mjh Geschrieben 6. Januar 2013 Share #26 Geschrieben 6. Januar 2013 Werbung (verschwindet nach Registrierung) Ok und wer entscheidet ob ein Foto falsche Farb und Kontrastwerte hat? Du? Der Kunde? Dein Monitor? Der Monitor des Kunden? Nimm' sechs verschiedene Kameras, sechs verschiedene Fotografen. Was denkst Du was Du bekommst? Genau, sechs verschiedene Fotos, mit sechs verschiedenen Farb und Kontrast-interpretationen. Wenn der Kunde ein durchgängiges Farbmanagement nutzt, die Bilder auf einem kalibrierten Monitor beurteilt und sich Farbe und Kontrast als grob falsch erweisen, dann ist klar, dass das nur einer verbockt haben kann: Du nämlich. Dass es viele Kunden gibt, die selbst nicht mit dem Farbmanagement umgehen können oder wollen und daher eine leichte Beute für Fotografen und Bildbearbeiter mit „pi mal Daumen“ Methodik sind, macht es nicht besser. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Anzeige Geschrieben 6. Januar 2013 Geschrieben 6. Januar 2013 Hallo mjh, schau mal hier Monitorkalibrierung . Dort wird jeder fündig!
GBL Geschrieben 6. Januar 2013 Share #27 Geschrieben 6. Januar 2013 Sehr gute Post von Ihnen! Ich stimme Ihnen voll zu. Dazu moechte ich allerdings anmerken, dass diese Sicht der Dinge von selber kommen muss. Dejenigen, die eine Linse nur nach der Schaerfe beurteilen, Bilder nur im 100-200% Bereich betrachten und jedes Pixel einzeln begutachten, haben von Fotografie nichts verstanden. In der Regel hilft dann auch ein kalibrierter Monitor nichts und ob die nun ein Verstaendnis von Farbraeumen haben, ist auch egal. dem wiederum kann ich vollinhaltlich zustimmen, gerade auch, was die Schärfe bertifft. Wie geht das? Scharf, schärfer, kaputgeschärft! Beim Color Management glaube ich einem Profi auch ungesehen, dass er da viel im Gefühl hat; auch die Darstellung des eigenen Monitors. Zu Analogzeiten gab es zum Gefühl von Profis in der Ausarbeitung ja auch wirklich keine Alternative. Aber auch weniger Probleme. Ein Kodak war eher blauer, Agfa eher wärmer, Fuji Velvia bunter, ... die Simulationen sind im übrigen ja auch eines der tollen Gadgets der Fuji JEPEG`s. Aber ein Grundverständnis für Color Management und dafür, dass RGB Werte von Kamera, Monitor, Drucker eben in keinster Weise korrelieren (nur deshalb brauchen wir ja LAB) und deshalb ein Mindestmaß an Colormanagement, und zumindest einen Monitor der richtig anzeigt, sollte meines Erachtens jeder haben. Nicht mehr und nicht weniger. Und dann ist Color Management in einem vernünftigen Workflow wirklich kein Aufwand, abgesehen von der einmaligen Anschaffung eines geeigneten Kalibrierungsgerätes. Weshalb ich mich jetzt so auf dieses Thema kapriziere? In zig bis hunderten threads ist absolutes Pixelpeeping das tragende Thema, Objektive werden von Leuten, die diese eh nicht ihr Eigen nennen, aufgrund von technischen Daten zerpflückt und zerrissen obwohl die unbestritten schöne Bilder liefern, Pixelmanie und Detailwahn haben Hochkonjunktur, Fotos werden kaum am fertigen Ausdruck sondern meist an einem Monitor mit einer Max-Auflösung von 72 dpi beurteilt, etc., etc. . Und dann hat eine Vielzahl davon nicht einmal einen kalibrierten Monitor, geschweige denn eine Vorstellung von den Zusammenhängen der Geräte-/Ausgabespezifischen Unterschieder von RGB Werten. Das ist meines Erachtens falsch. @GBL: der Form halber sie gesagt, ich wollte keinesfalls beleidigen sondern nur etwas Licht beitragen. Aber das wollte der Teufel ja auch schon (Luzifer = der das Licht trägt) - der letzte Satz versteht sich eher humoristisch, wennglewich die Übersetzung stimmt. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
