jannn Geschrieben 15. April 2024 Share #2151 Geschrieben 15. April 2024 Werbung (verschwindet nach Registrierung) vor 12 Stunden schrieb Rico Pfirstinger: ... ich würde im Gegenteil jedem fotografischen Neueinsteiger absolut zu M raten, weil es nicht nur einfacher ist, sondern auch nachvollziehbarer, man bekommt also einen gerade für Neulinge wunderbaren Lerneffekt. Und was gibt es für einen interessierten Neueinsteiger schöneres, als die eigene Kamera zu verstehen? Das kann ich auch befürworten. So lernt man am besten, egal ob Neuling oder späterer Wechsler zur manuellen Belichtung bzw. insgesamt zum M-Modus mit allem drum und dran (Blende, Zeit, ISO, Belichtungskontrolle). Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Anzeige Geschrieben 15. April 2024 Geschrieben 15. April 2024 Hallo jannn, schau mal hier Fragen an Rico . Dort wird jeder fündig!
Rico Pfirstinger Geschrieben 15. April 2024 Autor Share #2152 Geschrieben 15. April 2024 (bearbeitet) vor einer Stunde schrieb jannn: Die Lichtmessung bezog sich somit nicht auf die Mitte des Lupenausschnittes. Bei meiner X-T5 hier nimmt die Spotmessung die Mitte des Ausschnitts (bzw. wenn das Fokusfeld im Gesamtbild nicht mittig ist, dann auch innerhalb des Ausschnitts erneut die entsprechend verschobene Position des Fokusfelds) und die Integralmessung den Durchschnitt des gesamten Ausschnitts. Ausprobiert vorhin im Modus M mit der Lichtwaage. Das ist auch das, was man erwarten würde, aber ich würde trotzdem nicht auf die Idee kommen oder dazu raten, die Belichtung innerhalb eines Sucherlupenausschnitts zu bestimmen. Wäre mir zu riskant, dass da irgendwas anders läuft als im normalen Modus, und sei es nur zeitweise bei bestimmten Randbedingungen. Alleine schon, dass beim Reinzoomen dann weiterhin die verschobene Position eines Spotmessfelds gemessen wird, ohne dass diese Position angezeigt wird, macht das Ganze ziemlich unsicher oder unbrauchbar, denn wer weiß da schon genau, wo sich das Messfeld befindet? Dies wird ja nicht mehr angezeigt, weder seine Position noch die verwendete Größe. Außerdem mach es wenig Sinn, die Verschiebung auch im Lupenzustand beizubehalten, denn die Lupe zoomt ja immer mittig auf ein im Gesamtbild nicht mittig angeordnetes Ziel. Die weiterhin verschobene Spotmessung misst dann aber etwas anders als diese Mitte. Im Endeffekt ist das natürlich alles ziemlich ohne Praxisbezug, man muss sich halt merken, dass man in der Sucherlupe nicht die Belichtung messen sollte. Da die Integralmessung sich dort ebenfalls auf den Ausschnitt beschränkt, gilt das sicherlich auch für die Mehrfeldmessung und die mittenbetonte Option. Aber ich probiere das jetzt nicht mehr aus, weil: what for? Das ist Wissen, für das ich erstmal keine praktische Anwendung sehe. bearbeitet 15. April 2024 von Rico Pfirstinger jannn hat darauf reagiert 1 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
jannn Geschrieben 15. April 2024 Share #2153 Geschrieben 15. April 2024 (bearbeitet) vor 27 Minuten schrieb Rico Pfirstinger: Bei meiner X-T5 hier nimmt die Spotmessung die Mitte des Ausschnitts (bzw. wenn das Fokusfeld im Gesamtbild nicht mittig ist, dann auch innerhalb des Ausschnitts erneut die entsprechend verschobene Position des Fokusfelds) und die Integralmessung den Durchschnitt des gesamten Ausschnitts. Ausprobiert vorhin im Modus M mit der Lichtwaage. Das ist auch das, was man erwarten würde, aber ich würde trotzdem nicht auf die Idee kommen oder dazu raten, die Belichtung innerhalb eines Sucherlupenausschnitts zu bestimmen. Wäre mir zu riskant, dass