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Guten Abend,

ich habe mal eine sehr generelle Frage. Mir ist prinzipiell bekannt, dass RAW-Dateien einer gewissen Nachbearbeitung (z.B. Schärfen) bedürfen, die bei JPG schon in der Kamera passiert. Nur: welche Schritte sind dabei ein "muss" für eine vernünftige Grundeinstellung des Bildes? Damit meine ich noch keine weitergehende Anpassung, sondern nur die Schritte die jedes RAW durchlaufen sollte, um grundlegend als noch relativ "unbearbeitetes" Bild vorzeigbar zu sein.

Ich finde im Internet und in Büchern viele Erklärungen wie die Bearbeitung in Programmen (z.B. in Lightroom) funktioniert, jedoch ist mir nicht klar, was davon wirklich bei ALLEN Bildern gemacht werden "muss" bzw. sollte, damit diese erstmal eine Grundschärfe etc. haben. Diese Einstellungen könnte man ja z.B. als Preset in Lightroom direkt beim Import anwenden. Kann da jemand weiterhelfen oder eine Quelle nennen, wo das mal grundlegend erklärt ist - gerne auch unabhängig von einer bestimmten Software?

Selbst habe ich immer das Gefühl an den Reglern in Lightroom "rumzuprobieren" wie es  am besten aussieht, das ist aber gefühlt geht das auch oft mehr schlecht als recht und ist bei jedem Bild wieder anders. Eine Art Grundeinstellung die relativ universell passt, habe ich so noch nicht gefunden. 🙄

Hoffe jemand hat da einen Tipp. Vielen Dank schon mal! 🙂

 

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Ich mache das, was ich bei jedem einzelnen für notwendig erachte. Was ich praktisch bei jedem Bild durchführe ist die Schärfenmaskierung, um unnötige Artefakte zu verhindern. Alles andere ist letztlich optional – man macht das, was zum Erreichen des gewünschten Ergebnisses notwendig ist. 

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Beispiel von zwei Aufnahmen, die ich mit derselben Kamera am selben Tag mit demselben Objektiv gemacht habe:

Beispiel 1:

Hier wurde nach dem Import in LR nur Provia ausgewählt und die Schärfung angepasst. Sonst nichts.

Beispiel 2:

Bei dieser Aufnahme war etwas mehr Nachbearbeitung in LR erforderlich, um zum gewünschten Ergebnis zu gelangen.

Das ziellose Rumprobieren an den Reglern und Kurven ist bei gut ausgestatteten RAW-Konvertern etwa so zielführend wie zielloses Betätigen von Knöpfen und Hebeln in einem Flugzeug-Cockpit, um sicher zu landen.

Lightroom bietet jedoch bereits eine recht brauchbare Grundeinstellung beim Import, die man als Startpunkt verwenden kann. Vielleicht mit etwas zu viel Schärfung, aber die passt man ohnehin bei jeder Aufnahme an.

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Da mich Photoshop und Ligthroom gelinde gesagt überforderten, habe ich mich zunächst einmal mit dem internen Konverter der Kamera beschäftigt. Da man das RAW in der Kamera bereits mit verschiedenen Parametern anpassen kann und  damit ein JPEG erzeugen kann, komme ich für meine Verhältnisse schon recht weit.

Hier im Forum sind schon viele Beiträge zur Fujifilm RAW Entwicklung zu finden, nur häufig etwas unübersichtlich und nicht leicht zu finden. Daneben ist für mich erste Anlaufstelle die Seite von https://www.docma.info . Auch dort muss man ein wenig suchen, das liegt aber auch an der Vielfalt des Themas.

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Hi,

hier ein pragmatischer Vorschlag, der auf meiner Arbeit mit Capture One basiert:

- Leichte Schärfung
- Tiefen etwas anheben
- falls erforderlich: Lichter zurückholen
- Provia-Filmsimulation
- Klarheits-Regler leicht nach rechts
- Tonwerte-Automatik anklicken
- ggf. gerade rücken oder entzerren

Dann sehen meine Motive mit meinen Augen und in meinem Geschmack schon mal in der Regel viel besser aus. Der Rest hängt vom jeweiligen Motiv ab. In vielen Fällen reicht mir das aber, um zu einem guten Ergebnis zu kommen.

Advanced Anpassungen für mich sind:

- Lokale Anpassungen
- Weißabgleich-Korrekturen (ggf. nur lokal angewendet)
- Farbkorrekturen
- ggf. Retusche

Mehr mache ich in der Regel nicht.

