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Diese Fujikamera hat Hollywood-Niveau, aber niemand weiß es!


PeterD

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Hallo,
durch Zufall habe ich vorhin dieses Video eines Filmemachers gefunden. Vielleicht ist es für den ein oder anderen Videofilmer interessant. 

Auszug aus der Videobeschreibung übersetzt ins Deutsche.
"Ich hatte die Chance, FujiFilm XH2S als meine Hauptkamera für die letzten 5 Wochen zu verwenden, um einen vollständigen Erfahrungsbericht über sie zu machen. Diese Kamera ist wirklich unterschätzt! Es wird nicht viel über Fuji Kameras in der Videowelt gesprochen... Also habe ich mein Bestes gegeben, um euch zu zeigen, was ich mit dieser Kamera als Solo-Filmer in vielen verschiedenen Situationen erreichen konnte."
 

 

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Das ist wohl auch der mangelnden Erfahrung von Fujifotohobbyisten mit dem Genre Film, den Einstellungen in der Kamera und der Bearbeitung geschuldet. Für mich trotz Beschäftigung damit immer noch ein Buch mit sieben Siegeln und gefühlt sehr aufwändig. Vielleicht kann ja mal ein erfahrener Filmer einen Guide oder Hilfethread hier im Forum anbieten. Immer wenn ich mal was gefragt habe, habe ich zwar Antwort bekommen, aber die Videothemen versiegten doch recht schnell wieder. 

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Hallo in die Runde!

Freut mich natürlich als Filmer, dass dieses Thema wieder mal auftaucht!

Auch ich habe die XT4 als A Cam für einen Kurz- und einen Spelfilm eingesetzt.
Der Trailer zu dem Kurzfilm ist kurz vor der Fertigstellung, es fehlt leider immer noch die komponierte Filmmusik!
Den Film selber kann man leider die nächste Zeit nicht öffentlich sehen, da dieser auf Festivals gebracht werden soll.
Trailer werde ich hier aber posten.

Beim Spielfilm wird es es leider noch dauern, da die Editarbeiten recht aufwendig sind.

Was ich aber schon vernommen habe, dass nach vorhergegangenen Zweifeln mit einem Fotoaperat zu filmen, die Leute, auch alle vom Fach,
vom Bild der XT4 sehr begeistert sind!

Zur "Frage", warum Fuji-Kameras nicht öfters für Filmarbeiten verwendet werden:

Das liegt NICHT an der Marke selber, sondern an der "Haptik" am Filmset ansich! Es hat einen Grund, warum eine Cinema-Cam so aussieht, wie sie aussieht.
Es geht da schlichtweg um die Bedienung und vor allem die Bedienung im Team! Es ist von der Bedienung und Haptig immer noch ein Fotoaperat. Filmteams sind auf einen Arbeitsablauf "eingeschossen", auch meist auf einen Kameratyp (Marke - Support ec.) mit dem man vertraut ist.
Als Soloshooter, für Dokus usw. kann man die "filmenden Fotoknipsen" schon verwenden, wobei sich in diesem Segment seit einiger Zeit viel tut, bzw. verändert.

Meine Erfahrung am Set war halt die, dass ich da ein "Spagettimonster" hatte. Gemeint sind viele Kabelanschlüsse, für externen Monitorrecorder, Stromversorgung und, und, und...
DAS ist dann nicht so "praktikabel", unter anderem, besonders was die Steckverbindungen usw, angeht.

Ich hatte dies hier schon des öfteren ausgesprochen:

Fuji, bitte bringt doch eine echte Cinemacam mit entsprechenden Anschluss- und Speichermöglichkeiten und Formfaktor. Am besten in einem "Box-Format", wie es andere Mitbewerber ja machen. Mit diesem Formfaktot kann man auch gut Modularität ermöglichen.
Da wäre ich mir recht sicher, dass so eine Kamera seinen Platz finden würde, bei den Filmern.

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vor 55 Minuten schrieb Tommy43:

Das ist wohl auch der mangelnden Erfahrung von Fujifotohobbyisten mit dem Genre Film, den Einstellungen in der Kamera und der Bearbeitung geschuldet. Für mich trotz Beschäftigung damit immer noch ein Buch mit sieben Siegeln und gefühlt sehr aufwändig. Vielleicht kann ja mal ein erfahrener Filmer einen Guide oder Hilfethread hier im Forum anbieten. Immer wenn ich mal was gefragt habe, habe ich zwar Antwort bekommen, aber die Videothemen versiegten doch recht schnell wieder. 

Servus Tommy!

Ja, das stimmt schon! Nur sollte man auch bedenken, dass das Thema Film/Video noch gar nicht so lange her ist, dass bei Fuji dies bezüglich der Kameras ein Thema wurde.

Und JA, die XH2S geht schon in die richtige Richtung und man kann da viel mit dieser machen. Aber, wenn es wirklich um Filmproduktion im Team, auf einem Filmset geht, ist es vorbei mit der wirklichen Praktikabilität. Dazu habe ich ja schon weiter oben geschrieben.