GBL Geschrieben 6. Januar 2013 Share #28 Geschrieben 6. Januar 2013 WENN der Kunde ein durchgaengiges Farbmanagement benutzt, weiss ich das im vorhinein, da ich mich mit dem Kunden vorher unterhalte. Wenn ich einen solchen Kunden habe, stelle ich mich darauf ein. Solche Kunden sind heutzutage aber nicht mehr die Norm. Das Foto-business ist "cut-throat". Fakt ist, dass die meisten Kunden stundenlanges Farbmanagement etc. nicht mehr bezahlen. Aber was Du als "pi mal Daumen" bezeichnest, nenne ich Erfahrung. "Leichte Beute" gibt's nicht. Entweder Fotos werden bezahlt oder nicht. Der Markt regelt sich selbst. Als ich damals meine Ausildung zum Reprografen (so hiess das damals, weiss nicht wie das jetzt heisst) machte, konnte mir mein Meister aus 5 Metern Entfernung vor einem Macintosh IIfx sagen, ob der Cyan Wert eines Hauttons eines Fotos auf dem CRT Monitor fuer ein bestimmtes Druckpapier im Offset um 3% korrigiert werden muss. Ganz ohne Kalibrierungs-Hardware. Der Mann war unglaublich! Pi mal Daumen! Wenn der Kunde ein durchgängiges Farbmanagement nutzt, die Bilder auf einem kalibrierten Monitor beurteilt und sich Farbe und Kontrast als grob falsch erweisen, dann ist klar, dass das nur einer verbockt haben kann: Du nämlich. Dass es viele Kunden gibt, die selbst nicht mit dem Farbmanagement umgehen können oder wollen und daher eine leichte Beute für Fotografen und Bildbearbeiter mit „pi mal Daumen“ Methodik sind, macht es nicht besser. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
margunov Geschrieben 6. Januar 2013 Share #29 Geschrieben 6. Januar 2013 Sorry, deine ganze Argumentation ist einfach nur schildbürgerhaft. Nochmal, das muss dir sowas von egal sein, welchen Monitor der Kunde hat oder wo er die Prints macht! DU musst erstmal als "Profi" die Basis dafür schaffen, dass die Bilder korrekt sind. Genau solch eine Einstellung macht es doch zur Nichte ein gutes Foto zu bekommen! Wenn alle in der Kette an der Richtigkeit des Anderen zweifeln (Konverter, Drucker, Monitor, Fotograf, Kompetenzen) und alle anfangen Pi mal Daumen zu arbeiten, ja dann haben wir was geschafft. Und wie stellst du dich auf Kunden ein, die einen kalibrierten Monitor haben oder Ausdrucke haben wollen? Gehst du dann zum richtigen Profi? Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Rogerbaby Geschrieben 6. Januar 2013 Share #30 Geschrieben 6. Januar 2013 Beim Profi gehts immer um den Profit, also um einen möglichst schnellen Workflow. Da wird einfach ein automatischer Weissabgleich gemacht, ein paar andere Automatikknöpfe gedrückt, und schon kommt automatisch ein normgerechtes Bild raus, da brauchts keinen kalibrierten Monitor. Letztendlich muss ja doch noch immer ein Proof auf das entsprechende Ausgabemedium abgeglichen werden, da kann der Profi dann immer noch Hand anlegen. Eine sauber kalibrierte und profilierte Kette ist allerdings auch hier deutlich arbeitserleichternd, werden doch in den einzelnen Schritten Fehler vermieden, die später evtl. wieder aufwändig und evtl. verlustbehaftet korrigiert werden müssen. Ein Amateur macht das alles mit Liebe, zieht hier und da an ein paar Reglern. Und das macht eben nur Spass, wenn das Ergebnis schon am kalibrierten Monitor gut zu beurteilen und die Restkette auch sauber profiliert ist. Gruss Roger Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
mjh Geschrieben 6. Januar 2013 Share #31 Geschrieben 6. Januar 2013 Beim Profi gehts immer um den Profit, also um einen möglichst schnellen Workflow. Da wird einfach ein automatischer Weissabgleich gemacht, ein paar andere Automatikknöpfe gedrückt, und schon kommt automatisch ein normgerechtes Bild raus, da brauchts keinen kalibrierten Monitor. Das mag vielleicht profitmaximierend sein, aber eine professionelle Arbeitsweise ist das nicht. Ein solcher Blindflug endet schnell mal im Crash, und dann ist es auch mit dem Profit Essig. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
GBL Geschrieben 6. Januar 2013 Share #32 Geschrieben 6. Januar 2013 Werbung (verschwindet nach Registrierung) 100% Richtig erfasst! Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Profi? So was gibt's nicht mehr! Es gibt nur noch Kunden und die die sie bedienen. Mich erinnert diese Diskussion an die Zeit als Desktop Publishing den "alten" Schriftsatz revolutionierte. Damals kosteten Fonts hunderte Euro und Ueberschriften in Zeitungen wurden fein-getuned. Interletter spacing auf Neudeutsch. Ohne das verliess keine auch noch so kleine Publikation unser Haus. Die Fonts waren perfekt geschnitten, deswegen waren die so teuer. Wie sieht das heute aus? Fonts kommen gratis aus dem Internet oder 10000 auf einer CD fuer €10. Auch grosse Werbehaeuser und Publikationen kuemmern sich nicht mehr um richtige Typografie. Da werden Fonts wild gemixt fuer die waeren wir vor zwanzig Jahren an die Wand genagelt worden. Aber