Viele Grüße, Christian 

 

bearbeitet von christian ahrens

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vor 9 Stunden schrieb miri.am:

Ich finde im Internet und in Büchern viele Erklärungen wie die Bearbeitung in Programmen (z.B. in Lightroom) funktioniert, jedoch ist mir nicht klar, was davon wirklich bei ALLEN Bildern gemacht werden "muss"...

Grundlagen-Videotutorials und -Bücher zu Lightroom oder anderen RAW-Konvertern sind meistens so aufgebaut, dass sie zunächst die grundlegende Bedienung, dann den Import von Bildern und die Bibliotheksfunktionen und anschließend die grundlegenden Regler zuerst erklären. Bei LR heißen diese nicht umsonst "Grundeinstellungen". Hier wird im Wesentlichen die Belichtung, der Kontrast und die Farbsättigung des Bildes justiert. Mit den wenigen Reglern kann man schon eine ganze Menge einstellen. Als MUSS würde ich auch die Regler zur Schärfeeinstellung und Rauschreduzierung betrachten (bei LR im Panel "Details").

Wenn du wenig Zeit und/oder Lust dazu hast, dir so ein mehrstündiges Videotutorial und dickes Buch an einem Wochenende reinzuziehen, aber trotzdem in die RAW-Bearbeitung einsteigen möchtest, würde ich mit den o.g. Einstellungen starten und evtl. sogar erstmal eine Weile alle anderen Regler in Ruhe lassen. Von dem Punkt kannst du peu a peu dein Wissen erweitern. Wenn du alle oder die meisten Regler kennengelernt hast und  mit diesem Wissen verschiedene Tutorials für Fortgeschrittene anschaust, wirst du feststellen, dass es viele unterschiedliche Vorgehensweisen gibt, die zum Ziel führen. Damit meine ist die Reihenfolge der Bearbeitungsschritte und welche Regler vorzugsweise benutzt werden.

vor 9 Stunden schrieb miri.am:

Diese Einstellungen könnte man ja z.B. als Preset in Lightroom direkt beim Import anwenden. 

Nein. Presets sind höchstens ein guter Startpunkt, aber jedes Bild braucht seine eigene Bearbeitung. Mit KI wird da sicher in Zukunft noch wesentlich mehr automatisch gehen. Wenn man z.B. auf den "Autom."-Button in den Grundeinstellungen von LR klickt, bekommt man in einigen Fällen schon ein sehr brauchbares Resultat (aber oft eben auch nicht und "optimal" ist es eigentlich nie). Außerdem, Bilder selbst zu entwickeln macht doch gerade den Spaß an der Bildbearbeitung aus. Wenn man das eher als lästige Pflicht empfindet, ist JPG die bessere Wahl.

vor 9 Stunden schrieb miri.am:

Kann da jemand weiterhelfen oder eine Quelle nennen, wo das mal grundlegend erklärt ist - gerne auch unabhängig von einer bestimmten Software?

Ich kenne nur Quellen, wo das software-abhängig erklärt wird und das finde ich auch sinnvoll. Ich bevorzuge Tutorials, die sowohl die Bearbeitungswerkzeuge in ihrer Funktionsweise und Wirkung  beschreiben, aber dies dann auch an echten Bildern demonstrieren. Wichtig ist, dass nach der Erklärung einzelner Werkzeuge auch Anwendungsbeispiele gezeigt werden und dabei auch solche, in denen das Zusammenspiel der Einstellungen gezeigt wird.

Grundlagentutorials zu RAW-Konvertern gibt es viele. Nur mal 2 Empfehlungen zu LR:
- Büchern und Videotutorials vom Rheinwerk-Verlag
- Scott Kelbys Videotutorials und Bücher, speziell dieses wurde hier im Forum schon öfter empfohlen (ich kenne es aber nicht)

bearbeitet von Volker

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Das ist sehr motiv- und geschmacks-abhängig. Oft reicht schon die Basiskurve und der Weissabgleich. 🙂  

Rauschentfernung ist oft nur bei high-ISO notwendig. Eine moderate Grundschärfung ist sicher auch ok. 

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Hi Miriam,

 

So wie es Christian weiter oben beschreibt mach ich es auch mit C1.

