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Bedenkliche Änderung der Adobe AGB


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Guten Abend allseits,

wie unter anderem 9to5mac berichtet, ändert Adobe Ihre Terms of Use und fügt folgendes hinzu:

Zitat

Solely for the purposes of operating or improving the Services and Software, you grant us a non-exclusive, worldwide, royalty-free sublicensable, license, to use, reproduce, publicly display, distribute, modify, create derivative works based on, publicly perform, and translate the Content. For example, we may sublicense our right to the Content to our service providers or to other users to allow the Services and Software to operate with others, such as enabling you to share photos

Ich bin mir jetzt nicht sicher ob und wie das uns im deutschsprachigem Raum betrifft, jedenfalls habe ich noch  keiner neuen AGB zugestimmt. Allerdings denke ich dass Kreative auf jeden Fall ein Auge auf kommende Änderungen werfen sollten. Und bei solchen Perlen wie dieser hier denk ich lieber gleich an einen kompletten Umstieg:

Zitat

I can’t even get ahold of your support chat to question this unless I agree to these terms beforehand.
I can’t even uninstall Photoshop unless I agree to these terms?? Are you f**king kidding me??

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Im Moment läuft Photoshop 2024 (25.9.0) auf meinem Mac einwandfrei, obwohl ich dem Programm mit Little Snitch sämtliche Netzwerkverbindungen (mit Ausnahme des Login-Servers zur Überprüfung des Abos) verbiete:

Welcome, dear visitor! As registered member you'd see an image here…

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Der Datenverkehr über besagten Login-Server ist minimal, bei einer langen Session mit vielen Fotos beispielsweise 121kB im Upload. Es wird also im Moment ganz sicher noch kein Content zu Adobe hochgeladen.

Nun bleibt abzuwarten, inwiefern sich das zukünftig ändert. Verweigert Photoshop irgendwann wegen der geblockten Verbindungen den Dienst, werde ich schweren Herzens nach über 20 Jahren zu einem anderen Programm wechseln.

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das konnte ja keiner ahnen... erst kostenlosen Cloudspeicher, dann Abo, dann... natürlich immer alles nur um die Software im Sinne des Kunden zu verbessern. Zum Glück gibt es Kameras welche fertige Bilder aus der Kamera liefern oder Software der man nciht erst verbieten muss ständig irgendwas irgendwohin zu senden, von MEINEM Rechner!

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vor 14 Minuten schrieb kernpanik:

Verweigert Photoshop irgendwann wegen der geblockten Verbindungen den Dienst, werde ich schweren Herzens nach über 20 Jahren zu einem anderen Programm wechseln.

Nur zu welchem?

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vor 37 Minuten schrieb kernpanik:

Im Moment läuft Photoshop 2024 (25.9.0) auf meinem Mac einwandfrei, obwohl ich dem Programm mit Little Snitch sämtliche Netzwerkverbindungen (mit Ausnahme des Login-Servers zur Überprüfung des Abos) verbiete:

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Der Datenverkehr über besagten Login-Server ist minimal, bei einer langen Session mit vielen Fotos beispielsweise 121kB im Upload. Es wird also im Moment ganz sicher noch kein Content zu Adobe hochgeladen.

Nun bleibt abzuwarten, inwiefern sich das zukünftig ändert. Verweigert Photoshop irgendwann wegen der geblockten Verbindungen den Dienst, werde ich schweren Herzens nach über 20 Jahren zu einem anderen Programm wechseln.

Hostet Adobe bei Google? Und sind das echt alle Domains auf die Adobe zugreift?

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Wollen die sich das Recht sichern, die Bilder der Nutzer für das KI-Trainig benutzen? Oder soll das ein Freibrief sein, allen Content der Nutzer ohne Lizenz verwenden zu können? Oder beides? Was soll das?

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Posted (edited)

Wer sich jetzt aufregt, hat vermutlich übersehen, dass die bisher geltenden AGBs einen ganz ähnlichen Passus enthielten, der lediglich präzisiert worden ist. Aber das Juristen-Englisch hat es halt an sich, dass es immer gleich ganz gefährlich klingt, weshalb dies ja auch nicht der erste Sturm im Wasserglas über geänderte AGBs ist.

Adobe hat eine Klarstellung dazu veröffentlicht, was genau sich geändert hat und was das konkret für den Anwender bedeutet: https://blog.adobe.com/en/publish/2024/06/06/clarification-adobe-terms-of-use. Kurz gesagt: Nein, Adobe eignet sich nicht ungefragt von ihren Kunden geschaffene Werke an.

