Jump to content

X-H1 setzt sich zurück, Sprache wechselt auf Japanisch (?), Sucherbild zu dunkel und mit lila-Stich???


Recommended Posts

Werbung (verschwindet nach Registrierung)

Wertes Forum!
Meine X-H1 hat gestern plötzlich die Sprache auf Japanisch gestellt (ich glaube jedenfalls, dass das Japanisch ist, siehe Bilder), das Sucherbild ist viel zu dunkel, hat einen lila-Stich und die Kamera lässt sich, wenn man sie ausgeschalten hat, oft nur wieder einschalten, wenn man den Akku kurz rausnimmt. Bilder kann ich machen, es wird aber beim Anzeigen desselben im oberen Bildschirmbereich ein grauer Balken angezeigt. Das ist alles sehr verwirrend für mich. Das Bild hat außerdem einen starken lila-Stich. Die Belichtungskompensation war auf einen Wert von -5 gestellt, etwas, was ich normalerweise nie mache. Nachdem die wieder auf 0 gestellt habe, sind die Bilder wieder ungefähr normal belichtet, der lila-Stich bleibt aber. Siehe Bild eines SWAROVSKI-Optik-Wandkalenders an einer weißen Wand.

Ich bin sehr verwirrt. Kennt wer dieses Problem?? Ich glaube, ich werde ein Päckchen nach Kleve herrichten müssen, oder??

Bitte lasst mich wissen, ob ihr wisst, woher das kommen könnte!

Danke sehr!
Beste Grüße,
Bertram

 

P.S.: die Sprache konnte ich inzwischen wieder auf Deutsch umstellen, habe den Eintrag im Menü gefunden...

Welcome, dear visitor! As registered member you'd see an image here…

Simply register for free here – We are always happy to welcome new members!

Welcome, dear visitor! As registered member you'd see an image here…

Simply register for free here – We are always happy to welcome new members!

Welcome, dear visitor! As registered member you'd see an image here…

Simply register for free here – We are always happy to welcome new members!

Welcome, dear visitor! As registered member you'd see an image here…

Simply register for free here – We are always happy to welcome new members!

Edited by L. Ektron
Link to post
Share on other sites

Hallo Bertram, da mehrere Fehler gleichzeitig auftreten, würde ich auf einen Hardware-Fehler tippen. Die Kameras haben meines Wissens einen Pufferkondensator (Super-Cap), der auch bei anderen Nutzern schon einmal schadhaft war. Wurde hier auch im Forum diskutiert. Der Darstellungsfehler deutet aber eindeutig auf einen Fehler im Prozessor hin oder eine schadhafte Lötstelle. Du könntest versuchen die Firmware einmal zu überschreiben, um festzustellen ob eine Speicherproblem vorliegt. Sind die Aufnahmen eigentlich in Ordnung, also die Dateien?

Viele Grüße

Jörg

 

Link to post
Share on other sites

Danke, Jörg, für Deine schnelle Antwort! Weil ich Schlimmes befürchtet habe, habe ich gleichzeitig zu dem Faden hier ein E-Mail nach Kleve geschickt. Da habe ich auch schon eine Antwort bekommen, die ich zur allgemeinen Information hier einfüge (vielleicht hat jemand ja einmal den selben Fehler):

Zitat

Sehr geehrter Herr ...!

Ihre Bilder deuten auf einen Ausfall/Defekt der Sensor Einheit hin. Je nach Defekt kann dies Einfluss auf weitere
Komponenten haben und z.B. einen Total "Reset" durchführen. Die Kosten bei einem Sensor Austausch liegen bei
ca. 540,00€ Brutto. Für eine Reparatur können Sie die Kamera gerne zu uns einsenden. Für Kunden aus Österreich
bieten wir hierzu einen kostenlosen Versandservice an. Bitte teilen Sie uns Ihre vollständige Anschrift mit, wir
werden Ihnen dann ein UPS-Versandlabel erstellen.