Bezüglich "mangelter Erfahrung" und dergleichen:
Diese ist vorerst mal Marken und Kamer unabhängig. Es gibt massig Tutorials im Netz, die nahezu alle Bereiche des Filmens abdecken. Und ja, dies ist sehr zeitaufwendig. Das Thema Video/Film ist auch sehr vielfältig und beschrängt sich nicht nur auf den Dreh selbst. Das danach, der Edit, wo das Video/der Film erst wirklich entsteht, ist dann nochmals ein sehr, sehr großes Thema! Da meine ich NICHT Theman wie Colorgrading usw., sondern den Schnitt, die Schaffung einer Storry usw.. Und ja, dass ist nich besonders einfach.
Der Dreh ansich und Schnitt greifen ineinander. Ich brauche für die Story die "richtigen" Aufnahmen, damit ich im Schnitt das eigentliche Video, den Film erstellen kann.
Und dass zusammen ist eben auch sehr Zeitaufwendig, den viele unterschätzen. Viele geben daher das Thema Video/Film dann schnell auf, weil es "nicht wie Hollywood" aussieht! Denn wie eingangs zum Thema geposteteten Bilder, kann man im Grunde mit "jeder Kamera" schaffen. Das hängt NICHT zwingend von der "technik der Kamera" ab, sondern von dem HINTER der Kamera und dem am Schnittplatz!!!

Und warum ICH auf Fuji gekommen bin, und diese zum Filmen gerne verwende?:

Ganz einfach, weil direkt aus Kamera mittels der Filmsimulationen DAS Bild herauskommen kann das mir gefällt, ohne in der Post noch viel "nachzujustieren un herumzuzaubern".
Des weiteren hat mich die XT4 bezüglich Lowlighteigenschaften, TROTZ NUR APSC und nicht Follvormat ec., mehr als überascht. Da ist nicht viel Unterschied zur schon "legendären" Sony A7 3s! Da geht echt viel! Und, das Bild wirkt nicht so "digital"!!!
 

Eine Idee:

Warum, dazu ist ja auch ein Forum gut, veranstalten die Filminteressierten nicht mal ein Filmertreffen, wo man auch mal praktisch was machen kann?
Praxis ersetzt nicht theoretisches Wissen. Und bei so einem Treffen kann man sich gleich mal pers. kennen lernen und Erfahrungen austauschen, die man auch gleich vor Ort ausprobieren kann? Nur so ein Gedanke......

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@NEUFI

Das ist sicherlich allmählich Zeit, denn in den bin Fujifilm besetzten Bereichen hat Fujifilm ja inzwischen auch einen ausgezeichneten Ruf.

Allerdings hat Canon - genau anders herum - mit den damals beeindruckend gut videofähigen  Canon 5D Modellen einen erheblichen selbst- kannibalistischen Effekt erlebt: Deren sehr gute Videokameras wurden bald weniger gekauft und so manche 5D(x) wurde von Profis gerne für Videoproduktionen genommen, weil sie ein unschlagbar gutes P/L Verhältnis im Vergleich zu den Videokameras hatte. Oft genug hat man das auch bei kleineren Produktionen sehen können, wenn Interviews im „modernen Stil“ gesendet wurden, wo man nicht nur Interviewer und Interviewten, ganze Ensemble der Macher in der Totalen sah und auch jetzt noch sieht.

Allerdings ist die „umgekehrte“ Kannibalismus-Gefahr im Fall von Fujifilm vermutlich nur in deutlich geringerem Ausmaß zu befürchten.

Das X-System und das GFX-System ist gut etabliert und jetzt wäre es an der Zeit, daß auch der nächste Bereich, jener der Videokameras mit professioneller Haptik und professionellen Features von Fuji in ebenso weitsichtiger Art besetzt wird. FF hat ja auch bereits seit langer Zeit zwei professionelle Zoomobjektive für Video und jetzt ein Neues für semiprofessionals Zwecke im Angebot. Es gibt ja auch jetzt in fast jedem Bereich auch Objektive mit dem lautlosen Linearmotor.  Und FF könnte ja auch in seinem Service „Declicking“ der Blendeneinstellung  für einen fairen Standardpreis anbieten.

Dass auch die Bildanmutung, das Bokeh (und im Fall von Fujifilm sicher auch dann die Filmsimulationen) bei Profi-Kameraleuten eine große Rolle spielen, habe ich beim Verkauf meiner alten Leica R-Objektive gelernt:

Iner der professionellen Kameraleute hat mir bei einem gemeinsamen Gespräch im Café nach dem Kauf der begehrten Objektive erklärt, daß die modernen Videokameras und Objektive inzwischen derart scharf sind, daß wichtige Stimmungen bei Filmen - wenn überhaupt - nur mit viel Nachbearbeitung möglich sind und das Bokeh eben NICHT so gut hinzubekommen ist. Deswegen schätzen sie zunehmend Optiken mit guter Optik, aber bestimmter Farbwiedergabe und für bestimmte Szenen auch stufenlose manuelle mechanische Bedienung der Blende.

Ich bin mir sicher, daß deshalb Fujifilm mit entsprechend Nutzerfreundlichen Videokameras relativ zügig einen guten (zumindest kostendeckenden) Marktanteil erreichen kann, allein schon wegen der exzellenten Filmsimulationen. 

.

edit: Mein posting hat sich mit dem vorausgegangen posting von @NEUFI überschnitten.

 

Edited by hybriderBildersucher
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vor 1 Stunde schrieb Tommy43:

und gefühlt sehr aufwändig.

Ich habe mich damit schon intensiv beschäftigt - und JA, Videoschnitt inkl. ColorGrading (um das man sich erst ganz am ende kümmern sollte, wenn man den Rest einigermaßen beherrscht) ist extrem aufwendig und mit Fotobearbeitung nicht vergleichbar. Dazu extrem zeitraubend.

