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Hans Hase stellt sich vor


Hans Hase
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Ich möchte mich vorstellen, seit einiger Zeit lese ich Euer Forum. Als die X100 zur Fotokina vorgestellt wurde - wurde ich Neugierig. Als aber der der Preis von nur 999 €, also der Hälfte einer X1 (eine Kamera ohne Sucher und Handgriff -300 €+ 100 € - ist keine Leica), bekannt wurde, war ich skeptisch. Sicher doch viel Plastik und viele Versprechen - jeder Prospekt ist grandios, selbst für eine Knipse. In Euren Forum wurde ich aber vielfach von der soliden Verarbeitung überzeugt und bestellte die Katze im Sack bei meinem Händler. Nach knapp 2 Wochen Wartezeit habe ich das gute Stück.

 

Ich habe in den 70ern die Fotografie von der Pike auf gelernt und studiert. Bis Mitte 80 habe ich als Berufsfotograf gearbeitet, mit Nikon, MD, dickem Metz-Blitz und den legendären lichtstarken Festbrennweiten 24/35/50/85/180, auf Ektachrome prof. und Tri-X (privat Kodachrome 64 prof und T-Max 100/400) - als Journalist mit den lichtstarken Zooms konstanter Öffnung. Für Bildbände stand mir eine Mamiya 67 mit allen Objetiven und Zubehör (z.B. Polaroid-Kassette) zur Verfügung. Nur Studio-Technik, Table, Blitzanlage etc. habe ich nicht gemacht und gewollt.

Dann kam ich zum Fernsehen - meist für einen kleinen Sender, den kaum einer sieht -habe immer weniger fotografiert und 1990 ganz aufgehört.

 

Mehr als Computerfreak habe ich die Anfänge der digitalen Fotografie verfolgt und ausprobiert. Diverse Speicherkarten 8/24/48 MB liegen noch rum.

 

Als sich meine Auftragslage beim TV schleichend verschlechterte, also von der 60-Stunden-Woche zur 20-Stunden-Woche, hatte ich viel freie Zeit und weniger Geld. Ich besann mich auf meine Fotografie, arbeite mein Archiv auf und machte ein paar erfolgreiche Ausstellungen (S/W) und kleine Fotobücher und wurde Neugierig auf neue Aufnahmen. Ich lieh mir ein paar DSLRs aus (Canon, Nikon semiprof und prof) und merkte, das ich nicht mehr mit den riesigen Koffern rumlaufen wollte. Ich erinnerte mich, das Anfang der 80er viele Burufskollegen (und ich auch) eine Olympus XA mit 35mm Festbrennweite in der Jackentasche hatten. Die wurde mit Tri-X geladen, auf 800 ASA eingestellt und war immer bereit. Die Abstriche - Vignettierung und leichte Unschärfen in den Ecken wurden bei der Bildgestalung eingeplant. Es entstanden trotzdem hervorragende Dokumentationen.

 

Ich entdeckte 2006 die Ricoh GR digital und fand einen würdigen Nachfolger zur Olympus XA - feste, lichtstarke Optik, Gurt zum umhängen, optischer Sucher, RAW-Format, Sonnenblende - WW und Tele-Vorsatz, 800 ASA, manuelle Bedienung. Die Prospekte waren vielversprechend, die Praxis zeigte doch einige Grenzen auf - lange Speicherzeit der DND-Dateien, rauschen in den hohen ASA-Bereichen. Und die Gestaltungsfreiheit ist natürlich bei 6 mm Brennweite und Minichip (schon von der Physik) auch begrenzt. Dennoch habe ich mit der Cam meine Bildsprache wiedergefunden und einige erfolgreiche Ausstellungen mit neuen Bildern gemacht.

