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Das Bild gibt nicht wieder, was die Situation verspricht - oder "der Prozess des Fotografierens"

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Hallo zusammen,

kennt ihr die Situation, dass ihr bei einem Motiv das Gefühl habt, dass sich etwas daraus machen läßt? Das Bild ist in der Vorstellung schon fertig - zumindest fast fertig. Dann, nach dem Drücken des Auslösers, dem Herunterladen auf den PC, dem ersten Blick auf das Ergebnis kommt die Ernüchterung. Nichts passt zusammen, das Bild wirkt langweilig, unharmonisch, hat Ecken und Kanten (mehr als 4) und es kommt nicht über einen zufälligen Schnappschuß hinaus - so in der Art: "aus Versehen" den Auslöser gestreift. Vielleicht geht es nur mir so und vielleicht ist es meinen überschaubaren fotografischen Fähigkeiten geschuldet.

Hier das Bild  - die Situation kann ich leider nicht in das Forum einstellen - sie liegt in Ostholstein. Eigentlich war das Thema die Symmetrie zwischen den Kühen auf der grünen Wiese auf der einen Seite und den Strohballen auf dem Stoppelacker auf der anderen Seite und dazu den welligen Untergrund, der beides verbindet.

Mein Standort war auf der Plattform eines Turmes => somit waren Abstand und Winkel zum Motiv vorgegeben. Ich habe unterschiedliche Ausschnitte versucht, aber das Ergebnis war immer langweilig, weder Fisch noch Fleisch, beliebig, ohne Aussage.

Meine besten Bilder (und ich möchte nicht behaupten, dass diese wirklich gut waren) habe ich immer dann erhalten, wenn das Bild in der Vorstellung im Detail zuende gedacht war und keine Diskrepanz zum Motiv bestand, wenn also alle Elemente aus dem Motiv in der Vorstellung ins Bild eingebaut waren und ich sicher war, dass das Bild gut wird, noch ehe ich den Auslöser drückte. Bei diesem Motiv gelang mir das nicht.

Konkret zum Beispiel oben:

  • Sehe ich etwas, was das Motiv nicht hergibt (Symmetrie)?
  • Schlechte Bildkomposition?
  • Motiv ist zu wenig reduziert für ein abstraktes, auf Symmetrie abzielendes Bild?
  • Die falsche Idee zum richtigen Motiv?

 

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hi,

da du "Einverständnis Bildbearbeitung: Nein" eingestellt hast, bleibt dir meine Interpretation erspart. :D
(Die geht u. A. deutlich in Richtung meines Vorredners.)

Gruß,
ickser

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Eventuell auch einmal mit der Beleuchtung spielen. Der Stoppelacker ist für mein Empfinden zu braun und könnte gerne ins strohblonde gehen. Daneben stören mich die angeschnittenen Strohballen. (ist aber ein sehr persönliche Meinung). Das Motiv hat schon was!

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Hallo zusammen,

schönen Dank für die Anregungen.

Ich habe das Bild als *.dng auf Dropbox abgelegt:

https://www.dropbox.com/s/jrh3n8peluk1j72/DSCF1032.dng?dl=0

=> zur freien Verwendung.

Ja, der Wald muss weg und der Baum gefällt werden. Dann geht es in die richtige Richtung. Aber bei so umfangreichen Bildmanipulationen habe ich ein schlechtes Gewissen. Aber vielleicht lieber ein schlechtes Gewissen, als ein schlechtes Bild:D.

Die Versionen von Graufilter und DeLuX gefallen mir schon recht gut.

 

Viele Grüße

Bernd

 

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Hi,

anbei meine Version. Ich finde, das rechte Waldstück gehört als "Gegenstück" mit rein.

Und wenn Du jetzt aus solchen Symmetrie / Gegensatz / Kontrast - Paaren eine ganze Serie machen würdest, dann könnte etwas richtig Cooles entstehen! :-)

Viele Grüße, Christian 

 

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Ich hab ein bisschen aufgeräumt ....den Wald und die schwungvolle Linie finde ich gut, wenn er detaillierter rauskommt....und bei dem ganzen Durcheinander kann ein Rahmen nicht schaden. Der Symmetrieanspruch ist vielleicht zu hoch (wäre was für die Photoshopper), aber Dir ist doch eine charmante Beobachtung gelungen.

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vor 22 Minuten schrieb subobjektiv:

Ich hab ein bisschen aufgeräumt ....den Wald und die schwungvolle Linie finde ich gut, wenn er detaillierter rauskommt....und bei dem ganzen Durcheinander kann ein Rahmen nicht schaden. Der Symmetrieanspruch ist vielleicht zu hoch (wäre was für die Photoshopper), aber Dir ist doch eine charmante Beobachtung gelungen.

 

Back to the roots: Mir gefällt's.

