteil.

 

Warum der Batteriegriff?

Anfänglich wollte ich den gar nicht haben, aber schwupps: einmal zu oft in den Fotoladen gegangen, einen anderen Fotografen mit X-T2 samt Batteriegriff getroffen, gefachsimpelt, das Ding in die Hand genommen und ausprobiert - da war alles klar. Obwohl ich schmale, schlanke Hände habe, liegt die Kamera (vor allem mit den großen Objektiven) fantastisch in meinen Händen, Hochformat ist auch viel angenehmer als ohne Batteriegriff. Dazu kommt die zusätzliche Batterie-Power.

 

Der Nissin-Blitz

funktioniert, aber schön finde ich den nicht. Die Rädchen verstellen sich sehr leicht und die Bedienung ist mir etwas schleierhaft (Automatik-Modus vs. TTL-Modus?). Trotzdem hat der auch seine Vorteile: klein, leicht, zuverlässig, gute Ergebnisse.

 

Nicht nur ich bin von der Bildqualität der X-T2 begeistert, auch die Familie. Unlängst habe ich bei einem Fest fotografiert und alle sind vom Ergebnis mehr als angetan (Alles mit dem 16-55er. Mehr braucht man nicht.). In der Kirche hatte ich unangenehmes, gelbliches Licht wegen der Fenster. Seltsamerweise hatte der EVF die Bilder besser (neutraler) angezeigt, als sie dann fotografiert waren, obwohl ich den EVF auf Vorschau der WB und Belichtung eingestellt hatte). Da musste ich bei einigen Bildern mit Lightroom noch mal ran, aber alle anderen Bilder im Anschluss habe ich so aus der Kamera nehmen können.

 

 

Was ich an der Kamera liebe: so gut wie alles :wub: , besonders aber:

 

  • Tiefenschärfe-Anzeige im EVF. Großartig!
  • (Edit:) Vergrößerung des aufgenommenen Bildes auf Knopfdruck auf 100% mit Bildausschnitt auf das bei der Aufnahme gewählte Autofokusfeld.
  • Die App. Wegen Hochladen der Bilder aufs Handy, GPS-Daten-Übermittlung, Fernbedienungs-Einstellungen. Schade, dass man die Verbindung beim Moduswechsel der App wieder neu starten muss, aber ansonsten: top!
  • Das Menu. Ist übersichtlich und gut strukturiert, wie für mich gemacht. Wenn ich an das von Nikon denke, wie schlimm das war...
  • Das Q-Menu.
  • Die Filmsimulationen. Ich kann mich meistens gar nicht entscheiden, welche ich nehmen soll, weil die mir alle so gut gefallen. Deshalb nehme ich meistens Provia/Standard und zusätzlich RAW, damit ich später noch mal anders entwickeln kann.
  • Dass sie keinen Touch-Screen hat! Ich finde die Bedienung mit Tastern und Rädchen wesentlich besser, vor allem mit dem Joy-Stick.

 

 

Kurzum - die X-T2 ist die Kamera, wie ich mir eine Kamera schon lange gewünscht hatte. Es gibt nur ganz wenig Dinge, die mich geringfügig (!) stören:

  • Lila-Flare-Problem: hatte ich schon und das ist wirklich nicht schön, gleichwohl tritt es nur selten auf und ist ggf. zu vermeiden.
  • Bewertung der Bilder mit Sternen in der Kamera: ist zwar möglich, aber da wünsche ich mir noch eine Funktion, die die unbewerteten herausfiltert (und am besten auch in einem Rutsch löschen kann), damit man nur die bewerteten bei der Durchsicht am Display der Kamera angezeigt bekommt.
  • Die Hebel unter den Einstellrädchen sind je nach Position etwas schwer zu greifen, ist aber Gewöhnungssache.
  • Mir wäre die Entriegelungsmechanik der Einstellräder aus der X-T1 lieber gewesen (Drücken des Knopfes und dabei Verstellen des Rades).
  • Blitzen: manuell mit meinen Yongnuo-Funksendern/Empfängern und meinem Metz AF1 digital funktioniert alles super, aber so etwas hätte ich gerne noch mit TTL und HSS, sowohl entfesselt als auch aufgesteckt an der Kamera.
  • Der Einschalthebel: fühlt sich an, als sei die Kamera eingeschaltet/ausgeschaltet, wenn ich haptisch das Gegenteil erwarten würde. Ich weiß nicht warum. Ob ich eine umgekehrte Schalterstellung gewohnt bin?
  • Was ich mir wünsche: Zusammenführung von Time-Lapse-Aufnahmen als Film in der Kamera.
  • (Edit:) Vergrößerung des aufgenommenen Bildes auf Knopfdruck auf 100% zeigt manchmal nicht den Bildausschnitt mit dem bei der Aufnahme gewählten Autofokusfeld.

