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Das Ende klassischer Fotografie?

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Lustig die Beiden.

Für den Betrachter zählt am Ende das Bild und nicht der Weg dahin.  Ohne das Wissen über die Entstehung wird das „wie“ auch nicht in die Beurteilung des Ergebnisses einfließen.

Ein Fotograf der seinen handwerklichen Aufwand erklären muss um den Wert seiner Bilder zu steigern, ohne dass die Frage danach vom Betrachter kommt, sollte sich hinterfragen, wem seine Mühe gerecht wird. Ihm oder seinen Bildern?

Sicher ordne ich Werke auch danach ein, zu welcher Zeit und mit welcher Technik sie entstanden sind.  
Aber auch hier kristallisieren sich nur die Vorreiter als Künstler heraus und selten die Nachmacher.

 

Edited by Crischi74

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Hi,

schön, dass den beiden zum Schluss doch noch eingefallen ist, dass es nicht nur auf die technische Qualität eines Bildes ankommt, sondern auch auf die Idee der Fotografen....

Die Forderung, bessere Bildbearbeiter zu werden, um mit den Fotos aus dem Smartphone "mithalten" zu können, ist dagegen ziemlich absurd.

Es kommt bei Fotos immer auf die Idee, die Haltung, die Story, die Absicht usw. an, danach kann man auch über das Technische sprechen.

Eine Frage fand ich allerdings berechtigt:

Warum können unsere herkömmlichen Kameras noch keine "Computional Photography". Warum gibt es nicht irgendwo die Schalter "Tiefenunschärfe +1, +2" usw.?

Warum keine "Bokehstyles" o.ä. interessante Dinge - Ein großes Feld zum Spielen und z.B. bei Fujifilm eine souveräne Antwort auf die Frage, wieso man denn mit APS-C fotografiert und die größere Tiefenschärfe in Kauf nimmt.... Gerade im Weitwinkelbereich sehr interessant.

Meine ich ganz ernst: wenn es solche Konfigurationsmöglichkeiten gäbe und sie wären sehr gut implementiert, würde ich sie nutzen.

Viele Grüße, Christian

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Was mir bei diesen Diskussionen immer fehlt, ist die Frage: möchte ich eigentlich mit dem Smartphone meine Fotos machen?

Ich jedenfalls nicht. Für mich zählt neben dem Resultat auch der Prozeß des Fotografierens zum Reiz meines Hobbies. Und Fotos mit dem Smartphone sind für mich reine Notlösungen ohne Spaß daran. 

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vor 59 Minuten schrieb Mattes:

Was mir bei diesen Diskussionen immer fehlt, ist die Frage: möchte ich eigentlich mit dem Smartphone meine Fotos machen?

Ich jedenfalls nicht. Für mich zählt neben dem Resultat auch der Prozeß des Fotografierens zum Reiz meines Hobbies. Und Fotos mit dem Smartphone sind für mich reine Notlösungen ohne Spaß daran. 

Hi,

jedes potenzielle Werkzeug kann für irgendeinen Einsatzzweck gut oder vielleicht sogar die einzige Lösung sein. Wäre ich Street-Fotograf, wäre das Smartphone mit Abstand die denkbar unauffälligste und "unsichtbarste" Kamera. Ich würde es nutzen, weil ich damit zu sehr guten Ergebnissen kommen würde. 

Viele Grüße, Christian

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vor 45 Minuten schrieb christian ahrens:

...Ich würde es nutzen, weil ich damit zu sehr guten Ergebnissen kommen würde...

Das mag sein. Wenn man (wie Du) Bilder für Kunden abliefern muß, ist das natürlich ein valider Ansatz. 

Ich als Amateurfotograf würde das Fotografieren eher nach fast 35 Jahren aufgeben als ausschließlich ein Smartphone zu nutzen - wobei dieser Zwang ja zum Glück rein theoretisch ist.

Edited by Mattes

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vor 1 Stunde schrieb Mattes:

Was mir bei diesen Diskussionen immer fehlt, ist die Frage: möchte ich eigentlich mit dem Smartphone meine Fotos machen?

