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Graufilter

Schlechtwetterspielerei

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Hallo zusammen,

bei uns ist Sauwetter, was auch über's Wochenende anhalten soll. Also Zeit, die ein oder andere Flasche Wein aufzumachen, sich an den Rechner zu setzen und mit den Reglern zu spielen.

Ich stelle daher mal wieder ein RAW zur Verfügung, das ihr nach Lust und Laune durch die Mangel drehen könnt. In dem Fall vielleicht auch für den ein oder anderen interessant, weil es mit dem Mitakon Zhongyi 35mm F0.95 offenblendig entstanden ist. Meine Version findet ihr hier. Jeder wird wissen, dass man mit den auf Forumsgröße verkleinerten Fotos ungemein mogeln kann, so dass eine "echte" Beurteilung natürlich nur mit dem RAW-Material möglich ist. Ihr werdet feststellen, dass das Objektiv offen nicht brutal scharf ist und dass es vignettiert, was man aber weiß.

Spannend finde ich, dass man das Material extrem in der EBV schärfen kann, ohne Schärfungsartefakte zu bekommen. Auch das laue Ausgangsmaterial kann mit Farbmixerei gut verwurstet werden. Aktuell experimentiere ich eh gerade mit Farbmixereien und Verfremdungen in der RAW-Entwicklung, um z.B. auf einzelne Farben zu reduzieren. Es ist überraschend, wie unnatürlich man Farben drehen kann, die aber dennoch vom Auge akzeptiert werden. Nur Hauttöne müssen weitgehend passen.

Also, ich bin gespannt, was Ihr so daraus macht.

Viel Spaß
Andreas

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Posted (edited)
vor 11 Minuten schrieb .dobbi:

pu, erste raw Versuch mit RawTherapee, vielzuviele Einstellmöglichkeiten

Ich habe die neueren Versionen von RAW-Therapee nicht mehr ausprobiert. Wie sind denn da die Möglichkeiten, um die chromatischen Aberrationen, die einen in dem Foto anspringen, zu beseitigen?

Edited by Graufilter

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vor 2 Stunden schrieb Graufilter:

Ich habe die neueren Versionen von RAW-Therapee nicht mehr ausprobiert. Wie sind denn da die Möglichkeiten, um die chromatischen Aberrationen, die einen in dem Foto anspringen, zu beseitigen?

Hallo Andreas!

Ich bin zwar nicht angesprochen,  beschreibe aber trotzdem mal mein Vorgehen: ich benutze RawTherapee 5.3 mit Linux-Mint, dazu GIMP 2.10. Ergebnis:

Die Entwicklung mit RawTherapee war bewusst sparsam und ohne Beseitigung der CA-s. Export als TIFF(16bit) und Öffnung mit GIMP 2.10. Das geht mittlerweile ohne Datenverlust. In GIMP verdreifache ich die Ebene, davon die oberste als Ausgangsreferenz, die nicht bearbeitet wird. Die zweite Ebene bekommt den Ebenenmodus L-Ch-Farbe. Diese Ebene wird mit dem Gauss-Weichzeichner weichgezeichnet. Die Standardabweichungen stelle ich auf Werte zwischen 1 und 20, in diesem Fall war sie auf gut 12 gestellt. Diese Ebene kann man mit einer schwarzen Ebenenmaske durchsichtig machen und darauf nur die interessanten Bereiche weiß markieren, damit sie sichtbar werden.

Die Methode ist ein Behelf, bis irgendwann auch bei RawTherapee eine vernünftige CA-Beseitigung angeboten wird.

LG. Ludger

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vor 7 Minuten schrieb harlud:

[...] Die Methode ist ein Behelf, bis irgendwann auch bei RawTherapee eine vernünftige CA-Beseitigung angeboten wird. [...]

Daraus schließe ich, dass die CA-Beseitigung in RawTherapee immernoch nicht so gut ist. Also da ist die manuelle CA-Beseitigung in ACR wirklich klasse.

Danke für Deine Ausführung.

