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Was ist hier schief gelaufen? Matschiges Foto


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Hallo zusammen,

 

ich habe heute versucht ein paar Aufnahmen mit dem 60er Makro an meiner X-E1 von Reiterin und Hund in Bewegung zu machen. Die gezeigte Aufnahme entstand aus dem Schatten heraus gegen den Mittagshimmel in Programmautomatik mit automatischer ISO Wahl. Mir ist zwar klar, dass die Bedingungen nicht gerade optimal waren jedoch wundern mich die von der Automatik gewählten Werte: F/22, 1/450 und ISO 3200. Der Autofokus stand dabei auf AF-C. Mir ist zwar direkt nach der Aufnahme aufgefallen, dass der Himmel zu hell und die Bereiche im Schatten zu dunkel sind, allerdings dachte ich kann ich hier mit LR bzw. der RAW-Entwicklung in der Kamera zumindest die dunklen Bereiche noch retten.

Allerdings ist mir jetzt am PC erst aufgefallen, dass die Aufnahme stark verrauscht ist und die grünen Bereiche im Bild fast nur matschig sind. Da ist auch in LR nix mehr zu retten.

Ist das bei diesen schwierigen Bedingungen nicht anders zu erwarten oder kommt das von den eher extremen Werten der Automatik? Wie lässt sich so ein "Matsch" verhindern?

 

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Frühlingsausritt von -silentbob- auf Flickr

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Mal abgesehen davon, dassich erst dachte, das Pferd sei Mitlied im Ku-Klux-Klan oder in Klopapier eingewickelt, würde ich hier von einem Defekt oder Fehler in der Programmsteuerung ausgehen und mal einen Reset machen. Die von der Programmauromatik gewählten Belichtungsparameter sind ja offenbar ein schlechter Witz.

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Mal abgesehen davon, dassich erst dachte, das Pferd sei Mitlied im Ku-Klux-Klan oder in Klopapier eingewickelt...
:D

Sieht schick aus, nicht? Soll wohl die Fliegen abhalten. Sorgt im Nebeneffekt aber auch dafür, dass sich niemand sonst dem Pfer nähert ;)

 

Ist mir ja fast etwas peinlich... ich dödel hab wohl vergessen nach den letzten Testaufnahmen die ISO-Automatik wieder einzustellen. D.h. an der ISO 3200 bin ich schuld :o

 

Einen Reset hab ich trotzdem mal durchgeführt, wer weiß was für Einstellungs-Leichen da noch im Setup-Keller lagen.

 

An was liegt aber das extrem matschige Aussehen der Aufnahme? Ist das die Kombination aus den gewählten Einstellungen, DR400 (das war jetzt aber wirklich die Automatik) und den schwierigen Lichtverhältnissen?

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Natürlich ist bei diesen Einstellungen nichts anderes zu erwarten. Erfreulicherweise sieht man in Flickr auch sämtliche Maker Notes von Fuji, kann also die Einstellungen gut nachvollziehen.

 

Das Positive ist, dass hier offenbar doch nur der User und doch nicht die Kamera "defekt" war, das reduziert nicht nur die Instandsetzungskosten, es vereinfacht die Sache auch, da du einfach nur ein bisschen an dir selber arbeiten musst, anstatt die Kamera in die Werkstatt zu geben. ;) Konkret: Sich angewöhnen, vor dem Auslösen die Einstellungen und Aufnahmeparameter auf ihre Sinnhaftigkeit zu prüfen. Aber tröste dch, nobody is perfect, sowas passiert auch den erfahrensten Leuten hin und wieder mal. Der Trick besteht also eher darin, so zu arbeiten, dass es möglichst selten vorkommt und man die Kontrolle nicht aus der Hand gibt, um dann später von den Ergebnissen überrascht zu werden. Es ist immer ein schlechtes Zeichen, wenn man sich später die berühmte "was hat die Kamera denn da gemacht" Frage stellen muss, man sollte diese Frage an sich schon beantworten konnen, ehe man den Auslöser drückt, also genau wissen, was eingestellt ist und wie sich die Kamera beim Auslösen verhalten wird.