 

 

Abgesehen von den wenigen Wünschen (nice to have, kein must have) ist das für mich eine perfekte Kamera. Noch mal einen großen Dank an das Forum. Hier hatte ich reichlich Gelegenheit, mich einzulesen und war beim Besuch des Fotoladens schon bestens informiert. Das Buch von Rico Pfirstinger hatte ich mir übrigens auch gleich bestellt. Es ist meiner Meinung nach eine echte Empfehlung. Lediglich eine Handvoll "Tipps" fand ich sehr allgemein, die hätte man meiner Meinung nach auch weglassen können (wie z. B. "Handbuch lesen"). Aber ansonsten war es für meinen Start mit der Kamera ideal, gerade nach dem Systemwechsel.

 

Nach wie vor schaue ich mir noch mal alte und neue Leicas an, weil ich sie schön finde und sie mich an früher erinnern, aber die kosten mehr, als ich bereit bin, dafür auszugeben. Mit der X-T2 habe ich sowieso alles, was ich brauche. Vielleicht kaufe ich noch einen Teleconverter und einen Macro-Zwischenring. Oder später mal zum "wirklich-immer-dabei-haben" eine X-E3, wenn sie tatsächlich noch kommt mit einem 18-55 f/2.8-4 oder einem Nachfolger dieses Objektivs (vielleicht auch einfach eine gebrauchte oder dann preisreduzierte X-E2, einfach weil sie so schön und praktisch ist). Oder noch eine X-Pro2 mit ein paar Festbrennweiten, weil sie mich an meine alte Leica erinnert und so cool ist. Aber, wie gesagt: mit und an der X-T2 vermisse ich gar nichts.

 

Ganz überraschend: als ich noch die Nikon hatte, dachte ich: wenn ich doch nur eine Fuji hätte, wären meine Bilder noch besser. Jetzt habe ich die Fuji, meine Bilder sind besser und ich denke manchmal: es ist unwichtig, welche Kamera es ist, es kommt halt auf den Fotografen an :D.

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Hallo Graf Foto!

 

Herzlich willkommen hier im Forum!

 

Eine sehr schöne Vorstellung!

 

Sehr schön auch der letzte Satz:  Jetzt habe ich die Fuji, meine Bilder sind besser und ich denke manchmal: es ist unwichtig, welche Kamera es ist, es kommt halt auf den Fotografen an....

Das stimmt , denn ein gutes Foto entsteht 30cm hinter der Kamera - aber mit Fuji macht es noch mehr Spaß...!

 

Beste Grüße aus Bremen und immer gutes LIcht!

 

P.S.: Ich habe eine X-E2 anzubieten........

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Na, das ist ja mal eine Liebeserklärung.

Mir ist es ähnlich gegangen und kann alles weitgehend nachvollziehen.

Was ist dabei nicht verstehen kann, daß Du sagst, die 2,8 Zoomobjektive wären teuer und schwer.

Ich hatte diese (bzw. ähliche ) Objektive vorher von Carl Zeiss, bzw. Sony ( 2,8 70-200 ), die kosten teilweise mehr als das doppelte,

vom Gewicht ganz zu schweigen - ok.die Haptik ist besser, nicht soviel Kunststoff..........