da irgendwas anders läuft als im normalen Modus, und sei es nur zeitweise bei bestimmten Randbedingungen. Alleine schon, dass beim Reinzoomen dann weiterhin die verschobene Position eines Spotmessfelds gemessen wird, ohne dass diese Position angezeigt wird, macht das Ganze ziemlich unsicher oder unbrauchbar, denn wer weiß da schon genau, wo sich das Messfeld befindet? Dies wird ja nicht mehr angezeigt, weder seine Position noch die verwendete Größe. Außerdem mach es wenig Sinn, die Verschiebung auch im Lupenzustand beizubehalten, denn die Lupe zoomt ja immer mittig auf ein im Gesamtbild nicht mittig angeordnetes Ziel. Die weiterhin verschobene Spotmessung misst dann aber etwas anders als diese Mitte. Im Endeffekt ist das natürlich alles ziemlich ohne Praxisbezug, man muss sich halt merken, dass man in der Sucherlupe nicht die Belichtung messen sollte. Da die Integralmessung sich dort ebenfalls auf den Ausschnitt beschränkt, gilt das sicherlich auch für die Mehrfeldmessung und die mittenbetonte Option. Aber ich probiere das jetzt nicht mehr aus, weil: what for? Das ist Wissen, für das ich erstmal keine praktische Anwendung sehe. Okay, dann sieht es zumindest danach aus (Tendenz), dass sich die übergeordnete Einstellung der Messmethode (Spot, Mehrfeld, integral, mittenbetont) in der Lupe ebenfalls wiederfindet bzw. dass sie in die Lupe heruntergebrochen wird. Ja, zu viele Unbekannte bzw. Unsicherheiten, zu unberechenbar. (Ich weiß auch schon, was ich anders eingestellt hatte bzw. weshalb mein Ergebnis nicht mit deinem übereinstimmte. Insofern plausibel.) Momentan lohnt es sich (für mich ebenfalls) nicht, das Thema weiter zu vertiefen. Dennoch guter Austausch. War mal einen Blick wert. Und deine Ausführungen sind logisch, gut nachvollziehbar. bearbeitet 15. April 2024 von jannn Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
jannn Geschrieben 17. April 2024 Share #2154 Geschrieben 17. April 2024 Am 15.4.2024 um 09:25 schrieb Rico Pfirstinger: Ob das wirklich genauer ist als die Spotmessung mit dem kleinsten Feld? Ich sehe da in der Tat manchmal Unterschiede bei der Anzeige der Lichtwaage und vermute mal, dass die Kamera dann einfach wieder ein normal großes Fokusfeld in der Bildmitte für die Spotmessung verwendet, und zwar bezogen auf den jeweiligen gezoomten Live-View-Inhalt. Die Kamera zoomt ja automatisch zum gewählten Fokusfeld und stellt das in die Mitte. Aber auf jeden Fall eine interessante Beobachtung, ich weiß nur nicht so recht, was man damit oder daraus wirklich machen kann. Beim Histogramm ist es ja auch so, dass dieses dann nur für den gewählten Bildausschnitt gilt. Übrigens ein weiterer Grund für M und gegen AE, denn die Belichtungsautomatik versagt komplett, wenn man ins Bild zoomt und dann im Zoom ein Foto machen will. Die Belichtung wird dann nämlich für das gecroppte Zoombild berechnet und durchgeführt. User, die zoomen, um besser zu fokussieren und dann gleich auslösen, wenn es passt, erleben da folglich eine böse Überraschung. Im Modus M kann man hingegen völlig entspannt bleiben und nach Belieben mit der Sucherlupe zoomen und dabei auch fokussieren (AF, Instant-AF, MF) und anschließend direkt auslösen, ohne dass sich die Belichtung ändert. Hierzu hatten wir ja beide weiter analysiert mit der X-T5 und daraufhin nicht wirklich einen Praxisbezug gesehen. Ich kann mir einen einzigen Praxisbezug vorstellen, auch wenn es eine Nische sein mag: Wenn jemand nun, aus welchen Gründen auch immer, die Mehrfeld-Methode zur Belichtungsmessung verwendet und nur hin und wieder eine Spot-Belichtungsmessung durchführen möchte, dann könnte er dieses tun, indem er die Lupe einschaltet. Dann tritt auch nicht die Unberechenbarkeit auf, dass das Ergebnis davon abhängig ist, ob der Fokuspunkt vor Einschalten der Lupe mittig oder seitlich lag/liegt. Dann verwendet die Lupe (offensichtlich) wiederum die Mehrfeld-Methode. Das sage ich nicht, um diese Möglichkeit zu propagieren, aber für eine lediglich gelegentliche Spot-Belichtungsmessung, ohne Spot eingeschaltet zu haben, wäre das möglich. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Rico Pfirstinger Geschrieben 17. April 2024 Autor Share #2155 Geschrieben 17. April 2024 Ja, das gilt dann wahrscheinlich auch für Integral und Mittenbetont. In der X100-Reihe und der Pro-Reihe gilt das Histogramm im ERF-Modus des OVF auch nur für den Ausschnitt, den der kleine ERF gerade zeigt. Wer das nicht bemerkt und meint, das Histogramm bezöge sich aufs ganze Bild, kann Probleme bekommen, wenn er sich aufs Histogramm verlässt. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
jannn Geschrieben 17. April 2024 Share #2156 Geschrieben 17. April 2024 (bearbeitet) Was ich noch nicht verstehe (auch wenn ich diese Kombi nicht benutzen muss; aber ich habe es beobachtet): Wenn ich „mittenbetont“ eingeschaltet habe, dann macht es kaum einen Unterschied, ob Sperre Spot-AE & Fokuss. an oder aus ist. Aber es macht eben doch einen kleinen Unterschied: Wenn die Option an ist, dann tut sich ein ganz wenig in der Lichtwaage, wenn ich den Fokuspunkt in Bereiche unterschiedlicher Helligkeiten schiebe. Aber es tut sich nur ganz wenig, auch wenn die Helligkeitsunterschiede z.B. 4 EV betragen. Wenn „Sperre Spot-AE & Fokuss.“ aus ist, tut sich (natürlich) nichts in der Lichtwaage. Insofern ist die von mir oben genannte Nischenlösung nur dann völlig berechenbar, wenn „Sperre Spot-AE & Fokuss.“ aus ist. Ich frage mich dennoch, was die Funktion „Sperre Spot-AE & Fokuss.“ bei „mittenbetont“ macht. -> NACHTRAG (später): Ich meinte „Mehrfeld“ statt „mittenbetont“ (so wie in meinem vorangehenden Beitrag; dort steht es richtig). bearbeitet 17. April 2024 von jannn Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Rico Pfirstinger Geschrieben 17. April 2024 Autor Share #2157 Geschrieben 17. April 2024 Werbung (verschwindet nach Registrierung) vor 6 Minuten schrieb jannn: Ich frage mich dennoch, was die Funktion „Sperre Spot-AE & Fokuss.“ bei „mittenbetont“ macht. Eigentlich sollte es da keine Unterschied machen, und bei mir sehe ich auch keinen (X100VI). Bei Mehrfeld macht es einen Unterschied, das steht sogar im Handbuch, das freilich kaum jemand liest. Ich habe das deshalb auch eher zufällig herausgefunden. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
jannn Geschrieben 17. April 2024 Share #2158 Geschrieben 17. April 2024 vor 35 Minuten schrieb Rico Pfirstinger: Eigentlich sollte es da keine Unterschied machen, und bei mir sehe ich auch keinen (X100VI). Bei Mehrfeld macht es einen Unterschied, das steht sogar im Handbuch, das freilich kaum jemand liest. Ich habe das deshalb auch eher zufällig herausgefunden. Ah, sorry, ich meinte auch MEHRFELD. Danke für die Antwort. Ich schau mal in die Anleitung. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
jannn Geschrieben 17. April 2024 Share #2159 Geschrieben 17. April 2024 (bearbeitet) vor 15 Minuten schrieb jannn: Ah, sorry, ich meinte auch MEHRFELD. Danke für die Antwort. Ich schau mal in die Anleitung. Und da wundert es mich, dass sich trotz hoher Lichtunterschiede im Bild nur geringe Unterschiede in der Lichtwaage ergeben (ca. 3/4 EV), während der Unterschied bei Spot 4 EV beträgt. bearbeitet 17. April 2024 von jannn Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
