Jump to content

Silver Effex 2 - Filmtypen


Empfohlene Beiträge

Werbung (verschwindet nach Registrierung)

In Silver Effex gibt es ja die Möglichkeit das SW-Foto mit den verschiedenen Filmtypen abzugleichen. Meine Frage an Jene, die diese Filme noch aus analogen Zeiten her kennen:

Wie weit sind diese realistisch und können überhaupt als Vergleich dienen? Zumal ja eine digitale Bearbeitung u.U. vorrausgeht. Gibt es da Erfahrungswerte?

In einigen Monaten werde ich sicher eigene Direkt Vergleiche haben, aber aktuell würde die Möglichkeit bestehen, jetzt schon auf den richtigen Filmen zu belichten.

 

 

Auf Delta 100:stpeterordin0ahfl4czys.jpg

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Der Vergleich zu den Filmen ist sehr schwierig. Das Ergebnis vom Film hängt immer auch davon ab, wie dieser entwickelt wurde. Und da gibt es bei SW-Filmen etliche Möglichkeiten.

Grundsätzlich ist es aber schon so, dass die spektrale Empfindlichkeit und das Kontrastverhalten/Gradation sehr nah an den Originalfilmen liegt. Auch das Korn ist recht realistisch nachempfunden, wobei auch das beim Original sehr vom Entwicklungsrezept abhängt.

 

Dazu ist schon das, was beim Belichten eines Filmes passiert komplett anders, als beim Belichten eines Sensors. Daraus resultiert auch ein unterschiedliches Vorgehen beim Einfangen des Motivs. Das hier bis ins Detail zu erklären, würde wohl zu weit führen. Aber ich denke es ist klar, dass man das Ergebnis von einem analogen Film nie wirklich realistisch digital nachstellen kann. Allerdings kann man mit Tools wie SEP nah genug herankommen, um den Unterschied wohl nur bei direktem Vergleich sichtbar zu machen.

 

Ich würde mir grundsätzlich jedoch keinen großen Kopf darum machen, ob die Bildwirkung genau dem entsprechenden Film entspricht oder nicht. Wichtig ist doch eigentlich nur, dass ein ansehnliches Ergebnis herauskommt. Und das ist mit SEP allemal möglich. Sieht man ja auch an deinem Beispiel. :)

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Das Foto gefällt mir ausgesprochen gut:

+ toller Bildbaufbau

+ klare Linien und Konzentration auf eine Aussage

+ gelungene SW Umsetzung

+ Schärfe, Korn etc gefällt mir

+ tolles Motiv

- fällt mir nichts ein - außer vielleicht: ich würde es gerne größer sehen

 

LG

Jens

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Die SW-Umsetzungen von SE gefallen mir meist recht gut. auch wenn ich es selbst nicht benutze.

Ob die Spektralkurven tatsächlich den Sensibilisierung der original Emulsionen entsprechen, mag theoretisch stimmen.

 

in der Praxis verwendet SE zur Erstellung ein Farbbild (ausser man hat eine MM), welches selbst mit irgendeiner Weise von weissabgleich spektral derartig verschoben ist, dass es sowieso nicht mehr passt. auch wird man an der Gradationskurve bei verschiedenen Bearbeitungen derartig drehen, dass es schwer werden dürfen, das in die analoge Welt zu übersetzen - auch, wenn diverse Regler etwas anderes suggerieren.

 

SE kann m.E. ganz gut als grobe orientierung dienen, was mit verschiedenen SW-Materialien und verschiedenen Bearbeitungstechniken für Ergebnisse zu erzielen wären. da bei tatsächlicher Nassverarbeitung aber schon Kleinigkeiten wie die Härte des verwendeten Prozesswassers oder schwankende Temperaturen enorme Auswirkunge haben, wird ein theoretisch mit SE erstelltes Bild in der Realität nicht genauso nachzuproduzieren sein.

 

Wenn man ein Schwarzweissbild haben will, ist man m.E. mit chemischen Emulsionen aus dem Nasslabor besser bedient. aber mit SE kommt man da ziemlich nah dran.

