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Sich als Amateurfotograf anbieten. Worauf sollte man achten?


althaus

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Hallo!

 

Habe erst gestern wieder bei einer Feier Fotos für das Geburtstagskind gemacht und er war mit meinen Ergebnissen sehr zufrieden.

Als Ausrüstung habe ich meine Fuji X-M1 mit dem 18-55er und dem 55-200er Objektiv benutzt. Habe ca. 90 Fotos geschossen. Mehr war bei der kleinen Feier auch nicht drin. Natürlich hätte ich noch jede Menge Fotos schießen können, dann hätte ich aber auch jede Menge vom gleichen Motiv. Das wollte ich nicht. Zumal ich den Leuten die ich nur zum Teil kannte nicht auf die Nerven gehen wollte. 

Ich habe schon öfters bei Veranstaltungen den Fotografen gespielt, immer ehrenamtlich und es hat mir immer gut gefallen. Auch kamen die Bilder immer sehr gut an. Ich mache eine Foto CD und Drucke für das Cover dafür noch ein Foto aus, das ich dann zurechtschneide. Bearbeitet habe ich die Bilder nie. Da ich das sehr gerne mache und die Ausrüstung dafür habe, dachte ich mir ich könnte das ja mal für ein geringes Entgeld anbieten. Wieviel, weiss ich noch nicht, aber zumindest meine Unkosten und eine geringe Pauschale sollte schon drin sein. Dafür sollte man aber keine Profibilder verlangen, denn alles was ich kann, habe ich mir selbst aus Erfahrung beigebracht. Mit Sicherheit kann man vieles besser machen, aber woher soll ich das wissen, wenn es mir keine zeigt. Daher möchte ich zumindest mal hier im Forum erfahren, worauf man alles achten sollte, wenn man sich privat anbietet. Ein Gewerbe möchte ich nicht aufmachen, denn meine Fototermine werden sehr unregelmäßig sein. Mal gar nicht, mal vielleicht etwas mehr. So wie es sich halt anbietet. In erster Linie möchte ich mehr Erfahrung sammeln und zudem einem anderen einen Gefallen tun. Eine Hochzeit zum beispiel möchte ich derzeit nicht angehen, obwohl ich schon einmal eine Hochzeit von einem Freund damals noch analog mit der Canon 50E fotografiert habe und die Bilder auch gut geworden sind. Aber nach über 15 Jahren, denke ich daß der heutige Anspruch ein anderer ist und daß ohne Bildbearbeitung kaum noch was geht. In Sachen Bildbearbeitung bin ich noch Laie, obwohl ich Lightroom 5.0 habe und damit einfache Sachen mache. Wie zum Beispiel Bilder ausschneiden oder leicht korrigieren. Mehr kann ich nicht. Wie sollte ich vorgehen, wenn ich mein Hobby etwas professioneller betreiben sollte? 

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Mein wirklich ehrlicher Rat: Lass es sein.

 

Jetzt fotografierst du aus Spaß an der Freude und hast hin und wieder dankbare Abnehmer deiner Bilder. Das Leben ist schön. Das ändert sich schlagartig, wenn du Geld dafür nimmst. Aus dankbaren Freunden werden mäkelige Kunden, deren hohe Anspruchshaltung selten mit der miesen Zahlungsbereitschaft einhergeht. Willst du dir das wirklich antun?

 

Amateur sein ist kein Makel, sondern ein Privileg!

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Hallo Harlem,

 

Du sprichts mir aus der Seele. Das sind auch meine Bedenken, daß ich die Ansprüche plötzlich nicht mehr erfüllen kann. Solange kein Geld verlangt wird, schaut man über das eine oder andere Bild, das nicht perfekt geworden ist hinweg. Das ändert sich schlagartig, wenn Geld dafür verlangt wird. Dann nörgelt man über jeden kleinen Fehler, auch wenn er unbeabsichtigt war. Fehler lassen sich nicht vermeiden, denn wie schon gesagt fehlt es mir ja an professionelle Erfahrung. Ich dachte auch nie daran wie ein professioneller Fotograf bezahlt zu werden, sondern nur an eine Aufwandsentschädigung. 

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Da ich das sehr gerne mache und die Ausrüstung dafür habe, dachte ich mir ich könnte das ja mal für ein geringes Entgeld anbieten. Wieviel, weiss ich noch nicht, aber zumindest meine Unkosten und eine geringe Pauschale sollte schon drin sein.