Sollten Sie hierzu noch weitere Fragen haben, stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

FUJIFILM Service Team

Das ist für mich als engagierten Foto-Amateur natürlich eine sehr, sehr unangenehme Nachricht. Ich habe mir die X-H1 - damals das absolute Fujifilm-Flaggschiff - quasi als Kamera für's Leben gekauft (ich gehöre nicht zu dennen, die ein Gehäuse sofort ersetzen, nur weil es ein Nachfolgemodell gibt). Nebst einer wirklich schönen Ausstattung an Fuji-Festbrennweiten (das 23er, 35er, 56er, jeweils mit großer Blende) und dem grandiosen XF 50-140.

Ich glaube, ich muss nicht extra erwähnen, dass ich sehr enttäuscht von meiner X-H1 bin...

Es wird sich zeigen, ob und wann ich die Kamera werde reparieren lassen können.

Beste Grüße,
Bertram

Link to post
Share on other sites

vor 2 Minuten schrieb L. Ektron:

Ich glaube, ich muss nicht extra erwähnen, dass ich sehr enttäuscht von meiner X-H1 bin...

Gefielen Dir Funktion und Ergebnisse der Kamera nicht - als sie noch ganz war?

Das etwas kaputt gehen kann, ist persönliches Pech (wie auch bei meiner...).

Frage doch Kleve nach einem Ersatzgerät für die Zeit der Reparatur!

Wünsche Dir viel Erfolg und schnelle Reparatur!

Link to post
Share on other sites

Mein Beileid! Das ist, gemessen an den aktuellen Gebrauchtpreisen leider ein wirtschaftlicher Totalschaden. Mechanisch ist die ja eigentlich fast unzerstörbar, der verbaute und jetzt kaputte Sensor ja unabhängig davon baugleich mit der T2, X-E3, Pro2 etc..

Wenn Du mit ihr soweit zufrieden warst und sie ansonsten gut in Schuss war, würde ich sie dennoch reparieren lassen oder nach einem sehr gut erhaltenen gebrauchten Modell schauen. Wenn man keinen HighEnd AF braucht ist das ja immer noch die Kamera mit dem meisten Gegenwert fürs Geld. Man hat eine gute Mischung aus Retrobedienung plus Schulterdisplay, IBIS, den polarisierenden aber eigentlich genialen Federauslöser … .

Ansonsten vielleicht die Kröte PASM schlucken, mir ist der Schluck sehr gut bekommen, komme ja auch von der H1, und sich nach einer jungen gebrauchten H2 umschauen. Das wäre dann vom Gehäuse her eine ähnliche Qualität.

Edited by Tommy43
Link to post
Share on other sites

vor 13 Minuten schrieb EchoKilo:

Gefielen Dir Funktion und Ergebnisse der Kamera nicht - als sie noch ganz war?

Mir gefiel ALLES an der X-H1!! Dass sie jetzt aber um über 500,- EUR eine Reparatur haben will obwohl ich nichts falsch gemacht habe (Sturz, Flüssigkeiten,...) enttäuscht mich sehr.

Link to post
Share on other sites

Werbung (verschwindet nach Registrierung)

vor 16 Minuten schrieb EchoKilo:

Das etwas kaputt gehen kann, ist persönliches Pech (wie auch bei meiner...).

(...)

Wünsche Dir viel Erfolg und schnelle Reparatur!

Ich weiß, nichts hält ewig, aber so einen Schaden - ohne äußeren Einfluss - sollte es einfach nicht mehr geben. Ich bin mit den Grundlagen von Qualitätswesen etc. durchaus vertraut und weiß wovon ich spreche. Meine Erfahrung der letzten 20 Jahre zeigt mir übrigens, dass in quasi allen Lebensbereichen die Qualität und Langlebigkeit enorm zu wünschen übrig lässt (sei es das Auto, Installationen im Haushalt, elektronische Geräte). Und zwar durchaus auch bei renommierten Herstellern...
Danke für die guten Wünsche!

Link to post
Share on other sites

vor 24 Minuten schrieb L. Ektron:

Das ist für mich als engagierten Foto-Amateur natürlich eine sehr, sehr unangenehme Nachricht. Ich habe mir die X-H1 - damals das absolute Fujifilm-Flaggschiff - quasi als Kamera für's Leben gekauft (ich gehöre nicht zu dennen, die ein Gehäuse sofort ersetzen, nur weil es ein Nachfolgemodell gibt). Nebst einer wirklich schönen Ausstattung an Fuji-Festbrennweiten (das 23er, 35er, 56er, jeweils mit großer Blende) und dem grandiosen XF 50-140.

