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Welche Vorteile bietet der "manuelle Modus" gegenüber Halbautomatik(en)?


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vor 9 Stunden schrieb Romeo und Julia:

 

Soll ich evtl. Besser Golf spielen ?

 

Mmmh … aber nicht, dass es da nochmals eine schmerzliche Enttäuschung für dich gibt. Solche Naturtalente gibt es bei jedem Hobby /Art von Tätigkeiten. Ich kenne das auch :)  

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vor 9 Stunden schrieb Romeo und Julia:

Soll ich evtl. Besser Golf spielen ?

Das ist der entscheidende Punkt (Hervorhebung im Zitat durch mich)! Fotografieren oder Golf spielen ist letztlich egal.

Edited by DeLuX
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vor 9 Stunden schrieb Romeo und Julia:

Aber Ihre Fotos sind deutlich besser,

Da sieht man  dass Talent, ein guter Blick für das Motiv, Idee und Bildkomposition wirklich noch den entscheidenden Beitrag für ein gutes Bild leisten und auch ab und an einen Hauch technischer Unwissenheit oder falsches Equipment durchaus verkraften können, weil sie von der Bildwirkung kompensiert werden.

Erst einmal ist ja kein Kriterium, vor allem weil die Teilautomatiken in der Regel so gut sind, dass man prinzipiell damit auch kein technisch schlechtes Foto macht. Das kommt Leuten, die sich weniger mit der Technik, als mit ihrem Bild beschäftigen natürlich sehr entgegen.

Das hat auch absolut nichts mit Profi oder Amateur zu tun. Viele Profis nutzen Automatiken, wenn sie sich anbieten und viele Amateure fotografieren auch manuell, haben teilweise modernere Kameras und mehr Objektive. Das macht aber nicht automatisch die besseren Bilder auf beiden Seiten.

Natürlich würde die richtige Optik und das Wissen, auch mal die Kamera auf "M" stellen zu können die Möglichkeiten eines "Naturtalents" schon erweitern und in gewissen Situationen auch hilfreich sein. Wenn man das richtig verinnerlicht hat, dann ist es auch keine Belastung mehr, weil man da ein Gespür hat und sein Werkzeug einfach nur bedient.

In dieser Situation wie bei euch kann man ja auch gut voneinander profitieren, lernen und sich inspirieren lassen. Meine Freundin ist Malerin und wenn sie mit der Kamera nicht weiter kommt, dann fragt sie mich, was sie einstellen muss, damit es so wird, wie sie es sich vorstellt. Wenn ich Recht hatte, dann macht sie es im besten Falle beim nächsten Mal so, aber eigentlich fragt sie meist wieder. Ich will nicht sagen, dass sie grundsätzlich die besseren Bilder im "Automodus" macht, aber oft ergänzt man sich eben auch, hat einen anderen Ansatz, sieht eben etwas mit anderen Augen und das ist in der Fotografie ja was schönes und Bereicherndes für alle Seiten. Dann ist natürlich auch das subjektive Empfinden. Wenn wir mal was vergleichbares fotografieren gefällt ihr meins oft besser, während ich ihrs besser finde.

Mit Auto oder M hat das jedenfalls nichts zu tun, genauso wenig mit Zoom oder FB, weil es da auch genügend Motive gibt, wo ein Zoom nicht das schlechtere Bild macht. ich glaube dass es für niemanden ein Nachteil ist, sich auch mal mit den Möglichkeiten zu beschäftigen, die außerhalb des eigenen Arbeitsschemas und der Automatik liegen. Wenn man sich dafür nicht interessiert und einfach nur Fotografieren will ist das natürlich etwas anderes , was bei der heutigen Technik und dem nötigen Blick auch sehr oft zu einem sehr guten Ergebnis führen kann.

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Ich denke mitunter, wie sind selbst unsere stärksten Kritiker und stehen uns damit selbst im Weg. Ich bin sehr perfektionistisch und selbstkritisch und ich fürchte, andere bemerken die Unterschiede nicht einmal. Da kann ich mir ganz viel Mühe geben, wirklich feinste Tonwerte umzusetzen, aber viele Betrachter bemerken den Unterschied vermutlich gar nicht. Ich ertappe mich aber auch dabei, dass ich beim Anschauen von Magazinen gerne nach "Fehlern" bei Bildern suche. Man kann das wirklich übertreiben....