 

Meine Frau ist auch Fotografin, Autodidakt, und hat viele erfolgreiche und internationale Ausstellungen gezeigt. Als ihre analoge kleine Leica (nach 12 Jahren) zum dritten mal kaputt ging, bot uns Leica statt Reparatur eine DigiLux an, wir haben das verrechnet und eine X1 mit Sucher/Handgriff gekauft. Die habe ich getestet und war begeistert. seit dem habe ich kaum noch Bilder mit meiner Ricoh gemacht.

Dennoch gebührt Ricoh das Lob, eine Kamera außerhalb des Trends (Superzoom, zig Motivprogramme, Gesichtserkennung) für kreative Individualisten vorgestellt zu haben.

 

--- das war jetzt sicher ein bisschen viel - nur noch dieser Nachsatz. Mit Hans Hase ist das nur mein Forum-Name. Ich gehöre der älteren Generation an und schütze mich im Internet vor Werbung und Spam. Facebook und Twitter kommen nicht auf meinen Computer, selbst Ebay ist im Browser als unerwünschte Seite eingetragen. Ich habe nichts zu verstecken (auch fotografisch nicht) und besitze eine prof. Domain. Die Hotmail-Adresse ist nur für den Orkus.

 

Euer Hans

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Willkommen bei uns im Forum,einer mehr aus der Zunft.

An anderer Stelle wurde gesagt wir müssen die Bildqualität aus dem Mittelmaß rausbringen.Da haben wir jetzt unterstützung.

Ich freue mich schon auf deine ersten Werke mit der Kleinen.

 

 

LG Andreas

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Hallo Hans

 

Deine Biografie erinnert mich etwas an meine eigene Biographie. Nur dass meine rund 10 Jahre später begann. Bei mir war es keine Olympus XA sondern eine Muj. Meine Frau ist Fotografin und arbeitet heute nur noch des Geldes wegen und mit einem gewissen Desinteresse als Fotografin (Studio, Sachaufnahmen, Licht und Nachbearbeitung). Ich bin Autodidakt, fotografiere aber seit den späten 80ern mitunter auch kommerziell. Vor allem Reportage und seit 1997 verfiel ich den Ansprüchen der Kunst und sehe heute meine Bilder als Teil der Auseinandersetzung zwischen Dokumentation und Bildender Kunst. Ich bin –wenn man so will - ein „Opfer des Iconic turns“

 

Deine Anonymität kann ich nachvollziehen. Würde mich aber freuen auf deine Webseite, du kannst sie mir sehr gerne als „private Nachricht“ zusenden.

 

Lieber Gruss, Caspar

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Hallo Hans,

 

Dein Beitrag gefällt mir. Ich wünsche Dir mit der X100 viel Freude und Spass im täglichen Einsatz und natürlich beim Sichten und nachbearbeiten. Wäre toll, wenn Du zu gegebener Zeit einmal einige Bilder einstellen könntest.

 

Liebe Grüße

 

Stefan

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Hallo Hans,

 

herzlich willkommen im Forum und viel Spass mit der Kleinen.

Bei Deiner Vita hoffe ich, dass Du uns auch mit fachlichen Beurteilungen zur Seite stehst.

Ich habe in diesem Forum schon sehr viel lernen dürfen (bin allerdings auch Anfänger).

 

mfG

Eckhard

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Danke für die nette Begrüßung und Aufnahme im Forum,

nun noch ein paar Macken: Ich bin Blitz-Muffel, fotografiere nur im Querformat (oder 6x6 = Quadrat), nutze in der Regel 100% des Negatives / der Datei. Ich nutze den Sucher zu 99%. Ich bekenne mich zur Farbe und mag keine mit Gewalt auf s/w getrimmten Bilder.

 

mfg

Hans

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Ich bekenne mich zur Farbe und mag keine mit Gewalt auf s/w getrimmten Bilder.

 

Suuuper!

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Danke für die nette Begrüßung und Aufnahme im Forum,

nun noch ein paar Macken: Ich bin Blitz-Muffel, fotografiere nur im Querformat (oder 6x6 = Quadrat), nutze in der Regel 100% des Negatives / der Datei. Ich nutze den Sucher zu 99%. Ich bekenne mich zur Farbe und mag keine mit Gewalt auf s/w getrimmten Bilder.

