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DoubleM

Zoom 32-64 – Bildfeldwölbung und Zentrierung

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Hallo Gemeinde,

neues Equipment "teste" ich eigentlich immmer im Einsatz, einzig einen kurzer Zentrierungstest aus der Welt der Mauerwerksfotografierer leiste ich mir bei Objektiven :)

Wem das nichts sagen sollte ..

  • man Fokussiert auf ein Objekt in der Bildmitte im Bereich "unendlich" – was bei mir in aller Regel irgendwas scharfkantiges in ca. 100 m Entfernung ist und deaktiviert den Autofokus
  • macht ein Bild
  • Verschwenkt den Ausschnitt so, dass dieses Objekt in einer Bildecke liegt
  • macht wieder ein Bild
  • verfährt für die anderen 3 Ecken entsprechend

Man bekommt so einen Eindruck von der Abbildungsleistung in den Bildecken – wohlwissend, dass nur die allerwenigsten Objektive ein wirklich planes Bildfeld zeichnen und die Ränder/Ecken somit zumeist leicht aus der Fokusebene raus sind. Wenn nun aber die Ergebnisse in den vier Ecken stark voneinander abweichen hat man einen Hinweis, dass mit dem was etwas verallgemeinert als "Zentrierung" der Objektive bezeichnet wird etwas nicht stimmt.

Für das kleine Zoom bei 64/5.6 hat sich bei mir folgendes ergeben:

Es deutet sich also eine leichte "Dezentrierung" an, markant ist aber die nachlassende Abbildungsleistung in den Ecken.

 

Danach habe ich dieses Torschloss in einer Bildecke platziert, auf diese Ecke scharfgestellt und den Fokus "deaktiviert". Danach habe ich wie oben beschrieben 5 Bilder mit Motiv in der Bildmitte und jeder Ecke gemacht. Zu erwarten wäre, dass die Bildmitte schwächer (weil wg. Bildfeldwölbung leicht aus dem Fokus) ist .. die Ecken hingegen sollten wegen der Symetrie der Objektivkonstruktion alle gleich "scharf" sein:

Das Ergebnis folgt der Theorie .. abgesehen halt von einer leichten "Dezentrierung".

 

Abblenden auf 11.0 ändert am Sachverhalt nur noch wenig:

 

In der Landschaftfotografie mit "bildwichtigen" Randbereichen ist also ein bissi Hirnschmalz gefragt .. auch und erst recht beim Stacken mit möglichst wenig Bildern :) Wie hier schon mehrfach vor allem von Rico berichtet dürfte diese Bildfeldwölbung des kleinen Zooms auch verantwortlich sein für viele der Beschwerden über mangelnde Abbildungsleistungen im Rand-/Eckbereich des Objektives.

Alle Bilder sind am langen Ende des Zooms bei 64 mm und mit Ausnahme des letzten bei F 5.6 entstanden. Die Bildecken habe ich übrigens zur besseren Vergleichbarkeit alle aufgehellt und damit der Vignettierung entgegengewirkt. Für die 63er Festbrennweite fällt der Effekt übrigens dramatisch geringer aus, auch bei Zoomen Richtung WW mildert sich die Problematik .. vor allem wohl wg. erweiterter Schärfentiefe.

 

Gruß

Martin

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Ist mit an der GFX50 gar nicht so aufgefallen, da ich fast immer und sorglos mit kleinen Blenden gearbeitet habe. Aber an der 100er sehr deutlich zu sehen ... und noch mehr mit Polfilter. :mad:

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Hallo Martin, nach Deinem Test ist das Objektiv rechts deutlich weicher als links, also dezentriert. Das würde ich so nicht akzeptieren und das Objektiv zentrieren lassen oder tauschen.

Aufgrund der Ergebnisse mit einem dezentrierten Linse auf die generell weichen Ecken hinzuweisen, passt für mich nicht ganz. Mit einem perfekt zentrierten Objektiv erhältst Du aus meiner Sicht aussagekräftigere Ergebnisse.  Ich würde übrigens den Test immer bei Offenblende machen und dann eher am kurzen Ende.

 

Grüße

Thomas

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Hallo Thomas,

die leichte(!) Dezentrierung ändert nichts daran, dass dieses Objektiv kein planes Bildfeld zeichnet und die „Schärfeebene“ merklich gewölbt ist. Das bestätigt übrigens auch jeder Nutzer der dem systematisch nachgegangen ist.