Ich jedenfalls nicht. Für mich zählt neben dem Resultat auch der Prozeß des Fotografierens zum Reiz meines Hobbies. Und Fotos mit dem Smartphone sind für mich reine Notlösungen ohne Spaß daran. 

Diese Frage lässt sich auch nicht diskutieren, weil das jeder für sich entscheidet.

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vor 2 Stunden schrieb christian ahrens:

Warum können unsere herkömmlichen Kameras noch keine "Computional Photography". Warum gibt es nicht irgendwo die Schalter "Tiefenunschärfe +1, +2" usw.?

Ich dachte immer, dieser Schalter ist mein Blendenring / -regler ;)

 

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Wurde die Ausgangsfrage nicht auch schon ausreichend diskutiert, als die erste Digitalkamera das Licht der Welt erblickte?

Trotzdem werden auch heute noch etliche Fotos auf Film gemacht. So werden auch weiterhin etliche Fotos mit Digitalkameras gemacht. Warum sollte die klassische Fotografie plötzlich aussterben, nur weil Telefone besondere Funktionen aufweisen?

 

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vor 4 Minuten schrieb Uwe Richter:

Trotzdem werden auch heute noch etliche Fotos auf Film gemacht. So werden auch weiterhin etliche Fotos mit Digitalkameras gemacht. Warum sollte die klassische Fotografie plötzlich aussterben

nicht einmal die Fachkamera ist ausgestorben ;) . Die beiden wollen imo nur sagen, dass Handlungsbedarf besteht. Sonst fotografiert der Fischstäbchenproduktfotograf ... und auch der Hochzeitsfotograf (da die jungen Brautpaare das nicht mehr als "unprofessionell" empfinden) mit dem Wischhandy.

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vor 1 Minute schrieb snow:

nicht einmal die Fachkamera ist ausgestorben ;) . Die beiden wollen imo nur sagen, dass Handlungsbedarf besteht. Sonst fotografiert der Fischstäbchenproduktfotograf ... und auch der Hochzeitsfotograf (da die jungen Brautpaare das nicht mehr als "unprofessionell" empfinden) mit dem Wischhandy.

Fände ich auch o.k. wenn das Ergebnis am ende stimmt :) ... Der Handlungsbedarf bestand ja damals auch und ein gewisser Einbruch bei den Filmherstellern ist nicht von der Hand zu weisen.
Aber auch das ist Fortschritt ... müssen die Kamerahersteller eben irgendwann anstatt immer neuer Bodies, eben mal wettbewerbsfähige Handys produzieren. Wer nicht auf den Zug aufspringt und den Fortschritt verschläft, verschwindet eben vom Markt.Minolta ist da doch ein klasse Beispiel.

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Wenn mich gerade wenn ich ein Spitzenmoment sehe und ein Bild davon machen will, jemand auf Kamera anruft, nervt das halt. Alleine der Gedanke daran...

Vll hab ich auch einfach noch nicht verstanden, dass der Flugzeug/Ton Aus Modus eigentlich ein Fotografiermodus ist, tataaaa.

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vor 1 Stunde schrieb Uwe Richter:

 So werden auch weiterhin etliche Fotos mit Digitalkameras gemacht. Warum sollte die klassische Fotografie plötzlich aussterben, nur weil Telefone besondere Funktionen aufweisen?

Greift etwas kurz. Die Fotografie hat schon lange nicht mehr den Status, den sieüber Jahrzehnte hatte, weil die Hundert-millionenfache Veröffentlichung in Online- Galerien sie durch inflationäres Überschwemmen entwertet. Früher sah man dauerhaft nur gute Fotografie in Form von Büchern, sogar Ausstellungen waren nur solange sichtbar, wie die Ausstellung dauerte.

Dank flickr und Google (Bildersuche) kann man fotografieren, was man will, es gab schon 36.245 vor dir, die dasselbe oder sehr ähnliche Fotos gemacht haben, die sich jeder anzeigen lassen kann. Wenn A.I.- Funktionalitätin die Programme einzieht (was schon begonnen hat), geht dazu alles in Richtung auf einen Einheitslook, künstlicher Himmel, Eye correction, Skin smoother, "Deep fusion", "deep" dies und "deep" das. Am Ende wird alles Deep Fake, automatisch reingerechnet per Monats- Abo.

