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Vergleich der System - und der Personen hinter der Kamera


McKlimm
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Seit längerer Zeit lese ich die Veröffentlichungen dieser Community, genauso wie FUJILOVE, FUJI GEAR, FRAMES, etc. etc. Die gezeigten Fotos sind immer großartig und beeindruckend. Und dies, obwohl immer die verwendete Kamera und das verwendete Objektiv wechseln. 

 

Inzwischen glaube ich auch – dies ist ja oft Inhalt von Publikationen – dass ein gutes Foto durch den Fotografen und nicht durch die Technik entsteht. Natürlich gibt es spezielle Lichtverhältnisse, benötigte Verschlusszeiten etc. welche nicht von allen bedient werden können. Bei relativ einfachen Bedingungen kann ich mit (m)einer X100T voraussichtlich vergleichbare Fotos mit einer GFX machen.

 

Ich würde gerne in einem Projekt - ggf. in mehreren Versuchen – nachweisen, dass sich die Fotos einer älteren 16MP-Kamera nicht von einer neuesten Voll- oder Mittelformat etc. unterscheiden müssen.

Tagsüber und bei ausreichend Sonnenschein wird ein Motiv vereinbart. Dies könnte z.B. eine Brücke oder ein Hochhaus in Frankfurt am Main oder anderswo sein. Ein Stativ – identisch für alle – wird an einem Punkt platziert und die Brennweite und Blende werden vereinbart. Nacheinander werden alle teilnehmenden Konfigurationen auf das identische Stativ fixiert und ausgelöst.

Zusätzlich macht jeder Teilnehmer ein „freies“ Foto aus der Hand, wobei man sich im Umkreis von 10m um das Stativ frei bewegen kann.

Ich gehe davon aus und wäre froh, wenn bewiesen werden könnte, dass die Stativ-Fotos kaum zu unterscheiden sind. Bei den „freien“ Fotos gehe ich davon aus, dass die Bildwirkung extrem voneinander abweicht.

Dies werde ich auch der Redaktion von FujiLove vorschlagen, würde mich aber freuen, wenn diese Community dies auch eigenständig stemmen kann.

 

Wer hat Lust, hier mitzumachen?

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Mir ist nicht ganz klar was du eigentlich bezwecken willst oder welchen Erkenntnisgewinn du tatsächlich erwartest.

Natürlich reicht eine 16 MP Kamera wie zB eine billig zu erstehende X-M1 mit einem gescheiten Objektiv und genügende know-how hinter der Kamera völlig aus, um beeindruckende Bilder zu erstellen. Besonders wenn du Bedingungen herstellst oder nutzt, die keine besondere Technik erfordern.

Das es insgesamt mehr auf den Fotografen als auf die Kamera ankommt ist eine Binsenweisheit die du auch hier im Forum erkennen kannst. Leider nicht jedem klar. Aber es wäre so einfach, wenn man sich nur mal Bücher mit alten guten Bildern anschaut die mit Kameras enstanden sind, die gefühlt Lichtjahre hinter unserer heutigen Technik zurückliegen.

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Diesen Nachweis habe ich letztlich über die vergangenen 20 Jahre selbst erzielt und das traue ich auch dir zu, wie jeden Anderen, den das Thema nachhaltig interessiert.

8MP Bridgekamera-Bild hängt im Format 120x160 cm auf Leinwand im Haus.

3,5 MP Bilddatei war auch in 60x90 cm Leinwand absolut ansprechend.

Eine Aufnahme mit Nikon V1 (10MP) hängt in 70x105 auf Acryl in genialer Auflösung bei mir......

Was diese Bilder auszeichnete, um sie in diesem Format vergrößern zu lassen, war letztlich die Bildaussage bzw. Wirkung! Das war letztlich schon immer so und die eher technisch orientierte Herangehensweise an eine Bildbewertung hat sich als wenig nachhaltig herausgestellt.