es nuetzt nichts, sich darueber aufzuregen. Man muss sich anpassen. Die Firmen und Leute die sich damals nicht angepasst haben, sind heute nicht mehr im Geschaeft. In der Fotographie ist das genauso. Wer zuviel Zeit hinter dem Monitor verbringt, sich mit den feinen Nuancen der Raw Entwicklung und Farbanpassung aufhaelt, nur um die letzten 4% rauszuholen, die in der Kamera "stecken" und am Ende vom Kunden nicht bezahlt werden, verpasst rauszugehen und neue Fotos zu schiessen. Auch ist man dann mehr an der frischen Luft Beim Profi gehts immer um den Profit, also um einen möglichst schnellen Workflow. Da wird einfach ein automatischer Weissabgleich gemacht, ein paar andere Automatikknöpfe gedrückt, und schon kommt automatisch ein normgerechtes Bild raus, da brauchts keinen kalibrierten Monitor.Letztendlich muss ja doch noch immer ein Proof auf das entsprechende Ausgabemedium abgeglichen werden, da kann der Profi dann immer noch Hand anlegen. Eine sauber kalibrierte und profilierte Kette ist allerdings auch hier deutlich arbeitserleichternd, werden doch in den einzelnen Schritten Fehler vermieden, die später evtl. wieder aufwändig und evtl. verlustbehaftet korrigiert werden müssen. Ein Amateur macht das alles mit Liebe, zieht hier und da an ein paar Reglern. Und das macht eben nur Spass, wenn das Ergebnis schon am kalibrierten Monitor gut zu beurteilen und die Restkette auch sauber profiliert ist. Gruss Roger Sent from my GT-I9100M using Tapatalk 2 Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Mate Geschrieben 6. Januar 2013 Share #33 Geschrieben 6. Januar 2013 Ok und wer entscheidet ob ein Foto falsche Farb und Kontrastwerte hat? Du? Der Kunde? Dein Monitor? Der Monitor des Kunden? Nimm' sechs verschiedene Kameras, sechs verschiedene Fotografen. Was denkst Du was Du bekommst? Genau, sechs verschiedene Fotos, mit sechs verschiedenen Farb und Kontrast-interpretationen. ) Wenn das Geraet mit dem man die Bilder betrachtet "richtig" kalibriert ist sollte es keinen Grund zum diskutieren geben. Wenn aber schon die Basis, das abgelieferte Bild, jenseits jeglicher Normen etc. ist KANN MAN NICHT ueber falsch oder richtig diskutieren. Das Motto dass alle anderen eh keine Ahnung haben bzw. Monitore/Drucker etc nicht kalibriert haben und man sich somit auch nicht selbst darum kuemmern muss halte ich schlicht fuer ................... . Kennt ihr diesen Moment, in dem ploetzlich alles Sinn ergibt, und man merkt dass der ganze Scheiss sich wirklich lohnt? Ich auch nicht! Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
GBL Geschrieben 6. Januar 2013 Share #34 Geschrieben 6. Januar 2013 Wie Du meine Argumentation findest, ist mir nicht so wichtig. Heutzutage MUSS man an der Richtigkeit des Anderen zweifeln, dass ist ein eine Notwendigkeit der digitalen Arbeitswelt geworden. Das Endprodukt wird dann am Proof gemessen. Zeichnet der Kunde das Proof ab oder kauft das Bild war's das fuer mich. Will der Kunde eine Aenderung, mach' ich die. So einfach ist das. Und ich garantiere Dir, dass die Anzahl der Aenderungen die der Kunde wuenscht immer gleich ist. Egal ob bei Dir alles kalibriert und profiliert ist oder nicht. Sorry, deine ganze Argumentation ist einfach nur schildbürgerhaft. Nochmal, das muss dir sowas von egal sein, welchen Monitor der Kunde hat oder wo er die Prints macht! DU musst erstmal als "Profi" die Basis dafür schaffen, dass die Bilder korrekt sind. Genau solch eine Einstellung macht es doch zur Nichte ein gutes Foto zu bekommen! Wenn alle in der Kette an der Richtigkeit des Anderen zweifeln (Konverter, Drucker, Monitor, Fotograf, Kompetenzen) und alle anfangen Pi mal Daumen zu arbeiten, ja dann haben wir was geschafft. Und wie stellst du dich auf Kunden ein, die einen kalibrierten Monitor haben oder Ausdrucke haben wollen? Gehst du dann zum richtigen Profi? Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