Die Abbildungsqualtät ist aber keinesfalls schlechter und darauf kommt es an, bzw. besser, liegt aber an dem Sensor der XT-1.

Die Preise von Fuji finde ich allgemein eher günstig.

Wir verlangen ja auch ein sehr hohes Niveau........geht eben nicht zum Aldipreis.

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Moin und Herzlich Willkommen hier!

Na, das ist ja mal eine Vorstellung und schon fast eine Rezension der T2 und des X-Mount- Systems! Ich kann Dir das aus vollstem Herzen bestätigen, mir ging es genauso! Als alter "Analogiker" hat mich das Bedienkonzept überzeugt, in Verbindung mit den tollen Filmsimulationen ( ganz besonders Acros!) kommt bei mir wieder das damalige Feeling auf und damit der Spaß am bewusst gemachtem Bild. Allerdings war es bei mir die Pro2 zum Anfang! Und was dann daraus geworden ist sieht man weiter unten, jaja das Fuji- Gas lässt grüßen!

Interessant finde ich dass Du damals den Agfa präferiert hattest, bei mir war es Ilford und Fuji (Acros), Agfa war mir immer, wie soll man es ausdrücken (?), zu präziese (?), zu technisch,- ich denke Du weißt was ich meine.

 

Grüße und gut Licht!

Michel

 

P.S.: Wenn Du die E2 schon so toll fandest, warum ist es dann keine Pro2 geworden?

Und wenn Du die Zooms mit 2,8 als Freistellung schon toll findest, dann guck dir mal das 2/90ziger an,..........!

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Hallo Graf Foto!

 

Herzlich willkommen hier im Forum!

 

Eine sehr schöne Vorstellung!

 

Sehr schön auch der letzte Satz:  Jetzt habe ich die Fuji, meine Bilder sind besser und ich denke manchmal: es ist unwichtig, welche Kamera es ist, es kommt halt auf den Fotografen an....

Das stimmt , denn ein gutes Foto entsteht 30cm hinter der Kamera - aber mit Fuji macht es noch mehr Spaß...!

 

Beste Grüße aus Bremen und immer gutes LIcht!

 

P.S.: Ich habe eine X-E2 anzubieten........

 

Danke für die Grüße. Mit einer X-E2 warte ich noch etwas. Vermutlich kommt ja Ende des Jahres eine X-E3 und bis dahin kann ich mir eine X-E2 so gut wie immer ausleihen.

Ebenfalls immer gutes Licht und viele Grüße ins schöne Bremen!

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Na, das ist ja mal eine Liebeserklärung.

Mir ist es ähnlich gegangen und kann alles weitgehend nachvollziehen.

Was ist dabei nicht verstehen kann, daß Du sagst, die 2,8 Zoomobjektive wären teuer und schwer.

Ich hatte diese (bzw. ähliche ) Objektive vorher von Carl Zeiss, bzw. Sony ( 2,8 70-200 ), die kosten teilweise mehr als das doppelte,

vom Gewicht ganz zu schweigen - ok.die Haptik ist besser, nicht soviel Kunststoff..........

Die Abbildungsqualtät ist aber keinesfalls schlechter und darauf kommt es an, bzw. besser, liegt aber an dem Sensor der XT-1.

Die Preise von Fuji finde ich allgemein eher günstig.

Wir verlangen ja auch ein sehr hohes Niveau........geht eben nicht zum Aldipreis.

 

Hallo Manni,

 

danke für das Willkommen!

Ich habe ja geschrieben: relativ teuer und schwer. Wenn du den Rest meines Geschreibsels liest, wirst du feststellen, dass ich deine Meinung komplett teile. Relativ schwer und teuer sind die Zooms nur in Bezug auf die Fuji-Festbrennweiten bzw. die günstigeren Zooms. Aber natürlich bieten sie viel mehr.

