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Objektivwahl für Shooting


P. Jongleur
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diese Frag poste gern im Anfängerforum, weil folgende Situation für mich Neuland ist:

Am Freitag darf ich, mit ein paar anderen Knipsern zusammen, eine Gruppe Frauen, die alle am Down-Syndrom leiden, fotografieren.
Die Frauen haben gegenüber einer ehrenamtlichen Helferin, der offenen Behinderten Arbeit, den Wunsch nach schönen Portraits geäußert.

Ob ich Bilder veröffentlichen darf, ist noch nicht klar, stellt aber das "Shooting" nicht in Frage!

Ich würde gerne unauffällig fotografieren und überlege alles was nicht notwendig ist zu Hause zu lassen und nur den Body (T4) und ein Objektiv mitzunehmen!

Momentan präferiere ich das 2.4/60. Bin aber nicht sicher. Zur Verfügung habe ich folgende Objektive:

1.4/35
2.4/60
2.0/90
2.8/50-140

Das Zoom scheint mir zu groß, aber wichtig ist, was denkt ihr darüber.

Lokation ist rund um das Behindertenwohnheim am kommenden Freitag ab 15 bis 18/19 Uhr. Ein gepflasterter Parkplatz, ein mit Büschen und Bäumen gesäumter Fußgängerweg und das Wohnheim selbst.

Herzlichen Dank für Euere Antworten!

 

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Ich würde auf jeden Fall auch das 90er mitnehmen!!

Das paßt für Kopf- und Brustportaits auf eine angenehme Distanz von 2 bis 3 Metern sehr gut. Zumindest im Freien dürfte ja genügend Platz da sein.

Und ich würde den Frauen nicht zu sehr auf die Pelle rücken wollen, da ich mal vermute, dass sie solche Shootings eher nicht gewohnt sind und vielleicht ein gewisses Unwohlsein verspüren, wenn Fotograf und Kamera zu nahe kommen.

Gruß Hans

 

... und es ist schnell und scharf! Vom Bokeh ganz zu schweigen.

Edited by Randyderzweite
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vor 1 Stunde schrieb P. Jongleur:

Am Freitag darf ich, mit ein paar anderen Knipsern zusammen, eine Gruppe Frauen, die alle am Down-Syndrom leiden, fotografieren.
Die Frauen haben gegenüber einer ehrenamtlichen Helferin, der offenen Behinderten Arbeit, den Wunsch nach schönen Portraits geäußert.
[...]
Ich würde gerne unauffällig fotografieren und überlege alles was nicht notwendig ist zu Hause zu lassen [...]

Ich würde Dir empfehlen, die "anderen Knipser" zu Hause zu lassen und alle Objektive bis auf das 1.4/35. "Schöne Portraits" lassen sich nicht "unauffällig fotografieren". Dazu braucht es Nähe und den Mut und das Einfühlungsvermögen, einen guten Rapport zum Modell aufzubauen und zu halten, insbesondere bei diesem Vorhaben.

Wichtig und hilfreich wäre auch die Anwesenheit einer den Frauen vertrauten Person.

Edited by micaelo
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vor 14 Stunden schrieb P. Jongleur:

[...]   was denkt ihr darüber. [...]

Wie schon mehrfach genannt: 35/1,4.

Warum? Ich finde selbst relativ nahe Porträts mit einem 35er noch nicht allzu sehr verzerrend. Manchmal sogar ein gewollter Look. Man kann aber auch ein bisschen weg und nimmt damit die Umgebung mit ins Bild. So kann man dann ein wenig mit Anlehnen, Sitzen, Aufstützen spielen, was die Stimmung soweit lockern kann, dass man dann später das Vertrauen für nahe Porträts aufgebaut hat, wie es @micaelo schon gesagt hat. (Aber das 90er würde ich trotzdem mitnehmen... :D )

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@Randyderzweite Falls das eine Nachfrage sein sollte.