jannn Geschrieben 17. April 2024 Share #2160 Geschrieben 17. April 2024 Für mich unberechenbar und unbrauchbar (ist aber auch egal; ich wüsste, dass ich bei „Mehrfeld“ dann die Option „Sperre Spot-AE & Fokuss.“ ausschalten würde) … falls ich denn überhaupt mal auf die Idee kommen sollte, „Mehrfeld“ zu verwenden und per Lupe die Belichtung zu messen (was in dem Fall dann tatsächlich zuverlässig funktioniert). Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
jannn Geschrieben 18. April 2024 Share #2161 Geschrieben 18. April 2024 vor 10 Stunden schrieb Rico Pfirstinger: Bei Mehrfeld macht es einen Unterschied, das steht sogar im Handbuch, das freilich kaum jemand liest. Ich habe das deshalb auch eher zufällig herausgefunden. Die Bedienungsanleitung lässt Unklarheit darüber, wie das Verhalten dann ist. Vermutlich wird eine leichte Gewichtung des Spotbereiches vorgenommen. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
jannn Geschrieben 18. April 2024 Share #2162 Geschrieben 18. April 2024 vor 23 Stunden schrieb jannn: … falls ich denn überhaupt mal auf die Idee kommen sollte, „Mehrfeld“ zu verwenden und per Lupe die Belichtung zu messen (was in dem Fall dann tatsächlich zuverlässig funktioniert). … und auch hier kann man das „zuverlässig“ noch relativieren, weil man nicht genau weiß, welcher Bereich hierbei wirklich gemessen wird. Abschließend kann ich sagen, nachdem ich Vieles probiert habe, dass die von @Rico Pfirstinger beschriebene Belichtungs-Messmethode per „SPOT“ und „SPERRE SPOT-AE & FOKUSS.“ auf AN offensichtlich die zuverlässigste Methode ist. fujifox hat darauf reagiert 1 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
jannn Geschrieben 19. April 2024 Share #2163 Geschrieben 19. April 2024 (bearbeitet) Kurzes Feedback: Nun bin ich auch voll bei der manuellen Belichtung. Eigentlich alles manuell, sogar (meistens) das Fokussieren: Ich wähle per Taste die automatische Fokussierung vor (eine Taste mit „AF-EIN“ belegt) und fokussiere dann bei Bedarf manuell nach, mit Hilfe des Fokuspeakings. Detail: Wenn ich der Meinung bin, dass der Fokus schon perfekt sitzen könnte, ich dieses aber noch einmal kontrollieren möchte, ohne am Fokusring zu drehen (womit ich den Fokus wieder verstellen würde), dann drücke ich die Taste, die ich mit „FOKUSKONTROLLE“ (auch: Lupenfunktion) belegt habe. Eine weitere Taste ist mit „HISTOGRAMM“ belegt, welches ich bei Bedarf aufrufe, vor allem wenn eine der drei Farben besonders intensiv ins Gewicht fällt. Tastenbelegung derzeit (X-T5): — Taste AE-L: AF-EIN — Taste AF ON: FOKUSKONTROLLE (Lupenfunktion) — Taste Fn2: HISTOGRAMM Die Belichtung kontrolliere ich im Wesentlichen mit der Überbelichtungs-Kontrolle (den „Blinkies“), schaue aber auch mal auf das Histogramm. Um hierzu gemäß der Tipps von @Rico Pfirstinger relativ nah am RAW zu sein, habe ich die Filmsimulation „ETERNA“ gewählt, die Tonkurve auf -2 / -2 gesetzt (flachere Kurve) und die Farbe abgesenkt (derzeit -3). bearbeitet 19. April 2024 von jannn Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
jannn Geschrieben 20. April 2024 Share #2164 Geschrieben 20. April 2024 @Rico Pfirstinger, wie sieht die Timeline für dein neu geplantes Buch (vermutlich einschließlich X-T5) aus? Habe gerade einer Künstlerin empfohlen: — Fujifilm — das Buch "33 JPEG-Rezepte für Fujifilm X-Kameras" von Thomas B. Jones — dein Buch "Fuji-X-Secrets" (hier gilt ja vieles sinngemäß auch für die X-T5) Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Rico Pfirstinger Geschrieben 20. April 2024 Autor Share #2165 Geschrieben 20. April 2024 T5-Buch kam letztes Jahr raus, X100VI im Sommer denke ich, das auch auf Deutsch. nobbe hat darauf reagiert 1 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