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Die geschwungene Linie zum Wald hin scheint mir wichtiger, als der Wald dahinter.. 
Den Reiz der Situation, kann ich nachvollziehen. Mir ist das Bild im Original zu "gleichförmig". Drum hab ich mit reduzierter Sättigung und größerem Kontrast vorne einen Akzent gesetzt.
Danke auf jeden Fall für die Anregung und die Möglichkeit der Bearbeitung.

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Erstmal meine Gedanken, als ich deinen Ursprungspost gesehen habe (und bevor ich die anderen Antworten las).

Mir ist klar, dass das ggf. nicht moeglich ist, aber was das Bild mMn haette verbessern koennen:

  • Horizont mit drauf
  • Der Winkel wirkt schwierig, gleiches Problem, wie wenn du ein Kind als Erwachsener fotografierst, ohne dich zu buecken. -> entweder (deutlich) hoeher oder tiefer gehen
  • ggf. etwas weniger Brennweite, es wirkt, als waere es "zu eng ausgeschnitten" - ODER natuerlich deutlich mehr Brennweite, um es etwas ins Abstrake zu ziehen und explizit die Symmetrien/Details auszuarbeiten.

Mit dem bestehenden Bild wuerde ich dann eher Richtung Details gehen - sehr aehnlich dem Ansatz von @FxF.jad (mit den Farben von @Michael Jordan)

bearbeitet von jugi

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......nach den letzten Beispielen bin ich mit meiner Version farblich nicht mehr zufrieden. Da hatte ich mich zu sehr auf das Ordnen konzentriert. Hier also eine etwas frischere Option....

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Und so sieht meine Version aus: gespiegelt, Classic Chrome und etwas beschnitten

Das war jetzt der 3. Versuch etwas hochzuladen........macht immer wieder Freude mit der neuen Forensoftware☹️

bearbeitet von frebeck
Bild angeblich zu groß.....

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Ich finde keine der Bearbeitungen besser, als die Ausgangsversion. Kann ja sein, dass der erste Eindruck am längsten währt. :)

Das Einzige, was mich stört sind die angeschnittenen Ballen. Ich würde als die angeschnittenen Ballen entfernen, aber in das Vakuum links unten einen vollständigen Ballen in die Ecke kopieren (In passendem Abstand zu den Kanten).

Schwarz/Weiß halte ich auch für kontraproduktiv, da ich den Kontrast zw. dem Grün und dem Strohfarbenem für wesentlich finde.

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Hallo zusammen,

ich finde das, was ihr aus dem Bild gemacht habt einfach klasse! Es zeigt die vielfältige und individuelle Sichtweise auf das Motiv. 

Den Ausschnitt von Christian Ahrens hatte ich auch einmal versucht, aber ich fand, dass der Baum und das Gebüsch auf der rechten Seite für meinen Geschmack zu sehr nach oben gedrängt werden. 

Die Bildausschnitte von Joachim und "mirsal" arbeiten den Symmetriegedanke für meinen Geschmack am ehesten heraus.

Der Ansatz von "frebeck" finde ich interessant, weil die Wiese und der Stoppelacker "gefälliger" verlaufen, aber die Kühe schauen nach links🤔.

Je länger ich die Bilder betrachte, desto eher komme ich zum (subjektiven) Schluß, dass meine ursprüngliche Intension, nämlich das durch die Symmetrie aufgebaute Spannungsfeld zwischen den fast alle in eine Richtung blickenden Kühen und den Strohballen bei diesem Motiv schwierig herauszuarbeiten ist. Dazu halte ich einen "optisch flaches und reduziertes Motiv" für geeigneter.

Der Untergrund ist durch den inhomogenen Lichteinfall (Schattenbereiche durch weisse Wolken auf blauem Himmel) und dem welligen Boden sehr plastisch. Durch die geschwungene Linie zum Wald wird der Eindruck noch verstärkt und das ist auch die (einzige) Stärke des Bildes. Der Baum und die Welle im vorderen Bereich des Stoppelfeldes erzeugen Tiefe. Das sind Elemente, die ich in einem auf Reduktion und Symmetrie ausgerichteten Bild nicht erwarten würde.

Daher ein Versuch:

Ich finde, dass das Bild rechts nicht wesentlich verliert, wenn das, was nicht wirken will, weg gelassen wird - es ist zwar nicht gut, wirkt aber ruhiger und aufgeräumter (Bitte nachsehen, dass das Aufräumen nicht mit der notwendigen Sorgfalt durchgeführt ist). Dann müßte man noch dem Baum an die richtige Stelle platzieren und evtl. noch eine Kuh stehen lassen.

Unterm Strich: So interessant das Motiv auf den ersten Blick war, würde ich das Bild erst dann machen,  wenn ich eine klare Vorstellung vom Ergebnis hätte, was ich, wie ganz oben Beschrieben damals nicht hatte und wahrscheinlich auch heute nicht bekäme.

 

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