Ich bin sicher, technische Mängel stören durchaus, aber kleinere sieht kaum einer, außer Leute wie wir...

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vor 13 Stunden schrieb Romeo und Julia:

Meine Frau fotografiert mit einer xt3 16-80 und 70-300. Nur auf Automatik. Sie macht damit die tollsten Fotos. ISO, Blende, Zeit hat Sie keine Ahnung. Aber Sie hat das Auge !  Die Kamera macht alles selbst.

Ich Kasper mir mit manuell Einstellungen mit den besten Objektiven einer ab. Aber Ihre Fotos sind deutlich besser,

Soll ich evtl. Besser Golf spielen ?

 

Es gibt tausende Fotografen, die machen mit dem iPhone bessere Fotos als ich, mit der tollen Fuji Ausrüstung.

Da es aber Millionen von Golf Spielern gibt, die mit 30 Jahre alten Schlägern besser spielen, als ich mit den teuersten High Tech Callaway Schlägern, bleibe ich beim Fotografieren;-)

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vor 14 Stunden schrieb Romeo und Julia:

Ich Kasper mir mit manuell Einstellungen mit den besten Objektiven einer ab. Aber Ihre Fotos sind deutlich besser,

Soll ich evtl. Besser Golf spielen ?

Da  würde ich gerne mal Vergleichsbilder sehen um das zu beurteilen🙂

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Der Irrglaube, das man mit fotografischen Techniken per se bessere Foto macht, ist unausrottbar. Ein gutes Foto ist ein gutes Foto, egal wie es entstanden ist, ob mit manueller Einstellung oder mit Automatik. Wer versehentlich stolpert und die Kamera auslöst und ihm/ihr dabei unbeabsichtigt ein Spitzenfoto gelingt. ist und bleibt es ein Spitzenfoto, egal wie es entstanden ist.  

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Also ich nutze manuelle Einstellungen.
Ich nutze ISO-Automatik
Ich nutze Zeitautomatik ....
Ich nutze Autofokus und ich nutze auch die manuelle Fokussierung ...

immer abängig davon was für ein Motiv es ist und was für ein Foto ich machen möchte.

Am Ende ist es eine Mischung aus Grundwissen und die gezielte Anwendung um die gewünschte Motividee in ein Foto umzusetzen.
Mal abgesehen davon, daß sich mir solche Fragen überhaupt nicht stellen. Warum? Weil ich stattdessen lieber Fotos mache 😀

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Mir scheint, die Debatte hier hat eine unvorteilhafte Wendung genommen. Es geht doch nicht darum, ob es einen eindeutig besten Weg zu guten Bildern gäbe, oder ob man seine Ziele nicht auf verschiedenen Wegen erreichen könnte.

Die Frage war ganz konkret, welche Gründe für den manuellen Modus sprechen. Also: Was geht im manuellen Modus besser als in den halbautomatischen Belichtungsmodi? Wer das weiß, der weiß auch, ob und wann er oder sie manuell belichten sollte.

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vor einer Stunde schrieb Jürgen Forbach:

Der Irrglaube, das man mit fotografischen Techniken per se bessere Foto macht, ist unausrottbar. Ein gutes Foto ist ein gutes Foto, egal wie es entstanden ist, ob mit manueller Einstellung oder mit Automatik. Wer versehentlich stolpert und die Kamera auslöst und ihm/ihr dabei unbeabsichtigt ein Spitzenfoto gelingt. ist und bleibt es ein Spitzenfoto, egal wie es entstanden ist.  

da hast Du uneingeschränkt Recht... genauso sehe ich das auch.

Ich verwende im übrigen überwiegend die Zeitautomatik und wenn ich mit Stativ unterwegs bin z.B. für Landschaft oder Architektur entstehen meine Bilder ausschließlich manuell. 

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Einer der ausschlaggebenden Punkte für mich ist die klar die Nachbearbeitung in Lightroom.

