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Abzüge von Uralt-Negativen (Glas)


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Mein Onkel hat offenbar noch eine ganze Reihe von Negativen meines Großvaters aus der Zeit, als dieser noch auf Glas fotografierte und in der eigenen improvisierten Dunkelkammer entwickelte. Wie lassen sich daraus "Positive" machen? Papierabzüge oder digitalisiert ist erst mal egal. Muss man das selbst machen? Können das die Profis (Labore) heute noch?

Edited by Tricia
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https://blowup-fotolabor.de/unsere-leistungen/analoge-vergroesserungen/

 

Die bieten auch Vergrößerungen von Glasnegativen an. Stück: 19,50 EUR bis zum Format 13/18. Ich mache so etwas selber, vorrangig als Digitalisierung mit sehr gutem Erfolg.

Analog reicht es bei Kontaktabzügen auch, Fotopapier zu beschaffen und mit einer Beleuchtung, die steuerbar ist (im eingachsten Fall Glühlampe und Zeitschaltuhr, die Glasnegative aufs Fotopapier zu belichten.

 

Um wie viele Negative geht es denn? Gerne auch per PN.

Edited by forensurfer
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Ich habe zwar selbst noch keine Glasnegative digitalisiert, aber ich würde es mit einem vernünftigen Flachbildscanner mit Durchlichtoption angehen. Also zB dem Epson V550 Photo. Das Ganze mit einer Software wie Vuescan dürfte zu guten Ergebnissen führen. 
 

Alternativ die Glasnegative auf einem Leuchtpult platzieren und mit einem geeigneten Objektiv planparallel abfotografieren. Anschließend muss natürlich noch eine Negativ-Positivumwandlung folgen. 

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Ja, Negativ-Positiv-Umwandlung ist ja noch das einfachste daran.

Ich fürchte, meinen All-in-One Laserdrucker von Brother meinst du nicht mit "vernünftiger Flachbildscanner"?

Die Glasplatten sind ja nicht klein. 9×12cm oder 6,5×9cm groß. Wenn das in dem Epson V550 geht, wäre das eine super Lösung.

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Ich habe mit der Leuchtpult-Variante mit dem 60er Fuji-Makro sehr gute Ergebnisse erzielen können.
Zur Not kann auch ein Fenster dienen, an das die Negative seitlich mit Klebeband geklebt werden.
Filmsschicht zur Kamera und besonderes Augenmerk auf exaktes Ausrichten.
In LR (zB.) kann das Invertieren und wieder seitenrichtig stellen als Preset abgespeichert werden, dann geht das ruckzuck.

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vor 45 Minuten schrieb Tricia:

Ich fürchte, meinen All-in-One Laserdrucker von Brother meinst du nicht mit "vernünftiger Flachbildscanner"?

Eher nicht, denn du brauchst ja Durchlicht. 

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Hi, wenn möglich direkt auf Lichtplatte (siehe oben) mit Tethering im RAW-Konverter (Beispiel C1. https://www.youtube.com/watch?v=aryKhiyo2K4 ).

Platte zumindest auf Glasseite reinigen (testen). Umkehren mit "Kurve" (links nach oben, rechts nach unten ziehen). Ggf. eine spezielle Simulation (in C1) wählen und alles abspeichern, die Folgeplatten mit gleichen Daten, dann Feineinstellung je Platte. Zweiter Durchgang für individuelle Einstellungen zur Ausgabe. 

 

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Danke für die diversen Anregungen. Ich bin ja in der Hinsicht völlig "unbelastet". Sprich: Keine blasse Ahnung.

vor 2 Stunden schrieb iso800:

Umkehren mit "Kurve" (links nach oben, rechts nach unten ziehen).

Meinst du mit Umkehren die Konvertierung Negativ/Positiv? In ACDsee habe ich dafür eine Funktion gefunden. Aber was meinst du mit der "Kurve"?

@ (S)Printen: Wenn ich also beispielsweise so eine Leuchtplatte hätte:
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/kaiser-leuchtplatte-prolite-5000-neuzustand-/2074971740-245-984
Würde ich dann "einfach" zum Abfotografieren mit einem normalen Stativ die Kamera kopfüber darüber "aufhängen"? Mein Stativ hat eine (sehr primitive) Wasserwage. Das Ausrichten müsste also einigermaßen funktionieren.

@ AS-X: Könnte ich einen Epson V550 auch zum Digitalisieren von 3000 Dias verwenden (Nachlass meines Vaters)? Halbwegs rationell?
Auch den Epson gäbe es gerade auf Ebay Kleinanzeigen.

 

Edited by Tricia
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vor 2 Stunden schrieb Tricia:

Leuchtplatte

So eine Leuchtplatte ist ok, wenn sie gleichmäßig das Licht abstrahlt, also wirklich neu ist – Bei den großen Negativen ist das wichtig. Ausprobieren ist gut. Die LPl von Kaiser hat wohl Leuchtstoffröhren im Kasten. Damit habe ich keine Erfahrung, und Mittelformat war mein größtes Format. Meine wird mit hellen LED sehr gleichmäßig ausgeleuchtet...  5000 K Lichtfarbe ist richtig und wird auch in der Kamera gesetzt.

