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hooky69

Verursacht der IBIS verwackelte Bilder?

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Guten Morgen, habe mal eine Frage an die Technik-Kenner.

Ich fokussiere sehr häufig manuell, daher habe ich den IBIS auch auf "dauernd an" stehen, denn das hilft beim manuellen Fokussieren sehr (ruhiges Sucherbild). Aber um das Foto aufzunehmen, ist der IBIS dann oft gar nicht notwendig, da die Zeiten - gerade bei offenen Blenden - deutlich schnell genug sind.

Jetzt ist mir in letzter Zeit aufgefallen, dass einige Fotos bei Zeiten von 1/500> dann doch leicht verwackelt aussehen. Bei einer Brennweite von unter 90mm ist das eigentlich seltsam. Kann der eingeschaltete IBIS daran schuld haben?

Bei Sportaufnahmen mit schnellen Zeiten, Serie und AF-C ist klar, dass der IBIS ausgeschaltet werden sollte, aber trifft das auch auf die Einzelaufnahme im manuellen Fokusbetrieb oder auch AF-S zu?

Ich weiß es jetzt nicht mehr genau, aber ich meine mich daran zu erinnern, dass es bei Pentax eine IBIS-Automatik gibt, diese greift auch nur dann ein, wenn die Zeit nicht schnell genug ist - aber vielleicht habe ich das auch falsch in Erinnerung.

Eine solche Automatik wäre auf jeden Fall hilfreich - also beim Fokussieren an, bei der Aufnahme dann aber doch nicht aktiv, wenn die Zeit für die verwendete Brennweite schnell genug ist. 

Oder mache ich einen Denkfehler?

LG, Heiko

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Shutter Shock suchen. Speziell die ersten Olys mit IBIS hatten darunter zu leiden.

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vor 6 Minuten schrieb skask:

Shutter Shock suchen. Speziell die ersten Olys mit IBIS hatten darunter zu leiden.

Vllt mal Aufnahmen mit MS und ES vergleichen, auch als Ausschlußverfahren.

bearbeitet von lefou

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vor 6 Stunden schrieb hooky69:

 Kann der eingeschaltete IBIS daran schuld haben?
 

Wenn der Verschluss stärker wackelt als der IBIS festhält, dann kann das schon sein. Sollte also bei ES nicht vorkommen.

bearbeitet von skask

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vor 21 Minuten schrieb lefou:

Vllt mal Aufnahmen mit MS und ES vergleichen, auch als Ausschlußverfahren.

werde ich probieren. Bei der T2 habe ich immer mit MS gearbeitet, jetzt bei der H1 ist es ES/MS/E

aber vergleichbare Aufnahmen zu machen ist nicht gerade leicht, vielleicht bin ich ja auch die Fehlerquelle und und zittere manchmal etwas stärker. Aber ein Gefühl sagt mir, es hängt mit dem IBIS zusammen.

bearbeitet von hooky69

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Wenn mit ES/MS/E  "EF+M+E aka Elektronischer Erster Verschlussvorhang + mechanischer Verschluss + elektronischer Verschluss" gemeint ist, dann ist Shutter Shock schon mal auszuschließen.

Generell kann ein Stabi natürlich auch zu schlechterer Bildqualität führen, weil er etwas stabilisiert, das es nicht zu stabilisieren gibt. Das ist bei schnellen Zeiten der Fall. Theoretisch würde ich bei 1/500s mit Fujis Sampling Rate eigentlich keine Probleme erwarten (und habe selber noch nichts in diese Richtung feststellen können), aber die erste Fuji Generation OIS hatte ja auch ihre Eigenheiten, also auszuschließen ist es wie gesagt nicht. 

 

Eine Automatik die nur auf die Verschlusszeit schaut ist auch nicht unbedingt hilfreich. Denn es kann durchaus Sinn machen auch bei sehr kurzen Verschlusszeiten einen Stabi zu nutzen (gerade aufgrund der zuvor genannten Sampling Rate sollten die Fuji Kameras in solchen Situationen sogar im Vorteil sein) 

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vor 4 Minuten schrieb wildlife:

Wenn mit ES/MS/E  "EF+M+E aka Elektronischer Erster Verschlussvorhang + mechanischer Verschluss + elektronischer Verschluss" gemeint ist, dann ist Shutter Shock schon mal auszuschließen.

Generell kann ein Stabi natürlich auch zu schlechterer Bildqualität führen, weil er etwas stabilisiert, das es nicht zu stabilisieren gibt. Das ist bei schnellen Zeiten der Fall. Theoretisch würde ich bei 1/500s mit Fujis Sampling Rate eigentlich keine Probleme erwarten (und habe selber noch nichts in diese Richtung feststellen können), aber die erste Fuji Generation OIS hatte ja auch ihre Eigenheiten, also auszuschließen ist es wie gesagt nicht. 