Hört sich vielleicht komisch an, ist aber so. Ich kann das Bild so aufnehmen, wie ich es am besten empfinde. Verschlusszeit, Blende und Iso werden eingestellt, je nach Umgebung (fotografiere zu 90% Landschaften), und dann schieße ich ein paar Bilder mit +-1er Blendenstufe. Danach kann ich eh in der RAW-Datei schauen, welches mir am besten gefällt.

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Das ist dann ja fast schon wieder "Try and Error". 😁

Das wäre jetzt nichts für mich. Bei Makros mache ich meist auch mehr Bilder, weil es in der Nähe von 1:1 auf jeden mm ankommt, ansonsten versuche ich, sowenige Bilder wie möglich von einer Szene zu machen.

Nachbearbeitung ist leider nicht so mein Steckenpferd.

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vor 15 Stunden schrieb MHFoto:

Das ist dann ja fast schon wieder "Try and Error". 😁

Das wäre jetzt nichts für mich. Bei Makros mache ich meist auch mehr Bilder, weil es in der Nähe von 1:1 auf jeden mm ankommt, ansonsten versuche ich, sowenige Bilder wie möglich von einer Szene zu machen.

Nachbearbeitung ist leider nicht so mein Steckenpferd.

Haha ich schaue natürlich, dass die Einstellung die richtige ist, keine Frage 😂

aber als Sicherung nicht verkehrt, kann ja die „schlechteren“ löschen, und mit 2x 128GB ist das kein Problem.

Aber das ist halt bei Landschaften, da läuft mir nichts davon.

Edited by Veed
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Meine Grundeinstellung ist fast immer Blendenvorwahl, ISO 200 oder 800, manuelle Zeit. Warum? Erstens ist es bequemer. Ich muss mir keine Gedanken machen, wie die Automatik reagiert und ob ich manuell nachregeln muss. Dann mache ist das lieber gleich von Hand. Und zweitens kann man zuverlässig nur manuell eine optimale RAW Datei erzeugen, also mit den Einstellungen für RAW-Fotografen mit Hilfe des RGB Histogramms ETTR belichten.

So mache ich dass bei 95% meiner Bilder. Für Situationen mit stark wechselnden Lichtverhältnissen, die Schnappschusscharakter haben, verwende ich Zeit- und ISO-Automatik in Verbindung mit DR400. Klappt auch meistens gut.

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Am 24.9.2021 um 09:21 schrieb pepemina:

...

Nun liest man ja öfter mal, dass man sobald man den Anfängerzeitraum hinter sich gelassen hat oder lassen will, "raus aus der Automatik" soll. Aber welche Vorteile bringt das?

...

Also, welche Vorteile hat man, wenn man alle 3 Parameter (Blende, Zeit und ISO) manuell einstellt?

Ich glaube hier liegt ein Missverständnis vor. "Raus aus der Automatik" bedeutet nicht alle Parameter selbst von Hand einzustellen. Zumindest macht das ohne wichtigen Grund keinen Sinn.

Es geht eher darum, die Parameter bewusst zu kontrollieren. Wie man dass erreicht, ist letztendlich vollkommen egal. Natürlich kann man alles von Hand einstellen, aber das Bild wird keinen Deut schlechter wenn man die gleichen Parameter mit Hilfe einer Automatik einstellt. Wichtig ist nur, dass man weiß, wie man einen bestimmten Parameter beeinflussen kann und welche Auswirkungen dieser Parameter hat. Es ist egal, ob ich die Blende aufdrehe und sich dadurch eine gewünschte Belichtungszeit ergibt oder ob ich die Belichtungszeit vorgebe.

Der Weg vom Anfänger zum Fortgeschrittenen ist der, zu lernen wie sich einer der Parameter Blende, Zeit, ISO auswirkt und was passiert, wenn die drei nicht zusammen passen. Das geht meiner Meinung nach am besten über die Halbautomatiken (fest Blende oder feste Zeit in Verbindung mit der ISO Automatik). Zusätzlich kann man dann noch die Belichtungskorrektur verwenden, um Anpassungen vorzunehmen.

