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Blick über den Tellerrand: Hasselblad X2D System


alba63

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Achtung, kein thread für Fuji- (only) Maximalisten: Aber ich mag es, ab und zu über den Tellerrand zu sehen.

Vorausgestellt: meine beste Kamera derzeit ist die X-T5 mit guten Objektiven. Ich denke seit längerem über einen Einstieg ins Mittelformat nach. Nach mehreren Test- Versuchen habe ich bisher immer verzichtet, ich weiß aber, dass ich eines Tages doch zuschlagen werde, und sei es nur in Form einer GfX 50S II + 2 Objektive.

Seit 2003 fotografiere ich mit FUji, i.e.L. haben sie mich immer mit den Farben bekommen. Die Fuji Farben "klicken" einfach mit mir, die Bildqualität entwicklete sich im Lauf der Jahre von gut bis sehr gut. Die GfX ist im Prinzip eine aufgeblasene X- Kamera, mit besseren Objektiven, die dafür größer, schwerer und natürlich teurer sind. Also in etwa soviele Vor- wie Nachteile...

Nun bin ich auf meiner ewigen Suche nach der nächsten größeren besseren Kamera über das im Titel genannte X2D System gestolpert. Die X1D hatte noch viele Schwächen, die hier scheinbar ausgeglichen wurden. Ich stelle hier mal einige Punkte vor, an denen man auch messen könnte, ob und inwieweit sich der EInstieg vom X- System nach oben ins GfX System lohnt.

Hier mal eine Übersicht der auffallenden Schwächen und Stärken des X2D- Systems:

Minus- Punkte:

- exorbitant hoher Preis: Body + eine gute Linse = knapp 13.000 Euro. Die guten Objektive kosten etwas über 4000 - also Leica- Preise.
- AF  allgemein und Augen- AF sind schlechter als bei den neueren GfX Kameras
- Linsen- Auswahl nicht so groß

Stärken:

- bildschönes Design,
- exzellente unibody- Verarbeitung (Metall) mit soliden Knöpfen, dennoch über 100g leichter als die 100S. Handmade in Sweden.
- niedriges Gewicht und Maße auch der Objektive, die mich im Aussehen an Leica M- Linsen erinnern.
--> Beispiel: GF80mm/ 1,7: 780g, Habla XCD 2,5/55mm: 372g (jaja, ich weiß, 1,7 vs. 2,5, dennoch: mal Samples des Habla 55 ansehen!)
- laut Reviews ein großes und sehr gutes Display
- EVF besser als in der 100S (und natürlich der 50S), Vergrößerung 1,0 x
- 1TB blitzschnelle SSD intern + 1 slot für CF Express - warum hat keiner bisher an internen Speicher gedacht?
- IBIS mind. 2 stops besser als Fuji: 1,4s mit scharfen Bildern. Wow.
- Farben sind absolut bildschön. Einen Tick besser als Fuji.
- Objektive teuer, aber mit traumhafter Bildquali und bokeh...
- Menüs und Benutzerführung minimalistisch und sehr intuitiv. Fuji ist dagegen ein Labyrinth. Bei MF sieht man z.B. einen Kreis mit Pfeilrichtung, in die man zum Scharfstellen drehen muss, gefällt mir besser als die Fokushilfen bei FUji.
- in allen Vergleichstests mit der Gfx 100S oder 100 II geben die Reviewer den Bildern der Hasselblad (leicht) den Vorzug

Das Ganze erinnert mich ein wenig an eine digitale Mamiya 7 II. Schön, kompakt und gut.

Ich bin nicht bereit, auf absehbare Zeit 20.000 Euro für ein Kamerasystem auszugeben, das ich nicht wirklich brauche, aber ich finde das System sehr (!) attraktiv - das beste vom besten

Finde ich auch für die Entscheidung pro oder kontra GfX interessant, mal die Konkurrenz anzusehen. Umsomehr als dass Fuji einiges (z.B. Menüs) ohne großen Aufwand verbessern könnte

Hat hier jemand konkrete Erfahrungen mit dem X2D System? Wie ist eure Meinung?