In der heutigen Zeit sind 16 oder 24 MP gleichwertig. Wirkliche Unterschiede sieht man ggf. im Mittelformat bei 50MP aufwärts und da vor allem bei Lanfschaftsaufnahmen, bei denen plötzlich kleine Details noch gut aufgelöst erkennbar sind. Selber habe ich den Vergleich zwischen Nikon Z7 und GFX 50R angestellt. Beides Kameras mit sehr guter Auflösung mit entsprechenden Objektiven und nur im direkten Vergleich war die GFX noch ein wenig genauer. Unabhängige Betrachtung bot keinen Favoriten.

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Posted (edited)

Mir scheint die Versuchsanordnung angesichts der zu erwartenden und vorhersehbaren Ergenisse etwas überambitioniert. Wenn ich mir vorstelle, wie ich da mit meiner X-T1 oder X-E1 anreise, um die dann auf dasselbe Stativ zu klemmen und dasselbe Motiv zu schiessen, das gerade 10 meiner lieben Fuji-Kollegen mit ihrer last Generatioin X-Kamera fotografiert haben, langweilt mich schon der bloße Gedanke. Das könnte ja auch eine Person (Du?!) oder ein Roboter mit versch. Fuji-Modellen selbst machen. Zumal man ja auch - um das ganze vergleichbar zu halten -  JPEGs mit gleichen Einstellungen (Filmsimmulation, Kontrast, ISO, WB, DR usw.) verlangen müsste. Wenn man mit RAWs arbeiten wollte, müsste man sich auf eine standarisierte Bearbeitung verständigen - weil das sonst (auch) zu einem EBV-Wettbewerb werden könnte ... Und das, was wirklich interessant ist - wie holt man unter denselben Bedingungen das beste aus dem Motiv heraus und welche Techniken der Bildgestaltung setzt man dafür ein - gerät völlig ins Hintertreffen. Okay, dafür gibt es den 2.Teil - "ein „freies“ Foto aus der Hand" - aber die sind dann kamera-technisch noch weniger vergleichbar ... Mir scheint das ganze noch nicht richtig durchdacht; ich kann mich AS-X nur anschliessen: Auch mir ist nicht ganz klar was du bezwecken willst u/o welchen Erkenntnisgewinn du erwartest.

Edited by grimm
Wörter, Worte, nichts als Wörter & Worte.
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Ich kann die Idee von @McKlimmgut nachvollziehen. Solche Gedanken kamen mir früher auch, als ich noch von einer Bridge zur nächsten wechselte. (Wunsch auf Verbesserung nach Wechsel oder "Schönreden", um zu bleiben) 

Mittlerweile weiß ich, was ich an meiner X-T10 habe und wie "klein " der Unterschied zu anderen Kameras ist. 

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Ich finde, das hier vorgeschlageme Beispiel hat wenig mit der fotografischen Praxis von "Normalverbrauchern" zu tun. Freilich kann man zeigen, dass sich die erzielten Ergebnisse kaum voneinander unterscheiden ... bei Betrachtung am Bildschirm oder Ausdruck auf A4. Es wurden auch schon Bilder aus D200 u.ä. auf Plakatgröße aufgeblasen und bewundert... was u.a. damit zu tun hat, dass der unbefangene Betrachter ein Bild schlicht als Bild auf sich wirken lässt und nicht als fototechnisches Konstrukt. Umgekehrt haben die Fortschritte in der Fototechnik Bilder zu Haushaltspreisen ermöglicht, die noch vor zeh Jahren so nicht denkbar waren. Und vermutlich die wenigsten denken daran, ihr Fotoleben mit der Kamera auf dem Stativ zu verbringen. Man möchte seine Kinder oder das Haustier ablichten (guter Autofokus hilfreich), man möchte unauffällig die schummrige Stimmung mancher Innenräume wiedergeben (Lichtstärke und/oder IBIS gefragt), man möchte eine vielseitige Kamera, die einen breiten Anwendungsbereich gut abdeckt ... da hat Fototechnik in den letzten Jahren den Spiel(!)raum der Möglichkeiten enorm gesteigert. Mit dem Stativ allein kann ich da keine Beweise führen ...

