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sRGB oder AdobeRGB?


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ich habe eine Frage zu einer heute geführten Diskussion, welcher Farbraum der geeignetere der oben aufgeführten Varianten für die Ausgabe von Farbbildern sei. Also bewußt keine Druckausgabe in CMYK.

Wie man mir glaubhaft versicherte, ist sRGB ist der kleinere der beiden Farbräume. Nun will ich bei Farbaufnahmen bei der Ausgabe nicht auf gewisse Farbinformationen verzichten durch die falsche Auswahl des Farbraumes (zB in Lightroom).

 

Hat da jemand einschlägige Erfahrung und kann die hier weitergeben?

 

 

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Ich nutze schon immer Adobe RGB bei Aufnahme und Bearbeitung. Gute Monitore haben einen größeren Farbraum als sRGB. Wenn Du allerdings hinterher Deine Fotos auf Papier haben willst, würde ich bei den "üblichen" Anbietern vorher in sRGB umwandeln. Die meisten Belichter können/machen nur sRGB und so gibt es keine Probleme mit der Farbe.

 

Der Hinweis auf eine durchgängige Kette war schon richtig.... Deine Bildbearbeitungsprogramme müssen den Farbraum richtig erkennen und auf dem Monitor korrekt wiedergeben.

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Der AdobeRGB Farbraum ist zwar größer, kann aber weder von den handelsüblichen Monitoren angezeigt, geschweige denn in seiner Gänze im Druck reproduziert werden.

 

Wer nicht genau weiß, was er verwenden soll, fährt mit sRGB in der Regel besser. Ich drucke selbst, habe einen guten Monitor und gebe auch mal Daten zum Print raus. Ich nutze nur sRGB und meine Druckdienstleister nehmen auch alle sRGB an.

 

Wer hingegen genau weiß warum er den größeren Farbraum benötigt (z.B. Workflow mit geeigneten Ausgabegeräten in der Druckvorstufe) kann mit AdobeRGB unter Umständen besser fahren.

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Wenn der Monitor AdobeRGB annähernd (also zu etwa 95% oder mehr) wiedergeben kann, dann würde ich als Arbeitsfarbraum AdobeRGB für zu druckende Bilder auswählen, jedenfalls für die Bilder, die ich selber drucke.

Für alles was zum Ausbelichten z.B. zu saal-digital geht, wähle ich sRGB.

 

Druckst Du selber, oder lässt Du bei einem der großen Dienstleister drucken?

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Du müsstest erst einmal klären, ob Dein Dienstleister überhaupt andere Farbräume als sRGB kennt – wenn nicht, ist sRGB zwingend. AdobeRGB enthält zusätzliche Farbabstufungen, wie sie in typischen CMYK-Farbräumen enthalten sind, in sRGB aber nicht. Da CMYK-Farbräume durchweg kleiner als RGB-Farbräume sind, die Schnittmenge von sRGB und einem CMYK-Farbraum aber noch einmal kleiner, kann man durch die Wahl von AdobeRGB erreichen, dass wenigstens der im Druck benutzte CMYK-Farbraum vollständig genutzt wird. Letztendlich läuft es immer darauf hinaus, dass Du in Erfahrung bringen muss, was für ein Farbraum bei der Ausgabe tatsächlich genutzt wird; daraus ergibt es sich, wie groß Dein Arbeitsfarbraum sein sollte. Das müsste Dir aber ebenfalls Dein Dienstleister sagen können.

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Mach einfach einen einfachen Test:

 

Lade dir hier unter "b) Gammut" das Testbild herunter und öffne es.

 

http://www.colormanagement.org/de/monitortest.html#Gamut

 

Wenn du im Bild Nr. 2 keine Streifen sehen kannst, ist dein Monitor nicht für die Darstellung von Adobe RGB geeignet.

 

Dann solltest du in jedem Fall bei sRGB bleiben!!

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Ich verwende nur AdobeRGB und nie sRGB.

Nachteile hatte ich noch nie.

Ich bringe auch Bildateien zum Ausbelichten in ein normales Fotogeschäft, ohne Probleme.

Auch online bestelle ich Fotobücher oder Poster (bei White Wall und PosterXXL)

Ich habe da auch vorher nicht gefragt, ob das geht.