Ich bin bei meinem Händler wg. Der Dezentrierung schon vorstellig geworden. Einen Tausch hat er erwartungsgemäss abgelehnt .. also geht das Dingens bei Gelegenheit mal zu FUJI. Ich hab in den letzten Jahrzehnten eine ganze Reihe WW-Objektive und Zooms diesem Test unterzogen .. und dieses gehört sogar noch zu den besseren hinsichtlich der Zentrierung. Dafür ist es ganz weit vorn dabei was die Bildfeldwölbung angeht 🤓

 

Gruss

Martin

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Posted (edited)

Hast du in der Praxis schonmal Unterschiede bei der Ausprägung der Bildfeldwölbung bei verschiedenen Exemplaren eines Typs bemerkt oder festgestellt dass die Ausprägung der Bildfeldwölbung durch eine Justierung durch den Service verringert werden konnte?

 

Edited by Crischi74

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vor 1 Stunde schrieb Crischi74:

Hast du in der Praxis schonmal Unterschiede bei der Ausprägung der Bildfeldwölbung bei verschiedenen Exemplaren eines Typs bemerkt oder festgestellt dass die Ausprägung der Bildfeldwölbung durch eine Justierung durch den Service verringert werden konnte?

Mich würde das überraschen. Eine Bildfeldwölbung ist das Resultat einer bestimmten Objektivrechnung und lässt sich nicht durch eine Justage beseitigen – eine Dezentrierung hingegen schon.

„Bildfeldwölbung“ scheint mir auch eine Art Modewort zu sein – alle reden davon, jeder will sie haben … Aber das Thema ist doch eigentlich die Randschärfe. Die kann aus ganz unterschiedlichen Gründen geringer als die in der Bildmitte sein, und die Bildfeldwölbung ist nur einer davon. Eine Bildfeldwölbung als spezifischer Abbildungsfehler wird nur dann interessant, wenn man die gewölbte Schärfenebene nachvollziehen kann, sich am Rand also nicht nur trotz gleicher Entfernung der Motive Unschärfe zeigt, sondern Motive in einer anderen Entfernung überraschenderweise scharf abgebildet werden. Das passiert dann aber im mittleren oder nahen Entfernungsbereich; bei Unendlich ist es ziemlich egal, was die Randunschärfe verursacht.

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vor 2 Stunden schrieb Crischi74:

Hast du in der Praxis schonmal Unterschiede bei der Ausprägung der Bildfeldwölbung bei verschiedenen Exemplaren eines Typs bemerkt oder festgestellt dass die Ausprägung der Bildfeldwölbung durch eine Justierung durch den Service verringert werden konnte?

 

Nein .. das wäre auch eher überraschend.

 

vor 34 Minuten schrieb mjh:

„Bildfeldwölbung“ scheint mir auch eine Art Modewort zu sein – alle reden davon, jeder will sie haben … Aber das Thema ist doch eigentlich die Randschärfe. Die kann aus ganz unterschiedlichen Gründen geringer als die in der Bildmitte sein, und die Bildfeldwölbung ist nur einer davon. Eine Bildfeldwölbung als spezifischer Abbildungsfehler wird nur dann interessant, wenn man die gewölbte Schärfenebene nachvollziehen kann, sich am Rand also nicht nur trotz gleicher Entfernung der Motive Unschärfe zeigt, sondern Motive in einer anderen Entfernung überraschenderweise scharf abgebildet werden. Das passiert dann aber im mittleren oder nahen Entfernungsbereich; bei Unendlich ist es ziemlich egal, was die Randunschärfe verursacht.

Hast Du die Bilder oben mitbekommen?

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vor 9 Stunden schrieb DoubleM:

Hast Du die Bilder oben mitbekommen?

Ja. Eben deshalb erwähnte ich ja, dass sich eine Bildfeldwölbung nicht bei Unendlich erweist. Die hier beschriebene Methodik zeigt, ob ein Objektiv Randunschärfen aufweist. Über die Ursache sagt sie nichts aus.

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vor 11 Stunden schrieb mjh:

Ja. Eben deshalb erwähnte ich ja, dass sich eine Bildfeldwölbung nicht bei Unendlich erweist. Die hier beschriebene Methodik zeigt, ob ein Objektiv Randunschärfen aufweist. Über die Ursache sagt sie nichts aus.