In der deutschen Photoshop-Version (einschließlich der Beta) habe ich die neuen AGBs ohnehin noch nicht gesehen.

Edited by mjh
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Im Grunde genommen wäre es sogar richtig wenn Adobe Kunden (gefragt) einwilligen MÜSSTEN, denn die KI-Funktionen werden hier ja auch hoch angepriesen und die müssen ja irgendwie trainiert werden. Von welchen Daten, wenn nicht von den Kunden der Funktionen selbst? Wer das braucht und heiß herbeisehnt, der soll auch trainieren helfen?!  🤫

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So einen Adobe-Shitstorm basierend auf aufgebauschten Fake News über die Terms Of Use gibt es gefühlt eigentlich jedes Jahr, bringt offenbar immer wieder viele Klicks und somit Geld in die Kasse derer, die von sowas leben.

Ich hätte jedenfalls nichts gegen einen Opt-in meiner Bilder fürs KI-Training einzuwenden, idealerweise für einen entsprechenden Rabatt bei deren Nutzung.

Ich selbst bin ja Textmensch und verwende generative KI längst routinemäßig in meinem Job. Ich bezahle dafür auch brav auf einer Mengennutzungsbasis (und je nach der Komplexität des verwendeten Modell mehr oder weniger) und verwende dadurch auch stets die neuesten Modelle von ChatGPT mit ziemlich aktuellem Datenbestand. Dabei ist auffällig, dass ChatGPT offenbar auch mit meinen Veröffentlichungen trainiert wurde, das lässt sich in so einem speziellen Gebiet wie meinem halt auch schwer verbergen. Dass ich dafür meine Einwilligung gegeben hätte oder gar bezahlt wurde, muss mir indes entgangen sein. Auf der anderen Seite kann ich froh darüber sein, weil ChatGPT dadurch inzwischen weniger Mist baut und den ehrlich gesagt vergleichsweise geringen Kosten ein für mich enormer Nutzen entgegensteht. Der KI-Assistent ist tatsächlich nicht nur sehr viel billiger, sondern auch besser (und dabei unendlich viel schneller) als fast jeder menschliche Assistent.

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vor 1 Minute schrieb Rico Pfirstinger:

Dabei ist auffällig, dass ChatGPT offenbar auch mit meinen Veröffentlichungen trainiert wurde, das lässt sich in so einem speziellen Gebiet wie meinem halt auch schwer verbergen. Dass ich dafür meine Einwilligung gegeben hätte oder gar bezahlt wurde, muss mir indes entgangen sein. Auf der anderen Seite kann ich froh darüber sein,

Warte noch ein paar Tage, dann kann jeder am Prompt eingeben "schreibe mir ein Kamerabuch zur X-waswasich mit folgenden Kapiteln" und das e-book "von Dir" ist fertig.

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vor 7 Minuten schrieb r1511:

Warte noch ein paar Tage, dann kann jeder am Prompt eingeben "schreibe mir ein Kamerabuch zur X-waswasich mit folgenden Kapiteln" und das e-book "von Dir" ist fertig.

Das wäre natürlich der Traum und zugleich Alptraum. Habe ich schon probiert, wurde leider nichts. Aber natürlich wird das in Zukunft so laufen, fragt sich nur wann genau und wieviel man dann noch überarbeiten muss. Das wird ein übergangsweiser Prozess sein. Bei den Übersetzungen läuft das ja schon so, da hat der menschliche Übersetzer oft schon den Job verloren, stattdessen korrigiert ein deutscher Lektor die DeepL-Übersetzung. Ich selbst mache ja auch viele Übersetzungen und arbeite dabei intensiv mit DeepL, das zunehmend besser wird.

Die aktuell verfügbare generative AI für Texte ist sehr gut beim Umformulieren, Zusammenfassen, Kürzen und ähnlichen Jobs. Ich brauche Ideen für eine schmissige Instagram-Überschrift? ChatGPT gibt mir direkt 10 Vorschläge zu meinem Inhalt, von denen mich garantiert 2 oder 3 dazu inspirieren, meine eigenen Ideen zu verbessern. Das ist wie ein Sounding Board, dem ich meine Ideen und Inhalte präsentiere und alternative Ideen und Vorschläge zurückbekomme. ChatGPT macht also also nicht meine Arbeit, sondern meine Arbeit wird dadurch besser. Die KI ist für mich eher wie ein Team-Mitglied, das bestimmte Dinge oft ziemlich gut und extrem schnell erledigt oder wenigstens verbessert, oder einfach kreativ nützlichen und anregenden Input liefert.