Wer Lust auf eine Vorstellung der Kamera hat:

 

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Naja, bezüglich

36 minutes ago, alba63 said:

in allen Vergleichstests mit der Gfx 100S oder 100 II geben die Reviewer den Bildern der Hasselblad (leicht) den Vorzug

Die meisten „Vergleichstests“ zwischen X2D und GFX Kameras, gerade wenn es um Leute mit Reichweite geht, kommen von Hasselblad Premium Partnern, bzw enthalten „paid Hasselblad Promotion“. Zum Beispiel bei Chris Hau oder Matt Granger. Letzterer geht sogar soweit, das er die Fuji Dateien mit „Eterna“ entwickelt, und dann mit normal entwickelten Hasselblad Dateien vergleicht. Die Northrups wurden wohl auch engagiert von Hasselblad. In deren Video zum „ultimativen Portrait System“ wird Fuji GFX gleich gar nicht erwähnt, sondern immer nur die Hasselblad mit Fullframe verglichen. Insgesamt unternimmt Hasselblad gerade große Anstrengungen auf Social Media.

Was deine Auflistung angeht sind natürlich einige Punkte im Vergleich mit der GFX 100ii hinfällig. Nominell hat die Fuji mindestens gleich gezogen was die Stabilisierenden angeht. Der EVF der Fuji ist höher aufgelöst, und hat eine höhere Wiederholrate.

Die X2D ist schon nett, aber ich sehe im Gesamtpaket, gerade wenn man einen Autofokus nutzen möchte, die GFX 100ii vorne. Auch aufgrund der besseren Preis/Leistung, des größeren Objektivangebots, sowie lichtstärkerer Objektive. 

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vor 20 Minuten schrieb obiwan:

Ja, das war mir beim Schreiben bewusst, implizit meinte ich: von den halbwegs erschwinglichen Systemen. Die Phase One XC IQ4 150MP PhaseOne wiegt ohne Objektiv schon 1,8kg und kostet 66.000 Euro ohne Objektiv - das ist 7- 8 x soviel wie die X2D und 16 x soviel wie eine leicht gebrauchte GfX 100S. Für private Anwendungen deutlich oberhalb der "ist absurd"- Grenze.

Gebaut für HiEnd professionelle Anwendungen, große Firmen usw. Sowie es um Mobilität und Geschwindigkeit geht, nehme ich an, dass selbst Berufsfotografen die kompakteren Systeme immer vorziehen würden. Wegen AF, Gewicht und Größe.

Aber ja: das dürfte qualitativ das beste System sein.

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vor einer Stunde schrieb null:

Nominell hat die Fuji mindestens gleich gezogen was die Stabilisierenden angeht.

Nach allen Tests beider Kameras, die ich bisher gefunden habe, ist da immer noch ein deutlicher Unterschied: Hasselblad 1s+, Gfx 100 II: alle gezeigten Beispiele bewegen sich zwischen 1/4 und 1/10s. Das wären 4 Blenden länger, in ISO ausgedrückt: ISO1600 statt ISO100. Ich nehme an, da kommen mit der Zeit noch direktere und bessere Vergleiche, aber das interessiert mich schon, denn 1/4 ist toll, aber noch kein Ersatz für ein Stativ. 1s schon eher.

Was das (ungenannte) Sponsoring betrifft: man kann sich ja heute überall Samples herunterladen und selbst untersuchen. Dann kann man sogar Prints machen, und beurteilen, wie gut der eigene Computer mit den riesigen Files zurechtkommt.

EDIT: hier eine Passage aus Matt Grangers IBIS Test der X2D - man kann hier natürlich unterstellen, dass "geschummelt" wurde, aber das kann man bei jedem anderen Review ebenfalls: Gezeigt wird 1s scharf. Das ist schon heftig.

 

Edited by alba63
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39 minutes ago, SW Knipser said:

Habe eine Frage, wer produziert den jetzt die Objektive für Hasselblad?

