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x100 bilderfreds in anderen foren


Gast pilobulus

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So wie man uns früh beibringt, warum 2x2 vier ist, so müssen die Grundbegriffe- und Kenntnisse der Fotografie nicht zwangsläufig vorhanden sein, und genau darum ist die Existenz der Exifs für manchen sehr lehrreich.

Darum sieh' es einfach so, daß nicht alle User in einem Forum den gleichen Wissenstand haben ...

 

Und da gibts auch bei den X100-Käufern einige, die irgendeiner Empfehlung, oder nur dem optischen Eindruck der Kamera erlegen sind; am ehesten passiert das im DSLR-Bereich, weil die ganzen Jupiter- und BlödMarkt Prospekte voll mit den Dingern sind. Und dann wird enttäuscht von der schlechten Qualität herumgefragt, bis endlich jemand gefunden wurde, der bestätigt, dass die falsch bediente Kamera ja doch mist ist.

 

Ansonsten gefallen mir Christians Ausführung ja sehr gut, aber gerade in Foren sind doch grundlegende Fragen zu klären, bevor überhaupt mit sowas wie Kunst begonnen werden kann ("warum ist der Hund nicht scharf", "warum sind die Farben nicht so schön bunt", "wie krieg ich das hin, dass der Hund scharf, der Hintergrund unscharf ist")

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Ansonsten gefallen mir Christians Ausführung ja sehr gut, aber gerade in Foren sind doch grundlegende Fragen zu klären, bevor überhaupt mit sowas wie Kunst begonnen werden kann ("warum ist der Hund nicht scharf", "warum sind die Farben nicht so schön bunt", "wie krieg ich das hin, dass der Hund scharf, der Hintergrund unscharf ist")

 

Wenn ich ehrlich bin, finde ich das eigentlich nicht: das kann jeder mit einem Lehrbuch in der Hand in einer halben Stunde lernen. Und das gehört für mich einfach dazu, wenn ich mich mit einem neuen Thema auseinandersetze.

 

Aber es wird sich natürlich sowieso nicht ändern lassen, also werden diese Fragen noch millionenfach gestellt und vielleicht auch beantwortet werden.

 

Trotzdem möchte ich allen Fotografiebegeisterten Mut machen und sagen: statt auf technische Vorgaben und Tipps, hört mehr auf Eure innere Stimme und auf Euer Gefühl! Versucht dafür, ein Bild zu finden. Was bewegt Euch im Moment am meisten? Macht ein kleines Fotoprojekt daraus. Was dann entsteht, ist etwas wert. Und einen Schritt weiter: Entwickelt ein Thema, fotogafiert eine kleine Serie, macht eine Mappe oder ein selbstgedrucktes Buch. Dann ist man schon ganz weit gekommen mit seiner Fotografie! Weil man sie nutzt, um eine persönliche Sicht auf die Welt zu zeigen. Das erfordert allerdings auch ein bißchen Mut, denn es gestattet anderen einen Blick in das Innere des Künstlers. (Ja genau!)

 

VG

Christian

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Ja, die Natur liefert ja auch wirklich superschöne, tolle Motive. Und da bin ich deiner Meinung, dass die richtige Technik auch schöne Ergebnisse liefert. Die meisten Naturaufnahmen sind ja auch eher dokumentarischer Natur, also - hab ich auf jeden Fall das Gefühl. Da muss die Detailtreue stimmen. Aber Naturaufnahmen sind halt auch eine andere Form der Kunst. Manchmal hab ich beim Fotografieren von Tieren, Pflanzen, Landschaften, Bildern.. usw. selbst einfach oft das Gefühl, dass das vor mir schon ein anderer viel besser festgehalten hat.. Es reizt mich dann höchstens das Ausprobieren, das eigene Ergebnis selbst stellt mich selten wirklich zu 100 %zufrieden.

 

Deshalb meine ich, dass man eben seine Nische finden muss..