Das Negativ in die Mitte ins gleichmäßige Licht legen, mit Klebestreifen einen Anschlag dafür machen. Ausgerichtet wird mit den Sensorkanten und dem Netz im Sucher.

Ein Scanner ist umständlicher (Deckel auf, zu...). So wie AS-X sagt: eine Fläche mit drei oder 6 Diarahmen KB ? auf LPlatte legen. Kommt auf die Auflösung des späteren JPG an, also auch auf den Sensor der Kamera. Der Anteil der Rahmen ist auch kleiner als die Dias in Halter zu fummeln.

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vor 3 Stunden schrieb Tricia:

@ (S)Printen: Wenn ich also beispielsweise so eine Leuchtplatte hätte:
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/kaiser-leuchtplatte-prolite-5000-neuzustand-/2074971740-245-984
Würde ich dann "einfach" zum Abfotografieren mit einem normalen Stativ die Kamera kopfüber darüber "aufhängen"? Mein Stativ hat eine (sehr primitive) Wasserwage. Das Ausrichten müsste also einigermaßen funktionieren.

@ AS-X: Könnte ich einen Epson V550 auch zum Digitalisieren von 3000 Dias verwenden (Nachlass meines Vaters)? Halbwegs rationell?
Auch den Epson gäbe es gerade auf Ebay Kleinanzeigen.

 

Die Kaiser Prolite 5000 ist grundsätzlich sehr ordentlich, ich habe selbst eine und meine leuchtet auch gleichmäßig aus. 
 

Jetzt zur zweiten Frage, theoretisch ginge das (KB Dias), aber die Auflösung von Flachbettscannern ist für so kleines Filmmaterial nicht optimal, da sind spezialisierte Film-/Diascanner besser. Ab Mittelformat ist ein Scanner wie der V550 sehr gut, 

Wenn es mehr um das Behalten von Erinnerungen geht, funktioniert es auch mit KB. 
Wenn du dich für die Scannerlösung entscheidest, solltest du eine Scannersoftware erwerben.
In P/L ist Vuescan Pro (ca. 70€, scannt praktisch alles und ist für so gut wie alle Geräte) eine günstige und sehr gute Option. 
 

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Für die Glasnegative (100 oder max. 200 St.) tendiere ich zu Leuchtplatte + (Repro)Stativ. Ende Mai fahre ich wieder nach Österreich, bis dahin kann ich evtl. schon rumprobieren.

Für die 3000 Dias meines Vaters bin ich jetzt darauf gestoßen:
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/dia-duplikator-dia-scanner-hama-35t-zoom-gebraucht-/2078464643-245-4933
Kosten/Nutzen-Verhältnis scheint mir hier recht gut. Einen Adapter für Fuji müsste ich zuerst noch finden.

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vor 9 Stunden schrieb Tricia:

3000 Dias

Ja, so etwas ist viel besser, weil größere Dateien. Es gibt auch Geräte, die aus einem Magazin automatisch die Dias nachführen, glaube ich. Bei 3.000 Stck würde ich mal nach einer Dienstleistung sehen; früher bekam man dann die Dateien auf CD... Eine Auswahl kann dann nachgearbeitet werden. Viel Erfolg, zeig doch nach dem Scannen mal Ergebnisse der Glasnegative.

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Ich habe für Dias meinen Dia Projektor umgebaut. Da gab es mal einen Umbausatz, sodass das Dia auf eine Mattscheibe projiziert wird. Dann kann man das mit dem Makro gut und schnell abfotografieren. Bei mir waren es ca. 5000 Dias.

Beim Dienstleister kostet das immer noch ca. 30 - 50 €ct pro Dia. Je nach Nachbearbeitung.

viele Grüße, Uwe.

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vor 3 Stunden schrieb Uwe1956:

Da gab es mal einen Umbausatz, sodass das Dia auf eine Mattscheibe projiziert wird

Projektion auf eine Mattscheibe würde ich eher kritisch sehen. 

Im Blauen Forum gab es einen Bastelvorschlag, bei dem die Lampe durch max. 50 Watt ersetzt wird, alle optischen Teile entfernt werden und statt des IR-Sperrfilters eine Milchglasscheibe oder weißes Teflon eingesetzt wird. Dann wird direkt in die Objektivöffnung hineinfotografiert. Wenn man dazu eine Kamera ohne Sucherbuckel verwendet und alle Dias auf Hochformat dreht, hat auch das herausfahrende Diamagazin noch genügend Platz.

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bei Brenner gab es einen Umbausatz für Diaprojektoren. Damit und einem alten Nikon 105 Makro habe ich mehrere tausend Dias abfotografiert. Ging ruckzuck. In eine Hand die Fernbedienung des Diaprojektors in die andere Hand den Fernauslöser für die Fuji. Nach 2-3 Minuten dann war ein Stangenmagazin durch.

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Ja, der Umbausatz (es gibt ihn immer noch) würde die Sache mit den Dias beschleunigen. Aber da müsste ich den alten Projektor meines Vaters kennen.

Ein "Diaduplikator" ist jetzt auf dem Weg zu mir. Am WE werde ich es ausprobierne.

Danke an alle für die Tipps. Habe in kürzester Zeit viel gelernt.

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