Hatte mal gehört, dass die jetzt von Fuji produziert werden.

Hat da jemand Info zu?

Nittoh Kogaku. Teilweise in Japan, teilweise in Indonesien. Wohl auch ein Grund für die schwankende Qualität.

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21 minutes ago, alba63 said:

Nach allen Tests beider Kameras, die ich bisher gefunden habe, ist da immer noch ein deutlicher Unterschied: Hasselblad 1s+, Gfx 100 II: alle gezeigten Beispiele bewegen sich zwischen 1/4 und 1/10s. Das wären 4 Blenden länger, in ISO ausgedrückt: ISO1600 statt ISO100. Ich nehme an, da kommen mit der Zeit noch direktere und bessere Vergleiche, aber das interessiert mich schon, denn 1/4 ist toll, aber noch kein Ersatz für ein Stativ. 1s schon eher.

Was das (ungenannte) Sponsoring betrifft: man kann sich ja heute überall Samples herunterladen und selbst untersuchen. Dann kann man sogar Prints machen, und beurteilen, wie gut der eigene Computer mit den riesigen Files zurechtkommt.

Es gibt zwei Vergleichsmöglichkeiten. Einmal Cipa Werte. Ähnlich wie die Verbrauchsangaben von PKW sind diese nicht sehr praxisnah, eignen sich aber gut Systeme zu vergleichen. Hier liegt die GFX 100ii etwa einen Stop vor der X2D.

Dann kann man selbst testen. Der bekannte Blogger Jim Kasson hat dabei für die X2D 4,5 stops ermittelt. Das hiesse also, wenn deine Zahlen ("4 Blenden länger") korrekt wären, müsste die GFX 100ii bei 0,5 Stops liegen. Ich denke, man kann einsehen, das das nicht sehr realistisch ist. Sicher wird man auch andere Werte finden. Da ist dann ziemlich viel "über den Daumen gepeilt" dabei. Ich habe Jim Kasson wegen seines technischen Ansatzes genannt. Aber was Vergleiche angeht, würde ich cipa Werte immer der Anekdote vorziehen.

Was die Samples angeht. Ich besitze die Fujis, kann also meine eigenen Dateien verwenden. Du berufst dich ja auf "alle Vergleichstests". Ich wollte nur darauf hinweisen das diese, gerade wenn es um Hasselblad geht, oft nicht sehr neutral ablaufen.

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Gerade eben schrieb null:

Dann kann man selbst testen. Der bekannte Blogger Jim Kasson hat dabei für die X2D 4,5 stops ermittelt. Das hiesse also, wenn deine Zahlen ("4 Blenden länger") korrekt wären, müsste die GFX 100ii bei 0,5 Stops liegen. Ich denke, man kann einsehen, das das nicht sehr realistisch ist.

Was die Samples angeht. Ich besitze die Fujis, kann also meine eigenen Dateien verwenden. Du berufst dich ja auf "alle Vergleichstests". Ich wollte nur darauf hinweisen das diese, gerade wenn es um Hasselblad geht, oft nicht sehr neutral ablaufen.

Ok, auf Basis deiner Postings gehe ich davon aus, dass du tiefer in der Materie steckst als ich. Fair enough... 

In dem Video- Schnipsel, das ich oben eingefügt habe, läuft es darauf hinaus, dass die Zeiten natürlich von der Brennweite abhängen, und sich typischerweise zwischen 0,5 und 1s bewegen, Ausschuss jeweils deutlich vorhanden. Die der Gfx 100 II kann ich nicht beurteilen. Mag sein, dass das am Ende die Technik in etwa gleichauf ist.
Hast du auch die 100 II in Benutzung? Ich meine, bei Jobs wird man bei so langen Zeiten vernünftigerweise eh ein Stativ dabeihaben, IBIS ist ja nur wichtig, wenn man längere Strecken zu Fuß unterwegs ist oder (als Amateur) eben extremer Stativmuffel ist.