Solange ChatGPT von mir trainiert wird und nicht umgekehrt, ist mein Job nicht in Gefahr – ich mache ihn sogar besser und habe mehr Spaß dran.

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@Rico Pfirstinger spannend - ich schreibe ja nun auch viele Texte, habe aber noch nie die Idee gehabt, Chat GPT einzuspannen, obwohl ich den natürlich habe, aber eher aus Spaß. Aber, wenn man das richtig einsetzen kann, stelle ich es mir hilfreich vor. Ich sitze mitunter - gefühlt - Stunden an einer knackigen Headline oder coolen Bildunterschriften und mir fällt nichts ein. Eine Zeitfalle. Und ich muss öfter mal etwas ins Englische übersetzten, da sitze ich lange, weil ich einiges auch nachschlagen muss. Ich sollte mich dann wohl mit der neuen Technik vertraut machen.

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vor 31 Minuten schrieb rednosepit:

@Rico Pfirstinger spannend - ich schreibe ja nun auch viele Texte, habe aber noch nie die Idee gehabt, Chat GPT einzuspannen, obwohl ich den natürlich habe, aber eher aus Spaß. Aber, wenn man das richtig einsetzen kann, stelle ich es mir hilfreich vor. Ich sitze mitunter - gefühlt - Stunden an einer knackigen Headline oder coolen Bildunterschriften und mir fällt nichts ein. Eine Zeitfalle. Und ich muss öfter mal etwas ins Englische übersetzten, da sitze ich lange, weil ich einiges auch nachschlagen muss. Ich sollte mich dann wohl mit der neuen Technik vertraut machen.

  • Es spart Zeit
  • Es erledigt ungeliebte Aufgaben
  • Die Qualität der Ergebnisse wird besser
  • Die Arbeit macht mehr Spaß

Derzeit ist es Win-win-win-win. Das muss natürlich nicht so bleiben. Wenn man mit KI per Prompt wirklich ein neues Rico-Buch zu einer neuen X-Kamera generieren kann, das tatsächlich nützlich und auch korrekt ist, dann muss Rico dafür natürlich auch einen fairen Anteil an Geld bekommen, so wie Rico ja auch über entsprechende Verwertungsgesellschaften Geld bekommt, wenn die Bücher in Bibliotheken ausgeliehen oder kopiert werden. 🤩 

Sonst bricht das ganze System schnell zusammen, weil es dann bald keinen hochwertigen menschlichen Content mehr gibt, auf den die KI zurückgreifen kann. Dass die KI so kreativ und mobil ist, mit einer neuen Kamera selbst wochenlang auf Reisen zu gehen (am besten noch auf eigene Kosten, denn der User ist ja geizig), damit zu experimentieren und Tausende Testaufnahmen zu machen und bearbeiten, und dabei neue Verfahren, Einstellungen und Ideen zu entwickeln und neue Funktionen und Programme und Entwicklungen zu kombinieren, um die gesammelten Erkenntnisse dann in ein neues Buch zu einem neuen Kameramodell einfließen zu lassen, ist bisher eher unwahrscheinlich. Oft geht es dabei auch nur darum, in mühevoller, zeitraubender und somit teurer Arbeit zu bestätigen, dass sich bei einer neuen Kamera in vielen Bereichen gegenüber dem Vorgänger wenig oder nichts geändert hat, die bekannten Infos und Verfahren also weiterhin gelten. Einfach nur abzuschreiben und so zu tun, als würde es schon stimmen, reicht halt nicht. 

Aber die KI kann mir zweifellos dabei helfen, meine mühevoll gewonnenen und gesammelten Erkenntnisse schön aufzubereiten und auszuformulieren. Ich überlege mir derzeit durchaus ernsthaft, künftig nur noch Stichworte und Bullet Points aufzuschreiben, und die KI dann zu bitten, daraus einen schönen Text zu machen. Denn was zählt, ist ja die Idee und die Erkenntnis, nicht das zeitraubend-öde Handwerk des Ausformulierens.