 

Deshalb ist der vollständig manuelle Modus, über den wir hier neulich bereits gesprochen hatten, in mancher Hinsicht der einfachste Modus - denn da kann man sich wirklich sicher sein, mit welchen Einstellungen die nächste Aufnahme gemacht werden wird. Wenn man dagegen alles auf Automaik stellt, gibt es jede Mege Spielräume und Möglichkeiten, die Prognose wird also komplizierter und erfordert deutlich mehr Erfahrung und Mitdenken auf der Fotografenseite. Der Anwender muss seine Kamera gut kennen, um bei eingeschalteten Automatiken halbwegs prognosesicher zu sein, und er muss neben dem Motiv auch die Sucheranzeigen im Blick behalten, die ja spätestens bei halb durchgedrücktem Auslöser verraten, was Sache ist (Blende, Belichtungszeit, Iso, Fokusentfernung, Schärfentiefe, aber beispielsweise nicht welcher Dynamikmodus von der Kamera gewählt wurde). Das kann stressig werden, wenn man sich eigentlich auf das Motiv konzentrieren und den richtigen Augenblick abpassen möchte. Wenn man schon vorher alles manuell eingestellt und vorbereitet hat, ist das wesentlich leichter.

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Besten Dank für die Lösung des vermeintlichen Problems :)

Typischer 90% Fehler... Wieder was gelernt. Für vollständig manuelle Einstellungen fehlt es mir noch an Routine und Erfahrung. Meist nutze ich die Zeitautomatik und wähle nur bei Bedarf explizit die Verschlusszeit. Vorallem wenn es schnell gehen soll stell ich auf Programmautomatik. Aber Übung macht ja bekanntlich den Meister, also muss ich wohl die nächsten Male wieder mit zum Ausreiten und fleißig fotografieren ;)

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Vollkommen andere Lichtverhältnisse, daher überhaupt nicht vergleichbar, silentbob, lass sie mal aus dem Schatten in die Sonne ins richtige Gegenlicht reiten.

Das was oben vor allem als Matsch herüberkomme (außer der Unschärfe) ist eher das Grün- statt das Zaumzeug.

Und so falsch wie das obige in die eine, wirkt das untere in die andere Richtung nachentwickelt.

(Ist mir an einigen Stellen unnatürlich hell, z.B. der Hautton der ersten Reiterin im Gesicht wirkt eher gelb->orange im Kontrast zu den Armen. Nein, das muten mir ja Fotos bei denen mit Aufhellblitz künstl. nachgeholfen wurde besser an.)

Solche Gegenlicht-Situationen zu meistern sind sicherlich nicht einfach, aber der, der glaubt alles manuell einstellen zu müssen liegt auch oft daneben.

So schnell wie hier und da manche Automatik aus den Fugen gerät, so schnell hab ich am PC/MAC mal einen Regler zu weit nach links oder rechts gezogen.

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So schnell wie hier und da manche Automatik aus den Fugen gerät, so schnell hab ich am PC/MAC mal einen Regler zu weit nach links oder rechts gezogen.

 

Einen logischen Zusammenhang zwischen der Programmautomatik in einer Kamera und den Reglern in einem Bildbearbeitungsprogramm kann ich auch beim besten Willen nicht erkennen. Das Tolle an den Reglern ist, dass man sie innerhalb einer Sekunde wieder gefahr- und verlustlos zurückstellen kann, wenn man es einmal mit "links" oder "rechts" übertrieben hat. Einen Fehler in den Kameraeinstellungen kann man hingegen nur erkennen und korrigieren, bevor man den Auslöser betätigt. Danach ist es zu spät, da kann man dann nur noch rettend eingreifen, was mit RAW zum Glück häufig möglich ist, aber letztlich aus Kosten der Qualität geht und/oder zusätzliche Arbeit macht.