 

mfg

Hans

 

Sind doch keine Macken..

 

Ich blitze auch nur, wenn ich wirklich muss und es unvermeidlich ist. Z.B. bei Aufträgen. Für den Spass versuche ich das zu vermeiden. Querformat ist denke ich fast zu 80% das Mittel der Wahl. 100% des Negatives zu Nutzen ist zwar sportlich aber ich schränke mich da lieber nicht selbst ein. Warum auch, da ich ja die Wahl habe. Und Bilder, die in Schwarz / Weiss eine "deutlich" bessere Wirkung entfalten, die Aussage oder Botschaft genau auf den Punkt bringen und auch einer gewissen Thematik entsprechen, sollte man meiner Meinung nach nicht in Farbe belassen.

 

LG

 

Stefan

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  • 3 weeks later...
  • 2 years later...

Ein kurzer Brief

… zum langen Abschied (nicht Handke)

Ich will mich schon seit langer Zeit verabschieden, ich habe hier wohl mit meinen oft verqueren Meinungen nichts verloren und möchte nicht weiter stören – obwohl ich auf meine wenigen Beiträge fast 100 „likes“ erhalten habe. Hans Hase braucht keine Bereitschaftsverhinderungstasche, ist nicht auf Schnäppchensuche und verkauft auch keine Bücher für 10 €. Spekulationen, Urteile und Vorurteile auf neue Technik sind mir wurscht, der Markt tickt an meinen Bedürfnissen vorbei; es war ja alles schon mal da. Mir fehlt nichts, um meine Bildideen – die immer lange vor der Aufnahme in Themen entstehen – zu realisieren.

Eine Stiftung hat mein Bildarchiv übernommen, da habe ich in den letzten 2 Jahren viel Zeit am Scanner verbracht und die Wartezeiten im Forum oder Spon verkürzt. Jetzt bin ich durch und bereite mich auf eine große Ausstellung im August 2014 vor. Arbeitstitel „Muttersprache – Vaterland“ oder „Working Class Hero“ (nach dem Lennon-Song, obwohl ich keine Amerikanisierung mag) – also sehr politisch. In der dokumentarischen Fotografie sind ausgefressene Lichter nicht so schlimm wie fehlende Informationen in den Schatten, da werden keine Pixel gezählt. Dennoch schön, wenn sie da sind.

Zur X100: Meine anfänglichen Bedenken haben sich in den 2 Jahren bestätigt. Sie ist haptisch wunderbar, die Schwäche liegt im Objektiv, es kann mit Leica einfach nicht mithalten. Besonders im Bereich 8-15 m und bei monochromen Flächen fehlt mir das „Knistern“. Viele Forumstips habe ich ausprobiert, bin aber immer wieder zu meinen Standardeinstellungen zurückgekehrt. DR aus, ggf. ISO hochsetzen und Belichtungskorrektur gezielt verwenden. Mit Fuji-Farben hatte ich eh nichts am Hut, mein erster Script wandelt die Farben in Kodak oder S/W um. Neue Updates wird es ja für die uralte Kamera mit Erscheinen der X100s nicht mehr geben – ich verpasse also nichts.

Ich bin zwar ein „Alter Mann“, habe aber dennoch an der Entwicklung teilgenommen, in den 60er Jahren habe ich in Algol/Fortran/PL2 und maschienenorientierten Sprachen mit Adressierung programmiert und als Operater riesige Komputer/Rechenzentren gefahren, mein erstes (Firmen)Handy kostete fast 3.000 DM, die Minute ca. 2 DM. Das erstes Farbnotebook kostete 10.000 DM und hatte ein eingebautes US-Modem (ohne Post-Zulassung). Ich war im Internet, als vielen das Wort noch unbekannt war. BTX und Onlinebanking mit Standleitung… meine WEB-Seite habe ich selbst bei Denic bestellt. Die erste digitale Kamera war bei mir kein Fotoapparat sondern Komputerzubehör. Heute will ich mit Facebook, Twitter, iPotts nichts zu tun haben.

