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Sinn oder Unsinn von extremen Belichtungen


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Moin. Ich bin etwas ratlos. Darüber, was ich hier "gefunden" habe. Blödsinn? Spielerei? Vergiss es?

Ich fotografiere immer mit ETTR. Kürzlich habe das Dynamik-Dingens (DR400) von Fujifilm hinzugeschaltet und konnte extrem - wirklich EXTREM - hell belichten. Stimmt. Kann ja jeder. Auch so hell wie ich. Dann erhält man ein fast weißes Bild. Was in der Regel nicht funktioniert ist, dass noch alle Bildinformationen in der RAW-Datei stecken. Das ist hier aber der Fall. Nach meinem Gefühl, erhält man hier sogar eine bessere Bildqualität, als wenn man "herkömmlich" belichtet. Also ohne Dynamik-Feature und zurückhaltend per ETTR. Vielleicht ja, weil man hier nichts mehr aufhellen muss?

Ach ja. Die Aufnahme ist mit ISO 500 entstanden. 

Was sagt ihr? 

Out of Cam

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In Lightroom optimiert (der Himmel war heute so grau)

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Edited by Jörn Daberkow
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Bei der Grösse für mich schwer zu beurteilen, aber mir scheinen doch auf den ersten (schwachsichtigen) Blick die Spitzlichter arg ausgebrannt - siehe z.B. die Etiketten der Flaschen, da sehe ich bei der Auflösung stellenweise keine Zeichnung(en) mehr … Und der Sinn von 500 ISO erschliesst sich mir bei RAW auch so überhaupt nicht.

Edited by grimm
Buchstabendreher
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vor 23 Minuten schrieb grimm:

Bei der Grösse für mich schwer zu beurteilen, aber mir scheinen doch auf den ersten (schwachsichtigen) Blick die Spitzlichter arg ausgebrannt - siehe z.B. die Etiketten der Flaschen, da sehe ich bei der Auflösung stellenweise keine Zeichnung(en) mehr … Und der Sinn von 500 ISO erschliesst sich mir bei RAW auch so überhaupt nicht.

Es soll nicht um die Bildqualität gehen. Die kann eh' niemand anhand eines JPEGs beurteilen. Die RAW-Datei sieht in Lightroom perfekt aus. Mich interessieren Meinungen zur Belichtungstechnik.

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Hatten wir hier mal vor langer Zeit als ein Beispiel von @MightyBo, der so etwas bei einem Landschaftsbild gezeigt hat, dass man durch weitgehendes Belichten auf die bildwichtigen Lichter durchaus sehr helle Ergebnisse bekommt, die nach dem Runterziehen auf die „richtige“ Belichtung einen für das Format perfekten Dynamikumfang besitzen. Und im vorliegenden Fall kommt ja noch DR dazu. Was die Sache ooC bzw.. im Sucher erstmal noch heller macht, aber die Lichter im RAW rettet. Gibt dazu ja umfangreiche Beispiele von @Rico Pfirstinger

Edited by Tommy43
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vor 9 Minuten schrieb Tommy43:

Hatten wir hier mal vor langer Zeit als ein Beispiel von @MightyBo, der so etwas bei einem Landschaftsbild gezeigt hat, dass man durch weitgehendes Belichten auf die bildwichtigen Lichter durchaus sehr helle Ergebnisse bekommt, die nach dem Runterziehen auf die „richtige“ Belichtung einen für das Format perfekten Dynamikumfang besitzen. Und im vorliegenden Fall kommt ja noch DR dazu. Was die Sache ooC bzw.. im Sucher erstmal noch heller macht, aber die Lichter im RAW rettet. Gibt dazu ja umfangreiche Beispiele von @Rico Pfirstinger

Danke! Das beruhigt mich. Ich bin zufällig darauf gestoßen und war direkt angetan von dieser Technik. Andererseits hatte ich vorher noch nie etwas davon gehört und das schien mir irgendwie seltsam. Da habe ich dann meinen eigenen Augen misstraut und mich gefragt, wo der Haken ist. Inzwischen habe ich aber einen längeren Text für mein kommendes Fujifilm-Buch geschrieben - und noch deutlich mehr Bildbeispiele dazu gebracht.