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@alba63 meine Posts klangen vielleicht auch etwas zu negativ. Ich habe letztes Jahr beide Systeme getestet, bevor ich mich für GFX entschieden habe. Die Hasselblad ist schon eine sehr elegante Kamera. Das Menü ist wirklich modern, und das beste aller Hersteller aus meiner Sicht. Auch der lcd ist top.

Ich habe die GFX 100s und die 100ii. Letztere ist schon deutlich performanter. Was den Ibis angeht kommt aus meiner Sicht keine der Mittelformatkameras an die A7RV ran, aber die 100ii stabilisiert deutlich besser als die 100s.

Wenn dich technische Details empfehlen kuck dir mal https://blog.kasson.com an. Der Mann ist Ingenieur, kennt sich ziemlich gut aus, und besitzt die Systeme selbst, ist also nicht auf „Goodwill“ der Hersteller angewiesen. 

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vor 2 Stunden schrieb alba63:

- Objektive teuer, aber mit traumhafter Bildquali und bokeh...

Im Vergleich mit den Fuji GFX Objektiven sollen die nicht so traumhaft sein, Beispiele siehe hier https://blog.kasson.com/x2d/38-cxd-on-x2d-45-gf-on-gfx-100s-foliage-edge-crops/

Vor allem bei der Schärfe am Bildrand liegt Fuji klar vorne, gleiches soll beim 55er sein. Und vergleiche dazu mal die Preise der Linsen ...

Ich gebe ja zu, dass das Design und die Bedienung der Hasselblad gradezu verführerisch ist - wenn man das einmal angeschaut hat, kommt man schwer davon los. Die Fuji scheint aber die technisch bessere Kamera zu sein.

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Wenn man auf einen  brauchbaren AF verzichten kann (Landschaft, Architektur, Produktaufnahmen), ist die Hasselblad schon eine feine Sache, zumal für Leute, bei denen die Kosten nicht so wichtig sind. Jim hat ja seit jeher immer beide Systeme parallel im Einsatz und hat neben den Farben auch den AF verglichen. 

https://blog.kasson.com/x2d/family-photography-with-the-x2d-xcd90v-and-the-gfx-100-ii-gf110/

https://blog.kasson.com/x2d/gfx-100-ii-x2d-auto-focusing-with-dark-evfs/

Dass die AF-Performance von der Helligkeit des Live View abhängt, kennt man bei Fuji von älteren Kameras. Bei der GFX100II wurde das offenbar überwunden, bei der X2D hingegen nicht. Auch mit Gegenlicht kann der Hasselblad-AF offenbar nicht gut umgehen.

Legendär ist das AF-Versagen der frühen X2D bei Porträtaufnahmen, dazu gab es ein fast schon tragikomisches Video auf DPR, noch mit der heutigen Petapixeltruppe.

 

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vor 32 Minuten schrieb null:

Wenn dich technische Details empfehlen kuck dir mal https://blog.kasson.com an.

Danke, ich kenne den blog von früher, hatte ihn aber lange nicht mehr besucht. Ich glaube auf fredmiranda wird er viel diskutiert. Ich sehe, da sind viele Vergleiche zwischen beiden Systemen. Das dürfte hilfreich sein.

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Der AF der x2d ist gar nicht so schlecht, wie oft besungen wird. Insbesondere mit den aktuellen Objektiven (und jeweils der aktuellen Firmware) ist auch Gegenlicht nicht mehr so ein Problem wie zum Launch.

Ich habe den Vergleich zwischen gfx100, gfx50, (mehreren Leica S Versionen, der h5d, x1d, 907x) und der x2d.

Die gfx100 hatte mir zwar richtig gut gefallen in der Hand, aber den ganzen Tag damit spazieren... Eher nicht. Zudem hab ich es aufgrund der Vielzahl der Knöpfe und Möglichkeiten geschafft, bei einem Termin völlig verloren gewesen zu sein (keine Ahnung, was ich alles verstellt hatte, aber die wichtige Situation hatte ich dann mit dem Smartphone eingefangen).

X1D waren schöne Farben und dergleichen, aber sie ist definitiv zu langsam.