margunov Geschrieben 6. Januar 2013 Share #35 Geschrieben 6. Januar 2013 Wie Du meine Argumentation findest, ist mir nicht so wichtig. Dann brauchen wir uns auch nicht weiter zu unterhalten. Ich reagiere in letzter Zeit eh allergisch auf selbsternannte Profis und Künstler... Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Copytexter Geschrieben 6. Januar 2013 Share #36 Geschrieben 6. Januar 2013 Mir scheint, du hast das Thema absolut nicht verstanden. Das hat nichts mit "in der Luft zerreißen" zu tun oder mit deiner Erfahrung. Wenn man Kunden mit Fotos beliefert, die falsche Farb- oder Kontrastwerte haben, dann hat das Null mit Professionalität zu tun.[...] Was sind denn richtige „Farb- oder Kontrastwerte“ und wie ermittelt man die? Natürlich sollte ein Fotograf, ob Profi oder Amateur, darauf achten, dass sein Bildschirm halbwegs neutral eingestellt ist. Dazu genügt aber schon eine gelegentliche Überprüfung mit Colorimeter oder auch nach Augenschein an Hand eines nach Norm gedruckten Referenzprints. Mit Farbmanagement hat das allerdings wenig zu tun. Letztlich kommt es auf die Motive und den Verwendungszweck der Bilder an. Es gibt zweifellos Bereiche, beispielsweise in der kommerziellen Studio-, Mode- und Produktfotografie, in denen Farbtreue wichtig ist. Aber das betrifft nur einen geringen Prozentsatz aller kommerziell verwendeten Fotos. Und wer in solchen Bereichen tätig ist, weiß um die Bedeutung bzw. trifft vorher konkrete Absprachen und passt sich den konkret gestellten Anforderungen an. Für mindestens 90 Prozent der kommerziell verwendeten Fotos gilt aber: Sie werden gekauft, wenn sie in ihrer Gesamtwirkung attraktiv erscheinen und inhaltlich zum Thema passen. Nicht, weil der Fotograf versichert, an einem selbstkalibrierenden High-End-Monitor mir farbverbindlicher Darstellung zu arbeiten. Und was passiert dann mit den Fotos? Sie landen per E-Mail in der Grafikabteilung, wo sie schnell durch Photoshop gejagt und für die jeweilige Publikation passend gemacht werden, sei es Website, Broschüre oder Zeitschrift. Ab hier ist dann oft Farbmanagement im engeren Sinne wichtig, um die Anmutung aller darzustellenden grafischen Elemente auf verschiedenen Medien bzw. Materialien aneinander anzunähern. Mit Betonung auf „nähern“, denn eine exakte Angleichung ist auch mit dem konsequentesten Farbmanagement praktisch unmöglich. Will sagen: Der Fotograf muss Bilder liefern, die in sich stimmig und attraktiv erscheinen. Auf alles weitere hat er in der Regel gar keinen Einfluss, weil sein Workflow am eigenen PC endet. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
GBL Geschrieben 6. Januar 2013 Share #37 Geschrieben 6. Januar 2013 Genau. "Sechs, setzen", "Schildbuergerhaft" und "selbsternannte Profis und Kuenstler" ist in der Tat sehr professionell. Vielen Dank fuer den respektvollen Umgang Dann brauchen wir uns auch nicht weiter zu unterhalten. Ich reagiere in letzter Zeit eh allergisch auf selbsternannte Profis und Künstler... Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Rogerbaby Geschrieben 6. Januar 2013 Share #38 Geschrieben 6. Januar 2013 Ein vernünftiger Wide gamut Monitor kostet etwa so viel wie eine X Pro 1 und der zeigt schon unkalibriert ( oder selbstkalibriert ) ein deutlich aussagekräftigeres " Endbild " an als ein durchschnittlicher mit gängigem " Spielzeug " kalibrierter Normalmonitor. Ausserdem kommt dem Umgebungslicht am Drucker und Monitor eine hohe Bedeutung bei der Beurteilung der Bilder zu. Hand aufs Herz: Wer von den hier laut nach Kalibration rufenden besitzt eine entsprechend hochwertige Verarbeitungskette zum Preis einer kompletten Kameraausrüstung inkl. Tageslichtbeleuchtung in der " Dunkelkammer " ? Ein Softproof ist auch nur mit Monitoren möglich, die in etwa den Farbraum des Ausgabemediums/Druckverfahrens darstellen können. Gruss Roger Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
margunov Geschrieben 6. Januar 2013 Share #39 Geschrieben 6. Januar 2013 Was sind denn richtige „Farb- oder Kontrastwerte“ und wie ermittelt man die? Farbwahrnehmung Farbraum CIE-Normvalenzsystem DIN99-Farbraum Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