Das ist eine allmähliche Entwicklung, deren Anfang wir gerade sehen.

So beeindruckend - technisch gesehen - die Ergebnisse der iPhone 11 und Co. sind, so unattraktiv sind sie aus fotografischer Sicht. Alles derselbe "over processed" Look, knalliger Hyperrealismus aus Cupertino. So wie Bilder aus Luminar. Man kann die Algorithmen beim iPhone nur sehr begrenzt einstellen, man soll es auch nicht. Man soll nur das neueste iPhone kaufen, demnächst vermutlich per Jahres- Abo, und Apple macht den Rest. Statt Apple kann man die  anderen Markennamen nach Wunsch einsetzen.

Versprochen wird Kreativität, geliefert wird natürlich Uniformität.

Das macht die Fotografie zur Massenkonsumware, für klassische Fotografie nimmt das Interesse entsprechend ab.

Wisch wisch wisch....

Edited by alba63

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Bitte ... die digitale Bilderzeugung war schon vor den iPhones „Massenware“.

Und im verlinkten Video geht es lediglich darum, ob ein digitales Medium dem anderen den Rang abläuft.

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Hi,

belanglose Massenmotive entstehen, seitdem es Fotografie gibt. Das passiert immer dann, wenn man belanglose "Motive" fotografiert. Nur dann stimmt die Aussage, das das alles schon mal (und vielleicht auch besser) von anderen fotografiert worden ist. 

Originalle, neue und überraschende Sichtweisen entstehen in der Fotografie immer dann, wenn man anfängt, den eigenen Themen, Gedanken und Gefühlen zu folgen und sie in Bilder zu übersetzen zu versuchen. Jeder Mensch ist einzigartig, und er kann etwas zum visuellen Reichtum der Menschheit beitragen. Eigentlich ist es sogar ganz leicht – man muss sich selbst nur ernst genug nehmen und daran glauben, dass die ureigenen Empfindungen, Reflexionen, Sehnsüchte oder Neurosen wichtig genug sind – ja, für Kunst, für kreativen Ausdruck.

Das alles ist aber grundsätzlich völlig unabhängig vom verwendeten Werkzeug. Ob Mobilphone, Analog- oder Digitalkamera welcher Provenienz auch immer: jedes Werkzeug hat bestimmte Eigenschaften, und ein kreativer Fotograf kann sie für seine Ziele nutzen, manipulieren, damit spielen oder was auch immer. 

Viele Grüße, Christian 

Edited by christian ahrens

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vor 2 Stunden schrieb Uwe Richter:

Ich dachte immer, dieser Schalter ist mein Blendenring / -regler ;)

Ja, aber der hört irgendwann auf. Ich hätte nichts dagegen, wenn man ihn digital erweiter könnte.

Viele Grüße, Christian

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vor 31 Minuten schrieb christian ahrens:

Ja, aber der hört irgendwann auf. Ich hätte nichts dagegen, wenn man ihn digital erweiter könnte.

Viele Grüße, Christian

Ob nun vorher in der Cam oder nach der Aufnahme durch klick auf das Display oder gar erst später in der Nachbearbeitungssoftware ... ist doch schon alles möglich.

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Für mich sind der fehlende Sucher - ich bin geradezu süchtig danach, die Welt durch einen Sucher zu betrachten - und die Bedienung über den Touchscreen der Grund, warum ich nicht gerne mit dem Handy fotografiere. Wenn es eine Halterung für das Smartphone gäbe, das Sucher, Auslöser und ein paar andere mechanische Bedienelemente hätte, würde ich vermutlich häufiger mein Smartphone benutzen. Idealerweise erfolgte die Kommunikation mit dem Smartphone über standardisierte drahtlose Schnittstellen und man könnte den Griff für unterschiedliche Smartphones über mehrere Generationen benutzen.

