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Speichergrab auf dem Desktop


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Hallo zusammen und ein friedliches neues Jahr,

an meinem Desktop habe ich eine M.2 für Windows und Programme. Die RAW habe ich auf einer internen SSD gespeichert. Diese wird langsam voll. Reicht als reiner Datenspeicher eine HDD oder ist eine SSD definitiv zu bevorzugen?

 

vielen Dank schon mal 

 

simon

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vor 35 Minuten schrieb Quaelgeistle:

RAWGrab

Mit einem Grab verbinde ich Verwesung und Wurmfraß. In diesem Lichte betrachtet ist deine Backup-Strategie zielführend.

Wenn du deine Bilder als Teil deines Lebens betrachtest, den du zumindest für deine persönliche Restlaufzeit sichern möchtest, solltest du dir andere Optionen als ein frühes Datengrab überlegen.

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Ich hab das auch vorausgesetzt, ohne es zu erwähnen: eine HDD kann Deine RAWs aktiv auf dem PC verfügbar halten.
Wenn Du an ihnen hängst, ist ein Backup auf mindestens ein weiteres externes Medium (das nicht permanent am PC hängt) natürlich unerlässlich.
Eher 2, dann an 2 verschiedenen Orten.

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Intern arbeite ich mit einer 4TB SSD, damit der Datenabruf über ACDSee, PS etc. ausreichend schnell erfolgen kann.

 

Darüber hinaus habe ich ein externes Gehäuse Yottamaster mit 4 HD Schächten. Damit komme ich die kommenden 5-10 Jahre sichrlich klar.

Alle 2 Jahre mache ich einen Datentransfer, bei der ich die Dateien einmal auf eine weitere HD transferiere, die jeweilige Platte einem Prüflauf unterziehe und dann wieder mit den transferierten Daten fülle. So habe ich in den letzten 15 Jahren nie Probleme gehabt. *toitoitoi*

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vor 2 Stunden schrieb Quaelgeistle:

Die Frage ist ja weniger das Backup, sondern eher, sind HDD noch zeitgemäß oder sollte man nur noch auf SSD speichern.

Du darfst durchaus noch auf herkömmlichen HDs speichern, wir sind ja ein freies Land.

Meine Massenspeicher z.B. stehen im Keller, wo sie noch Krach machen dürfen. Ich bin gerade dabei, die Plattenlaufwerke mit meinen Fotografien von 8 auf 16 TB aufzurüsten (Gerade läuft die zweiwöchige Burn-In-Prozedur). Dafür habe ich wieder normale Platten genommen. Der limitierende Faktor meiner IT-Architektur das Netzwerk, so dass die Geschwindigkeitsvorteile einer SSD bei mir nicht zum Tragen kommen. Daher stecke ich das gesparte Geld lieber in andere Dinge.

Im Büro nutze ich inzwischen nur noch SSDs.

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Wenn du willst, schau dir die Backblaze-Statistiken der zuverlässigsten Festplatten an. Für deine Anwendung (Grab), ist das aber nicht so wichtig, da die Platte wenig genutzt werden wird. 

Geizhals.de hat eine nützliche Produktsuche, die insbesondere Festplatten nach Lautstärke sortieren kann. Das würde ich an deiner Stelle priorisieren. Geschwindigkeit ist für ein Grab ziemlich egal. 

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vor 10 Minuten schrieb Quaelgeistle:

Also… zu was tendiert ihr HDD oder SSD?

Als Datengrab immer HDD. Und mit dem gesparten Geld hol Dir in kleines NAS mit 2 8- oder 10TB großen Platten und betreibe es im RAID 1 (Spiegelung der Daten auf beide Platten) Erhöht die Datensicherheit :) 

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Richtig, man darf aber auch dann nicht vergessen, dass ein NAS in der Regel eine Datenzentrale und kein Backup darstellt. Ich nutze hinter meinem NAS deswegen noch eine preiswerte 8TB HDD als echtes Backup. Wird vom NAS automatisch gefüllt. Einziges Manko ist die räumliche Nähe (Brand), deswegen sind die wichtigsten Daten auch noch in der Cloud.

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vor 26 Minuten schrieb Tommy43:

Richtig, man darf aber auch dann nicht vergessen, dass ein NAS in der Regel eine Datenzentrale und kein Backup darstellt. Ich nutze hinter meinem NAS deswegen noch eine preiswerte 8TB HDD als echtes Backup. Wird vom NAS automatisch gefüllt. Einziges Manko ist die räumliche Nähe (Brand), deswegen sind die wichtigsten Daten auch noch in der Cloud.

Weil es vor technischen Ausfällen schützt aber nicht vor Verschlüsselungstrojanern.