Ich glaube, ich muss nicht extra erwähnen, dass ich sehr enttäuscht von meiner X-H1 bin...

Es wird sich zeigen, ob und wann ich die Kamera werde reparieren lassen können.

Hallo Bertram, das Du enttäuscht bist kann ich gut nachvollziehen. Wer wäre das nicht? Technische Geräte versagen halt manchmal. Ich weiß, dass ist kein Trost. Nichtsdestotrotz war und ist die X-H1 immer noch eine hervorragende Kamera. Leider ist es so wie @Tommy43 schreibt ein wirtschaftlicher Totalschaden. Eine gebrauchte gleichwertige Kamera mit 6 Monaten Händlergarantie (z.B. bei mpb.com) gibt es für den Preis der Reparatur. Vorteil einer Reparatur wäre einmal ein Vollservice von Fujifilm und deren Garantie. Ferner ist der Sensor dann komplett neu und nicht gebraucht.

Überlege Dir gut, welchen Weg Du gehst. Deine schönen Objektive warten sicher schon auf den nächsten Einsatz.

Viele Grüße

Jörg

Link to post
Share on other sites

vor 10 Minuten schrieb L. Ektron:

Mir gefiel ALLES an der X-H1!! Dass sie jetzt aber um über 500,- EUR eine Reparatur haben will obwohl ich nichts falsch gemacht habe (Sturz, Flüssigkeiten,...) enttäuscht mich sehr.

Ja, das ist schon sehr blöd! Andererseits sind die ältesten H1 aus 2018 im März 2024 dann 6 Jahre alt. Wenn Du einer der letzten aus 2021 hast, wäre sie nur 2 Jahre, aber irgendwann ist natürlich Garantie und Kulanz vorbei und je jünger das Teil, um so enttäuschender ist das natürlich. Wenn die von 2021 ist, lohnt sich vielleicht ein Nachhaken in Kleve mit Kulanzanfrage?

Link to post
Share on other sites

vor 23 Stunden schrieb Tommy43:

Ja, das ist schon sehr blöd! Andererseits sind die ältesten H1 aus 2018 im März 2024 dann 6 Jahre alt. Wenn Du einer der letzten aus 2021 hast, wäre sie nur 2 Jahre, aber irgendwann ist natürlich Garantie und Kulanz vorbei und je jünger das Teil, um so enttäuschender ist das natürlich. Wenn die von 2021 ist, lohnt sich vielleicht ein Nachhaken in Kleve mit Kulanzanfrage?

Meine höfliche und begründete (ich habe schließlich ja nichts zu dem Fehler beigetragen) Bitte um eine Kulanzlösung wurde in Kleve leider abgelehnt. Somit bleibt mir nur mein Zweitgehäuse, eine X-T1. Das ist auch eine phantastische Kamera, nur leider natürlich ohne Stabilisierung. Damit muss ich nun bis auf weiteres leben.

Link to post
Share on other sites

vor 23 Stunden schrieb kermit66:

(...) Leider ist es so wie @Tommy43 schreibt ein wirtschaftlicher Totalschaden. Eine gebrauchte gleichwertige Kamera mit 6 Monaten Händlergarantie (z.B. bei mpb.com) gibt es für den Preis der Reparatur. Vorteil einer Reparatur wäre einmal ein Vollservice von Fujifilm und deren Garantie. Ferner ist der Sensor dann komplett neu und nicht gebraucht.

Überlege Dir gut, welchen Weg Du gehst. Deine schönen Objektive warten sicher schon auf den nächsten Einsatz.

Viele Grüße

Jörg

Ja, Jörg, Du hast recht. Das mit dem frischen Sensor bei einer Reparatur habe ich auch schon bedacht. Ich werde die Kamera wohl, wenn es die Umstände erlauben, möglichst bald richten lassen. Das ist sicher die bessere Lösung als um ungefähr das selbe Geld eine Gebrauchte zu kaufen.

Ich danke jedenfalls für eure Antworten, wünsche euch allen schöne Weihnachten und alles Gute (auch für eure Kameras...) für 2024!
Die besten Wünsche,
Bertram

Edited by L. Ektron
Tippfehler
Link to post
Share on other sites

vor 2 Stunden schrieb L. Ektron:

Das ist sicher die bessere Lösung als um ungefähr das selbe Geld eine Gebrauchte zu kaufen.