Also, ich gehöre zu Leuten, die einen großen Distanzkreis empfinden, mag also nicht, wenn mir jemand zu dicht auf die Pelle rückt. Damit bin ich keineswegs allein. Es gibt auch Leute, die nicht fullface abgelichtet werden mögen, vllt. wegen einer Hautunreinheit, die wollen nur ein Halbprofil. Und wieder andere erwarten nicht eine Miniknipse, wie sie sie jeden Tag sehen, sondern eine, die ihre Vorstellung von "Profi" erfüllt... Meine Vorstellung geht auch dahin, die alte Regel, die minimale Tiefe, die vom Kopf sichtbar ist, in Brennweite =  Zentimeter zu setzen, zu überschreiten. Daher eher 70 als 35 mm, wozu auch der Abstand zum Hintergrund zu bedenken ist, manchmal soll der sichtbar sein, um sich in einen sozialen Zusammenhang wiederzufinden...

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vor 5 Stunden schrieb iso800:

@Randyderzweite Falls das eine Nachfrage sein sollte.

... Meine Vorstellung geht auch dahin, die alte Regel, die minimale Tiefe, die vom Kopf sichtbar ist, in Brennweite =  Zentimeter zu setzen, zu überschreiten. Daher eher 70 als 35 mm, wozu auch der Abstand zum Hintergrund zu bedenken ist, manchmal soll der sichtbar sein, um sich in einen sozialen Zusammenhang wiederzufinden...

ich steh auf der Leitung, bzw der Groschen will nicht fallen....

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vor 21 Stunden schrieb P. Jongleur:

Am Freitag darf ich, mit ein paar anderen Knipsern zusammen, eine Gruppe Frauen, die alle am Down-Syndrom leiden, fotografieren

Vielleicht sich schon mal klar machen, dass diese Frauen keine Leidenden sind, sondern Freude am Leben haben und die den Wunsch nach Bildern/Portraits selbst geäußert haben. Also ist der Auftrag klar und das Equipment nur in dem Sinne wichtig indem es der Aufgabenstellung und den Vorlieben des Fotografen gerecht wird. Hilfreich wäre sicherlich, auch etwas in den Dialog mit den zu Portraitierenden zu kommen um etwas zu entdecken, was diesen speziellen Menschen auszeichnet. Auch um zu verdeutlichen, ich bin derjenige, der jetzt versucht, mir ein Bild von Dir zu machen. Warum also nicht das Zoom, das die größtmögliche Flexibilität liefert? Sonst halt 2 Linsen.

Edited by X-dreamer
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vor einer Stunde schrieb P. Jongleur:

die alte Regel, die minimale Tiefe, die vom Kopf sichtbar ist, in Brennweite =  Zentimeter zu setzen,

In der analogen Zeit galt bei Großformat (4x5") als Regel-Brennweite in mm einzustellen, wie "tief" der Kopf im Bild sichtbar in cm misst. Das sind bei leichter Schrägstellung des Kopfes um 15 bis 20 cm von der Nasenspitze bis hinters Ohr plus etwas Spielraum. Mit KB kam so als Durchschnitt eine Linse von ca. 100 mm zustande (ebenso gilt ja, auf die Augen scharf zu stellen, was natürlich individuell alles anders setzbar ist). 35mm (KB 50 mm) scheint mir deshalb grenzwertig, zumal bei betonter Nase. Ich neige generell eher zum Tele und stelle beim Fuji-X-Sensor erstmal um 70 mm ein und prüfe dann darum herum mit: Vorschau Schärfebereich (als Funktionstaste 1). Das wird hier aber oft anders gesehen und 35 mm scheint so eine Normaleinstellung zu sein (wie früher 50 mm bei KB). Das kommt aber jeweils auf die Situation an, klar.

 

vor 37 Minuten schrieb X-dreamer:

Frauen keine Leidenden

In meiner Kindheit hatten wir richtig Angst, wenn bei jemandem das Syndrom sichtbar war. Heute gibt es Schauspieler¡nnen damit und zumindest einen studierten Lehrer mit Abschluss (der dennoch nicht eingestellt wurde).