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Ja, da wäre es noch besser, die Backup HDD abzuhängen und nur punktuell fürs Backup anzuhängen und vorher das System zu prüfen, aber irgendwo hört es dann auch auf mit der Vorsicht 😅.

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vor 57 Minuten schrieb Tommy43:

Richtig, man darf aber auch dann nicht vergessen, dass ein NAS in der Regel eine Datenzentrale und kein Backup darstellt. Ich nutze hinter meinem NAS deswegen noch eine preiswerte 8TB HDD als echtes Backup. Wird vom NAS automatisch gefüllt. Einziges Manko ist die räumliche Nähe (Brand), deswegen sind die wichtigsten Daten auch noch in der Cloud.

Ich hatte die Frage von @Quaelgeistle so verstanden, das er eine externe Speicherlösung sucht. :) Was das Backup angeht gebe ich Dir recht. Da ist eine externe und nur zum Backup angeschlosse HDD die beste Wahl. So mache ich das auch. 

vor einer Stunde schrieb harlud:

Zur Haltbarkeit von SSDs: die haben auch ihre Probleme, angeblich auch  bei Nichtbenutzung.

Das liegt an der Art wie der Flash-Speicher funktioniert. Ist die SSD zu lange (in der Regel mehrere Jahre) ungenutzt und ohne Energieversorgung, kommt es in den Speicherzellen zu Ladungsverlust. Dann ist der Speicherzustend nicht mehr klar definiert und die Daten sind futsch. Die Speicherkontroller moderner SSDs verhindern das durch entsprechenden refresh, aber nur wenn die SSD regelmäßig in Gebrauch ist. (Ganz grob erklärt...) 

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Bei SSD ist auch die Frequenz der Nutzung wichtig, eine Zelle kann nur eine beschränkte Anzahl von Speicherungen überleben bis sie "stirbt" und unbrauchbar wir. Der Controller an Bord soll dafür sorgen dass alle Zellen einmal dran kommen und nicht zu oft genutzt werden. Da die Zellen auch noch öfter mehrfach belegt werden mit Ladezuständen ( SLC=2, TLC=3 QLC=4) wird die SDD auch langsam sterben. Viele SSD's haben dafür etwas extra Speicher an Bord aber der ist irgendwann alle und dann geht's ans eingemachte. Hersteller spezifizieren dann auch den TBW-wert, welche Datenmenge geschrieben werden kann. Bei den SSD's wo das Betriebssystem auch drauf steht geht das auch etwas schneller (Swapfiles, Temp, Kopieren usw).

SSD ist dafür aber wesentlich schneller als HDD (PCIe >3 Anschluss!) und eignet sich somit sehr gut für die Bearbeitung der Bilder. SATA SSD-Laufwerke bringen aber nicht soviel mehr.

HDD hat Mechanik also früher oder später Verschleiß, MBTF wird da vom Hersteller angegeben als Richtwert wie lange ein Laufwerk im Schnitt überlebt bei sorgfältiger Behandlung. Im Schnitt ist dann auch gleich der Haken an der Sache. Über die SMART-funktion kann aber abgefragt werden ob und wieviele bestimmte Fehler auftauchen.

Mit einem Programm (Crystal Diskinfo oder so etwas) lassen sich viele SSD's/ HDD's auf Gesundheit prüfen.

Sinn macht nach meiner Erfahrung ein NAS (mit RAID) zur Speicherung wichtiger Daten. Kostet was, bringt aber am meisten... Da werden mehrere Platten benutzt die eine grössere Sicherheit bieten (wenn eine Platte den Geist gibt kann sie ersetzt werden ohne Datenverlust). Dumm natürlich wenn mehrere Platten gleichzeitig den Geist geben... Aber das dürfte nicht so schnell passieren, außer wenn der Nutzer nicht aufpasst. Ein NAS hat zudem oft den Vorteil dass es oft einen Recycle-ordner gibt wenn etwas zu schnell gelöscht wurden und dort können dann die verlorenen Schätze wieder hergestellt worden. Im Gegensatz zum Papierkorb auf dem Rechner wird dieser jedoch weniger oft gelöscht weil dort oft weniger Müll drin ist.

Oftmals können auf einem guten NAS auch Programme geladen sein die eine regelmäßige Kopie auf einer angeschlossenen HDD oder einem anderen NAS oder in dei Cloud machen können von bestimmten Daten oder Ordnern. Sehr praktisch beim Synchronisieren.

Zudem können auch andere Programme auf dem NAS laufen wie zB. Container/ PI-hole oder so.

