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Ich fotografiere, wie einige wissen, beruflich häufiger im OP. An der Uniklinik Mainz hatte ich die Gelegenheit, eine Lungentransplantation mit der Kamera zu begleiten. Dank einer passenden Spender-Lunge, wurde dem Patienten ein zweites Leben geschenkt. Der gesamte Eingriff dauerte etwa 6 Stunden.

Und das zum Frühstück...

 

 

Mich freut es für den Patienten.

 

Peter

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Gast canis lupus

Und sie nimmt definitv die steril, saubere Wirkung eines OP-Saals.

 

Das sehe ich definitiv anders. Vielleicht hast du noch keinen OP Saal erlebt, in dem gearbeitet wird. Der ist zwar steril, aber "in action" sieht´s da nicht so clean aus wie in amerikanischen Fernsehserien. Die meisten Säle sind auch nicht weiß gestrichen, das Licht ist punktuell und die Stimmung eher "schummerig". Hinzu kommen viele Tücher, die aussehen wie alte Spül-Lappen. Bei diesen OP´s sind zudem Hautpartien mit Folien abgedeckt, die grau und schrumpelig wirken.

 

Einen Vergleich mit Farbe werde ich nicht zeigen, da Rot das Bild dominiert. "Steriler" und "sauberer", wie du glaubst, sieht das Ganze dann aber nicht aus. Vergiss bitte auch nicht, dass dies dokumentarische Fotografie ist. Da geht es nicht um die  Ästhetik, die du z.B. in der Aktfotografie umzusetzen versuchst....

bearbeitet von ulip
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Das sehe ich definitiv anders. Vielleicht hast du noch keinen OP Saal erlebt, in dem gearbeitet wird. Der ist zwar steril, aber "in action" sieht´s da nicht so clean aus wie in amerikanischen Fernsehserien. Die meisten Säle sind auch nicht weiß gestrichen, das Licht ist punktuell und die Stimmung eher "schummerig". Hinzu kommen viele Tücher, die aussehen wie alte Spül-Lappen. Bei diesen OP´s sind zudem Hautpartien mit Folien abgedeckt, die grau und schrumpelig wirken.

 

Ich verstehe Deine Antwort nicht. Unabhängig von Deiner eingeflochtenen Unterstellung, mein Wissen oder meine Vorstellung von amerikanischen Fernsehserien zu beziehen, bescheinigst Du selbst, dass es in einem OP-Saal recht "dreckig" zugeht. Damit trifft doch die Wirkung Deines Bildes auf mich die von Dir geschilderte Realität? Also müsste meine Replik eine Bestätigung für die intendierte Wirkung sein? Welchen Punkt siehst Du jetzt definitv anders? Wolltest Du eine andere Wirkung erzielen?

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Gast canis lupus

Werbung (verschwindet nach Registrierung)

@Graufilter

 

Ich habe nie behauptet, dass es in einem OP-Saal "dreckig" zu geht. Das wäre hanebüchener Unsinn. Du schriebst doch:"...Und sie nimmt definitv die steril, saubere Wirkung eines OP-Saals..." Daraus konnte ich schließen, dass dir der Einblick fehlt, denn die Realität ist anders. Ich habe dem nur das Klischee vom "cleanen" OP aus (amerikanischen) Fernsehserien gegenübergestellt. Womit ich auch nicht behaupte, du würdest deine (falschen) Vorstellungen aus dem Unterhaltungs-TV beziehen.

 

Diese Form der dokumentarischen Fotografie ist anders als die Beispiele von Christian Ahrens. Sie zeigt die Dinge wie sie sind und dient ausschließlich der internen Dokumentation. Als Fotograf bin ich nur ein Beobachter, und keiner "posed" für mich. Die Bilder werden nicht für Broschüren oder Webauftriite verwendet. Natürlich besteht mein fotografischer Alltag mehr aus der Fotografie von "sympathischen" und "cleanen" Arbeitssituationen zum Zweck der Außendarstellung von Unternehmen. Hollywoodfotografie, wie ich zu sagen pflege, und das ist nicht einmal abfällig gemeint, da sie hauptsächlich meinem Broterwerb dient     :) 

bearbeitet von ulip
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@Graufilter

 

[...]  "dreckig" zu geht. [...]