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Danke für eure Beiträge. Ich empfinde Filmtypen auch eher als grobe Ausrichtung, die Wirkungsweise auf das einzelne Bild wird wahrscheinlich viel zu sehr von der vorrausgegangen Bildbearbeitung geprägt.

Inzwischen habe ich die ersten Probefilme aus einer Drogeriekette erhalten. Die haben so gar nichts mit der Optik eines Ilford Deltas 100 zu tun. War allerdings auch nicht zu erwarten und halbwegs ordentliche Ergebnisse werden wohl sicher noch einige Erfahrungen benötigen.

 

Zum Foto: Für mich persönlich ist dieses Bild nach einer sehr langen Zeit endlich mal wieder eins, was mir wirklich zusagt und womit ich zufrieden bin. Insofern habe ich mich über Jens Kommentar und die Likes hier sehr gefreut. Es wurde mit einem 18er, bei Iso 200, 4.0, 420, in Raw aufgenommen. :)

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Werbung (verschwindet nach Registrierung)

Tolles Bild.

 

Also ich sehe zwischen den SE Simulationen und den tatsächlichen SW Filmen nur sehr wenig Gemeinsamkeit.

Vielleicht dem Kontrast nach, aber sicher nicht das nach der Interpretation von Farbtönen in Grautöne.

Da komm ich mit meinen eignen Vorlagen besser zurecht.

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Das Bild oben gefällt mir auch sehr gut.//

Die wenigsten (ausdrücklich mich eingeschlossen) durften relativ große (z.B. DIN A 3 Plus), echte SW - Papierabzüge mal in aller Ruhe anschauen. Insofern fehlt wohl den meisten (ich meine ausdrücklich nicht die hier Beteiligten - das kann ich mir nicht erlauben, da ich es nicht weiß) die Erfahrung, eine gut gemachte (gutes Papier+ guter Drucker, und gut selbst gedruckte SW-Film-Simulation von einem echten Naßchemie Papier-Abzug zu unterscheiden. Experten werden dies wohl können. Ich selbst bin immer wieder begeistert, wie gut SW-Umsetzungen (auch die sogenannten Filmsimulationen) mit SEP herzustellen sind und wie gut sie aus einem Epson 2880 (hervorragend für SW-Druck) auf guten Papier (z.B. Hahnemühle oder Tecco) kommen. Habe vor vielen, vielen Jahren einige SW-Filme in einer DUKA entwickelt und ausbelichtet. Ganz wenige. Heute bin ich sehr froh, daß es diese neuen Möglichkeiten gibt. Übrigends empfinde ich das SW-Drucken nicht als so einfach wie das Farb-drucken.

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich gehöre noch zu den Fossilen, die nie aufgehört haben, SW analog zu fotografieren, benutze aber auch gelegentlich Silver Efex Pro. Die Anmutung der Originalemulsionen wird von dem Programm tatsächlich relativ gut nachempfunden. Allerdings ist ein gut ausbelichteter Handabzug aus der Dunkelkammer nach meiner Erfahrung einem mit einem Fotodrucker gemachten Abzug in der Regel überlegen. Das Problem ist in der digitalen Verarbeitungskette nicht das wirklich gute Programm, sondern es sind die Drucker, auch die hochwertigeren, die üblicherweise im Heimbereich eingesetzt werden. Ich würde daher die Ausbelichtung bei einem guten Fotolabor empfehlen. Allerdings fehlt den meisten digitalen SW-Abzügen nach meiner Meinung das letzte Quäntchen Qualität, aber nur verglichen mit einem sehr hochwertigen und akribisch angefertigten analogen Abzug. Für Farbfotos gilt das auf keinen Fall, da halte ich die digitalen Verfahren den analogen auch für um Lichtjahre überlegen. Auflösung und Detailwiedergabe sind bei einem modernen, richtig entwickelten SW-Film sehr hoch und schlagen einen 16 MP Sensor ganz locker. Man kann sich den Effekt ähnlich vorstellen wie er bei der neuen monchromen Leica sein soll.