Mich interessieren keine Fotowettbewerbe, Fotozeitungen und kein Steve Haff oder Zackerias. Die Bilder der sogenannten X-Photographers langweilen mich, meine Vorbilder sind in der bildenden Kunst – Otto Dix, um mal krass zu sein. Fotografische Vorbilder finde ich nicht im Pictorialismus, eher bei f/64, obwohl nur meine 13x18-Kamera die Blende 64 hat. Noch mehr die amerikanischen Dokumentaristen, Sander, die Bechers (MF) und Bresson (KB). Chargesheimer habe ich viel zu spät entdeckt – z.Z. läuft der Dokumentarfilm von Dietrich Schubert zu Köln 5 Uhr 30.

Sorry, das der kurze Brief etwas länger geworden ist – jetzt melde ich mich ab.

Hans Hase

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Ich bin zwar ein „Alter Mann“, habe aber dennoch an der Entwicklung teilgenommen, in den 60er Jahren habe ich in Algol/Fortran/PL2 und maschienenorientierten Sprachen mit Adressierung programmiert und als Operater riesige Komputer/Rechenzentren gefahren, mein erstes (Firmen)Handy kostete fast 3.000 DM, die Minute ca. 2 DM. Das erstes Farbnotebook kostete 10.000 DM und hatte ein eingebautes US-Modem (ohne Post-Zulassung). Ich war im Internet, als vielen das Wort noch unbekannt war. BTX und Onlinebanking mit Standleitung… meine WEB-Seite habe ich selbst bei Denic bestellt. Die erste digitale Kamera war bei mir kein Fotoapparat sondern Komputerzubehör.

 

Schön, auch ich hab schon Vieles ausprobieren können, bevor andere auch nur eine Ahnung davon hatten. Zwar war es bei mir ein 36k Modem, MSN und 1:1 Mensch-Chats mit einer 80jährigen in Australien und einem Franzosen und jemandem aus Kanada, und ich hab mit dem ersten Koffertelefon von meinem Vater spielen dürfen, einem Ericsson Hotline. Das hab ich heute noch. Und wir hatten so eine komische Kiste, VTX oder wie das hiess (ich war halt noch ein Kind, damals). Aber es ist ja toll, wenn man neue Techniken und Technologien ausprobieren kann, darf.

 

Hans Hase braucht keine Bereitschaftsverhinderungstasche, ist nicht auf Schnäppchensuche und verkauft auch keine Bücher für 10 €. Spekulationen, Urteile und Vorurteile auf neue Technik sind mir wurscht, der Markt tickt an meinen Bedürfnissen vorbei

 

Versteh ich total, denn diese Bedürfnisse wurden offensichtlich schon vor Jahren, gar Jahrzehnten gestillt. Man(n) wird älter, ist gesättigt und macht aus dem, was man hat, das Beste, solange noch Raum dafür ist. Und das ist gut so. Die nächste Generation rückt nach und auch der wird es nicht anders ergehen.

 

Die Zeit läuft, die alten Techniken, Mittel und auch die alten Hasen, werden zu einem Teil der Geschichte, gehören der Vergangenheit an, sterben aus. Es war bestimmt eine schöne Zeit, mit mehr Platz, um sich kreativ zu verwirklichen und vor Allem auch ANZUKOMMEN. Es waren ja da auch nur ca. 4 Mia. Menschen auf diesem Planeten. Mit dem Lauf der Zeit, den neueren Errungenschaften, der einfacheren, nicht unbedingt besseren, aber dennoch breiter verfügbaren Technik, rücken halt die jungen Lämmer nach.. Alle davon werden aber nicht auf der Opferbank enden, da bin ich sicher. Auch wenn man heute nicht mehr für die Nachwelt schafft, einige kommen noch an. Nachhaltigkeit beim Bild ist wohl nicht mehr so wichtig - aber der Moment zählt. Ob das falsch ist? Es ist einfach anders.. Und eins ist sicher: auch aus diesen Lämmern werden alte Hasen ,-)

