Gert Vogt Geschrieben 21. März 2014 Share #1 Geschrieben 21. März 2014 Werbung (verschwindet nach Registrierung) Hintergrundinformation Seit Ende Februar d. J. habe ich die Neuerscheinung X-T1 von Fujifilm mit dem XF18-55mm/f2.8-4.0 im Gebrauch. Wer mit „Xen“ bereits fotografiert hat, wird sich schnell eingewöhnen, da die Systematik z. B. in der Menüführung vertraut ist. Mit der X100 bin ich im Mai 2011 in die faszinierende Welt der Xen eingestiegen – dies war auch zugleich mein Einstieg ins Fuji-X-Forum. Ich habe mich dabei an meine ersten Erfahrungen mit der Festbrennweite der Agfa-Box 1952 als kleiner Steppke erinnert... Der Quantensprung zur kompakten X100 mit ihrem APS-C Sensor war gewaltig – ich war beeindruckt und fasziniert von der neuen Fuji X-Technologie. Die X100 wurde im März 2013 von mir ersetzt durch die technologisch weiterentwickelte X100S. Sie ist eine hervorragende kompakte Kamera. Mit ihrem lautlosen Zentralverschluss ist sie dezent und für „immer dabei“ geeignet. Eine Festbrennweite hat bekanntermaßen ihre Einschränkungen. Da wir zu Zweit fotografisch unterwegs sind, hat meine Frau mit der kompakten X10, später X20 das Zoom-Feld abgedeckt. Allerdings reicht die Abbildungsleistung dieser kleinen Kompakten logischerweise nicht an diejenige eines APS-C Sensors heran. Da Fujifilm eine sensationelle Produktentwicklung betreibt, wurde unser Interesse bei Neuankündigungen immer wieder geweckt – bis ich bei der wetterfesten X-T1 wieder zugeschlagen habe! Zumal auch ein sehr interessantes wetterfestes Zoom-Objektiv angekündigt wurde – das Fujinon 16-55mm f2.8 R OIS WB! Und ich stellte fest, daß mit dem Pancake Type 18mm f2 eine kompakte Kombo für die Tourenjackentasche zur Verfügung steht. Das Fotografieren mit der Festbrennweite übt nach wie vor eine Faszination auf mich aus. Meine Frau macht sich derweil mit der Festbrennweite 23mm der X100S vertraut. Praxiserfahrung Ich möchte mich nicht über technische Einzelheiten auslassen. An dieser Stelle sei den Autoren für ihre Beiträge im Fuji X Forum gedankt.. Ich möchte auch keine Vergleiche zu DSLR anstellen. Als Hobbyfotograf zählt für mich, daß ich mit meiner Kamera in der Praxis klar komme und welche Ergebnisse ich mit ihr erziele. Nach einigen Tests mit der X-T1 stand das erste Fotoprojekt bei „Blende-8-Wetter“ in der zweiten Märzwoche d. J. an. Diese Reisezeit hat den Vorteil, dass das Licht zum Fotografieren gut geeignet ist. Die Bäume sind noch ohne Laub, wodurch keine unerwünschten Motivabdeckungen z. B. bei Gebäuden gegeben sind. Touristenströme halten sich in Grenzen und die Einheimischen sind gerne gesprächsbereit. Kurz entschlossen haben wir im Harz eine dreitägige Vierstädtefahrt „Goslar, Halberstadt, Quedlinburg, Wernigerode“ unternommen. Auf der Fotoreise habe ich 300 JPEG-Bilder in Provia mit der X-T1 aufgenommen. Davon sind 220 Bilder (73%) ausgewählt worden, die wir verschiedenartig für uns als Erinnerungswert aufbereiten. Die Profis werden über die geringe Anzahl der Bilder wahrscheinlich schmunzeln? Die Fotoreise umfasste im Wesentlichen folgende Motivgruppen, bei unterschiedlichsten Lichtverhältnissen aufgenommen: Architektur, Innenaufnahmen in Kirchen, Einzelobjekte z. B. Skulpturen, Street, Stadtansichten und Landschaften. Die Bilder, die meine Frau mit der X100S gemacht hat, werden in die Bildreihe integriert. Wir haben langjährige Erfahrung mit dem Fotografieren zu Zweit. Teilweise hat meine Frau mich beim Shooting herangerufen: „Hier musst Du die Aufnahme machen, die 23mm Brennweite kann das Motiv nicht erfassen“. Unsere Kameras haben keinerlei Ausschuss produziert (z. B. durch Verwacklungsfehler, Unschärfe, Bildrauschen, Belichtungsfehler). Für mich war das Fotografieren mit der X-T1 Kombo in der Praxis traumhaft. Sie hat mir große Freude bereitet, obwohl ich von der X100S schon sehr verwöhnt war. Die Haptik der X-T1 ist für mich besser als bei allen Xen, die