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Schätze im Bücherregal - Fotobuchempfehlungen - Bildbände, keine Lehrbücher - JEKAMI

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vor 5 Stunden schrieb bilderfinder:

Da passt gleich ein weiteres Fotobuch dazu:

Benita Suchodrev: 48 Hours Blackpool (Kehrer 2018)

...

Guten Morgen.

Zur Entstehung dieses Buchs gibt es einen Bericht bei Youtube:
https://youtu.be/RjH7nuCFQPA

Heute ein Buch, das weniger Bildband als mehr Dokumentation ist: Gerry Badgers "The Genius of Photography", das Buch zur gleichnamigen BBC-Reihe.

Diese BBC-Reihe von 2007 stellt in sechs Teilen (hier der Episodenguide: https://www.bbc.co.uk/programmes/b00866km/episodes/guide) nahezu alle Aspekte der Fotografie vor. Von der Sichtweise der Sammler von Vintage-Abzügen über die von Mode-, Kriegs- und Portraitfotografen, der Entwicklung der Fotografie und der sozialen und kulturellen Bedeutung werden viele wichtige Themen behandelt. Etwa einmal jährlich schaue ich mir diese Doku-Reihe mit großem Vergnügen an.

Nun zum Buch: Es dient nicht nur als Ergänzung der Sendereihe, sondern deckt auch weitere Themen ab. Zusätzlich werden viele der besprochenen Bilder gezeigt, die Texte (in leicht verständlichem Englisch, wie auch die Sendereihe) bieten weitere Informationen. Kein "Bildband" im klassischen Sinn, obwohl viele Fotos gezeigt und besprochen werden, dennoch sehr interessant für Fotografen, die sich für mehr als die Technik interessieren. Die Verarbeitung ist einfach, aber in Ordnung, die Druckqualität ausreichend.

Ich hoffe, der TO verzeiht mir diesen Ausflug.

Hier der Link zu dieser Reihe:
https://archive.org/details/tGoPhoto

Edited by Mattes

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vor 5 Stunden schrieb Mattes:

Ich hoffe, der TO verzeiht mir diesen Ausflug.

Wenn nicht dir, wem dann ? 😉

Nein im Ernst, passt schon. Ich fände es nur schade, wenn sukzessive eine Brücke zu Bücher geschlagen würde, die dann nicht mehr zur Idee passen und mehr Lehrbuch- als Bildbandcharakter haben. Aber Bücher einen Überblick zu Genres, Ausstellungskataloge, historische Entwicklungen der Fotografie  oder speziellen fotografischen Themen bieten sind natürlich auch ok.  

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Heute, wie versprochen, wieder ein "echter" Bildband: William Eggleston "Portraits".

William Eggleston ist ja vor allem als Vorreiter der "New color photography" bekannt, die in den 1960er Jahren die Farbfotografie in den USA in den Bereich der Kunst beförderte - vorher war sie üblicherweise der Werbung und den "Schnappschussfotografen" zugeordnet worden. Sein Buch "William Eggleston's Guide" löste damals in Beben in Kunst- und Kunstkritikerkreisen aus. Neben diesen Arbeiten hat Eggleston auch Portraits fotografiert, natürlich in Farbe. Dieser Bildband zeigt eine Auswahl dieser Aufnahmen in guter Druck- und Produktionsqualität.

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Heute mal wieder etwas Glamour: Peter Gowland's Girls.

Der amerikanische Fotograf war einer der großen der Pinup-Ära. Seine Bilder prägten in den 1940er bis 1960er Jahren das Bild, das wir heute von Pinups haben (ich meine die "klassische" Version ohne Tinte und Blech). Seine Bilder erschienen auf mehr als 1.000 Zeitschriftentitelseiten, auch seine Schauspielerportraits - z.B. von Rock Hudson - sind sehr bekannt. Seine Bilder sind ein Blick in eine Zeit, in der das Selbstbild und die Darstellung von Frauen eine gänzlich andere war als heute - ein Zeitdokument.