Und über den Vergleich zu den Sonys hatte ich ja auch geschrieben und darüber, dass die Fujinons der Grund für mich sind, zur Fuji und nicht zur Sony gewechselt zu haben. Übrigens sind die Sonys (wie eigentlich alle Kleinbildformat-Objektive) immer "eine Nummer" größer als die Fujinon-Zooms. Im Laden hatte ich ein GM 24-70mm zum Vergleich, das entsprach von der Größe und vom Gewicht her ziemlich genau dem 50-140er Fujinon, dessen Sony-Äquivalent ja dann nochmal noch viel größer ist. Ebenso bin ich wie du der Meinung, dass der Preis für die Leistung der Fujinons mehr als angemessen und das Preis-Leistungsverhältnis viel besser als bei den Sony GM-Objektiven. Ich meine aber auch, das so geschrieben zu haben und hoffe, dass das auch so rüberkommt.

 

Viele Grüße

Uwe

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Moin und Herzlich Willkommen hier!

Na, das ist ja mal eine Vorstellung und schon fast eine Rezension der T2 und des X-Mount- Systems! Ich kann Dir das aus vollstem Herzen bestätigen, mir ging es genauso! Als alter "Analogiker" hat mich das Bedienkonzept überzeugt, in Verbindung mit den tollen Filmsimulationen ( ganz besonders Acros!) kommt bei mir wieder das damalige Feeling auf und damit der Spaß am bewusst gemachtem Bild. Allerdings war es bei mir die Pro2 zum Anfang! Und was dann daraus geworden ist sieht man weiter unten, jaja das Fuji- Gas lässt grüßen!

Interessant finde ich dass Du damals den Agfa präferiert hattest, bei mir war es Ilford und Fuji (Acros), Agfa war mir immer, wie soll man es ausdrücken (?), zu präziese (?), zu technisch,- ich denke Du weißt was ich meine.

 

Grüße und gut Licht!

Michel

 

P.S.: Wenn Du die E2 schon so toll fandest, warum ist es dann keine Pro2 geworden?

Und wenn Du die Zooms mit 2,8 als Freistellung schon toll findest, dann guck dir mal das 2/90ziger an,..........!

 

Hallo michmarq,

 

Danke für das nette Willkommen! Die Pro2 ist es deshalb nicht geworden, weil ich das Konzept des optischen Suchers nach meinem Verständnis eher für Festbrennweiten denn für Zooms geeignet halte und ich unbedingt die beiden Zooms haben wollte. Ich habe mir tatsächlich zuerst die Objektive und danach die Kamera ausgesucht. Außerdem schätze ich das Klappdisplay der T2 sehr! Die E2 hat einen langsameren Autofokus, keinen Joystick und ebenfalls kein Klappdisplay, auch keinen zweiten Kartenplatz. Aber sie reizt mich immer noch, weil sie so klein und gediegen ist. Mal abwarten, ob das Jahr noch eine E3 bringt und wie die dann ausgestattet ist.

 

Edit: Lichtstärke ist natürlich was tolles. Nach meinen ersten Porträits (und ich meine wirklich die ersten zwei oder drei Bilder mit meinem 16-55er - das 50-140 war gerade ausverkauft) habe ich aber festgestellt, dass die Freistellung mit der Offenblende mehr als ausreichend für mich ist. Selbst damit gerät ein Auge, das nicht mehr auf der Fokusebene liegt, ggf. schon in die Unschärfe und an dem Bokeh habe ich überhaupt gar nichts auszusetzen und der Übergang von der Schärfe in die Unschärfe ist auch ganz wunderbar.

Nicht, dass ich die Festbrennweiten von Fuji nicht schätzen würde - ganz im Gegenteil. In den Foren gibt es ja auch genügend Beispiele für die ganz hervorragende Qualität. Zum Beispiel das 90er, das 56er und das neue 50er f/2.0 sind tolle Objektive. Mir reicht allerdings die Qualität meiner beiden Zooms völlig aus. Ich habe noch bei keinem einzigen meiner Bilder gedacht, dass es ein Kompromiss ist, weil es "nur" mit einem Zoom gemacht ist und ich besser eine FB gehabt hätte.