Hallo Michael,

aber genau hier liegt doch für das kleine Zoom der Hase im Dings .. Pfeffer. Du stellst mit einem mittigen AF-Feld auf ein weit entferntes Motiv scharf .. in meinem Fall eben dieses Torschloss in ca. 70 m Entfernung. Objekte in genau derselben Entfernung in den Bildecken werden dramtisch weicher gezeichnet .. aber eben nicht wg. "Randunschärfen", sondern weil die Schärfeebene eben keine solche ist. Zum Beleg habe ich eine zweite Serie gefertigt, hier habe ich mit dem äußersten AF-Feld das Motiv scharf gestellt .. und siehe da .. bei Abbildung in der äußersten Ecke wird das Schloss deutlich schärfer gezeichnet:

 

 

 

Edited by DoubleM

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vor 2 Stunden schrieb DoubleM:

Objekte in genau derselben Entfernung in den Bildecken werden dramtisch weicher gezeichnet .. aber eben nicht wg. "Randunschärfen", sondern weil die Schärfeebene eben keine solche ist.

Eine solche reine Bildfeldwölbung müsste sich doch mittels Fokusstacking leicht beseitigen lassen.

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Posted (edited)
vor 27 Minuten schrieb MEPE:

Eine solche reine Bildfeldwölbung müsste sich doch mittels Fokusstacking leicht beseitigen lassen.

Natürlich ... solange das Motiv dafür geeignet ist.

Noch besser wäre allerdings ein Objektiv ohne diesen Bildfehler.  :P

Edited by Klinke

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vor 3 Stunden schrieb DoubleM:

Zum Beleg habe ich eine zweite Serie gefertigt, hier habe ich mit dem äußersten AF-Feld das Motiv scharf gestellt .. und siehe da .. bei Abbildung in der äußersten Ecke wird das Schloss deutlich schärfer gezeichnet:

Ja, damit belegst Du, dass es sich um eine Bildfeldwölbung handelt, was Deine ursprünglichen Vergleichsbilder nicht taten. Wenn eine Randunschärfe beispielsweise auf die sphärische Aberration zurückzuführen wäre (was die ursprünglichen Vergleichsbilder ebenso gut erklären würde), würde es in den Ecken nie scharf, egal wie viel Mühe man sich bei der Fokussierung gibt. Ein (ansonsten scharf abbildendes) Objektiv mit Bildfeldwölbung kann man dagegen immer scharfstellen, nur benötigt ein Motiv am Rand eine andere Fokussierung als ein gleich weit entferntes Motiv in der Bildmitte. Wer selten plane Flächen frontal fotografiert – für Architekturaufnahmen oder zur Reproduktion zweidimensionaler Medien beispielsweise –, wird eine Bildfeldwölbung kaum bemerken.

Edited by mjh

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vor 1 Stunde schrieb mjh:

Ja, damit belegst Du, dass es sich um eine Bildfeldwölbung handelt, was Deine ursprünglichen Vergleichsbilder nicht taten.

So ganz langsam wird das selbst mir zu blöd mir Dir. Das zuletzt gezeigte Bild zeigt lediglich Ausschnitte der im Ursprungspost gezeigten Bilder, welche ich ausführlich und erklärend beschrieben habe. Versuch es in Zukunft einfach mit dem göttlichen Dreisatz:

1. Lesen

2. Verstehen

3. Klugscheißen

Und zwar genau in dieser Reihenfolge und OHNE etwas auszulassen.

Edited by DoubleM

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vor 2 Stunden schrieb MEPE:

Eine solche reine Bildfeldwölbung müsste sich doch mittels Fokusstacking leicht beseitigen lassen.

Ja klar .. dazu muss man ..

- um diesen Umstand wissen

- Sujets und Motive ablichten, die ein Stacking tatsächlich ermöglichen

- ein Stativ verwenden oder ein Fokusbracketing mit kurzen Zeiten aus der Hand halten können (IBIS hilft dabei enorm)

- "Lust" haben das eigentliche Bild erst in der Post entstehen zu lassen

Wenn man sich ohnehin schon die Arbeit mit der GFX ans Bein bindet – weil man auf die fantastischen Resultate steht – sind die obigen Punkte für mein Empfinden nicht mehr wirklich dramatisch .. irgendwie doof bleibt das aber schon ..