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Bin auch Fossil, habe aber aufgehört auf Film zu belichten und in der Dunkelkammer zu stehen. Das habe ich aber viele Jahre getan und halte die Diskussion "wie gut imitiert die digitale Welt die analoge" für absolut überflüssig. Bei der Filmentwicklung (per Hand) gab es gewisse Streuungen und ein Film war nicht 100%-ig gleich dem nächsten. Nach der Filmentwicklung kam die Vergrößerung auf Papier. Und hier ging es weiter: Welches Papier, mit welcher Gradation, glänzend, matt,... Wenn man in diese Prozesskette mit einem FP4 rein geht und am Ende eine Vergrößerung in den Händen hält ist die Bandbreite für das Ergebnis doch sehr groß. Ich finde es daher schwierig von "Filmtypen" zu sprechen (SilverFX) da man eigentlich doch eine "Vergrößerung" am Schirm sieht. Die dann natürlich durch einen (Inkjet- oder was auch immer für einen) Print auch wieder ein anderes Aussehen erhalten.

 

Meiner Meinung nach: Erlaubt ist was gefällt! Der Fotograf und Bildbearbeiter legt fest, wie das Bild aussehen soll. Mit viel oder wenig Korn, hell, dunkel, kontrastreich oder weich, was auch immer. Wer viel Erfahrung mit S/W-Filmen gemacht hat, kann vielleicht sagen, dass die Anmutung der Einstellung "FP4" in SilverFX nahe an das analoge Original herankommt aber wozu?! Die Kreativität liegt in der Wahl des Motives, der Aufnahme und zu einem kleineren Teil in der digitalen Nachbearbeitung. Zumindest für mich. Mir ist es wurscht, ob die Filmsimulation von SilverFX , welches ich im übrigen auch benutze, irgend einer analogen Vorlage entspricht! Digital ist anders! Ich habe heute große Freiheiten, die ich in der analogen Zeit gar nicht hatte. Ein entwickelter Film hatte ein definiertes Korn, basta! Da konnte ich hinterher auch nichts mehr dran ändern. Heute kann ich am PC noch dran drehen und dafür sorgen, dass die Darstellung am Bildschirm dem entspricht, was ich bei der Aufnahme gesehen habe oder jetzt erinnere.

 

Im übrigen basieren alle meine Presets in SilverFX auf irgend einer Simulation eines Agfa Filmes, den ich in der Realität nie benutzt habe. Mir gefällt das Aussehen und deshalb verwende ich sie.

 

Klar kann analoge Filme scannen (was die Hersteller solcher Programme ja auch tun, um ihre Presets zu erstellen), mit den Bilden aus SilverFX vergleichen und feststellen, ob es passt oder nicht. Geht lieber raus zum Spiele (Fotografieren) ;)

 

"...ersten Probefilme aus einer Drogeriekette ...
und die können es bei S/W in der Regel gar nicht gut!

 

Ich möchte hier nicht rumstänkern, sondern dich ermuntern, deinen Auge "auszubilden", einen eigenen Geschmack zu entwickeln, zu experimentieren und Erfahrungen zu sammeln. Lasse Dich nicht von irgendwelchen "Konserven" (Profilen) leiten. Was bringt es? Du zeigst uns ein (sehr schönes!) Bild und sagst "auf Delta 100". So what?! Gute Bild bleibt gutes Bild - was natürlich auch Geschmacksache ist ;), egal ob "Agfa", "Ilford" oder "Kodak".

 

Just my 2 cents

 

Oli

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

...halte die Diskussion "wie gut imitiert die digitale Welt die analoge" für absolut überflüssig....

 

Hallo Oli,

 

ich sehe diese Diskussion in diesem Thread nicht. Nochmal, mir ging es nur um die Frage, in wieweit die Filmtypen in SEP identisch mit analogen Filmen sind, wenn überhaupt. Mehr nicht. Dies allerdings vor dem Hintergrund, das ich mich der analogen Fotografie wieder zuwenden möchte.

Die Angabe Delta 100 sollte auch nur verdeutlichen, das dieses Bild eben mit diesem SEP-Filmtyp gemacht wurde.