Nochmal: viel Erfolg. 

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Ich würde trotzdem einfach alle Objektive mitnehmen. Du kannst sie ja zur Not vor Ort deponieren, wenn sie beim Shoot stören sollten. Aber dann bist du flexibel und kannst vor Ort nach den Gegebenheiten und Gelegenheiten entscheiden. Und da die Frauen ja um die Bilder gebeten haben, brauchst du sicher nicht soooo unauffällig sein.
Viele Grüsse, Uwe.

 

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Am 22.6.2022 um 21:22 schrieb P. Jongleur:

Ich würde gerne unauffällig fotografieren ...

Das wird nur schwer machbar sein, zumal es ja mehrere Fotografen sind. Und einem Kollegen über die Schulter zu "shooten" ist auch doof. 

Die Damen möchten portraitiert werden, also ganz bewusst fotografiert werden, sie werden also sehr offen für die Fotografen sein und bestimmt Spaß daran haben. 
Wirst sehen, das wird bestimmt klasse. Also nicht unauffällig sondern direkt, positioniere Sie wie Du es für gut empfindest, arbeite aktiv mit Ihnen. Das bringt mit Sicherheit die besseren Bilder.

Am 22.6.2022 um 23:06 schrieb Randyderzweite:

Und ich würde den Frauen nicht zu sehr auf die Pelle rücken wollen, da ich mal vermute, dass sie solche Shootings eher nicht gewohnt sind und vielleicht ein gewisses Unwohlsein verspüren, wenn Fotograf und Kamera zu nahe kommen.

Das glaube ich eher nicht. Die Damen wollen fotografiert werden. Wie mit allen Modells sollte man erstmal einen Bezug herstellen, reden, einander ein wenig kennlernen.

Bitte keine Angst vor Menschen mit Behinderungen :) Die sind oft "normaler" und offener als wir. :D 

@P. Jongleur ich würde alle Linsen mitnehmen, das 50-140 wäre mit pers. aber zu groß und unhandlich für ein Portraitshooting. Bevorzugen würde ich das 35/1.4 und das 90/2.

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vor 3 Stunden schrieb dj69:

Das wird nur schwer machbar sein, zumal es ja mehrere Fotografen sind. Und einem Kollegen über die Schulter zu "shooten" ist auch doof. 

Die Damen möchten portraitiert werden, also ganz bewusst fotografiert werden, sie werden also sehr offen für die Fotografen sein und bestimmt Spaß daran haben. 
Wirst sehen, das wird bestimmt klasse. Also nicht unauffällig sondern direkt, positioniere Sie wie Du es für gut empfindest, arbeite aktiv mit Ihnen. Das bringt mit Sicherheit die besseren Bilder.

Das glaube ich eher nicht. Die Damen wollen fotografiert werden. Wie mit allen Modells sollte man erstmal einen Bezug herstellen, reden, einander ein wenig kennlernen.

Bitte keine Angst vor Menschen mit Behinderungen :) Die sind oft "normaler" und offener als wir. :D 

@P. Jongleur ich würde alle Linsen mitnehmen, das 50-140 wäre mit pers. aber zu groß und unhandlich für ein Portraitshooting. Bevorzugen würde ich das 35/1.4 und das 90/2.

...mit unauffällig, meinte ich, dass ich nicht mit einem Kanonenrohr wie dem 50-140, 3 Blitzen, Helfer mit Reflektor auf die Frauen losgehe. Da habe ich mich etwas missverständlich ausgedrückt.

Ich werde alle oben genannten Objektive mitnehmen und vor Ort entscheiden was ich nehme, da es momentan eh nieselt, dürfte es wohl auf ein Indoor Shooting hinaus laufen,

Erstmal herzlichen Dank für Euere Hilfestellungen. Ich freu mich in 2 Stunden mit den Frauen knipsen zu können und werde berichten!
 