Die Anpassung an die Eigenheiten der einzelnen Cam's ist ja schon durch C1 erfolgt. Solltest du da nicht mit zu frieden sein kannst du ein an deinen Geschmack angepasstes Preset anlegen und abspeichern.

An der Schärfe drehe ich kaum noch seit ich C1 nütze, eher Richtung einer Reduktion. Meist mit arbeite ich mit Mikrokontrast > Klarheit und Struktur.

schorschi

bearbeitet von schorschi2
Schlaufon Verschlimmbesserung korrigiert

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Interessant. Ich fasse in C1 auch nur noch selten die Schärferegler an und nutze eher Klarheit/ Struktur. Ansonsten ähnlich wie Cristian oben beschrieben hat.

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vor 27 Minuten schrieb fujicos:

Interessant. Ich fasse in C1 auch nur noch selten die Schärferegler an und nutze eher Klarheit/ Struktur. Ansonsten ähnlich wie Cristian oben beschrieben hat.

Halte ich auch so … Schärfe kommt erst bei den Verarbeitungsrezepten ins Spiel und wird am angepeilten Endformat/Verwendungszweck angepasst. Spaß macht das Spiel mit dem Kreieren verschiedener Looks - dabei bin ich sehr dankbar für die "Zurück-auf-Null"-Schaltfläche 😉

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Hallo Miriam.

Ich arbeite bei praktisch jedem Import mit einer Voreinstellung. Selbst, wenn ich keinen besonderen Bildlook erreichen will (was extrem selten ist), wende ich ein generelles Import-Preset an,  um mir Routine-Einstellungen abzunehmen. Als Ausgangsbasis, wenn ich noch keine genauere Idee haben sollte, beginne ich damit:

Mittlerweile habe ich Dutzende in Lr, die ich mir im Laufe der Zeit erarbeitet habe. Der einzige Grund, sie nicht schon beim Import anzuwenden, liegt für mich beim Import mit extrem unterschiedlichen Motiven, aber das kommt bei mir so gut wie nie vor. In solch seltenen Fällen wende ich die Voreinstellungen dann direkt nach dem Import auf eine Gruppe gleichartiger Motive an (wenn ich z. B. im selben Schwung Studioportraits, Streetfotos und Nachtaufnahmen importieren sollte - was, wie gesagt, praktisch nie vorkommt).

Voreinstellungen sind natürlich weder ein Allheilmittel noch ein generelles Problem, man sollte nur wissen, wie man sie einsetzen will. Ich weiß praktisch immer schon im Moment der Aufnahme, wie mein Foto später werden soll. Meine Kamera(s) ist/sind entsprechend eingestellt, um mir schon im EVF eine näherungsweise Darstellung des späteren Bildes zu zeigen, obwohl ich ausschliesslich mit RAWs arbeite. Ich weiß auch, welche Looks ich ausschliesslich in Lr bekomme, weil sie mir die Kamera in einer bestimmten Situation nicht liefern kann. In etwa 5% aller Fälle lege ich eine weitere Bearbeitungsversion an (also z. B. eine Farb- zusätzlich zur geplanten SW-Version).

Fast allen meinen Voreinstellungen ist gemein, dass ich eine leichte Vignette einfüge, einfach, weil es mir gefällt. Meine Voreineinstellung "SW-Industrie" enthält z. B. auch immer die SW-Konvertierung inkl. eines leichtes Splittonings Richtung Sepia. Bei der Voreinstellung für "Portrait" reduziere ich Klarheit und Sättigung leicht (-10) und hebe die Farbtemperatur etwas an, sofern es keine SW-Umwandlung wird. Ausserdem steht hier die Schärfung auf Null.

Abgesehen von der "Portrait"-Voreinstellung arbeite ich auch mit einer leichten Anhebung von Schärfe, Kontrast und Klarheit, aber nur in sehr geringem Ausmaß. Nicht selten selektiere ich nach dem Import z. B. alle Bilder mit offener Blende und setze die Klarheit auf Null zurück, da Klarheit bei unscharfen Hintergründen meist fürchterliche Ergebnisse liefert. Daher wende Schärfe und Klarheit lieber nachher selektiv auf die Bereiche an, in denen ich sie haben will. 