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Mit Verlaub: Ausgefressene/-gebrannte Highlights scheinen mir doch genau das (mögliche) Problem dieser Technik zu sein - dass man die im Lightroom retten kann, wäre angesichts des konkreten Beispiels noch zu beweisen ... Zeig doch mal eine "korrekte" Version Deiner LR-Bearbeitung, das obige Beispiel ist sub-sub-optimal und das hat mMn nichts mit (jpeg/Forums immanenten) Komprimierung zu tun ...

Edited by grimm
Genitiv
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Hmmm, hab ich so noch nicht probiert und hätte auch erwartet, dass die Bildinformationen in den (zu)hellen Bereichen verloren sind. Erstaunlich.
DR400 hat es wohl möglich gemacht. Ich finde das Bild zur genauen Beurteilung aber auch zu klein, kannst Du es mit 2480 Pixeln an der langen Kante hochladen?

@Tommy43 vielleicht habe ich jetzt einen hänger, aber wenn man auf die bildrelevanten Lichter belichtet, müsste das Gesamtbild dann nicht dunkler werden, statt heller? 

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vor 20 Minuten schrieb grimm:

Mit Verlaub: Ausgefressene/-gebrannte Highlights scheinen mir doch genau das (mögliche) Problem dieser Technik zu sein - dass man die im Lightroom retten kann, wäre angesichts des konkreten Beispiels noch zu beweisen ... Zeig doch mal eine "korrekte" Version Deiner LR-Bearbeitung, das obige Beispiel ist sub-sub-optimal und das hat mMn nichts mit (jpeg/Forums immanenten) Komprimierung zu tun ...

Hallo Grimm. Du musst das nicht glauben. Ich habe keine Lust dazu irgendwas zu beweisen. Teste es selbst. Du hast doch eine Fujifilm-Kamea. Dann siehst du, dass das geht. Schönen Gruß übrigens an meine Heimatstadt Hamburg! Ich hoffe, dass ich in 3 Jahren dorthin zurückkehren kann!

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vor 2 Minuten schrieb dj69:

Hmmm, hab ich so noch nicht probiert und hätte auch erwartet, dass die Bildinformationen in den (zu)hellen Bereichen verloren sind. Erstaunlich.
DR400 hat es wohl möglich gemacht. Ich finde das Bild zur genauen Beurteilung aber auch zu klein, kannst Du es mit 2480 Pixeln an der langen Kante hochladen?

@Tommy43 vielleicht habe ich jetzt einen hänger, aber wenn man auf die bildrelevanten Lichter belichtet, müsste das Gesamtbild dann nicht dunkler werden, statt heller? 

Ich verstehe das. Aber bitte selbst testen. Ist doch ganz einfach.

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vor 1 Stunde schrieb grimm:

Und der Sinn von 500 ISO erschliesst sich mir bei RAW auch so überhaupt nicht.

Über die Eignung des Beispielsbildes für die Technik als solche kann man sicher diskutieren, aber ISO 500 macht bei einem RAW bei aktueller Sensorgeneration (Basis ISO 125 +2EV) unter Verwendung von DR400 schon ziemlich Sinn. 

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vor 6 Minuten schrieb dj69:

vielleicht habe ich jetzt einen hänger, aber wenn man auf die bildrelevanten Lichter belichtet, müsste das Gesamtbild dann nicht dunkler werden, statt heller? 

Du hast vermutlich wie ich, die krassen Beispiele z.B. von dem Stall von @Rico Pfirstinger im Kopf. Wo er die Zeichnung in den Fenstern/der Tür erhält, indem er auf diese belichtet und das stockdunkle RAW dann hochzieht. Fürs LCD kann man da bereits mit DR arbeiten, um überhaupt was zu sehen. @MightyBo hatte aber damals ein gut beleuchtetes Landschaftsfoto ohne Gegenlicht oder massive Schatten. Also mit weniger Dynamik in der Szenerie. Das hat dann mit ETTR maximal ausgereizt und dann wurde das RAW recht hell, ließ sich dann aber gut runterziehen und wegen der optimal ausgereizten ETTR Belichtung hatte es maximale Dynamik. 