Edited by Rico Pfirstinger
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Uns liefern ja oft Kunden so generierte Texte und ich empfinde das meist als etwas to much, was diese KI da draus macht. da klingt eine Klempnerei wie eine Großbank. bei Sachbüchern kann das ja anders sein, weil man ja da den Inhalt vermitteln und formulieren muss. So empfinde ich einen reinen hausgemachten authentischen Text nach wie vor als besser, auch in der Werbung. Dieses künstlich erzeugte emotionale geht bei dem , was ich bisher gelesen habe nicht als solches durch und wirkt eben künstlich erzeugt. Aber auch da gibt es natürlich viele Ansichten und Meinungen, dem einen reicht das, der andere möchte es wieder so.... Aber es wird sich wohl immer weiter verbessern, bis die Macher dann wieder ein Gegenmittel bereitstellen oder eine Organisation gründen, damit der Nutzer weiß, dass der Autor es nicht selbst verfasst hat, wie bei den Fotos, wo anfangs damit geprahlt wird, dass es aussieht, als wäre es nie anders gewesen, was die KI dazu gezaubert hat, dann wird ein Verein gegründet, de genau gegen das vorgehen will, weil es eben auch Risken birgt, im kleinen bei Parship im großen bei der Berichterstattung.

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Gerade eben schrieb DRS:

Dieses künstlich erzeugte emotionale geht bei dem , was ich bisher gelesen habe nicht als solches durch und wirkt eben künstlich erzeugt.

Da sollte man dann eben eingreifen. Wenn ich ChatGPT bitte, einen 1200 Zeichen langen Sachtext in einen 1000 Zeichen langen Insta-Post zu verwandeln, dann kommt da auch oft ein unfreiwillig komisches Gen-Z-Geplapper raus, das jedes Instagram-Klischee erfüllt. Das ist ja auch irgendwie klar, denn viele Insta-Posts sind ja auch unfreiwillig komisch und wirken wie Realsatire in ihrer jugendlichen Anbieterung, Emoji-Flut und dem Dumbing Down bei Formulierung, Ansprache und Satzlänge. Man kann den Prompt aber auch spezifizieren, um solche Auswüchse auf ein angenehmes Maß zu mitigieren, und am Ende übernimmt man den Vorschlag auch nie 1:1, sondern fügt die Versionen zusammen. Hier habe ich also sogar mehr Arbeit als früher, da es durch die KI zusätzliche Verfeinerungsstufen gibt, die am Ende der Qualitätsverbesserung dienen. Die Ergebnisse sind aber eben tatsächlich besser. 

Ich habe auch den Eindruck, dass neuere Versionen von ChatGPT inzwischen bei solchen Formulierungsgeschichten vernünftigere Ergebnisse liefern als ältere.

Das ist das Formale. Inhaltlich(!) steht und fällt die Qualität der KI-Ergebnisse natürlich auch damit, dass die KI ihren Input, mit dem sie trainiert, gewichtet und nicht jeden geschwurbelten Krampf genauso (oder sogar höher) bewertet als den Content von Koryphäen auf einem Gebiet. Sonst gewinnt am Ende meistens die Fake News – auf jeden Fall bekommt man keine hohe inhaltliche Qualität zurück, denn die Masse der Menschheit liefert nunmal bestensfalls durchschnittlichen Content.

Meine Nutzung der KI konzentriert sich deshalb auf das Formale, also um die Art der Präsentation und weniger um das, was präsentiert wird. Ich bin ehrlich gesagt noch gar nicht auf die Idee gekommen, die KI zu fragen, welche inhaltlichen Themen ich in den nächsten Wochen behandeln könnte. Vielleicht sollte ich das einfach mal machen...?

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vor einer Stunde schrieb Rico Pfirstinger:

Inhaltlich(!) steht und fällt die Qualität der KI-Ergebnisse natürlich auch damit, dass die KI ihren Input, mit dem sie trainiert, gewichtet und nicht jeden geschwurbelten Krampf genauso (oder sogar höher) bewertet als den Content von Koryphäen auf einem Gebiet.

Darin besteht die Krux. Solange man einfach nur Texte im Internet einsammelt, werden wir irgendwann in in Situation kommen, daß ChatGPT-10 von ChatGPT-1 Texten "lernt".

vor 1 Stunde schrieb Rico Pfirstinger:

Sonst bricht das ganze System schnell zusammen, weil es dann bald keinen hochwertigen menschlichen Content mehr gibt, auf den die KI zurückgreifen kann.

Zumindest bei Adobe ist die Gefahr ja gering. Da nimmt man nur den hochwertigen(?), menschen-generierten Inhalt der Kunden. 