Bisher fahre ich damit sehr gut - wenn ich nicht gerade in "Bastellaune" bin, erreiche ich mein gewünschtes Ergebnis in Lr innerhalb von 60 bis 90 Sekunden Bearbeitungszeit. Das ist dann meist die Zeit für das Ausrichten stürzender Linien und kleinerer lokaler Anpassungen. Aus diesem Grund arbeite ich auch ausschließlich mit RAWs: die Auswahl aus evtl. parallel vorhandenen JPEGS würde mich mehr Zeit kosten.

Viele Grüße
Matthias

 

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@Mattes - Off Topics - Hallo Matthias und verwandte Seelen, warum ist es eigentlich immer so wichtig, dass es ruck-zuck geht? (oder ist es nur meine selektive Wahrnehmung?). Es wird häufig beschrieben, dass man Null Komma Nix zum gewünschten Ergebnis kommt. Wird der ganze Prozess damit nicht ein Stück weit entwertet? Du hast selbst ja sehr schön beschrieben, welche Vorarbeit da drinnen steckt, dass Du Dich in die Materie reinknien musstest, erfassen musstest, was jeder einzelne Regler bewirkt und schließlich ein sinnvolles Zusammenspiel  heraus finden musstest. Wenn ich mir das vorstelle, dann gehen da nicht Stunden sondern eher Tage oder Wochen drauf bis man an den Punkt kommt, dass man seine Presets hat und mit Zeitersparnis anwenden kann. Aber dafür muss man doch erst einmal die Grundmaterie verstehen und erfassen. Ich denke dieses 'och das mach ich in 60 bis 90 Sekunden' hinterlässt beim Gegenüber auch häufig und ungewollt den Eindruck, das wäre ganz simpel. - Nur so meine Gedanken beim Morgenkaffee.

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Ich glaube, Du hast recht: Es ist Deine selektive Wahrnehmung. Wie Du selbst geschrieben hast, werden sich die meisten Benutzer dieses Wissen in zeitaufwendigen Tests (oder zeitfressenden Tutorials) erarbeitet haben.
Was spricht dagegen, daß sie die Früchte dieser Aufwände ernten wollen und ihr Wissen in Presets und deren Verwendung giessen und damit künftig Zeit sparen wollen? Es wäre doch widersinnig, immer und immer wieder bei jedem Bild bei Null anzufangen, nur damit es nicht so schnell geht und man in den 'Genuss' aufwendiger manueller Bearbeitung kommt. Erfahrung hat doch manchmal auch was Gutes.

PS. Trinke auch Kaffee. Manchmal.

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Genau, und bei den wirklich wichtigen Bildern gibt es noch genügend Spielraum und Werkzeuge in LR, sie intensiver zu bearbeiten, feinzutunen oder gar Varianten zu erstellen.

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vor einer Stunde schrieb EchoKilo:

Was spricht dagegen, daß sie die Früchte dieser Aufwände ernten wollen und ihr Wissen in Presets und deren Verwendung giessen und damit künftig Zeit sparen wollen?

Gar nichts. Es ging mir alleine um die Außendarstellung, dass das Alles hopfenleicht wäre und darum, dass der tatsächliche Aufwand und diese Mühen häufig gar nicht Wert geschätzt werden. 

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vor 6 Minuten schrieb FxF.jad:

Gar nichts. Es ging mir alleine um die Außendarstellung, dass das Alles hopfenleicht wäre und darum, dass der tatsächliche Aufwand und diese Mühen häufig gar nicht Wert geschätzt werden. 

Ach, das tut mir leid! Dann hatte ich Dich falsch verstanden.
Ich habe im "ruck-uck" eher immer den Stolz der Anwender auf ihre Erfahrungen und das Erarbeitete gesehen - ohne das ständig auf die zurückliegenden Mühen explizit hingewiesen wird.

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Hi.

Natürlich war eine Menge Zeit und Aufwand nötig, um an den Punkt zu kommen, an dem ich jetzt bin. Heute bin ich froh, dass ich die meisten meiner Bilder in kurzer Zeit so hin bekomme, wie ich sie mir zum Zeitpunkt der Aufnahme vorgestellt habe. Der Weg dahin war natürlich lang und zeitaufwändig, das will ich gar nicht bestreiten. Es tut mir leid, wenn der Eindruck entstanden sein sollte, so etwas ginge von selbst.