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vor 30 Minuten schrieb Jörn Daberkow:

Hallo Grimm. Du musst das nicht glauben. Ich habe keine Lust dazu irgendwas zu beweisen. Teste es selbst. Du hast doch eine Fujifilm-Kamea. Dann siehst du, dass das geht. Schönen Gruß übrigens an meine Heimatstadt Hamburg! Ich hoffe, dass ich in 3 Jahren dorthin zurückkehren kann!

Hihi, keine Lust, irgendwas zu beweisen, die habe ich auch nicht :P

Hamburg grüßt zurück, "Come back"! Ist immer noch schön hier, nur etwas voll … 🫠

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Das geht ganz gut wie beschrieben. hier einmal ooc mit Iso 640(S10 - Basis Iso160) und DR400, f 5,6, 1/60 und dann das Bild in ACR bearbeitet. Ich würde es allerdings nicht als Standard verwenden. Reihenfolge verkehrt!

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Edited by matthew
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Gerade erst vor ein paar Tagen haben wir das alles soweit ich weiß hier ziemlich ausführlich besprochen, mit vielen Beispielen, inkl. High-Key- und Low-Key-Methodik, ISO-Äquivalenz und ISO-losigkeit. Hat halt grad gut gepasst, da ich für mein nächstes Buch die entsprechenden Beispiele fertig gemacht habe.

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vor 45 Minuten schrieb grimm:

Hamburg grüßt zurück, "Come back"! Ist immer noch schön hier, nur etwas voll … 🫠

Ja. Ist echt so. Merke ich immer wieder, wenn ich Hamburg besuche. Und krass viele Baustellen. Und große. Vor allem zwischen den Harburger Bergen, dem Elbtunnel und Stellingen. Super nervig.

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vor 4 Stunden schrieb Jörn Daberkow:

Ich fotografiere immer mit ETTR. Kürzlich habe das Dynamik-Dingens (DR400) von Fujifilm hinzugeschaltet und konnte extrem - wirklich EXTREM - hell belichten. Stimmt. Kann ja jeder. Auch so hell wie ich. Dann erhält man ein fast weißes Bild. Was in der Regel nicht funktioniert ist, dass noch alle Bildinformationen in der RAW-Datei stecken. Das ist hier aber der Fall. Nach meinem Gefühl, erhält man hier sogar eine bessere Bildqualität, als wenn man "herkömmlich" belichtet. Also ohne Dynamik-Feature und zurückhaltend per ETTR. Vielleicht ja, weil man hier nichts mehr aufhellen muss?

Ach ja. Die Aufnahme ist mit ISO 500 entstanden. 

Wenn der Szenenkontrast nicht so groß ist und man die Tonwerte in der Szene daher nach Lust und Laune im Histogramm verschieben kann, ohne dass gleich etwas wegbricht, dann sollte man die Tonwerte so weit wie möglich nach rechts schieben – ETTR eben – und sie in der Raw-Entwicklung wieder herunterziehen. Da die Tonwerte rechts feiner aufgelöst werden und als links und man ein kräftigeres Signal bekommt, das sich besser vom Rauschen abhebt, erhält man am Ende eine höhere Bildqualität als mit irgendeiner anderen Belichtung.

Nun kann man dieses Verschieben der Tonwerte nach rechts mit einer positiven Belichtungskorrektur um beispielsweise 2 EV erreichen, aber ebenso durch eine Viertelung des ISO-Werts – also ISO 125, wenn man gerade bei ISO 500 ist. Am Ende kommt man bei der gleichen Belichtung (Blende und Verschlusszeit) ’raus. Dabei ist die ISO-Methode durchweg vorzuziehen; die Belichtungskorrektur ist etwas für die Fälle, in denen man mit dem ISO-Wert schon am Anschlag, also bei der Grundempfindlichkeit steht. Und wenn der Szenenkontrast wirklich nicht so hoch ist, kann man auch den niedrigsten Pull-ISO-Wert unter der Grundempfindlichkeit wählen.