Peter Gowland erfand seine eigene Kamera, die er "Gowlandflex" (https://www.petergowland.com/gowlandflex-cameras) nannte: eine zweiäugige Kamera nach dem Vorbild der Rolleiflex, allerdings für das von ihm bevorzugte 4 x 5"-Format (es gab aber auch Modelle für 8x10"). Annie Leibowotz und Yousouf Karsh haben eine solche Kamera später ebenfalls eingesetzt. Dieses große Aufnahmeformat verleiht seinen Bildern einen ganz besonderen Look. Im letzten Jahr gab es in Köln eine große Ausstellung seiner Bilder. Dieser Bildband ist allerdings kein einfacher Ausstellungskatalog, sondern hervorragend produziert und gedruckt.

Edited by Mattes

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vor 3 Stunden schrieb Mattes:

Peter Gowland erfand seine eigene Kamera, die er "Gowlandflex" (https://www.petergowland.com/gowlandflex-cameras) nannte: eine zweiäugige Kamera nach dem Vorbild der Rolleiflex, allerdings für das von ihm bevorzugte 4 x 5"-Format

Danke dafür, von denen hätte ich noch nie gehört. Lohnt sich das mal anzuschauen. 

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Heute mal wieder ein Fotobuch aus dem Bereich Mode und Portrait: Peter Bowen Smith "Projects".

Der Name Peter Bowen Smith wird vermutlich nur den wenigsten ein Begriff sein, seine Bilder sind vielleicht bekannt. Smith war mehrere Jahre als Assistent bei Herb Ritts tätig - das sieht man seinen Bildern stilistisch auch an - was nicht die schlechte Nachricht ist. Das Buch zeigt neben seinen freien Arbeiten auch kurze Texte und Widmungen der Modelle, mit denen er zusammen gearbeitet hat - ein Who is Who jener Zeit. Die Bilder selbst sind technisch und gestalterisch exzellent - er war wohl ein guter Schüler. Das Buch ist sehr gut gedruckt und verarbeitet.

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Am 6.8.2019 um 07:17 schrieb Mattes:

Heute, wie versprochen, wieder ein "echter" Bildband: William Eggleston "Portraits".

William Eggleston ist ja vor allem als Vorreiter der "New color photography" bekannt, die in den 1960er Jahren die Farbfotografie in den USA in den Bereich der Kunst beförderte - vorher war sie üblicherweise der Werbung und den "Schnappschussfotografen" zugeordnet worden. Sein Buch "William Eggleston's Guide" löste damals in Beben in Kunst- und Kunstkritikerkreisen aus. Neben diesen Arbeiten hat Eggleston auch Portraits fotografiert, natürlich in Farbe. Dieser Bildband zeigt eine Auswahl dieser Aufnahmen in guter Druck- und Produktionsqualität.

Heute gekommen, tolles Buch. Danke für die Vorstellung. 

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Heute ein Buch von einem meiner Lieblingsfotografen: "Edges" von Harry Gruyaert.

Der belgische Magnum-Fotograf Harry Gruyaert arbeitet fast ausschliesslich in Farbe. Seine Bilder erinnern dabei farblich an0 Fotografen wie Joel Sternfeld, William Eggleston oder Joel Meyerowitz. In seinem Buch "Edges" zeigt er Aufnahmen von Küstenstädten in Belgien und Frankreich, aber auch aus Marokko und Ägypten. Ungewöhnlich an diesem sehr gut produzierten Buch ist das Format: die Bilder sind querformatig gedruckt, die Bindung befindet sich jedoch an der Oberseite, ähnlich einem Kalender.

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vor einer Stunde schrieb Mattes:

Heute ein Buch von einem meiner Lieblingsfotografen: "Edges" von Harry Gruyaert. (...)

Ganz wunderbar. Herr Gruyaert ist auch einer meiner Favoriten. Siehe auch #327 und #499.

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Ich glaube das naheliegendste Buch ist hier (in diesem Thread) noch gar nicht vorgestellt worden. 

Fujifilm

X-PHOTOGRAPHERS

Ich habe es erst seit heute, da mich der Preis von ca. 50€ schon etwas abgeschreckt hat. Den die Bedeutung von einigen hier vorgestellten Klassikern aus dem Bereichen Fotografie/ Fotokunst hat es sicherlich nicht. 

Gleichwohl ist es interessant, wenn man einerseits eine Affinität für das X System hat und sich anderseits auch für die Ergebnisse professioneller Nutzer interessiert.

So gibt es (zB auch von den Mitforenten @christian ahrens und @MartinHuelle ) sehenswerte Bildstrecken zu betrachten. Gleichzeitig wird natürlich auch das X-System promotet, was in einem klassischen Bildband natürlich kein Thema wäre. 