Ansonsten sehe ich die Diskussion über Smartphonefotografie ähnlich wie die Diskussion, ob digitale Fotografie, im Gegensatz zur analogen, noch richtige, ehrliche Fotografie ist☺. Für beide Seiten gibt es durchaus gute Gründe. Sie sind aber subjektiv. Entscheiden wird aber der Markt.

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vor 20 Stunden schrieb christian ahrens:

belanglose Massenmotive entstehen, seitdem es Fotografie gibt. Das passiert immer dann, wenn man belanglose "Motive" fotografiert. Nur dann stimmt die Aussage, das das alles schon mal (und vielleicht auch besser) von anderen fotografiert worden ist. 

Originalle, neue und überraschende Sichtweisen entstehen in der Fotografie immer dann, wenn man anfängt, den eigenen Themen, Gedanken und Gefühlen zu folgen und sie in Bilder zu übersetzen zu versuchen. Jeder Mensch ist einzigartig, und er kann etwas zum visuellen Reichtum der Menschheit beitragen. Eigentlich ist es sogar ganz leicht – man muss sich selbst nur ernst genug nehmen und daran glauben, dass die ureigenen Empfindungen, Reflexionen, Sehnsüchte oder Neurosen wichtig genug sind – ja, für Kunst, für kreativen Ausdruck.

Das alles ist aber grundsätzlich völlig unabhängig vom verwendeten Werkzeug. Ob Mobilphone, Analog- oder Digitalkamera welcher Provenienz auch immer: jedes Werkzeug hat bestimmte Eigenschaften, und ein kreativer Fotograf kann sie für seine Ziele nutzen, manipulieren, damit spielen oder was auch immer.

In der Theorie gebe ich dir Recht und was du über Kreativität oder individuelle Bildsprache in der eigenen Fotografie sagst, darf sich gerne jeder Hobby- Fotograf übers Bett hängen. Ich bestreite jedoch, dass es "ganz leicht" ist. Die wenigsten Fotografen bemühen sich darum, die meisten streben  eher nach Konsens, der Erfüllung von  gängigen Geschmacks- Standards. Man schaue sich nur mal die "Mädels- Shootings" in Foto- Foren an. Eigene Gedanken, Sehnsüchte in Bilder zu übersetzen, bemühen sich nach meiner Erfahrung nach die wenigsten.

Ansonsten verteidige ich meine Aussage der Massenmotive durch digitale Technologien absolut. Nochmal: Vor 2000 waren Fotos im öffentlichen Raum nur in der Presse (jeweils temporär), in Ausstellungen (temporär), in Fotobüchern (dauerhaft, aber auf die Käufer beschränkt) und in der Werbung zu sehen. Seit 10-15J stehen Fotos permanent in Foto- Online- Galerien in -zig- Millionenfacher Ausführung zur Verfügung, suchbar,  dauerhaft, ungeachtet des Status oder Qualität des Fotografen. Ich schätze, die Zahl der ohne weiteres sichtbaren Fotos in den letzten 20J um einen 4-5- stelligen Faktor vervielfacht hat. 

Auf flickr ergibt die Suche nach "Lofoten" inzwischen über 200.000 Ergebnisse, die jederzeit kostenlos abrufbar sind. Zu New York werden über 1,7Mio Treffer angezeigt. Es ist für mich abwegig, NICHT davon auszugehen, dass die massenhafte Veröffentlichung im Internet keinen Einfluss auf die Fotografie hätte.

Edited by alba63

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vor 12 Minuten schrieb alba63:

In der Theorie gebe ich dir Recht und was du über Kreativität oder individuelle Bildsprache in der eigenen Fotografie sagst, darf sich gerne jeder Hobby- Fotograf übers Bett hängen. Ich bestreite jedoch, dass es "ganz leicht" ist. Die wenigsten Fotografen bemühen sich darum, die meisten streben  eher nach Konsens, der Erfüllung von  gängigen Geschmacks- Standards. Man schaue sich nur mal die "Mädels- Shootings" in Foto- Foren an. Eigene Gedanken, Sehnsüchte in Bilder zu übersetzen, bemühen sich nach meiner Erfahrung nach die wenigsten.