So gesehen wären ISO 500 plus einer positiven Belichtungskorrektur eigentlich unsinnig – der hohe ISO-Wert führt zu einer knapperen, die Belichtungskorrektur zu einer reichlicheren Belichtung. In diesem Fall sorgt aber schon die Wahl von DR400 dafür, dass beim Auslesen des Sensors und der Digitalisierung der analogen Signale alles so abläuft, als wäre ISO 125 gewählt worden. Wegen der tatsächlich eingestellten ISO 500 hätte die Kamera zwar normalerweise knapper belichtet, aber Du hast sie hier zu ihrem (Deinem) Glück gezwungen, trotzdem reichlich belichtet und damit ETTR verwirklicht.

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vor 1 Stunde schrieb dj69:

aber wenn man auf die bildrelevanten Lichter belichtet, müsste das Gesamtbild dann nicht dunkler werden, statt heller? 

Auf die hellsten bildrelevanten Lichter zu belichten, bedeutet im Kontext von ETTR, diese Lichter gerade an den rechten Rand des Histogramms zu setzen. Wenn der Szenenkontrast hoch ist, läuft das darauf hinaus, knapper zu belichten, was zu einem zunächst dunkleren Bild führt, dessen Schatten und Mitteltöne man im Raw-Konverter aber wieder aufhellen kann. Ist der Szenenkontrast dagegen moderat bis gering, kann man reichlicher belichten, da die bildrelevanten Lichter den rechten Rand sonst gar nicht berühren, und dann kommt ein helleres Bild dabei heraus (das man im Raw-Konverter dann wieder abdunkelt).

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vor 2 Stunden schrieb Rico Pfirstinger:

Gerade erst vor ein paar Tagen haben wir das alles soweit ich weiß hier ziemlich ausführlich besprochen, mit vielen Beispielen, inkl. High-Key- und Low-Key-Methodik, ISO-Äquivalenz und ISO-losigkeit. Hat halt grad gut gepasst, da ich für mein nächstes Buch die entsprechenden Beispiele fertig gemacht habe.

Vermutlich meinst du damit: im Thread "Fragen an Rico" – Freut und erleichtert mich, wenn die Ausgedehntheit der Diskussion für dich doch noch einen (weiteren) Sinn hatte.

😉

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vor 4 Minuten schrieb jannn:

Vermutlich meinst du damit: im Thread "Fragen an Rico" – Freut und erleichtert mich, wenn die Ausgedehntheit der Diskussion für dich doch noch einen (weiteren) Sinn hatte.

😉

Das waren mindestens drei verschieden Threads, auch der von dir genannte.

Der Normalfall im Forum ist eigentlich, dass beliebte Themen alle 2-3 Wochen neu an verschiedenen Stellen gleichzeitig besprochen werden. Dabei wird dann in der Regel so getan, als hätte es das Thema noch niemals gegeben. 😅

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vor 2 Minuten schrieb Rico Pfirstinger:

Das waren mindestens drei verschieden Threads, auch der von dir genannte.

Der Normalfall im Forum ist eigentlich, dass beliebte Themen alle 2-3 Wochen neu an verschiedenen Stellen gleichzeitig besprochen werden. Dabei wird dann in der Regel so getan, als hätte es das Thema noch niemals gegeben. 😅

Ist für dich vermutlich teilweise anstrengend, zumindest aber zeitintensiv.

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vor 9 Minuten schrieb jannn:

Ist für dich vermutlich teilweise anstrengend, zumindest aber zeitintensiv.

Man muss ja nicht bei jeder Neuauflage mitmachen, insofern: nicht anstrengend. Foren funktionieren nunmal so, das war schon immer so und wird sich auch nie ändern.

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