Ich bin damals von sRGB auf AdobeRGB umgestiegen, weil die Redaktion darum bitten.

Anfangs hatte ich auch mit sRGB gearbeitet, eben weil überwiegend dazu geraten wird.

Wie gesagt, ich habe bisher noch nie Probleme mit AdobeRGB gehabt, nur ganz alte Laptops geben meine Bilder

sehr flau wieder. Aber die habe ich inzwischen ausrangiert.

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Die RAW´s nehme ich immer in Adobe RGB auf. Bein Export für Print oder Web schränke ich auf sRGB ein, da die meisten Print-Dienstleister nur sRGB können und Bildschirme meistens auch nicht mehr. Wenn ein Labor Adobe RGB nimmt und drucken kann, dann lasse ich das auch so stehen. Aber wieso ich bereits bei der Aufnahme einen Teil des Farbraumes verschenken sollte, leuchtet mir auch nicht ein.

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Die RAW´s nehme ich immer in Adobe RGB auf. Bein Export für Print oder Web schränke ich auf sRGB ein, da die meisten Print-Dienstleister nur sRGB können und Bildschirme meistens auch nicht mehr. Wenn ein Labor Adobe RGB nimmt und drucken kann, dann lasse ich das auch so stehen. Aber wieso ich bereits bei der Aufnahme einen Teil des Farbraumes verschenken sollte, leuchtet mir auch nicht ein.

 

Wenn du dem Labor unkomprimierte TIFFs übergibst, ist das ok.

jpgs haben nun mal nur 2^24 darstellbare Farben. ob nun sRGB oder aRGB, die Anzahl ist gleich.

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Aber wieso ich bereits bei der Aufnahme einen Teil des Farbraumes verschenken sollte, leuchtet mir auch nicht ein.

Tust Du ja auch nicht. Die Raw-Dateien enthalten immer dieselben Daten, egal welchen Farbraum Du wählst. Der Raw-Farbraum ist der geräteabhängige Farbraum des Sensors, den der Raw-Konverter in irgendeinen beliebigen RGB-Farbraum umwandelt.

 

Übrigens ist der Verlust an Farben durch die Wahl eines Farbraum mit kleinerem Gamut meist weniger dramatisch als die Fehler, die entstehen, wenn man einen großen Farbraum verwendet, dieser aber (vom Dienstleister, dem Browser etc.) am Ende als sRGB interpretiert wird.

 

Und wie oben schon gesagt ist die Zahl der Farbabstufungen immer dieselbe, auch wenn der Gamut größer oder kleiner sein kann. Daher sind die Farbabstufungen bei einem größeren Gamut gröber als bei einem kleineren. Bei 16 Bit pro Kanal ist das unerheblich, bei 8 Bit aber nicht unbedingt.

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jaja, ihr habr ja recht, ich habe jetzt gepennt, beim RAW habe ich ja immer das volle Spektrum.

 

Das eingebettete JPG im RAW aber nicht, das sollte den Farbraum haben, der in der Kamera eingestellt ist. Damit macht sich diese Einstellung auch für die Vorschaubilder bemerkbar. Ist vielleicht für diejeningen interessant, die mit Irfanview, Faststone oder anderen Betrachtern ihre Bilder sichten.

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  • 2 weeks later...

Vielen Dank für die vielen Antworten und die sehr interessante Diskussion!

 

Konnte mich leider nicht zwischendurch dazu melden.

 

Ich habe bislang meine (sRGB-)Daten bei Whitewall ausbelichten lassen, ohne über den Farbraum nachzudenken, habe aber je nach Papier das dort zur Verfügung gestellte passende Profil dazu eingebettet.

 

Außerdem war ich dort auch immer zufrieden. Mir kam halt nur der Gedanke, dass ich evtl. ja ein noch besseres Ergebnis mit AdobeRGB erzielen hätte können...

 

Ich habe dort eben mal zum Thema nachgelesen, WW schreibt:

 

"Ist kein Farbprofil angehängt, gehen wir davon aus, dass Ihre Daten im sRGB-Profil vorliegen"

 

Ich denke, dass ich wohl auch zukünftig bei sRGB bleiben werden, zumindest bis ich mir einen Monitor angeschafft habe, der den obigen Test auch bestehen würde. Dann sehe ich weiter.

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