Vollständig manuell kommt nur zum Einsatz, wenn man damit nicht mehr weiterkommt. Zum Beispiel dann, wenn man einen manuellen Blitz einsetzen will und die Belichtungsmessung der Kamera versagt.

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Ich belichte manuell, aus den schon genannten Vorteilen. Beim Fokussieren nutze ich jedoch oft den Instant-AF und stelle anschließend manuell scharf. Leider gibt es die entsprechende Funktion nicht für die Belichtung. Da liegt meiner Meinung nach der größte Nachteil der manuellen Methode: Bei größeren Veränderungen zum letzten Motiv muss man ewig lange an den Rädchen drehen. Ein Knopf mit einer Instant-Bel. wäre hier ideal. Ein Antippen und die Zeit springt zB. von einer viertausendstel auf eine fünfzehntel Sekunde. Würde natürlich nicht mit beschriftetem Zeitenrad funktionieren, aber ich plädiere sowieso für ein Top-Display, das die eingestellten Werte anzeigt. Bei meiner S10 ginge es schon jetzt, da habe ich die Zeit auf das rechte unbeschriftete Rad gelegt.

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vor 1 Stunde schrieb Ulrich Reiff:

Bei größeren Veränderungen zum letzten Motiv muss man ewig lange an den Rädchen drehen

Ich habe von ein Viertausendstel auf ein Fünfzigstel in weniger als einer Sekunde gedreht, was ich nicht für eine Ewigkeit erachte, aber da ist wohl relativ. Auch wenn ich auf T stelle und das hintere Rad benutze geht das sehr schnell für meine Begriffe.

Wie gesagt gibt es öfter mal Situationen im täglichen Fotoalltag, wo man sich sein Bild anders vorstellt, als es die Automatik gerne hätte und dann gibt s auch noch Situationen wo man die Parameter einer Aufnahme selbst steuern muss um einen bestimmten Effekt zu erzielen oder eine bestimmte Bildqualität. Oft geht das, wenn man der Automatik nicht alles überlässt auch damit ganz gut, aber manchmal ist man manuell sogar schneller. Was den AF betrifft finde ich den seit meiner Fujizeit mehr als brauchbar und stelle nur noch selten manuell scharf. Da wäre ich mit dem manuellen Modus nicht schneller und auch nicht besser. Das nutze ich nur, wenn die Kamera Problem hat auf ein Motiv zu fokussieren, in der Produkt Fotografie odr wenn das Objektiv es verlangt, weil es keinen AF hat.

Das sind vielleicht eher Vorlieben als Notwendigkeiten, wenn man die Schärfe ständig manuell korrigiert. Am Ende weiß man ja selbst, wie man am besten zu dem Bild gelangt, was man haben möchte. Das sieht man ja hier ganz gut, an den unterschiedlichen Arten der Nutzung des manuellen Modus.

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Für ähnliche Verhältnisse lasse ich meist die Filmempfindlichkeit! Wie auch den Filmmodi, so lange fix wie es der Tag und die Situation erlaubt.

Grundsätzlich mühe ich mich mit der Blendenvorwahl ab, zur Gestaltung oder auch nur um die beste Leistung des Objektives zu erreichen. 
Der Zweite Eingriff geschieht um die Belichtungsmessung zu korrigieren, dabei wähle ich oft Spotmessung und / oder manchmal greife ich mit dem Belichtungskorrekturrad ein, eben um die Belichtung so zu haben wie sich das Objekt nach meinem Eindruck darstellt. Mal ganz dunkel, mal nur so, dass die Lichter nicht absaufen.
Eigentlich ließe sich das gleiche auch mit dem Eingriff im Zeitenrad machen, jedoch hab ich beim  Korrekturrad besser die Abweichung der Korrektur im Auge. Ansonsten ist beides Gleichwertig, da das Korrekturrad mittelbar auch nur die Belichtungszeit verändert.

Benutze ich eine Lange Brennweite kann es schon mal vorkommen, dass ich die Mindestzeit nicht im Blick habe, dann gibts schon mal ungeeignetes  Vorwahl. Bin ich ganz auf das Motiv focusiert, dann wähle ich aus Sicherheitsgründen die Isoautomatik mir vor. 
 

 

Edited by klausentreiben
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