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.....und wenn Ihr einfach Fotos macht, egal womit. Und wenn sie Ge

vor 7 Stunden schrieb McKlimm:

 

Seit längerer Zeit lese ich die Veröffentlichungen dieser Community, genauso wie FUJILOVE, FUJI GEAR, FRAMES, etc. etc. Die gezeigten Fotos sind immer großartig und beeindruckend. Und dies, obwohl immer die verwendete Kamera und das verwendete Objektiv wechseln. 

 

Inzwischen glaube ich auch – dies ist ja oft Inhalt von Publikationen – dass ein gutes Foto durch den Fotografen und nicht durch die Technik entsteht. Natürlich gibt es spezielle Lichtverhältnisse, benötigte Verschlusszeiten etc. welche nicht von allen bedient werden können. Bei relativ einfachen Bedingungen kann ich mit (m)einer X100T voraussichtlich vergleichbare Fotos mit einer GFX machen.

 

Ich würde gerne in einem Projekt - ggf. in mehreren Versuchen – nachweisen, dass sich die Fotos einer älteren 16MP-Kamera nicht von einer neuesten Voll- oder Mittelformat etc. unterscheiden müssen.

Tagsüber und bei ausreichend Sonnenschein wird ein Motiv vereinbart. Dies könnte z.B. eine Brücke oder ein Hochhaus in Frankfurt am Main oder anderswo sein. Ein Stativ – identisch für alle – wird an einem Punkt platziert und die Brennweite und Blende werden vereinbart. Nacheinander werden alle teilnehmenden Konfigurationen auf das identische Stativ fixiert und ausgelöst.

Zusätzlich macht jeder Teilnehmer ein „freies“ Foto aus der Hand, wobei man sich im Umkreis von 10m um das Stativ frei bewegen kann.

Ich gehe davon aus und wäre froh, wenn bewiesen werden könnte, dass die Stativ-Fotos kaum zu unterscheiden sind. Bei den „freien“ Fotos gehe ich davon aus, dass die Bildwirkung extrem voneinander abweicht.

Dies werde ich auch der Redaktion von FujiLove vorschlagen, würde mich aber freuen, wenn diese Community dies auch eigenständig stemmen kann.

 

Wer hat Lust, hier mitzumachen?

.....und wenn Du einfach fotografierst was Dir zusagt, mit was auch immer, wie auch immer. Und wenn Dir Deine Fotos gefallen, dann wars das. Die Gemeinschaft freut sich dann, wenn Du Deine Bilder hier zeigst. 

Früher als alles anders war, hat Alexander (der Große) Borell immer Dachziegel fotografiert, um neue Kameras und Objektive besser zu verstehen, zufriedener wurde er dadurch nicht. Ich will das nicht totreden hier, wirklich nicht, aber wie schon vorher angemerkt sieht man die technischen Feinheiten irgendwann ab einer bestimmten Bildgröße. Hier im Internet, wo doch vieles komprimiert abgebildet wird, sind aus meiner Sicht solche Test nicht sinnvoll. Wenn mir ein Foto gefällt und ich visuell dran hängenbleibe, es länger betrachte, dann war es gut, ob nun mit Flaschenboden fotografiert oder mit XF superscharf.

Wie Andreas schon anmerkte, erschließt sich mir keine wirkliche Erkenntnis daraus.

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Hallo,

ich erinnere mich wie die neusten Kameras schon immer angebetet wurden und in den Foren Beweisfotos hinterlegt waren wie großartig so eine 6/12/16/24/64MP Kamera doch Details besser in einem Foto mit 2000 Pixel Kantenlänge darstellt als alles was es vorher gab.