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Für vollständig manuelle Einstellungen fehlt es mir noch an Routine und Erfahrung. Meist nutze ich die Zeitautomatik und wähle nur bei Bedarf explizit die Verschlusszeit.

 

Das ist in vielen Fällen auch die mit beliebteste und erfolgversprechendste Methode, da es in vielen Situationen gar nicht möglich ist, die Lichtverhältnisse genau zu planen, da sie ständig wechseln. Dort, wo man planen kann (und das geht durchaus über das Studio hinaus), ist es jedoch nicht verkehrt, das auch zu tun, es erspart einen bei der Nachbearbeitung eine Menge Zeit, weil alle Aufnahmen der Serie mit den gleichen Einstellungen gemacht werden, sodass man auch die Nachbearbeitung später mit einem einheitlichen Satz von Einstellungen vornehmen kann.

 

In deinem Beispiel wurde der bildwichtige Bestandteil (Reiter im Schatten) dreifach "kameratechnisch ruiniert": erstens von der Beugung bei Blende 22, zweitens von der rauschanfälligen ISO-3200-Einstellung, drittens von DR400%, das zwar die Lichter rettet, aber in den bildwichtigen Schatten dafür umso stärkere Spuren hinterlässt, da diese hier rein digital per Tonwertkorrektur aufgehellt werden. Die Lichter zeigen deshalb deutlich weniger Störungen als für ISO 3200 typisch (tatsächlich wurden sie ja auch mit ISO 800 aufgenommen), die Schatten trifft es dagegen doppelt, da die ISO 800 RAW-Daten digital um 2 EV aufgehellt wurden. Dass die trotzdem noch zu dunkel sind, liegt an Fehler vier, einem typischen Benutzerfehler, nämlich einer fehlenden manuellen Belichtungskorrektur in den Plusbereich. Die Belichtungsmessung der Kamera war hier einfach zu konservativ. Genau das habe ich auch bei meinem manuellen Beispiel getan, da schlug die Kamera nämlich eine deutlich knappere Belichtung vor. Eingestellt habe ich dann aber eine, die gut 1 EV über der Kameravorgabe lag.

 

Man könnte das vorliegende Bild natürlich von der Belichtungsanmutung her verbessern, indem man es mit dem eingebauten RAW-Konverter um etwa 1 EV pusht und/oder die Kontrasteinstellungen modifiziert. Und natürlich kann man auch das JPEG optimieren, was ich auch bereits erfolgreich getan habe, aber du erlaubst hier im Forum ja keine Bildverbesserungen. Noch problemloser ist freilich eine externe RAW-Bearbeitung, damit kriegt man die Belichtung hin, freilich mit qualitativen Abstrichen. Die anderen Probleme, also das Rauschen durch die ISO/DR-Kombi und die Beugungsunschärfe bleiben natürlich in der Bilddatei zementiert, wobei es gegen das Beugungsproblem inzwischen Lösungsansätze gibt, siehe X100S. Gegen Rauschen gibt es ebenfalls Mittel, aber die gehen dann wiederum auf Kosten der noch vorhandenen Details.

 

Da wie gesagt niemand perfekt ist und immer etwas schiefgehen oder suboptimal laufen kann, sollte man also stets FINE+RAW fotografieren.

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Mit dem RAW der Aufnahme habe ich auch schon versucht etwas zu retten, aber eben, wie von dir erwähnt, hat sich das auf die Belichtung beschränkt. Die Details wie Gesicht oder die Gräser konnte ich aber nicht retten. Aber ich versuch einfach das nächste mal die Lichtverhältnisse zu beachten und eure Tips umzusetzen und vorallem vorher mal ein paar Testaufnahmen mit verschiedenen Einstellungen zu machen bevor ich das Pferd im Galopp "abschieße".

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