margunov Geschrieben 6. Januar 2013 Share #40 Geschrieben 6. Januar 2013 Genau. "Sechs, setzen", "Schildbuergerhaft" und "selbsternannte Profis und Kuenstler" ist in der Tat sehr professionell. Vielen Dank fuer den respektvollen Umgang Ich habe für mich nie in Anspruch genommen Profi in irgendetwas zu sein. Ich bin Kunde und mich nerven halbherzige Dienstleister, die das dann auch öffentlich kundtun. Ich respektiere da eher Leute wie Michael, die ihre Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen erledigen. Ich bin jetzt aber raus hier, denn mein Ansatz nicht verstanden wird. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Copytexter Geschrieben 6. Januar 2013 Share #41 Geschrieben 6. Januar 2013 FarbwahrnehmungFarbraum CIE-Normvalenzsystem DIN99-Farbraum Ja, in gewisser Weise beantwortet das meine Frage. ;-) Die einzige exakte Referenz wäre nämlich das Original-Motiv unter exakt den selben Bedingungen zum Zeitpunkt der Aufnahme. Womit schon mal alle Aufnahmen unter Einfluss von natürlichem Licht ausscheiden. In allen anderen Fällen ist das Foto selbst Original und einzige Referenz, also so, wie es der Fotograf aufgenommen und entwickelt/bearbeitet hat. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
mjh Geschrieben 6. Januar 2013 Share #42 Geschrieben 6. Januar 2013 Die einzige exakte Referenz wäre nämlich das Original-Motiv unter exakt den selben Bedingungen zum Zeitpunkt der Aufnahme. Das wird bei Katalogproduktionen teilweise so gemacht. Trotz allen Aufwands bei Farbmanagement und Kalibrierung der Komponenten wird am Ende noch einmal mit dem Originalprodukt unter Normlicht verglichen. Wobei das Licht nicht das Aufnahmelicht sein muss; sinnvollerweise wird es vielmehr das Licht sein, das bei den Kunden des Auftraggebers vorherrscht. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Copytexter Geschrieben 6. Januar 2013 Share #43 Geschrieben 6. Januar 2013 Das wird bei Katalogproduktionen teilweise so gemacht. [...] Völlig richtig. Deshalb auch mein Hinweis auf spezielle Bereiche wie die Produktfotografie. Aber selbst dort wird ein solcher Aufwand immer seltener betrieben. Und mal ehrlich: Wozu auch? Farben lassen sich heutzutage ja auch nachträglich in feinsten Abstufungen verändern. Es ist also viel wichtiger, die Wirkung zu überprüfen (und ggf. anzupassen), die das betreffende Bild in der jeweiligen Publikation nach dem jeweiligen Produktionsverfahren auf dem jeweiligen Material haben wird. Ich denke, wir sollten einfach alle anerkennen, dass es verschiedene Anwendungsszenarien mit sehr unterschiedlichen Anforderungen gibt und dass die Aussage „Nicht-Kalibrieren ist unprofessionell“ in ihrer Allgemeingültigkeit genauso falsch ist wie „Kalibrieren ist überflüssig“. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
mjh Geschrieben 6. Januar 2013 Share #44 Geschrieben 6. Januar 2013 Ich würde mich gar nicht so weit aus dem Fenster lehnen und fordern, jeder Amateur müsste seinen Monitor kalibrieren (und was noch alles). Aber spätestens wenn es Probleme mit den Farben gibt, ist es halt eine gute Idee, wenn man erst einmal alle Faktoren ausschließt, für die man selbst verantwortlich sein könnte. Und wenn sich jemand als Profi auf den Standpunkt stellt, andere würden vermutlich auch eher lax mit den Farben umgehen und man könne sich daher einfach aus der Verantwortung stehlen, dann schrillen bei mir die Alarmglocken. Farbmanagement ist doch ja gar nicht so schwierig; wenn es dennoch oft scheitert, dann liegt das doch gerade daran, dass irgendjemand in der Verarbeitungskette meint, das sei eh alles egal. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Copytexter Geschrieben 7. Januar 2013 Share #45 Geschrieben 7. Januar 2013 Ich würde mich gar nicht so weit aus dem Fenster lehnen und fordern, jeder Amateur müsste seinen Monitor kalibrieren (und was noch alles). Aber spätestens wenn es Probleme mit den Farben gibt, ist es halt eine gute Idee, wenn man erst einmal alle Faktoren ausschließt, für die man selbst verantwortlich sein könnte. Das ist natürlich richtig. Und Fotografen, die kommerziell Bilder produzieren, werden in der Regel schon aus eigenem Interesse darauf achten, ein solches Problem gar nicht erst aufkommen zu lassen, indem sie ihren Monitor regelmäßig auf einigermaßen neutrale Darstellung überprüfen. Und wenn sich jemand als Profi auf den Standpunkt stellt, andere würden vermutlich auch eher lax mit den Farben umgehen und man könne sich daher einfach aus der Verantwortung stehlen, dann schrillen bei mir die Alarmglocken. Aus welcher Verantwortung? So unromantisch das klingt: Die Verantwortung des „professionellen“ Fotografen liegt darin, gute, dem jeweiligen Zweck dienende