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Upscaling, wann sinnvoll?


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Liebe Community,

ich bin heute meine alten Bilder durchgegangen und dabei auf ein Bild gestoßen mit einem tollen Bergblick - nur leider mehr im Hintergrund. Also ein wenig gecropped und ein wenig in Capture One bearbeitet - das Ergebnis gefällt mir eigentlich sehr gut, sodass ich es auch im Berge Bilder Thread hier im Forum gepostet habe. Von 24 MPx aus der T2 sind insgesamt 8 MPx übrig geblieben - nach meiner Recherche sollte das ja eigentlich für einen Ausdruck von ca. 44 x 25 cm (gerundet, 16:9) reichen.

Jetzt gibt es aber auch interessante Software Lösungen wie Topaz GigaPixel und Super Resolution in Adobe LR/PS - meine Frage dazu:

Kann man mit einer solchen Software die Bildqualität wirklich signifikant verbessern und bringt dies überhaupt etwas für den "Hausgebrauch". Mir persönlich widerstrebt der Gedanke ein wenig, dass man die Auflösung hochrechnet - wo keine Bildinformation ist bzw. fehlt, muss die Software dann ja welche erfinden. Ein wirklicher Detailgewinn kann ja eigentlich nicht erzielt werden.

Hat jemand diese oder ähnliche Software in Benutzung und wenn ja, wie ist euer Workflow? In meinem Fall: 1) Cropping, Upscaling, weiter Bearbeitung oder 2) Cropping, Bearbeitung, Upscaling? Variante 1 wäre wahrscheinlich die bessere um Artefakte auszubessern oder sehe ich das falsch.

Vielen Dank für eure Antworten und ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße Fabian

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Bei meinen Versuchen hat es sich am sinnvollsten erwiesen das Demosaicing in LR mit Details verbessern und gleichzeitig Super Resolution anzuwenden. Das brachte bei einigen Bildern einen signifikanten Auflösungsgewinn der dann in Verbindung mit der aufgeblasenen Bildgrösse tatsächlich mehr Cropreserven bietet. 
Sollte die Bildgrösse absolut gesehen nicht ausreichen, könnte man anschließend noch über zB Gigapixel AI nachdenken. Da geht schon einiges, auch wenn es natürlich besser ist gleich den richtigen Ausschnitt aufzunehmen. 

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Vielen Dank für deine Antwort. Das werde ich morgen mal ausprobieren. Spielt es dann eine Rolle, ob man Änderungen vor oder nach dem Demosaicing vornimmt? Also Belichtung, Tonwerte etc.?

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Das Demosaicing ist ja beim RAW der erste Schritt. Aber auch wenn du nur ein JPG haben solltest, würde ich die Änderungen erst danach vornehmen. 
In LR ist das ziemlich komfortabel, da wird die RAW Datei „aufgeblasen“ und dann die bereits vorgenommene Änderungen draufgesetzt. Da kann man bis auf die Schärfung schon alles vorher machen. 

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Perfekt - so habe ich mir das gedacht. Dann lasse ich mich morgen mal überraschen. Der Ansatz des verbesserten Demosaicing erschließt sich mir und finde ich als Ansatz gut, wenn man das so sagen kann. "Neue" Details durch AI finde ich aber irgendwie befremdlich, wobei ich von Topaz Denoise AI begeistert bin.

Vielen Dank Dir, Andreas.

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vor 14 Minuten schrieb Fab92:

Perfekt - so habe ich mir das gedacht. Dann lasse ich mich morgen mal überraschen. Der Ansatz des verbesserten Demosaicing erschließt sich mir und finde ich als Ansatz gut, wenn man das so sagen kann. "Neue" Details durch AI finde ich aber irgendwie befremdlich, wobei ich von Topaz Denoise AI begeistert bin.

Vielen Dank Dir, Andreas.

Gerne. 
Stell doch mal ein wie es geklappt hat. 

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vor 2 Stunden schrieb Fab92:

Spielt es dann eine Rolle, ob man Änderungen vor oder nach dem Demosaicing vornimmt? Also Belichtung, Tonwerte etc.?

Vom Ergebnis her nicht. Diese Einstellungen wirken sich immer erst nach dem Demosaicing aus. Mit Superresolution tauschst Du zwar die erste Station der Bildverarbeitungspipeline aus, aber die Stationen dahinter tun immer noch dasselbe, nur auf Basis einer höheren Bildauflösung.