 

Wollte Dein "nicht so clean" nicht nochmal wiederholen, hätte aber besser "nicht so sauber" oder als Negation "ein wenig dreckig" schreiben sollen. Dachte die Anführungszeichen reichen zur Abschwächung. "Dreckig" habe ich wohl verwendet, weil die Wirkung Deiner S/W-Entwicklung bei mir so ist.

 

@Graufilter

 

[...] Du schriebst doch:"...Und sie nimmt definitv die steril, saubere Wirkung eines OP-Saals..." Daraus konnte ich schließen, dass dir der Einblick fehlt, denn die Realität ist anders. Ich habe dem nur das Klischee vom "cleanen" OP aus (amerikanischen) Fernsehserien gegenübergestellt. Womit ich auch nicht behaupte, du würdest deine (falschen) Vorstellungen aus dem Unterhaltungs-TV beziehen. [...]

 

Ich habe ja bewusst von der Wirkung im OP geschrieben, denn diese ist ja subjektiv. Vor einer OP ist ein OP-Saal definitv sauber und steril (zumindest erwarte ich das) und ich finde die Grundstimmung eines OP-Saals selbst nach einer blutigen OP immer noch steril und weitgehend sauber. Hättest Du geschrieben "...daraus habe ich vermutet..." könnte ich Dir noch zustimmen. Schreibst Du hingegen "...konnte ich schließen..." ist das schlicht überheblich. Du weißt gar nichts über meine Einblicke* und Vorstellungen.

 

 

(*) über meine tatsächlichen Erlebnisse als leider nicht distanzierter Beobachter werde ich nicht im Forum plaudern

 

 

Diese Form der dokumentarischen Fotografie ist anders als die Beispiele von Christian Ahrens. Sie zeigt die Dinge wie sie sind und dient ausschließlich der internen Dokumentation. Als Fotograf bin ich nur ein Beobachter, und keiner "posed" für mich. Die Bilder werden nicht für Broschüren oder Webauftriite verwendet. Natürlich besteht mein fotografischer Alltag mehr aus der Fotografie von "sympathischen" und "cleanen" Arbeitssituationen zum Zweck der Außendarstellung von Unternehmen. Hollywoodfotografie, wie ich zu sagen pflege, und das ist nicht einmal abfällig gemeint, da sie hauptsächlich meinem Broterwerb dient     :) 

 

Ich glaube Christian Ahrens würde auch behaupten, dass er die Dinge so darstellt, wie sie sind. Ob das dann durch die Entwicklung beschönigt wird, dokumentarisch neutral gehalten oder dramatisiert wird, hängt ja wieder von den eingesetzten Bildmitteln und der erhofften Wirkung ab.

 

Zurück zu Deiner Bilderreihe: Du bist nicht auf meine Frage eingegangen, was denn die Intention der von Dir gezeigten S/W-Entwicklung ist. Zum einen die Wahl von S/W und zum anderen die Verwendung der starken Kontraste. Es hat ja eine Wirkung, wie wir an unserem Austausch sehen. Einen Punkt hast Du ja schon genannt: Die S/W-Ausführung soll "magenschonender" sein.

 

:)

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Ich habe es so verstanden, dass es der Dokumentation dient.

Dabei wundert mich nur, dass da zusätzlich ein Fotograf im OP hantiert.

Ich dachte immer, da laufen automatische Videoaufzeichnungen mit. Bei großen, aufwendigen, riskanten, oder ungewöhnlichen OP jedenfalls.