Fotos zu liefern. Fotos sollen ein Thema illustrieren, dokumentieren oder bestimmte Emotionen auslösen. Dabei erwarten wir aus visueller Gewohnheit, dass ein Feuerwehrauto rot, die Wiese grün und der Himmel blau ist. Alles andere ist Geschmacksache. Und ob die Farben auf dem Bild exakt dieselbe Wellenlänge haben wie zum Zeitpunkt der Aufnahme real vor Ort, interessiert normalerweise niemanden. In der gedruckten Broschüre sind sie sowieso wieder ganz anders. Farbmanagement ist doch ja gar nicht so schwierig; Farbmanagement hat vor allem in der Druckvorstufe eine Bedeutung. In der (digitalen) Fotografie würde konsequentes Farbmanagement bedeuten, dass man mittels Target seine Kamera kalibriert, vor jeder Aufnahme einen manuellen Weißabgleich durchführt, nur RAW speichert, mit DNG-Profilen sowie den größtmöglichen Farbräumen arbeitet und jegliche individuelle Nachbearbeitung unterlässt, um die Fotos dann mittels geräte- und materialspezifischer Profile ausbelichten zu lassen. Dann könnte man sich im Grunde sogar die Kalibrierung seines Monitors sparen und ganz auf die Technik verlassen. Soweit die Theorie. Da die Arbeit des Fotografen aber erstens viel mit mit Emotionen zu hat und zweitens in der Regel mit der Übermittlung der Bilddatei im Standardformat an den Auftraggeber oder die Grafikabteilung endet, wo sie dann sowieso nachbearbeitet wird, stünden Aufwand und Nutzen eines Farbmanagements der beschriebenen Art in keinem Verhältnis. Das ist der Grund, aus dem sich wohl auch die meisten Berufsfotografen beim Thema „Farbmanagement“ auf ein notwendiges Minimum beschränken und die gesparte Zeit lieber zum Fotografieren (oder auch zum Entwickeln/Nachbearbeiten) nutzen, wie hier schon mal etwas provokativ gesagt wurde. Um die (konstruktive) Provokation noch weiter zu treiben, könnte man sogar sagen: Die meisten Abnehmer wüssten den Aufwand gar nicht zu schätzen. wenn es dennoch oft scheitert, dann liegt das doch gerade daran, dass irgendjemand in der Verarbeitungskette meint, das sei eh alles egal. Wir reden nicht von irgendjemandem in der Verarbeitungskette, sondern über Fotografen. Die stehen aber wie gesagt ganz am Anfang dieser Kette und liefern mit ihren Fotos lediglich das (visuell attraktive) Ausgangsmaterial, das in den weiteren Verarbeitungsschritten zumeist vielfältige, den jeweiligen Zwecken dienende Bearbeitungen erfährt. Ich will wirklich niemandem den Spaß an der Technik nehmen und den damit verbundenen Möglichkeiten, ein theoretisches Maximum an technischer Qualität zu erreichen, Gott bewahre. Gut, dass es Leute gibt, die sich dafür interessieren und mehr davon verstehen als ich. Aber man sollte die Kirche im Dorf lassen und die Intensität der Nutzung besagter Möglichkeiten nicht zum allgemeingültigen Kriterium für Professionalität erklären. Denn das widerspricht in großen Teilen der gängigen Praxis im Umgang mit Fotos in kommerziellen Zusammenhängen. Die „Professionalität“ eines Fotografen ergibt sich aus der visuellen Qualität seiner Bilder und ihrer Eignung für bestimmte Nutzungsarten. Technik ist für die meisten Beteiligten im wirklichen Leben dabei nur ein „notwendiges Übel“. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
mjh Geschrieben 7. Januar 2013 Share #46 Geschrieben 7. Januar 2013 So unromantisch das klingt: Die Verantwortung des „professionellen“ Fotografen liegt darin, gute, dem jeweiligen Zweck dienende Fotos zu liefern. Fotos sollen ein Thema illustrieren, dokumentieren oder bestimmte Emotionen auslösen. Dabei erwarten wir aus visueller Gewohnheit, dass ein Feuerwehrauto rot, die Wiese grün und der Himmel blau ist. Alles andere ist Geschmacksache. Und ob die Farben auf dem Bild exakt dieselbe Wellenlänge haben wie zum Zeitpunkt der Aufnahme real vor Ort, interessiert normalerweise niemanden. Das kommt ganz auf die Art der Fotografie an. Wenn jemand einen Krieg dokumentiert, wird sich kaum jemand dafür interessieren, ob das präzise Oliv der Uniformen getroffen ist. Bei Mode- oder Katalogfotografie sieht das ganz anders aus, bei Hochzeitsfotografie ebenso. Farbmanagement hat vor allem in der Druckvorstufe eine Bedeutung. In der (digitalen) Fotografie würde konsequentes Farbmanagement bedeuten, dass man mittels Target seine Kamera