Anders sieht es im WW-Bereich aus. Das 10-24 habe ich nicht gekauft, weil ich davon noch nicht ganz überzeugt bin. Es ist mir zu lichtschwach und hat kein WR. Andererseits sehe ich für mich keinen Sinn darin, wegen der 2 mm mehr WW gegenüber meines Zooms eine 14er FB zu kaufen. Ich hoffe noch auf das Erscheinen des gerüchteweise angekündigten 8-16mm f/2.8 WR.

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Herzlich willkommen!

 

Solange es das 8-16 noch nicht gibt, kannst Du ja mal das 12er Zeiss probieren ;) .

 

Gruß Tommy

 

Danke für das Willkommen! Hast du das Zeiss? Ist das gut? 12mm wären womöglich noch etwas zu wenig WW für mich. Ich erinnere mich noch sehr gut an eine Situation, in der ich damals noch mit meinem Nikkor 10-24 an der D5200 (ebenfalls APSC) ein Bild gemacht hatte, bei der ich wegen der Standortgegebenheiten auf die vollen 10mm zurückgehen musste. Ein 12er hätte schon nicht mehr ausgereicht. Und auf das Bild hätte ich nicht gerne verzichtet.

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Oder das 2/12mm von Samyang/Walimex, die weitaus preiswertere Alternative und mindestens genauso gut!    :)

 

Zumal das manuelle Fokussieren an der Fuji kein Problem darstellt. Das ist ja auch keine Action-Brennweite. 

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Zumal das manuelle Fokussieren an der Fuji kein Problem darstellt. Das ist ja auch keine Action-Brennweite. 

Genau! Blende 8 und Unendlich,- gut is'!    :)

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Genau! Blende 8 und Unendlich,- gut is'!    :)

 

Die Sonne scheint, der Himmel lacht, 125stel ... :) 

 

Ganz im Ernst: das war tatsächlich zu analogen, manuellen Leica-Zeiten unter Ausnutzung der Hyperfokaldistanz meine Standardeinstellung, mit der ich losgezogen bin und von der aus dann schnell Anpassungen je nach Situation möglich waren! :) 

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Hallo Uwe,

 

na das nenne ich mal eine ausführliche Vorstellung :-)  Ich habe mir auch überlegt, ob ich das 2.8er nehmen soll, aber ich versuche es erst mal mit dem Kit-Objektiv, da ich mir gut vorstellen kann, dass sich durch den eingebauten Stabi die durchgängige Blende relativiert. Es bleibt wohl schon die Frage, wie stark sich die durchgehenden 2.8 im Vergleich zu den 4.0 auswirken, aber gerade bei der längsten Brennweite dürfte sich das relativieren. Hier wären natürlich Vergleichsbilder interessant ;-)

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Hallo Uwe,

 

na das nenne ich mal eine ausführliche Vorstellung :-)  Ich habe mir auch überlegt, ob ich das 2.8er nehmen soll, aber ich versuche es erst mal mit dem Kit-Objektiv, da ich mir gut vorstellen kann, dass sich durch den eingebauten Stabi die durchgängige Blende relativiert. Es bleibt wohl schon die Frage, wie stark sich die durchgehenden 2.8 im Vergleich zu den 4.0 auswirken, aber gerade bei der längsten Brennweite dürfte sich das relativieren. Hier wären natürlich Vergleichsbilder interessant ;-)

 

Der Unterschied zwischen dem 16-55 2.8er und dem 18-55 2.8-4er ist wahrscheinlich in Qualität und Bildergebnis nicht so groß. Ich habe mich damals für das 2.8 entschieden, weil ich mich nicht bei jedem Bild hätte fragen wollen, ob es mit dem 2.8er besser geworden wäre. Eigentlich irrational...

Im Nachhinein ärgere ich mich ein bisschen, dass ich das 2.8-4 im Kit nicht noch zusätzlich mitgenommen habe. Das wäre supergünstig gewesen und hätte eine tolle Basis mit einem kleinen Body für ein kompaktes "immer-dabei"-Set abgegeben. Andererseits ist die T2 mit dem 2.8er nun auch wieder nicht sooo groß, als dass man sie nicht auch mitnehmen könnte.  :)

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