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vor 5 Stunden schrieb .dobbi:

pu, erste raw Versuch mit RawTherapee, vielzuviele Einstellmöglichkeiten

habe es deinstalliert, ist mir zu Kompliziert, RAW is nix für mich, ich bleibe bei IrfanView

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Posted (edited)

Die händische CA-Korrektur in RT ist eigentlich ganz einfach, wenn man eine passende Kante am Bildrand findet - was hier etwas schwierig ist!

Bei Graufilters vergessenem Hut fand ich diese Werte halbwegs passend:

 

Und das Ergebnis mit einer Classic Chrome LUT sieht bei mir etwas sommerlicher aus:

 

Edit:
Für RAWs von Bayer-Sensoren bietet RT eine automatische CA-Korrektur an, ähnlich wie S7Raw, was es vor vielen Jahren für Fujis mit CCD-Sensoren gab.

Edited by Sunhillow

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Posted (edited)
vor 10 Stunden schrieb Sunhillow:

Die händische CA-Korrektur in RT ist eigentlich ganz einfach, wenn man eine passende Kante am Bildrand findet - was hier etwas schwierig ist!

Bei Graufilters vergessenem Hut fand ich diese Werte halbwegs passend:

 

Allerdings finde ich das Ergebnis in diesem Fall nicht zufriedenstellend. Ich habe mal einen Ausschnitt nach der o.a. Methode bearbeitet und zum Vergleich denselben Ausschnitt mit der angegebenen GIMP-Methode:

Bei beiden Bildern habe ich noch etwas die Sättigung erhöht.

Edited by harlud
Rechtschreibung

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vor 6 Minuten schrieb Don Pino:

Horizontal gespielgelt

 

Interessanterweise funktioniert es für mich nicht.

Durch die Leserichtung wandert der Blick vom (verlassenen) Hut über den Handlauf in die Ferne, in der man nichts erkennen kann. Würde man da eventuell noch den Besitzer sehen können, wäre es so klasse.

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vor 49 Minuten schrieb Graufilter:

Interessanterweise funktioniert es für mich nicht.

Durch die Leserichtung wandert der Blick vom (verlassenen) Hut über den Handlauf in die Ferne, in der man nichts erkennen kann. Würde man da eventuell noch den Besitzer sehen können, wäre es so klasse.

Ich habe oben rechts "Irgendetwas" gesehen und mich fantasievoll gefragt ob den Hut und das, was da entgegenkommt, etwas verbindet.

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Posted (edited)
vor 4 Minuten schrieb MightyBo:

Ach so, dass ist gar nicht dein Hut.

Peter

Nö. Habe ich so verlassen vorgefunden. Kurz danach, ca. 200 m später den Schnuller. Die Geschichte liegt für mich als Vater klar auf der Hand. Eine Odysee, ohne Gesang, aber mit Kindergeschrei... treibt aber genauso gut in den Wahnsinn... :D

Edited by Graufilter

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Capture One

Ich habe etwas Korn hinein genommen, da mich die Linien im Bokeh etwas gestört haben und es dadurch weniger schlimm, weil gleichförmiger körnig ist. Mir war die zentrale senkrechte Linie des Baumstamms wichtig in Kombination mit der Diagonalen. Letztere führte dann auch zur Spiegelung, ich mag die Linie eher aufsteigend. 

Wäre es mein Foto, hätte ich vermutlich eher f2.8 oder dergleichen gewählt um mehr vom Hut in der Schärfe zu haben. So isses aber auch fein und zeigt, was das Mitakon kann (oder eben nicht. :D )

Nachtrag: Habe mir jetzt mal die anderen Versionen angesehen. Auch schön. :)

Edited by Elmar

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vor 28 Minuten schrieb Graufilter:

Nach ein paar Korn ist bei mir auch alles schön verschwommen...Bokeh 1A. :D

Yo, da halte ich es lieber mit Single Malt, der gibt das beste Bokeh (für mich). Alternativ hat auch schon Wodka die Bildwirkung im Unschärfebereich beeinflusst. Bier wiederum lässt sich schlecht an Speedbooster adaptieren, je nachdem, wie der Durst entf8t ist.

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