kalibriert, vor jeder Aufnahme einen manuellen Weißabgleich durchführt, nur RAW speichert, mit DNG-Profilen sowie den größtmöglichen Farbräumen arbeitet und jegliche individuelle Nachbearbeitung unterlässt, um die Fotos dann mittels geräte- und materialspezifischer Profile ausbelichten zu lassen. Dann könnte man sich im Grunde sogar die Kalibrierung seines Monitors sparen und ganz auf die Technik verlassen. So wird ja vielfach im Studio gearbeitet. Und natürlich braucht man auch dann noch einen kalibrierten Monitor, denn schließlich bearbeitet man seine Bilder und will das Ergebnis kontrollieren können. Ein Abgleich von Original und Softproof, wenn man denn so weit geht, setzt erst recht einen kalibrierten Monitor voraus. Aber auch dann, wenn die Kunden das Original nicht kennen, bleibt ein kalibrierter Monitor wichtig, wenn man seine Bilder bearbeitet. Der Kunde wird vielleicht nicht genau die Farben sehen, die das Original hatte, aber er sollte zumindest die Farben sehen, die der Fotograf auf seinem Bildschirm gesehen und für gut befunden hat. Es muss nicht einmal ein reales Original geben. Vor vielen Jahren war ich mal so leichtsinnig, eine Website auf einem Laptop mit eher weniger farbverbindlichem Display zu gestalten, und wurde dann böse überrascht, wie die Farben von Hintergrund und Text auf anderen Computern aussahen. Soo hatte ich mir das nicht gedacht. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Harlem Geschrieben 7. Januar 2013 Share #47 Geschrieben 7. Januar 2013 Wo wir gerade bei dem Thema sind: Auf meinem Windows-Rechner arbeite ich mit kalibrierten Monitoren (Spider 3). Nun habe ich noch einen MacBook mit Retina-Display, das zwischenzeitlich auch von Adobe und PhaseOne unterstützt wird. Hat einer hier Erfahrung, ob sich hier der Aufwand einer Kalibrierung lohnt? Habe in mehreren Berichten gelesen, dass das Retina-Display sehr dicht am sRGB-Gamut liegt. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
mjh Geschrieben 7. Januar 2013 Share #48 Geschrieben 7. Januar 2013 Hat einer hier Erfahrung, ob sich hier der Aufwand einer Kalibrierung lohnt? Habe in mehreren Berichten gelesen, dass das Retina-Display sehr dicht am sRGB-Gamut liegt. Ich habe zwar keine Erfahrungen mit der Kalibrierung des Retina-Displays, aber der Gamut hat damit jedenfalls nichts zu tun. Der Gamut ist der darstellbare Umfang der Farben, also die Größe des Farbraums; ob die innerhalb dieses Gamut dargestellten Farben aber die richtigen Farben sind, ist noch mal wieder eine ganz andere Sache. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Copytexter Geschrieben 9. Januar 2013 Share #49 Geschrieben 9. Januar 2013 Sorry, komme erst jetzt zum Antworten. Wenn jemand einen Krieg dokumentiert, wird sich kaum jemand dafür interessieren, ob das präzise Oliv der Uniformen getroffen ist. Bei Mode- oder Katalogfotografie sieht das ganz anders aus, bei Hochzeitsfotografie ebenso. Studio-, Mode- und Produktfotografie hatte ich ja schon in meinem ersten Kommentar explizit als Beispiele unter dem Kommt-drauf-an-Aspekt genannt. Bei typischen Hochzeitsfotos würde ich schon Zweifel anmelden ob der Wahrscheinlichkeit, dass die Braut beim Begutachten der Fotos so etwas sagt wie „Moment, ging das Kleid von Tante Lisbeth nicht einen Tick mehr ins Magenta?“ Aber geschenkt. Es ging ja um die Frage, ob Fotografen generell ausgefeiltes „Farbmanagement“ betreiben müssen, um sich „Profi“ nennen zu dürfen. Und vielleicht sollte man an der Stelle einfach mal darüber reden, wofür zahlende Kunden üblicherweise einen Fotografen beauftragen. Meistens sind es Unternehmen (bzw. deren Agenturen), die ansprechendes Bildmaterial für ihre Kommunikation benötigen: Firmengebäude, Räumlichkeiten, Maschinen oder Anlagen, Produktionsprozesse, der Firmen-LKW auf der Landstraße, Mitarbeiter bei der Arbeit („Machen Sie mal eine typische Handbewegung!