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Am 23.8.2019 um 13:06 schrieb DoubleM:

Danach habe ich dieses Torschloss in einer Bildecke platziert, auf diese Ecke scharfgestellt und den Fokus "deaktiviert". Danach habe ich wie oben beschrieben 5 Bilder mit Motiv in der Bildmitte und jeder Ecke gemacht. Zu erwarten wäre, dass die Bildmitte schwächer (weil wg. Bildfeldwölbung leicht aus dem Fokus) ist .. die Ecken hingegen sollten wegen der Symetrie der Objektivkonstruktion alle gleich "scharf" sein:

Damit zeigst du, dass die abnehmende Schärfe überwiegend eine Bildfeldwölbung ist. Leider wird aufgrund der Dezentierung und der geringen Forumsauflösung das Ergebnis nicht klar erkennbar. Du schreibst, dass das Ergebnis der Theorie entspricht. Also es ist so, dass die fokussierte Ecke scharf ist, die anderen drei Ecken aufgrund der Dezentierung etwas schlechter und die Mitte noch schlechter, weil Sie nicht in der Fokusebene liegt. Habe ich das so richtig verstanden?

Eine Sache verstehe ich dabei nicht. Du sagt die Entfernung zum Schloßriegel beträgt 70m. Bei 64mm und f5.6, selbst bei einem CoC von nur 0,007mm, beträgt die Schärfentiefe 174m, bzw. 28m vor dem Fokuspunkt. Soll die Bildfeldwölbung so stark sein? Spätestens bei Blende 11 sollte es dann passen (Bis auf die Beugung).  Was verstehe ich hier falsch?

Peter

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vor 37 Minuten schrieb MightyBo:

Damit zeigst du, dass die abnehmende Schärfe überwiegend eine Bildfeldwölbung ist. Leider wird aufgrund der Dezentierung und der geringen Forumsauflösung das Ergebnis nicht klar erkennbar. Du schreibst, dass das Ergebnis der Theorie entspricht. Also es ist so, dass die fokussierte Ecke scharf ist, die anderen drei Ecken aufgrund der Dezentierung etwas schlechter und die Mitte noch schlechter, weil Sie nicht in der Fokusebene liegt. Habe ich das so richtig verstanden?

Eine Sache verstehe ich dabei nicht. Du sagt die Entfernung zum Schloßriegel beträgt 70m. Bei 64mm und f5.6, selbst bei einem CoC von nur 0,007mm, beträgt die Schärfentiefe 174m, bzw. 28m vor dem Fokuspunkt. Soll die Bildfeldwölbung so stark sein? Spätestens bei Blende 11 sollte es dann passen (Bis auf die Beugung).  Was verstehe ich hier falsch?

Peter

Hallo Peter,

die Bildfeldwölbung scheint tatsächlich so "stark" zu sein. Das komplette Bild erlaubt leider keine verbindliche Aussage über den genauen Schärfeverlauf .. die Inhalte sind gestaffelt und über das Bild verteilt, ich werd' morgen bei Gelegenheit mal das komplette Bild in voller Auflösung verlinken.

Die Bilder im Thread sind übrigens 1:1-Crops in voller Auflösung (1.000x1.000 Pix), daran sollte auch das Forum nichts geändert haben.

 

Gruß

Martin

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Ich kann es ja hier noch einmal posten ...

Hier war es selbst bei Blende 11 nicht möglich, optimale Schärfe in der Mitte und am Rand zu erzielen. Die Bildfeldwölbung muss 'kräftig' sein.

 

 

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vor 2 Stunden schrieb Klinke:

Ich kann es ja hier noch einmal posten ...

Das Bild habe ich ursprünglich auch gesehen und kann leider in der Forumsauflösung das nicht beurteilen. Normalerweise sollte beim starken Abblenden die Bildfeldwölbung eliminiert werden, weil nur noch wenige Strahlen aus dem Randbereich auf den Sensor gelegen. So ganz verstehe ich das nicht,

Peter

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Posted (edited)
vor 39 Minuten schrieb MightyBo:

Das Bild habe ich ursprünglich auch gesehen und kann leider in der Forumsauflösung das nicht beurteilen. Normalerweise sollte beim starken Abblenden die Bildfeldwölbung eliminiert werden, weil nur noch wenige Strahlen aus dem Randbereich auf den Sensor gelegen. So ganz verstehe ich das nicht,

Peter

Peter .. das sind zwei komplett unterschiedliche Themen. Abblenden eliminiert Strahlen, die vom Rand der (vereinfacht) Linse einfallen .. und eben häufig für etwas schwächere Abbildungsleistungen verantwortlich zeichnen. Hier geht es um die Lage des Schnittpunktes der Strahlen, die von Rand des Bildfeldes kommen .. und der liegt eben nicht auf der selben Ebene wie für die Bildmitte. Die Lage der Schärfeebene wird durchs Abblenden natürlich nicht beeinflusst .. nur deren Ausdehnung (Schärfentiefe).