Auf jeden Fall weißt Du wer die Kamera vorher hatte und was die Kamera alles schon hinter sich hat. Ich würde es aber auch von der Zahl der Fotos abhängig machen, die Du mit der Kamera gemacht hast. Sind es wenige Tausend dann ja, sind es 50.000 oder mehr, dann eher nein. Die Grenze musst Du Dir selbst setzen.

Auch von meiner Seite und ein besinnlichen Weihnachtsfest.

Jörg

Link to post
Share on other sites

Das Problem eines Wechsels auf eine XH2 ist, daß die alte H1 ja nicht einmal per Verkauf etwas zur Senkung des hohen Neupreises bzw Gebrauchtpreises der XH2 beitragen würde…   Das muss der TO wissen, ob er das Budget für eine andere Kamera hat - und ob er den Schritt machen will. Offenbar war er ja mit der XH1 völlig zufrieden - in dem Fall würde ich eine Reparatur machen lassen. 

ABER: Was, wenn es doch nicht „nur“ der Sensor ist, sondern die Hauptplatine oder beides,  o.ä.?

Ich kann mir irgendwie nicht so recht vorstellen, daß ein defekter Sensor die Menüsprache ändert und die Belichtungskorrektur verstellt… 

Möglicherweise kommt ja auch eine XT 4 (gut erhalten um 1000€ zu bekommen) in Frage? Deren IBIS soll ja noch ein bißchen besser sein als jener der XH1.

Ansonsten würde ich vor der Entscheidung bzgl. Reparatur oder Neukaufen die Fehler genau dokumentieren und einfach mal die Kamera in den Lieferzustand versetzen und die neueste  Firmware aufspielen. Dass es der Sensor ist, ist ja erst einmal „nur“ eine telefonische Verdachtsdiagnose mit zugegeben sicherlich hoher Wahrscheinlichkeit des Zutreffens. 

Ich finde, die Entscheidung ist nicht einfach.

Andererseits wird Kleve ja auch erst einmal einen kompletten check mit  KVA machen. Das wäre vielleicht der beste erste Schritt in Richtung Entscheidung. 

 

Edited by hybriderBildersucher
Link to post
Share on other sites

vor einer Stunde schrieb hybriderBildersucher:

Ich kann mir irgendwie nicht so recht vorstellen, daß ein defekter Sensor die Menüsprache ändert und die Belichtungskorrektur verstellt… 

Da müsstest Du eigentlich richtig liegen. Die Menüsprache ist eigentlich Teil des Hauptprozessors, nicht des Sensors. Aber vielleicht ist das in den Reparaturkosten enthalten. Nichtsdestotrotz müsste Fujifilm dies in einem ordentlichen Kostenvoranschlag deklarieren. Vielleicht ist man bei Fujifilm auch nur froh, wenn jemand überhaupt noch die alten Ersatzteile für mehr oder weniger kleines Geld abnimmt. Den Originalpreis von vor 5 Jahren zahlt da sicher keiner mehr.

Link to post
Share on other sites

vor 1 Stunde schrieb hybriderBildersucher:

 

Ansonsten würde ich vor der Entscheidung bzgl. Reparatur oder Neukaufen die Fehler genau dokumentieren und einfach mal die Kamera in den Lieferzustand versetzen und die neueste  Firmware aufspielen. Dass es der Sensor ist, ist ja erst einmal „nur“ eine telefonische Verdachtsdiagnose mit zugegeben sicherlich hoher Wahrscheinlichkeit des Zutreffens. 