Das ordentlich gedruckte u. gebundene Buch wird aktuell vom Franzis Verlag für 15€ inklusive Versand (im robusten Karton und mit rascher Abwicklung) rausgehauen, wie ja auch hier bekannt gegeben:

[Ergänzung Admin: – Hier der direkte Link]

 

Zu dem Preis ein echtes Schnäppchen, das ich mir gerne gegönnt habe und euch daher auch hier empfehlen möchte. 

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Heute mal etwas Klassisches: "Us and them"  von Helmut Newton und Alice Springs.

Der Bildband "Us and them" zeigt Bilder des Fotografenpaars Helmut Newton und Alice Springs. Während die Modefotografien, Akte und Portraits von Helmut Newton sehr bekannt sind, gibt das für die Aufnahmen seiner Frau in geringerem Maße, dabei sind sie nicht schlechter. Neben den schon anderorts veröffentlichten, kommerziellen Arbeiten enthält dieses Buch auch persönliche Aufnahmen der beiden Fotografen. Druck und Produktionsqualität sind gut.

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Heute zeige ich ein Buch, dass ich mir zwar jetzt nicht mehr kaufen würde, aber da es schon einmal im Regal steht....

Nick Veasey: X-RAY. Die Schönheit des Verborgenen. (Collection rolf Heyne, 2010)

Veaseys Fotografie hat mit herkömmlicher wenig zu tun. Was er betreibt ist Röntgenfotografie (Beispiele), d.h. er fertigt Röntgenbilder an, die er anschließend scannt bzw. teilweise am Computer zusammenbaut. Das ergibt hübsche, manchmal auch interessante oder verblüffende Bilder von Dingen, die man zwar kennt, aber nicht so. Die Absicht Veaseys ist, hinter die Dinge zu schauen, sie zu durchschauen. Das ergibt durchaus charmante Ergebnisse. Ich kann mich aber des Eindrucks nicht erwehren, dass dieser Ein- oder Durchblick oberflächlich bleibt, denn er ist ganz der Form verhaftet.

Ein gelungenes Bild, das neben den abgebildeten Objekten (Form) auch noch Inhalt (Beziehungen) zu bieten hat, ist durchaus in der Lage, tiefer zu leuchten als ein Röntgenapparat.

(Als ich vor 8 Jahren die Ausstellung hier in Graz gesehen habe, hat sie mich aber so beeindruckt, dass ich den Band gekauft habe.)

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Als Ergänzung zu Beitrag #588 heute: Alice Springs "The Paris MEP Show".

June Browne, geboren 1923 in Australien, wurde als June Newton, Helmut Newtons Ehefrau, bekannt. Sie gewann Preise als Theaterschauspielerin. Ihre eigene fotografische Karriere begann 1970 unter dem Künstlernamen Alice Springs. Sie portraitierte Künstler, vor allem Schauspieler und Schriftsteller, und fotografierte natürlich auch im Umfeld ihres weitaus berühmteren Manns Helmut Newton. Das Buch zur Ausstellung zeigt sowohl die kommerziellen Bilder - darunter einige in Farbe - als auch ihre persönlichen Aufnahmen. Die Mehrzahl der Bilder ist schwarzweiss. Das Buch aus dem Taschen-Verlag ist sehr gut produziert und gedruckt. 

Ach ja: aufgrund anderer Termine gibt es die nächste Buchvorstellung von mir erst am kommenden Mittwoch.

Edited by Mattes

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Klaus Pichler: Dust. (AnzenbergerEdition 2015)

K.P. ist ein österreichischer Fotograf, der neben seinen kommerziellen Arbeiten schon mehrere Bücher veröffentlicht hat. Neben dem dokumentarischen „Golden days bevore they end“ über die Wiener Beisl-Subkultur sind das vor allem künstlerisch-konzeptionelle Arbeiten. Eine davon wird  in dem hier vorgestellen Buch „Dust“ präsentiert.

Es geht, ganz dem Titel gemäss, um Staub. Der ist zwar nicht erwünscht, aber trotzdem überall vorhanden.