Edited by DoubleM

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Hallo,

ich habe einen Versuchsaufbau aufgebaut, mit dem ich die Bidfeldwölbung messen möchte. Da ich keine größeren Meterstäbe bekommen habe, musste ich den Abstand zum Ziel auf 3m begrenzen. Objektiv GF32-64 @64mm und f4

Kamera horizontal mit 3D Wasserwaage ausgerichtet, Höhe 75cm über Grund, wie auch das Motiv (UHU Packung zum Scharfstellen). Pendel mit Meterstab unten und Meterstab durchgebogen von der Bildmitte ausgehend. Beide Maßstäbe wurden mit der Fokushilfe (UHU) bei 30cm in Deckung gebracht. Der untere Maßstab mit einem Pendel um die Positioniergenauigkeit zu erhöhen. Abstand Fouksebene Kamerasensor 3,15m

 Zunächst sorgfältig manuell mit Fokuslupe und rotes peeking scharfgestellt. 50R mit 2s Verzögerung ausgelöst.

Anschließend die Aufnahmen relativ neutral entwickelt, geringfügig geschärft (20 und Maskierung und Details 100). Rauschunterdrückung aus. Struktur- und Klarheitsregler auf 0.

Die Auswertung ergab, dass die erzielte Schärfentiefe mit einem COC 0,016mm ziemlich den Sollwert der Tiefenschärfe von 15cm vor der Fokusebene getroffen hat. Genauigkeit +-5cm.

Der untere Maßstab zeigt, dass die Schärfeebene etwas zur Kamera gewandert ist. Die 30cm (Bezugspunkt) ist noch scharf, aber nicht mehr dahinter und es bleibt scharf die weiteren 10cm zur Kamera. 

Wenn man es grob zusammenfasst kann man sagen, dass die Fokusebene ca 10cm in Richtung Kamera gewandert ist, das ist ziemlich genau eine Kugel mit dem Radius 3,15m, also dem Abstand Kamera - Fokusebene ergeben. Wenn meine Restfehler (Durchbiegung der Meterstäbe nicht berücksichtigt, Ungenauigkeit in der Fokuspunkt/grenzenbestimmung, usw.) nicht zu groß sind, könnte man sagen dass Objektiv ist bezüglich Bildfeldwölbung nicht korrigier ist, weil die Schärfeebene ungefähr auf einer Kugelfläche (oder so was ähnliches, hatte ja nur ein Punkt bestimmt) mit dem Radius des Abstandes entspricht.

Aufbau (Noch mit 5 m Entfernung und 1,2m Höhe)

 

Gesamtaufnahme.

 

 

Ausschnitt von der Aufnahme aus Mitte. Man erkennt, dass der Fokus bei 30cm am Stabmaß liegt und ca. 15cm nur Kamera reicht (Beim nächsten Versuch, werde ich den Maßstab nach hinten nicht verdecken). Der Winkel des Maßstabes habe ich nicht berücksichtigt.

 

Auschnitt aus der Aufnahme von unten. Man sieht das der Fokusbereich beim Nullpunkt (30cm) endet und noch ca 15cm vor dem Fokuspunkt liegt.

 

Was meint ihr?

 

Peter

 

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Peter, ich verfolge diesen Thread nun eine Weile und finde die Problematik interessant. In wie weit dein Testaufbau

techn. korrekt ist kann ich nicht beurteilen. Die Frage ist jetzt, nach deinem Ergebnis, ob der Messwert in der Toleranz liegt oder nicht.

Nun allgemein zu den Beiträgen:

Ein z.T. rüder Umgangston muss doch nicht sein.

Es wurde ein Bildwölbungsproblem mit Schärfe mängel aufgezeigt. Ob es sich nun um ein Hardwareproblem handelt und ob es in

der Toleranz liegt ist offen. Unabhängig ob es tolerabel ist oder nicht, sollte dieses Problem durch Fuji geklärt werden. Hat denn jemand das

Fuji zur Kenntnis gebracht? Das Wissen um Mängel oder Toleranzen ist sicherlich wichtig, ob aber die Diskussion hier zielführend ist, bleibt fragwürdig.

Einzig wenn ein Testaufbau hier definiert wird, verschiedene Fotografen diesen durchführen und die Ergebnisse sich decken oder abweichen, lassen einen Hardware

Fehler zu, abhängig vom Ergebnis, ob es sich um eine bestimmte Charge handelt oder ob alle Zooms betroffen sind.