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vor einer Stunde schrieb NEUFI:

Was ich aber schon vernommen habe, dass nach vorhergegangenen Zweifeln mit einem Fotoaperat zu filmen, die Leute, auch alle vom Fach,
vom Bild der XT4 sehr begeistert sind!

Das lässt das Herz höher schlagen 🤩

 

vor 40 Minuten schrieb NEUFI:

Eine Idee:

Warum, dazu ist ja auch ein Forum gut, veranstalten die Filminteressierten nicht mal ein Filmertreffen, wo man auch mal praktisch was machen kann?
Praxis ersetzt nicht theoretisches Wissen. Und bei so einem Treffen kann man sich gleich mal pers. kennen lernen und Erfahrungen austauschen, die man auch gleich vor Ort ausprobieren kann? Nur so ein Gedanke......

Super Idee! 

 

vor 40 Minuten schrieb NEUFI:

Des weiteren hat mich die XT4 bezüglich Lowlighteigenschaften, TROTZ NUR APSC und nicht Follvormat ec., mehr als überascht.

Das "Vollformat" Argument ist beim Film eh komplett für die Tonne - da die letzten Jahrzehnte die ganzen großen Kinofilme mit ASP-C/Super35 Sensoren gedreht wurden - eben mit einem ARRI Gehäuse drumherum. 

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vor 27 Minuten schrieb hybriderBildersucher:

Iner der professionellen Kameraleute hat mir bei einem gemeinsamen Gespräch im Café nach dem Kauf der begehrten Objektive erklärt, daß die modernen Videokameras und Objektive inzwischen derart scharf sind, daß wichtige Stimmungen bei Filmen - wenn überhaupt - nur mit viel Nachbearbeitung möglich sind und das Bokeh eben NICHT so gut hinzubekommen ist

Hierzu ein Filmtipp: ein Film in dem extrem gut die Stimmung und auch das "Bokeh" berücksichtigt / eingesetzt wird, ist: "ein ganzes Leben" 

Wäre der Film mit super scharfen Sony Kameras und super scharfen Sony Linsen gedreht worden (ich weiß aber nicht mit was er gedreht wurde), so wäre viel von der Stimmung nicht vorhanden. 

 

Gerade für Filmemacher ist die X-H2S natürlich mittlerweile ein sehr fähiges Werkzeug, weil: 

  • Stacked Sensor und daher nur sehr wenig rolling shutter
  • tolle Dynamic range
  • FULL-HDMI Ausgang für externen Rekorder (deutlich stabiler als jeglicher kleinerer Anschluss)
  • externe Stromversorgung möglich per USB-C - aber auch mit Batteriegriff nimmt sie lange auf
  • verfügbarer Lüfter! --> ja das kann sehr wichtig sein bei gewissen Produktionen 
  • Fuji Cine Linsen verfügbar + viel natürlich adaptierbar 
  • 4K 60 fps ohne Crop, 4K 120 fps, und 6K 30 fps Open Gate
  • ProRes Aufzeichnung

btw: die X-S20 ist der perfekte kleine Bruder dazu, die ebenfalls erstaunliche Videofeatures hat. 

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Ok, sehe ich ein, wenns denn ein echter Film oder sinnvolle Reportage sein soll. Da gehört eine Menge dazu. Mir würde es schon reichen, wenn ich meine Videoschnipsel von meiner Enkelin, bisher meist übers IPhone gemacht, mit der H2s machen (Einstellungen) und zusammenschneiden und bearbeiten könnte. Von FLog habe ich mich dabei gedanklich schon verabschiedet, mir würde eine fertige FilmSim reichen fürs Erste. 

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vor 14 Minuten schrieb Tommy43:

Ok, sehe ich ein, wenns denn ein echter Film oder sinnvolle Reportage sein soll. Da gehört eine Menge dazu. Mir würde es schon reichen, wenn ich meine Videoschnipsel von meiner Enkelin, bisher meist übers IPhone gemacht, mit der H2s machen (Einstellungen) und zusammenschneiden und bearbeiten könnte. Von FLog habe ich mich dabei gedanklich schon verabschiedet, mir würde eine fertige FilmSim reichen fürs Erste. 

Für den Hausgebrauch bist du doch mit deiner H2s und den Gläsern super bedient, manchmal macht sich ein externe Mikro noch ganz gut und los geht's. Du nimmst einfach eine Filmsimulation und schneidest es dann in einem einfachen Programm wie Magix Video Studio zusammen. Für die helleren Momente braucht man noch einen Graufilter, damit man mit der Blende arbeiten kann.

Wenn ich mal so einfach filme, dann geht das mit dem 33er ganz gut oder auch mit dem neuen 18-120, Die H2s bleibt gut auf den Personen auch wenn man mit AF-C filmt und macht selbst aus freier Hand noch passable Videos. Auch da richtet sich natürlich das Ganze nach der Komposition und dass man vielleicht schon vorher weiß, was man draus machen möchte. Wenn ich für die Firma filme und nur einzelne Schnipsel benötige, die ich dann aneinander schneide, den O Ton nicht brauche oder nur ab und an im HG, mache ich da auch nicht so einen ultrakompliziertes Setup draus und nehme die Kamera pur mit Objektiv und vielleicht Stativ  , setze mein Licht und suche mir entweder eine Filmsimulation oder nehme Eterna.

letztens habe ich nur mit dem Lagerfeuerlicht gefilmt und hatte noch einen Spiegel aufgestellt, der das alles noch mal reflektiert, das 33er drauf und fertig. Auch im hohen ISO Bereich und bei der Dunkelheit hat die H2s super scharf gestellt und sehr ordentliche Bilder erzeugt. 