 

Ich wünsche dir mit deinen Ausstellungen viele schöne Moment. Ich denke, es ist spannend, wenn man sich noch so präsentieren darf und dabei sehen kann, dass das eigene Schaffen ankommt und wie es direkt Reaktionen auslöst. Das ist wohl je länger je weniger selbstverständlich. Ausstellungen wird es bestimmt auch in Zukunft noch geben - aber die Zeit der Wichtigen, "Weltbewegenden" dürfte wohl (bald) vorbei sein und die "kontemporären Exhibitionen" werden schneller konsumiert, analysiert, erledigt und ..vergessen.. werden.

 

Vielleicht schade, aber wohl definitiv der Lauf der Dinge. In 1000, 100 oder vielleicht sogar in 50 Jahren ist das meiste eh nicht mehr relevant.

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Sag mal Hans,

meinst du echt, es interessiert jemand, was du nicht brauchst? Diese Alters-Arroganz drückt aus allen Knopflöchern ...

Aber bitte, wenn's dir dabei besser geht ...

Ein einfaches "macht's gut, Freunde" hätte gereicht. Aber diese Selbstbeweihräucherung finde ich ... naja ... eklig.

 

Also Hans, mach's gut!

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Naja, manchmal muss man einfach den Hammer auspacken ...

Vielleicht habe ich etwas zu drastisch formuliert, aber diese überhebliche Art der "früher-war-alles-besser-und-komm-du-erstmal-in-mein-alter" ewig Gestrigen geht mir mittlerweile echt auf den Senkel. Ich hab auch mit Hasselblads, Sinars, Leicas, Linhofs, Plaubels und dem ganzen Krempel gearbeitet. Und? Ist das ein Ritterschlag? Blödsinn! Das sind alles nur Werkzeuge, um ein gutes Bild zu machen. Und einzig und allein darum geht's, um gute Bilder! Ich hab mir die Mühe gemacht und viele Beiträge von H.H. gelesen. Hat es mich weitergebracht? Nein.

Lieber schau ich mir Bilder an, die mich emotional berühren, auch wenn sie technisch nicht perfekt sind. Egal. Perfektion kann ich selber. Aber den besonderen Moment, diesen Kick, wenn du ganz tief drinnen berührt wirst, das ist Fotografie (bewusst mit "F"). Und solche Sachen suche ich hier ....

So, das musste mal raus, Sorry!

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..text gelöscht.. *g* Eigentlich reicht das:

 

Es sollte einfach Platz für alle sein.. also, zumindest für die, die sich bemühen. Wobei das geht nur in beide Richtungen, von unten herauf wie auch von oben herab. Du hast es auf den Punkt gebracht - ich hab's auf leicht sarkastische Weise auszudrücken versucht.. Kommt ja aber eh nicht an.

Edited by debArtCH
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Du hast recht.

Machen wir hier einen Punkt und gehen Motive suchen. Bringt definitiv mehr ...

Und deinen Stil im obigen Post fand ich klasse!

Man "sieht sich"

Ciao!

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;)

Hast ja recht, erwischt, musste aber in diesem Zusammenhang einfach sein ...

Lassen wir's hier gut sein und kümmern uns um wichtigere Dinge wie Bildaufbau, stürzende Linien etc.

Find ich viel spannender!

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  • 8 years later...