Es gibt sogar Leute die glauben so etwas ........und fühlen sich bemüßigt auf dem Weg zum perfekten Foto wieder Geld in die Hand nehmen zu müssen, dass wenigstes der Nachbar nur das größere Auto aber nicht die bessere Kamera hat.

Ein Vergleich zwischen dem Fuji Kleinmittelformat und APS-C/MFT wird zeigen das man dies nicht zeigen kann.

Alternativ werden sich GFX-Nutzer sanft lächelnd zurücklehnen um mitzuteilen wie mühsam es doch sein muss einen langatmigen Beweis führen zu müssen weil man sich die GFX nicht leisten kann.

Hinter mir stehen X Kameras voll oder kleiner formatiert. Was soll ich sagen.... bei den XY-Terrabyte an gewachsenem Strandgut meines fotografischen Schaffens erkenne ich überhaupt keine Unterschiede und muss nachsehen mit welchem Sensorträger ich diese großartigen Lichtbilder geschaffen habe.

Ob da ein Stativ oder Vollmond im Spiel war ist ohnehin vollkommen egal.

Ich hasse meine X-Pro1 weil sie nur noch mit zwei Objektiven funktioniert 18/35mm und mit allen anderen abstürzt. Aber vielleicht will sie mir nur sagen das ich die BESTE ohnehin schon habe und es nun Zeit ist die Technik hinter sich zu lassen und einfach nur noch zu fotografieren.

 

Ach ja, falls der Beitrag zu schräg klingt, hier mal ein netter Ansatz was Fujis Kleinmittelformat vermutlich doch nicht kann: Mythbusters: Gibt es den „Mittelformat“-Look? FUJIFILM GFX100s Review

Am Schluss sieht man doch nur den Unterschied wer mehr an den Reglern der Bildbearbeitung gedreht hat.

 

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Echt jetzt, 40km? Das ist für manche immer noch "nur" die Aufwärmrunde zu Fuß..😝😜

Im Übrigen mag ich die Schießstand Jungs nicht wirklich. Die transportieren so eine Aura von "Ich/wir habens drauf und wer wer eine andere Meinung hat, verstehts nicht (oder wahlweise auch: ist Sche#xe, lamer Anfänger, etc...)". Und das, wo sie doch eigentlich trotz allem nur ein reiner Technik/Gear Channel sind. Wie es zig tausend andere auch gibt. Mit etwas weniger  Arroganter Haltung.

Und damit ich noch was zur Sache beitrage: Der Fotograf macht das Bild. Nicht die Kamera. Sollte doch mittlerweile klar sein. Insofern erübrigt sich der Vergleich, der ohnehin ziemlich kränkelt. Fotografie ist halt viel und nicht nur das drücken auf den Auslöser. Dem einen gelingen tolle Bilder von einem besonderen Moment (wie soll man sowas vergleichen können? Dieser eine Moment lässt sich nicht planen), der andere hat ein Gespür für ausgefallene Perspektiven (10m ums Stativ ist wenig Spielraum dafür, vor allem bei großen Objekten wie einem Hochhaus oder ähnlichem). Der nächste macht ein Bild und hat schon eine bestimmte Bearbeitung im Kopf, die er damit machen möchte. Und schließlich gibt es niemanden, der ausschließlich Fotos für die Galerie macht. Es sind immer auch welche dabei die nix taugen. Auch das selektieren und auswählen der besten Bilder im Nachgang gehört zum Schaffensprozess. Ich tu mich schwer da etwas "testbares" zusammen zu bekommen. Erschwerend kommt noch hinzu, dass eine Landschaftsaufnahme zum Test nur für Landschaftsfotografen taugt. Jemand der sich fast ausschließlich mit Portraits bzw. Menschen beschäftigt wird sich damit zwangsläufig schwerer tun (Als Beispiel, Die Sujets kann man beliebig durchwechseln. Kaum einer wird für "alles" gleich viel Zeit aufbringen).