 

Das kostet nix.. außer 15 min Zeit.  Rein theoretisch gibt es ja eine winzige Chance, daß „nur“ durch irgendetwas die Firmware spinnt….  bei elektronischen Problemen führt ja nicht selten auch mal ein reset zu wundersamer Heilung..Das kennt ja jeder ältere Microsoft-Nutzer…

und sicherheitshalber würde ich die Kamera auch mit einem anderen Originalobjektiv mal anschließend testen..  kann ja nur besser werden… 

Edited by hybriderBildersucher
Link to post
Share on other sites

Am 20.12.2023 um 10:48 schrieb L. Ektron:

Ich weiß, nichts hält ewig, aber so einen Schaden - ohne äußeren Einfluss - sollte es einfach nicht mehr geben. Ich bin mit den Grundlagen von Qualitätswesen etc. durchaus vertraut und weiß wovon ich spreche. Meine Erfahrung der letzten 20 Jahre zeigt mir übrigens, dass in quasi allen Lebensbereichen die Qualität und Langlebigkeit enorm zu wünschen übrig lässt (sei es das Auto, Installationen im Haushalt, elektronische Geräte). Und zwar durchaus auch bei renommierten Herstellern...
Danke für die guten Wünsche!

Kleine Nebenbemerkung:

Die weniger lange Zuverlässigkeit bei elektrischen bzw. elektronischen Geräten liegt zu einem ganz hohen Anteil an der vor rund 25 Jahren von der EU eingeführten ROHS Verordnung. Ursprünglich sollte das die Umwelt schonen und vor Blei schützen, denn damit wurde in Leiterbahnen und Lötverbindungen der elektrisch segensreiche Bleianteil verboten. Es ist aber nie gelungen, die DAUERHAFT exzellenten elektrischen Eigenschaften der alten Lotverbindungen bei den neuen Materialien auch nur annähernd zu erreichen. Die Folge sind mechanisch und thermisch weniger haltbare, sehr spröde  elektrische Verbindungen, die nicht allzu lange halten. Die Umwelt wird jetzt zwar vor dem giftigen Blei besser geschützt, aber dafür werden riesige MENGEN an dadurch früher defekten Geräten geschaffen, welche ihrerseits letztlich die Umwelt mehr belasten, und enorme Mehrkosten verursachen… 

Die oft vermutete „geplante Obsolenz“ ist es nicht, es ist eine gut gemeinte und (mal wieder) schlecht technisch umgesetzte gesetzliche Maßnahme.

Zu dem Thema hatte ich mal etwas geschrieben und @kermit66 als Fachmann hatte dazu tiefergehende Anmerkungen gemacht, wenn ich mich recht erinnere… 

Edited by hybriderBildersucher
Link to post
Share on other sites

Die Anforderung Blei aus den Loten zu verbannen hat insbesondere in den ersten Jahren zu erheblichen Problemen geführt. Mittlerweile hat man die Schwierigkeiten aber recht gut im Griff.

Zum Hintergrund: Blei im Lot führt zu einer erheblichen Reduzierung der Schmelztemperatur des Lots. Bleifreies Lot hat einen um ca. 50 K höheren Schmelzpunkt. Damit werden zum einen die Bauteile einer nicht unerheblichen Belastung beim Löten ausgesetzt. Zum anderen ist das bleifreie Lot in der ersten Zeit matt gewesen und somit sind viele kalte Lötstellen nicht aufgefallen. Das ist aber auch besser geworden. Nichtsdestotrotz ist bleifreis Lot weniger tolerant gegenüber Fehlern bei der Lötung. Somit ist die höhere Ausfallrate nicht ungewöhnlich.

Link to post
Share on other sites

Vor ein paar Jahren hatte ich mal an einem Workshop „Wir bauen uns einen modularen Synthesizer“ (einen VCO, genauer gesagt, also nur ein einziges Modul davon) teilgenommen, und da bekamen wir alle noch je ein paar Zentimeter gutes, bleihaltiges vor-ROHS-Lötzinn zugeteilt. Ich war ein bisschen aus der Übung, aber damit lötete es es sich wirklich ganz fantastisch.

Aber da reden wir natürlich über dilettierende Amateur-Löter. Industrielle Fertigungsprozesse sind eine Sache für sich, und die Industrie hat sich auf die geänderten Randbedingungen eingestellt. Ich weiß nicht, ob es eine generell höhere Ausfallrate von Lötverbindungen aufgrund bleifreien Lots gibt, aber wenn Digitalkameras der letzten paar Jahre häufiger ausfallen würden, hätte man davon gehört. Hat man aber nicht.