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Gast canis lupus

@opa

Völlig richtig. Heutzutage werden alle OP´s automatisch aufgezeichnet, selbst kleine Routineoperationen wie eine minimalinvasive  "Galle". Die Dokumentation großer und ungewöhnlicher Eingriffe durch einen (OP-erfahrenen) Fotografen wird meist von den Chefs gewünscht und beauftragt. Das sind eben andere Bilder, als sie von der Onboard-Kamera festgehalten werden. Dies dienen meist der Beweissicherung, falls es mal zu Regressansprüchen wegen Kunstfehlern kommen sollte. Meine Bilder finden z.B. bei Fachvorträgen Verwendung.

bearbeitet von ulip
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Danke.

Interessant, dass alles mitgeschnitten wird. Aber kostet ja auch praktisch nichts, und ist sicher sinnvoll, wie Du sagst. Aber klar, da hat man nur eine feste Perspektive. Insofern ist dann ein Fotograf schon sinnvoll für Weiterbildungszwecke.

Interessante Aufnahmen. Danke fürs zeigen.

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Gast canis lupus

Danke ebenfalls. Ich weiss schon, dass es schwierig ist, solche Aufnahmen in einem Thread "Men at Work" zu zeigen. Ein paar Tausend davon habe ich in meinem Archiv, werde euch aber den Anblick lieber ersparen....   

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Gast canis lupus

 

Zurück zu Deiner Bilderreihe: Du bist nicht auf meine Frage eingegangen, was denn die Intention der von Dir gezeigten S/W-Entwicklung ist. Zum einen die Wahl von S/W und zum anderen die Verwendung der starken Kontraste. Es hat ja eine Wirkung, wie wir an unserem Austausch sehen. Einen Punkt hast Du ja schon genannt: Die S/W-Ausführung soll "magenschonender" sein.

 

:)

 

Die magenschonende Wirkung war der Hauptzweck. In einer "meiner" Kliniken werden 35 Großformate aus dem OP (nicht diese hier) in einer Dauerausstellung Besuchern präsentiert. Farbe wäre zu drastisch gewesen. Mir gefiel die dramatische S/W Umsetzung einfach und den Chirurgen auch. Wobei die Umsetzungen sehr unterschiedlich sind. Wir haben Säle mit anderem Ambiente und Farben und - vor allem - anderem Licht. Die neueren haben i.d.R. LED OP-Leuchten, die eine gänzlich andere Bildwirkung produzieren, auch bei B&W.

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Die magenschonende Wirkung war der Hauptzweck. [...] Farbe wäre zu drastisch gewesen. [...] Wir haben Säle mit anderem Ambiente und Farben und - vor allem - anderem Licht. [...]

OP-Säle sind nicht auf Schönheit optimiert, ebensowenig die Berufskleidung dort. Das ist farblich nicht aufeinander abgestimmt sondern praktisch. Die Fliesen im Hintergrund sind wahrscheinlich grau-blau, die Kittel blau, die Kopfbedeckungen gelb-grün, die Mundschütze anders grünlich, die Handschuhe hellbraun oder am selben Tisch auch dunkelbraun, die Abdecktücher grün mit schwarzen Blutflecken und das frische Blut ist hoffentlich rot. Dazu Metall mit Blutflecken.  So ein Farbenwirrwarr könnte schon auf den Magen schlagen. SW ist m.E. für eine Veröffentlichung besser, für eine Dokumentation eventuell nicht.

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Gast canis lupus

OP-Säle sind nicht auf Schönheit optimiert, ebensowenig die Berufskleidung dort. Das ist farblich nicht aufeinander abgestimmt sondern praktisch. Die Fliesen im Hintergrund sind wahrscheinlich grau-blau, die Kittel blau, die Kopfbedeckungen gelb-grün, die Mundschütze anders grünlich, die Handschuhe hellbraun oder am selben Tisch auch dunkelbraun, die Abdecktücher grün mit schwarzen Blutflecken und das frische Blut ist hoffentlich rot. Dazu Metall mit Blutflecken.  So ein Farbenwirrwarr könnte schon auf den Magen schlagen. SW ist m.E. für eine Veröffentlichung besser, für eine Dokumentation eventuell nicht.