H5D - unglaublich tolle Bilder hinbekommen (50Mp Rückteil dran), aber der Autofokus ist aus einer vergangenen Zeit.

Leica S... Tolles Glas, tolle Fotos, Autofokus teils unterirdisch und ab und an Probleme mit den Objektiven.

X2D im Handling und Bildqualität bzw Dehnbarkeit der Rohdaten ganz weit vorn. Da fehlt mir nur der mechanische Verschluss in der Kamera fürs Adaptieren von Altglas. Elektronischer Verschluss ist ok, aber nicht immer angebracht (bewegliche Objekte).

 

 

 

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Gerade eben schrieb Elmar:

Der AF der x2d ist gar nicht so schlecht, wie oft besungen wird. Insbesondere mit den aktuellen Objektiven (und jeweils der aktuellen Firmware) ist auch Gegenlicht nicht mehr so ein Problem wie zum Launch.

Jim hat allerdings vor zwei Wochen das Gegenteil gezeigt, und das im direkten Vergleich.

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vor 2 Minuten schrieb Elmar:

Die gfx100 hatte mir zwar richtig gut gefallen in der Hand, aber den ganzen Tag damit spazieren... Eher nicht.

Aus meiner Sicht unbrauchbar für alles, wo man die Kamera längere Zeit umgehängt hat oder gar längere Zeit damit herumlaufen muss. Enormer Rückschritt gegenüber der GFX50S und R. Die Fehlentwicklung wurde zum Glück korrigiert mit der GFX100S und nun GFX100II und bald sicher auch GFX100SII.

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vor 5 Minuten schrieb Rico Pfirstinger:

Jim hat allerdings vor zwei Wochen das Gegenteil gezeigt, und das im direkten Vergleich.

Ok, dann hat mein Exemplar hier den Test offenbar nicht mitbekommen. ;)

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27 minutes ago, alba63 said:

Danke, ich kenne den blog von früher, hatte ihn aber lange nicht mehr besucht. Ich glaube auf fredmiranda wird er viel diskutiert. Ich sehe, da sind viele Vergleiche zwischen beiden Systemen. Das dürfte hilfreich sein.

Er verschlagwortet seine Beiträge, was die Suche enorm erleichtert. Wenn du zb auf das GFX100ii Schlagwort klickst, sind 6 weitere Seiten mit Blogeinträgen verlinkt. Gleiches für die 100s oder die X2D zb, und noch etliche weitere Systeme. 

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Ein Nachteil der X2D im Vergleich zu den Fuji Optionen ist in meinen Augen, dass man bei Hasselblad keine monochrome Suchervorschau einstellen kann.

 

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vor 5 Stunden schrieb SW Knipser:

Hatte mal gehört, dass die jetzt von Fuji produziert werden.

Früher mal, in der Zeit des H-Systems, hatte Fuji die meisten Objektive für Hasselblad entwickelt und produziert, und daneben auch den Prismensucher für das H-System. Für Hasselblads X-System gilt das nicht mehr.

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vor 6 Stunden schrieb alba63:

Body + eine gute Linse = knapp 13.000 Euro

 

vor 5 Stunden schrieb alba63:

implizit meinte ich: von den halbwegs erschwinglichen Systemen

😆

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vor 14 Minuten schrieb yammat:

 

😆

Sehr viel Geld, ohne Frage, v.a. wenn man 3 Objektive will, aber gemessen am PhaseOne System (eher Richtung 80k für ein System mit 3 Objektiven) doch eine andere Kategorie. Lange Zeit waren 10k die Schallgrenze für Mittelformatkameras, die es nach unten zu durchbrechen galt. Sowas wie die Gfx 50S II war da völlig unvorstellbar. Meine frühere Mamiya ZD (48 x 36mm Sensor von Dalsa) hatte zwar durch den großen Sensor einen tollen Look, aber bereits bei ISO 125 fing sie an  zu rauschen. Die Grenze der Benutzbarkeit lag oberhalb von ISO200 und die Batterie machte im Winter bei Kälte weniger als 30 Bilder von voll geladen bis leer. 
Diese ZD kostete neu mal an die 11-12k... Zugegeben schon 15- 20J her.