ich bisher in meinen Händen hielt. Einen zusätzlichen Handgriff für die X-T1 mit dem Kit-Zoom bzw. der Festbrennweite 18mm benötige ich nicht, da meine Hände nicht sehr groß und die Finger schlank sind. Ich habe auch keine Schwierigkeiten die Tasten und Wahlräder während des Fotografierens zu bedienen. Ich bemängle allerdings die wetterfesten kleinen Bedientasten ohne Schaltpunktwiderstand. Wer die Lage der Tasten z. B. auf der Kamerarückseite mit den unterschiedlichen Funktionen nicht im Kopf hat, der hat schlechte Reaktionszeiten beim Fotografieren zu erwarten. Hier hilft mal ein zusätzliches „Griffekloppen im Dunkeln“. Der elektronische Sucher der X-T1 ist grandios – hierüber wurde schon viel begeistert berichtet. Eine Funktion des Suchers ist noch hervorzuheben: der Sucher kann so eingestellt werden, dass er sich erst über den Augensensor einschaltet, Display bleibt in dieser Einstellung aus, so daß kein Licht von der Kamera ausgeht, wenn sie vom Auge abgesetzt wird. Sie ist dadurch mit geringem Energieaufwand ständig in Bereitschaft. Diese Funktion ist z. B. im Theater, Museum, Konzert und bei Tieraufnahmen im letzten Tageslicht sehr nützlich. Das Geräusch vom Schlitzverschluss der X-T1 hält sich in Grenzen. Das Klappdisplay nutze ich gerne. Es eröffnet u.a. ganz andere und interessante Blickwinkel in der Fotografie. Die Makro-Einstellung hat sich für mich noch nicht ganz erschlossen – es geht auch ohne Makro. Für die X-T1 mit dem Kit-Zoom beispielsweise benötige ich nur eine kleine leichte Tasche (Mirrorless Mover 20 von thinkTank) über der Schulter mit Platz für die X-T1 mit aufgesetztem Standardzoom und einem zusätzlichen Objektiv. Auf der Fototour war die Tasche mit Inhalt nicht beschwerend. Ich war mit der Leistung der X-T1 mit dem XF18-55mm/2.8-4.0 sehr zufrieden. Es gab keinerlei Defizite. Ich meine, dass sie auch etwas schneller ist als die X100S. Für mein Einsatzspektrum ist sie wirklich schnappschusstauglich. Besonders muss erwähnt werden, dass die AF-Treffsicherheit auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen wirklich gut ist. Eine Analyse der 220 Auswahlbilder ergab folgendes Brennweiten-Spektrum: Anfangs-Brennweite 18 mm Anteil 41% End-Brennweite 55 mm 15% Zoom-Brennweiten 19-37 mm 32% 38-54 mm 12% Fujifilm hat nach meiner Ansicht eine geniale wetterfeste Kamera auf den Markt gebracht, eine Kamera für ambitionierte Enthusiasten. Auf die wetterfesten Zoom-Objektive darf man gespannt sein. Hallo, lieber Besucher! Als Forumsmitglied (kostet nix) würdest du hier ein Bild sehen… Einfach hier registrieren – Wir freuen uns immer über neue Mitglieder! Grüße Gert Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Anzeige Geschrieben 21. März 2014 Geschrieben 21. März 2014 Hallo Gert Vogt, schau mal hier Von der X100 zur X-T1 - Erste Praxiseindrücke . Dort wird jeder fündig!
Tobi29 Geschrieben 22. März 2014 Share #2 Geschrieben 22. März 2014 Hallo Gert, danke für den Bericht, das mit der XT1 kann ich auch bestätigen, allerdings habe ich den Batteriegriff, da ich große Hände habe. 2 Dinge habe es mir bei der Fuji angetan, und zwar der Sucher und die Farben . Deswegen habe ich ja meine Oly E-M1 wieder verkauft. Ich liebe meine Fuji. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Gert Vogt Geschrieben 22. März 2014 Autor Share #3 Geschrieben 22. März 2014 Hallo Gert, danke für den Bericht, das mit der XT1 kann ich auch bestätigen, allerdings habe ich den Batteriegriff, da ich große Hände habe. 2 Dinge habe es mir bei der Fuji angetan, und zwar der Sucher und die Farben . Deswegen habe ich ja meine Oly E-M1 wieder verkauft. Ich liebe meine Fuji. Hallo Tobi, ja, Sucher und Farben - und einiges mehr…! Was den Sucher betrifft, habe ich gerade einen sehr interessanten link entdeckt:imaging-resource here - enjoy! Grüße Gert Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
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