 

Eine Automatik die nur auf die Verschlusszeit schaut ist auch nicht unbedingt hilfreich. Denn es kann durchaus Sinn machen auch bei sehr kurzen Verschlusszeiten einen Stabi zu nutzen (gerade aufgrund der zuvor genannten Sampling Rate sollten die Fuji Kameras in solchen Situationen sogar im Vorteil sein) 

Ja, so meinte ich das mit dem Verschluss, sorry! 

Sampling Rate? Was muss ich mir darunter Vorstellen (nur wenn es leicht zu erklären ist) 😁

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vor 4 Minuten schrieb hooky69:

Sampling Rate? Was muss ich mir darunter Vorstellen (nur wenn es leicht zu erklären ist) 😁

mit Sampling Rate/Sampling Frequency wird beschrieben wie oft das System auf Unterschiede checkt und ggf. auch korrigiert.

Hierzu gibt/gab es Überlegungen, wie weit denn etwas bewegt/stabilisiert werden kann, wenn die Information über die zu korrigierende Bewegung nicht genau genug ist. Früher wurde gerne gesagt, dass man bei Verschlusszeiten von 1/((Sampling Frequenz)/2) den Stabi deaktivieren sollte. Man findet deshalb gerade zu Nikon oft den Wert 1/500s (weil die Sampling Frequenz bei 1000hp liegt/lag). Das ist natürlich kein fixer Wert und auch das 1/((Sampling Frequenz)/2) wurde von manch einem angezweifelt.

Bei Fuji liegt es glaube ich bei 16000hz (oder waren es 8000hz?) 

Zum IBIS gab es glaube ich auch einen (ähnlichen) Wert, den weiß ich aber auf alle Fälle nicht mehr. 

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Ich habe mich für die H1 nie interessiert, daher eine Frage: Hat die H1 Dual IS wie zB Panasonic, bzw welcher Stabi kommt bei stabilisierten Objektiven zum Einsatz?

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vor 8 Minuten schrieb lefou:

Ich habe mich für die H1 nie interessiert, daher eine Frage: Hat die H1 Dual IS wie zB Panasonic, bzw welcher Stabi kommt bei stabilisierten Objektiven zum Einsatz?

so viel wie möglich OIS, restliche Achsen IBIS.

Also Nick/Gier (pitch/yaw) macht der OIS (außer im XF80mm, wo er auch die Translation (x, y) macht. Roll macht immer der IBIS, da sich dies vom OIS nicht korrigieren ließe. 

 

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Ein Bildstabilisator ist ja für einen bestimmten Frequenzbereich von Schwingungen optimiert, nämlich die Frequenzen, mit denen man typischerweise verwackelt. Da die Ausgleichsbewegungen der Verwacklung entsprechen, wird auch eine fälschliche Korrektur durchweg im gleichen Frequenzbereich liegen. Daraus folgt nun aber, dass eine kurze Verschlusszeit, die es gar nicht erst zu Verwacklungsunschärfe kommen lässt, auch Fehlkorrekturen des Bildstabilisators neutralisiert. Anders ist es bei Langzeitbelichtungen mit der Kamera auf dem Stativ, bei denen sich Fehler des Stabilisators durchaus bemerkbar machen können.

Wenn nun aber der „shutter shock“ zuschlägt und der beweglich gelagerte Sensor durch die vom ersten Verschlussvorhang ausgelösten Vibrationen schwingt, können auch untypische Frequenzen auftreten, für die auch eine kurze Belichtungszeit nicht mehr ausreicht.

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Im Prinzip ja. Ob es tatsächlich so ist, müsste man experimentell herausfinden. Die X-H1 sollte ja eigentlich vor Auswirkungen des Shutter Shock geschützt sein.

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hallo,

ich habe schon mehrmals für mich unerklärliche unscharfe Fotos mit der T2 und dem XC50-230 bei eingeschaltem Stabi erhalten.

Bl. 9 und 1/1250 aus der Hand. Beugung schließe ich aus weil ich schon sehr scharfe Fotos mit dieser Blende erhalten habe.

Wie schliesse ich das aus? Muss ich immer den Stabi ausschalten (sehr umständlich ;-((  )?

Grüsse

nobbe

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Da ja das ganze IBIS etc. Zeugs durch irgendwelche "Kombinationen und Einstellungen" Nachteile haben kann, habe ich die Funktion zum  deaktivieren auf eine Funktionstaste gelegt.

Fokusieren mit Stabilisation und je nach Brennweite und Zeit ..ein oder aus.

