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Vor geraumer Zeit habe ich pandemiebedingt hier einen Reisebericht über Namibia gebastelt, in der Hoffnung, dass bald wieder die Reise-Rubrik mit neuen Beiträgen gefüllt werden kann. Nachdem sich die Lage aber nicht wirklich bessert und mein PC wieder repariert ist, entführe ich Euch jetzt nach Südamerika, genauer nach Chile mit einem kurzen Abstecher nach Argentinien. Zum Jahreswechsel 2018/2019 haben wir uns eine 3-monatige Auszeit genommen und diesen Teil von Südamerika bereist. Bei u

Vorm Schlafen noch ein schnelles Bild vom Sternenhimmel. Leider das Einzige, denn wir hatten sonst entweder Vollmond oder helle Beleuchtung in der Nähe. Hallo Gast! Du willst die Bilder sehen? Einfach registrieren oder anmelden! Die Lagunen gibt es dann morgen

Unser erstes Highlight in den Anden sollte die Laguna Verde an der argentinischen Grenze werden. Die Lagune liegt auf ca. 4.350 m Höhe und wir wollten dort unbedingt eine Nacht verbringen (bestes Licht und so). Der Ausgangspunkt die Stadt Copiapo liegt nur rund 400 m hoch. Dazwischen gibt es auf 160 km pures Nichts. Um nicht gleich an Höhenkrankheit einzugehen war der Plan knapp unter 3000 m eine Nacht im puren Nichts zu verbringen. So gingen wir das an: Hallo Gast! Du willst die Bilder sehen?

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Aus Mittel-Chile gibt es etwas weniger Bilder, da wir dort häufiger schlechtes Wetter hatten und der Beitrag sonst noch länger würde. Ein kleines Abenteuer war unsere Wanderung auf dem Sendero Sierra Velluda am Fuße des Vulkans Antuco. Gestartet sind wir zu einer lockeren 2-Tagestour bei schönstem Sonnenschein. Nach gut 2 Stunden schlug aber das Wetter sehr schnell um und es zog ein heftiges Gewitter mit Blitz, Donner und Hagel auf. Wir suchten uns eine Geländemulde und richteten ein kleines Notbiwak mit dem Außenzelt ein. Eine Stunde saßen wir auf unsere Rucksäcke gekauert und die Hagelkörner prasselten uns auf den Kopf.

Weiter geht es, Gewitter halbwegs überstanden.

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Lava-Feld-Crossing, die Wegfindung nicht immer ganz einfach.

Der Vulkan Antuco versteckt sich (noch) in den Wolken.

 

 

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Kleine Fußkühlung kurz vor dem Lagerplatz

Unser Nachlager

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So ganz beständig war das Wetter nicht und in der Nacht zerrte der Sturm ganz schön an unserem kleinen Wigwam

Am nächsten Morgen jedoch alles wie weggeblasen und der Antuco zeigte sich in seiner ganzen Schönheit. 

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Um Mittel-Chile abzuschließen noch ein paar Bilder aus dem Nationalpark Conguillio in der Region Araucanien. Wie der Name schon sagt, gibt es hier noch Bestände der Araucarien, eine sehr alte Baumspezies. Beim Aufsteig zur Sierra Nevada erwartet man jederzeit einem Dinosaurier oder Hobbit zu begegnen.

Zunächst der Vulkan Llaima mit einer kleinen Araucarie.

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Der Llaima noch einmal aus anderer Perspektive

und zum Sonnenuntergang von unserem Schlafplatz aus

 

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vor 5 Minuten schrieb JoK:

Um Mittel-Chile abzuschließen noch ein paar Bilder aus dem Nationalpark Conguillio in der Region Araucanien. Wie der Name schon sagt, gibt es hier noch Bestände der Araucarien, eine sehr alte Baumspezies. Beim Aufsteig zur Sierra Nevada erwartet man jederzeit einem Dinosaurier oder Hobbit zu begegnen.

Zunächst der Vulkan Llaima mit einer kleinen Araucarie.

 

Wunderschön!!!

Allerdings vermisse ich tatsächlich einen vom BBC animierten Dinosaurier im Vordergrund...

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vor 3 Stunden schrieb hanshinde:

Wunderschön!!!

Allerdings vermisse ich tatsächlich einen vom BBC animierten Dinosaurier im Vordergrund...

Seit Brexit sind leider die Lizenzgebühren der BBC zu hoch. Ich empfehle daher ein gepflegtes Maibock-Bier und dann kommen auch irgendwann die Dinos um die Ecke 🤪

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Freue mich über die vielen positiven Rückmeldungen. Lieber Erhard, das "Problem" mit den "Diaschauen" kenne ich auch. Die große Schwierigkeit ist, die emotionale Verbindung mit den eigenen Bildern ein Stück weit auszublenden und zu versuchen, die Auswahl mit den Augen eines "Fremdbetrachters" zu treffen. Gelingt naturgemäß nur in Ansätzen. Habe vor Corona die ganze Reise als Show mit viel Musik für Freunde in einem Programmkino gezeigt. Eingeschlafen ist zum Glück niemand - Musik war auch entsprechend laut 😎. Die Bilder in ganz groß zu sehen, mit gutem Kino-Sound war schon toll.

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vor 1 Stunde schrieb JoK:

Habe vor Corona die ganze Reise als Show mit viel Musik für Freunde in einem Programmkino gezeigt. Eingeschlafen ist zum Glück niemand - Musik war auch entsprechend laut 😎. Die Bilder in ganz groß zu sehen, mit gutem Kino-Sound war schon toll.

Wenn sich dazu die Chance noch einmal ergeben sollte, wäre ich zu gerne dabei!