Klaus Pichler hat sich auf die Socken gemacht und Staub, genauer gesagt: Kehricht, aus  verschiedenen Umgebungen fotografiert, 99 an der Zahl. Da gibt es das Kehrichthäufchen aus zwei Fanstores rivalisierender Fußballklubs (einfach zu erraten), aus einem Friseurladen, einer Tierhandlung, verschiedenen Wohnungen, einem Kino und einem Eisenbahnabteil neben vielen anderen Orten. Auch eine Fotogalerie, Museen und eine Polizeistation fehlen nicht.

Das Ergebnis sind mehr oder minder bunte, haarig-fluffige Häufchen von beachtlicher ästhetischer Qualität, die zum Raten einladen, woher sie denn stammen mögen; denn es wird klar, dass da viel „Verräterisches“ am Boden liegt. Jedenfalls: Mist zum Genießen.

Das Buch ist außerdem sehr schön produziert, beginnend beim Einband bis hin zum Druck.

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Heute wieder ein Buch mit den Bildern eines Klassikers: Edward Weston "Icons".

Edward Weston war ein Zeitgenosse von Ansel Adams, seine Bilder sind in mancher Hinsicht ähnlich. Seine Großformataufnahmen von Details der Natur (siehe Titelbild), Landschaften und Akten sind typisch für ihre Ästhetik der 1930er bis 1950er Jahre. Das kleine Buch "Icons" bietet einen kompakten Einblick in seine Arbeiten; wer also nicht gleich viel Geld investieren möchte, ist hier also richtig.

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Hier ein Buch von einem meiner Lieblingsfotografen dieses Genres: Albert Watson "Fashion Portraits and Landscapes".

Albert Watson gehört zu den aktivsten und erfolgreichsten Mode- und Portraitfotografen der letzten Jahrzehnte. Seine Bilder (z.B. das Titelbild der Steve Jobs-Biographie) sind weltbekannt, er hat sowohl Modekampagnen für namhafte Hersteller fotografiert, als auch Portraits, Stillleben und Lanschaften. Den Inhalt dieses hervorragend produzierten Buchs verrät bereits der Titel.

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Noch ein Buch von Albert Watson: UFO.

Der Titel "UFO" steht bei Albert Watson für "Unified Fashion Objectives". Das Buch ist groß, schwer und aussergewöhnlich gut produziert und gedruckt. Es enthält eine Vielzahl von Albert Watsons Mode- und Portraitfotografien - für mich eines der besten Bücher dieses aussergewöhnlichen Fotografen.

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Heute mal wieder etwas Ernsteres: Jay Ullal „Man hat nur sieben Leben“.

Der indischstämmige Jay Ullal hat über Jahrzehnte die Reportagen des Magazins „Stern“ mit seinen Bildern versorgt, als es noch den Anspruch hatte, ein wirkliches Nachrichtenmagazin zu sein. In dieser Zeit hat Jay Reportagen aus Kriegs- und Krisengebieten, aber auch aus sozialen Brennpunkten fotografiert. Dieses Buch ist kein reiner Bildband, denn es werden auch die Geschichten der Entstehung der Bilder erzählt; manchmal überwiegen sogar die Textanteile. Dennoch kann ich dieses Buch jedem empfehlen, der sich mit der Realität des Reporterdaseins befassen und aussergwöhnlich gute Fotos sehen möchte. 

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Weiter geht es mit ernsthaften Bildern: Moises Saman "This is War".

Dieses kleine, relativ dünne Buch kann sinnbildlich für die Berichterstattung aus den Nahost-Kriegen der letzten Jahre stehen: die Tagesberichterstattung erfolgt, wenn überhaupt, im Fernsehen. Bildberichterstattung und klassische Fotoreportagen gibt es kaum noch. Zum einen wegen der extremen Bedrohung der Journalisten durch radikalislamische Gegner, zum anderen wegen des nachlassenden Interesses der "westlichen Welt". Dieses Buch versucht, das zu ändern, und zeigt Bilder, die es sonst kaum ans Tageslicht schaffen. 

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Noch ein Bildband zum Thema: "Witness Iraq".

Dieses Buch fasst Bilder verschiedener Kriegs- und Krisenfotografen zusammen, die am Kriegsschauplatz Irak unterwegs waren. Er zeigt eindrücklich, dass durchaus Bilder existieren, auch wenn die Tagesberichterstattung vom Fernsehen dominiert wird. Druck und Verarbeitung sind in Ordnung.

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