 

Viele Fotografen vergessen, dass man mit Fotos auch Geschichten erzählen kann. Eigene Geschichte, persönliche Geschichten. Geschichten, die so bisher noch kein anderer erzählt hat. Wer das macht, der braucht auch keine Angst zu haben, dass seine Bilder nur ein müder Abklatsch sind und dass man als Epigone im Schatten der Meister dilettiert. Meine "Geschichten"-Bilder sind sicherlich nicht besonders gut, aber sie zeigen Dinge und Momente, bei denen ich keine Angst haben muss, dass Cartier schon vor mir dagewesen ist. ;)

 

Ich selber stelle hier recht wenig Fotos ein. Meine persönlichen Geschichten interessieren die Welt (insbesondere die deutschsprachige Fotoforenwelt, die vorwiegend Einzelpixel und EXIFs betrachten möchte) schließlich nur bedingt, und ich mache sie schließlich nicht, um sie als "Profi" zu kommerziell veröffentlichen. Da müsste man ganz anders vorgehen, weniger Versuch und Irrtum, mehr Plan und Konzept, mehr etabliertes Können statt Experiment.

 

Die letzten sechs Monate habe ich zum Beispiel fotografisch überwiegend damit verbracht, eine kleine, ganz persönliche und für den Rest der Welt banale, triviale und uninteressante Geschichte mit der X100 (und einigen anderen Kameras) zu dokumentieren und dabei auch viel zu experimentieren. Experimente bedingen automatisch auch Fehlschläge, aus denen man aber viel lernen kann. Vieles mache ich heute sicherlich anders als im Juni, und das ist für mich ein sehr gutes Zeichen, denn es ist der Beleg für eine Lern- und Wissenskurve. Ich lasse mich beim Erzählen einer Geschichte aber auch nicht auf ein einziges Werkzeug mit einer bestimmen Markenbezeichnung festlegen. Ja, gefühlte 80-90% der Aufnahmen sind mit der X100 entstanden, der Rest aber eben nicht, sondern mit auch mit S100FS, F500EXR, HS20EXR, X10 und Sony SLT-A55V. Sie sind genauso Teil der Geschichte wie die X100-Aufnahmen. Hier im Forum möchte man aber natürlich nur X100 sehen (beim aktuellen Fotowettbewerb ist sogar X10 verpönt), mal abgesehen vom Fremdbilder-Sammelthread.

 

Die letzten zwei Nächte habe ich damit verbracht, den ersten Teil der Geschichte in ein 100 Seiten dickes Fotobuch zu packen, als kleines Weihnachtsgeschenk für Freunde, Bekannte und Interessierte, die daran Anteilen nahmen, nehmen oder nehmen wollen. Es mag technisch und künstlerisch missraten sein, aber eins ist es ganz sicher nicht: schon einmal vorher dagewesen. Hundert Prozent Zufriedenheit mit den eigenen Fotos war und ist dabei sicher nicht das Ziel, tatsächlich habe ich an jedem einzelnen meiner eigenen Fotos etwas auszusetzen. Irgendwas geht eben immer besser. Ich halte das für normal und positiv, denn das weist einen in eine gute Richtung. "Ich bin perfekt, besser geht es nicht" – das wäre das Ende der Fahnenstange, das keiner von uns hoffentlich jemals erreicht. Bei mir besteht da sicherlich keine Gefahr. Einerseits ist das frustrierend (wenn man ehrgeizig ist), andererseits beruhigend (es gibt noch eine Zukunftsperspektive).

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Wenn ich ehrlich bin, finde ich das eigentlich nicht: das kann jeder mit einem Lehrbuch in der Hand in einer halben Stunde lernen. Und das gehört für mich einfach dazu, wenn ich mich mit einem neuen Thema auseinandersetze.

 

Aber es wird sich natürlich sowieso nicht ändern lassen, also werden diese Fragen noch millionenfach gestellt und vielleicht auch beantwortet werden.