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Ich finde ein Teleobjektiv nicht so schlimm, wie eine Horde Fotografen, die sich dann vielleicht noch gegenseitig stören. Am Ende ist doch jedes Objektiv das richtige, weil man ja ein gewünschtes Bild aufnimmt, solange man damit nur umgehen kann. Ich hoffe mal, dass alles zu deiner Zufriedenheit gelaufen ist. Ich denke, dass ein Fotograf es da auch getan hätte, der sich Zeit nimmt, auf die Menschen eingeht und schöne Bilder macht.

 

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vor 2 Stunden schrieb DRS:

Ich finde ein Teleobjektiv nicht so schlimm, wie eine Horde Fotografen, die sich dann vielleicht noch gegenseitig stören. Am Ende ist doch jedes Objektiv das richtige, weil man ja ein gewünschtes Bild aufnimmt, solange man damit nur umgehen kann. Ich hoffe mal, dass alles zu deiner Zufriedenheit gelaufen ist. Ich denke, dass ein Fotograf es da auch getan hätte, der sich Zeit nimmt, auf die Menschen eingeht und schöne Bilder macht.

/

Die Horde Fotografen hat sich, wie so oft auf zwei reduziert, wobei ich mich nicht als Fotografen bezeichnen will. Ich habe die meisten der Bilder mit dem 2.0/90 geknipst,
ein paar mit dem 50-140, aber das ist mir zu groß (wer will ein 50-140 kaufen?). Sobald ich weiß, welche Bilder ich veröffentlichen darf, werde ich einige posten!

Was ich von vorneherein sagen muss, ich hatte selten so einen schönen und angenehmen Nachmittag!

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vor 9 Stunden schrieb P. Jongleur:

Die Horde Fotografen hat sich, wie so oft auf zwei reduziert, wobei ich mich nicht als Fotografen bezeichnen will. Ich habe die meisten der Bilder mit dem 2.0/90 geknipst,
ein paar mit dem 50-140, aber das ist mir zu groß (wer will ein 50-140 kaufen?). Sobald ich weiß, welche Bilder ich veröffentlichen darf, werde ich einige posten!

Was ich von vorneherein sagen muss, ich hatte selten so einen schönen und angenehmen Nachmittag!

Da würde ich mich sehr drüber freuen. Darf ich trotzdem nochmal fragen, wie es dazu kam, dass gleich mehrere "Fotografen" anwesend waren? Wie kam es dazu?

Mein Gefühl sagt mir, daß die Hemmschwelle bei den Portraitierten nicht groß war, fotografiert zu werden?

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vor 1 Stunde schrieb Jaja:

Da würde ich mich sehr drüber freuen. Darf ich trotzdem nochmal fragen, wie es dazu kam, dass gleich mehrere "Fotografen" anwesend waren? Wie kam es dazu?

Mein Gefühl sagt mir, daß die Hemmschwelle bei den Portraitierten nicht groß war, fotografiert zu werden?

Es war, wie heute gar nicht unüblich, eine öffentliche Anfrage in einer Facebook Gruppe. Mir war dieser Termin sehr wichtig, da ich zur Location laufen konnte und ich freu mich wenn die Anwesende mich nochmals "buchen" würden. 

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vor 19 Stunden schrieb P. Jongleur:

Was ich von vorneherein sagen muss, ich hatte selten so einen schönen und angenehmen Nachmittag!

Ich fotografiere sehr oft in Behindertenwerkstätten und Reha Zentren und da hatte ich noch nie Probleme damit, dass jemand nicht fotografiert werden wollte und es war immer eindrucksvoll, ehrlich und schön. Das kuriose ist, dass mich diese Leute auch nach Jahren noch auf der Straße wieder erkennen und noch genau wissen, was wir da gemacht haben.

Mir tat es nur immer leid um die, wo die Eltern oder Vormunde das Fotografieren verboten hatten und die waren tottraurig, als sie immer von den Betreuern zur Seite genommen wurden, aber das ist ja in Kindergärten auch schon so, obwohl man das als Fotograf schon seriös handhaben kann und nicht gleich alles ins Netz stellt, sondern nur denen gibt, die es betrifft.

Edited by DRS
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