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Wie versprochen, geht es nun weiter auf der Carretera Austral nach Süden. Diese Straße führt über 1350 km von Puerto Montt nach Villa O’Higgins. Mit dem Bau wurde 1976 unter dem Militärregime von General Pinochet begonnen. Das Prestigeprojekt diente zunächst rein militärischen Zwecken, nämlich der Grenzsicherung zu Argentinien. Aufgrund der Topographie ist sie nicht durchgängig mit dem Auto befahrbar. Der Weiterbau bis in die Südspitze Patagoniens wird durch Seen, Fjorde und das patagonische Inlandeis vermutlich nie realisiert. Die Strecke gilt besonders unter Endurofreaks als besonderes Schmankerl, wird aber durch fortschreitende Asphaltierung "entschärft". In der Ortschaft Hornopirén muss man auf die Fähre steigen, die nach Caleta Gonzalo fährt. Wir hatten in Hornopiren zunächst nur einen kurzen Stopp geplant, aber dieser Ort übte eine ganz besondere Anziehungskraft auf uns aus. Manchmal passt ja alles zusammen, Location, die Menschen, die innere Einstellung etc. Wir landeten bei Robert auf dem Eco Camping Patagonia El Cobre und waren begeistert. Ein Platz mitten in den Urwald gebaut, mit möglichst wenig Eingriffen, sehr spartanisch aber unbezahlbarem Blick auf den Fjord. Robert vermietet auch Kajaks mit Ausrüstung, so dass man den Fjord mit Seelöwenbänken und Pinguin-Insel per Boot erkunden kann. Da muss man zuschlagen und so begann unser 2. kleines Abenteuer....

Doppelter Regenschutz = Glamping

Der Fjord bei Windstille vermittelt eine unglaubliche Ruhe und man fährt ganz von alleine ziemlich runter.

Es geht aber auch anders, wie wir später erfahren mussten...

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Unsere 2-tägige Paddeltour führte uns bei ruhigem Wasser an traumhaften Stellen vorbei und bevor wir unser Nachtlager auf einer kleinen Insel aufschlugen, genehmigten wir uns ein Entspannungsbad in heißen Thermalquellen. Auf der Insel gab es nur eine einzige gerade Stelle für das Zelt - auf dem Rücken einer Kiesbank. Doch wir hatten eine etwas ungewöhnliche Nachbarschaft.

Eigentlich ein wunderschöner Platz, aber auch speziell...

Diese Buffet befand sich ca. 10 m vom Zelt entfernt. Die Kameraden waren zunächst gar nicht begeistert, dass wir ihren Leichenschmaus stören. Aber wir haben uns, nach einer gewissen Eingewöhnungsphase auf beiden Seiten, arrangiert.

Da zum späten Nachmittag Nieselregen einsetzte verkrochen wir uns recht früh ins Zelt. In der Nacht begann es dann zu stürmen und es wurde echt ungemütlich. Am nächsten Morgen war der Fjord kaum wiederzuerkennen. Das vorher spiegelglatte Wasser war plötzlich äußerst bewegt. Den Besuch der nahe gelegenen Pinguin-Insel strichen wir spontan. Nach den ersten Paddelmetern war mir klar, dass die Rückfahrt ein Himmelfahrtskommando werden würde. Also schnellst möglich wieder anlanden und telefonieren. Handy-Akku auf rot, Empfang ein Balken, Robert geht nicht ans Telefon, trotz Neopren frieren im Wind. Mit letztem Akku-Saft telefoniert, Robert kommt uns retten! Hafen gesperrt für auslaufende Schiffe wegen Sturm, Robert organisiert alten Fischer außerhalb des Hafens. Rettung naht!!!!!! 

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Unser Retter mit heißem Kaffee im Gepäck, ich hätte ihn Küssen können.

Man sieht vielleicht, dass mein Schatz selbst im Fischerboot noch nicht ganz entspannt war.

Da wir schon mal auf hoher See waren, hat der Fischer in einer ruhigen Bucht schnell noch einen riesigen Fisch für das Abendbrot gefangen. Als noch ein zweiter anbiss war er völlig aus dem Häuschen. War wohl auch kein alltäglicher Fang. Als den zweiten Fisch die Seelöwen dann von der Leine fraßen, waren wir aus dem Häuschen. Großes Kino.

 

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Nachdem wir etwa 3 Stunden wieder festen Boden unter den Füßen hatten, hörte der Sturm ganz plötzlich auf und die See war sofort wieder spiegelglatt. So wie am nächsten Morgen, als wir die Fähre nahmen.

 

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Erster Stopp nach der Fähre: der Parque Pumalin. Ein privater Naturpark zur Erhaltung des gemäßigten Regenwaldes. Eingerichtet von Douglas Tompkins, dem Gründer der Firmen North Face und Esprit. Nach Verkauf beider Firmen kaufte es seit Anfang der 90er große Gebiete in Chile auf, um sie unter Schutz zu stellen bzw. zu renaturieren. Er starb 2015 an Folge von Unterkühlung, nachdem er mit seinem Kajak bei einem Sturm auf dem Lago General Carrera gekentert war. Der Parque Pumalin umfasst das größte zusammenhängende Waldgebiet Chiles.

Ein kleines Zelt hat viele Vorteile

Die richtige Kulisse für den chilenischen Rotwein

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Wir tauchen bei leichtem Nieselregen ein in den Alercen-Wald.

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Mit ihrem rötlichen Stamm erinnert die Alerce (Patagonische Zypresse) ein wenig an die mächtigen Redwood-Bäume in Nordamerika.

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Unter die tausend Grüntöne mischt sich hin und wieder der zarte Farbtupfer eines Liliengewächses (Philesia magellanica).

Man bekommt einen Eindruck was Urwald bedeutet.

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