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Das habe ich auch, aber zum manuellen Fokussieren brauche ich "dauernd an". Nach dem Fokussieren müsste ich dann zweimal drücken (weil ja erst die Zwischenfunktion kommt) um den Stabi auszuschalten. Dabei kann dann wieder das Motiv aus dem Fokus kommen - also doch nicht so einfach.

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Heiko, diese Frage stelle ich mir auch öfters. In letzter Zeit versuche ich bei Verschlusszeiten höher als 1/250 den IBIS auszuschalten auch beim MF.
Komme damit auch ganz gut zurecht.....zumal ich mir auch die Funktion auf eine FN Taste gelegt habe.

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Man sollte auch nicht vergessen, dass der Verschluss auch bei 1/8000s eine volle 1/250s braucht, um das Bild zu machen. In dieser Zeitspanne kann der OIS/IBIS Teile des Bilds entwackeln oder auch verwackeln, nämlich den Teil des Bilds, der gerade vom offenen Schlitz zwischen dem ersten und zweiten Vorhang belichtet wird. So ist es also denkbar, dass bei kurzen Verschlusszeiten ein Teil des Bildes schärfer als ein anderer ist.

Mit 8000 Messungen pro Sekunde beim OIS und noch mehr beim IBIS sollte die Kamera in der Lage sein, auch bei sehr kurzen Zeiten (ca. 1/4000s) Vibrationen zu kompensieren, etwa beim Fotografieren in einem Helikopter.

Bei adaptierten Objektiven und dem IBIS ist es, wie im Handbuch beschrieben, zudem essenziell, dass man die Brennweite des Objektivs korrekt eingibt und selektiert.

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Hallo zusammen, wenn ich Altglas (zB 135 mm) mit einem Makroring benutze, muss ich dann einen höheren Wert als 135 im Menü eingeben?
Gruß Klaus

 

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vor 1 Minute schrieb wolle:

Hallo zusammen, wenn ich Altglas (zB 135 mm) mit einem Makroring benutze, muss ich dann einen höheren Wert als 135 im Menü eingeben?

Als Altersbonus? Nö, das hat nichts mit dem Alter des Objektivs zu tun.

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Hi, es ging mir hier um den Makroring nicht um das Altglas. Der Makroring verändert zwar die Brennweite nicht, aber es wirkt doch wie ein höherer Crop-Faktor..

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Das ist ein bisschen kompliziert. Für den Bildstabilisator ist ja der Bildwinkel maßgeblich, der aber nur annäherungsweise durch die Brennweite festgelegt ist. Im Nahbereich ist der Bildwinkel kleiner als bei Unendlich, und wenn man einen Makroring verwendet, kann man auf kürzere Entfernungen fokussieren, so dass der Bildwinkel noch kleiner werden kann. Streng genommen müsste man die Entfernungseinstellung berücksichtigen, aber das ist nicht so einfach.

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Die Original-Ringe von Fuji könnten das im Kontext mit XF-Objektiven durchaus berücksichtigen, denn die haben eigene Kontakte und könnten sich gegenüber der Kamera auch identifizieren. Ob das in der Praxis auch passiert, ist fraglich, denn bisher wird meines Wissens nach auch die Entfernungs- und DOF-Skala nicht angepasst, wenn ein Fuji-Makroring im Einsatz ist. Das heißt für mich, dass die Kamera weiterhin mit der am Objektiv eingestellten Entfernung rechnet und nicht mit der tatsächlichen Entfernung. Vielleicht wird es intern aber doch berücksichtigt. Auf jeden Fall soll man laut Fuji die zwei Makroringe nicht kombinieren. Dass spätestens dann jegliche Firmware-Anpassung verloren ginge, leuchtet ein.

Mit Altglas ist man da natürlich chancenlos, da gilt für die Kamera ja, dass gar kein Objektiv angeschlossen ist (shoot without lens).

bearbeitet von flysurfer

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vor 9 Stunden schrieb mjh:

Das ist ein bisschen kompliziert. Für den Bildstabilisator ist ja der Bildwinkel maßgeblich, der aber nur annäherungsweise durch die Brennweite festgelegt ist. Im Nahbereich ist der Bildwinkel kleiner als bei Unendlich, und wenn man einen Makroring verwendet, kann man auf kürzere Entfernungen fokussieren, so dass der Bildwinkel noch kleiner werden kann. Streng genommen müsste man die Entfernungseinstellung berücksichtigen, aber das ist nicht so einfach.

Wenn dann noch hinzukommt, daß viele Objektive im Nahbereich auch dadurch fokussieren, daß sich die effektive Brennweite des Gesamtsystems verkürzt, dann geht's ans Eingemachte. Sollte theoretisch eigentlich alles berücksichtigt werden müssen.

Gruß

Uli

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