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Hoi zusammen

Mal die Zeit in bisschen zu nutzen und einen kleinen Rückblick auf den Beginn der Fuji-Zeiten zu starten.

Gleichzeitig ein Rückblick auf eine kurze, aber schöne Reise.
2013 im Dezember - ich habe mit kurzfristig eine 3 monatige Auszeit gegönnt. 

Damals war aber nur eine Woche für eine kleine Reise reserviert - um den Kopf freizukriegen hab ich mein Fahrrad gepackt
mit dem Ziel: Camino del Norte, den Jakobsweg entlang der nördlichen spanischen Küste.

Der Dezember, na ja, natürlich nicht das allerbeste Reisewetter, aber die Wetterprognose war gut und mit Minimalgepäck
auf dem Rücken habe ich mich auf den Weg gemacht.

Die Pro-1 war mit dabei, mit dem 18-55.   14 und 35mm.

Gestartet bin ich in San Sebastian, hier war es möglich einen Pilgerpass aufzutreiben, das muss schon sein, wenn man auf dem Jakobsweg
unterwegs ist.

 

Edited by Pick
Ausrüstung geändert

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Zu Beginn sieht man die Herausforderung bereits:  

Nur noch 795 bis zum Ziel.  Na ja, Freunde fragten mich, wieviel Zeit ich mir nehmen will. Die Schätzungen 
beliefen sich zwischen 2 und vier Tagen - kommt davon wenn man mal in der Randonneur Szene ein bisschen
unterwegs war.

Mein Lehrgeld sollte ich bezahlen, war ja schon 2013 nicht mehr der Jüngste....

Und verzeiht wenn des öfteren mein Fahrrad am Bild ist, es ist halt immer dabei.

Leider habe ich die Reise schlecht dokumentiert, GPS-Tracks waren noch nicht so weit bei mir und mitgeschrieben oder 
vorab habe ich nicht viel geplant. Mal sehen, ob mir booking.com oder google hier noch eine Timeline bietet.  

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Ja, es ist schon eigenartig wie sich die Erinnerung verflüchtigt.

Dachte ich zuerst, ich hätte das 18-55 mit gehabt, sehe ich nun in den Exils, dass das 14mm und das 35mm mit war.
So lang habe ich die Sachen schon, uff! 

Und ich war doch etwas länger unterwegs, ich hatte doch 11 Fahrtage eingeplant. 
Auf Wegen, teils unbefestigt, meist aber doch auf festen Strassen.

Aber die ersten Tage war das Meer oft in Sicht.
Wenn man meinen möchte, dass ist dann alles eben - getäuscht. Es ist ein stetiges auf- und ab, die Flusstäler 
zu queren wechseln sich mit den kleinen Kügelchen ab, die es dann wieder zu erklimmen galt.

 

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Wie es so oft auf diesen Reisen ist - das Fotografieren ist eher ein Nebenprodukt.
Am Ende des ersten Tages war aber noch Kraft genug, zu einem schönen Leuchtturm hochzuspazieren.

 

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Der Tag war sehr kurz - bis 10:00 war es finster, um 16:00 sollte ich auch schon wieder bei einerUnterkunft angekommen sein. Da keine Urlaubssaison war, waren viele Hotels geschlossen.  Letztlich war es aber immer möglich, in einer festen Unterkunft zu übernachten.

 

 

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Was mir bei der Bilderdurchsicht massiv auffällt: Ich muss die Schärfe total zurückdrehen, keine Ahnung warum Capture 1 hier so reagiert hat.
Sind es die Versionen? Oder habe ich damals nach dem Umstieg von Aperture alles nur über einen Kamm geschert?

 

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Wettermässig sollte es immer sehr schön sein - blauer Himmel begleitete in der Tat die ersten Tage - wie auch die Jakobsmuschel omnipräsent war!

 

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Auf meinem Google-Account habe ich noch für vier Tage Notizen gefunden:

Tagesziel soll Zenaruzza sein. Der Reiseführer erzählt von einem ganzjährig offenen Refugium dieses ist aber geschlossen, die Telefonnummer an der Haustür wähle ich nicht.  Ich fahre weiter zum Kloster Santa Maria von Zenaruzza. Dort angekommen ist alles still und ruhig. Jedoch  stehen ein paar Autos herum, der Rasen ist frisch gemäht. Das Tor zur Kirche ist offen, ich suche mir insgeheim schon eine Schlafstätte in der Kirche oder wäge ab, im Finsteren weiterzugehen.  Jedoch finde ich eine offene Tür und gelange in die Räumlichkeiten der Klosterbrüder. Totenstille, kein Laut. Ich durchsuche Raum für Raum, niemand da.  Na ja, verhungern würde ich nicht, da gibt's einen Raum für Pilger. Da stehen irgendwelche Salatkonserven herum. Da - Licht!  In der Wäscherei! Ein Pater wäscht in einer riesengrossen orangen Waschmaschine. Er weiss zum Glück was ich brauche - einen Schlafplatz.