jannn Geschrieben 20. April 2024 Share #2166 Geschrieben 20. April 2024 Verfass(t)e ich gerade parallel zu deiner Antwort: Tipp an Leute, die gerne in Englisch lesen: Buch von @Rico Pfirstinger: "The Fujifilm X-T5: 134 X-Pert Tips to Get the Most Out of Your Camera". Rico Pfirstinger hat darauf reagiert 1 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Rob-KK Geschrieben 3. Juni 2024 Share #2167 Geschrieben 3. Juni 2024 Ich habe ein Verständnisproblem bei der Nachbearbeitung von RAW Dateien, die mit der von Rico beschriebenen Belichtung Expose to the Right entstanden sind. Wahrscheinlich liegt es nur daran, dass ich gerade erst angefangen habe, mit Lightroom zu arbeiten, aber vielleicht wird mir dann ja hier schnell geholfen. Also, ich habe noch nicht lange eine X-T5 und mir dann auch Ricos Buch zur X-T5 zugelegt. Mir ist soweit auch klar, wie das richtige belichten funktioniert. Nehmen wir an, ich habe die Einstellung so vorgenommen, dass gerade so kein Clipping entsteht. Dann aktiviere ich DR 400%. Die Live Ansicht ist dadurch nicht mehr so dunkel. Das RAW Foto sollte dann ja weiterhin in den Schatten unterbelichtet sein und ich das entsprechend in der Nachbearbeitung korrigieren. Wenn ich das Foto aber nun in Lightroom importiere, wird sofort ein Preset angewandt, zum Beispiel die Kameraeinstellungen oder Adobe Foto. Das Bild sieht dann in etwa genauso aus wie das JPEG, beziehungsweise wie es beim fotografieren im Live View aussah. Mir ist nun überhaupt nicht klar, wie ich die RAW Datei in Lightroom so importiere, dass die Schatten dunkel und unterbelichtet dargestellt werden, so wie die Kamera es gespeichert bzw. der Sensor es aufgenommen hat; und ich dann also selektiv die Belichtung hochziehe, wie im Buch beschrieben. Wo liegt da mein Denkfehler beziehungsweise was verstehe ich grundsätzlich an Lightroom nicht? Ich habe auch schon die Voreinstellung, dass RAW und JPEG als getrennte Dateien behandelt werden, verändert, es bringt aber auch nichts. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Rico Pfirstinger Geschrieben 3. Juni 2024 Autor Share #2168 Geschrieben 3. Juni 2024 LR importiert an sich genauso hell wie das JPEG in der Kamera, zumindest bei DR. Bei DR-P ist das JPEG natürlich etwas heller in den Schatten, aber das kann man in LR dann ja ausgleichen mit den Reglern für Belichtung, Schwarz, Tiefen. Zusammen mit DR bzw. DR-P hebt man in der Kamera ja ISO entsprechend um 1-2 EV an (und das alles im Modus M, ohne dass man Zeit und Blende verändert), dadurch wird das Bild (JPEG und Live View) heller, und diesen Push führt LR beim Import des RAWs vollautomatisch aus. Die Lichter holt man in LR dann mit Weiß und Lichter zurück. Rob-KK hat darauf reagiert 1 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Rob-KK Geschrieben 4. Juni 2024 Share #2169 Geschrieben 4. Juni 2024 Danke Rico, dann habe ich es ja richtig verstanden! Und ob ich z.B. DR 400% nehme oder DR-P Strong ist dann eher eine Frage des persönlichen Geschmacks bzw. was besser zum Motiv und zum Licht passt (auf das jpeg bezogen) oder gibt es da noch mehr zu beachten? Der Unterschied ist doch, dass bei DR-P zusätzlich eine Tonwertkorrektur der Lichter und Schatten erfolgt, korrekt? Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Rico Pfirstinger Geschrieben 4. Juni 2024 Autor Share #2170 Geschrieben 4. Juni 2024 vor 1 Stunde schrieb Rob-KK: Danke Rico, dann habe ich es ja richtig verstanden! Und ob ich z.B. DR 400% nehme oder DR-P Strong ist dann eher eine Frage des persönlichen Geschmacks bzw. was besser zum Motiv und zum Licht passt (auf das jpeg bezogen) oder gibt es da noch mehr zu beachten? Der Unterschied ist doch, dass bei DR-P zusätzlich eine Tonwertkorrektur der Lichter und Schatten erfolgt, korrekt? Es ist wie im Buch beschrieben, da gibt es ja einen eigenen Zusatztipp zu DR-P. Ob man das dann so macht oder anders, ist eine reine Einzelfallentscheidung, da gibt es kein besser oder schlechter und sowieso kein richtig oder falsch. Iso-Äquivalenz ist ja per se immer "richtig", weil eben faktisch auf RAW-Ebene gleich. Ich fotografiere meistens ISO-äquivalent mit DR-P STARK und ISO 500 (also 125 im RAW), einfach weil nur damit dann alle Möglichkeiten des eingebauten Konverters offen stehen bei der Nachbearbeitung mit XRS. Mit der X100VI komme ich sowieso praktisch nie über Basis-ISO 125 hinaus (auf RAW-Ebene), weil der IBIS auch sehr lange Verschlusszeiten erlaubt bei 23mm. Bis auf wenige Ausnahmen wurden alle meine Bilder also mit ISO 125 gemacht, und einige wenige mit kurzen Verschlusszeiten und abgeblendet mit ISO 500 als Basis (DCG Level), also ISO 2000 mit DR-P STARK. Das geht aber auch ganz anders, etwa ohne DR und mit eingestelltem ISO 125. Dann zieht man Schatten eben später in LR hoch und passt den Weißabgleich etwas mehr an. Und auch alle Mitteldinger gehen super, warum nicht auch DR200% oder DR-P SCHWACH. Man muss nicht immer von einem Extrem ins andere gehen. ISO-Äquivalenz hat auch viele Zwischentöne, so wie auch ein Zoom-Objektiv nicht nur zwei Positionen hat – auch wenn das manchmal gern vergessen wird. 😁 Thorsten.M, -noel-, Rob-KK und 2 weitere haben darauf reagiert 5 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
kermit66 Geschrieben 4. Juni 2024 Share #2171 Geschrieben 4. Juni 2024 vor einer Stunde schrieb Rico Pfirstinger: Ich fotografiere meistens ISO-äquivalent mit DR-P STARK und ISO 500 (also 125 im RAW), einfach weil nur damit dann alle Möglichkeiten des eingebauten Konverters offen stehen bei der Nachbearbeitung mit XRS. Gibt es eigentlich einen logischen Grund warum man im XRS Aufnahmen, die man mit DR400 gemacht hat, nicht in DR-P Stark umwandeln kann. Rein technisch müste das doch vollkommen egal sein, oder? Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Rico Pfirstinger Geschrieben 4. Juni 2024 Autor Share #2172 Geschrieben 4. Juni 2024 Gerade eben schrieb kermit66: Gibt es eigentlich einen logischen Grund warum man im XRS Aufnahmen, die man mit DR400 gemacht hat, nicht in DR-P Stark umwandeln kann. Rein technisch müste das doch vollkommen egal sein, oder? Technisch gibt es da keinen Grund. Man könnte auch jederzeit eine DR-Push-Funktion in den Konverter einbauen bzw. nach einem Push von 1 EV entsprechend DR200% bzw. DR-P SCHWACH freigeben und nach einem Push von 2 EV respektive DR400% bzw. DR-P STARK. Technisch alles kein Problem, die Tonwertkurven sind ohnehin im Konverter drin. kermit66 hat darauf reagiert 1 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