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vor 9 Stunden schrieb mjh:

Wer sich jetzt aufregt, hat vermutlich übersehen, dass die bisher geltenden AGBs einen ganz ähnlichen Passus enthielten, der lediglich präzisiert worden ist. Aber das Juristen-Englisch hat es halt an sich, dass es immer gleich ganz gefährlich klingt, weshalb dies ja auch nicht der erste Sturm im Wasserglas über geänderte AGBs ist.

Adobe hat eine Klarstellung dazu veröffentlicht, was genau sich geändert hat und was das konkret für den Anwender bedeutet: https://blog.adobe.com/en/publish/2024/06/06/clarification-adobe-terms-of-use. Kurz gesagt: Nein, Adobe eignet sich nicht ungefragt von ihren Kunden geschaffene Werke an.

In der deutschen Photoshop-Version (einschließlich der Beta) habe ich die neuen AGBs ohnehin noch nicht gesehen.

vielen Dank für deine Aufklärung.
Ich bin einer derjenigen, die manche Sachen nur noch oberflächlich wahrnehmen. Geht aufgrund der Informations-Flut als ITler oft gar nicht mehr anders.
Und ja, ich wäre vermutlich ein Opfer des Umstandes, das die meisten deutschen Blogs das auch nicht korrekt und ziemlich negativ darstellen.

Zum Glück hötte diese News meine gute Meinung von Adobe nicht geändert.

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vor 43 Minuten schrieb EchoKilo:

Da nimmt man nur den hochwertigen(?), menschen-generierten Inhalt der Kunden. 

Da bis jetzt offenbar nur Adobe Stock mit Einwilligung der Nutzer dort genommen wird, also Kram, den gut genug ist, dass Menschen ihn lizensieren, sollte die Qualität gewährleistet sein. Bei Apple ist es bisher ähnlich, die trainieren nur mit dafür lizensiertem Quellmaterial. Ich hätte absolut nichts dagegen, wenn die Verwertungsgesellschaften, die meine Texte und Bilder verwerten, entsprechende Abkommen mit KI-Firmen schließen würden. Das ist ja nichts weiter als eine Erweiterung der ollen Bibliothekstantiemen und Scanner/Kopierer-Abgaben. 

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vor 46 Minuten schrieb EchoKilo:

Darin besteht die Krux. Solange man einfach nur Texte im Internet einsammelt, werden wir irgendwann in in Situation kommen, daß ChatGPT-10 von ChatGPT-1 Texten "lernt".

Korrekt, dann auch auch die Mitarbeiter in den Social Media Agenturen verwenden massiv KI. Ich bin sicher, dass die teilweise realsatirisch wirkenden Beiträge auch darauf beruhen, dass jeder beim anderen abschreibt und sich so allein über die massenhafte Konfrontation mit solchen Präsentationsformen ein neuer Defacto-Standard etabliert wird. Die KI greift das dann auf und macht es nicht anders, und natürlich schreibt die KI mittlerweile deshalb auch bei der KI ab. Beim Gendern war/ist es ja ähnlich, da haben einige größere Unternehmen mit angefangen und dann haben es die meisten anderen nachgemacht, um einerseits keinen Trend zu verpassen und sich andererseits nicht angreifbar zu machen, indem man "aus der Reihe tanzt."

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10 hours ago, mjh said:

Wer sich jetzt aufregt, hat vermutlich übersehen, dass die bisher geltenden AGBs einen ganz ähnlichen Passus enthielten, der lediglich präzisiert worden ist. Aber das Juristen-Englisch hat es halt an sich, dass es immer gleich ganz gefährlich klingt, weshalb dies ja auch nicht der erste Sturm im Wasserglas über geänderte AGBs ist.

Adobe hat eine Klarstellung dazu veröffentlicht, was genau sich geändert hat und was das konkret für den Anwender bedeutet: https://blog.adobe.com/en/publish/2024/06/06/clarification-adobe-terms-of-use. Kurz gesagt: Nein, Adobe eignet sich nicht ungefragt von ihren Kunden geschaffene Werke an.

In der deutschen Photoshop-Version (einschließlich der Beta) habe ich die neuen AGBs ohnehin noch nicht gesehen.

