Jump to content

Graufilter - Bitte um eine Empfehlung


Udo aus Moabit

Empfohlene Beiträge

Werbung (verschwindet nach Registrierung)

Ich bin auf der Suche nach einem Graufilter, um bei Tageslicht zu Belichtungszeiten bis zu 30 sec. zu kommen. Dieser sollte einfach zu handhaben sein und darf auch gerne günstig sein. Eingesetzt wird er vor dem 14er und dem 27er.

 

Wie wichtig ist die Farbstabilität, von der immer wieder geschrieben wird? Einerseits sitze ich genausowenig wie die Betrachter meiner Fotos vor einem kalibrierten Bildschirm, andererseits möchte mir die Nachbearbeitung auffälliger / von Motiv her unerklärlicher Farbabweichungen sparen.

 

Vielen Dank für ein paar Tipps.

 

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich hatte an meiner Canon immer einen B+W (1000fach) benutzt. Sehr gute Qualität aber leider auch sehr teuer. Nach dem Verkauf habe ich mir für mein Fuji-Objektiv ein Graufilter Haida Pro II MC (auch ND 1000) geholt. Ich habe zwar noch keine Aufnahmen damit gemacht, aber laut Berichten soll er sehr gut sein. Ich glaube, dass alle Graufilter einen leichten Farbstich produzieren, der B+W hatte einen ganz leichten Stich ins rosa, was aber erstens nicht schlecht aussah und sich zweitens im Raw-Converter schnell beheben lässt. Der Haida soll (abgeblich) keinen haben.

 

Du bräuchtst ja dann zwei verschiedene Durchmesser für die beiden Objektive. Es gibt natürlich auch Filter, die man vor das Objektiv stecken kann, aber die hatte ich noch nie in Gebrauch.

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich nutze Filter von Heliopan. Sehr gutes Material, leider nicht ganz billig, aber so oft kauft man sowas auch nicht. Da ich lange in Jena wohnte, finde ich es gut, dass sie Schott-Glas benutzen. Davon halte ich sehr viel, auch aufgrund anderer Erfahrungen im optischen Bereich. Die Gewinderinge sind aus Messing und das ist ganz gut wg der Gefahr des chemischen Verschweißens.

Farbstich kann ich nicht erkennen. Einzig im heftigsten Gegenlicht kann ein kleiner grüner Lensflare auftreten. Aber das muss man schon provozieren.

 

Für meinen variablen Graufilter nehme ich das Cokin P System. Günstig und gut.

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Farbstiche sind nur wichtig, wenn man in Farbe fotografiert. Irgendwelche Magenta oder Cyan Stiche anschließend auszufiltern macht wenig Spass.

Wie gut der Weißabgleich unserer Fujis diese Farbstiche mit wegzaubert (im JPG) musst du sehen. Wer SW Bilder damit macht kann die Farbstiche getrost vergessen.

 

Ich würde 3 Möglichkeiten nennen:

1.) Zum erstmal rumspielen für kleines Geld bei ebay nach "Cokin P Graufilter Set" suchen. Dort gibt es ein 6er oder 8er Filter Set mit 3 oder 4 Graufiltern und 3 oder 4 Grauverlaufsfiltern.

Das sind keine (guten) original Cokin Filter, aber der Halter ist OK und es ist ein ganzer Sack voll Adapter für alle möglichen Filtergewinde dabei. Original Cokin oder Lee kostet ein einziger Filter mehr als das ganze Set vom Chinesen. Die Qualität ist natürlich nicht mit B&W oder Helioplan zu vergleichen, aber IMHO deutlich besser als man für den Preis erwarten würde.

 

2.) Hat man mit 1.) herausgefunden dass das Spass macht und dass mit 1.) die Bildqualität leidet, dann bekommt man mit sehr gutem Preis- / Leistungsverhältnis Haida oder Marumi Graufilter aus Glas. Hier kann man sich einen großen Filtern kaufen und den dann mit Stepdown Ringen an kleinere Filtergewinde adaptieren. Das macht aber absolut keinen Spass. Besser man kauft sich einen für jedes Filtergewinde passend. Das kostet halt.

"slim" Filter sind bei starken WW evtl. nötig.

 

3.) Stellt man fest dass man nach intensiver Nutzung von 1.) und / oder 2.) Graufilter eigentlich permanent nutzt und dass nur die beste Qualität gut genug ist, dann gönnt man sich B&W oder Helioplan. Braucht man Grauverlaufsfilter für Landschaft kann man entweder zu Cokin mit den guten original Cokin Filtern oder zu Lee greifen. Das sind beides eckige Einsteckfilter nebst Filterhalter.

Bei Grauverlaufsfiltern ist das wichtig, weil man die Filter schieben kann, so dass der Grauverlauf genau da im Bild beginnt wo er soll.

 

PS: Von "Vario" Graufiltern sollte man IMHO die Finger lassen. Die sind extrem teuer und anfällig für Farbstiche.

 

Gruss

nimix

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Werbung (verschwindet nach Registrierung)

Herzlichen Dank für die ausführlichen und ausführlich begründeten Meinungen. Ich schau mich mal nach einem 58mm Haida Pro II MC ND 1000 um - zunächst mit step down und wenns denn nervt, kann ich immer noch nach dem kleineren Durchmesser schauen.

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hier kann man sich einen großen Filtern kaufen und den dann mit Stepdown Ringen an kleinere Filtergewinde adaptieren. Das macht aber absolut keinen Spass.