Neben einem NAS zur Speicherung kann eine Backup natürlich nie schaden, das kann dann auf einer einfacheren HDD die auch an einem anderen Ort verwahrt werden kann/ sollte.

Dann kommen wir beim grössten Risikofaktor: Mensch. Einfach löschen ohne 10 Sekunden nach zu denken passiert vielen. Die beste Technik nutzt nix wenn wir sie nicht richtig nutzten. Ja, ich wollte gerade eine Backup machen, oh, darf ich mir keinen Kaffee in den Rechner schütten?

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Danke schon mal für die rege und ausführliche Rückmeldung. Man lernt halt nie aus 😂

Meine ursprüngliche Frage ging nie Richtung Backup, sonder größeren Ersatz meiner internen 500Gb SSD. Da war halt der Gedanke was rentiert sich mehr (P/L);SSD oder HDD.

Als Backup nutze ich seit Jahren lediglich eine externe HDD. Vor einem Brand habe ich wegen Daten keine Angst, da habe ich dann wohl ganz andere Probleme als ein paar RAW Dateien😂und NAS will ich nicht, da das Ding permanent Strom frisst.

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vor 18 Minuten schrieb Quaelgeistle:

NAS will ich nicht, da das Ding permanent Strom frisst.

Es gibt inzwischen NAS-Systeme, die sich nur bei Bedarf einschalten.

Der entscheidende Unterschied zur extenen Festplatte ist, dass ein NAS-System periodisch die Konsistenz der Daten überprüft (scrubbing). Das macht deine externe Festplatte nicht.

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vor 3 Stunden schrieb Harlem:

Deshalb ein NAS mit einem ZFS-Speichersystem und täglichem Snapshot.

Bist Du so nett und erläuterst das? Snapshot habe ich glaube ich als Option schon gesehen bei meinem Synology NAS ohne zu wissen, was es bedeutet und ZFS ist mir komplett unbekannt.

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vor 2 Minuten schrieb Tommy43:

Bist Du so nett und erläuterst das? Snapshot habe ich glaube ich als Option schon gesehen bei meinem Synology NAS ohne zu wissen, was es bedeutet und ZFS ist mir komplett unbekannt.

ZFS ist ein Dateisystem, in dem keine Daten überschrieben werden. Änderungen an den Daten werden immer als neue Version gespeichert. Das Dateisystem btrfs, das u.a. von Synology verwendet wird, funktioniert ähnlich.

Ein ganz einfaches Erklär-Beispiel, das natürlich stark vereinfacht ist: Du arbeitest vom Arbeitsplatzrechner auf dem Verzeichnis deines NAS-Systems (i.d.R. ein SMB- oder AFP-Share).

Montag: Du schreibst eine kleine Textdatei auf die Festplatte:

"Das sind die Bytes eines Datensatzes."

Dienstag: Du änderst "eines Datensatzes" in "meiner Daten". Auf der Festplatte steht dann:

"Das sind die Bytes eines Datensatzes. meiner Daten."

Mittwoch: Jetzt kommt eine pöse Ransomware und verschlüsselt deine wertvolle Datei in "ixelprixelhexundwech". Auf der Festplatte steht dann:

"Das sind die Bytes eines Datensatzes. meiner Daten.ixelprixelhexundwech"

Die durchgestrichenen Daten kannst du als Anwender nicht mehr sehen, aber sie sind auf Systemebene des NAS noch da. Mehr noch: Wenn du jetzt täglich einen Snapshot gemacht hast, hat sich das NAS gemerkt, welche Daten zum Zeitpunkt des Snapshots gültig waren. Das geht blitzschnell, weil die Daten nicht kopiert werden müssen, sondern nur Zeitstempel mit den Checksums der Festplattenblöcke gespeichert werden. Als Sysadmin des NAS kannst du dann jederzeit die Uhr auf einen der letzten Snapshots zurückdrehen. In unserem Beispiel erzeugst du einfach einen neuen Speicher, der auf den Snapshot vom Dienstag aufsetzt.

Das funktioniert nicht nur bei Ransomware, sondern auch bei eigener Trotteligkeit. Mir hat es schön häufiger den A... gerettet. Ich habe mal ein Python-Programm geschrieben, das alle meine Capture-One-Kataloge von Mac-OS-Filesystem auf Windows-Filesystem umgestellt hat. Ich habe vorher einen Snapshot gemacht und konnte beherzt meinen Job starten, der dann auch prompt in die Hose ging. Der Datensalat war in wenigen Minuten wieder behoben. Vor jedem Update meiner Websites oder meines Nextcloud-Servers fahre ich einen Snapshot und kann im Problemfall sofort wieder zurück.

Mehr zu ZFS und btrfs findest du bei Wikipedia.

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