 

Trotzdem möchte ich allen Fotografiebegeisterten Mut machen und sagen: statt auf technische Vorgaben und Tipps, hört mehr auf Eure innere Stimme und auf Euer Gefühl! Versucht dafür, ein Bild zu finden. Was bewegt Euch im Moment am meisten? Macht ein kleines Fotoprojekt daraus. Was dann entsteht, ist etwas wert. Und einen Schritt weiter: Entwickelt ein Thema, fotogafiert eine kleine Serie, macht eine Mappe oder ein selbstgedrucktes Buch. Dann ist man schon ganz weit gekommen mit seiner Fotografie! Weil man sie nutzt, um eine persönliche Sicht auf die Welt zu zeigen. Das erfordert allerdings auch ein bißchen Mut, denn es gestattet anderen einen Blick in das Innere des Künstlers. (Ja genau!)

 

VG

Christian

 

Kennen wir uns? ;) Ich kann mich dem nur anschließen, zumal es offenbar geschrieben wurde, während ich parallel an meinem Post gebastelt habe.

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surfer jeder hat klein angefangen ...!

also was willste für einen a4 abzug von dem dem hier haben?

fly.jpg

bares oder tauschgeschäft ;-)

 

für mich das foto des jahres und nicht nur hier im forum!

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Zum Thema was ist Kunst und was ist Kunst wert: Gursky-Foto

 

Ich schätze, das hätte ich auch hinbekommen, aber keiner würde auf die Idee kommen, mir dafür 4,3 Mio. USD dafür zu bezahlen...

 

Na und? Was spielt das für eine Rolle, wenn Du meinst das auch hinzukriegen.

 

Es gibt in der Kunstgeschichte jede Menge Beispiele für Dinge, die jeder andere auch können kann. Ist aber egal, hatter nicht gemacht.

Ob das ein Schnitt in einer Leinwand ist, eine Fettecke, eine Installation wie man einem toten Hasen Bilder erklärt…

 

http://www.amazon.de/Das-kann-ich-auch-Gebrauchsanweisung/dp/3832177590/ref=cm_cr_pr_product_top

 

Bob Dylan war sicher kein großer Gitarrenvirtuose, aber ein großer Künstler.

HCB oder Boubat oder wieseallehiessen; alle Kinder ihrer Zeit und mit viel Leidenschaft und Herzblut dabei.

 

Das Reproduzieren ist keine große Sache.

 

Finde ich.

 

Groetjes

 

Andreas

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Hab schnell nach Gursky mit Google gesucht, auf Bilder geklickt und ..ich sehs.. Er hat eine Nische! Eine wiedererkennbare Art, zu fotografieren, die einen vermuten lässt, einen echten Gursky vor sich zu sehen:

 

https://www.google.com/search?q=Andreas+Gursky&oe=utf-8&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a&um=1&ie=UTF-8&hl=de&tbm=isch&source=og&sa=N&tab=wi&biw=1680&bih=918&sei=zFi9TojpGqKJ4gTm5oTCBA

 

Da ist etwas in seiner Qualität, was Beherrschen des Handwerks signalisiert. Was die erzielten Preise für Kunstobjekte angeht, ist im Moment sowieso eine verrückte Zeit. Aber schlussendlich ist etwas immer so viel Wert, wie jemand dafür zu berappen bereit ist!

 

Übrigens würde mich noch interessieren, wie gross das Rhein-Foto ist. Manchmal ist "size" eben doch "everything".. Wenn's z. B. 1:1 ist.. Woah. Das würde auch den Preis in eine andere Relation rücken, allein schon vom Materialaufwand her..

 

("Berappen" die Deutschen eigentlich auch, oder ist das wieder etwas Süss-Schweizerisches??)

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also was willste für einen a4 abzug von dem dem hier haben?