 

Klar, Step-Down vignettiert fast immer und macht natürlich keinen Spass ;).

 

Ein sinnvoller Step-Up Ansatz für mehr Komfort kann aber schon sein, den Ring einfach am Objektiv dran zu lassen und dann ganz normal das größere Filtergewinde daran zu nutzen. Das erspart hin- und herschrauben und das extra Mitführen von passenden Step-Up Ringen.

 

mfg tc

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ein sinnvoller Step-Up Ansatz für mehr Komfort kann aber schon sein, den Ring einfach am Objektiv dran zu lassen und dann ganz normal das größere Filtergewinde daran zu nutzen. Das erspart hin- und herschrauben und das extra Mitführen von passenden Step-Up Ringen.

 

mfg tc

Solange man keine Streulichtblende verwenden (aufsetzen und für den Transport wieder abnehmen) will klappt das ganz passabel. Wenn man sich dann auch noch nen Objektivdeckel in der Filtergröße kauft steht dem STEP-UP-Vergnügen nichts mehr im Wege.

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Klar, Step-Down vignettiert fast immer und macht natürlich keinen Spass ;).

 

Ein sinnvoller Step-Up Ansatz für mehr Komfort kann aber schon sein, den Ring einfach am Objektiv dran zu lassen und dann ganz normal das größere Filtergewinde daran zu nutzen. Das erspart hin- und herschrauben und das extra Mitführen von passenden Step-Up Ringen.

 

mfg tc

 

Bei großen Unterschieden sind Filter Adapter OK. (z.B. 77mm auf 58mm)

Bei kleinen  Unterschieden (62mm auf 58mm) sind das fummlige Blech Ringlein, die leicht verbiegen und sich im Gewinde am Filter oder - schlimmer - am Objektiv fressen.

 

nimix

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Super Thema! Wollte ich auch schon eröffnen, da ich leider keine x100* habe :wacko:

Und zwar dachte ich an einen Grauverlaufsfilter. Von Delamax habe ich bei Amazon einen für 60 Kröten gesehen, Polaroid für 40, B & W für 246, u.a. 

Kann Jemand einen brauchbaren empfehlen für möglichst wenig Geld?

Danke schon mal.

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

sorry, aber ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum man ein paar Euro für einen hochwertigen Filter sparen möchte, den man dann auf hochwertige und hochpreisige Prime-Linsen schraubt und sich damit evtl. die BQ verdirbt.

 

Ich habe zwar auch kein Geld zu verschenken, aber hier ist meiner Meinung nach am falschen Ende gespart.

 

 

Ich verwende übrigens den B+W 110 (10 Blenden) mit step-up Ringen

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Dem gibt es nix hinzuzufügen.

 

mfg tc

 

Oh doch! Dem ist etwas hinzuzufügen :)

 

Sorry, aber ich habe andere Erfahrungen genacht.

 

Mein Light Craft ND mark2 erzeugt keinen Farbstich und ist beinahe wunderbar in der Handhabung.

 

Einziges "Manko" ... Man muss aufpassen, dass man den Filter tatsächlich nur zwischen den aufgedruckten Markierungen nutzt,

sonst entstehen sehr wilde "Schmierereien" ( keine Ahnung, wie ich das näher beschreiben könnte)

Testbild ist auch keins da, da ich die gleich lösche, wenn es mir passiert ist.

 

Als 58er kostet der Filter ca 90€

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

In der aktuellen Naturfoto ist ein Test eines Vario-Graufilters. Ich meine, es war ein B+W und er kam ganz gut weg (hatte den Artikel nicht wirklich gelesen).

Für schlappe 250 Euro bei Amazon, schluck.

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Prost Neujahr !

 

Festgebackene Stepup-Ringe:

Ich habe zwar nur eine X10, aber ich verwende öfters die 58mm Filter meines Bruders für seine Canon.

 

X10-> Stepup-Ring 40-58mm -> 58mm Xume Magnethalter fürs Objektiv -> 58mm Xume Magnethalter für den Filter -> Aktueller Filter (meistens Canon 2 Dioptrien Achromat oder Cokin A-Halter)

 

Das Gewöhnugsbedürftige ist dass man das Objektiv beim Zoomen stets hinter dem Stepup-Ring greifen sollte. Der Unterschied im Radius ist fast ein Zentimeter so dass das in dieser Kombination kein Problem ist. Die X10 hat nur 28mm KB-WW . Vignettierungen sind für mich an der X10 deshalb kein Problem.

 

Farbstich bei Vario-Graufiltern:

Da es eigentlich nur zwei gegeneinanderverschiebbare Polfilter in einem Filtergehäuse sind ist das nicht verwunderlich. Das sieht man deutlich wenn man den Filter bei verschiedenen Einstellungen auf seine Edelstahlküchenplatte (ich habe meinen Neujahrsbraten im Ofen und im Kopf ) legt und mit der Arbeitsleuchte aus verschiedenen Winkeln leuchtet. Manchmal hilft es nicht nur den beweglichen Teil des Filters zu drehen sondern eine optimale Stellung für beide Polfilter zu finden in dem man auch probiert zwischen Hoch- und Querformat zu wechseln, oder nicht ganz fest zu drehen, ...

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Archiviert

Dieses Thema ist jetzt archiviert und für weitere Antworten gesperrt.

×
×
  • Neu erstellen...