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Dieses Zitat von Helmut newton beantwortet doch eigentlich die Frage schon. Den Rest kann man sich hier ansehen. Wenn man sieht wie viele Top Bilder es gibt und mit welchen unterschiedlichen Equipment sie gemacht wurden, dann braucht es doch keinen Nachweis mehr.

Natürlich erleichtert einem die neue Technik vieles und es gelingt dem einen oder anderen besser gewisse Unzulänglichkeiten der alten Technik zu kompensieren, aber am Ende kann man schon sehr weit zurück gehen, ohne dass es in der Vergangenheit nur schlechte Bilder gab.

Fotografie ist ja auch weit mehr als nur Technik und lässt sich für meine Begriffe nicht darauf reduzieren das gleiche Bild mit unterschiedlichen Kameras zu machen oder mit und ohne Stativ. Wenn ich das jetzt überhaupt richtig verstanden habe.

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Noch ein Gedanke dazu:

Wenn Schriftsteller zusammenstehen, reden sie darüber, wie man am besten eine Figur in einem neuen Roman anlegt, wie man die Charaktere entwickelt und wie diese im Fortgang der Arbeit ein Eigenleben entwickeln. Sie reden nicht darüber, welche Schreibmaschine wohl die beste ist, um darauf Romane zu tippen.

Wenn Fotografen zusammen kommen, reden sie viel zu oft oder ausschließlich über Kameras, Objektive usw., aber viel zu selten über die Bildgestaltung und wie man den Betrachter fesseln kann.“

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Hallo zusammen,

vielen Dank für die vielen, teilweise recht ambitioniert, vorgetragenen Kommentare. Ich bin absolut derselben Auffassung und somit über Jahre des Wechsels jetzt bei einer alten X100T gelandet - und extrem zufrieden.

Wenn es aber völlig egal ist, mit welcher Kamera man ein vorgegebenes, identisches Motiv ablichtet (bei einfachen Licht-Verhältnissen); warum gibt es es dann soviel unterschiedliche Ausführungen?

Nur für Spezialthemen, für dumme oder faule Fotographen etc.???

Diese Frage meine ich jetzt wirklich ernst. Wenn ein vorgegebenes Motiv in einer identischen Situation von den meisten Kameras identisch abgebildet werden kann, warum der ganze Park???

Natürlich geht es um Marketing, Generierung von Wünschen, Herausstellung von Besonderheiten etc. etc.

Wenn ich aber nicht professionell Mode, Portraits  oder Hochzeiten ablichte, benötige ich dies doch offensichtlich nicht.

 

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vor 1 Stunde schrieb McKlimm:

Hallo zusammen,

vielen Dank für die vielen, teilweise recht ambitioniert, vorgetragenen Kommentare. Ich bin absolut derselben Auffassung und somit über Jahre des Wechsels jetzt bei einer alten X100T gelandet - und extrem zufrieden.

Wenn es aber völlig egal ist, mit welcher Kamera man ein vorgegebenes, identisches Motiv ablichtet (bei einfachen Licht-Verhältnissen); warum gibt es es dann soviel unterschiedliche Ausführungen?

Nur für Spezialthemen, für dumme oder faule Fotographen etc.???

Diese Frage meine ich jetzt wirklich ernst. Wenn ein vorgegebenes Motiv in einer identischen Situation von den meisten Kameras identisch abgebildet werden kann, warum der ganze Park???

Natürlich geht es um Marketing, Generierung von Wünschen, Herausstellung von Besonderheiten etc. etc.

Wenn ich aber nicht professionell Mode, Portraits  oder Hochzeiten ablichte, benötige ich dies doch offensichtlich nicht.

 

Wenn doch die meisten Straßen geradeaus führen und keine besonderen Anforderungen an ein Fahrzeug stellen, warum gibt es dann Sport- oder Geländefahrwerke für entsprechende Fahrzeuge?

Nur für schlechte oder faule Fahrer? 😉

Das ließe sich für zig Lebensbereiche so fortsetzen. 

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vor 7 Stunden schrieb McKlimm:

...