Ein anderer, für mich wichtiger Punkt, ist der Folgende: Ich arbeite gerne Serien, und möchte, dass die Bilder einer Serie, auch über längere Zeit hinweg, einen konsistenten Look haben. Das bekomme ich aber nur hin, wenn ich auf exakt die gleichen Einstellungen auch Monate später wieder zurückgreifen kann. Natürlich könnte ich mir auch die alten Bilder heraussuchen, und die Einstellung Schritt für Schritt nachvollziehen. Das wäre aber ungleich aufwändiger. 

Man kann natürlich auch vorgefertigte Presets nutzen, es gibt ja hunderte von Angebote dazu im Internet. Das ist für mich aber nicht der Punkt, um den es geht. Ich möchte ja nicht irgendwelche Einstellungen auf meine Bilder anwenden, sondern genau die, die mich meinem Ziel näher bringen. Und da hilft eben nur experimentieren, also auch Zeit und Mühe investieren. Und natürlich muss man an dem Punkt verstanden haben, wie Lr arbeitet, was man mit Presets machen kann und was nicht. Dennoch können auch diese vorgefertigten Presets, die teilweise von wirklichen Experten zusammen gestellt wurden, wertvolle Hinweise enthalten. Ich habe zum Beispiel einige davon als Grundlage meiner eigenen Presets verwendet. 

Grüße 

Matthias 

bearbeitet von Mattes

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Vielen Dank euch allen für die ausführlichen Antworten!! Bin ja noch bei im Forum aber sehr begeistert wie gut und konstruktiv einem hier geholfen wird. Das ist an anderer Stelle (speziell so in mancher Facebook-Gruppe) leider oft nicht so, von daher: Daumen hoch! 😊👍

 

Am 13.3.2019 um 23:33 schrieb flysurfer:

Ich mache das, was ich bei jedem einzelnen für notwendig erachte. Was ich praktisch bei jedem Bild durchführe ist die Schärfenmaskierung, um unnötige Artefakte zu verhindern. Alles andere ist letztlich optional – man macht das, was zum Erreichen des gewünschten Ergebnisses notwendig ist. 

Ja, stimm, das hängt sicher auch vom einzelnen Bildmotiv ab.

Am 14.3.2019 um 00:53 schrieb flysurfer:

Beispiel von zwei Aufnahmen, die ich mit derselben Kamera am selben Tag mit demselben Objektiv gemacht habe:

 

Das ziellose Rumprobieren an den Reglern und Kurven ist bei gut ausgestatteten RAW-Konvertern etwa so zielführend wie zielloses Betätigen von Knöpfen und Hebeln in einem Flugzeug-Cockpit, um sicher zu landen.

Lightroom bietet jedoch bereits eine recht brauchbare Grundeinstellung beim Import, die man als Startpunkt verwenden kann. Vielleicht mit etwas zu viel Schärfung, aber die passt man ohnehin bei jeder Aufnahme an.

Wow, schon beeindruckend, was man da in der Nachbearbeitung noch rausholen kann bei den dunklen Bereichen 😯  Das mit dem ziellosen Rumprobieren ist ja genau mein Problem, da ich auch den Eindruck habe, dass das nicht so richtig zielführend ist. Genau daher kam eigentlich auch die Frage.
D.h. wenn ich das richtig verstehe, wendet auch Lightroom schon mal grundsätzliche ein paar Bearbeitungen an?

 

Am 14.3.2019 um 07:48 schrieb FxF.jad:

Da mich Photoshop und Ligthroom gelinde gesagt überforderten, habe ich mich zunächst einmal mit dem internen Konverter der Kamera beschäftigt. Da man das RAW in der Kamera bereits mit verschiedenen Parametern anpassen kann und  damit ein JPEG erzeugen kann, komme ich für meine Verhältnisse schon recht weit.

Hier im Forum sind schon viele Beiträge zur Fujifilm RAW Entwicklung zu finden, nur häufig etwas unübersichtlich und nicht leicht zu finden. Daneben ist für mich erste Anlaufstelle die Seite von https://www.docma.info . Auch dort muss man ein wenig suchen, das liegt aber auch an der Vielfalt des Themas.