Ich heiße Dietrich Bahß

und wurde im Harz geboren. Leider auf der falschen Seite. In Magdeburg (60er Jahre) habe ich Mathematik und damit auch EDV und Programmieren. Als Student habe ich in den Semesterferien im Rechenzentrum gearbeitet: am Lochkatenleser, Magnetband, Drucker und Konsole. Mein Rechner sprach russisch und die Konsole war eine russische Schreibmaschine, Bildschirme gab es damals noch nicht. Als Student habe ich 1968 gegen den Einmarsch der Truppen öffentlich protestiert und damit die Augen der Staatssicherheit. Mein Diplom (mit Algol programmiert) konnte ich noch machen, erhielt aber Berufsverbot - ohne es zu wissen -und konnte nie als Mathematiker arbeiten. Ich arbeitet bei einem Gro0handel als Lagerleiter, ich hatte ja ein Diplom, und brauchte keine LKW beladen. Dieser Job hat mich so unterfordert und suchte einen Ausgleich. Weil ich seit Studienzeiten mit Malern, Musikern, Schauspielern in der Weinkneipe hockte und oft danach im Atelier war suchte ich einen künstlerischen Ausgleich und kam, weil ich nicht malen kann zur Fotografie. Meine ersten Kritiker und Helfer fand ich nicht in Fotogruppen sondern bei den Malern. Ich bewarb mich zum Fotografiestudium und wurde angenommen. So weit reichte der Arm der Stasi nicht. Wir lernte "von der Pike an": Chemie, Optik Bildgestaltung. So lautete eine Prüfungs Frage: das 50mm Objektiv steht auf 3m. Berechnen Sie die Schärfen bei Blende 4 und 8 /per Hand, ohne Tabellen, Nach Abschluß kündigte ich meinen Job und wurde Heizer bei der Kirche. Da mußte ich um 4 aufstehen, damit die Räume bei Arbeitsbeginn warm waren und hatte gegen 7 frei. Bei kalten Wintern wurde mittags noch mal nachlegen, Braunkohle - die ich schippen mußte und mit Eimern hochtragen. Im Sommer brauchte ich nicht kommen, erhielt aber das (kleine) Gehalt weiter und war krankenversichert. Das machte viele "Künstler", auch Totengräber war ein beliebter Job. Meine dokumentarischen Fotos waren kritisch und erregten weiter die Aufmerksam der Stasi: ich bekam ein  Verbot: keine Zeitung in der DDR durfte Fotos von mir drucken. Die Lage spitzte sich zu, auch weil meine Frau mit ihrer privaten Galerie "störte" .Ich saß mal eine Nacht im Knast und Verhör weil mich die Polizei beim Fotografien mitnahm..

In 13 Bänden Stasi-Akten; Maßnahmen, Spitzelbericht, Abhörprotokollen und Observierungen kann ich dann lesen:  am 12,06.82 13.45 Uhr hielt er auf der Fahrt nach Leipzig auf der Parkplatz km 67 an und verrichtete seine Notdurft. Dann weiß nicht, ob ich lachen oder heulen soll. Uns wurde die Ausreise in die "BRD" nahegelegt und wir landeten nach einem Monat 1983 in Köln.

Hier fand ich sofort einen Job in einer Fotoagentur. Wir kannten uns schon in der DDR, er war oft als akreditierter Fotograf im Osten. Er hatte die komplette Nikkor-Reihe von 20 bis 500mm. SSW und Supertele brauchten wir nicht, da wir nur dokumentarisch für Spiegel, Stern, Quick, Bunte usw lieferten. Kein Sport, keine Tierfotografie. Bei Shift und Tilt wurde gleich zu 6x7 oder Fachkamera gegriffen. So kam und kommt bei mir kein GAS auf weil ich alle Brennweiten kannte.

Mit meiner Erfahrung und den Stasi-Akten bin ich im Netzt sehr vorsichtig; kein Flicker, WhatsAp usw.