Edited by alba63
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vor 7 Minuten schrieb alba63:

Sehr viel Geld, ohne Frage, v.a. wenn man 3 Objektive will, aber gemessen am PhaseOne System (eher Richtung 80k für ein System mit 3 Objektiven) doch eine andere Kategorie

Ich bin mir dessen schon bewusst.  Nur für mich, persönlich, völlig absurd.

Aber das ist ja in jedem Bereich des Handwerks so. Ich benutze in meinem Beruf auch Werkzeuge die so teuer sind, das sich jeder 'Normalo' an die Stirn schlägt 😁

Edited by yammat
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Ich finde die X2D super attraktiv, stylish, aber das ist gerade für die Arbeit im MF m.E. am allerwenigsten entscheidend. Auch übrigens nicht beim Leica S-System, in dem ich zu den first movern gehörte. Die Leica S2 war immerhin bei ihrem Erscheinen eine MF-Revolution, die erste voll outdoor-fähige, wetterfeste, damals sogar relativ schnelle u.v.a.m. MF-Kamera. Aber sie und ihre Nachfolgerinnen wurden von Hasselblad und Fuji überholt. 

Ich bin nun nicht wegen des Designs bei Fuji gelandet, obwohl ich es auch wirklich gut finde. Die letztlich auf den Screen reduzierte Bedienung einer Hassi ist ästhetisch einfach wunderbar, aber die vielen Knöpfe der GFX100II finde ich – nach langem Brüten über die für mich geeigneten Einstellungen im Irrgarten der Menüs – äußerst nützlich. Für die Menüs der GFX würde ich mir übringens mal ein Projekt bei Fuji, evt. mit Kunden wünschen, was als User Interface wirklich Sinn macht und in welcher Hierarchie. 

Aber ich sehe den entscheidenden Vorteil des Fuji GF Systems im System selbst:

1. Mehrere Gehäuse, für verschiedene Bedürfnisse, ein echt erwachsenes System für die Plattform GF-Bajonett.

2. Das Objektivprogramm finde ich sehr intelligent konzipiert, definitiv besser als das der MF-Konkurrenz:

  • Ein tolles, sogar im Vergleich mit manchem VF-Pendant kompaktes WW-Zoom, das im MF keinen Rivalen hat, 
  • ein preisgünstiges und leistungsfähiges Standardzoom für die Straße und die Wanderung etc., wo die Lichtstärke weniger entscheidend ist als die Kompaktheit, an Stelle schwerer Standard-Zooms bei Hassi-X und Leica-S (letzteres ist wenigstens noch ein 3fach Zoom für sein enormes Gewicht, aber für die Wanderung zusammen mit der schweren S schon ein Brocken),
  • ein ordentliches von WW bis Portrait reichendes noch hinreichend kompaktes Zoom, zu dem allenfalls das Leica S 30-90 äquivalent ist,
  • nicht weniger als drei wirklich lichtstarke allesamt für „Bokeh-Portraits" geeignete Linsen ggü. je einem bei der Konkurrenz,
  • ein praktikables 100-200, das allerdings im lichtstarken 135 für XCD einen sehr gut konzipierten Wettbewerber hat, 
  • und jetzt zwei hervorragende T/S-Linsen (das 30er kommt bei mir demnächst in intensiveren Einsatz) – bin gespannt, wann (und ob überhaupt) so etwas von der Konkurrenz kommen wird. 

Deshalb greift für mich der Fokus auf die schönen Farben der X2D SOOC etwas zu kurz. Soweit ich aus den Videos in YT ersehen kann, ist es v.a. das dem GEO-Magazin alle Ehre machende Grün, das sich bemerkenswert von anderen absetzt. 

Mit alldem hat – neben der attraktiveren Preisgestaltung – Fuji dem MF ehemalige Domänen des VF erschlossen. 

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