Am Ende muss man ein bisschen mehr als in der Fotografie drauf achten, was man aufnimmt, weil sich was störendes nicht so einfach wegstempeln lässt, dass das Motiv stimmt und das Licht, was man allerdings auch noch begrenzt korrigieren kann.  Man muss eben ganz genau hinschauen, damit das Grundmaterial schon sehr gut ist. 

Ich habe mal mit so einer Filmfirma, die für das öffentlich rechtliche arbeitet ein Projekt über das Handwerk  gemacht. Der hat auch seine meisten Bilder mit einer schnöden Sony mit normalem Objektiv aufgenommen, ohne Käfig und großes Prozedere, nur mit einem externen Monitor. der konnte allerdings mit der Hand gefühlt  so schnell scharstellen, wie mein AF.

Wie gesagt ist das absolut kein Hexenwerk und es gibt genügend Beispiele aus der Filmindustrie, dass man auch mit wenig Equipment richtig gutes Material erzeugen kann. Mit Idee, Auge und Kreativität kann man da sehr viel schönes machen ohne einen Stab von Assistenten und Zubehör für tausende von Euronen.

Probier's einfach mal aus und suche dir vor allem ein unkompliziertes Schnittprogramm. Magix ist da wirklich einfach zu bedienen im Gegensatz zu Premiere. Ist natürlich alles Gewohnheit.

Für den Anfang stellst du die einfach mal auf 4k, 24/25 oder 30 frames  und nimmst als Zeit 1/48, 1/50 usw,. damit lassen sich schon sehr angenehme  Videos erzeugen. Durch die Fujis kannst du ja den Look durch die vielen Simulationen relativ gut festlegen. Ein Stativ macht sich auch nicht schlecht, aber man kann auch ganz gut aus freier Hand damit filmen. Macht man ja mit dem Handy auch.

das 33er macht einen sehr guten Job und das 18-120 ist ja dafür optimiert und auch sehr gut.

 

 

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Ich ergänze mal die Empfehlung um 4K Long GOP, 4:2:2 10 bit, 150/200 Mbit. 

Große Speicherkarten nehmen. 

und genau: kein Flog verwenden am Anfang. Einfach eine filmsimulation nehmen.

Edited by A.B.
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vor 3 Stunden schrieb NEUFI:

Das Thema Video/Film ist auch sehr vielfältig und beschrängt sich nicht nur auf den Dreh selbst.

das ist bisher meine totale Bremse, die Bedienung hat man sicher halbwegs schnell drauf. Und dann ? .....wird´s schwierig. Wenn es besser sein soll als 15 min die Cam irgendwo nur drauf halten.

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vor 33 Minuten schrieb DRS:

... 

Wie gesagt ist das absolut kein Hexenwerk und es gibt genügend Beispiele aus der Filmindustrie, dass man auch mit wenig Equipment richtig gutes Material erzeugen kann. Mit Idee, Auge und Kreativität kann man da sehr viel schönes machen ohne einen Stab von Assistenten und Zubehör für tausende von Euronen.

Probier's einfach mal aus und suche dir vor allem ein unkompliziertes Schnittprogramm. Magix ist da wirklich einfach zu bedienen im Gegensatz zu Premiere. Ist natürlich alles Gewohnheit.

Für den Anfang stellst du die einfach mal auf 4k, 24/25 oder 30 frames  und nimmst als Zeit 1/48, 1/50 usw,. damit lassen sich schon sehr angenehme  Videos erzeugen. Durch die Fujis kannst du ja den Look durch die vielen Simulationen relativ gut festlegen. Ein Stativ macht sich auch nicht schlecht, aber man kann auch ganz gut aus freier Hand damit filmen. Macht man ja mit dem Handy auch.

...

 

 

Genau so ist es!👍

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Hallöchen!

WOW, schön dass es so ein großes Echo gibt!

Ich denke, dass die wirklichen "Probleme" die eingangs erwähnt wurden, meist eher an "zu schwacher Hardware", die möglicherweise "zu alt" ist, mit einem H265 Codec umzugehen? Aber auch H264 kann da schon gewisse Probleme bereiten! Da ist dann Frust vorprogramiert.

Einesteils ist es ein Segen mit den hochkomprimierten Videoformaten, die aber dann auch "zeitgemäße" Hardware benötigt das Material dann auch "flutschig" zu bearbeiten.
Diese hoch komprimierten Formate wurden wegen den nötigen Speicherplatz geschaffen, der damals noch sehr teuer war! Heute sind es die hohen Auflösungen bis 8K, die eben auch viel Speicherplatz brauchen. Diese hochkomprimierten Formate sind dann aber zum encodieren am Rechner rechenintensiv, AUCH wenn es Harware-Kodierer gibt, die in den Grafikeinheiten bzw. Karten mittlerweile drinn sind. Da muss aber dann auch das Schnittprogramm darauf gut zugreifen können!!! Unterm Strich, net so einfach wie es gerne dargestellt wird.

So wurde damals ProRes geschaffen, dass nicht hoch komprimiert, von Apple kommt, damals wurde noch sehr viel auf Apple-Maschinen im proffesionellen Bereich gearbeitet. Dieser Codec hat sich im Profibereich schnell als "Standart" etabliert. Nachteil, großer Speicherbedarf, nicht jedes Schnittprogramm außerahalp von Apple kann damit umgehen. Vorteil, läuft auch auf "älteren" Rechnern gut, wenn nicht unbedingt 4K in ProRes HQ Einstellung (!) und mehreren Videospuren im Schnittprogramm übereinander. Für den Schnitt eben sehr gut geeignet!!!!