In diesem Thread haben wir es mit einem Ausfall eines individuellen Exemplars zu tun, was kein Beweis für irgendetwas ist – außer eben für einen Ausfall dieses Exemplars. Die Auskunft von Fuji besagt auch nicht viel, denn sie haben die Kamera ja nicht gesehen. Das Displaybild ist typisch für einen Fehler beim Auslesen des Sensors, was alle möglichen Ursachen haben kann, und die erwähnten Kosten beziehen sich auf einen Austausch eines Moduls, nicht nur des Sensors selbst (der völlig in Ordnung sein mag), denn component-level repair gibt’s ja nicht mehr.

Link to post
Share on other sites

vor 9 Stunden schrieb mjh:

Vor ein paar Jahren hatte ich mal an einem Workshop „Wir bauen uns einen modularen Synthesizer“ (einen VCO, genauer gesagt, also nur ein einziges Modul davon) teilgenommen, und da bekamen wir alle noch je ein paar Zentimeter gutes, bleihaltiges vor-ROHS-Lötzinn zugeteilt. Ich war ein bisschen aus der Übung, aber damit lötete es es sich wirklich ganz fantastisch.

Aber da reden wir natürlich über dilettierende Amateur-Löter. Industrielle Fertigungsprozesse sind eine Sache für sich, und die Industrie hat sich auf die geänderten Randbedingungen eingestellt. Ich weiß nicht, ob es eine generell höhere Ausfallrate von Lötverbindungen aufgrund bleifreien Lots gibt, aber wenn Digitalkameras der letzten paar Jahre häufiger ausfallen würden, hätte man davon gehört. Hat man aber nicht.

In diesem Thread haben wir es mit einem Ausfall eines individuellen Exemplars zu tun, was kein Beweis für irgendetwas ist – außer eben für einen Ausfall dieses Exemplars. Die Auskunft von Fuji besagt auch nicht viel, denn sie haben die Kamera ja nicht gesehen. Das Displaybild ist typisch für einen Fehler beim Auslesen des Sensors, was alle möglichen Ursachen haben kann, und die erwähnten Kosten beziehen sich auf einen Austausch eines Moduls, nicht nur des Sensors selbst (der völlig in Ordnung sein mag), denn component-level repair gibt’s ja nicht mehr.

Mittlerweile hat die Industrie das Thema gut im Griff. Ausfälle waren in der Anfangszeit nicht unüblich, wir hatten auch schon ganze Serien von Ausfällen, weil die Temperaturprofile der Reflow-Lötanlagen nicht nicht eingehalten wurden, bzw. nicht eingehalten werden konnten. Die neuen Lötanlagen haben heute mehr Temperaturzonen, so dass sich die Profile besser einstellen lassen. Mittlerweile bewegen sich die Ausfälle auf dem Niveau der Zeit vor der Umstellung. Nichtsdestotrotz war das bleihaltige Lot erheblich einfacher zu verarbeiten und fehlertoleranter. Zudem wurden die Bauteile nicht so sehr gestresst.

Wir haben bei uns alle Prozesse umgestellt. Für Bastelarbeiten an Entwicklungsmustern habe ich aber immer noch eine Rolle altes bleihaltiges Lot parat. Ich tue mich als Gelegenheitslöter mit den höheren Temperaturen immer noch schwer. Als Bitschieber ist das für mich ausreichend und für aufwendigere Lötaufgaben kann ich auf erfahrene Kollegen zurückgreifen 😁.

Ausfälle von einzelnen Geräten sind aber immer möglich. Das muss nichts mit den Lötverbindungen zu tun haben. Man weiß nie, was eine Komponente im Laufe ihres Lebens schon alles mitgemacht hat. Zudem hat sich die Anzahl der Komponenten auf den Leiterkarten und die Integrationsdichte der Halbleiterchip zum Teil vervielfacht. Die Verbindungstellen der Lötungen musste dementsprechend reduziert werden. Waren vor 20 Jahren noch Komponenten mit 0,5 mm Pitch üblich, sind es heute 0,3 mm oder weniger.

 

Edited by kermit66
Link to post
Share on other sites

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.
Note: Your post will require moderator approval before it will be visible.

Guest
Reply to this topic...

×   Pasted as rich text.   Paste as plain text instead

  Only 75 emoji are allowed.

×   Your link has been automatically embedded.   Display as a link instead

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

×
×
  • Create New...