Diese Frage meine ich jetzt wirklich ernst. Wenn ein vorgegebenes Motiv in einer identischen Situation von den meisten Kameras identisch abgebildet werden kann, warum der ganze Park???

...

 

Zum einen ist es nicht so, dass das Motiv identisch abgebildet wird. Es gibt schon Unterschiede, die sich ja nach Motiv mehr oder weniger stark auswirken. Dann kommt es natürlich noch auf das System an. Ein Bild mit 200mm f2.8 sieht anders aus, als ein Bild mit 55mm f5.6. Und wenn es 200mm f2.8 für das eigene System nicht gibt, dann sind solche Bilder nicht möglich.

Dann gibt es noch Dinge jenseits der Bildqualität, die aber bestimmte Fotos ermöglichten, wie zum Beispiel Autofokusgeschwindigkeit, ein Klappdisplay oder eine kurze BlitzSynchronisation.

Und natürlich gibt es auch die ganzen anderen Dinge, wie Größe, Gewicht, Bedienelemente, Design, Menüführung, GPS, WLAN, die nicht unwichtig sind.

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vor 15 Stunden schrieb McKlimm:

Wenn es aber völlig egal ist, mit welcher Kamera man ein vorgegebenes, identisches Motiv ablichtet (bei einfachen Licht-Verhältnissen); warum gibt es es dann soviel unterschiedliche Ausführungen?

Nur für Spezialthemen, für dumme oder faule Fotographen etc.???

Im Umkehrschluß könnte man auch argumentieren, dass es nicht so viele verschiedene Kameras geben darf, weil die Anforderungen ja bereits von wenigen Modellen erfüllt werden.
Dann wären wir wieder bei der Planwirtschaft des Sozialismus ;) !
Also fahren wir alle wieder mit dem Trabbi incl. Rauchfahne durch die Gegend - bringt uns ja auch von A nach B ;) ...

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vor 19 Stunden schrieb McKlimm:

Wenn es aber völlig egal ist, mit welcher Kamera man ein vorgegebenes, identisches Motiv ablichtet (bei einfachen Licht-Verhältnissen); warum gibt es es dann soviel unterschiedliche Ausführungen?

Ein einfaches Motiv in gutem Licht stellt heutzutage keine Herausforderung für eine Kamera dar. Führt man den Vergleich der Ergebnisse dann noch auf einem spiegelnden, von Fingerabdrücken übersätem Smartphone-Display durch, kann man sich durchaus die Frage stellen, ob der ganze Aufwand mit einer professionellen Kamera und Wechselobjektiven wirklich Not tut.

Also andersrum :

Ich photographiere gerne Insekten, und wenn ich mal einen Ort finde, wo sich die Motive verlässlich ergeben, dann warte ich schon einmal auf gutes Licht und versuche, ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen. 

Hier ist ein dezidiertes Makroobjektiv absolut notwendig. Der Autofokus ist mir nicht wichtig, es sei denn, eines Tages erkennt der auch Facettenaugen. Also versuche ich das Motiv im Sucher zu halten und die Schärfe über den Abstand der Kamera zum Insekt zu regulieren. Dabei läuft die Kamera mit elektronischem Verschluss im Dauerfeuer. Ein elekronischer Sucher, der mit hoher Auflösung eine Beurteilung der Schärfe ermöglicht und eine Kamera, die das Dauerfeuer problemlos wegspeichert, tragen mit zum Erfolg bei. Da die Makroobjektive abgeblendet werden müssen, sollte die Kamera auch bei ISO 1600 oder 3200 rauscharme Bilder abliefern.

 

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X-T3 bei ISO 1600 mit Makro-Planar 2.8 / 60 und 1/160 Sekunde. Längere Zeiten gehen nicht, Bienen in der prallen Sonne sind verdammt wuselig !

Bienen haben also Haare auf den Augen ! Wieder was gelernt.