ABER, die All Intra H265 Codecs funken auch gut, auf "modernen aktuellen" Rechnern. H265 Codecs sind gut für die "Datengräber" FERTIG GESCNITTENER BEARBEITEDER Projekte. Aber, der Rechner bzw. das Abspielgerät muss damit umgehen können!!!

Zu dem Thema gäbe es noch einiges zu sagen, was wieder beweist, Video/Film ist deutlich aufwendiger als die Meisten denken. Und, möglicherweise auch teuer, wenn keine aktuelle Hardware da ist. Und ja, "kein Hexenwerk" wenn man tiefer in die Materie eintaucht! Oft hat man den Wunsch "Hollywood, Cinemalike" usw. Videos zu erstellen! Die Entäuschung ist dann sehr groß, wenn dann trotz "teurer super Kamera" NICHT das erträumte Ergebnis rauskommt. DAS ist schade, weil Werbung, "Profis" die eben in der Materie tief drinn stecken, vielleicht "vergessen haben" wie lang deren Weg war, Videos/Filme zu erschaffen, wie man sich diese möglicherweise vorgestellt hat? Die ganzen Skills sind oft über längere Zeit durch Erfahrung (!!!) erarbeitet worden. Und, man lernt da nie aus, da das Thema in einem gewaltigen Umbruch ist. Ich sage da nur KI, Handyvideos usw.!!!!
Und ja, es ist kein "Hexenwerk" wenn man sich auskennt.

Weil ich weiter oben geschrieben habe, dass man auf YouTube massig Videos über das Thema findet: Ja, die guten meist aber in englischer Sprache! Für Grundwissen gibt es aber auch in deutscher Sprache Einiges zu finden. Einfach die Suchmaschine der Wahl bemühen!? Das Grundwissen ist markenunabhängig!!!

Wäre toll, wenn sich eine "Praxistruppe" zusammenfinden würde zum Thema Video/Film.
Ich bin im Osten Österreichs zuhause, ca. 60 km südlich von Wien.

Wenn man sich bewusst wird, dass das Thema Video/Film zeitaufwendig ist, die Zeit dafür aufbringen kann, ist dies ein sehr kreatives Hobby, das vielfältiger nicht sein kann! "Technikscheu" sollte man dabei aber nicht sein.

 

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vor 5 Minuten schrieb NEUFI:

Und ja, es ist kein "Hexenwerk" wenn man sich auskennt.

Wenn man jetzt nicht ganz schnell der neue Hitchcock werden möchte oder Wim Wenders und "Hollywoodreife"  Filme erzeugen will, wozu natürlich auch noch der ganze Effektkram gehört, der auch richtig Leistung beansprucht, geht es glaube für den Anfang ganz einfach.

Man tastet sich da heran, wie an die Fotografie. Da war man auch mit dem ersten Bild nicht der neue Paul Newman oder Cartier Bresson.  Man nimmt wie gesagt so gewisse Grundeinstellungen vor und filmt, spielt mit Schärfe und Unschärfe, nimmt ein Stativ oder kein Stativ, einen Graufilter und filmt mal kurze Sequenzen. In Filmen muss was passieren. Filme ich jetzt einen Vogel der sitzt und nur ab und an mit seinem Köpfchen nickt reichen da ein paar Sekunden, die ich auch mehrfach aufnehmen kann in der nächsten Aktion wieder eine Kurze oder eben ein anderer Vogel  usw. das schneidet sich dann viel besser, weil es kurz ist, am Ende kann man auch erstmal in HD anfangen So hat man dann wenn alle Vögel im Bewegtbild festgehalten sind einen schönen und kurzen Tagesrückblick. das Gute bei der H2s ist, dass man es sogar zwischen den Fotos direkt aufnehmen kann, indem man das rote Knöpfchen drückt.

Da kommt schon ganz passables dabei heraus. Am Ende lädt man sich diese Stückchen alle in eine Videprogramm und kürzt sie nach Belieben, reiht sie aneinander und macht ne schöne Musik drunter. Da hat man am Ende vielleicht zwei Minuten Film, braucht keinen Serverpark zum Rechnen und weiß auch am ende genau was man beim nächsten Mal besser macht oder anders.

Da geht noch nicht um Codecs oder sonst was, sondern nur mal das Gefühl dafür zu kriegen, wie sowas aussehen kann und ob es einem gefällt. Auch die Zeitlupen aus der H2s sind auch für Natur Fotografen sicherlich nicht uninteressant. So mit 240P/HD gefilmte Zeitlupen sehen schon gut aus, wo sie hinpassen. 

Ich kann das auch sicher reichlich professioneller erklären, aber so bringt man ja niemanden dazu mal diese "vergessene" Funktion, die da in der H2s schlummert auch angstfrei und einfach mal zu benutzen. Man kann auch  mit seinem Urlaub anfangen und immer zwischendurch mal eine kurze Sequenz Bewegtbild drehen. 

Wenn man sich mal einen richtigen Film im TV anschaut sieht man schon, dass die Bilder da auch nicht ewig (meist so 2-3 s) stehen bleiben, macht man ja auch bei einer Diashow für die Mutter nicht und da kann   man schon drei Wochen Urlaub zu 10 Minuten interessanten Film machen, wenn man genug unterschiedliches Material filmt. Abgesehen davon, kann  man natürlich gute Fotos mit integrieren.