kermit66 Geschrieben 5. Juni 2024 Share #2173 Geschrieben 5. Juni 2024 Hallo Rico, besten Dank für die Antwort. Ich bin gerade dabei mich tiefer mit der Aufnahmetechnik der Kamerasensoren zu befassen, insbesondere auch mit der isoäquivalenten Belichtung. So wie Du das in Deinem Buch zur X-T5 beschrieben hast, ist die ISO-Empfindlichkeit lediglich eine mathematische Operation, also keine elektrische Verstärkung, wie bei früheren Sensoren. Ich habe da auch ein paar Testreihen gemacht und mir die Ergebnisse im FastRawViewer und RawDigger angeschaut. Bei identischer Belichtungszeit und Blende aber variabler ISO sind die RAW-Bilder unterschiedlich hell. D.h. wenn ich die ISO hochdrehe und überbelichtete sind die Lichter ausgefressen, obwohl mit gerigerer ISO das Bild korrekt belichtet wurde. Der Sensor der Kamera hat aufgrund identicher Werte für Zeit und Blende aber eigentlich identische Bilder geliefert. D.h. die Kamera speichert die bereits mathematisch hochtransformierten als RAW und nicht die gemessenen Sensorwerte. Wäre es nicht viel sinnvoller die Multiplikation erst im RAW-Konverter durchzuführen? Damit könnte man viele Bilder wiederherstellen, die aufgrund einer zu hohen ISO nur noch Datenmüll sind. Was ich auch noch nicht verstanden habe ist die Erhöhung der Dynamik durch eine höhere ISO bei DR und DR-P. Wenn alle Sensormesswerte durch Multiplikation lediglich verdoppelt oder vervierfacht werden, beschneide ich die Dynamik doch eigentlich um 2 Bit, also reduziere ich die Dynamik. Aus meiner Sicht als Software-Entwickler führe ich eine Bit-Shiftoperation um 1 oder 2 Bit aus. D.h. die beiden geringwertigsten Bits werden durch die Operation gleich Null. Ich verschieben die Belichtung also gleichmäßig nach rechts im Histogramm. Dadurch ergibt sich für mich keine Verbesserung der Dynamik. Das könnte auch bei aktiver DR-P-Funktion im Hintergrund laufen, ohne dass der Benutzer da etwas von mitbekommt und ohne die ISO hochzudrehen. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Rico Pfirstinger Geschrieben 5. Juni 2024 Autor Share #2174 Geschrieben 5. Juni 2024 (bearbeitet) vor 13 Minuten schrieb kermit66: Wäre es nicht viel sinnvoller die Multiplikation erst im RAW-Konverter durchzuführen? Natürlich, und früher wurde das deshalb auch genau so gemacht. Aber da manche Konverter das dann nicht korrekt durchgeführt haben, weil die Entwickler die Priorität auf "Gewinnmaximierung und Benutzer veralbern" gesetzt haben, wurde das offenbar ab X-Processor Pro wieder zurück in die Kamera verlagert. Denn natürlich haben die betroffenen Benutzer in 100,00% der Fälle die Schuld der Kamera gegeben und nicht ihrem auch sonst ziemlich untauglichen RAW-Konverter. Letzterer wurde schließlich als Gottes Geschenk an die Menschheit von Dutzenden von "Influencern" auf Youtube und in Blogs empfohlen. Aber wenn man noch alte Modelle wie eine GFX50S/R oder X-Pro1, E1/2, T1, T10 etc. verwendet, kommt man ab ca. ISO 1600 in den Genuss der Verstärkung via Multiplikation im RAW-Konverter. Das habe ich glaube ich sogar mal in einem meiner Bücher beschrieben und mit Testaufnahmen illustriert. Auf jeden Fall war es vor 8-10 Jahren auch Bestandteil meiner Workshops, inzwischen hat sich das Thema aber naturgemäß erledigt. This is why we cannot have nice things. bearbeitet 5. Juni 2024 von Rico Pfirstinger kermit66 und mjh haben darauf reagiert 1 1 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
kermit66 Geschrieben 5. Juni 2024 Share #2175 Geschrieben 5. Juni 2024 Danke Rico, das Leben könnte manchmal viel einfacher sein 🤔 Leider kann man auch nicht immer die ISO auf Basis-ISO belassen und später einfach pushen, z.B. Nachts. Jedenfalls ist in C1 der Belichtungsregler bei +4 EV am Anschlag. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
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