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Ein Gewerbe möchte ich nicht aufmachen, denn meine Fototermine werden sehr unregelmäßig sein.

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In erster Linie möchte ich mehr Erfahrung sammeln und zudem einem anderen einen Gefallen tun.

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Wie sollte ich vorgehen, wenn ich mein Hobby etwas professioneller betreiben sollte?

Ich habe mal ein paar Kernsätze zusammengefasst von dir dargestellt. Eigentlich widersprichst du dir die ganze Zeit. Entweder hat man ein Gewerbe (evtl. Kleinunternehmerregelung) oder nicht. Obs unter Freiberufler fallen könnte, müsste ein Profi (Steuerberater, Finanzamt, ...?) beurteilen.

 

Einerseits hättest du gerne Geld, aber es klingt so, als wolltest du dich vor dem "Rest" (Steuern, Papierkram, Verantwortung für gute Ergebnisse etc) drücken. Ganz ehrlich: Ich schließe mich Harlem an.

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Amateur sein ist kein Makel, sondern ein Privileg!

mir ging es ebenso ... aber im Sport ... ich bin froh das ich das ganze nicht professionell gemacht habe somit konnte ich immer nein sagen wenn ich keine Lust hatte etwas zu machen ... ;)

 

aber jeder ist anders und entscheiden musst Du natürlich selber ...

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mir ging es ebenso ... aber im Sport ... ich bin froh das ich das ganze nicht professionell gemacht habe somit konnte ich immer nein sagen wenn ich keine Lust hatte etwas zu machen ... ;)

 

aber jeder ist anders und entscheiden musst Du natürlich selber ...

 

Das heißt: Du warst die ganze Zeit ehrenamtlich tätig? 

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Meine 5 cents:

 

Ich würde vielleicht mal ernsthaft Erfahrungen auf der Basis TFP (time for pictures) sammeln. Wenn das Echo immernoch gut ist und die Freude an den "Jobs" bleibt, würde ich mich informieren, wie das Ganze rechtlich aussieht, wenn ein bestimmtes Einkommen überschritten wird. Nicht immer fallen Steuern an (zumindest in der Schweiz nicht), aber wenn das Hobby zu einer Nebenberuflichen Beschäftigung wird, dann sollte das schon korrekt ablaufen. Selber verrechne ich gelegentlich Material gegen Ware, wenn ich z. B. grosse Ausdrucke liefere. Manchmal auch Zeit, wenn es sich nicht um Freunde handelt (so vonwegen "Fotoshoot für ein Butterbrot" - wortwörtlich - "Nein, danke". Eine zeitlang habe ich Computersupport geleistet und bin dann wirklich plötzlich am Abendtisch bei mir völlig Fremden gelandet, bis ich dann einen Tarif durchgegeben habe. Das hat dann schlagartig gebessert *g*).

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Time_for_prints_%28Fotografie%29

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Ich will nicht viel dazu sagen, der TO müsste doch eigentlich schon bekannt sein....

 

Ja. Das ist der, der immer Frage-Threads startet, die sich dann zu einer munteren Stammtischplauderei entwickeln. Eigentlich doch ganz nett, oder? Und über das Thema kann man manche Flasche Wein leeren.

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Naja darum geht es doch auch ein Stück weit in Foren wie diesem :)

 

Danke für den Spruch: Amateur sein ist kein Makel, sondern ein Privileg!

Der ist super!

 

 

Edit: Warum stellst du das in den Bereich ein, wo eigentlich Fotostränge gezeigt werden?!

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Ja. Das ist der, der immer Frage-Threads startet, die sich dann zu einer munteren Stammtischplauderei entwickeln. Eigentlich doch ganz nett, oder? Und über das Thema kann man manche Flasche Wein leeren.

 

Mist, mein Keller ist leer. Ich sollte mal wieder Rotwein kaufen gehen....

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Hallo!

 

...Ein Gewerbe möchte ich nicht aufmachen, denn meine Fototermine werden sehr unregelmäßig sein. Mal gar nicht, mal vielleicht etwas mehr. So wie es sich halt anbietet... 

 

Dann ist es illegal und schädigt alle Berufsfotografen wenn du Geld dafür nimmst.

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Mach dein Ding :) 

 

Ich persönlich genieße die Freiheit, wenn ich mal keine Lust auf meine Kamera habe, diese dann zuhause zu lassen.