Fest steht, dass aus dieser Kamera schon richtig gutes herauskommt, auch wenn man sich nur die Grundlagen eingeprägt hat und sich mit Fotografie auskennt, weil sich vieles eben auch überschneidet. und wenn man dann an dem Punkt ist, wo man das perfektionieren will oder etwas noch nicht so ist, wie man es gerne hätte, dann kümmert man sich, genau so, wie als wenn man ein Foto nicht so hinbekommt, wie die eigenen Vorstellungen waren.

natürlich gehört am Ende eine Menge dazu und natürlich ist das dann auch mit Aufwand und Wissen verbunden, aber der Anfang ist schnell gemacht und wenn man Lust auf mehr hat, wird man sich das dann auch aneignen.

Wie gesagt schult diese Filmerei auch ein bisschen den Blick und kann sich auch nützlich auf das Fotografendasein auswirken. Ich mache das immer mal bei meinen Workshops und wenn die Leute dann 30 Sekunden ihres Filmes sehen, dann entdecken sie auch den Feuerlöscher, der mitten im Weg steht oder das Graffiti, dass gar nicht zum Inhalt passt oder entdecken andererseits auch mal, dass sie das Modell lieber vor diesem Hintergrund fotografiert hätten, als vor dem ihrer Wahl. Im Foto ist das heutzutage schon sehr schnell zu berichtigen mit KI und Co und im Film geht das jetzt eben noch nicht so gut. Wird aber noch, wenn man den Prognosen glaubt.

Fotografieren ist ja auch nicht einfach und Bild Bearbeitung auch nicht, wenn man das mal aus der Sicht eines Menschen sieht, der keine Ahnung davon hat.

 

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vor einer Stunde schrieb NEUFI:

Hier der versprochene Trailer des genannten 28 Minuten-Kurzfilms.

Hey danke dir. Interessant. Bin auf jeden Fall auf den ganzen Film gespannt und die Story 😉 

Was mir aufgefallen ist: 

  • bei 0:27 wirkt das Bild schief - evtl. ist der Balkon auch abschüssig? 
  • bei 0:40 wechselt der Ton rechts/links stark aufgrund der Personen - bewusste Tongestaltung? 
  • Bei 0:48 kippt das Bild gefühlt total nach rechts - evtl. hängen die Bilder schief? oder ist das eine optische Täuschung? 
  • bei 01:13 Tür schief 
Edited by A.B.
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Am 31.1.2024 um 12:09 schrieb NEUFI:

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Wie wart ihr denn mit dem Stativ bzw. der Stabilität zufrieden? der Fluid Head und der Aufbau wirken recht überdimensioniert für das kleine Stativ? 

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@AB:

Es wurden Anamorphoten verwendet, die gerade bei den weitwikeligen Brennweiten doch mal für gewisse "Bildverzerrungen" sorgen können.
Besonders wenn das zu filmende Obijekt eher "nahe" an der Linse ist, der Raum klein mit vielen Setleuten drinn usw..

Aber, natürlich gibt es da perspektivische "Schiefheiten", die sich beim besten Willen nur mit größtem Aufwand "vermeiden" lassen würden (wenn überhaupt)
und somit wären auch kaum unterschiedliche Kamerapositionen möglich gewesen.
Zum Glück ist Video nicht gleichzusetzen mit "Architektur-Fotografie" wo mal Tiltshift Linsen verwendet werden um ja keine "Schieflagen" ec. zu haben. ;)

Und JA, nur als Beispiel, die erwähnte "Terasse" war wirklich "schief".

Weiters JA, die Tongestaltung ist so wie sie ist auch gewünscht.

Das Stativ hat brav gefunkt und getan was es sollte. Und ja, ein Sachtler mit einem 100er Kopf wäre wahrscheinlich funktionaler?
OK, wer sponsert mich?????   ;)
So schwehr war der ganze Aufbau nicht, so hat dies schon gepasst.

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Am 2.2.2024 um 08:34 schrieb NEUFI:

Hier der versprochene Trailer des genannten 28 Minuten-Kurzfilms.
Der Film selber soll auf Filmfestivals gezeigt werden.

Mir ging es teilweise  ähnlich wie @a.b., was die Bildgestaltung betrifft, ich hätte zum Beispiel auch im letzten Bild die Tür zugemacht, aber vielleicht hat ja auch der Kollege mit der Ton Angel draußen gestanden und sie in den Raum gehalten. dann geht sie natürlich auch nicht zu.  kann auch alles so gewollt sein, aber deswegen fragen wir ja.

Wenn ich jetzt mal das Set Foto aus dem Innenraum nehme, hat der betreffende Wohnungsbesitzer seine Bilder auch ungewöhnlich hoch hängen. Ich hätte sie dezimiert oder tiefer gehangen. Aber ich mache auch nur Werbeclips und keine Spielfilme und habe davon auch jetzt nicht die Ahnung, nur ne Meinung.  

Denkst du dir das Drehbuch und die Bilder selbst aus, oder hast du da Regieanweisungen?

Was ich mal aus rein werbetechnischer Sicht und so ein Trailer ist ja eine Art Ankündigung sehe, ist das die Logoanimation gefühlt eine Ewigkeit  des Trailers einnimmt. das hätte ich z.B. stark gekürzt und lieber am Schluss noch mal gebracht. Da sieht man es dann auch noch mal am Ende und es scheint ja wichtig zu sein, bei der Länge. Im Film stört das  nicht, weil der ja länger ist.