“), der Chef beim Telefonieren oder auch Produkte in der Anwendung, das kann der tolle neue Alu-Lichtschalter im Hausflur sein, das megacoole Mountainbike auf der Down-Hill-Strecke, die Windkraftanlage im wogenden Maisfeld oder schicke Pagodenzelte bei einem Event. Mit sowas verdienen die meisten Berufsfotografen ihr Geld. Weitere wichtige kommerzielle Bereiche sind die Hotel-, Architektur-, Event- und Reisefotografie sowie der gesamte redaktionelle Bereich, der übrigens weit mehr umfasst als „Kriegsberichterstattung“. Da geht es um den Besuch des Bürgermeisters im Kindergarten, das bunte Straßenfest, die ausgebrannte Dachgeschosswohnung, das unglücklich verlorene Spiel des lokalen Fußballvereins ... Für nichts von alldem ist motivbezogene Farbtreue im engeren Sinne von Bedeutung. Ergänzendes Bildmaterial wie der symbolische Bleistift, die aufgerissene Tabletten-Packung oder typische Business- bzw. Touristik-Motive usw. holt sich der Kunde/die Agentur für kleines Geld von Microstock-Agenturen (als komprimierte JPGs in sRGB). Das alles landet dann zusammen mit Texten und weiteren grafischen Gestaltungselementen (Stichwort Corporate Design) in Flyern, Foldern und Broschüren, in Zeitungen, Zeitschriften und auf Websites. An der Produktion all dessen ist der Fotograf aber nicht beteiligt ... (Weshalb er im gegebenen Zusammenhang übrigens normalerweise auch keine Softproofs macht. Gar nicht machen kann, weil er die Druckdaten nicht hat. Das ist Aufgabe von Grafik/Satz/Reinzeichnung.) Vor dem Hintergrund meiner persönlichen Erfahrungen (direkten und indirekten) schätze ich wie gesagt, dass bei bestimmt 90 Prozent aller kommerziell verwendeten Fotos eine über visuelle Stimmigkeit hinausgehende, theoretisch definierte Farbtreue keine Rolle spielt. Ob die Größenordnung dieser Schätzung stimmt, ließe sich aber wohl nur über eine halbwegs repräsentative Umfrage bei „professionellen“ (haupt-/nebenberuflichen) Fotografen herausfinden. Vielleicht wären es ja auch weniger, wer weiß. An der Antwort auf die Ausgangsfrage würde sich dadurch aber nichts ändern. Allerdings müsste bei einer solchen Umfrage Anonymität garantiert werden, da sich das Bekenntnis eines Fotografen, sich mangels praktischer Notwendigkeit beim „Farbmanagement“ auf ein Minimum zu beschränken, ja offensichtlich negativ auf seine Akzeptanz als „Profi“ auswirkt. Egal, wie gut man seine Bilder vorher fand. Und dies scheint mir das eigentliche Problem zu sein. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Copytexter Geschrieben 9. Januar 2013 Share #50 Geschrieben 9. Januar 2013 Es muss nicht einmal ein reales Original geben. Vor vielen Jahren war ich mal so leichtsinnig, eine Website auf einem Laptop mit eher weniger farbverbindlichem Display zu gestalten, und wurde dann böse überrascht, wie die Farben von Hintergrund und Text auf anderen Computern aussahen. Soo hatte ich mir das nicht gedacht. Ärgerlich. Aber wenn ich es richtig verstehe, dann reden wir hier nicht mehr über Fotografie, sondern über Layout, also genau den Bereich, von dem ich bereits gesagt habe, dass Farbmanagement dort eine wesentlich größere Rolle spielt als in der Fotografie, weil hier die Verantwortung für das Endergebnis liegt. Insbesondere natürlich dann, wenn es um Print geht (Grafik, Satz, Reinzeichnung). Denn wenn die 20.000 Exemplare der Imagebroschüre erst mal gedruckt sind, ist es für Änderungen zu spät. Ich kann aber durchaus auch ein Beispiel aus der Fotografie beisteuern. Etwas ähnliches ist mir nämlich vor sieben, acht Jahren Jahren an einem Röhrenmonitor auch passiert. Der war einfach viel zu flau eingestellt, so dass ich über mehrere Monate durch fröhliche Nachbearbeitung bei zahlreichen (JPG-) Bildern die Farben total übersättigt habe (an meinem Bildschirm sahen sie kräftig, aber noch gut aus). Ein Schlüsselerlebnis quasi, das mich sensibilisiert hat. Danach habe ich mir ein Colorimeter zugelegt (Spyder Express), es aber nur drei, vier mal genutzt. Seitdem beschränke ich mich hauptsächlich darauf, von Zeit die Zeit per Referenzprint meinen (iMac-) Monitor nach Augenschein auf halbwegs neutrale Darstellung zu überprüfen (Notiz an mich selbst: Es wäre mal wieder Zeit!) und nutze im übrigen sowieso nur noch nichtdestruktive Bildbearbeitungsprogramme (Lightroom). Und ich kenne sehr erfahrene Berufsfotografen, die es genauso machen. Es geht also immer darum, den jeweiligen Aufgaben und sich daraus konkret ergebenden Anforderungen entsprechend das richtige Maß von Aufwand und Nutzen zu finden. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
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