 

Du bist ja lustig, neulich wollte sogar einer einen Abzug eines HS20-Knipsfotos für wein Wohnzimmer. :eek: Du kannst das Bild natürlich kostenlos haben, bei Bedarf lade ich einfach eine Datei in voller Größe hoch und gebe dir den Link, dann kannst du damit nichtkommerziell machen, was du willst. Du stehst ohnehin auch auf der Liste für das Fotobuch, man davon nämlich ein PDF erstellen, ist mit 80 MB aber nicht klein.

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Wenn ich ehrlich bin, finde ich das eigentlich nicht: das kann jeder mit einem Lehrbuch in der Hand in einer halben Stunde lernen. Und das gehört für mich einfach dazu, wenn ich mich mit einem neuen Thema auseinandersetze.

 

Aber es wird sich natürlich sowieso nicht ändern lassen, also werden diese Fragen noch millionenfach gestellt und vielleicht auch beantwortet werden.

 

Trotzdem möchte ich allen Fotografiebegeisterten Mut machen und sagen: statt auf technische Vorgaben und Tipps, hört mehr auf Eure innere Stimme und auf Euer Gefühl! Versucht dafür, ein Bild zu finden. Was bewegt Euch im Moment am meisten? Macht ein kleines Fotoprojekt daraus. Was dann entsteht, ist etwas wert. Und einen Schritt weiter: Entwickelt ein Thema, fotogafiert eine kleine Serie, macht eine Mappe oder ein selbstgedrucktes Buch. Dann ist man schon ganz weit gekommen mit seiner Fotografie! Weil man sie nutzt, um eine persönliche Sicht auf die Welt zu zeigen. Das erfordert allerdings auch ein bißchen Mut, denn es gestattet anderen einen Blick in das Innere des Künstlers. (Ja genau!)

 

VG

Christian

 

Christian Du hast es auf den Punkt gebracht.

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na ja gursky und konsorten (esser, becker, ruff, höfer, demand, struth, ...) mit denen kann man ja nicht nur einen beitarg sondern schon fast ein ganzen forum füllen.

alle waren mit der richtigen idee und der richtigen zeit am richtigen ort, das is alles.

technisch können sicherlich viele hier im forum auf gleicher höhe mithalten, nutzt aber alles nix mehr.

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Ich würde mir nicht anmaßen technisch mit Gursky mithalten zu können wenn man weiss wie die Aufnahmen entstanden sind ( Bsp. Formel 1 Bilder ). Seine Geometrisierung in den Bildern ist einzigartig. Er beherscht die Formalisierung der Bildstruktur wie kein anderer.

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Ich würde mir nicht anmaßen technisch mit Gursky mithalten zu können wenn man weiss wie die Aufnahmen entstanden sind ( Bsp. Formel 1 Bilder ).

Nach dem ich mir seine Arbeitsweise mal näher angeschaut habe bin ich mir (als bekennender Anti-EBV'ler) sogar ganz sicher das nicht hinzubekommen. Also ganz abgesehen davon es hinbekommen zu wollen.

 

mfg tc

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Ich würde mir nicht anmaßen technisch mit Gursky mithalten zu können wenn man weiss wie die Aufnahmen entstanden sind ( Bsp. Formel 1 Bilder ). Seine Geometrisierung in den Bildern ist einzigartig. Er beherscht die Formalisierung der Bildstruktur wie kein anderer.

 

ist es das bild

gelb/weiß

rot/weiß

 

die sind doch kopiert...oder was meinst Du mit ....wenn man weiss wie die aufnahmen entanden sind?

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Ok, ich nehme alles zurück, was ich über Gursky gesagt habe bzw. dass ich das auch so hinbekommen hätte...

 

The Online Photographer: 'Everywhere You Look, There's Always a Gursky'

 

und

 

Dokumentation: Andreas Gursky – Long Shot Close Up | Jeriko

 

da sieht mal mal wieder das es immer gut ist, ein paar portugiesische Handwerker im Haus zu haben....:)

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