Ansonsten bin ich sehr gespannt auf das finale Produkt und wünsche dir gutes Gelingen.

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@DRS

Ja, wie Du richtig vermutest, hatte ich ja schon gesagt, ging es oft nicht anders,was die Kameraposition betrifft.
Und ja, dies wurde in einer Wohnung gedreht, in der auch "gewohnt" wird, wo man natürlich NICHT so "werken" kann wie man es gerne hätte,
wenn man nicht rausgeworfen werden will!!! Es ist eben KEIN Studio-Set, wo man viel Platz hat und so ausstatten kann, wie man das gerne hätte.
Zumal hier hauptsächlich mit available light gearbeitet wurde und man darauf achten musste WO, WER stehen kann um keine Schatten zu werfen usw..
Wie schon gesagt, KEIN Studio!
Ich bin nicht der Producer, habe nicht das Drehbuch geschrieben und die Regie gemacht!
Die herausvorderung als DOP war bei der ganzen "Gschicht", dass ich mich auf die jeweilige Drehsituation einstellen musste, dabei allermeist
NICHT den Drehort räumlich vorweg persönlich kannte. Ich musste schlichtweg "improvisieren" was da gerade ging. Es gab zB. kein Storyboard, was
ich selber auch nicht erstellen konnte, da ich ja wie gesagt sehr selten die Drehorte persönlich kannte. Es gab nur hin und wieder Fotos, die aber selten hilfreich waren.
Oft mussten wir auch improvisieren, da wir zB. wetterbedingt Außendrehs nach innen verlegen mussten. DAS war eine der größten herausforderungen!!!
Und, natürlich die relativ knappe Zeitplanung für die Dreharbeiten die, obwohl ich dies schon im Vorfeld angemerkt habe, wurde zum Problem. Es wurde ja nicht nur
der Kurzfilm gedreht, der eigentlich ein "Nebenher-Projekt" war, sondern auch ein Spielfilm, der wesentlich komplexer ist. Aber mit den selben Herausforderungen
wie hier schon genannt.  ;) 

Wie Du richtig angemerkt hast, bei Produkt- Werbefilm schaut die Sache natürlich anders aus. Natürlich auch abhängig von Budget!!! ;)
Was natürlich bei Kurz- und Spielfilm ebenso eine große Rolle spielt, welchen Aufwand man da treiben kann bzw. auch will.
Es handelt sich da um eine Low-Low Budget Produktion, was aber nicht heist, dass man dies aus der privaten Portokasse finanziert!
Als Werbefilmer wirst Du ja wissen, dass eine einstellige Millionen-Produktion als Low-Budget betitelt wird.
Schon die Vorproduktion, die ganzen Arbeiten VOR den eigentlichen Drehbeginn die da schon sehr zeitintensiv und entsprechend Kosten bringen,
gab es nahezu nicht! Wie ich hier schon mehmals sagte, musste ich, auch unter Zeitdruck, immer improvisieren, wie man eine Szene aufnahmetechnisch
am betreffenden Drehort überhaupt umsetzen kann. Da bleibt natürlich kaum Zeit, auf "kleine Details" zu achten um das "perfekte Bild" zu schaffen.

Und bei all den genannten Herausforderungen, hat sich die XT4 hervoragend geschlagen! Besondern haben mich die Lowlighteigenschaften vom Hocker gehauen,
die mir bei vielen Drehsituationen sehr geholfen haben. Denn eine wirkliche Set-Ausleuchtung gab es nahezu nicht. Soll aber nicht heisen, dass da bei manchen Szenen
doch so einiges an Licht verwendet wurde. Der Lichtaufbau für eine Szene ist auch recht zeitaufwendig und so minimalisierte ich dies so oft es nur ging.

Wie hier eingangs der Begriff "Hollywood-Nieveau" genannt wurde, wie man auch oft den Begriff "Cinemalike" ec. hört, wird meiner persönlichen Meinung sehr oft
falsch verstanden bzw. interpretiert! Da geht es schon lange nicht mehr um Technik, die am Budget einer "normalen Produktion" gar einen relativen kleinen Teil ausmacht.
Die Kosten entstehen da bei ganz anderen Dingen, die ich hier ja schon ansatzweise "angerissen" habe. Filmproduktion ist Teamarbeit, besonders wenn es um Spielfilm geht.
Und wenn man sich mal wirklich die diversen Abspänne von Spielfilmen ansieht, kann man ahnen wie viele da mitgewirkt haben und welche Bereiche da angeben sind, wer
da was gemacht hat. So kann man sich schon mal ein Bild davon machen, welcher (Kosten-) Aufwand WO da dahinter steckt.
Bei der Produktion bei der mitwirken durfte, waren nahezu 100 Leute beteiligt!

Nochmals fein, dass hier so rege über das Thema Film gepostet wird!!! Finde ich toll!!!! DANKE!!!
 

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vor 21 Stunden schrieb NEUFI:

Als Werbefilmer wirst Du ja wissen, dass eine einstellige Millionen-Produktion als Low-Budget betitelt wird.

danke erstmal für den Einblick in die Produktionsdetails. Ich drehe jetzt nicht die Werbespots für Chanel, wo ich  mich nach einem zur Ruhe setzen könnte, weiß natürlich aber was manche Sache so kosten können und auch kosten. Ich bin noch bezahlbar, auch für den regionalen Mittelstand 😉 frei nach dem Motto "je kleiner das Budget, desto "größer" muss die Idee sein", aber es macht mir ja Freude und leben kann ich auch ganz gut davon.

nehmen wir jetzt mal Spielfilme, gibt es ja da auch welche, die Milliarden kosten und  nicht an die herankommen, die in einem dunklen Wohnzimmer gedreht wurden, weil die Protagonisten eben ihre besten Stunden hatten und alle Effekte überflüssig machen.