 

 

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Er führt mich zur Pilgerherberge - ein ganzes Zimmer mit 8 Betten, Küchenzeile nur für mich. Wow.

Ich male mir aus, wie es hier zur Hochsaison zugehen mag! Vor allem der Kampf um die beiden einzigen Steckdosen dürfte hart ausgefochten werden.

 

Der Mönch teilt mir das Programm mit:
Um 19:30 Vesper, dann 20:30 Abendessen.danach 21:45 mit Pilgersegen auf Wunsch. 

Bis dahin mach ich mir 7 heisse Kakao, ein Überbleibsel in der Küche. Ich hoffe, man kann sich keine Kakaovergiftung zuziehen. Das Rad muss ich an das Eisengeländer vor der Herberge ketten.

Ein Riesen Buch für Pilvereinträge liegt am Tisch.
Viele Einträge gibt es selbst im Sommer nicht, ein schöner Platz! 
Der letzte Eintrag ist übrigens vom 5.12., fast eine Woche her.
Ich blättere das Buch durch, viel Hoffnung ist hier zu lesen.

Beim durchblättern fällt mal auf, wie oft es eigentlich regnet hier. Ich habe allerbestes Wetter erwischt, hoffentlich bleibt es so!

Der Mönch holt mich.  Gebet um 19:30 (Vesper) Abendessen 20:30. Nach dem Gottesdienst mach ich mich also um 20:25 auf um den Speisesaal zu finden. Eine offene Tür kenne ich ja schon. Mir nix dir nix öffne ich eine schöne schwere Tür und stehe mitten im Abendessen der Priester. Die haben geschaut. Wussten nicht, dass Gott Pilger auch hierher lenken kann. Dabei bringt nämlich ein Mönch das Essen in die Unterkunft.  Ich bekam wohl eine Portion für 8 Leute, der Topf war voll! 4 Teller später füllte ich den Rest in die Trinkflasche.  Morgen in die Mikrowelle damit, dann gibt's eine tolle Verpflegung auf der Fahrt. Frühstück ist um 7, mittlerweile weiß ich, dass die Priester es wohl vorziehen alleine zu essen...

Um 21:45 gab es nuoch eine Messe. Ich war der einzige im Auditorium. Schön haben sie gesungen, auch wenn sie müde waren. Hätten sie mich Mitessen lassen, könnten sie mir das gleich vorsingen und wären eine Stunde früher ins Bett gekommen. 

Ich mache es mir im ungeheizt Raum bequem, den Heizstrahler schalte ich aus Respekt vor den Pilgern vor 100 Jahren nicht ein!

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Der Weg zeigt mit heute, wer der Herr im Hause ist. Lockerer Beginn die ersten 100 Meter. Dann muss geschoben werden, bergauf. Und unmittelbar geht's dann mit dem Schlamm los. KNÖCHELTIEF, eine Forststrasse die wohl intensiv genutzt wurde. Es hat zwar lang nicht geregnet, aber das Fahrrad will getragen werden. Ich balanciere zwischen den Schlammspuren, chancenlos. Meine Radschuhe sind überschwemmt, voller Schlamm, knöcheltief. Das tückische sind die Laubstellen, wo man vermeintlich, festen Untergrund zu haben. Und plötzlich, du stehst im Schlamm. Bergab ist an ein Fahren nicht zu denken, steil, Steine, Wurzeln, unmöglich zu fahren. Es stellt sich langsam die Frage, ob die Mischung zwischen Radweg und Wanderwege ausbalanciert ist.  Und dann geht's bergauf. Bergan, bergan, bergan.  Geht's bergab sind die Kurven im Schatten und voll Raureif. Und ist der Weg der richtige richtige? Fernab vom Fussweg, fernab von der Rad GPS Route. Aber die Symbole sind da. Zeigen mir den Weg, nach oben, rauf, rauf rauf. Ich dachte die Etappe sei nicht so intensiv. Ich spiele mit den Föhrennadeln am Boden, suche mir die, die wie ein Fächer ausgebreitet sind und wie die Strahlen der Jacobsmuscheln in meine Fahrtrichtung zeigen.  

Geht es bergab, kommt der Gegenwind. Teilweise so stark, dass ich mich mit Mühe am Rad halten kann. 

Ich nähere mich Bilbao. Ich entschließe mich, Bilbao im.Nordosten zu umfahren. Das spart so einen blöden Bergrücken und der Verkehr ist moderat. Gesagt getan, ich fahre entlang dem Flughafen um in Portugese zu dieser tollen  Brücke zu kommen. Wie auf Kommando haben aber alle Spanier Dienstschluss und fahren nach Hause.  Die Luft ist benzingeschwängert, als ich das Industrieviertel am Fluss erreiche. Elend lang zieht sich die Strecke, die Armen die gehen müssen. Ich übernachte bei der Brücke. Ich geh einkaufen, wie zum Hohn führt der Weg über Rolltreppen die Straße nach oben. Als wollte er sagen, Siehste, so einfach kann es auch gehen.

 

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