Dietrich

Teil 2 folgt, auch wissend daß ich bei einigen auf IGNORIEREN stehe

 

 

 

 

 

Edited by Hans Hase
Satz vergessen
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vor 11 Minuten schrieb Hans Hase:

Ich heiße Dietrich Bahß

und wurde im Harz geboren. Leider auf der falschen Seite. In Magdeburg (60er Jahre) habe ich Mathematik und damit auch EDV und Programmieren. Als Student habe ich in den Semesterferien im Rechenzentrum gearbeitet: am Lochkatenleser, Magnetband, Drucker und Konsole. Mein Rechner sprach russisch und die Konsole war eine russische Schreibmaschine, Bildschirme gab es damals noch nicht. Als Student habe ich 1968 gegen den Einmarsch der Truppen öffentlich protestiert und damit die Augen der Staatssicherheit. Mein Diplom (mit Algol programmiert) konnte ich noch machen, erhielt aber Berufsverbot - ohne es zu wissen -und konnte nie als Mathematiker arbeiten. Ich arbeitet bei einem Gro0handel als Lagerleiter, ich hatte ja ein Diplom, und brauchte keine LKW beladen. Dieser Job hat mich so unterfordert und suchte einen Ausgleich. Weil ich seit Studienzeiten mit Malern, Musikern, Schauspielern in der Weinkneipe hockte und oft danach im Atelier war suchte ich einen künstlerischen Ausgleich und kam, weil ich nicht malen kann zur Fotografie. Meine ersten Kritiker und Helfer fand ich nicht in Fotogruppen sondern bei den Malern. Ich bewarb mich zum Fotografiestudium und wurde angenommen. So weit reichte der Arm der Stasi nicht. Wir lernte "von der Pike an": Chemie, Optik Bildgestaltung. So lautete eine Prüfungs Frage: das 50mm Objektiv steht auf 3m. Berechnen Sie die Schärfen bei Blende 4 und 8 /per Hand, ohne Tabellen, Nach Abschluß kündigte ich meinen Job und wurde Heizer bei der Kirche. Da mußte ich um 4 aufstehen, damit die Räume bei Arbeitsbeginn warm waren und hatte gegen 7 frei. Bei kalten Wintern wurde mittags noch mal nachlegen, Braunkohle - die ich schippen mußte und mit Eimern hochtragen. Im Sommer brauchte ich nicht kommen, erhielt aber das (kleine) Gehalt weiter und war krankenversichert. Das machte viele "Künstler", auch Totengräber war ein beliebter Job. Meine dokumentarischen Fotos waren kritisch und erregten weiter die Aufmerksam der Stasi: ich bekam ein  Verbot: keine Zeitung in der DDR durfte Fotos von mir drucken. Die Lage spitzte sich zu, auch weil meine Frau mit ihrer privaten Galerie "störte" .Ich saß mal eine Nacht im Knast und Verhör weil mich die Polizei beim Fotografien mitnahm..

In 13 Bänden Stasi-Akten; Maßnahmen, Spitzelbericht, Abhörprotokollen und Observierungen kann ich dann lesen:  am 12,06.82 13.45 Uhr hielt er auf der Fahrt nach Leipzig auf der Parkplatz km 67 an und verrichtete seine Notdurft. Dann weiß nicht, ob ich lachen oder heulen soll. Uns wurde die Ausreise in die "BRD" nahegelegt und wir landeten nach einem Monat 1983 in Köln.

Hier fand ich sofort einen Job in einer Fotoagentur. Wir kannten uns schon in der DDR, er war oft als akreditierter Fotograf im Osten. Er hatte die komplette Nikkor-Reihe von 20 bis 500mm. SSW und Supertele brauchten wir nicht, da wir nur dokumentarisch für Spiegel, Stern, Quick, Bunte usw lieferten. Kein Sport, keine Tierfotografie. Bei Shift und Tilt wurde gleich zu 6x7 oder Fachkamera gegriffen. So kam und kommt bei mir kein GAS auf weil ich alle Brennweiten kannte.

Mit meiner Erfahrung und den Stasi-Akten bin ich im Netzt sehr vorsichtig; kein Flicker, WhatsAp usw.

Dietrich

Teil 2 folgt, auch wissend daß ich bei einigen auf IGNORIEREN stehe

 

 

 

 

 

Acht Jahre Pause, ?

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