Das ist jetzt mal ein Beispiel für eine nicht ganz einfache Aufgabe, die mit einer Popelknipse IMHO nicht zu lösen gewesen wäre. Mit der X-T3 und dem passenden Objektiv geht das. 

In Kombination mit einem anderen Objektiv lassen sich andere schwierige photographische Situationen meistern. 

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vor 20 Stunden schrieb McKlimm:

Diese Frage meine ich jetzt wirklich ernst. Wenn ein vorgegebenes Motiv in einer identischen Situation von den meisten Kameras identisch abgebildet werden kann, warum der ganze Park???

Erst einmal ist es doch völlig normal, dass alle Kamerahersteller bestrebt sind eine Kamera zu bauen, die ein Motiv einerseits naturgetreu wiedergibt, was sicherlich schon dazu führt, dass viele Motive ähnlich abgebildet werden. Natürlich gibt es da auch gewisse Unterschiede, die aber in der Regel marginal sind. Bei Systemkameras oder DSLR kommt es dann natürlich zusätzlich  auf die Objektive an, die man benutzt. Die sind dann oft in Qualität und Anwendungsbereich unterschiedlich. Will ich ein Makro aufnehmen, dann benötige ich eben ein spezielles Objektiv dafür oder anderes Equipment, mit dem ich das kann. Möchte ich in der Ferne etwas "näher" fotografieren, dann benötige ich ein Glas, was mir die Dinge näher heranholt. Da richtet sich das, was man hat im Idealfall nach den eigenen Vorstellungen und Anwendungsbereichen.

Da ist es wie AS-X schon sagte wie mit den Autos.... auf der Straße fahren sie alle, manche eben schneller, manche eben langsamer, aber man kommt ans Ziel. Will ich jetzt zu mir nach Hause, dann brauche käme ich mit einem normalen SUW 70% des Jahres zu mir, mit einem Geländewagen sind es dann höchstens noch zwei Tage, wo ich mal nicht nach Hause käme.

In der Fotografie ist das nicht mal so gravierend, weil ich ja mit anderen Equipment andere Bilder mache, die aber nicht schlechter sein müssen. das liegt dann am Fotografen, was er daraus macht. Da gibt es welche, die fotografieren eine ganze Hochzeit mit 23mm und machen keine schlechteren Fotos, als jemand, der 17 Objektive im Wechsel an seine Kamera setzt. ich weiß ja, was ich an meiner Kamera hab und sehe dann eben die Motive nicht mehr, die damit nicht funktionieren.

Gut in der Fotografie ist ja die Tatsache, dass das Equipment in der Regel und nach heutigen Maßstäben alle Möglichkeiten bietet, die aber dennoch von einigen nicht in Ansätzen ausgenutzt werden. Dazu kommt auch noch, dass man lediglich ein Werkzeug hat, was mans selbst gezielt nutzen muss, dazu kommt kommt auch noch ein gewisses Maß an Blick und Kreativität, Talent und/oder Wissen.

Die Technik ist nicht mehr so entscheidend, wie der Fotograf. Was man braucht hängt von einem selbst ab und da würde ich auch nicht sagen, dass ein Profi mehr braucht als en ambitionierter  Amateur. Auch wann es mal genug ist, entscheidet ja jeder für sich allein. Der eine braucht eben viele Objektive und der andere eben nicht. Wer gerne Makros aufnimmt, der kauft sich eben das Spezialobjektiv dazu. Wer gerne in der Wild-und Vogelfotografie arbeitet, der braucht ein Tele und auch die passende Kamera dazu.

Alles geht eben nicht mit der Standardausrüstung, alles geht auch nicht mit dem Smartphone aber dafür ist das Zubehör am Ende ja auch da.

 

 

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Am 15.1.2022 um 19:03 schrieb McKlimm:

Hallo zusammen,

vielen Dank für die vielen, teilweise recht ambitioniert, vorgetragenen Kommentare. Ich bin absolut derselben Auffassung und somit über Jahre des Wechsels jetzt bei einer alten X100T gelandet - und extrem zufrieden.