 

Prüfe mal deinen eigenen Anspruch.

Ein Geschenk ist immer etwas Wert. Egal wie schön es ist...

Kostet es aber Geld steigen automatisch die Ansprüche.

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... 

 

Es würde mich interessieren ob ihr das positiv oder negativ meint mit dem: Den kennen wir doch!

 

 

Die Frage gilt eher dem FrankW! 

 

Ah ja. Ich weiß, dass Rechtschreibung und sprachliche Präzision in diesem Forum keinen hohen Stellenwert genießen, aber manchmal macht das schon Sinn und vermeidet Mißverständnisse.

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Ich meine das nicht negativ und nicht positiv - quasi wertungsneutral.

 

Mir ist nur aufgefallen, dass Du extrem unentschlossen wirkst - nicht nur bei solchen Fragen, sondern auch bei Kameras, Einstellungen, etc. 

 

Nun ist Unentschlossenheit nichts Verkehrtes, doch bin ich mir nicht ganz im Klaren, ob Dir dann 20 oder mehr weitere, verschiedene Meinungen helfen. 

 

Also nicht falsch verstehen, ich weiß - dafür ist ein Forum da - doch bei manch einem hilft´s, bei anderen sorgt es für noch mehr Verwirrung statt zu einer Entscheidungsfindung beizutragen.

 

Ich verweise da auf Deinen "Welche Kamera für London", etc. (da gibt es so einige).

 

Aber eines muss ich sagen: Unterhaltsam sind solche Themen allemal     ;)

 

Nochmal: ich bin Dir friedlich gesonnen   :)

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Vielen Dank für die Klärung, FrankW. 

 

Du hast Recht. Mal wieder so eine Schnapsidee von mir was Gutes zu tun, ohne dabei über den Stress und den Folgen zu bedenken.

 

Habe schon den Beitrag über den Hochzeitsfotografen hier rein getan. Für den Stress bin ich nicht mehr geschaffen. Auch bin ich nicht mehr 

so kritikfähig wie früher, so daß ich mir dabei nichts Gutes tun würde. Daher bleibe ich bei Gefälligkeiten, wenn ich danach gefragt werde. 

Die Kamera für London wird meine Fuji X-M1 sein mit dem Kit Objektiv 18-55er. Mehr möchte ich nicht mitschleppen. 

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Vielen Dank für die Klärung, FrankW. 

 

Du hast Recht. Mal wieder so eine Schnapsidee von mir was Gutes zu tun, ohne dabei über den Stress und den Folgen zu bedenken.

 

Habe schon den Beitrag über den Hochzeitsfotografen hier rein getan. Für den Stress bin ich nicht mehr geschaffen. Auch bin ich nicht mehr 

so kritikfähig wie früher, so daß ich mir dabei nichts Gutes tun würde. Daher bleibe ich bei Gefälligkeiten, wenn ich danach gefragt werde. 

Die Kamera für London wird meine Fuji X-M1 sein mit dem Kit Objektiv 18-55er. Mehr möchte ich nicht mitschleppen. 

 

....das hört sich doch gut an. Die Londonentscheidung ist auch gut. Klein und fein - das 18-55 wird Dir volllkommen reichen. Ob Wien, Budapest, Hamburg oder Kanaren - ich hätte überall nicht 2-3 Objektive mitnehmen sollen, da ich zu 90% mit dem guten 18-55 klargekommen wäre.

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Eine Freundin von mir hat sich ziemlich genau vor drei Jahren mit der Fotografie selbstständig gemacht als Autodidaktin. Locker 80% sind Organisation, Kommunikation, Bildbearbeitung, etc... und natürlich viel Stress. Destruktive Kritik, unfreundliche Kunden, zahlungsunwillige Kunden - die hat man immer mal und muss dann damit umgehen können. Ich weiß ganz genau dass es ihr Traumjob ist und sie deswegen damit lernt umzugehen, aber dies nur als kleines Beispiel dafür, dass das "bisschen Geld verdienen mit der Fotografie" oft schöner erdacht und leichter erscheint, als es ist.

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...

Amateur sein ist kein Makel, sondern ein Privileg!

 

Ja, genau das ist es und das ist, was mir gefällt. Denn ich muss nicht für andere fotografieren, sondern kann das machen, was ich will.

 

Thomas

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