Entscheidend ist die Frage, ob dem Nutzer die Möglichkeit eines "opt out", bei vollem Funktionsumfang gegeben wird. Kurz gesagt, ist das nicht der Fall. Es gibt zwar den opt-out aus der Analyse und Nutzung der eigenen Inhalte durch Adobe, aber auf der entsprechenden Seite stellt Adobe klar, das der opt-out hinfällig wird, sobald man features wie "generative fill" benutzt (und auch jede Andere Funktion, in der der Content analysiert werden muss). Dann darf der eigene Content analysiert werden, was logisch ist, sonst könnte die Funktion nicht genutzt werden. Aber vor allem darf der Content dann auch zur "Verbesserung" von des Features verwendet werden, was eine sehr schwammige Formulierung ist, und im Grunde bedeutet: wenn man AI Funktionen verwendet, gibt Adobe sich das Recht, Inhalte zb für das "Training" der AI Funktionen zu verwenden (sie können also auch in modifizierter Form in generierten Bildern auftauchen.).

Auf die Frage "when does content analysis opt-out not apply"? antwortet Adobe ganz unten auf der Seite:

"Additionally, if you use features that rely on content analysis techniques (for example, Content-Aware Fill in Photoshop), your content may still be analyzed when you use those features to help improve that feature."

Quelle: https://helpx.adobe.com/manage-account/using/machine-learning-faq.html

Man hat also nur die Wahl entweder komplett auf AI Funktionen zu verzichten, oder Adobe das Recht zu geben eigene Inhalte, auch lokal gespeicherte, zu analysieren, und fast nach belieben zu nutzen.

Edited by null
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vor 19 Minuten schrieb null:

und fast nach belieben zu nutzen.

nö:
 

Zitat

Keiner Ihrer Inhalte wird in unsere Produkte oder Dienste aufgenommen, es sei denn, Sie veröffentlichen ihn (z. B. als Beiträge zu Adobe Stock und Behance). 

Die durch die Inhaltsanalyse gewonnenen Erkenntnisse werden nicht dazu verwendet, deine Inhalte zu reproduzieren, und erlauben keine Ermittlung personenbezogener Informationen. 

aus deiner eigenen Quelle: https://helpx.adobe.com/de/manage-account/using/machine-learning-faq.html

Edited by Mr.Darcy
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vor 16 Stunden schrieb r0n:

Und sind das echt alle Domains auf die Adobe zugreift?

Es sind alle, auf die Photoshop zugreift.

Photoshop gibt's aber nur im Rahmen eines CreativeCloud-Abos, das noch weitere Programme und Hintergrunddienste beinhaltet. Auch bei diesen lässt sich zum Glück kontrollieren, welche Verbindungen sie aufbauen. Einige muss man erlauben, beispielsweise für Updates.

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Posted (edited)

Was Adobe in ihrem Blogbeitrag schreibt ist prinzipiell erstmal nichts wert, sonst hätte man es auch gleich in die AGB schreiben können. Zumal ich auch verwirrt bin, da sich Punkt 4.2. und 4.3 widersprechen:

Zitat

 

4.2 Licenses to Your Content. Solely for the purposes of operating or improving the Services and Software, you grant us a non-exclusive, worldwide, royalty-free sublicensable, license, to use, reproduce, publicly display, distribute, modify, create derivative works based on, publicly perform, and translate the Content. For example, we may sublicense our right to the Content to our service providers or to other users to allow the Services and Software to operate as intended, such as enabling you to share photos with others. Separately, section 4.6 (Feedback) below covers any Feedback that you provide to us. 

4.3 Ownership. As between you and Adobe, you (as a Business User or a Personal User, as applicable) retain all rights and ownership of your Content (or where applicable, you must ensure that you or the Business (as applicable) have a valid license to the Content). We do not claim any ownership rights to your Content.

 

Was viele hierbei vergessen ist Folgendes: "Wo ein Trog ist, kommen die Schweine"... Riesige Datenmengen anzuhäufen zieht immer gewisse Akteure an, und wenn man sich Adobes Geschichte mit Sicherheitslücken und Codequalität anschaut sollte man zumindest wachsam sein.

Ein Opt-In wäre eine klasse Lösung, welche leider ohne gesetzliche Intervention nur bei den wenigsten kommerziellen Softwares stattfinden wird.

Edited by r0n
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1 hour ago, Mr.Darcy said:

Doch. Bitte genauer lesen.

Wie ich schrieb. Wenn man AI Funktionen nutzt, dann gibt sich Adobe das Recht, die Inhalte zum „Verbessern“ des Tools zu nutzen. Selbst wenn man raus optioniert. Auch auf der deutschen Seite. Ganz unten. 

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