Wenn es aber völlig egal ist, mit welcher Kamera man ein vorgegebenes, identisches Motiv ablichtet (bei einfachen Licht-Verhältnissen); warum gibt es es dann soviel unterschiedliche Ausführungen?

Nur für Spezialthemen, für dumme oder faule Fotographen etc.???

Diese Frage meine ich jetzt wirklich ernst. Wenn ein vorgegebenes Motiv in einer identischen Situation von den meisten Kameras identisch abgebildet werden kann, warum der ganze Park???

Natürlich geht es um Marketing, Generierung von Wünschen, Herausstellung von Besonderheiten etc. etc.

Wenn ich aber nicht professionell Mode, Portraits  oder Hochzeiten ablichte, benötige ich dies doch offensichtlich nicht.

 

Auf deine Frage, warum es so viele unterschiedliche Kameramodelle gibt, obwohl alle gleich gute Bilder machen, folgendes: Kameras, sind wie alle Dinge, die man kaufen kann, Waren.

Also ist das eine Frage der Ökonomie. Es gibt unterschiedliche Einkommen, also werden auch preislich unterschiedliche Kameras produziert mit unterschiedlich technischer Ausstattung. Das bringt für den Hersteller, wenn es gut läuft, Gewinn und nur darum geht es!.

Der Umkehrschluss von Allradflokati (Beitrag vom 16. Januar) ist gelinde gesagt, Müll.
In der DDR wurden Kameramodelle produziert, die zu dieser Zeit auf hohem technischem Niveau waren. Ich habe jahrelang mit einer analogen Praktika fotografiert.

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vor 1 Stunde schrieb RadFuji:

Der Umkehrschluss von Allradflokati (Beitrag vom 16. Januar) ist gelinde gesagt, Müll.
In der DDR wurden Kameramodelle produziert, die zu dieser Zeit auf hohem technischem Niveau waren. Ich habe jahrelang mit einer analogen Praktika fotografiert.

Ich denke, du hast mich komplett falsch verstanden!
Ich habe ja mit keinem Wort geschrieben, dass die in der DDR produzierten Kameras schlecht waren!
Ich bezog mich auf die Entscheidung, nur wenige unterschiedliche Modelle produzieren zu lassen, weil diese dann alle Begehrlichkeiten und Funktionen abdecken.
In der Marktwirtschaft werden halt von verschiedenen Herstellern viele verschiedene Modelle produziert, die in gewisser Weise (Ausstattung und Leistung) austauschbar/redundant sind - also ein Überangegot an Modellvielfalt.
Wenn von "Oben" bestimmt wird, wie viele verschiedene Modelle auf dem Markt zu kaufen sind, hat das ja auch nichts mit der produzierten Qualität zu tun, aber das war doch der Kern der sozialistischen Planwirtschaft, um keine Recourcen unnötig zu verschwenden.
Das dies der freien Vielfalt in der Marktwirtschaft entgegen steht, ist genauso gesetzt, wie das ein komplett freies ungestörtes Wachstum auch nicht der Weisheit letzter Schluß ist ;) .
Ich weiß nicht in welchen falschen Hals du meine harmlosen Zeilen gesteckt hast 😦?

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Am 15.1.2022 um 19:03 schrieb McKlimm:

(bei einfachen Licht-Verhältnissen)

reicht sogar ein smartphone. Ich persönlich fotografiere gerne unter suboptimalen Lichtverhältnissen, das diese in der Regel zu interessanteren Bildern führen. Deswegen leiste ich mir den Luxus, so eine teure Kamera zu benutzen. Letztendlich kommt es auf den Verwendungszweck und die Art der Betrachtung der Bilder an. Auf einem großen 4k Monitor sieht man zum Beispiel schon, dass die 16MP files weniger Reserven haben. Falls du das nicht benötigst, kannst du freilich viel Geld sparen.

Edited by wembly
Ergänzung
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