Vom Workflow her ist es aber sinnvoll, alle Einstellungen vorher vorzunehmen und erst zum Schluss hochzurechnen. Das hat mehrere Vorteile: Du arbeitest zunächst wie immer und brauchst Dir erst am Ende Gedanken darüber machen, ob das Bild wirklich ein Hochskalieren erfordert. Du belastest Lightroom nicht mit einem Vielfachen der Bilddaten, die für die Optimierung der Entwicklungseinstellungen noch gar nicht nötig sind. Schließlich kannst Du die sehr große lineare DNG-Datei, die beim Hochskalierenden entsteht, nach dem Export gleich wieder löschen, wenn Du den Speicherverbrauch scheust, denn sie hat ja ihre Schuldigkeit getan und Du kannst sie ohnehin jederzeit neu erzeugen, falls das nötig ist – alle Entwicklungseinstellungen hast Du ja bereits an der Originaldatei vorgenommen und dort bleiben sie ja gespeichert.

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Vielen Dank euch. Habe das Bild jetzt erneut in Lightroom bearbeitet. Anbei befinden sich die beiden Bilder. Hoffentlich reicht die Forenqualität aus.

Fazit: Makroskopisch erahne ich in meinem speziellem Fall einen leichten Schärfevorteil nach der Anwendung von "Details verbessern" und "Super Resolution", beim Reinzoomen wird der deutlicher, man sieht aber auch leichte Artefakte. Nach wie vor stellt sich mir die Frage, ob ich damit die Qualität für einen Ausdruck merklich verbessern würde. Wobei sich die Pixel Anzahl von 4150 x 2334 px auf 8299 x 4668 erhöht hat. 

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Posted (edited)

Hier eine Gigapixel-Version von einem Screenshot. Die Superresolution von Adobe ist für mich eines der schlechtesten Softwareprodukte von Adobe. Ich hoffe, es ist in Ordnung, dass ich mich an deinem Foto ausprobiert habe. Ich habe das Gigapixelbild noch auf Forumsgröße wieder verkleinert. Es sah vor der Verkleinerung noch knackiger aus. Das Anklicken des Bildes ist hier sinnvoll.

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Edited by Pictus
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Vielen Dank. Klar, gar kein Problem, dass du mein JPG bearbeitet hast. Wie ist denn dein subjektiver Eindruck bei dir auf dem Bildschirm? Mir persönlich werden so feine Strukturen wie die Textur der Berge schnell zu scharf. Sieht dann in meinen Augen künstlich bzw. überzeichnet aus.

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vor einer Stunde schrieb Fab92:

Fazit: Makroskopisch erahne ich in meinem speziellem Fall einen leichten Schärfevorteil nach der Anwendung von "Details verbessern" und "Super Resolution"

Im Schwarzweißmodus bringt „Details verbessern“ ohne Superresolution nicht so viel, da es dabei ja vor allem um die Rekonstruktion der Farbinformationen geht. Superresolution wiederum funktioniert um so besser, je schärfer das Ausgangsbild ist; hier wirkt sich die leichte Unschärfe daher ungünstig aus. „Details verbessern“ schärft nicht nach; wenn die Ausgangsdaten scharf sind, bekommt man ein höher aufgelöstes scharfes Bild, aber ein unscharfes Bild bleibt unscharf.

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Vielleicht sollte ich den Begriff "Schärfe" gegen "mehr Details" austauschen - hatte mir erhofft, dass durch das verbesserte Demosaicing mehr Details erhalten werden und dadurch die Qualität des stark gecroppten Bildes besser wird.

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vor 1 Stunde schrieb Fab92:

Vielen Dank. Klar, gar kein Problem, dass du mein JPG bearbeitet hast. Wie ist denn dein subjektiver Eindruck bei dir auf dem Bildschirm? Mir persönlich werden so feine Strukturen wie die Textur der Berge schnell zu scharf. Sieht dann in meinen Augen künstlich bzw. überzeichnet aus.

Das ist natürlich auch ein wenig Geschmackssache. Mit Gigapixel hast du aber auch Einstellmöglichkeiten, allerdings nicht komplett nach deinen Bedürfnissen, sondern im Rahmen bestimmter Vorgaben. Ich habe da fast immer für mich eine gute Lösung hinbekommen.

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Ich habe mit Super Resolution schon sehr überzeugende Resultate erzielt und auch hier vorgestellt. Es ist aber wie @mjhschon dargestellt kein Allheilmittel für alles. 
Manchmal erscheint mir auch Iridient vorteilhaft und mein aktueller Favorit für feine Details ist PR2. 
Ob im Anschluss Super Resolution, Gigapixel AI oder eine andere Resize Software vor dem Crop den besten Job macht, käme auch einen Versuch an. 

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Danke sehr. War jetzt schon einiges an Input. Werde mich mal näher damit beschäftigen und schauen, was ich so erreichen kann. Geht mir jetzt auch nicht im Speziellen um dieses Bild, sondern eher allgemein. Das Bild ist halt nur ein gutes Beispiel. Wäre ich jetzt nochmal im Allgäu, hätte ich es richtig aufgenommen.

 Gute Nacht. Fabian 

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