Ja, sind für mich schon auch recht viele Regler. 😉 Ich weiß, dass man auch direkt in der Kamera schon RAWs bearbeiten kann, das ist mir bisher jedoch irgendwie zu mühselig. Top vielleicht für unterwegs, aber ich habe die Fotos dann doch gerne größer auf dem Bildschirm zu Hause und bearbeite sowieso eigentlich kaum unterwegs. Bei Docma schaue ich auch mal rein, danke! 🙂

 

Am 14.3.2019 um 08:34 schrieb christian ahrens:

Hi,

hier ein pragmatischer Vorschlag, der auf meiner Arbeit mit Capture One basiert:

- Leichte Schärfung
- Tiefen etwas anheben
- falls erforderlich: Lichter zurückholen
- Provia-Filmsimulation
- Klarheits-Regler leicht nach rechts
- Tonwerte-Automatik anklicken
- ggf. gerade rücken oder entzerren

Dann sehen meine Motive mit meinen Augen und in meinem Geschmack schon mal in der Regel viel besser aus. Der Rest hängt vom jeweiligen Motiv ab. In vielen Fällen reicht mir das aber, um zu einem guten Ergebnis zu kommen.

Advanced Anpassungen für mich sind:

- Lokale Anpassungen
- Weißabgleich-Korrekturen (ggf. nur lokal angewendet)
- Farbkorrekturen
- ggf. Retusche

Mehr mache ich in der Regel nicht.

Viele Grüße, Christian 

 

Sehr anschaulich, kann ich soweit gut nachvollziehen, danke! 🙂 

 

Am 14.3.2019 um 09:05 schrieb Volker:

Nein. Presets sind höchstens ein guter Startpunkt, aber jedes Bild braucht seine eigene Bearbeitung. Mit KI wird da sicher in Zukunft noch wesentlich mehr automatisch gehen. Wenn man z.B. auf den "Autom."-Button in den Grundeinstellungen von LR klickt, bekommt man in einigen Fällen schon ein sehr brauchbares Resultat (aber oft eben auch nicht und "optimal" ist es eigentlich nie).

Grundlagentutorials zu RAW-Konvertern gibt es viele. Nur mal 2 Empfehlungen zu LR:
- Büchern und Videotutorials vom Rheinwerk-Verlag
- Scott Kelbys Videotutorials und Bücher, speziell dieses wurde hier im Forum schon öfter empfohlen (ich kenne es aber nicht)

Das mit den Presets meinte ich auch so, also als Startpunkt, um dann nicht die Schritte die evtl. wirklich bei fast allen Bildern gleich sind (das kann dann ja nur eine sehr grundlegende und leichte Bearbeitung sein) jedes Mal einzeln machen zu müssen. 

Danke für die Buch/Videotipps! :)

 

Am 14.3.2019 um 09:22 schrieb Chris_MS:

Das ist sehr motiv- und geschmacks-abhängig. Oft reicht schon die Basiskurve und der Weissabgleich. 🙂  

Rauschentfernung ist oft nur bei high-ISO notwendig. Eine moderate Grundschärfung ist sicher auch ok. 

Danke 🙂 👍

 

Am 14.3.2019 um 12:15 schrieb schorschi2:

Hi Miriam,

So wie es Christian weiter oben beschreibt mach ich es auch mit C1.

Die Anpassung an die Eigenheiten der einzelnen Cam's ist ja schon durch C1 erfolgt. Solltest du da nicht mit zu frieden sein kannst du ein an deinen Geschmack angepasstes Preset anlegen und abspeichern.

An der Schärfe drehe ich kaum noch seit ich C1 nütze, eher Richtung einer Reduktion. Meist mit arbeite ich mit Mikrokontrast > Klarheit und Struktur.

schorschi

Auch hier danke!! 🙂 👍

Am 14.3.2019 um 22:32 schrieb Mattes:

Hallo Miriam.

Ich arbeite bei praktisch jedem Import mit einer Voreinstellung. Selbst, wenn ich keinen besonderen Bildlook erreichen will (was extrem selten ist), wende ich ein generelles Import-Preset an,  um mir Routine-Einstellungen abzunehmen. Als Ausgangsbasis, wenn ich noch keine genauere Idee haben sollte, beginne ich damit.

Mittlerweile habe ich Dutzende in Lr, die ich mir im Laufe der Zeit erarbeitet habe. Der einzige Grund, sie nicht schon beim Import anzuwenden, liegt für mich beim Import mit extrem unterschiedlichen Motiven, aber das kommt bei mir so gut wie nie vor. 

Danke dir für die Erklärung! So in etwas hatte ich mir das gedacht: ein "Basis-Presst" für die Grundeinstellungen die man quasi immer macht. Da habe ich nur für mich noch nicht rausgefunden, welche Schritte das sind. Da helfen mir die Antworten hier aber schon mal weiter. 🙂

 

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