 

Genauso ist es. Die Dokumentation ist natürlich in Farbe, die B&W´s sind nur ein Nebenprodukt. Hier mal die Farbaufnahme einer Herz-OP....

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Gast canis lupus

Ja, es es wirklich unglaublich und nötigt mir - als medizinischen Laien - größten Respekt ab. Ich habe mal den "Einbau" einer künstlichen Aorta fotografiert. Da wird das Herz für ne halbe Stunde abgeschaltet und der Patient auf Anfang 20 Grad über die Herz-/Lungenmaschine heruntergekühlt. Nach dem Einbau des Ersatzteils hebt man ihn wieder auf Normaltemperatur und bringt die Pumpe mit einem Stromschock zum Laufen. Da stehst du als Fotograf in Ehrfurcht erstarrt am Tisch. Ich habe einfach eine Schwäche für die Arbeit der Männer und Frauen (!) mit den Messern. Und ich mag den rauhen Humor bei ihren Gesprächen "am Tisch".

bearbeitet von ulip
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Das sehe ich definitiv anders. Vielleicht hast du noch keinen OP Saal erlebt, in dem gearbeitet wird. Der ist zwar steril, aber "in action" sieht´s da nicht so clean aus wie in amerikanischen Fernsehserien. Die meisten Säle sind auch nicht weiß gestrichen, das Licht ist punktuell und die Stimmung eher "schummerig". Hinzu kommen viele Tücher, die aussehen wie alte Spül-Lappen. Bei diesen OP´s sind zudem Hautpartien mit Folien abgedeckt, die grau und schrumpelig wirken.

 

Einen Vergleich mit Farbe werde ich nicht zeigen, da Rot das Bild dominiert. "Steriler" und "sauberer", wie du glaubst, sieht das Ganze dann aber nicht aus. Vergiss bitte auch nicht, dass dies dokumentarische Fotografie ist. Da geht es nicht um die  Ästhetik, die du z.B. in der Aktfotografie umzusetzen versuchst....

Technische Frage:wie ist die Kamera, objektiv bzgl Sterilität bearbeitet?
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Gast canis lupus

Nach gängiger Meinung aller Operateure muss die Ausrüstung nicht steril gemacht werden (wie auch?). Nur der Fotograf - der geht durch die Schleuse und trägt die übliche OP Kleidung einschließlich Kopfhaube und Mundschutz.

bearbeitet von ulip
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[...] Das ist farblich nicht aufeinander abgestimmt sondern praktisch. [...]

 

Aber doch abgestimmt. Für uns Fotografen, die wir ja mit Licht arbeiten, eigentlich interessant. Die grünen Kittel haben einige Gründe: Grün wird als für den Patienten beruhigend empfunden (solange er bei Sinnen ist), weißer Kittel würde bei der Beleuchtung einen zu hohen Kontrast erzeugen. Das ermüdet die Augen bei den z.T. sehr langen Operationen. Daher auch die von Uli angemerkte schon fast schummrige, punktuelle Beleuchtung.

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Gast canis lupus

Aber doch abgestimmt. Für uns Fotografen, die wir ja mit Licht arbeiten, eigentlich interessant. Die grünen Kittel haben einige Gründe: Grün wird als für den Patienten beruhigend empfunden (solange er bei Sinnen ist), weißer Kittel würde bei der Beleuchtung einen zu hohen Kontrast erzeugen. Das ermüdet die Augen bei den z.T. sehr langen Operationen. Daher auch die von Uli angemerkte schon fast schummrige, punktuelle Beleuchtung.

 

Die neuen OP-LED´s sind schon viel schöner als die mit althergebrachten Leuchtmitteln. Das Licht ist vor allem nicht so gelb. Auf meine Frage an einen der Transplantations-Chirurgen, ob er sich nicht auch die neuen LED´s wünsche, sagte er mir, richtige Chirurgen - keine Weicheier - könnten auch im Tarnzelt mit dem Licht eines Zippo-Feuerzeugs arbeiten    :D

bearbeitet von ulip
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