 

Alles andere in deinem Beitrag ist mir ein wenig suspekt, vielleicht auch nur Geschmackssache.;)

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo sucher!

 

Ach so herum... Aua... :o Da stand ich jetzt aber auf dem Schlauch. Du möchtest also wissen, ob das Ergebnis mit Film dem in SilverFX entspricht. Da kommen wieder meine Variablen ins Spiel: Welches Labor, welcher Prozess, welches Papier. Naja, Du wirst es herausbekommen ;)

 

Mit Drogeriemärkten habe ich keine guten Erfahrungen gemacht. Ich habe noch keinen gefunden, der bei S/W zufriedenstellende Ergebnisse erzielt. Ich würde mit den Filmen zu einem Profil Labor gehen. Oder Du kaufst Dir für schmales Geld eine DuKa. Habe meine kürzlich verschenkt...

 

Nichts für ungut

Oli

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Kein Problem Oli,

 

der Weg in die Drogerie resultierte durch die neue, gebrauchte Kamera. Da war die Erwartungshaltung eher auf die richtige Belichtung ausgelegt. Die Filmentwicklung werde ich zukünftig selbst durchführen und anschließend sicher zum Fachlabor. Mal sehen. Da tauchen auf einmal so viele neue Fragen auf und man könnte meinen der Weg sei das Ziel.

 

Gutes Licht

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Da war die Erwartungshaltung eher auf die richtige Belichtung ausgelegt.

Das ist komisch, wenn man bei der Kamera mit Film hinten drauf schaut und nix sieht, oder ;)

 

In den letzten Tagen meines eigenen Fotolabors hatte ich ein Fachlabor, bei dem ich die Filme entwickeln ließ und gleich Kontakte habe herstellen lassen. Das hat mir die Arbeit in der DuKa erleichtert und das Filmentwicklen fand ich eh immer nervig.

 

Der Weg IST das Ziel! Ist doch bei Hobbys auch gut so...

 

Gruß

Oli

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ja, Ausstellungen, Galerien, wo es noch echte Fotografien anzusehen gibt sind immer zu empfehlen. Kann sehr interessant sein. Auch gute Bildbände - (guter Druck, Papier / kann rel. teuer sein) sind zu empfehlen. Das sind Ausgaben (die dazu gehören), die sich lohnen, wenn man wirklich eine Vorstellung von analog bekommen will - sich digital damit beschäftigt. Wenn man bedenkt, wie "alt" die Fotografie ist (150? fast 200? Jahre), und wie kurz uns das Digitale gegeben ist. Und seit wie kurzer Zeit das ganze (unser) digitales Gedöns erschwinglich ist. Ja, man muß spielen damit, dafür sind die Sachen da. Nicht versessen darauf sein, etwas was es schon lange gibt, stur imitieren zu wollen. Aber auch das kann schön / befriedigend sein.

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

  • 1 month later...

Ich benutze Silver Effex 1 und kann dazu sagen, dass ich z.B. die Standardeinstellung für TRI-X gruselig finde.

Sieht viel schlimmer aus als in Rodinal entwickelt. Obwohl ich TRI-X so mag, nehme ich lieber APX100 als

Grundeinstellung und variere dann.

Zum Drucken: ich benutze einen Epson R800, umgerüstet auf Carbontinten, macht also nur noch S/W.

Die Drucke auf mattem Papier finde ich wunderbar, wenngleich sie einen ganz anderen Charakter haben als

Abzüge auf Bary-Papier (PE kam für mich nie in Frage). Es ist viel leichter, schneller und umweltfreundlicher(!)

einen guten Druck anzfertigen als einen Handabzug. Und langlebiger ist der Carbon-Druck außerdem!

Deshalb fotografiere ich zwar hin und wieder mit S/W Film, der Rest ist dann digital.

 

Thomas

 

Flickr: thognu's Photostream

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Archiviert

Dieses Thema ist jetzt archiviert und für weitere Antworten gesperrt.

×
×
  • Neu erstellen...