Ich bevorzuge eher zu fotografieren und wenn ich einen Mangel an Qualität feststelle, wende ich mich an Fuji, mit der Auflage den Mangel zu beseitigen, sofern er nicht 

in der Toleranz liegt. Andernfalls würde ich eine Wandlung anstreben. 

M.M.n. sollte man aber nicht seine Zeit in Tests und Theorie verschwenden, sondern effektiv handeln.

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Bildfeldwölbung ist ja nicht grundsätzlich ein Objektivmangel, wie z.B. Dezentrierung, bei der man eine Toleranz definieren kann. Sie ist mehr eine Objektiveigenschaft. Bei speziellen Aufgaben (z.B. Repro), @mjh hatte die oben erwähnt, braucht man Objektive die möglichst keine Bildfeldwölbung aufweisen. Bei den meisten Motiven fällt das ja nicht auf und muss nicht unbedingt konstruktiv kompensiert werden, was wahrscheinlich wieder neue Fehler erzeugt.

Die Frage ist ja ob mit der hochauflösenden GFX100 das eher auffällt. Dann wäre es gut zu wissen wie die Bildfeldwölbung im Detail ausgeprägt ist, damit man das möglichst kompensieren kann. @Klinke hat das ja oben mit seinem Bespiel zu zeigen versucht, mangels Forenauflösung kann ich das aber nicht nachvollziehen.

Wenn mein Aufbau halbwegs korrekt ist, würde das bedeuten, dass bei einer Entfernungshochrechnung  auf 100m, der untere Punkt der Aufnahme um 3m zur Kamera wandert. Das wäre mit der verfügbaren Schärfentiefe bei f4 gar kein Problem. Ich kann nicht beurteilen ob man das so extrapolieren kann.

 

...und ja einen netten Umgangston begrüße ich auch.

Peter

Edited by MightyBo

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vor 6 Minuten schrieb MightyBo:

 

Die Frage ist ja ob mit der hochauflösenden GFX100 das eher auffällt. Dann wäre es gut zu wissen wie die Bildfeldwölbung im Detail ausgeprägt ist, damit man das möglichst kompensieren kann. 

 

Also ich kann dazu sagen, dass ich 'mein Motiv' (siehe oben) aus persönlichen Gründen über die Jahre immer wieder so abgelichtet habe. Mit verschiedenen Kameras. Und es gab hier nie ein 'Problem'.

Nur aktuell mit der GFX100 und diesem Zoom war es nicht möglich, es komplett und bestmöglich scharf abzubilden. Selbst bei Blende 11 nur als Kompromiss. Man kann es hier mangels Auflösung nicht sehen ... aber ihr könnt mir das ja einfach glauben ...

Mit der GFX50R fällt es - bei gleichen Einstellungen - nicht auf.

 

 

Edited by Klinke

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vor 7 Minuten schrieb Klinke:

... aber ihr könnt mir das ja einfach glauben ...

Mit der GFX50R fällt es - bei gleichen Einstellungen - nicht auf.

 

 

Ja das glaube ich Dir. Hast Du denn die Problematik mal Fuji mitgeteilt? 

Gut das Du das mit der 50 R erwähnt hast, mir ist diese Problematik an der 50 S auch nicht aufgefallen.

Wenn ich Dich richtig verstehe, ist das an der 100 er eigentlich nicht akzeptabel.

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vor 1 Minute schrieb Klinke:

Nur aktuell mit der GFX100 und diesem Zoom war es nicht möglich, es komplett und bestmöglich scharf abzubilden

Angenommen der Kameraabstand beträgt 100m zum Waldkante,  dann beginnt selbst bei f4, 64mm und mit einem coc von nur 0,01mm, die Schärfentiefe bereits nach 50m und erstreckt sich 4km über den Waldrand hinaus. Ich weiß nicht ob die Bildfeldwölbung alleine den Fokuspunkt um mehr als 50m, also die Hälfte der Entfernung  zur Kamera verschiebt.

Deshalb wollte ich die ja mit möglichst wenig Aufwand messen und nicht spekulieren wie groß die den nun tatsächlich ist. Dabei kam heraus, dass sich der Fokus bei einem Abstand von 3m um ca 3% zur Kamera verschiebt, unter Berücksichtigung aller gemachten Fehler sicherlich auch 10% aber doch nicht 50%.

Peter

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