Ich habe vorher auch mit der T4 gefilmt und jetzt eben mit der H2 (s), was noch besser geht in meinen Augen. Wenn ich guten Ton brauchte, hatten wir bis dato immer unser firmeneigenes  Tonstudio mit einem absoluten Profi, der das perfekt konnte und auch für die Beleuchtung zuständig war. 

Ich muss jetzt auch nicht so oft filmen und wie gesagt sind das meist nur kurze Sequenzen, die im Nachgang, geschnitten, mit Effekten versehen vertont oder gesprochen oder betitelt werden.

Privat filme ich eher selten und meist sind das Spaßproduktionen mit Freunden. Ich hatte mal irgendwann damit angefangen eine Doku über meinen blinden Kanarien-Zeißig Mischling zu machen. Der ist nun schon über ein Jahr blind und ich finde es erstaunlich, wie der sich angepasst hat, wie er sich in der Voliere im Blindflug mittlerweile auskennt und wie er überhaupt überlebt, wie er nach Jahren immer auch ab und an von seinen Eltern gefüttert wird. Der hat sich komplett angepasst was ich mehr als erstaunlich finde. Was er erklettern kann erklettert er, wenn er fliegen muss fliegt er in so ' ner Art Zeitlupe und steht quasi in der Luft bis er auf Widerstand stößt. Was ich da bisher aufgenommen habe , gefällt mir allerdings nicht so, aber gut, gehört ja auch nicht hierher und ist vielleicht auch ein sinnfreier Film.

Was die Improvisation betrifft, bin ich ja da auch ständig gefordert. Von engen  Räumen angefangen, bis hin zu irgendwelchen Robotern, die im Käfig nur funktionieren und wenn man ne Tür aufmacht oder in die Überwachungslaser kommt bleibt alles stehen. Außerdem ist bei mir auch ständig was im Weg, was meist auch nicht so einfach weg kann. Andererseits habe ich aber auch Zeit, kann mir die Location vorher aussuchen und inspizieren, kann Dinge wegräumen lassen und auch im Vorfeld klären, was nicht geht und was möglich ist. Wenn ich mobil durch zig Räumlichkeiten muss, dann halte ich mein Setup sehr klein, weil ich sonst immer alles ab und wieder aufbauen muss, wenn es durch die nächste schmale Tür geht.

Dann hat man meist nur einen Assistenten dabei und dreht auch oft mit den normalen Mitarbeitern, seltener mit Profis , was auch erstmal eine halbe Stunde Kommunikation erfordert, bis die sich mit Kamera, so wie ohne verhalten. Bei größeren Sachen sind natürlich mehr Kamera Leute am Start, weil ich auch unterschiedliche Blickwinkel brauche und wenn der O Ton gebraucht wird muss man das ja alles in einer Session aufnehmen. 

Ich habe vorher ja ein Drehbuch geschrieben, die Bilder im Kopf und dann wird das umgesetzt. Währenddessen stößt man natürlich spontan und aus der Situation heraus auch mal auf ganz neue Ideen, die dann auch noch gedreht werden.  Improvisationsvermögen gehört wohl zu einem guten Fotografen genauso dazu wie für einen Filmer. Manches stellt man sich eben vor und merkt dann live, dass es einfach nicht geht, aus welchen Gründen auch immer. mal scheint so ein Strahl durch das Glasdach, mal schickt man mir einen total erkälteten Protagonisten, der sehr bedauernswert aussieht und ins Bett gehört, anstatt vor der Kamera leidend zu lächeln etc.

Dann hat man mich schonmal zu einem Roggenfeld geschickt, für Weizenbier-Werbung, wo das Modell es gemerkt hat und irgendwann mitten im Dreh und Fotoshooting meinte, dass wir aber schon wüssten, dass das kein Weizen ist. Also,  alles wieder eingepackt und Weizen gesucht. Alles auf Anfang, anderes Licht, anderer HG etc.. Das ist jetzt ein halbes Jahr her und letztens auf der grünen Woche, wo dieses Bild 10m groß an der Wand hing, schrieb mir ein Bauer eine Nachricht, dass ich  mal was das Getreide betrifft einen Profi fragen sollte. da war ich natürlich schon wieder erschrocken, aber glücklicherweise hatte er das mit dem Weizenbier nicht im Auge und dachte es müsste Gerste sein. War also am Ende alles richtig.

Was die Fotos betrifft hatte ich das Modell in der Pose auch komplett vor Weiß aufgenommen, sodass ich die jetzt in ein Feld meiner  Wahl hätte hineinkopieren können. beim Film ist das natürlich noch für uns nicht zu bewerkstelligen.

Da macht sich halt jeder Fehler bemerkbar und lässt sich dann schwer ausbügeln. Ich lasse das deswegen auch immer Leute anschauen, die nicht involviert sind. Denen erkläre ich n ur kurz, um was es geht und die finden dann sofort kleinere Sachen, die mir schon gar nicht mehr aufgefallen wären.

Nochmals danke für deine ausführliche Erklärung. Ich bin ja mal gespannt auf das Endprodukt.

 

 

 

 

 

 

Edited by DRS
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