Hi,

deshalb schrieb ich ja auch "eigentlich" – denn natürlich ist es ein großer Schritt, von der gefälligen Sehenswürdigkeit zu Bildern zu wechseln, die ein Blick in das eigene Innere erlauben. Dadurch macht man sich sicht- und auch angreifbar – genau das ist ja eine der Rollen, die die Kreativen und die Künstler (für uns?) ausfüllen.

Und natürlich ist es so, dass eher wenige so einen Weg anstreben – was so unglaublich schade ist, denn die Fotografie bietet jedem Menschen mit etwas technischem und gestalterischem Geschick eine sehr direkte Möglichkeit, sich auszudrücken und sich mit seiner Lebenswirklichkeit auseinander zu setzen.

Und was die Treffer auf flickr und anderswo angeht: ja, da gibt es Unmengen von Material – aber wer sieht das denn wirklich? Und welche Relevanz haben diese Bilder im kulturellen Diskurs unserer Zeit? Der findet nach wie vor ganz woanders statt: auf Festivals, auf Kunstmessen, in Ausstellungen, über Bücher, Zeitschriften und so weiter.

Die 200.000 Lofoten-Treffern zeigen vor allem eines: Dass offensichtlich unglaublich viele Menschen schon dort waren und dass sie viel fotografiert haben. Viele der Bilder wären in früheren Zeiten Reisebuch-tauglich gewesen und solche und ähnliche Bilder werden heute für Reisebücher ja auch tatsächlich verwendet und oft genug in irgendwelchen Bilddatenbanken zusammengekauft. Früher hätte man einen Fotografen beauftragt oder einen Spezialisten für den Norden angefragt und ihn gebeten, sein Archiv zu öffnen.

Diese Bilder zeigen schöne Landschaften, tolle Wetterstimmungen und ähnliches. Was diese Bilder aber nicht zeigen, sind die Ergebnisse einer echten Auseinandersetzung - mit einem bestimmten Thema dort, mit den Menschen, die dort leben, mit der sozialen Wirklichkeit oder was auch immer. Sie zeigen auch keine Innenwelten, zum Beispiel von Fotografen, die das Land und die Landschaft für eine Reise zu sich selbst aufsuchen - oder, oder, oder .... Es gäbe so einen reichen Schatz zu heben - in uns und für uns.

Viele Grüße, Christian 

 

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Ich stimme dir in praktisch allen Punkten zu. Du formulierst das sehr gut. Das limitierende - meist unausgesprochene -  Hauptmotto der meisten Fotografen ist halt dieses eintönige "make it look as pretty as possible."

Ich füge hinzu: ich bin aber denoch nicht sicher, ob ein "kultureller Diskurs" wirklich auch heute noch auf Kunstmessen, in Ausstellungen, Büchern stattfindet. Ich befürchte nämlich, dass durch die extreme Schnelllebigkeit, die schiere Masse immer neuer Online- Inhalte (alles, was insgesamt durchs WLAN- Modem flirrt)  alles andere schleichend begraben wird, alles muss sich rechtfertigen, wenn es nicht leicht konsumierbar und nicht umsonst ist, und der platte, konsumgetriebene Mainstream mit Netflix, Amazon, dem App- Store, facebook das ist, was am Ende übrigbleibt.

Ich habe darauf selbst keine Antwort, aber was die Fotografie betrifft, bin ich eher skeptisch. Gute Fotografie - so wie du (Christian) es treffend charakterisierst - war  schon die Ausnahme,  nur musste sie sich früher nicht gegen -zig- Milliarden nichtssagender Klick- Fotos behaupten, um in der Aufmerksamkeit der Betrachter überhaupt noch wahrgenommen zu werden.

Und  mit guter Fotografie ist halt nicht nur "scharf", "gute Farben" und "sehr schön anzuschauen" gemeint. Das ist heute dank Digitaltechnik vergleichsweise leicht geworden. Insofern ist die Messlatte für "gute Fotografie" heute vermutlich sogar höher, weil "sieht geil aus" kann heute fast jeder, der will.

Edited by alba63

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